Guy Lachappelles amouröse Vergangenheit

Ein Tag vor der Wahl tauchen Fragezeichen zum Charakter des neuen Raiffeisen-Kapitäns auf – Beziehung zu Kundin.

Die Raiffeisen Schweiz ist mit den Liebesaffären ihrer obersten Köpfe ab der Rolle geraten. Aufräumen soll ab morgen Guy Lachappelle. Doch der Mann hat selbst eine Geschichte.

Seine erste Frau war Sekretärin bei der Credit Suisse. Lachappelle war in einer Abteilung daneben Assistent eines hohen Leiters. Kein Problem, sagt ein Lachappelle-Mann: Man lernt sich im Betrieb halt kennen.

Mit der Frau hat Lachappelle Kinder. 2003 verliebt er sich in eine neue Frau. Diese ist Kundin bei der Bank Cial, der heutigen CIC. Dort ist Lachappelle in der obersten Führung.

Lachappelles Helfer sagen, dass 2001 Lachappelle und dessen Chef, der damalige CEO der Cial, wegen eines gefährdeten Immobilienkredits mit der Kundin verhandelten. Zuständig sei der CEO gewesen.

Lachappelle trennt sich von seiner ersten Frau und der Mutter seiner Kinder, um mit seiner Geliebten, die schon Kinder hat, eine neue Beziehung zu starten. Die beiden heiraten, haben ein Kind zusammen.

„Patchwork“, nannte dies die Basler Kantonalbank, als sie Lachappelle vor 5 Jahren zu ihrem operativen Chef kürte. Das Communique mit dem Wort ist heute nicht mehr online.

In der Zeit, als sich Lachappelle ohne Wissen seiner ersten Frau in eine Neue, die Kundin von ihm bei der Cial war, verliebte, war der Banker auch immer wieder in St.Gallen.

Von dort her rühren andersartige Treffen. An der dortigen Hochschule absolvierte Lachappelle einen Master of Business Administration. Einer seiner damaligen Professoren war Pascal Gantenbein, der Noch-Präsident der Raiffeisen.

Ebenfalls im Kurs war Priscilla Leimgruber. Sie und Lachappelle haben zusammen die MBA-Arbeit geschrieben. Ein kollegiales Duo.

2017 wurde Leimgruber in den Bankrat – das ist der Verwaltungsrat – der Basler Kantonalbank gewählt. Lachappelle habe dabei keine Rolle gespielt, heisst es aus dessen Umfeld.

Small World.

Lachappelle will morgen an der Delegiertenversammlung mit grosser Mehrheit das Steuer bei der Raiffeisen Schweiz übernehmen. Wenn das nicht klappe, werde er im Pflegeheim seiner Frau in Deutschland aktiv.

Dies sei sein Plan B, meinte er auf seiner Vorstellungsrunde bei den Raiffeisenverbänden draussen im Lande. Bei diesen Auftritten bestritt Lachappelle, dass er selbst ein Problem haben könnte wegen eines grossen, vor Gerichten noch hängigen Betrugsfalls aus der Zeit bei der Basler KB.

Die Rede ist von ASE, dem Madoff der Schweiz. Hunderte von Anlegern, darunter viele Kleine, haben ihr Erspartes im Ponzi-Konstrukt verloren. Gesamtschaden: 170 Millionen. Haupttäter: mehrere Jahre Gefängnis.

Die 164 Delegierten der Raiffeisen Schweiz müssen morgen in Brugg im Kanton Aargau im Wissen um all das entscheiden, ob Lachappelle vom Charakter und von seinem Berufs-Werdegang her der Richtige für den Neuanfang ist.

Geben sie Lachappelle ihre Stimme, dann stehen sie in der Verantwortung. Bei Pierin Vincenz konnten sie noch sagen, sie hätten nichts von dessen Eskapaden und Privatdeals gewusst.

Unterlagen aus der Basler KB und von der Finanzmarktaufsicht Finma zeigen, dass Lachappelle viel tiefer im ASE-Morast steckt, als dieser nach aussen zugibt.

Lachappelle übernahm im Oktober 2010 das Steuer als neuer Kreditchef der Basler KB. Bei der damals bereits umstrittenen Kundin ASE, eine externe Vermögensverwalterin, die mit Devisen ihren Kunden weit über 10 Prozent Jahresrenditen versprach, galt Alarmstufe rot.

Lachappelles Vorgänger Urs Genhart hatte nach intensiven Abklärungen während den Sommermonaten Anfang September 2010 in einem „Antrag“ scharfe Sofortmassnahmen gefordert.

Es dürfe keine ASE-Kunden mehr geben, die bei der Basler KB mit Krediten auf Währungen spekulieren würden, ohne dass es dafür einen Kreditvertrag zwischen den Endkunden und der Basler KB gebe.

Zudem müsse jeder Kunde „mind. CHF 50’000 Nettovermögenswerte“ bei der Basler KB haben. Also mehrere Zehntausend Franken Deckung, sonst gebe es keine Spekulation mehr.

Klare Forderungen mit engen Terminen: So der Antrag von Kreditchef Genhart. Diese wurden in einem Beschluss der obersten Führung umgesetzt.

Das war im Oktober 2010. Ein wichtiger Moment: Damals übergibt Genhart, der krank wurde, das Steuer an Guy Lachappelle.

Nun wirds spannend. Lachappelle schreibt rasch eine Email mit der Frage, ob die Basler KB in Zürich die ASE-Position „noch im Griff“ habe. Das war offensichtlich nicht der Fall.

Doch statt dann hart durchzugreifen, lässt Lachappelle die Zügel schleifen. Er macht nichts, ausser dass er immer mal wieder fordert, endlich den Beschluss von Oktober 2010 umzusetzen.

Alle sehen, dass es mit der ASE in die falsche Richtung geht. Über den Jahreswechsel 2010/11 springt die offene Position der ASE bei der Basler KB auf 120 Millionen Franken hoch.

Ein Grossrisiko. Lachappelle lässt dies zu. Noch schlimmer: Er schwächt nun den Beschluss seines Vorgängers vom Oktober 2010 ab.

Statt dass Lachappelle wie von seinem Vorgänger beschlossen darauf beharrt, dass alle ASE-Endkunden einen Kreditvertrag mit der Basler KB haben und dass jeder mindestens 50’000 Franken Deckung bei der Bank aufweist, ist plötzlich nur noch die Rede von 250 Franken.

