Vincenz-Vertrauensanwalt zahlte Gisel&Co. den Lohn

Eugen Mätzler erledigte Lohnbuchhaltung der Raiffeisen-Spitze – PwC gab Gütesiegel – Anwalt wichtig in Vincenz-Krimi.

Eugen Mätzler spielt eine zentrale Rolle rund um Pierin Vincenz und die Strafermittlungen gegen den langjährigen Raiffeisen-Chef, wegen dem die Nummer 3 in Schieflage geraten ist.

Mätzler war nicht nur Zahlstation bei geheimen Deals von Vincenz. Sondern er erledigte auch während Jahren die Lohnbuchhaltung für die Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz.

Das Testat kam von der PwC, der langjährigen Revisionsstelle der ganzen Raiffeisen-Gruppe.

Die Raiffeisen Schweiz bestätigte im Gespräch, dass die Lohn-Buchhaltung der Geschäftsleitung via Anwalt Mätzler vonstatten ging. Mätzler selbst wollte auf Anfrage nichts sagen.

Mit der externen Lohnbuchhaltung bei einem verschwiegenen Anwalt ihres Vertrauens stellten Vincenz, sein Stellvertreter Patrik Gisel und deren Weggefährten ganz oben in der Genossenschaftsbank sicher, dass ihre Entschädigungen geheim blieben.

Niemand in der Zentrale in St.Gallen oder im weiten Reich der 250 Genossenschafts-Banken wusste, was die Raiffeisen-Bosse verdienten – ausser das, was offiziell offengelegt werden musste.

Tatsächlich liefen sämtliche Löhne, Pensionskassen-Vergütungen, Boni und Spesen somit nicht direkt über eine geschützte Truppe innerhalb der Personalabteilung der Raiffeisen Schweiz, wie das zu erwarten gewesen wäre, sondern über die Anwaltskanzlei von Eugen Mätzler.

Mätzler ist im Fall Vincenz keine unbekannte Person. Der Jurist mit Sitz in St.Gallen war lange einziger Präsident jener Firma, über die Vincenz ein privates Beteiligungs-Konstrukt aufbaute.

Dort ging es um den sichtbaren Teil, die Firma war Vincenz‘ Beteiligungs-AG.

Es gab aber auch versteckte Vehikel, bei denen Vincenz und sein langjähriger Partner Beat Stocker aktiv waren. Über diese liefen geheime Zahlungen mit dem Ziel, sich an KMUs zu beteiligen; dies zu heiklen Zeitpunkten, kurz im Vorfeld von Übernahmen.

Mätzler taucht insbesondere in jenem Fall auf, der massgeblich dafür verantwortlich war, dass die Zürcher Strafermittler im Februar Vincenz und Stocker verhafteten und die Raiffeisen Schweiz unter Patrik Gisel im letzten Moment selbst noch Strafanzeige gegen ihren Ex-Chef einreichte.

Es geht um die Firma Commtrain, die Zahlstationen für Kartenzahlungen in Restaurants und Läden anbot. An ihr beteiligte sich Vincenz ab 2005 direkt oder via Mätzler mit rund 0,5 Millionen.

Im 2007 kaufte die Aduno, an der die Raiffeisen Schweiz 25 Prozent hält und wo Vincenz als Raiffeisen-CEO von 2000 bis 2017 Präsident war, die Commtrain für mehrere Millionen Franken.

Sofort nach dem Deal zahlten die Commtrain-Verantwortlichen im Verwaltungsrat einen hohen Millionenbetrag an Stocker, dieser leitete von der erhaltenen Summe 1,7 Millionen weiter an Eugen Mätzler.

Was der Anwalt mit dem Geld machte, ist nicht bekannt. „Ich kann Ihnen zu den beiden Themen nichts sagen“, meinte Mätzler in einer Antwort auf Fragen zu Commtrain und der Lohnbuchhaltung per Email.

Mätzlers Rolle wirft ein Licht auf die engen Banden ganz oben in der Raiffeisen Schweiz. Mätzler kannte von allen Mitgliedern der Geschäftsleitung unter dem Vorsitz von Pierin Vincenz sämtliche Details über deren private Finanzen.

Das ist bemerkenswert. Mätzler genoss offensichtlich das Vertrauen von Vincenz. Er zwar quasi Vincenz‘ Spezialanwalt in St.Gallen. Just dieser Anwalt hatte die gesamte Übersicht über alle Raiffeisen-Lohnzahlungen an Gisel&Co.

