Berüchtigter Trick-Trader im CS Investment Office

Kyriacos Papoui schrieb vor 20 Jahren als einer der grössten Trading-Verlustbringer Schlagzeilen – Jetzt bei CS-Chef Strobaek.

Die Geschichte um die Vorgänge im Chief Investment Office der Credit Suisse wird immer verworrener. Dort hat Chef Michael Strobaek in den letzten 3 Jahren unzählige Topleute gefeuert.

Nun taucht ein Name auf, der aufhorchen lässt. Kyriacos Papoui lautet er, gemäss Moneyhouse, das sich aufs Handelsregister bezieht, ein Engländer, wohnhaft im Raum Zürich, in Diensten der CS.

Der Moneyhouse-Link erscheint in der Google-Suche nach Kyriacos Papoui zuoberst. Gleich darunter findet sich folgender Eintrag: „List of trading losses – Wikipedia“. Und dort findet sich zum Banker, nun als Kyriacos Papouis, also mit einem „s“ am Schluss, weniger Gutes.

Platz 45 in der ewigen „Bestenliste“ der grössten Handelsverluste. 150 Millionen Dollar, verspielt mit „Interest Rate Options“ im Jahr 1997 bei der NatWest, eine englische Bank.

Der dritthöchste Google-Link führt sodann zu einer Story der englischen Zeitung Independent von März 1997. Titel: „US bank fires trader linked to NatWest loss“.

Darunter steht: „Kyriacos Papouis, the trader linked to NatWest Markets‘ pounds 50m options loss, last night resigned from Bear Stearns, the US investment bank.“

Weiter unten wird klar, was damals im Frühling vor 22 Jahren zum Karrierebruch des Engländers geführt hatte.

„Last week NatWest disclosed mispricing errors in its interest rate options book and said it had suspended a senior trader, named by banking sources as Neil Dodgson, for alleged „failure to supervise“. It also reported a former options trader, allegedly Mr Papouis, to the SFA.“

SFA, das ist das Serious Fraud Office von England. Auf dessen Webseite steht: „The SFO investigates and prosecutes serious or complex fraud, bribery and corruption.“

Als 20 Minuten auf dem Höhepunkt der letzten Finanzkrise im Herbst 2008 „Die grössten Spekulationsskandale aller Zeiten“ auflistete, erschien Händler Papouis prominent im führenden Online-Medium der Schweiz.

„Die National Westminster Bank verlor 1997 ihren Junior-Trader Kyriakos Papouis an Bear Stearns“, schrieb 20 Minuten. Und fuhr fort:

„Die damals noch existierende Investmentbank wollte sich die Dienste des neuen Talentes sichern. Leider hatte dieser getrickst und seit 1995 zwei Jahre lange Portfolios zu hoch bewertet.“

„Das kostete die Bank 125 Millionen Dollar und den guten Ruf: Die Analysten waren einhellig der Meinung, dass die Risikokontrolle den Betrug hätte erkennen sollen.“

Auf die Frage, ob es sich bei diesem Kyriacos oder Kyriakos (mit „k“) Papouis um den gleichen handle, der heute im Handelsregister mit der Credit Suisse als Arbeitgeberin aufleuchte, blieb es ruhig bei der Bank. Man würde sich melden, hiess es zunächst, danach kam nichts mehr.

Auf den später erfolgten konkreten Hinweis, dass es tatsächlich den Anschein mache, dass der damalige Grosstrickser heute unter Michael Strobaek bei der CS arbeite, gab die Grossbank erneut keinen Mucks von sich.

Am Telefon schliesslich meinte gestern eine Sprecherin darauf angesprochen, dass man sich nicht „zu Mitarbeitern“ äussern würde.

Kyriacos Papoui (Moneyhouse) oder Kyriakos Papouis (20 Minuten) dürfte somit ein und diesselbe Person: der Mann, der es mit seinen Verlusten vor zwei Jahrzehnten in den USA zu Berühmtheit gebracht hatte. Eine Art Kweku Adoboli der damaligen Zeit quasi.

Und nun ist bei der CS aktiv, im Bereich Vertrieb des Chief Investment Office. Dieser steht neben dem Anlage-Bereich, wo die vermeintlich gescheitesten Köpfe des Finanzriesen sich ihr Hirn zermartern mit dem Ziel, für die Kunden die besten Anlage-Ideen zu finden.