So viel soll jeder ASE-Kunde der BKB zahlen – für deren Umtriebe. Deckung für die Kredite? Null.

Im Oktober 2011 sind die Forderungen des Beschlusses von Oktober 2010 immer noch nicht erfüllt. 12 Monate Lachappelle sind ins Land gestrichen – passiert ist fast nichts.

Erst Ende 2011 liegen dann für alle ASE-Endkunden Kreditverträge vor. Da ist es schon zu spät. Im März 2012 explodiert die ASE-Geschichte.

In einer Einvernahme bei der Finma von Sommer 2013 sagte Hans Ringger, der in der heissen ASE-Phase mitverantwortlich war, weil die ASE bei Ringgers BKB in Zürich Kundin war, Erstaunliches über die Rolle von Guy Lachappelle.

Er, Ringger, habe damals nicht durchgegriffen, weil die ASE eine Kundin gewesen sei, die „so vernetzt war mit der Bank, mit Herrn Lachappelle mit den Limiten, mit Herrn Greminger (BKB-Handelschef, die Redaktion) mit den Devisengeschäften, dass es so ausgeartet ist, dass sie mich jedes zweite Mal gar nicht auf das E-Mail genommen haben“.

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117 Kommentare zu “Guy Lachappelles amouröse Vergangenheit

  1. Oh je, das tönt aber gar nicht gut für diesen Herr Lachappelle. Weiss der Himmel, was mit so jemandem an der Raiffeisenspitze in St. Gallen noch alles auf diese Bank zukommt. Nach der turbulenten Vinzenz/Gisel-Vergangenheit ginge es gleich turbulent weiter, Da wird ja die Gordon Gekko-Story von der Wall Street zum reinsten Kinderbuch. Die Raiffeisen könnte Geld machen mit den Filmrechten …

  2. Oje.

    Mehr kann man dazu nicht sagen.

    Die werden doch morgen in Windisch-Brugg nicht so dumm sein, und Lachapelle als Nachfolger von Vincenz ins Amt holen?r

  3. Die Delegierten sollten einfach mal das Urteil des Bundesstrafgerichts durchlesen (alles öffentlich!). Da wird genau beschrieben, warum ein Tatverdacht gegen das oberste Management der BKB (also vor allem Lachappelle) besteht. Das Bundesstrafgericht!
    Und DER soll nun für einwandfreie Geschäftsführung bürgen? Raiffeisen erneuern?
    Die Delegierten müssen sofort die Notbremse ziehen! Und der Headhunter muss wieder bei Null anfangen.

  4. Der Gisel ist weg. Auer übernimmt as interim. Ausgerechnet der Auer (wobei der Rest wäre auch nicht besser)!
    Zu Lachappelle will ich nichts sagen. Hässig müsste mich eh zensieren. Ich sag nur etwas: Unwählbar.

  5. Wow, da werden sie sich in Deutschland aber freuen über eine neue Pflegekraft aus der Schweiz. Endlich gibt die Schweiz an Deutschland etwas zurück was die dringend brauchen. Macht Sinn.
    Wollen sich die Verantwortlichen in der Raiffeisen tatsächlich einen Charakter zur Vordertüre in die Hütte holen, den sie gerade durch die Hintertüre rausgeschmissen haben? Oder anders gesagt, sie holen den „Geklonten“ wieder in die oberste Etage.
    Weshalb finden die keine integere Person? Gibt es die auf diesem Gebiet gar nicht? Was wird in der Raiffeisen verheimlicht und versteckt? Weshalb hat niemand den Mut/die Zivilcourage alles auf den Tisch zu legen und Transparenz zu leben?

    • Gute Frage – aber, wenn alle Dreck am Steck haben, was erwartet man dann vom VR resp.GL?
      Lüscher, Gauch, Kurtz, Auer, alle voll überflüssig…

  6. Seine Frau hat also in Deutschland ein Pflegeheim. Das sagt er jetzt noch so nebenbei. Damit man ihm nicht vorhalten hat, er habe etwas verschwiegen? Pflegeheime in Deutschland sind bisweilen sehr lukrativ, weil die Kassen zahlen. Wann und mit was für Geld wurde das Pflegeheim gekauft? Wie heisst es und wo liegt es? Gibt es Reputationsrisiken mit dieser möglichen Cash Couw?

  7. Affäre mit einer Kundin, die sich das Haus nicht mehr leisten kann. Affären, soweit das Auge reicht.
    Schwer belastet im ASE Fall.
    Und so jemand will VRP bei Raiffeisen werden? Wo nun gerade Ruhe und Integrität gefragt wäre?
    Das ist doch absurd!
    Delegierte, wenn ihr trotz Wissen um diesen Sachverhalt DEN wählt, dann reicht es mir endgültig!

  8. Der Artikel reicht nicht mal für die Schweizer Illustrierte, geschweige denn für die Gala.
    Sorry, das hat mit investigativem Journalismus nun wirklich nichts mehr zu tun.

  9. Lachapelle ist verantwortlich dafür, daß die ASE soweit kommen konnte.
    Da gibt es nichts dran rumzudeuteln.
    Einer, der in St. Gallen studiert hat, musste spätestens mit der Zeit wissen, daß ASE ein Ponzi-System war.
    Dann die Sache mit den Kontoauszügen, die unter dem Logo der Basler Kantonalbank einen für die ASE günstigen Kontostand auswiesen, in Fremdwährung (CDN).
    Dann der Umstand, daß bei Kontostandsänderungen nicht automatisch der Kunde informiert wurde.
    Letztlich die Tatsache, daß von 170 Millionen Schaden nur 25% übernommen wurden.
    Und das alles unter dem Dach einer Kantonalbank mit Staatsgarantie !
    Leute, wo sind wir denn ?
    Panama, Nigeria oder Fidschi-Inseln ?

  10. Ich glaube, im Züri – Zoo gebe es genügend fähige Kandidaten, welche den Job des VR-Präsis für ein Sack Bananen grade so gut machen würden.

