Panik bei CS: Springt Iqbal Khan zur Julius Bär?

Top-Kandidat für CEO-Nachfolge bei Grossbank steht zuoberst auf Liste des neuen Bär-Präsidenten – Die Zwei lieben sich.

Romeo und Iqbal: Die Romanze geht in der Credit Suisse um wie ein Lauffeuer. Gemeint ist, dass der neue Kapitän der Privatbank Julius Bär Romeo Lacher schon bald den grossen Hoffnungsträger der CS Iqbal Khan zu sich als CEO der Bär holen könnte.

Das Szenario liegt auf der Hand. Romeo Lacher und Iqbal Khan waren bis vor wenigen Jahren engste Vertraute bei der CS. Khan gab Lacher nach dessen Karriereknick die Chance auf ein Comeback in der internationalen Vermögensverwaltung, welche Khan leitet.

Aufsteiger, aus dem Ei gepellt: Khan (Bild: CS)

Khan stand auch zu Lacher, als der in ein Burnout geraten war. Und nun vermuten viele in den oberen Etagen der CS, dass Lacher als Erstes an Khan denkt, wenn es darum geht, die operative Spitzenposition bei der Julius Bär neu zu besetzen.

Dass das bald passieren wird, ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Zu sehr ist der heutige Bär-CEO Bernhard Hodler von Compliance-Altlasten besudelt, zu wenig charismatisch ist das Aushängeschild der Privatbank als Person, als dass er die Bären zu neuen Ufern führen könnte.

Umgekehrt bringt Khan vieles mit, was ein CEO der Julius Bär haben sollte. Er war bei EY Leitender Revisor für die UBS, kennt somit alle Details einer grossen Bank. Er war Co-Finanzchef bei der CS-Divison Wealth Management, danach wechselte er an die Front.

Daraus folgt: Iqbal Khan kennt die ganze Breite einer grossen Bank, von den Finanzen über die Abläufe bis hin zur Beratung. Bei der CS würde ihm für den Sprung nach ganz oben einzig Erfahrung im Investment Banking fehlen.

Das könnte für Khan ein Grund sein, ein Angebot für den CEO-Job bei der kleineren Julius Bär anzunehmen, anstatt bei der CS auf die Chance zu warten, dort oberster operativer Lenker zu werden.

Zweite Wahl: Novakovic (Bild: UBS)

Umgekehrt ist die Auswahl für mögliche Kandidaten für Bär-Präsident Lacher überschaubar. Who else?, lautet die Frage mit Blick auf Khan. Die UBS-Spitzenfrau Christine Novakovic? Um sie ist es ruhig geworden. Zeno Staub von der Vontobel? Zu wenig international für die Julius Bär. Einer von einer Kantonalbank? Passt nicht.

So viele Vorbehalte es bei diesen und weiteren Papabile gibt, so klar ist der Befund mit Blick auf Khan: Der passt. Ob er will, bleibt abzuwarten.

Für CS-Chef Tidjane Thiam wäre ein Weggang Khans zur Konkurrenz ein Schlag in die Magengrube. Der CEO der Nummer 2 hat Khan vor 3 Jahren aus dem Nichts zu seinem entscheidenden Mann in der Konzernleitung gemacht. Seither hat Khan viel Neugeld an Land gezogen. Erst in jüngerer Zeit kamen Fragen auf, ob bei ihm die Luft draussen ist.

Verlässt Khan die CS zugunsten der Bär, hat Thiam ein Vakuum, so wie das bei Sergio Ermotti und seiner UBS nun mit Wucht zum Vorschein gekommen ist. Entsprechend dürfte Thiam versuchen, Khan bei der CS zu halten. Doch mit welchem Versprechen? Thiam weiss selbst noch nicht, was er als Nächstes tun soll. Also bleibt er bis auf weiteres auf seinem Stuhl bei der CS sitzen.

Lieber den Spatz, könnte sich Khan sagen. Sprich Sprung zur Julius Bär und dort die Show schmeissen. Ob dann zuletzt gar ein Schulterschluss Bär-CS resultiert, ist eine Variante, die wohl rege diskutiert würde. Schliesslich wäre mit Lacher und Khan die Julius Bär an der Leine eines eingespielten CS-Gespanns.

Kommentare

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  1. LH, you should see if you can investigate the „tax situation“ between Mr. Khan and Islamabad…. If you research deeply you will find out interesting facts about the special agreement HE has.

