Gisel-Rausschmiss beendet Trauerspiel viel zu spät

Raiffeisen entlässt CEO vorzeitig, hätte dies vor einem Jahr tun müssen: Die Geschichte eines Versagens auf ganzer Linie.

Patrik Gisel stürzt nicht über U-Haft seines Vorgängers, nicht über Ermittlungen der Aufsicht, nicht über 2,5 Millionen Salär, nicht über 500 Millionen IT-Debakel.

Sondern über eine Liebesaffäre.

Gisel traf sich geheim mit einer Verwaltungsrätin der Raiffeisen, seiner Chefin quasi – und liess alle im Dunkeln. Am Wochenende kam die Sache aus, das brachte das Fass zum Überlaufen.

Heute schreibt der Tages-Anzeiger, die Trennung von Gisel erfolge „in den kommenden Tagen“. Ursprünglich wollte Gisel bis Ende 2018 bleiben – oder sogar noch länger, wie er offerierte.

Der Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz, der in zwei Tagen die 164 Delegierten von einem neuen Präsidenten und einer neuen Unternehmensführung überzeugen muss, will jetzt also handeln.

Damit versuchen die obersten Verantwortlichen, sich als starke Köpfe mit hohem Pflichtgefühl in Szene zu setzen. Wenn Gisel solch ein No-Go missachtet, dann greifen wir durch.

So die Botschaft.

Sie klingt gut. Sie wird nach aussen getragen, erscheint in Presseberichten – mit dem Ziel, die alte Crew unter Interims-Kapitän Pascal Gantenbein und die neue unter Guy Lachappelle als handlungsfähig erscheinen zu lassen.

Die Realität ist eine andere. Der Verwaltungsrat hätte Gisel und seine Weggefährten in der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz längstens von Bord spedieren müssen.

Gelandet: Gisels Aerostar (Foto: Flickr)

Vor einem Jahr war der Moment zum Handeln gekommen. Da eröffnete die Finanzmarktaufsicht (Finma) ein sogenanntes Enforcement-Verfahren gegen die Raiffeisen Schweiz, ein zweites gegen Gisels Vorgänger Pierin Vincenz.

Enforcement heisst: Bei dieser Bank und ihrer Führung liegt wirklich etwas im Argen. Hier muss sofort Remedur geschaffen werden.

Es braucht harte Massnahmen. Was aber tut der VR? Er spricht Gisel&Co. das Vertrauen aus. Der CEO sei der Mann der Lösung, nicht jener des Problems.

Gisel spricht in Interviews von einem marginalen Problem. Es gehe nur um die Reputation, im Geschäft sei nicht wirklich Gravierendes vorgefallen.

An Heiligabend 2017 geht Vincenz zum SonntagsBlick. Er habe ein reines Gewissen und noch Grosses vor in seinem Berufsleben.

Fehler macht jeder: Pierin Vincenz, Heiligabend, Sonntagsblick

Im Januar macht Gisel auf Courant normal. Krise bewältigt, Raiffeisen auf Kurs. Und Vincenz immer noch „mein“ guter Freund. War da was?

Ende Februar der Knall: Vincenz in Untersuchungshaft. Gisel dreht sich schlagartig um 180 Grad. Er sei masslos „enttäuscht“ von Vincenz, und reicht jetzt Strafanzeige gegen seinen Vorgänger ein.

Der Verwaltungsrat schaut zu. Es kommt der April – jetzt bricht der Wahnsinn aus.

Interims-Präsident Gantenbein – der alte Kapitän wurde von ihm und Gisel einen Monat zuvor in die Wüste geschickt – gibt sich eine Lohnerhöhung.

Plus 44 Prozent für den Präsidenten und die Mitglieder des Verwaltungsrats der Raiffeisen Schweiz. 44 Prozent mehr für eine Bankleitung, deren dominanter vormaliger Chef seit Wochen in einer 9 Quadratmeter engen Zelle sitzt.

Die Schweiz steht Kopf, der VR versteht die Welt nicht mehr. Was haben wir falsch gemacht?

So ziemlich alles. Vor allem nicht aufgeräumt. Gisel sitzt weiter auf seinem Stuhl. Der VR erteilt ihm weiter seinen Segen.

Nun gehts Richtung Lugano. Mitte Juni ist grosser jährlicher Delegierten-Tag, da will man die Abgesandten aus den 250 Raiffeisenbanken mit Cüpli und Brimborium gnädig stimmen.

Das Vorhaben missglückt. Denn zwei Tage vorher ist die Bombe explodiert. Die Finma hat sie gezündet: Total-Versagen des gesamten Verwaltungsrats der Raiffeisen Schweiz, Gisel auf der Watchlist.

Was macht der VR nun? Greift er durch? Nimmt er seine Führungsverantwortung wahr und setzt Gisel sofort ab?

Nicht doch. Gisel und Gantenbein zeigen sich enttäuscht von der harten Medien-Berichterstattung. Gisel sucht Ablenkung, lädt Fötelis mit seinem frisch repartierten Flugi auf sein Facebook hoch.

Sind die nicht mehr bei Trost? Es will und will nicht dämmern in St.Gallen. Gisel ist unser Mann, heisst es auch nach Lugano.