In seinem Vorab-Bericht zum Gebaren bei der Raiffeisen Schweiz macht der Sonderermittler der Genossenschaftszentrale, Bruno Gehrig, aufschlussreiche Bemerkungen. Der Ex-Nationalbank-Spitzenmann spricht darin von einer „Kultur des vorauseilenden Gehorsams“.

„Man wollte den tatsächlichen oder vermeintlichen Erwartungen des ehemaligen CEO gerecht werden, um nicht seinem Druck ausgesetzt zu sein und bei ihm in Ungnade zu fallen“, schreibt Gehrig.

Der HSG-Professor hält fest, dass er der „strafrechtlich relevanten ungetreuen Geschäftsbesorgung“ nachgegangen sei. Diese sei nicht automatisch gegeben, selbst wenn der Raiffeisen Schweiz „ein Nachteil“ entstanden sei.

Nichtsdestotrotz habe er den Zürcher Strafermittlern „Informationen und Unterlagen“ aus seiner Untersuchung überreicht, hielt Gehrig in seiner Stellungnahme vor den Delegierten letzten Samstag fest. Die SonntagsZeitung schrieb darauf, dass die neuen „Erkenntnisse … Gisel ins Zentrum der Untersuchungen“ rücke.

Die Frage wird sein, ob Vincenz allein verantwortlich war für das umstrittene Verhalten an der Spitze der Raiffeisen Schweiz oder ob der Kreis auf weitere Personen ausgedehnt wird. Für Professor Gehrig, den Spezial-Untersucher der Raiffeisen Schweiz, ist eine Ausweitung offenbar nicht zum Vornherein ausgeschlossen.

Kommentare

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  1. Und natürlich wieder mit dabei: Die Revisoren von der PWC. Es fragt sich, welche der Revisioren die Schlimmste im Jahre 2018 ist.
    KPMG mit dem Post-Skandal? Ernst & Young mit der sexuellen Belästigung? Oder PWC?

  2. . . . als eine Kultur des vorauseilenden Gehorsams . .

    So was hat bereits sektiererische Züge. Zeigt eindrücklich was eine Horde HSG’ler mit HSG-Guru in einer Firma bewirken kann.

    Ist devotes Höselen & Schleimen mit bewusstem Ausblenden vom Moral, Ethik und Recht auch ein HSG Studienfach?

    Eins muss man Pierin lassen. Er hat seine Manne ou Froue sehr gut positioniert und konditioniert. Das ist auch eine Leistung.

    A’s hire A’s and B’s hire C’s

    Bei Raiffeisen war/ist es zum Teil U bis Z.

  3. … „Kultur des vorauseilenden Gehorsams“. Diese Formulierung von Prof. Gehrig ist beschönigend und kann so nicht stehen gelassen werden.

    Der Alleinherrscher Vincenz hat ganz bewusst eine Angstkultur geschaffen. Nichts anderes. Alle kuschten vor dem extrem dominanten Choleriker, weil sie Angst vor dem aufbrausenden Bündnergrind hatten. Auch der Kuschel-VR. Und Vincenz hat das genossen, wie die Büebli vor seiner Macht zitterten. Wer je die Eier hatte, dem Diktator die Stirn zu bieten, den liess er doch sofort entlassen?
    Problem gekillt.
    Uraltes Führungsprinzip. Auch von grunzenden Silberrücken im Dschungel erfolgreich so angewandt.

    • Waren damals nicht 2 „clevere Manager“ der Roche im Verwaltungsrat am Drücker und haben diese Spezialvehikel abgesegnet?
      Einer der Zweien finanziert auch den Lehrstuhl von Gantenbein und hat an der HSG St Gallen studiert.

  4. lief das System „Mätzeler“?

    NB: Weshalb hatte Gantenbeins Göttibub, der Teflon-Guy, vor seiner samstäglichen Ernennung überhaupt schon Gespräche mit CEO-Kandidaten? Waren das Sunrise-Telefonverkäufer oder Welti Furrer-Zügeldisponenten?