Die Personalie Kyriacos gibt zu reden vor dem Hintergrund der Turbulenzen im „Laden“ von CS Chief Investment Officer Michael Strobaek.

Der hochgelobte Ökonom hat in den letzten Jahren immer mehr bekannte Figuren zur Seite geschoben, darunter auch ehemalige Mitglieder seiner einstigen UBS-Seilschaft wie Jose Blanco – ein Mann mit gutem Ruf in der Szene.

Noch mehr Aufregung verursachen die Frauen, welche unter Strobaek ihre Karriere gefährdet sehen, allen voran die bekannte Nannette Hechler. Sie galt bis vor kurzem als weibliches Aushängeschild einer Bank, die sich die Frauenförderung auf die Fahnen geschrieben hat.

Kommentare

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  1. Offenbar gibt es bei der CS keinerlei Background-Checks.
    Und natürlich kann der Herr wieder was arbeiten. Aber nicht bei einer systemrelevanten Bank.
    Finma, gibt es da nicht so was wie „Gewähr“???

  2. CS soll LH ewig dankbar sein. LH macht klar, wer da mit ihm redet. LH und IP sind heute dumme Instrumente des Bank-Bashings geworden. IP ist und bleibt einen Schlamm-Blog. Wird vor allem von frustrierten Mitarbeitern in den Banken benutzt, die keinen anderen Weg finden, ihre Frustration loss zu werden. Damit schaedigen sie sich selber. Leider aber auch die schon angeschlagene Reputation der Banken in der Schweiz und die Bank wofuer sie arbeiten. IP ist eine Schande fuer die Schweiz. QED.

    • Damit eine Reputation „angeschlagen“ werden kann, müsste man zuerst noch über eine (Rest-) Reputation verfügen können…
      … arme Finanzbranche, hat sie doch endlich gemerkt, dass man nur vom Bonus getriebenen Umverteilen von Non-valeurs (Kaufrecht am Kaufrecht eines anderen an einem Kaufrecht vom kursabhängigen Titeln Mitbeteiligen usw.) am Ende doch nicht leben kann…
      … und oh Schreck: dann muss noch die Miete bezahlt werden, am Ende des Monates!

  3. Was ist das nur für eine beschissene Welt, wo man anonym böse, wahrheitswiedrige und verletzende Kommentare posten kann? Wo nur ist der Anstand, die Wahrheit, die Integrität geblieben??

    • Salame Rossi, du bist völlig recht. Bei CS läuft alles am bestens, Personal ist sehr zufrieden, alles wird sorgpfältig nachgeprüft. Kontrollstelle und Revisionsprozesse sind Top. Nulltoleranz ist Tagesmenü (speziell für Backoffice und Frontpersonal). Glaub mich, diese ist die echte (offizielle) Wahrheit. Das Rest überlasse ich dem Aktienkurs: ein klares Kaufsignal ist meiner Meinung nach aber noch nicht in Sicht. Motor abschalten, Ampel ist immer noch (tief) rot.

  4. Herr Hässig, Sie lamentieren da über Abgänge von MDs mit einem fürstlichen Gehalt. Wäre es Ihnen denn lieber, man würde statt einem MD 10 Leute aus dem sog. Fussvolk auf die Strasse stellen? Was würden Sie denn tun, wenn man Ihnen eine Kostensparmassnahme aufdrücken würde? 2008 in der Finanzkrise wurden bei der UBS zuerst die Chauffeure und Pöstler entlassen – also diejenigen auf der untersten Lohnskala. Wäre das vielleicht eher nach Ihrem Gusto?

  5. „berüchtigt“, „jetzt“ bei Strobaek, „Frauen, deren Karrieren gefährdet sind“ – come on LH, do your homework and stick to the facts! Ich hoffe sehr, dass die CS mit einer Armada von Supercrack-Anwälten gegen Sie vorgehen wird, damit diese persönlichkeitsverletzende, völlig sinnentleerte Schlammschlacht endlich ein Ende nimmt. Das wird Sie eine Granate Geld kosten. Ich freue mich schon jetzt! 🙂

    • @ AssIsi. Da kann einem der Ass-ISI nur noch leid tun. Der letzte Mohikaner am Paradeplatz Zürich ziert sich mit dem Namen eines Gottesmannes….. merken Sie sich, da hilft auch Beten nicht weiter.