Dann, im Juli, dreht der Wind. Ganz langsam, ganz behutsam. Der Finma-Bericht sieht halt schon nicht so gut aus für Gisel, meinen Vertraute in Hintergrundgesprächen.

Nicht so gut? Vincenz erhält Blankokredite für seine wilden Privatgeschäfte, die von der operativen Mannschaft so gekennzeichnet werden, dass sie nicht automatisch in den VR gehen.

Vincenz und Gisel machten Verträge „am Tisch“.

Vincenz und Gisel kauften für eine halbe Milliarde eine Privatbank, die nie zum Fliegen kam.

Kauften für eine halbe Milliarde einen Computer, der nicht läuft.

Erwarben für 100 Millionen ein Assetmanagement, das in Trümmern liegt.

Kreierten für 100 Millionen ein Private Equity, das der Staatsanwalt untersucht.

Und jetzt, nach endlosen Monaten Dauerkrise, meinen die Einflüsterer und Verantwortlichen der Raiffeisen Schweiz: Gisel sieht halt im Finma-Bericht nicht so gut aus?

Was ist das los? Was versteht man nicht? Was will man nicht anpacken?

Der VR behandelt Gisel immer noch pfleglich. Der Mann, der 15 Jahre lang mit Vincenz durch die Raiffeisen-Landschaft raste, darf schliesslich im Juli selbst seinen Rücktritt verkünden. Offiziell aus freien Stücken.

Dann bleibt er einfach sitzen. Sicher bis Ende Jahr, vielleicht auch länger – allzeit bereit.

Und der VR? Er findet das gut. Kein Hochkant-Rauskick, sondern noch ein paar Monate weiter Gisel-Show, bei vollem Salär.

Gisel interpretiert die Rücksichtnahme auf eigene Art. Lets Rock’n’Roll – wie wenn nichts passiert wäre. Warum keine Affäre mit einer Verwaltungsrätin? Geht doch?

Erst das hat den VR wachgerüttelt. Jetzt fliegt Gisel raus. Die Landung kann er verkraften. Er erhält noch bis kommenden Juli sein Salär. Immerhin 150’000 Franken im Monat oder so.

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103 Kommentare zu “Gisel-Rausschmiss beendet Trauerspiel viel zu spät

  1. Hat diese Liaison noch jemanden überrascht? Gisel hatte ja schon offen mit Praktikantinnen geflirtet , als er noch verheiratet war. Und das sogar in aller Öffentlichkeit in der Olma-Festhalle. Männer mit Little-Man-Syndrom halten sich eben für unantastbar. Seine Frau hat im Gegensatz zu Raiffeisen aber rasch und konsequent gehandelt und ihm den Laufpass gegeben!
    Auch in Sachen innerbetriebliche Affären eiferte Gisel also fleissig seinem Mentor PV nach!

  2. Wie kommt diese Frau mit diesem dünnen Rucksack überhaupt in den Verwaltungsrat der drittgrössten schweizer Bank? Liegt doch auf der Hand, der Giesel hat sie ganz bewusst als Speerspitze und Fürsprecher in dieses Gremium gehieft.

  3. Spätestens jetzt sollte jedermann -frau klar sein: wer einmal lügt……,
    Und die Realität zeigt klar und wer gut beobachtet sieht, nicht was gesagt wird ist entscheidend sondern wie jemand handelt entspricht der Realität.
    Und wie hat der „Neue“ der gewählt werden soll, in der Vergangenheit gehandelt?
    Willkommen im Klub

  4. Die beiden passen sehr gut zueinander, der Sex stimmt mit Sicherheit, und ich gönne jedem noch ein letztes Mal ein schönes Erlebnis, bevor es dem sexlosen Rentendasein entgegengeht.

    Auf die eine oder andere Million kann ich dann gern verzichten.

    Wer da illegale Aktivitäten vermutet, ist ein kleinlicher Neider, dem die eigene Frau nach Jahren nutzlos erscheint und der dem nächsten sein Vergnügen missgönnt.

    Kein Grund für den Rücktritt, aber so sind halt die kleinen drittklassigen Banker mit dicker Ehefrau, die den Herrn des Hauses nur samstags zwischen 22.05 Uhr und 22.10 Uhr ranlässt.

    Spaß am Leben – eher eine Schuldhypothek für unseren Starjournalisten.

    Formel:
    Ferrari + geschäftlicher Erfolg + attraktive Geliebte = Rücktritt

    Die Formel stimmt nur bei Lukas Hässig.

    Und die die LH zustimmen sollten sich mal ehrlich fragen, ob Sie da nicht auch zugegriffen hätten.

    • Reminder

      Das System erfordert Unabhängigkeit CEO und VR.
      Insbesondere bei nicht Inhabergeführten Unternehmen z.B. Raiffeisen.
      Gisel hat sich demnach über gängige Informationspflichten hinweg gesetzt.
      Aus dem gleichen Grund war das Duo Vincenz (CEO) Ceregato (Chefin Abteilung Recht) NACHWEISLICH ein Problem.
      Stichworte: Good governance, Corporate Governance, Inegrität etc.