  11. Patchwork ist kein Problem,
    aber ob Lachappelle Eier hat – wird sich in Bälde weisen 🙂
    wenn Er sich von Gantenbein/Schilling einen CEO aufs Auge drücken lässt wissen wir mehr!
    tippe auf Quoten Frau mit HSG Hintergrund
    oder zumindest Jurist 🙂
    Fachleute wären aber gefragt mit Erfahrung in „Märkten“
    Juristen sollen complience sauber führen, aber keine Bank!
    siehe Grossbanken am taumeln!
    PS ich helfe gerne für 4 Jahre 🙂
    Konzepte vorhanden, aber Die sind wohl nicht gefragt 🙂

  12. eigentlich reichen nur die fragwürdigen tätigkeiten von lachappelle und die lange untätigkeit der finma aus um zum schluss zu kommen, dass man als delegierter der sich seiner verantwortlichen rolle bewusst ist, nie einer wahl von lachappelle zustimmen dürfte. kommt hinzu, das wenn herr lachapelle mit auch nur einem bisschen charakter besitzen würde, sich an der delegiertenversammlung schon gar nicht der wahl stellen würde.

  13. Bei einer Raiffeisenbank wünscht man sich, dass Leute am Steuer sind, die über alle Zweifel erhaben sind. Integrität, Standhaftigkeit, solider Lebensstil, starke Führungsqualitäten, Vorbildcharakter, Verbundenheit mit gut schweizerischen Tugenden sind ein Muss.
    Der aktuelle Kandidat ist diesbezüglich sub-optimal. Ich würde weitersuchen, etwas mehr Geld ausgeben, dafür aber eine idealere Besetzung anstreben. Bei einer „too big to fail“ Bank sollten alle Stakeholders bei der CEO-Besetzung einbezogen sein, v.a. auch die FINMA. Keine Schnellschüsse – die Bank kann problemlos noch ein Paar Wochen interimistisch geführt werden!

  14. Das alte Rom lässt grüssen: o tempora o mores (kann man in praktisch jedem Asterix-Band nachlesen).

  15. Na ja, die amourösen Abenteuer von Guy Lachappelle – oder wie ihn ein anderer Kommentator mal nannte, Lachkappelle, sind jetzt wirklich nicht wahnsinnig interessant und gehen im vorliegenden Fall eigentlich niemanden etwas an.

    Es waren ja offenbar immer Liebschaften, die die Unabhängigkeit der jeweiligen Person über die Entscheidungsfindung in seinem Amt nicht schmälerten. Dies ganz im Gegensatz zu Patrik Gisel, welcher offenbar nun mit einer direkten Vorgesetzen anbandelte (seine erste offizielle Liebschaft in der Raiffeisen war zwar etwas ungeschickt, aber auch nicht wirklich problembehaftet).

    Die Delegierten werden morgen Samstag Guy Lachappelle mit Sicherheit und mit grossem Mehr wählen. Und zwar aus folgenden Gründen.

    1. Es gibt keine wirkliche Alternative zur Zeit. Wer will denn schon einen solchen Job für ein Trinkgeld. Die echten Top-Shots der Branche sicher nicht!
    2. Viele Delegierten werden zudem froh sein, dass sie überhaupt jemanden zu wählen haben. Denn die nächste Baustelle steht ja schon (Ersatz CEO). Und für diesen Ersatz muss der VR einigermassen komplett und kompetent aufgestellt sein. Sonst gibt’s wieder eine Nullnummer.
    3. Das feine Essen wartet und man will ja zum gemütlichen Teil übergehen.

    Ich stelle mir eher die Frage, wie lange es dauert, bis der Stuhl von Guy Lachappelle umfällt und er gleich mit. Ich gebe ihm 12 Monate. Entweder weil die Finma doch noch Nägel mit Köpfen macht oder er selbst das Handtuch wirft.

    • Wenn ich das nur schon lese, kommt mir die Galle hoch.

      Die „Topshots“ bei anderen Instituten haben sich alle früher oder später als masslos überbezahlte Versager erwiesen.

      Aktuellstes Beispiel: Sergio Ermotti mit seiner unverantwortlichen Poker-Partie in Frankreich: für einen maximelen Nutzen von 0,5 Mia (ein Prozess ist auch nicht gratis) geht er ein Risiko von über 5 Mia Euro ein. Auf Kosten der Aktionäre natürlich.

      Soviel zu ihren „Topshots“, die nur „Topshit“ produzieren.

    • @Pedrovitsch

      zu 2) Nein, ich bin der Meinung, dass die Delegierten ausdrücklich keine Grund haben, irgend jemanden sofort zu wählen. Die Wahl kann auch erst nächstes Jahr z.B. im März statt finden. Die Delegierten sollen sich nicht mit dem Zeitargument erpressen lassen.

      Die letzten VRPs waren schwach bis nicht existent. Die Gruppe ist dezentral organisiert. Das letzte Jahr hat gezeigt, dass die Gruppe kurzfristig tiptop ohne VRP funktionieren kann. Ich sehe auch keine Probleme, wenn der neue CEO erst im März antritt.

    • Bin mit Ihnen einig und voll einverstanden. Was mich aber stört (und dies nicht nur bei Ihnen), ist die Verunglimpfung des Namens der Person, die man kritisiert . Dieser kann ja nichts dafür, dass er so heißt. Ich nenne Sie ja auch nicht „Pedrowitz!“ Sorry 🙂 – ein „No go“ im Journalismus.

    • Frage: Für wie viel Geld hat denn damals der Dekan Traber das gemacht? Und Willhelm Raiffeisen?
      Die waren halt integer und geschäftstüchtig.
      Umgekehrt eine traurige Gestalt wie der Gisel. Völlig überfordert von seiner Rolle, sowohl menschlich als auch fachlich.
      Es gibt auch heute noch die Trabers. Die wird aber ein geldgeiler Headhunter ohne Werte nie finden. Der findet nur Seinesgleichen (also die Gisels dieser Welt).
      Und Lachappelle ist nur ein weiterer Gisel, ein neuer Vincenz. Ein Mann, den man offenbar den „Teflon-Guy“ nennt.
      Herr Hässig: Ich wünsche eigentlich Niemandem etwas Schlechtes. Aber in diesem Fall bitte ich Sie: Jagen Sie den Lachappelle! Traber und Raiffeisen würde das sicher auch wünschen.