  5. Wenn ich den Namen Mätzler höre, kommt mir das … Hab mit dem Herrn mal persönlich zu tun gehabt. Etwas Arroganteres is mir bislang kaum untergekommen. Hat übrigens mit dem honorigen Herrn Heinz Karrer seinerzeit in der “Freizeit” gerne mal Handball gespielt… Wobei ich hier Karrer nichts unterstellen will. Filz bleibt aber Filz.

  6. Ist ja schön wie man sich gegenseitig u.a. die Spesen „abzeichnen“ kann unter Umgehung der Internen und des Controllings.

    Würde es jemanden überraschen wenn u.a. Gisels Flieger auch in den Spesen auftauchen würde?

    Ach ja, dann könnte diese nichts dafür. Hatten wie bei der besten Armee der Welt kein Spesenreglement und haben nicht gewusst dass es nicht korrekt ist.

  7. „Man wollte den tatsächlichen oder vermeintlichen Erwartungen des ehemaligen CEO gerecht werden, um nicht seinem Druck ausgesetzt zu sein und bei ihm in Ungnade zu fallen“

    Mir kommen immer noch die Tränen vor lachen.

    Stimmt, immer wenn PV im Hause war, waren alle WC’s dauerbesetzt weil diese alle Dünnpfiff vom PV-Druck hatten.

  8. Die Neujahrskarte liess PV schon drucken. Der Text: Mein Dank gilt allen, die mich durch ihr Nichtstun haben gewähren lassen.

  9. Gut kann sich die FINMA unter Direktor Mark Branson auf den Auditor PwC beziehen – also ist man fein raus – bzw. das eigene Versagen wird dann einfach mit einem Deal FINMA-PwC zu Lasten aller anderen abgeschlossen. Ein Paradebeispiel wie FINMA zusammen mit Wirtschaftsprüfern auf dem Finanzplatz Schweiz agieren. Ob Genossenschafter, Aktionär, Kunden, geschädigte Investoren: Alle werden unter gütiger Beihilfe der FINMA in die Pfanne gehauen. Der ‚Persilschein‘ für Lachappelle von Seiten der FINMA gehört auch in dieses Kapitel! Die Frage die ich mir Stelle, wann endlich die Penner in Bern unter der Bundeshauskuppel erwachen?

    • Ich arbeite in London und wollte ein Finanzunternehmen in der Schweiz starten. Die FINMA Auflagen sind unglaublich streng, man muss auf allen Funktionen unabhaengige Persoenlichkeiten haben und die ganze Uebung wird von der FINMA geprueft , unter anderem alle Spesen ueber 50 sFR.
      Ich waere sehr interessiert zu wissen, wer vom Verwaltungsrat fuer die Kontrolle zustaendig ist/war? was die FINMA genau geprueft hat und wer bei der FINMA fuer die Pruefung zustaendig ist/war? warum bei systemrelevanten Instituten die Aufsicht weniger genau hinschaut als bei Kleinunternehmen ? wer vom Verwaltungsrat von der FINMA als fit und proper eingeschaetzt wurde und fuer was er genau zustaendig war. Schlussendlich waere noch interessant zu wissen , was die Kontrollfunktion von Herrn Gantenbein beinhaltete und wer die Verwaltungsratsitzungen protokollierte und wer sie absegnete. Bei Herrn Gantenbein waere auch begruessenswert, wenn er mitteilen wuerde wie er seine Studenten informiert und was sein Lehrstuhl genau beinhaltet und wer ihn finanziert.

    • @UKInfo genau dort liegt ein Hauptproblem bei Bransons Truppe: Die Kontrollen passieren auf eine willkürliche Art und Weise! Den Kleinen werden fragwürdige Auflagen gemacht die weit über das Ziel hinausschiessen, während man bei den Grossen alles mögliche durchgehen lässt. Das beginnt eben schon auf der Spesenebene, wo bereits mit verschiedenen Ellen gemessen wird was entsprechende Ansätze betrifft. Wenn nun noch publik wird, dass bei RB externe Lohnbuchhaltungen geführt werden, die vom Auditor angeblich geprüft und für gut befunden wurden, sich jedoch in keinster Weise den von Seiten FINMA akzeptierten Rahmen bewegen, besteht Klärungsbedarf. Nur: Geklärt dürfte nichts werden, da sowohl FINMA wie PwC beide ihren Job nicht erledigt haben, werden beide miteinander einen ‚Deal‘ schliessen und es muss sich keiner erklären. Dass dadurch auch die RB-Leute mit einem ‚Persilscheine aus der Affäre ziehen können, ist dem ‚Deal‘ geschuldet. Lachapelle ist auch das Produkt einen solchen ‚ Deals‘ der Versager auf Stufe Aufsichten, BKB-Organen und Management im Fall ASE!