      Das Privatleben von Gisel interessiert mich persönlich ansonsten überhaupt nicht.

      Bei allem Respekt, aber Diskussionen bezüglich körperlicher Bedürfnisse gehören meiner Meinung nach nicht in diesen Chat.

    • @SusiMüllerHausfrau

      also ich bin weder ein drittklassiger Banker noch eine dicke Ehefrau ( übrigens eine beschämend dumme Bemerkung Ihrerseits) – aber es gibt sowas wie Arbeitsrecht, wenns schon an Anstand fehlt. Jeder kann v… wann, wie oft, mit wem und wo er/sie will – wenn es die Unabhängigkeit der unternehmerischen Entscheidung nicht tangiert.

      Und was Menschen wie Sie hier offensichtlich immer wieder vergessen: All diese Herren und/oder Damen um die es hier geht sind ANGESTELLTE die VERPFLICHTET sind zum Wohle des Unternehmens von dem sie ungebührlich viel Gehalt beziehen zu entscheiden. Dummerweise haben das auch die besagten Protagonisten vergessen. Nochmal: sie sind schlussendlich Angestellte und keine Kaiser oder Könige eines Volkes.

      Dieser Narzissmus, diese Gier, dieses völlige Vergessen ihrer Aufgabe ist einfach nur obszön und im Übrigen auch justiziabel.

      Also hören Sie auf sowas ins Lächerliche oder gar in die Neidecke zu schieben. Bemühen Sie ihren Rest an Intellekt und Werten.

    • Das sind halt die zwei Seiten der Medaille:
      ihr zwei pocht auf die Moral und das Recht und die Schweizer Führungspersonen in Politik, Wirtschaft und Bankenwesen deuten dies als Zeichen von Schwäche.
      Wer nicht Vollgas gibt, hat oben nichts mehr zu suchen.
      In einem Land, in dem selbst Bunderäte die Resultate von Volksentscheiden ad absurdum führen („Ausschaffungsinitiative“), obere Kasten im Bankenwesen ihre eigenen Regularien aufstellen und die Finma dies unterstützt („Boni bei Bilanzverlusten“, „VP-frontrunning“, „LaChapelle ASE-Komplex“), fühlen sich die Leader vom eigenen Volk weder kontrolliert noch beobachtet.
      Ein gleichgeschaltete Presse tut ein übriges.
      Mal sehen, wer gewinnt.

  5. Na ja, wenn man die Kommentare liest, frägt man sich, ob jene die hier am lautesten schreien, ihren Hosenstall so sehr unter Kontrolle haben wie sie es verlangen?! Ein wenig mehr Sachlichkeit würde den Kommentarzeilen doch gut tun!

  6. Ich hoffe sehr, dass Gysel keinen Bonus mehr für 2018 bekommt wenn er gefeuert wurde.

    Und ausserdem kann das dubiose Avaloq-Projekt nun endlich abgebrochen werden.

  7. Am Samstag ist aargauischen Brugg-Windisch die Delegiertenversammlung von Raiffeisen.

    Wenn der VR um Gantenbein und Co dort nicht einen Nachfolger für Gisel präsentiert, dann zeigt das, das geplant war, Gisel noch viel länger, über 2018 hinaus, zu behalten.

    Daß die zusammen mit Pascal Gantenbein angetretene Laurence de la Serna als erstes sich für eine Liebesbeziehung hergibt ausgerechnet mit Gisel, sagt viel aus.

    Über sie. Aber auch natürlich über Gisel.

    Gisel führt ja auch eine liebe Beziehung zu Gantenbein und machte ihn zu seinem Joggeli.

    Die neuen Köpfe Laurence de la Serna und Pascal Gantenbein ließen sich ins alte System Vincenz-Gisel einspannen.

    Anstatt die Hypothekenbank in saubere, klare Fahrwasser zu führen ging es weiter mit Schmutz und Schlamm im alten Stile.

  8. „Inzest“ in der Raiffeisenbank und keiner hat die Grösse den Stall auszumisten. Hauptsache man(n) trägt Anzug und Krawatte. Es ist Zeit wenn diese Zustände der Schweizer Banken endlich richtig angeprangert werden.

  9. Es ist für einen normal denkenden, nicht zu den unterbelichteten gehörenden Bürger (Raiffeisenkunde) nicht nachvollziehbar, mit welcher Arroganz diese Bank geleitet- oder eben nicht – wird. Bei nächster Gelegenheit wird gewechselt.

  10. Sorry..aber was ist genau das Problem, wenn ein CEO mit einem Mitglied eines 13 köpfigen Verwaltungsrats in die Kiste steigt!? Und wie geht es weiter mit der ehrenwerten Damen. Bekommt die nun auch ein lebenslängliches VR-Verbot?

    • Ein grosses Problem z.B. sind Menschen denen es offensichtlich an Intellekt und Rechtsbewusstsein fehlt.
      Einfach mal ein wenig informieren.

    • Das Problem ist, daß der Verwaltungsrat die Geschäftsleitung überwachen muß bzw. soll.

      In Deutschland heißt er klarer „Aufsichtsrat“.

      Sie ist also seine Chefin.

      Und hatte darüber zu befinden, ob er bleiben kann oder nicht. Usw. usf.