  16. Jetzt sollen ihm also kurz vor der Weihe Verstösse gegen das 6. Gebot zum Verhängnis werden, nachdem es mit dem 7. und 8. nicht geklappt hat … 🙂

    Das beweist auf den ersten Blick, wie gross bei allen selbstgerechten, sparfreudigen und kohle-affinen Leuten im Grunde die Sehnsucht nach einigermassen sauberem Geschäftsgebaren und ergo die Sorge um einen angeschlagenen Ruf ihrer Bank ist.

    Die Realität aber ist, dass die Bank trotz allem funktioniert und die Dienstleistungen erbringt, die von ihr erwartet werden. Man mag zwar ob der Vorfälle die Nase rümpfen, aber was auf den Konten liegt oder in die Taschen fliesst, stinkt ja bekanntlich nicht (mehr).

    Vielleicht trägt in Zukunft eine bessere IT zur Versachlichung in diesen Geschäfts-Sphären bei. Sie, die Technik, kann immer und sofort zur Rechenschaft gezogen werden, – bei Menschen hingegen ist das so eine Sache.

    Aber eines kann man sagen: Alle Ingredienzen für eine CH-Serie à la „Wall Street“ sind nun vorhanden … ziemlich „wilde“ Stories über „Serien“-Banker …

  17. Solange die Partnerinnen nicht in den Verwaltungsräten seiner Arbeitgeber einsassen geht das niemanden etwas an, ofer nicht?

  18. Im Pflegeheim seiner Frau soll er ein paar Jahre Busse tun, für die vielen Geprellten des Falles ASE : gute Idee.

  19. Bei diversen Gesprächen hier in St.Gallen ist unisono Kopfschütteln auszumachen: Wenn jemand wie Lachappelle mit dermassen vielen grossen Fragezeichen starten muss, dann sollte er es unbedingt sein lassen… Ein Scheitern – wie der tragische „Fall“ Gantenbein – ist vorprogrammiert!

  20. Es scheint fast so, als wolle Herr Hässig, dass es in der Raiffeisen einfach keine Ruhe geben darf. Ja warum denn auch nur. Schliesslich ist das doch ein Wanne voller Geschichten, die man beliebig so gestalten kann, wie die Finger über die Tasten gleiten. Es ist doch nun wirklich völlig irrelevant, ob Guy Lachapelle geschieden ist oder nicht. In diesen Minuten treffen sich unzählige Paare. Das eine hat hier mit dem anderen nun gar nichts zu tun. Es ist einfach nur bedenklich, eine Tatsache aus dem Jahre 2003 aufzuführen und dann den Charakter eines Menschen in Frage zu stellen. Wo sind ihre Leichen, Herr Hässig. Sie sind wohl noch nie bei Rot über die Strasse gegangen oder sind leicht angeheitert Auto gefahren. Es würde mich brennend interessieren, was Sie wohl bei mir ausgraben würden, wäre ich die auserwählte Person. Vielleicht, dass ich in meinen Jugendjahren andere Kinder an den Haaren gezogen habe? Echt, ich verstehe diese Art der Berichterstattung in keiner Art und Weise. Oder eben doch: Sie wollen, dass keine Ruhe bei Raiffeisen einkehrt. Entweder hegen Sie einen persönlichen Groll gegen die gesamte Gruppe oder aber Ihr eigenes Hemd ist Ihnen am nächsten. Bedenklich, wirklich bedenklich.

    • @ Der Erstaunte
      Einfache Frage an Sie: Sie wären VRP der Raiffeisen: Wie würden Sie ihre Verantwortung als VRP wahrnehmen wenn ihnen von Dritten ein Verhältnis, Liebesbeziehung, Affäre des CEO mit einem ihrer VR-Mitglieder gemeldet würde?

    • Auch so ein scheinheiliger „Moralapostel“. In Sachen Raiffeisen CH sind Verharmlosungen völlig deplatziert: Der Stall gehört rigoros „ausgemistet“!

  21. Hr. Sidler ich freue mich auf das Interview von morgen. Hoffentlich gibt es keine frechen Fragen der Reporter wie im Tessin. Ja, selbstverständlich ist die Entschädigung von Hr. Lachappelle gerechtfertigt… usw. Es ist ein rethorischer Genuss ihnen zuzuhören. Freue mich auf Samstag. Jeder Gegner ist froh, sie nicht im eigenen Team zu haben.

  22. Wenn ein Chef mit seiner Sekretärin in die Pfanne steigt..wer ist Schuld..der Mann. Wenn der Gisel mit seiner Chefin geht ..wer ist Schuld..der Mann…Wenn die Lachkapelle mit einer unbekannten Lady was hat…wer ischt Schuld…der Mann. Ein Schelm wer schlimmes denkt!

    • Seit wann sind die Damen schuld, wenn die Typen ihren Fridolin nicht im Zaum halten können? Sorry, aber ein bisschen Denken und Selbstbeherrschung brauchts nun mal. Das Märchen von der bösen, manipulierenden Schlage, die hilflose Männlein verführt, wird nicht mal mehr in Lützelflüh (Sonntagspredigt!) geglaubt. Bärner, komm in die Gegenwart, wir haben 2018. 🙂

  23. Liest man Hans Ringger in https://tageswoche.ch/wirtschaft/ex-banker-erhebt-vorwuerfe-gegen-bkb/

    „Wie stark hing ihr Bonus vom Geschäftserfolg mit der ASE ab?“
    «Das war ein sehr, sehr kleiner Teil. Wir haben an der ASE im Jahr – in den guten Jahren – ca. 4 Millionen Franken verdient netto. Davon blieb eine Million in Zürich, und bis zu drei Millionen flossen nach Basel. Von dieser Million in Schweizer Franken haben wir 15 Prozent bekommen, das sind 150’000 Franken, die wir auf zehn Leute aufteilen mussten.»

    dann sieht es sehr nach Bonus-Maximierung von Lachappelle aus.
    Dass die ASE-Kunden die sicheren Verlierer waren, war ihm offenbar egal.

    ((Anmerkung: In der Literatur ist kein einziger Vermögensverwalter oder Anlagefondsmanager bekannt, der mit Devisen-(Swap)-Strategien einen „Mehrwert“ für seine Kunden schaffte, und zwar wegen der Effizienz des Devisenmarktes (siehe auch „MPT“). Diese Erkenntnis müsste eigentlich zum Grundwissen eines angeblichen „Top-Managers“ wie Lachappelle gehören.))

