CS storniert Seifen-Gschänkli, spart 600 Fr.

Sogar dies ist für die Bank zu viel des Guten – Führung schwingt Kosten-Keule, Mittel-Kader reagiert aufgescheucht.

Tidjane Thiam rief letzte Woche zum grossen Kadermeeting im CS-Konferenzzentrum Horgen. Der CEO der Bank forderte dabei noch mehr Kostendisziplin.

Welche Auswüchse das hat, zeigt das Beispiel eines Events im Edelhotel Alpina in Gstaad, einem bekannten Skiort in den Berner Alpen.

Kunden in die Edel-Herberge, aber kein Stutz für Gschänkli (Bild: Hotel Alpina)

Dorthin lud die CS letzten Dienstag ihre besten Kunden für einen Anlass unter dem Titel „Impact Investing“. Die sogenannten High Net Worth Individuals sollten nicht mit leeren Händen nach Hause gehen.

Doch offenbar vergassen die Organisatoren des Marketings ein adäquates Geschenk für ihren geplanten „Gift bag“, das Geschenk-Täschli für die Kunden.

Umso erfreuter reagierten sie, als gerade noch rechtzeitig ein Angebot für eine Luxusseife aus Schweizer Herstellung einging. Am Donnerstag vorletzter Woche, also 5 Tage vor dem Anlass, gab die zuständige CS-Frau grünes Licht für 70 solcher Seifen.

70 Seifen für total 600 Franken: Da greift die CS zunächst zu. (Quelle: IP)

Keine Frage nach den Kosten, sondern eine unmissverständliche Bestellung mit Fragen nach den Aromen, so die CS-Verantwortliche in ihrem Mail an die Seifen-Produzentin.

Diese garantierte rechtzeitige Lieferung. Sie wollte in einem Antwort-Mail wissen, wohin sie die Seifen schicken soll – ob zur Bank oder direkt ins Hotel.

Darauf herrschte Funkstille. Bis die Eventfrau der CS sich kurz vor dem Anlass wieder meldete – und die Seifen-Bestellung überraschend stornierte. Leider habe man kein Budget für diesen Ausgabe-Posten, so ihre Begründung.

Sorry, doch kein Geld: Storno-Mail der CS-Marketingfrau (Quelle: IP)

Man habe festgestellt, „dass unser Budget die Bestellung der Seifen leider nicht zulässt“, begründete die CS-Managerin in einem Email von Sonntagabend, nicht einmal zwei Tage vor dem Event, ihre kurzfristige Stornierung der Bestellung.

Waren die Seifen aus Gold? Nicht doch, es ging um total gut 600 Franken. Ein Stück Seife hätte 9 Franken gekostet. Klingt nach viel, doch laut dem Hersteller sind die Seifen handgemacht, entsprechend hätten sie zu den reichen Kunden der CS gepasst.

Die CS hätte 15 Prozent Rabatt erhalten. Doch für die Bank war dies kein Thema mehr. Sie wollte kurz vor Lieferung nichts mehr von den bestellten Seifen wissen.

Die Bank reagierte nicht auf eine Email-Anfrage vom Freitag. Das Seifen-Beispiel zeigt, wie weit der Sparkurs der Bank geht und was für Hauruck-Übungen daraus werden.

Die Spitze streicht die Budgets für die Ausgaben ständig weiter zusammen, das mittlere Management gibt den Druck nach unten und aussen weiter und reagiert für eine Bank vom Kaliber einer CS mit unwürdigen Stornierungen.

Ernst gemeint? (Quelle: CS-Werbung)

Dies passt schlecht zur aktuellen Werbung der CS. Darin gibt sich die Bank angesichts des 200 Jahre-Jubiläums ihres Gründers Alfred Escher als „starker Finanzpartner“ von Schweizer Kunden.

Die Streichaktion mit der stornierten Edelseife für speziell vermögende Kunden passt nicht in dieses Bild – dafür umso mehr zu früheren Spar-Massnahmen.

Vor Jahren schon strich die CS den Gratiskaffee für die Mitarbeiter und entfernte das Grünzeug aus den Büros der Leute – so sparte man sich den Gärtner.