  6. Na ja, ist ja bei der CS nicht der einzige Fall. Man erinnere sich an das Strucki Debakel mit Lehman. Die damaligen Starverkäufer verschwanden auch kurzzeitig von der Bildfläche und sind heute wieder an der Verkaufsfront. Da wird das nächste Debakel auch nicht lange auf sich warten lassen.

  7. Wie oft wollt ihr die CS noch tot schreiben? Und was ist daran hervorragend, wenn man Tag für Tag Institutionen und damit zehntausende von Mitarbeitern mit Halbwahrheiten und Boulevard Dreck vom Feinsten verunglimpft? Ich wünsche es euch Stänkern fast schon, dass die Grossbanken pleite gehen, damit ihr seht, was dass für Konsequenzen hat. Keiner von euch muss mit der CS zusammenarbeiten, Mitarbeiter werden oder sonst irgendwas. Nur eine Bitte: seid dann so konsequent und besucht keine Sportveranstaltung, kein Museum, keine Events oder sonstige Einrichtungen mehr, welche von der CS gesponsert werden. Und kauft bei keinem KMU mehr ein, welches nur oder nur noch dank der CS existiert.

    • Frechheit, die Lobbing und Sponsoring Aktivitäten eines Unternehmens gegen soziale Teilhabe an der Zivilgesellschaft auszuspielen. Ihrer Argumentation folgend wäre es logisch, keine öffentlichen Veranstaltungen mehr zu besuchen, die von gewissen Unternehmen gefördert werden.
      Besser gehe ich meditieren und Yoga machen.

    • Bravo!!! Endlich einer mit ein bisschen Verstand und Anstand! Es lebe die Zivilisation!

    • Oh doch ich muss als Bürger und Steuerzahler für diese Bank haften. Ich muss die schlechte Meinung ertragen über die Schweiz. Ich zahle den Preis für einen von den Bankspekulanten getriebenen starken Franken. Ich muss in den Aaargau ziehen, weil ich mir im Grossraum Zürich als Zürcher keine anständige Wohnung mehr leisten kann, da die Finanzindustrie für ihre ausländischen Mitarbeiter jeden Preis zahlt. usw.

  8. Absolut korrekt recherchiert LH. Der MD Mann managed direkt zwar keine Gelder (das war wohl der Deal) dafür sitzt er still und leise in seinem Büro und sollte UHNWI Kunden als „managed assets“ für das Investment Management akquirieren. Bis jetzt ohne grossen Erfolg. Wie lange schaut wohl Iqbal Khan dem bunten Treiben von M. Strobaek noch zu?

    • Wohl etwas neidisch auf den MD-Titel. Gell, nie selber geschafft! Schade, schade, die Schweizer wären ja so liebe Leute, wenn sie nicht immer so arg neidisch wären…. ihr grabt Euch alle selber das Grab. Was wäre die Schweiz ohne die Banken? Ein Bauernhof 🙂

  9. Es wäre wirklich an der Zeit, dass eine Ähnliche Liste wie die List of trading losses pro Bank erstellt wird in der alle Skandale, Verurteilungen, Bussen etc. etc. etc. etc. für Jedermann fein säuberlich gelistet werden.
    Es wären unglaubliche Summen an Bussen Verlusten usw, die da zusammen kommen würden. Stellt man diesen noch die ausbzahlten Boni und goldenen Hellos und Fallschirme gegenüber, lässt sich mit einem Blick erkennen, in welche Misere die jeweils Verantwortlichen eine Bank geführt haben.

  10. Wo lebt/lebte er mit falschem Namen und gefälschten Ausweisen? Ist das unter anderem ein Fall für das Migrationsamt und die Fremdenpolizei?

  11. General Counsel Peter Kurer, CEOs Wuffli und Rohner waren mitverantwortlich für die Vernichtung von 180 Mrd Unternehmenswert
    -Aktienkurs UBS minus 87%-.
    Trotzdem ist Kurer heute VR-Präsident bei Sunrise.
    Wuffli ist Präsident bei Partners Group.
    Rohner ist Vize-Präsident bei Union Bancaire Privé.

  12. wenn man offensichtlich vom Publikum keine 2. Chance erhält – dann ist es ja richtig, möglichst fett abzukassieren.
    Oder sollen wir diese „gestrandeten“ Manager mittels ALV oder sonstigen Sozialabgaben etc unterstützen?