    Be very careful, this is one of his best keep secrets…

    • Offizieller Wohnsitz Islamabad? Sind halt RIESIGE Schlaumeier (der Ruf eilt ihnen voraus). – Könnte Ihnen allerdings viele CEOs und KL-Mitglieder von Schweizer Firmen nennen, die offiziell in Zug, Wollerau etc. wohnen, dort aber höchstens eine Wohnung mit Briefkasten „betreiben“ und einen ganz anderen tatsächlichen Lebensmittelpunkt haben.

  2. The real truth is even more interesting if you do your homework… Look in to what type of loan I.Khan received from CS for his house…. ANOTHER big scandal is what he negotiated for his big Villa…
    I hope LH will be fair and publish this also…

  3. Das Profil des Managements im Swiss Banking hat sich in den letzten 15 Jahren fatal geändert. In der Vergangenheit wurde interne Talente auch gefördert. Es gibt sie auch heute noch. Das Bankgeschäft wurde von der Pike auf gelernt. Heute kommen praktisch nur noch Quereinsteiger ins Management. Wer heute Chancen haben will, muss Universitätsabgänger, Ausländer, Secundo, Frau oder Unternehmensberater sein. Klar gehen die echten Talente in andere Branchen. Wir waren einmal Stolz bei UBS und/oder CS zu arbeiten.

  4. Das kann doch nicht wahr sein! Wir haben doch mehr als 1-2 hervorragende Banker an Board! Warum wird immer so ein Theater um einzelne Personen gemacht. Verstehe ich nicht. Wahrscheinlich haben die eine gute PR-Agentur.

  5. Iqbal Kahn bei CS: hat keine neue Kunden gebracht, keine VV Performance, keine Neuheiten. War nie in den PB Filialen, kennt höchstens 3 Kunden und (vielleicht) ihre RM. War weder in Italien noch in Tessin. Eine perfekte Maschine mit viel Haargel “à la Ermotti”. Ausserhalb CS unbekannt …

    • Dem stimme ich zu. Zudem ist er ein rigoroser „Kostensparer“ und baut immer noch mehr Leute ab, um seine Ziele zu erreichen. Wäre also kein Verlust für die CS.

  6. Lustig, dass Khan genau an dem Tag zum potentiellen CEO geschrieben wird, an dem die Harrassment Situation bei EY eskaliert. Lustig, deswegen, weil Khan vor ca. 10 Jahren ebenfalls mit Vorwürfen bei EY konfrontiert war, aber da dies noch vor den Sozialen Medien passiert ist und EY damals noch nicht in der globalen Organisation war, ging dieser Case tatsächlich still vorbei. Wünsche LH viel Glück bei der Recherche……

    • That’s really written in a nice way…. the case was obvious a real sexual harassment case and EY covered it up…. THIS would be a case to investigate and not this little tiny and unimportant one about sms and one or two text messages….
      But I am not sure if LH is brace enough to start this fight… or even to publish my comment…

  7. Wie weit diese Typen vom eigentlichen Kundengeschäft abgeraten sind zeigt sich fast jeden Tag im Directnet oder bei Beratungsgesprächen am Paradeplatz.

    • @Pommes Frites

      Ja, und die Üetlihof, Corporate Actions Sachbearbeitern, so wie Pommes Frites darf man nicht unterschätzen.

      @PF, was ist passiert? Bonus gestrichen? Nur 75K Salär??

    • Yep. Die soll mal wieder Bilder und Metallschrott verkaufen, da kann sie nicht so viel falsch machen.

    • Denk man weiter müsste man sich fragen – wieso ist er immer noch bei einer Schrott-Bank?!

      TT hat vermutlich noch 2 – 3 Jahre vor sich… danach wird es bestimmt wieder eine weitere Umstrukturierung im Management geben! Die Frage wäre, bietet sich für IK in der Zwischenzeit eine bessere Position am Markt? Ich würde auf jeden Fall nicht warten sondern zu JB wechseln!