    • Das Problem ist, dass es Leute wie Sie gibt, denen anscheinend jedwedes Verantwortungsbewusstsein abhanden gekommen ist.

  11. Wenn das nicht sofort aufhört ist Raiffeisen für mich gestorben, wie UBS und CS. Abzockende VRs und Führungsmitglieder sind von vorgestern, Zeit dem ein Ende zu setzen. Subito.

  12. „Pantani loves Pocahontas“ hiess diese Affaere intern. Einfach laecherlich dass es so lange durchziehen konnte.

    • Pantani!!! Passt! Nicht für die Madame de la Serna, natürlich.

      Wieher! 😂

  13. Uiuiui. Jetzt kommt Bewegung in die verfilzte Stube. Der Leiter HR sucht eine neue Herausforderung, wie man so schön sagt. Ein Schelm der böses denkt. Raiffeisenbanken ohne Delegierten können Zuschauer an die a.o. DV entsenden… Da wird sich jeder Delegierte zweimal überlegen, zu was er nun Ja sagt. Würde mich nicht überraschen, wenn vieles nicht wie von RCH gewünscht durchkommt!

    • Wurde auch Zeit, dass der HR Leiter seinen Hut 🧢 nehmen muss. Leider ist der neue HR Leiter noch die grössere Lachnummer als der bisherige. 🤣🤣🤣Total selbstverliebt, dabei hat er mit seiner Aus- und Weiterbildungstruppe bisher nix Schlaues auf den Boden gekriegt. Der kann nicht mal die aktuell gängigen Buzzwords richtig einsetzen – hört sich aber schaurig gern reden. Zum 💀 😂.

      Das sagt aber leider mehr Negatives über seinen Chef und GL-Mitglied Poerschke aus, als über den neuen HR-Leiter – denn der neue HR Leiter kann ja nichts für seine starken Limitierungen (Intelligez lässt sich angeblich nicht gut trainieren).

      Tja, und so geht das Trauerspiel weiter 😱😱😱. Stay tuned.

    • Echt, der Federer ist weg?
      Na, dann werden sich Schaub, Poerschke, Auer und Co. auch nicht mehr lange halten können. Hoffentlich.

  14. Gisel? Guter Mann. Genau nach meinem Geschmack: fast hätte es geklappt. Ich habe das damals vor meiner FREIWILLIGEN Pensionierung halt ein wenig schlauer gemacht. Oder zumindest brutaler. Na ja, er kann ja immer noch zu mir in die Leitung des Zürizoos kommen.

  15. Die jüngsten Vorkommnisse (Desaster mit Gisel, Gantenbein etc.) um den langanhaltenden Raiffeisen-Skandal bedeuten auch eine grosse, wenn auch sehr späte Genugtuung für den Wirtschaftsjournalisten Lukas Hässig! Nur seiner grenzenlosen Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass bei der maroden Raiffeisen CH kein Stein auf dem anderen geblieben ist…

  16. Jobcenter sucht: “Bademeister von Rimini“
    Melde dich!
    Anforderungsprofil:
    Erfahrung / sportliche Figur/
    schnell / Diskretion

  17. In St.Gallen wird hartnäckig herumgeboten, der Pierin Vincenz sei – etwas klandestin – anlässlich der OLMA in seinem einstigen Renommierlokal Alp7 beim „Köbi“-Beizer plötzlich aufgetaucht. Er hätte äusserst gezwungen „courant normal“ gespielt. Weiss jemand etwas mehr darüber?

  18. Das heutige Thema ist gegeben: Wie lange kann sich der in St.Gallen arg belächelte und eindeutig hochkant gescheiterte Interims-VRP Pascal Gantenbein noch seinem eigenen Rauswurf entziehen?

  19. Was fördert der Untersuchungsbericht unter Leitung von Hr. Gehrig neues ans Tageslicht? Wird das VR-Mandat von Hr. Gisel und seine Handlungen bei Leonteq 2015-17 ein Thema sein, oder beibt es schubladisiert? Haben sie Hr. Gehrig ihn persönlich dazu befragt? Wird es am Samstag schonungslos offengelegt? Sie kennen den Fall Maschmeyer und sein Blendertum aus der Praxis. Die Verblendung sollte nicht mehr ziehen, oder?

    • @Riccardo Sozzi: Da wird gar nichts ans Tageslicht kommen, ausser dass Vincenz die alleinige Schuld an allem trägt, was wohl niemand so richtig glauben wird. Gehrig wurde ja von Raiffeisen engagiert. Und Raiffeisen hat ja kein Interesse etwas and Tageslicht zu bringen was sie selber betrifft.

      Wenn Gantenbein ein wenig schlau wäre, dann würde er (oder hätte längst) Gisel fristlos entlassen und wäre gegen ihn vorgegangen. Dann könnte er behaupten, dass es beide waren, was ein wenig glaubwürdiger wäre.

      Und er könnte dann behaupten, dass er von beiden hinters Licht geführt wurde und von nichts, aber von gar nichts, gewusst habe.

  20. Es stellt sich die Frage, wie die Raiffeisen heute dastehen würde – finanziell, personell und prestigemässig – wenn Lukas Hässig anstelle von unabhängigem Journalismus einen Job bei der Finma gewählt hätte.