    Beim ASE-Fall würde sehr interessieren, ob immer wieder die gleiche(n) Bank-Gegenparteien und nicht marktkonforme Kurse zulasten der geschädigten Kunden verwendet wurden, um verdeckte „Vergütungen“ an (ausländische) Konti von ASE-Verantwortlichen vorzunehmen, die ja in ein paar Jahren aus dem Knast kommen und dann wohl ihre versteckten Früchte geniessen können.

    • @Revisor X: Bei Devisengeschäften tritt im Normalfall die Kontoführende Bank als Gegenpartei (Principal) auf, somit die Basler Kantonalbank. Da in dieser Zeit sogenannte Kick-Backs nich offen gelegt werden mussten, ist anzunehmen, dass diese an die ASE geflossen sind.

      Die Sache ist doch so offensichtlich und das kann man auch aus den Auszuägen der Berichte klar ersehen: Die BKB hat klar gewusst, dass die ASE ihre Kunden abzockt und dass die Renditeversprechen nie eingehalten werden können. Jeder Banker, der dies nicht sofort realisiert hat, hat nichts in einer Bank verloren. Aber man hat eben viel Geld mit den ASE-Kunden verdient und man wollte auf Teufels komm raus nicht auf die Erträge verzichten. Man (inklusive Lachapelle), dass dies ja ein ASE und nicht ein BKB Problem sei oder werden können. Also hat man sich darauf konzentriert, dass die Kredite gedeckt sind, darum hat man auch auf die Kreditverträge gepocht. Das Interesse der (auch) BKB Kunden war da völlig egal, denn dar eigene Bonus war wichtiger. Ob sich die Leute von der BKB wirklich strafrechtlich verantworten werden müssen ist fraglich, aber ethisch und moralisch haben sie (inkl. Lachappelle) total versagt. Und nein, sie können nichts sagen, dass sie von nichts gewusst haben!

      Ist somit Lacheapelle der richtige Mann um den Sumpf in St. Gallen trocken zu legen? Wohl kaum!

    • @B. Meier
      Dass die kontoführende Bank, also die BKB, als Gegenpartei auftritt, ist schon klar.

      Ebenso klar ist aber, dass grössere Abschlüsse von ASE-Kunden mit einem Spread zugunsten der BKB wohl bei anderen Banken glattgestellt wurden, da die BKB kaum eine grosse Eigenposition fahren durfte. Und um diese „anderen“ (ausländischen?) Banken geht es, denn dort sind die Konten der ASE-Betrüger zu vermuten.

  24. Zitat: „Wenn das nicht klappe, werde er im Pflegeheim seiner Frau in Deutschland aktiv.“

    Mensch Headhunter Schilling, was ist dies für eine Assessment-Auswertung? Spricht auch nicht gerade für Sie und ihre Truppe. Ist dies eine Geschäftsstrategie um in 2 Jahren wieder einen neuen VRP „liefern“ und in Rechnung stellen zu dürfen? Tolles Business Modell !

    Man muss kein HR-Profi oder Psychologe sein um mit dieser Aussage festzustellen, dass dieser Mann für diese Position zu wenig motiviert ist und der Biss fehlt, und vielleicht in der ganzen Finanzindustrie, fehl am Platz ist.

  25. In Sachen Frauen ist Lachapelle nicht so viel besser wie Vinzenz und Gysel. Also charakterlich ist er auch kein Vorbild und somit kein VRP einer angeschlagenen Bank.

  26. Verlieben am Arbeitsplatz, auch in der gleichen Abteilung, GL oder VR kein Problem. Nur hat einer der beiden, und dies zügig, die Konsequenzen zu ziehen und die Firma zu verlassen oder, falls es die internen Bestimmungen erlauben, versetzen zu lassen.

    Sollte kein Problem sein wenn es Liebe ist. Sonst ist es eine Affäre.

  27. Eine Trash Work Family passt doch perfekt zu einer Bank mit Trash Work Management…

    Lukas Hässig und IP? Finde ich gut!

  28. Diese Berichterstattung hat nichts mit den Kompetenzen und den Fähigkeiten von Guy Lachappelle zu tun. Ich finde es eine Frechheit das Privatleben so zur Schau zu stellen. Populistischer als der Blick. Das Niveau ist an einem absoluten Tiefpunkt.

    • Wenn man(n) nichts mehr zu schreiben hat, dann schreibt man(n) einfach bla, bla, bla. Schade dass das intellektuelle Niveau auf dieser Platform immer weiter sinkt.

    • @Banker
      Herr Lachappelle hat bei der Basler KB ja seine Kompetenz gezeigt im Falle ASE und Coop.
      Mind, 50 Mio. Schaden beim ASE-Skandal?

      Ab wieviel Mio. Schaden ist man denn in Eurer Branche kompetent für die Geschäftsleitung?

      Bei der UBS/CS gilt die Geschäftsleitung schon als kompetent wenn der Schaden unter 1 Milliarde liegt- da werden schon die Sektflaschen geöffnet!

      Soviel Kompetenz gehört nicht ins nächste Jöbbli mit 750’000 im Jahr.

      Ich weiss nicht wo Ihr moralischer Kompass verloren gegangen ist…
      Zulange in diesem Geschäft scheint einem doch abzustumpfen.

    • @Banker
      Ich gebe ihnen recht, dass einige Kommentare über das Ziel hinausschießen. Was jedoch Kompetenzen und Fähigkeiten im gegenständlichen Fall ASE angeht, bleibt mir nach Durchsicht aller Akten grosse Zweifel. Für mich hat sich Hr. Lachappelle mit seinen nicht Handlungen ins Abseits gestellt. Wieso die Delegierten (die bei vielen Raiffeisenbanken gänzlich unbekannt) am Samstag über einen Einervorschlag abstimmen, kann Hr Sidler Auskunft geben. Auch über die Besoldung ist er der richtige Ansprechpartner.
      Hr. Lachappelle verlässt die Basler KB mit dem Ziel, bei Raiffeisen seine berufliche Karriere fortzusetzen, oder Tätigkeit bei seiner Ehefrau Plan B anzunehmen. Naheliegend wäre doch einen VR-Sitz bei ihrem alten Arbeitgeber gewesen.
      Hr. Gantenbein ihre Intention ist mir klar! Sie werden aber nicht aus dem Schussfeld entlassen!
      Zur Erinnerung an alle Raiffeisler: Ein Bundesratsgehalt ist unter CHF 500’000.–.