    • Es ist sonnenklar: die Finma ist ein Saftladen erster Güte. Man quält die Kleinen und kollaboriert mit den Grossen. Im Ausland würde man sofort Korruption vermuten. Hier ist das seltsame Verhalten der Finma nicht mal ein Thema.

  10. Ein Saftladen erster Güte. Was haben die Revisoren und Wirtschaftsprüfer denn so gemacht in dem Laden, ausser Stunden in Rechnung gestellt ?

    Müssten die (höchstwahrscheindlich) geprellten Genossenschafter nicht längstens eine Zivilklage (Entschädigungsforderungen) gegen die Revisionsgesellschaft einreichen ?

    Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es noch einige solcher Schuppen in der Schweiz gibt und noch einige Revisionsgesellschaften, deren Partner Motoryachten auf dem Zürisee unterhalten.

    • Es gibt in der Tat noch einige solcher Schuppen in der Schweiz. Habe auch bei einem solchen gearbeitet. Mit wenigen Ausnahmen sind die Oberen umgeben von willfährigen Vasallen.

  11. Beim Namen Mätzler hätte die Revision – also Fisher-Price Waterhouse Coopers – hellhörig werden müssen. Aber offensichtlich haben sie die Mätzchen des Herrn Mätzler abgesegnet.

    Und die werden auch andere Mätzchen von anderen Personen in anderen Firmen durchgewunken haben und durchwinken.

    Schweinerei!

    Zu Gisel mag ich mich nicht mehr gross äussern. Aber ich hoffe, dass er – allfällige Touren seinerseits vorausgesetzt – vom Boomerang eingeholt wird!

    • Der Gisel kann trotz Training gar nie so schnell rennen, dass ihn die Vergangenheit nicht einholen würde. – Ich hoffe bloss, der RCH-VR hat ihm zum Abgang nicht noch zivilrechtliche Nichtbelangung zugestanden bzw. geschenkt. Ansonsten dürfte der VR gleich abfahren.

    • Die in meinem Post erwähnten allfälligen „Touren“ hatten in der Originalfassung noch ein Adjektiv, welches der (milden) IP-Zensur zum Opfer fiel.

      Es ging um die Form dieser Touren. Ich hatte diese als „nicht gerade“ bezeichnet …

      Gesucht ist also ein Synonym für „gebogen“.

  12. Schrecken ohne Ende !!!
    Aber Niemand wusste etwas von der Aktivität von PV (?) .
    Alle haben einfach davon profitiert. Alle die on Board waren müssten gehen!
    Die Zukunft? Mit der neuen Mannschaft noch schlimmer.
    Ich befürchte , dass Raiffeisen als Genossenschaft zu begraben ist.

  13. Wir fragen uns, wie solches in der honorigen Schweiz vorkommen kann? Die Schweiz ist sehr gut platziert mit weltweit am wenigsten Korruption im entsprechenden Index.
    Wir sind dort auf Platz 3 mit Norwegen und Finnland.
    Toll! Wir vergessen aber unsere Gesetze und Verordnungen im Finanzbereich. Diese sind mehr als lasch, deshalb sind solche Geschichten wie bei der Geschäftsleitung der Raiffeisen nicht so selten.
    Es kann durchaus sein, dass solches Gebaren überhaupt keine rechtliche Konsequenenz hat und wegen der fehlenden Gesetzgebung nichts weiter darstellt.
    Auch die Behörde FINMA hat keinen entsprechenden Auftrag.
    Wir sind halt die Wilde Mitte von Europa, deshalb werden wir auch in Zukunft solche Vorkommnisse erleben.

  14. Alle drei Typen Vincenz, Gisel vor allem und Mätzler belasten mit ihrer kleinlich-schmierigen Buchhalter-Gier das (leider) biedere Image der Ostschweiz – aber genau so ein Klima befördert natürlich diffuses Mittelmass!

  15. fehlt noch die Liste mit red light Bezügen samt Gruppenfoto
    red lip Bar vermisst schmerzlich 🙂
    sowas nennt der Stammtisch unsäglich
    der Jurist wohl präziser
    Dummheitt im Quadrat wer nicht cash bezahlt!