Inzwischen ist die Bank bei 80 Rappen fürs Ketchup angelangt, welche ihre Angestellten in der bankeigenen Kantine neu aufwerfen müssen. Wenn es denn überhaupt noch Kantinen gibt. Ende Januar ging jene an der Schanze in Zürich, unweit entfernt vom Paradeplatz, zu.

Die CS sagte damals, dass die Preispolitik Sache der Betreibergesellschaft der Kantinen sei. Bezüglich der Schliessung meinte ihr Sprecher, dass weiterhin Kantinen fürs eigene Personal in Zürich bereitstehen würden.

Während in der Crew und bei Kunden an scheinbaren „Peanuts“ gespart wird, bleiben Gehälter und Boni für die Konzernleitung und die sogenannten Key Risk Takers hoch.

Die CS hatte gemäss Geschäftsbericht von 2017 über 1’000 solche Schlüsselleute auf der Lohnliste, von denen jeder im Schnitt über 1,5 Millionen verdiente.

Für 2018 kündigte CEO Thiam einen ungefähr gleich hohen Bonustopf für die ganze Bank an. Dieser dürfte somit rund 3 Milliarden umfassen. Vom Geld will Thiam für sich und seine Spitzencrew diesmal mehr. In den Vorjahren verzichtete Thiam auf einen Teil seines Bonus, kam aber trotzdem auf gegen 10 Millionen Gesamtentschädigung.

Kommentare

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  1. Es wäre doch schön, wenn Thiam selbst das Mail für die Annulation dieser Seifenbestellung geschrieben hätte…..dann wäre er wenigstens mutig und glaubhaft….

  2. Nochmals bezüglich der Fake-News zum Kantinen-Ketchup:

    1.) Ketchup zum Verzehr in der Kantine ist kostenlos. Genau wie Majo, Senf, Salatsaucen, frische Kräuter, diverse Sorten frisches Brot, Wasser angesetzt mit Früchten etc. pp.

    2.) Ketchup zum mitnehmen (in diesen kleinen Tuben wie bei diversen Fast-Food Ketten erhältlich) kostet in der Tat .80 CHF. Wäre ja noch schöner. Taschen vollstopfen und mit nach Hause nehmen?

    3.) Die Preisgestaltung der unabhängigen (!) Kantinenbetreiber ist ein Thema, losgelöst von dem Sparwahn der CS.

    Bitte nicht mehr auf diesem Ketchup-Unsinn herumreiten. Oder wenigstens spezifizieren, wann es denn kostet.

  3. Tip an die CS: Beim Lidl kosten die Gesichtsseifen 40 Rappen. Man muss aber leider immer zwei zusammen nehmen. Riechen tun sie genau so gut wie eine für 9 Franken. Natürlich dürft Ihr den Herkunftsflyer nicht beilegen, sondern springen Eure Kunden ab.

  4. … eine Seife für unter CHF 10.-…
    Die eine Seite erfrecht sich, noch nachzufragen, welche Aromen denn verfügbar wären… und nach ein wenig Hinhalten wird das Ganze gestrichen? Auf welchem Planeten leben wir?

    Und dann reden sie von Risk-Takern! Das war schon zu meiner Zeit bei CS der Witz des Tages. Wir bezeichneten sie als Non-Valeurs!

  5. Als ob es noch ein Beispiel gebraucht hätte, was für ein „Laden“ die #CreditSuisse unter VRP Urs Rohner ist.

    Einmal mehr der Tipp an Aktionäre und Kunden:
    ⚠️Hände weg⚠️

  6. Armeslig bis zum Gehtnichtmehr. Abgesehen davon sind dem Handwerksbetrieb der Seifenerstellung bestimmt hohe Kosten entstanden! Aber gell ihr Leute von der CS (also nicht die Mitarbeidenden, sondern die Mängerlis), das kümmert euch ja nicht, wie es den anderen geht? Hauptsache die eigenen Taschen sind gefüllt!