    • wenn er es drauf hat, könnte er sich ja selbständig gemacht haben und aber mal so richtig richtig „abkassieren“…

  13. dass es ohne bankgeheimniss schwierig wird, wussten wir alle. aber das wir (gemeint: schweiz. banken) so grosse nieten sind, dass hätten wohl die wenigsten gedacht…

  14. Himmel Arsch und Zwirn, das darf doch nicht wahr sein.
    CS eine komolette Funanz-Gruben Bank.Gute, gestandene Leute wirft man raus und engagiert solche Leute die auf die Kundschaft losgeht

  15. Alter running Gag von vor 20 Jahren:

    „Nur wer mindestens 100 Millionen verlocht hat, kann Direktor werden“

    Ein Körnchen Wahrheit scheint drin zu sein.

  16. Unglaublich, wie M. Stobaek den Laden herunterwirtschaftet, Freund Papoui ist nur eines unter vielen Beispielen. Vertrauen von der Front/RM’s in die Mandate schon längst nicht mehr da. Wie lange schaut wohl Iqbal Khan dem Treiben noch zu?

  17. Well done, Mr. Obama-Messias of the global champions league of Ivory-Coast.
    Also thanks to sleeping authorities, HR, internal-& external Audit-Groups (replacable by Beck & Konditor) and last, but not least, to all presstitutes of the mainshit medias.
    Without all the efforts, this would not have been possible.
    Yours sincerely, MR. BEAN

  18. Ach, der von UBS Zürich gefeuerte Grieche, der jahrelang dort als MD den UHNWIs die Mandate aufgeschwatzt hat – ja da hat die CS mit Kyri einen weiteren Experten geholt.

  19. Banken ziehen immer wieder Gescheiterte an, die sich jeweils wieder ein paar Jahren bei neuen Banken aushalten lassen können. Einer der Wanderer ist Deepak Soni, der so viele Stationen nennen könnte, dass er die eine oder andere nicht Mal auf LinkedIn erwähnt.

    • Aber mit der hübschen Assistentin an seiner Seite, kauft ihm jeder Bank-Manager alles ab-

  20. Man hat jahre lang eine “ negative selection effect“ bei der GB beobachtet, in dem nur die “ schlechteste“ blieben, da Treu und fof ( friends of friends). Wenn jetzt eine “ positive selection effect“ , die gute kommen, wäre nur zu begrüssen…Quoten oder Präferenzen hin oder her…die Goldene Zeiten sind schon lange vorbei..,die harte kommen wieder….
    Diese Fall kommentieren wir nicht, da in trading gewinnen und verlieren gehört dazu…und nach alle diese Skandale um herum CDO und BG sind 150 Mio. Peanuts….alles ist relativ…aber man sollte nicht alles negativ kommentieren…

  21. Background Screening bringt rein gar nichts, wenn der Algorithmus von einem Low Skilled Mitarbeiter sonstwo nicht den richtigen Namen hat: Es steht ja oben: „Kyriacos Papoui (Moneyhouse) oder Kyriakos Papouis (20 Minuten)“

  22. Besten Dank für die Recherche. Darf doch nicht wahr sein?!
    Ein solcher Mann hat nichts mehr im Zinsen- noch im Devisenhandel zu suchen, weder dannzumal noch in späteren Zeiten. Schlechte Arbeit des Personalbüros!
    Ebenso sollte die Akte Strobaek genauer analysiert werden.

    • Ein solcher Mann hat überhaupt nichts mehr in einer Bank noch in irgendeinem Betrieb verloren. Das ist ein schwerer Fall – so einfach ist das. Wenn er trotzdem wieder eingestellt wird, dann lässt daran höchstens der Verruchtheits-Level der Bank und vielleicht überhaupt der grossen Banken ermessen. Da drängt sich doch die Frage auf, wieviele dieser Sorte hat es denn sonst noch in den unterschiedlichen Abteilungen der Banken? Wo sind wir nur gelandet???