  16. sich freuen, wenn sie die Steuerrechnungen für „verdeckte Lohnzahlungen via Beteiligungsschiebereien“ versendet.

    Und der ganze ehemalige VR der RCH hat angeblich nicht gewusst, wie man die „Lohn“plafonierung von PV & friends via das Büro von Mätzler strukturierte.

  17. Minimalangaben Vergütungen im Geschäftsbericht – eine Schande für eine Genossenschaft.

    Im Geschäftsbericht finden sich zu den Vergütungen weniger Angaben als bei kotierten Banken.

    Die Auslagerung der Abrechnung der Kaderlöhne ist nicht unüblich, auch bei SBB usw.

  18. Easy Eugen: Interessante „anwaltliche“ Nebenbeschäftigung, obwohl mir nicht ganz klar ist, in welches Rechtsgebiet diese Art von Dienstleistungen fällt. Erinnert mich irgendwie an bestimmte Vertrauensleute im Dienste einer gewissen anderen Organisation.

  19. In der US-Justiz hat man einen Ausdruck dafür. Diese erschwerende Tatsache schlägt sich hoffentlich im Verfahren irgendwann nieder!

  20. Ja ja, von der RCH bzw. von den (Mit-)Strippenzieher wird wohl noch Einiges ans Tageslicht kommen…, wenn denn die Untersuchenden tatsächlich weiter zu offen, transparent und vor allem integer informieren. Es wäre wahrlich begrüssenswert, wenn der ganze Chlüngel aufgetischt werden könnte!

  21. Und die Verwaltungsräte segneten dies ab? oder wussten die von dem gar nichts? Da stelle ich mir die frage waren die blind und unfähig oder was?

    • @Trudi: Das der genze Verwaltungsrat auf ganzer Linie versagt hat ist unbestritten. Da dauerten die Sitzungen ja auch nur 15 Minute. Das war, und ist es wohl noch immer, eine Ansammlung von unfähigen Abnickern. Dafür haben sie gut verdient und gut gegessen und getrunken!

      Aber nicht nur der Verwlatungsrat hat total versagt, sondern auch die interne und externe Revision wie auch alle anderen Kontrollinstanzen.

      Ob Lachappelle das Tollhaus in St. Gallen unter kontrolle kriegen wird, ist zu bewzeifeln!

    • Das interessierte diese gar nicht, die wollten nur den Lohn. System CS und UBS die nehmen auch Bonus auf den Milliardenbussen.

  22. „Kultur des vorauseilenden Gehorsams“?

    ——————————————————————————————————–

    Herr Gehrig haben Sie noch mehr Persil-Scheine auf Lager? Damit schiessen Sie ein Eigentor. Andernorts würde man von einem ausgeklügelten System sprechen.

    Dass PwC alles abgesegnet hatte gehört ebenfalls zum vorauseilenden Gehorsam. Das stimmt jetzt allerdings 100 %.

    Raiffeisen ist noch lange nicht aus der S….e , da von Monat zu Monat weitere, immer wieder neue Schlaglöcher sich auftun.

    „Der rote Teppich hat Löcher!“

    • Herzlichen Dank Lukas Hässig für diese Augklärung.
      Einmal mehr erreichen uns aus dem RCH HQ entsetztliche News.

      Anscheinend ist in St Gallen insbesondere bei allen HSGlern die Ethik komplett verloren gegangen. Ersetzt durch Gier.

      Bitte Finger drauf behalten – die Story RCH stinkt immer mehr. Habe meinen Anteilschein unterdessen retourniert. Mit dem was da geht will ich nichts zu tun haben.

      Die Raiffeisen ist ein absolut unappetitliches Wesen geworden,.
      Wirklich. Pfui.

  23. Das ist nicht Ihr Ernst, LH, was Sie da schreiben?! – Da tun sich für Vinzenz und Gisel ja ganz neue, lukrative Karrieremöglichkeiten auf:
    A) Drehbuchautoren in Hollywood für das Genre Special Thriller – Da können sich die heute dort im Genre tätigen Autoren noch soviel aufputschen, was Vinzenz und Gisel in der Realität bereits umsetzten kriegen die nicht aufs Papier. – Sofort bei CAA, ICM, William-Morris etc. melden, Vinzenz und Gisel, Ihr seid extrem talentiert!
    B) Als Experten beim FBI im Financial Dept. anheuern.