  21. ist das „care team“ schon unterewegs?
    Grössenwahn ist nur schwierig therapierbar
    und: räumt der neue CEO oder VR auch richtig auf?
    Organigramm der GL sieht hübsch aus,
    aber ich zweifle da an den nötigen Fachkenntnissen
    70% der Erträge aus Hypos und Keiner spricht von deleveraging?
    in 5 Jahren gibts Probleme – falls die Zinsen sich mal normalisieren sollten!

  22. Die Geschosse, welche Hässig gegen die Raiffeisen abgefeuert hat, hatten zusätzlich noch den Dum-Dum-Effekt. Ganz grosse Klasse, Hässig! Schade nur, dass Sie öfters sehr unausgeglichen sind und zwischendurch die Contenance verlieren und über ehrenwerte Banken wie z.B. Vontobel herziehen ohne Grund und nur dafür äusserst bösartig. Erklären Sie uns einmal in einer schwachen Stunde die Gründe dafür, ea würde sicher die Leser des Blogs interessieren.

    • Vontobel war bisher noch gar nicht an der Reihe, obwohl die Bank verdientermassen auf der „shortlist“ von LH figurieren dürfte.

    • Entweder ist Röbeli ein verkappter PR-Büttel im Solde Vontobels oder aber ein äusserst undifferenzierter, weil wissensfreier, Pensionär. So oder so zeigt sein Kommentar, dass er wenig Ahnung hat, sonst wüsste er, dass Vontobel nicht besser oder schlechter ist als jede andere Schweizer Privatbank – also absolutes Mittelmass. Dream on, Röbeli.

  23. Gisel zeigt alle Anzeichen des Kompensierens: Sich brüsten mit Ausdauersport, Privatfliegerei, Affäre mit ehemaliger Vorgesetzten. Es fehlen eigentlich nur noch der Ferrari und ein Böötli auf dem Zürichsee. Kaum verwunderlich, wenn einer seine Karriere im Schatten eines Über-Egos fristen musste. Unter einem grossen Baum gedeihen eben nur Champignons, selten Champions …

  24. Die Dominosteine fallen. Wieviel Macht hat der Koordinationsausschuss? Hr. Sidler ihre Rolle ist mir suspekt. Die Abfolge, dass der Vergütungsausschuss einen Tag vor der Wahl des VRP tagt, ist sonderbar. Machen sie den Weg frei und legen ihr Amt in geschicktere Hände. Das Aufbrechen der Machtstrukturen könnte alsdann beginnen.

  25. Es mutet doch schon sehr naiv an, zu glauben, das er nur wegen des Techtelmechtels geht bzw. gehen muss. Mir kann mein Arbeitgeber viel vorschreiben, nur mit wem ich wann und wie mein Bett teile, wann und wem ich dies erzähle ,sicherlich nicht. Und daher ist es auch logisch, das man bei Raiffeisen keine Lust hat, sich einem Arbeitsgerichtsprozess zu stellen, den sie mit Paucken und Trompeten verlieren würden. Und warum jetzt, lässt sich auch durchaus erklären. Die Inthronisierung von GL steht kurz bevor und ist nicht, wie bei seiner Nominierung , noch in weiter Ferne. Ausserdem , wenn es denn stimmt, soll es ja einen definitiven Kandidaten für die Nachfolge Gisels geben. Dies würde daher auch erklären, warum jetzt und nicht vorher.

  26. Da kommen fast schon physische Schmerzen auf, wenn ich diese Ausführungen nochmals lese …
    Da erwarte ich – im Sinne der getreuen Geschäftsbesorgung – dass die Abgangsverhandlungen zwischen Gisel und Raiffeisen auch die Möglichkeit einer harten Ahndung aufgrund neuer Erkenntnisse ausdrücklich NICHT wegbedungen wird.

    Das wäre denen noch zuzutrauen.

    • @Marc O Polo: Ich würde dies nicht als Hauptsitz bezeichnen, sondern eher als zentrales Backoffice, IT und Unterstützungsfunktionen.

  27. Ist ja schon peinlich oder vielleicht sogar blöd, dass der VR eine Liebesaffaire als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses herbeiziehen muss! Das spricht Bände und die Frage ist zu stellen, ob der VR tatsächlich den nötigen Sachverstand hat, um die Raiffeisen in bessere Zeiten zu führen. Ich bezweifle es, denn ein auch wenn es sich um einen vorgeschobener Grund wie eine Liebesaffaire handeln sollte, dann disqualifiziert dies den VR. Gute Nacht …. Raiffeisen!

  28. nicht gisel ist das drama, sondern diejenigen die nicht reagiert haben. ist halt immer noch eine bauernbank; eh turnverein.

  29. Was für einen Erfolgsausweis hat eigentlich Prof. Gantenbein bis heute vorzulegen der noch seine weitere Daseinsberechtigung im Raiffeisen VR rechtfertigt?

    Steht Prof. Gantenbein jetzt auch seinem Ex-CEO bei und verlässt zusammen mit Gisel die Raiffeisen?