  23. Wow, dort arbeitet doch wirklich einer, der vor 20 Jahren einen grossen Verlust eingefahren hat. Dafür dürfte er doch sein Leben lang keine Anstellung mehr erhalten! Die Tatsache, dass Vergewaltiger und Kinderschänder bereits nach 4 Jahren wieder auf freien Füssen stehen und sogar wieder mit Kindern/Patienten arbeiten dürfen, lassen wir mal unbeachtet. Aber hey, er hat Geld verloren, da reichen 20 Jahre nicht… /ironioff

    • Er kann doch z.B. bei McDonalds Karriere machen. Aber nicht in der Finanzbranche.
      Zu ihrem Beispiel: Der Kinderschänder kann natürlich auch wieder was arbeiten. Aber vielleicht besser als Gärtner als als Kindergärnter. Verstehen Sie das Prinzip?

    • Und andere sind für Meinungsäusserung oder Weigerung einen Propagandabeitrag zu bezahlen im Gefängnis.

  24. Das Schalten und Walten lassen einzelner Führungskräfte auf höheren Etagen ist vielleicht zu vergleichen mit dem Verlust der „Gewaltenteilung“ (Legislative, Executive, Judikative). Solange es kein funktionierendes System unabhängiger(er) Reviews von wichtigen Entscheidungen gibt, werden wir keine Verbesserungen erreichen. Dann wird hauptsächlich exekutiert „ähh“ exekutiv entschieden. Legislative und Judikative hinken systematisch hinterher. Es bleibt im Nachhinein Festzustellen, was für eigennützige Spiele getrieben werden, systematisch. Zum Glück gibt’s IP.

  25. Den Trick der Transkriptions-Variation kennt man auch China – ach was auch allen Ländern. Google und die NSA wären nicht darauf reingefallen.

    • Exactly, Kiri is the best, but I don’t know why😉 350 base salary for zero contribution! Give me a break…

  26. Na ja, andere Trickser in der gleichen Bank lancieren Aktienrückkaufprogramme, die sich später garantiert böse rächen werden, nur um die EPS zu steigern und KL-Bonusziele zu erreichen, oder sie „repricen“ Optionsprogramme bzw. legen neue mit besseren Hürden auf, um schlecht gelaufene, eventuell wertlos gewordene Programme abzulösen…

    • Naja, als MDR wird er keinen kleinen Bonus gehabt haben, Jahrzehnte lang.
      Vom Lohn reden wir erst gar nicht.
      Hart arbeitender Familienvater… naja, Frau Rossi, aber ich glaube sie leiden unter einer Realitätsverwigerung, oder nem verzerrten Betrachtungs-Winkel.
      Wissen sie eigentlich, dass der Durchschnitts-Bürger (also die grosse Mehrheit) weniger als 6’500.- Franken im Monat verdient?
      Ach, das sind vermutlich alles (zu ehrliche) Idioten für Sie, als Speichelleckerin dieser MDR’s!?

  27. Herr Hässig, Sie sollten sich schämen, dass Sie ehrliche, hart arbeitende Familienväter derart durch den Dreck ziehen und damit auch deren Kinder und Ehefrauen. Erstens geben Sie selber zu, nicht genau zu wissen, ob es sich um dieselbe Person handelt. Zweitens wurde meines Wissens nie bewiesen, dass der Verlust absichtlich erfolgte und es wurde auch keine Strafe ausgesprochen. Und drittens weiss ich wirklich nicht, was Geschehnisse, die über 20 Jahre zurückliegen, für eine Relevanz haben sollten? Sie sollten sich schämen, dass Sie unschuldigen Menschen mit ihrem Drecksblatt solches Leid zufügen.

    • Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor, zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, der Kaiser habe gar keine Kleider an, diese Aussage sich in der Menge verbreitet und dies zuletzt das ganze Volk ruft. Der Kaiser erkennt, dass das Volk recht zu haben scheint, entscheidet sich aber, „auszuhalten“ und er und der Hofstaat setzen die Parade fort.

      Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren – vergleichbar mit Kleider machen Leute und dem Hauptmann von Köpenick. Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile.

    • @Salome Rossi: Ob die Kunden, deren Geld KP versenkt hat, Ihre Meinung teilen?
      Und den Bonus hat er ja behalten! Wer hat hier wohl wem Leid zugefügt?

    • Lieber Salami Rossi

      Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er die Wahrheit spricht.

      Oder in Ihrer Wortwohl

      Einmal ein geldgieriger tricksender Bänker, immer ein….

      Schöns Tägli.