    Wenn Ihr Kontakte braucht, dann bei LH melden.

  24. Man könnte einen Index bilden. Den Grauzonen-Index. Datengrundlage wäre das formale Setup der Lohnbuchhalting. Gemessen würde, ob es gleich lange Spiesse für alle gibt, oder ob – wie in diesem Fall beschrieben – es eine Eliteeinheit gibt, eine Spinne im Netz, die die Deals für bestimmte Leute kontrolliert. Dann könnte man die Grauzone mit juszitiablen Fällen der Vergangenheit korrelieren und würde einen Governance-Risiko-Index bekommen.

  25. Dieser CVP-Krake Raiffeisen CH muss dringendst sofort und gründlich aufgeräumt werden. Mätzler ist ein besonderes Beispiel von CVP-Filz bis zum Exzess…

  26. Sehr eklig. Für mich ist der Lack definitiv ab. Etwas später als bei den übrigen Finanzkonzernen, darunter jedoch ebenso rostig und marode.
    Gut so. Tabula rasa.
    Platz für Neues.

  27. Dieser Mätzler tauchte immer und immer wieder auf, wenn CVP-Anhänger „windige“ Deals durchbringen wollten. In Goldach (dort wohnte Mätzler bis vor kurzer Zeit) ist er mit einem besonders undurchsichtigen CVP-Kabel-TV-Projekt zusammen mit dem unglücklichen damaligen CVP-Gemeindepräsidenten Würth (Bruder vom St.Galler CVP-Regierungsrat Würth) kläglich und jämmerlich dank aufmerksamer Bürger hochkant gescheitert…

    • Es ist schon spannend das diese Christen sich bei jeder Gelegenheit die Taschen mit Sitzungsgelder, Spesen, etc. füllen liessen und vor lauter Nächstenliebe den Armen die 24h Betreuung durch ermöglichen.

  28. Da ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis die anderen Franzosen wie SocGen und BNP nachziehen!!!!!

    Bei der SG hat zumindest das Ausbluten im Private Banking eh schon begonnen, von einst über 40 Angestellten im PB in Zürich sind gerademal 14 übrig, Tendenz stetig fallend

  29. Wenn man von Leuten Pflichten fordert
    und ihnen keine Rechte zugestehen will,
    muß man sie gut bezahlen.

    Johann Wolfgang von Goethe
    * 28. August 1749 † 22. März 1832

  30. Und jetzt kommt auch der „Shady Lawyer“. Sofort alle Akten einkassieren und die ganzen Abrechnungen der letzten 10 Jahren für ALLE GL- Mitglieder nochmals machen!
    Waren die Flüge von Gisel etwa Geschäftabedingt? Da braucht es sofort Rückforderungen!

  31. WEKO führt Razzien bei der CS und UBS durch und bei IP wird wieder über Vinzen und Co. berichtet.

    People-Bashing ist wahrscheinlich lukrativer als Journalismus.

  32. Es ging wohl nicht darum die Löhne nicht offen zu legen, sondern um via Spesen und anderen Vergütungen diese aufzubessern!

    Da haben wohl alle Kontrollinstanzen inklusive interner und externer Revision voll und ganz versagt!

    Da wird noch viel anderes zum Vorschein kommen! Lukas Hässig, bleiben Sie dran!

    • „Kontrollinstanzen“ die keine sind……..

      Dieses Krebsgeschwür geht viel weiter als man denkt. Unsere Untersuchungsorgane wohl total überfordert. Mit einer Verjährung wird zu rechnen sein……

    • Zudem:
      VR Taisch im Vergütungsausschuss
      (Taisch wurde bekannt dafür, dass er selber grosszügig Rechnungen schrieb für Auslagen die er so nicht hatte)

      Die GL und VR leisteten sich auch maximal grosszügige Pensionskassenverträge. Zum Bruttolohn hinzu zahlte Raiffeisen je GL-Mitglied Einkäufe (Kompensation Vorsorgelücken) an die Pensionskasse je von CHF 100’000.– oder mehr (keine Sozialabzüge, keine Steuerbelastung).

    • Was erwarten sie von einem VR-Präsidenten mit rund 400000,- Lohn oder den VR mit rund 100000? Ausser 4 dicken Mittagessen pro Jahr krümmen die keinen Finger.