    Steht Prof. Gantenbein zu seinen historischen Entscheidungen sowie Aussagen und funktioniert sein moralischer Kompass noch um hierfür die persönlichen Konsequenzen zu ziehen?

    • Der Herr Professor kann sich nun wieder dem Ausbilden der Schüler widmen. Dort verdient er ja auch sehr gut!

    • Wenn man an der HSG studiaustg hat, brauchts ausdrücklich keinen Leistungsausweis. Neo-Feudalismus ist real.

    • Nein, Herr Rügg: Der Herr Professor Gantenbein verdient nichts. Er bekommt nur sehr viel! Egal was ihm die Uni Basel und die HSG bezahlen: Es kann nur zuviel sein!

      Wenn grenzenlose Naivität einen Namen trüge, es könnte nur Gantenbein sein.

    • @Patrick Rügg
      Auch ein Prof muss heute Erfolgsausweise vorlegen. Prof Gantenbein hat seine beruflichen Optionen aus eigenem Verschulden selber stark eingeschränkt. Welche Uni- oder sonstige Hochschule würde sich dies antun und das eigene Rating gefährden? Unsere Jungen benötigen und wollen die besten und gescheitesten Köpfe als Dozenten welche ihnen nicht nur Theorie sondern auch praxisbasiert die Realität aufzeigen damit diese im internationalen Wettbewerb bestehen können und unsere Firmen professionell geführt werden.

      Prof. Gantenbein mag vielleicht in der Theorie punkten aber in der Praxis hat er hochkant und kläglich versagt.

      Vielleicht sollte er eine Auszeit nehmen, ein Buch schreiben und künftig Vorträge halten wie man’s als VP oder VR NICHT macht. Auch damit verdient man Geld.

  30. Man merke sich Raiffeisen-Logik:

    Liebesbeziehung und Affären top down mit Assistentinnen und GL-Mitgliedern (PV) kein Problem aber bottom up mit VR nicht möglich.

    • Was?! Nur eine??! Da war ja der Gisel noch besser. Ganz zu schweigen von mir!

  31. Es ist doch immer dasselbe. Macht macht blind und hirnlos. Ob bei der FIFA mit Blatter und nun Infantino oder bei der Raiffeisen mit Vincenz und Gisel, sobald Individuen zu viel Macht erhalten, drehen sie durch. Das ist in der Wirtschaft so und auch in der Politik, mit Trump, Erdogan, Putin und vielen weiteren.
    Die Geschichte lehrt uns tausendfach, dass wir alles daran setzen sollten, dass einzelne Individuen nicht zu mächtig werden. Sind wir fähig daraus zu lernen? Definitiv NEIN!

    • Ja, bin ich mit Ihnen einverstanden! Aber nur für „eine Dekadente Gesellschaft!“ Es gibt gute Beispiele in der Geschichte wo „aufgeklärte Menschen“ sehr gut getan haben….muss ich Ihnen nicht erinnern … 6000 Tausende Jahren Geschichte…
      Die Frage ist heute brennende und zwar, wieso gerade jetzt steigt die „Misswirtschaft“, wenn die Regulierung, Compliance, Kontrolle usw. boomen? Es wäre nicht einfach anstatt alle diese „korrunpierbar und halb korrupte“ Maschinerie einfach „Menschen besser zu erziehen“? Wo bleiben unsere „Werte“ als Hoch zivilisierte Gesellschaft? Das sind die Fragen, den Rest sind nur Symptomen, Konsequenzen, Erscheinnungen….

    • @Wut steigt: Ja, es hat finanzielle Konsequenzen! Sehr positive Konsequenzen für Vincenz und Co.

    • Damit das klar ist Fruit Farm: Es wird nie wieder zu einem Früchte-Bauernhof auf dem Finanzplatz Schweiz kommen. Gisel und Vincenz sind ja Sonntagsschüler dagegen. Grüsse noch an Peter Spuhler und sein HR.

    • @Auto-Friedhof:
      Mein Schlachtruf am Ende der GV wird sein:
      „Auf an die Bar am End des Fruchthofs!“
      Und jetzt zum Appell:

      „Kompanie, Lach!“

      „Kompanie: Ruhn! Abtreten!“

      Herzlichst, Ihr baldiger neuer VRP, The Guy

  32. Als Raiff würde ich schonmal beginnen, für die nächsten Rüchstellungen (für die Abgangsentschädigung/ golden parachute) von LachApelle zu spaten, denn ein Versager ersetzt dwn nächsten, damit der schwavhe VR weiterschlafen (und fett abkassieren) kann.

  33. Wer jetzt noch als Kunde bei der Ra(i)ffeisen verbleibt, dem kann definitiv nicht mehr geholfen werden! Bei Tieren würde man von „einem hoffnungslosen Fall“ reden. Bei Menschen mutet man diese der Umwelt weiter zu.

    • Wir sind seit Jahren grösserer Hypothekar – Kunde der RB. Die Mitarbeiter der RB sind beruflich sehr qualifiziert und loyal. Es kann doch nicht sein, dass wegen einiger schwarzer Schafe an der Spitze die gute und motivierte Arbeit aller anderen mit Häme übergossen wird. „Man schlägt den Sack und meint den Esel“?