    • Fehlt nur noch „Scheiss-Blog“ ; ihre Wortwahl und Ihre Attitüde führt schnell zu Schluckauf. Sie werden es „Kotzen „ nennen. Sieht aus wie eine gesteuerte Trojanerin. 🙂

    • Wer war denn Ihre Quelle, Herr Hässig? Vielleicht ein verbitterter aktueller oder ehemaliger Mitarbeiter/in der Credit Suisse, der mit gezielten Fehlinformationen andere Leute unschuldig in den Dreck zieht? Bitte verraten Sie uns doch Ihre Quelle, dann können wir selber urteilen. Sehen Sie nicht Herr Hässig, dass Sie nur als Spielball in einem Spiel um Macht, Ehre und Arbeitsplatzerhalt eingesetzt wurden?

  28. Er wollte wohl Nick Leeson (Baring Banks) nacheifern. Ist ihm ja nicht gelungen. Somit sehe ich hier überhaupt kein Problem, dass man hier irgendwelche Bedenken äussern müsste. Und HR wird sicherlich vorgängig geprüft haben, ob die Weste – aus Sicht von Bankern – rein ist.

    • Ja genau, dreckige Wäsche waschen, mit Dreck werfen, Hexenjagd wie im tiefen Mittelalter auf tiefstem Niveau! Vielleicht kommt bald einmal ein Artikel über die brisante Unterwäsche von Finanzminister Bundesrat Ueli Maurer. Ha ha ha!!

    • @Rainer: Bis vor ein paar Jahren haben sich Bankkader von Bankräubern dadurch unterschieden, dass letztere die Bank auf illegale Weise, aber meist *gentleman-like“, ausgeräumt hatten. Heutzutage dürfte ein Bankräuber wohl beleidigt sein, wenn man ihn irrtümlicherweise als „Bankdirektor“ bezeichnen sollte.

  29. Urs Rohner, von Amts wegen seit 8 Jahren der Höchstverantwortliche für den Saustall CS will bleiben. Zu Barroso – Vorgänger von Juncker und heute Frühstücksdirektor bei Goldman Sachs – schrieb J. Quatremer in seinem Buch “ Les Salauds de l’Europe“: „Er war so schlecht, dass er zehn Jahre bleiben durfte.“ Rohner kann auf atmen; kein Rücktritt vor 2030.

  30. den Kopf in den Sand gesteckt, zusammen mit den übrigen „gefiederten“ Kollegen in VR und GL, die die „Vogel-Strauss-(Geschäfts-)Politik“ der Credit Suisse bestimmen.

    „Weisse Weste – TT – Afrika – Mosambik – Vogel-Strauss-Politik etc.“ passt eben alles zusammen, oder: „BIRDS OF A FEATHER FLOCK TOGETHER.“

    Die CS hat mehrere „Afrika-Probleme/-Symptome“! Gilt auch für die FINMA.

  31. Eine Katze lässt das mausen nicht…
    Auch wenn aus einem k ein c wird und ein s wegfällt. Ich frage mich nur, wie die CS zukünftige Mitarbeiter checkt. Der Normalo muss einen Strafregisterauszug einreichen und eine Passkopie. Hier wäre das k und das s ersichtlich.

    • Richtig. Und früher wurde von HR Mitarbeitern in der CS verlangt, dass bei jedem Bewerber im Host nachgeschaut werden muss, ob eine ein Konto vorhanden und evtl. eine Warnung drin ist! AUF DEM KONTO – wohlverstanden. Obwohl 95% diese HR-Pfosten nicht mal wussten, was diese Sperrungen bedeuten! Eine Weigerung schlug sich dann im MbO nieder.

    • und aus gutem Grund gibt es Verjährungsfristen, damit 20 Jahre alte Vergehen nicht mehr im Strafregisterauszug erscheinen. Führerausweisentzüge gelten schliesslich auch nicht ein Leben lang. Irgendwo sollte alles eine Grenze haben.

  32. Erfolg im trading ist easy, du riskierst viel und es ist ja nicht dein Geld.
    Worst case wirst du gefeuert und die Kunden sind pleite.

  33. Jeder im Markt wusste bereits 1996, was ein Vol-Smile ist – nur leider die internen Aufpasser damals noch nicht. So konnte man als Händler alle Optionen mit ATM Vols bewerten, obwohl sie grösstenteils OTM waren. Long das zu Billige, Short das zu Teure: und schon sprudelte der „Gewinn“. Klare Charakterfrage, ob jemand das tat oder nicht. Leider gibt und gab es immer schwarze Schafe. Und gottlob Leute, die nie vergessen…

  34. Dass K. Papoui nach dieser Laufbahn nun in der Schweiz „tätig“ werden kann, sagt wohl alles aus über den Zustand der Schweizer Bankenaufsicht (hinsichtlich VR und GL der Banken) und damit der Politik …..