    • Kauft „Put Aktien auf CS“, klingt lustig und verrät fehlende Praxiserfahrung. Müsste sinngemäss heissen „spekuliert auf sinkenden Aktienkurs bei CS“. Aber das ist nichts Neues, seit der Finanzkrise, vor über 10 Jahre, und hat wenig mit einzelnen Figuren noch mit einzelnen CH/EU-Banken zu tun… auch falls die Kurse weiter sinken, wenn die Kanonen noch lautern donnern, und die Aktienkurse noch weiter unter Buchwert sinken, who cares, es gibt genügend Alternativen, welche mehr Wachstum zu tieferen Risiken bieten, als die allermeisten Bank-Aktien… aber die Hoffnung stirbt zuletzt…
      Sellnau for good buy

  8. Ich kannte Bernhard Hodler schon zu alten Julius Bär Zeiten. Ein auf dem Boden gebliebener Mensch ohne Arroganz und Staralüren. Er hört sehr gut zu, analysiert gründlich und entscheidet. Einer der wenigen CEO’s, der seinen Laden in und auswendig und von der Pike auf kennt. Er ist und war schon früher bei den Mitarbeitern sehr beliebt, im Gegensatz zu IP.

    • da kann ich nur zustimmen. mehr sein als schein, aber das ist heute nicht mehr gefragt

    • @Späher: … da kann Bernhard Hodler gut unterscheiden. Ich persönlich (Jg.46) ignoriere „Schleimer“ genau so wie er auch.

    • Ach ja, eigentlich schon. Der Benny Hodler könnte man im Amt belassen, wenn er sich entwickelt, auf jeden Fall besser als die neue Pappnase der CS

    • @not Bankfachmann: Bei den Bären arbeiten Bankfachleute, diese achten unter vielem Anderen auf korrekte Ansprache und Grammatik.

    • das mag sein, aber als CEO nicht wirklich geeignet, da er zwar fachexpertise besitzt, aber es fehlt ihm an dem notwendigen sinn für die entwicklung des geschäftes und somit für die strategische ausrichtung und umsetzung……..leider…..ansonsten würde es passen

    • @JB Kollesch: Sollten Sie das tätsächlich beurteilen können, müssen Sie sofort mit ihrem Vorgesetzten oder mit Bernhard Hodler oder einem VR darüber diskutieren. Andernfalls werden Sie hier als leerer, anonymer Schwätzer nicht weiter zur Kenntnis genommen.

  9. frage mich ernsthaft, wofür es eigentlich noch die
    geschäftsleitung braucht oder den verwaltungsrat?
    das mittlere kader und die teams genügen in der
    heutigen zeit voll und ganz.
    grosser teil kann man ja über plattformen erledigen.
    viele geschäftsfelder gibts gar nicht mehr.
    langsam satt, immer über diese leerläufer oben drin
    zu lesen, die nichts anderes machen als machterhalt
    zu zementieren und geld abzuschöpfen!

    • Kann ich nur beipflichten. Ist bei der Allianz-Suisse genauso. Die GL ist total überflüssig. Streicht exorbitant viel Lohn und Gehalt ein, plus riesiger und teurer Anhang. Gewaltiges Sparpotential. Entschieden wird alles in München. Auch bei der Allianz-Suisse schaukelt alles das mittlere Kader und die Teams. Der Witz an der Geschichte; das Know-how beim mittleren Kader ist teilweise bedenklich nicht vorhanden. Ein Abteilungsleiter, über 10 Jahre dabei, mit bemerkenswertem Bonus, der noch nie einen Abschluss gemacht hat kann man nur als Lehrling seines Untergebenen bezeichnen. Der übrigens auch regelmässig einen bemerkenswerten Bonus erhält. Obwohl ihm das rein von seiner Rolle (Job) her nicht zustehen würde. Ergo; die Allianz-Suisse kennt die Verhältnisse sehr genau. Sparen ist offiziell das erste Ziel der Allianz. Das Leben ist ein einziges Spiel.

  10. …und der Karusell dreht doch sich…freut mich sehr! Kan muss nur zeigen dass er kann wirklich…die Bären müssen tanzen und das wäre öppis.Ob in ein Welt von 7 Mrd. niemanden wirklich kann ist schon eine wage Behauptung…und La messa è finita andate in pace.Amen.

  11. Da muss bei nds und yrc das zittern losgehen. Iqbal lässt sich nicht mit logoröh überzeugen. Good night – old Bobele buddies.

  12. Viel Geschwafel wenig Fakten…
    Eines ist jedoch sicher:
    Die CS hat eine ganz andere Beraterstruktur. Viel weniger Spielraum für die Berater, welche bei JB die erste Geige spielen.
    Viel weniger „grip“ auf den Kunden!
    Sollte Kahn zur JB kommen und den Zampano spielen wollen mit seiner „wanna be“ Folienpinslerart, wird er abgesagt…
    Wäre nicht der erste dieser Art.