    • @Balz Klaus: An sich nachvollziehbar argumentiert. Aber: Nur Druck von der Kundenseite könnte (Konjunktiv!) ein Umdenken auslösen; von „Innen“ passiert das nicht – wie zahlreiche Beispiele leider zeigen. Jedoch bleibt die Wirkung aus, solange nicht eine für die Bank schmerzliche Kundenmehrheit konsequent reagiert.

    • @Balz:
      Mag ja sein. Aber Sie sind sich schon bewusst, dass es genau diese/Ihre Argumente sind, die es den Gisels, Gantenbeins, Rohners und Ermottis erlauben, weiterhin zu verfahren, als gehöre der Laden ihnen alleine?
      Die unzweifelhaft kompetenten Mitarbeiter (von denen es übrigens auch bei UBS oder CS hunderte gibt!) würden auch bei einem respektablen Institut unterkommen, denn dort stiege das Hypothekarvolumen ja massiv an und gute MA würden folglich gesucht! Abgesehen davon, dass diese dann sogar stolz auf ihren Arbeitgeber sein könnten und sich dessen nicht mehr zu schämen bräuchten!

  34. Ich glaube, der Herr Gisel hat seine Hormone einfach nicht im Griff…und Raiffeisen-intern ist es immer am einfachsten jemanden zu angeln, ist ja quasi fast schon eine Partmervermittlungs-Organisation…

  35. Wer möchte schon in diesem undurchsichtigen Filzgewebe einem anderen Filzteil in die Quere kommen? Ist die FINMA eigentlich nur ein zusätzliches Rad in der übermächtigen und alles umfassenden CH Bürokratie oder hätte diese evtl. noch andere Pflichten wahrzunehmen als nur zu zuschauen?

    • Nein, die FINMA ist das grösste Filzteil auf dem Finanzplatz Schweiz und kann schalten und walten, ohne dass der Politfilz als Oberaufsicht eingreift!

    • Dies müsste eigentlich sehr wohl Konsequenzen haben, wenn die holde Verwaltungsrätin/Oberaufsicht mit ihrem „Zögling“ ein Techtelmächtel anfängt.

  36. Wiederholung der viele Monate alten Forderung: Sofortiger Rausschmiss von Gisel (ohne goldenen Fallschirm!) und zügige Abholzung der morschen Geschäftsführung. Voilà! (Dass ein Pascal Gantenbein in KEINER Funktion mehr etwas verloren hat, versteht sich von selbst!)

  37. komisch: ich finde mich nicht auf der short list 🙁
    die Raiffeisen braucht wohl keinen integren Fachmann in Sachen Anlagen etc.
    weiterwurstseln mit HSG Typen und Nichts wird sich ändern

  38. Gibt es eine Begründung für die Weiterzahlung des Salärs bis Juli 2019?
    Diese wäre interessant. Alles was bisher geschehen ist reicht für eine fristlose Kündigung ohne weitere Ansprüche.

    Ansonsten – oldie but goldie:
    http://bit.ly/2DvhG2X

    • Genau! Man könnte einfach OR 337 anwenden:

      Aus wichtigen Gründen kann der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer jederzeit das Arbeitsverhältnis fristlos auflösen; er muss die fristlose Vertragsauflösung schriftlich begründen, wenn die andere Partei dies verlangt.

      Als wichtiger Grund gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf.

    • es gibt einen guten Grund!
      Er muss den Mund halten über alle Internas!
      ansonsten wirds wohl noch Andere in den Abgrund reissen!

  39. Problem Gantenbein

    Ich sehe in Gantenbein im Moment das Grössere Problem / Risiko als Gisel.

    Vermutlich hat der intelligente Gisel sogar selber vorgeschlagen vorzeitig abzutreten und Gantenbein hat zugestimmt.

    Ich hoffe, dass sich die Regionalbanken in wesentlichen Punkten einig wurden und für mehr Demokratie und Transparenz in der Raiffeisen Gruppe sowie Restriktionen für Raiffeisen Schweiz sorgen werden.

  40. Letztendlich liess sich der grenzenlos naive Pascal Gantenbein zum Laufbuben von Gisel machen. Gantenbein hätte es in der Hand gehabt, Gisel schon längst zu entfernen! Nun ist auch Gantenbein’s Ruf völlig im Eimer…

    • Gantenbein unterstelle ich neben typischer „Uni-Naivität, resp. Arroganz“, fehlende Unabhängigkeit vom CEO Gisel sowie fehlendes Verständnis und Commitment (bis hin zu kompletter Ignoranz) für den Genossenschaftsgedanken von Raiffeisen zu Gunsten der sozialen Unterschicht (Zweck gemäss Statuten bis heute) und für die dezentrale Organisation.