    • Tja, falsch gewählt…
      FDP, CVP und SVP haben kein Interesse den Finanzplatz zu beaufsichtigen. Der liberale „Abzocker“ soll sich frei entfalten können.

  35. Zu den Themen die das Management fürchtet gehört ihr Chef, Compliance und schlechte Presse. Da werden sie still und leise.

  36. Die CS hat mit Kyriacos Papoui ganz einfach das „nötige Know-How“ eingekauft, um die Performance der Kundenvermögen wenigstens vorübergehend zu verbessern.

    Da stecken ein paar Leute wirklich bis über den Scheitel in der Sch…..

  37. Das ist seit Jahren in der CS bekannt.
    Alle haben weggeschaut. Inkl HR!
    Keiner hat sich getraut, was zu sagen.
    Der Herr ist ja MD. Also protected.
    Und, natürlich, in der richtigen Seilschaft.
    Strobaek scheint auch gut protected zu sein.

    Lustig: jeder kleine Mitarbeiter muss ein Background Screening in Polen über sicher ergehen lassen. Ohne Datenschutz. Mit OK, dass von dort aus ein CH Stradregisterauszug bezogen werden darf etc ….

    -> Animal Farm hoch 2

    • Jetzt habe ich Strand-registerauszug gelesen, wäre sicherlich mal was anderes. An welchen Stränden man bereits war… 😉

    • Was!? Aus Polen dürfen Schweizer Strafregisterauszüge bestellt werden? Was für himmeltraurige Leute arbeiten bei uns in der Verwaltung? Datenschutzgesetze sind reine zahnlose Papiertiger! Skandal!

  38. Würde doch irgendwie passen zu Blender Thiam. Hauptsache mehr Schein als Sein. Schon extrem, wie der Werkplatz Schweiz den Bach runter zu gehen scheint.

    • Eine Bank hat aber so gar nichts mit dem Werkplatz zu tun, die können das Wort Arbeit nicht einmal richtig buchstabieren

  39. Das ist das Schöne an der Börse:

    Ein Spekulant kann tausend Prozent Gewinn machen,
    aber nie mehr als hundert Prozent verlieren.

    Hermann Josef Abs
    * 15. Oktober 1901 † 5. Februar 1994

  40. Gottvertammi, damit diesem Laden geht es doch einfach denn Ende zu! Ein Skandal jagt den nächsten!
    Hervorragende Arbeit, Herr Hässig! Zahlt Ihnen die Finma eigentlich etwas?! Sie leisten ja mehr für den sauberen Finanzplatz als die Hälfte der Finma zusammengenommen!

    • Was genau ist an dieser Story ist relevant? Diese Story ist für die FINMA und für den Bankenplatz Schweiz genauso relevant wie die Info, dass in den nächsten Tagen eine Kaltfront über die Schweiz ziehen wird oder dass Heidi Klum das neue ‚Wetten dass’ moderieren wird. Oh my, und das in einem sog. hochentwickelten Land…

    • Sollte dieser Papoui tatsächlich der selbe Mann sein, der bei NatWest und Bear Sterns sein zerstörerisches Treiben auslebte, wäre dies für die CS ein veritabler Skandal. Ein riesiger Imageschaden. Als CS-Kunde erwarte ich von der Bank eine sofortige Klarstellung.

    • Was genau ist hier denn hervorragend? Diese Story ist für den Schweizer Finanzplatz und die FINMA genau so relevant wie die Information, dass in den nächsten Tagen eine Kaltfront über die Schweiz ziehen oder dass Heidi Klum eine neue Parfümlinie lancieren wird. Oh my! Solche Stories und Kommentare in einem sog. hochentwickelten Land mit gutem Schulsystem…

  41. Wie gibt’s denn sowas! Schon mal von Backgroundscreening vor einer Anstellung gehört? Oder gilt das für die top Jobs mal wieder nicht?

    • Nein, natürlich nicht! Einwände betreffend einer Anstellung – sei es wegen Registereintrag o.ä. wurde immer vom Mänätschment übersteuert! Isch halt e supertyp – müemer ha!