    • Komisch nur, daß alle das hier immer so gern lesen, Sie eingeschlossen und den Kommentator „Der Aufpasser“.

      Warum lesen denn dann laufend das Medium, das Sie für „populistischer als den Blick“ und „absolut am Tiefpunkt“ halten?

      Würde ich nicht tun an Ihrer Stelle.

      Verstehe ich nicht ganz.

  29. Endlich! Neue Fakten! Und belasten den Lachappelle schwer! Vielen Dank dafür, Herr Hässig.
    Raiffeisen, wollt ihr wirklich einen solchen Manageer an die Spitze setzen?
    Wir Opfer von ASE, BKB und Lachappelle haben gar nichts vergessen!
    Wir werden für Gerechtigkeit sorgen und wenn es Jahrzehnte dauert!

  30. Nach ASE befällt dich BSE. Somit ist alles gesagt. Hr. Lachappelle ihnen fehlt das Format. Als Erfüllungsgehilfe für einen Hochleistungsumstrittenen und gleichzeitig Profiteur haben sie das System in die Zukunft prolongiert.
    N.B. Der BOC-Satz war bei 1%. Und der Sollsatz für die Kunden?

  31. Herr Daniel; das sollte man anders sehen. Ich glaube „Schlüssellochgeschichten“ spielen im erweiterten Kontext zur Besetzung von absoluten Spitzenposten doch eine Rolle, denn bei den „Schlüssellochgeschichten“ geht es immer auch um Geld, um sehr viel Geld manchmal, je nach dem sind weibliche „Mehrfachbeziehungen“ äusserst kostspielig, vor allem, wenn die „Betroffenen“ Männer ihren vermutlich sehr hohen und damit teuren Lebensstandard aufrechterhalten wollen. Irgend wo her muss „der Stutz“ ja kommen, ich denke, die Herren Vincenz und Gisel könnten dazu etwas aussagen ?? Freundl. Gruss

  32. Ganz starker Artikel heute wieder!
    Super, dass Hässig diesen Finma Report ausgegraben hat!
    Lachappelle ist schlicht unwählbar!

  33. Sehr geehrter Herr Hässig

    Meines Erachtens hat sich ihre Seite leider in eine Richtung entwickelt, dich ich für sehr bedenklich halte. Es gibt eine Privatsphäre und die sollte respektiert werden. Ihr Artikel über Herrn Lachapelle überschreitet eine Linie, die es einfach zu respektieren gilt.
    Ich hatte Sie mal persönlich an einem Lions Anlass kennen gelernt. Dabei fand ich Ihre Arbeit und den Recherche Journalismus sehr gut und hatte auch Ihren Newletter abonniert.
    Ich werde ihn wieder abbestellen. Das Niveau verschiedenster Berichterstattung ist auf ein Level gesunken, das mir die Zeit zu schade ist, noch etwas davon zu lesen.
    P.S. Ich bin weder Bank noch kenne ich Herrn Lachapelle persönlich.

    Freundliche Grüss
    Stefan Gyseler

    • Genau solche „Moralapostel“ wie Sie vorgeben zu sein, sind daran schuld, dass Vincenz, Gisel, Gantenbein & Co. dermassen lange ihr Unwesen treiben konnten!

    • @ Stefan Gyseler: Bei solchen Positionen steht man in der Öffentlichkeit und muss damit leben, dass auch das Privatleben hinterfragt wird, da es Aufschluss über das Verhalten einer Person gibt. Ich denke somit nicht, dass hier eine Linie überschritten wurde.

    • @Stefan Gyseler
      Für Ihr Votum habe ich Verständnis. Nur ist es so, dass sich nicht die IP-Seite „in eine Richtung entwickelt“ sondern das ganze Geschäftsgebaren und Verhalten gewisser Firmen und Personen zusammen mit einer Steigbügelhalter-Industrie.

      Eigentlich ist es ganz einfach. Hält man sich an Gesetze, interne Vorgaben, missbraucht die Firma nicht als Parship oder Tinder Ersatz und besitzt einen einigermassen normal eingestellten moralischen Kompass gegenüber der Firma die einem den Lohn zahlt und der eigenen Familie so gibt’s eigentlich keine Probleme im Leben und mit diesbezüglichen andauernden, absolut berechtigten, Listings in IP.

    • @Gyseler
      In der Theorie kann man Geschäftliches und Privates trennen. Je höher jemand in der Geschäfts-Hierarchie Verantwortung übernimmt, desto mehr strahlt die Schnittenge auf die Firmenkultur und das Image.
      Beispiel:
      Der einfache Angestellte kann ein Bordell im Portfolio haben, aber nicht ein CEO/VRP.

    • Danke für Ihre höchst angemessene Beurteilung – es kommt immer wieder vor, dass sich Paare trennen, dass die neue Beziehung zunächst heimlich ist, dürfte auch eher üblich sein. Hier „Skandal!“ zu rufen, nur um eine Schlagzeile zu haben, hat mit einer objektiven Berichterstattung nichts zu tun

    • Herr Hässig hat noch kein Geheimnis verletzt. Vermutlich weiss er noch viel mehr Details über GL – und dies aus verlässlichen Quellen. Für eine systemrelevante Bank ist eine unausgeglichene Persönlichkeit gefährlich. Geld allein macht nicht glücklich, es muss einem auch „gehören“.

    • Ja, mein lieber Herr Gyseler

      Täubelen und stämpfelen Sie doch ein wenig über die pösen, pösen Journis wie den Herrn Hässig, Bernstein & Woodward oder Jim Acosta.

      Offensichtlich lassen Sie sich lieber von den Vinzenzen, Gislen, Nixonen und Trömpen über den Tisch ziehen.

      Fein nach dem Motto: Schuld sind nicht die, welche schlechte Dinge tun, sondern die, welche die entsprechenden schlechten Nachrichten melden …

      Wenn die Ihre Intelligenz als natürlich bezeichnet werden sollte, dann hätte ich wenigsten keine Angst vor der künstlichen …

  34. Plan B

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    Als Pfleger in einem deutschen Altenheim. Wo doch gerade dort 165.000 Pflegekräfte fehlen, siehe ARD-Meldung vom 8. November 2018.