  41. Gisel, das Wiesel im Bachgeriesel. Eine unglaubliche Story des totalen Versagens. Und Gisel hat noch die „Chutzpe“, das alles als Peanuts darzustellen. Er hat also nicht nur die Verwaltungsrätin ……, sondern auch den ganzen Verwaltungsrat, den hinkenden Gantenbein und auch den neuen Jesus Christ Superstar „La Schappelle“. Eine Truppe von Komödianten, eine Soap könnte es nicht besser machen. Das Salär kann sich Gisel einstreichen als hochpolierter Schleimer, Vernebler und Abwiegler. Dass er mit Bodybuilding und Triathlen noch seine Charakter Defekte übertünchen will, was für eine Show. Aber er kann sich jetzt ja als Berater bei Trump oder Infantino melden, da werden die gleichen brechreizerzeugenden Süppchen gekocht. Schade wird sein, dass wir uns nicht jeden Tag von neuem amüsieren können über diesen geistigen und persönlichen Tief Fllieger. Er darf ja jetzt sein schönes Flugi nehmen und zu Berlusconi nach Sardinien fliegen. Sein Girl bringt er ja schon mit. Pfui Deibel.

    • @Denis Papin: Ja, hat er! Aber so ganz unrecht hat er ja nicht!

      Ein totales Versagen auf allen Ebenen angeführt von einem unfähigen (sorry, aber ich finde kein anderes Wort) HSG-Professor namens Gantenbein!

      Am besten tritt die ganze alte Truppe von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gemeinsam ab! Dann wäre der Weg für einen Neuanfang frei! Ob Lachapelle der Richtige ist, bezweifle ich sehr, da seine Paradedisziplin ja wegschauen ist. Er hat ja auch im ASE-Skandal von nichts,

  42. Die Moralansprüche bei der Raiffeisen hoch oben waren nie hoch. Existierten solche gar in der dortigen Selbstbedienungskultur (ohne jegliche Aufsicht)?

    Es bedurfte immer Druck von Aussen, um diese Genossenschaftsbank zur Reason zu bringen. Die Finma ohnehin im andauernden Dämmerschlaf.

    Fassungslos nimmt man diese betrübliche Saga zu Kenntnis. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte wohl gegen eine Milliarde CHF betragen. Die Reputation im Eimer.

    Eine Fortzahlung des Salärs an Patrick Gisel muss sofort unterbunden werden. Eine juristische Begründung dafür sollte es mittlerweilen genügend geben für diese Sofortmassnahme……..

  43. Gisel hat wirklich nichts verstanden und alle Warnungen ignoriert, sodass er verständlicherweise gehen muss. Wer aus den Fehlern von Vincenz nichts lernt, dem ist wirklich alles egal und jetzt wird er viel Zeit mit seiner Herzdame verbringen können. Herr Gisel, Sie hätten viel besser zuhören und die Tipps ernst nehmen sollen aber auch Sie, wie einst Ihr Mentor dachten, wir stehen über den Dingen. Gisel verarmt deshalb nicht aber er hat der Bank wirklich gewaltig geschadet. Ob sich überhaupt ein seriöser Banker für diesen Posten finden lässt, ist die grosse Frage. Alle wollen an das Geld und an die Macht, das scheint ein Problem in der Finanzindustrie. Tschüss, Gisel, jetzt bist Du Pensionär und kannst Dich richtig um die Damenwelt kümmern. Vielleicht wäre eine gestandene Frau, die ihr Privatleben im Griff hat, die richtige Wahl. Ich bin sogar sicher, dass es so ist.

  44. Was lange währt, wird endlich gut. Zumindest die leidige Personalie PG wird jetzt endlich entsorgt. Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass das Thema ‚Abgangsentschädigung‘ ebenfalls vom Tisch ist – zumindest ich wüsste nicht, womit eine solche legitimiert würde.

  45. solch „lustige“ zuständige gibts auch nur noch in der finanzbranche und beim bauernverband!
    raiffeisen ist das offensichtlich die fusion von beidem.
    gratuliere.

  46. Wieso noch weiter Lohn zahlen. Gemäss OR 337 (Als wichtiger Grund gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf.) ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.

    Die Delegierten sollten eine Anzeige gegen den Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB (Der ungetreuen Geschäftsbesorgung macht sich der Täter strafbar, wenn er in seiner Stellung als Vermögensverwalter, Aufsichtsorgan oder Geschäftsführer seine gesetzlichen oder vertraglichen Pflichten verletzt und dadurch bewirkt, dass der Geschäftsherr an seinem Vermögen geschädigt wird.) prüfen!

    Und zwar subito!!!!

    • Ist eigentlich ein Offizialdelikt, das heisst a) die Staatsanwaltschaft müsste tätig werden, wenn sie von „goldenen“ Abgangsvereinbarungen mit Gisel hören würde, die nun wirklich den Tatbestand mehr als erfüllen würden und b) müsste der Raiffeisen-VR es tunlichst vermeiden auch hier nochmals unter schweres mediales und rechtliches Feuer zu kommen.
      Ergo: Es geht nur FRISTLOS für Gisel und ohne Abgangspaket und auch ohne Klausel, die zivilrechtliche Klagen von RCH gegen Gisel ausschliesst!

    • Viel Glück wünsche ich dem Unternehmen, der PG bei sich aufnimmt obwohl er es eigentlich nicht mehr nötig hätte. Bis jetzt macht er den Eindruck, dass er noch gar nichts gelernt hat.
      Bei einem seinem Abgang bei Raiffeisen wird er sicher 2 Jahressaläre zuzüglich Bonus bekommen.