    Monsieur LaChapelle bei Ihnen muss es“ geläutet“ haben. Ich gratuliere Ihnen schon vor der Brugg-Versammlung zum Plan B. Uebrigens sind Sie nicht der Erste, der seinen Banker-Job aufgibt und ins Pflege-Fach wechselt.

    Denn auch hier gilt: “ Wenn schon total versch…, dann kann ich gleich im Seniorenheim als Aussteiger mich nützlich machen.“

    Mit Ihren neuen „Partnern“ haben Sie bestimmt weniger Probleme! Dafür Tag für Tag ein paar richtige Aufsteller. Chapeau, wo Chapeau drauf steht….. und drin ist!

    • EXAKT!
      Und die geplanten 700 KCHF wird er bis zur Pensionierung sicherlich auch erreichen-wohl dauert es etwas länger als 1 Jahr…
      Wenn die Soz-Branche in Deutschland jedoch ähnlich funktioniert wie in der Schweiz, muss er aber nicht sehr lange warten….

      Schade an der recherche ist, dass Privates derart ausgeschlachtet wird. Schade LH – das wäre nicht notwendig gewesen!

  35. Einfach erfrischend und informativ, IP. Lachapelle hat das richtig gemacht. Wieso bei einer einfachen Sekretärin bleiben, wenn man zu einer vermögenden Kundin aufsteigen kann? Erinnert mich an SNB-Hildebrand. Erst die einfache Frau geheiratet und dann, als die Chance kam, eine Milliardärin zu bezirzen, Vollgas geben und in eine neue Sphäre aufsteigen. Scheint bei Bankern nicht unüblich zu sein. Geld ist das Wichtigste….

    • bei Vontobel, das von UH „verwaltet“ wurde, hat er wohl auch noch bekommen.
      Wenn bloss die ESTV nichts untersucht.

    • Ist doch schön….aber leider sind diese Frauen extrem rar gesäht. Die meisten dieser Frauen haben ihr Vermögen von ihren ex-Partnern und es nicht selbst verdient. Ist bei der Hildebrand-Liebe so und denken wir an Carolina Müller-Möhl. Der Ehemann damals unter misteriösen Umständen in den Alpen abgestürzt und hops, Carolina war plötzlich reich und dadurch beliebt. Vorher hat kein Mensch von der Blondine gesprochen. VR-Mandate wie K+N und NZZ folgten. Kühne hat sie wegen Unfähigkeit rausgeschmissen und was bringt sie der NZZ – das weiss wirklich keiner im VR.

  36. Mit wem der grosse Guy in die Betten steigt interessiert mich recht wenig. Was RAIFFEISEN mehr zu Denken geben sollte, ist sein gottgleiches Gehabe. Und man sollte sich nicht von seiner Rhetorik täuschen lassen. Sein wahres Gesicht erkennt man in kleineren Runden, wenn er sich in einen Sessel „legt“ und die Welt erklärt. Meist zu Themen, von denen er keine Ahnung hat, sind seine Ausführungen am amüsantesten!

    • Wow, diese Beschreibung zrifft den Nagelauf den Kopf. Danke. Sie müssen Insider sein..

  37. Super Herr Hässig, bleiben Sie dran!

    Im Pflegeheim hat es ja einen grossen Fachkräftemangel.
    Herr Lachappelle wird dort dringend gebraucht und
    kann seine fachlichen Stärken bei der Betreuung sicher gut einringen.

  38. … das Niveau der Recherche sinkt mit jedem Beitrag.
    Inside Paradeplatz hat sich im Aufdecken vieler Skandale höchste Meriten erworben. Bedauerlich, dass es sich nun auf die Recherche von Liebesbeziehung des Top-Management fokussiert. Diese Schlüsslochgeschichten sind bei der Wahl des Raiffeisen VR-P belanglos und die Recherche ist nur peinlich.

    • Als Raiffeisen-Kunde und langjähriger Genossenschafter finde ich den Artikel extrem aufschlussreich.
      Ich rufe sofort meinen Bankleiter an. Lachappelle und ich können nicht gleichzeitig bei Raiffeisen sein.

    • @ daniel: Das „Niveau“ wurde anscheinend den entsprechenden Schreiblingen angepasst.

  39. Völlig untragbarer Windbeutel. Wenn dieser Verwedler gewählt wird, dann sind diese Raiffeiseler so was von selber schuld, maximal inkompetent und minimal verantwortungsbewusst. und all das mit der 3. -grössten Bank der CH. quo vadis ?

  40. Wenn das so weiter geht, kommt eigentlich nur noch ein Eunuch in Frage dieses würdevolle Amt zu übernehmen. Nur, diese Gattung glaube ich gibt es „fast“ nicht mehr, seit die Harems privatisiert wurden. Uebrigens der grösste Kunde der Raiffeisen ist der Hausi und der hat sicher Verständnis für diese kleinen Schwächen. IMHO

  41. Aha, Lachappelle hat also ASE direkt betreut? Ich glaube, ich spinne!
    Das muss erst aufgearbeitet werden!
    Und was ist das für ein Bericht, aus dem hier LH zitiert? Klingt sehr interessant!

    • Dort liegt auch einer der unsäglichen Hunde begraben: Lachappelle ist im Fall ASE stärker involviert als man zugeben will. Parallel hatte die FINMA diverse Hinweise zu div. Unregelmässigkeiten. Reagiert wurde dennoch nìchr, im Gegenteil FINMA dementiert noch und versucht die Sache unter den Teppich zu kehren. Das kann aber nur klappen, mit dem Schulterschluss mit Lachappelle. Die Dummen der ganzen Strategie waren die ASE-Geschädigten, die von der FINMA selber direkt hinters Licht geführt wurden, während Lachappelle sozusagen als Bonus für den Schulterschluss nun noch auf den Support der FINMA zählen darf.

    • Warum verklagen die Geschädigten eigentlich nicht auch die FINMA in dieser Angelegenheit. Diese zwielichtige Aufsichtsbehörde resp. Gefälligkeitsbehörde gehört auch mal gründlich ausgemistet. Gell Bundesrat

  42. Mit Herrn Lachapelle wird die Raiffeisen weitere Schlagzeilen erleben. Die Bank hat wirklich Talent, daneben zu greiffen.

  43. Monogamie existiert nur in Romanen 🙂
    das Drehbuch schreibt hier die HSG
    Alle andern Bewerber ob als VR oder CEO wurden aussortiert – meist ohne Rückmeldung!

    • Doch, es gab schon eine Standard-Rückmeldung:

      Sehr geehrter Herr …

      Besten Dank für Ihr Interesse an einer Tätigkeit im Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz. Wie Sie bereits wissen, unterstützen wir die Raiffeisen Schweiz bei der Abwicklung dieses anspruchsvollen Selektionsprozesses.

      Gemeinsam mit dem Nominationsausschuss haben wir in den letzten Wochen die Vorselektion vorwärts getrieben. Trotz des guten Eindrucks, den wir von Ihrem Werdegang haben, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass sich der Ausschuss auf einen kleinen Kreis an anderen Persönlichkeiten konzentrieren will.

      Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute.

      Freundliche Grüsse

      guido schilling ag

  44. Herr Hässig, wer keine Schuld hat, werfe den ersten Stein.
    Fühlt sich das wirklich gut an, so tief in der untersten Schublade zu kramen?

    • Fragt sich, ist jedes Fehlverhalten mit diesem Spruch zu entschuldigen? Dann darf man MeToo getrost als was soll das abschreiben.

    • Wohin soll der Stein denn geworfen werden? Ich bin bereit.

      Es gibt tatsächlich sehr viele Leute (auch Männer), bei denen die unterste Schublade einfach leer ist.

      Bei vielen Banken sitzen aber leider auch Männer, die eben mit dem Lendenhirn denken und mit dem kurzen „Steuerknüpel“ gesteuert werden…

  45. Eines ist wohl klar, Lachapelle wird das Problem nicht lösen können. Da bräuchte es jemand, der nicht bereits vorbelastet ist.

    Gewählt wird er sicher, denn die Delegierten sind sich gewohnt alles abzunicken. Ich bin gespannt, wie lange der offizielle Teil dieser Versammlung dieses Mal dauert.

    Nichtsdestotrotz, eine verpasste Chance für Raiffeisen.

    Aber Hauptsache der Gisel ist jetzt mal Tschüss!

  46. Dass sich die RB-Delegierten so auf „Teflon-Guy“ versteift haben, legt die Befürchtung nahe, dass wohl niemand den Beschluss vom 20.08.2018 des Bundesstrafgerichts zur Versiegelung des ASE-Gutachtens gelesen hat. Sollte die «Lust auf Lachappelle» nach der Lektüre noch immer nicht vergangen sein, noch kurz Lachappelles Rechtfertigung der Versiegelung:
    – «Verhinderung weiterer Schadenersatzforderungen der geschädigten ASE-Kunden.» Wohl kaum ein sehr ethisches Motiv.
    – «Loyalität zu Bankrat der BKB.» Kommentar überflüssig.
    – «Schutz der im Gutachten erwähnten Kunden.» Hat Lachappelle noch nichts von Schwärzung/Anonymisierung gehört? Nur SEIN Name (und dessen Häufigkeit) im Gutachten interessiert!

    Dass der „Casanova-im-Betrieb“ Mark Branson viel Verständnis für Lachappelle zeigt, erstaunt aufgrund des heutigen IP-Textes kaum.

    https://insideparadeplatz.ch/2017/04/06/finma-chef-branson-der-casanova-im-betriebe/

  47. Meine Güte. Mir scheint, dass Raiffeisen mit Lachapelle von der einen in die nächste Misere steuert. Ein fragwürdiges Charakterprofil und ein noch fragwürdigerer Leistungsausweis scheinen für den VRP-Posten in St. Gallen ausreichend. Was für ein genossenschaftlicher Saftladen.

    • Es reicht jetzt mit diesem wirklich ober-doofen Kommentar:

      Wir wissen jetzt, dass die ‚Dechargé verweigert werden soll‘ – wirklich ätzend, was Sie hier TÄGLICH von sich geben.

      Das bring alle hier substantiell NICHT ein Quäntchen weiter.

    • si tacuisses, philosophus mansisses

      Bedeutungen:
      [1] Selbstentlarvung eines für schlau Gehaltenen durch törichtes Gerede: wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben (das heißt: dann hätte man dich weiterhin für einen Philosophen gehalten)
      Herkunft:
      Sinnspruch frei nach Boethius,[2] in dessen Trost der Philosophie jemand auf die Frage eines Möchtegern-Philosophen „Intellegis me esse philosophum?“ („Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?“) antwortet: „Intellexeram, si tacuisses.“ („Ich hätte es erkannt, wenn du geschwiegen hättest.“)Auch die Bibel wird als früheste Quelle vermutet: [3] In Hiob 13.5 der Bibel heißt es sinnverwandt: „Wollte Gott, ihr schwieget: so würdet ihr weise.“

    • @Sir Gala-Cheese-Head
      Ich brauche keine Aufklärung, was si tacuisses … heisst, danke auch!
      Der einzige lateinische Konjunktiv Plusquamperfekt, an den ich mich noch erinnern kann.

  48. Was meint denn heute Hr Genhart dazu? Ist von ihm irgendeine Äusserung bzgl. dieses Falles bekannt, oder wurde er gar zum Schweigen verpflichtet (gerichtlich oder mit monetären Anreizen)?

  49. Die Runde in St.Gallen stellt schon seit vielen Wochen wiederholt fest: Lachappelle gerät in St.Gallen in Teufel’s Küche! Er wird dort zermalmt werden, so wie der mittlerweile hochkant gescheiterte, überall belächelte Pascal Gantenbein….

    • @Nach dem Morgenkaffee in St.Gallen: Ich denke nicht, dass Pascal Gantenbein belächelt wird. Über ihn und seine Unfähigkeit wird laut herausgelacht!

  50. Die Raiffeisen-Regionalfürsten, notabene überbezahlt, wie es sich gehört, werden mit ihrer morgigen Wahl auch ein Signal an all ihre Kunden senden, welche sehnlichst auf ein Back-to-the-Roots der einstigen Vorzeige-Genossenschaft warten.

    • Blödsinn, die Genossenschafter haben in der Vergangenheit jeden Mist blind durchgewinkt, Hauptsache man kann sich genüsslich am Genossenschafts-Büffet verköstigen und gratis Wein bis zum Umfallen trinken.. Prost…