  7. vor jahren noch, bekamen die pensionierten der cs eine winzige schachtel pralinen zu weihnachten…längst abgeschafft !
    bis 2018 bekamen die angestellten reka-checks,einmal im jahr. 800fr. einzahlen gab 1000fr reka-checks.
    ab 2019 gilt 900fr einzahlen gibt 1000fr reka-checks.
    es wird immer und überall bei denen gespart,die eh schon nicht viel haben !!! hautsache der boss hat pro jahr seine 20 mio in der tasche !!!

    • Mein grosses Mitgefühl, werte Marlise.

      Vor 10 Jahren bekamen die meisten Pensionierten weder von ihrem früheren Arbeitgeber noch von der Bank, der sie jahrezehntelang treu waren, irgendeine Schachtel Praliné.
      Gerne dürfen Sie in Ihrem Bekanntenkreis herum fragen, in meinem kenne ich nur eine einzelne Person, die damals von der NCR Reka-Schecks im Wert von 500CHF zu 480CHF erhielten, einmal pro Jahr, und abgeschafft vor 6 Jahren.

      Tut mir echt sehr leid, dass Sie jetzt bei der CS so grausam wenig Vergünstigungen und Geschenke erhalten, ich meine für diese körperliche Schwerstarbeit mit all den schwierigen Kunden, während andere Arbeitende regelrecht im Paradies leben & schaffen.

  8. Weitere Sparmöglichkeit beim WC-Papier: mit dem einlagigen dünnen Papier sind Einsparungen von CHF 1189,30 p.a. möglich. Dies ist eine p.a. Trendextrapolation aufgrund des Etagen-WC-Papierverbrauchs der letzten 7 Jahre. Gemäss Rapport der Reinigungsequipe.

    • Empfehle diese Sparmöglichkeit speziell auf der Direktionsetage, resp. bei den VR’s, wo man sich sonst die Finger ja nicht schmutzig macht.

  9. Dem Seifenlieferant empfehle ich die Rechnung inkl. der Seifen an Herrn VRP Rohner Urs zu schicken. Zwecks weiterer Weisswaschung und mit freundlichen Grüssen. Als Beilage würde ich wegen den Umtrieben durch die kurzfristige Stornierung noch etwas Salz auf die Rechnung streuen und Fr 200 drauf schlagen.

  10. Bekanntlich gönnt sich die Credit Suisse immer noch 1070 (tausend-und-siebzig) Einkommensmillionäre.

    Deswegen entlässt sie weiter systematisch und flächendeckend Mitarbeiter (RIF Programm).

    Aber sie verhält sich nicht nur gegenüber den Mitarbeitern an der Basis schäbig, sondern auch gegenüber Kunden.
    Das spricht sich immer mehr herum.
    Unkontrolliert.

    Kein Unternehmen der Welt benötigt 1070 „Key Risk Taker“. Was für eine verlogene Bezeichnung.

    Facts zum Club: https://insideparadeplatz.ch/2018/12/31/1070-cs-risktakers-kosten-1655-millionen

  11. Wenn es wie beschrieben passiert ist, ist es eine sehr peinliche Aktion, die dem Image sprich der Reputation der CS schadet. Das Verhalten der betroffenen CS – Exponenten arrogant und respektlos.
    So geht man mit Geschäftspartnern nicht um.

  12. Schockierend, dass die CS Mitarbeiterin nicht in der Lage ist, einen grammatikalisch ordentlichen Brief zu schreiben. Nicht nur bei der CS dürfen Mitarbeiter nicht mehr schriftlich mit den Kunden verkehren. Aus gutem Grund, wie der Brief dieser CS Managerin (!) zeigt. Vermutlich ist sie gar nicht auf die Idee gekommen, dass ihr erster Brief als Bestellung aufgefasst werden durfte. Von Swiss Quality ist in der Schweiz nicht mehr viel übrig. Auch Bankberater verdienen diese Bezeichnung nur noch selten. Wer auf zehn zählen kann, geht halt heute studieren.

    • da haben sie vollkommen recht ! die „swiss quality“kann man heute überall suchen…
      „grammatikalisch ordentlich“ ebenso !
      es gibt je länger je mehr „leute“ in diesem land, wo die muttersprache noch deutsch ist…

    • @ Marlise: Da soeben die Stelle als Eventmanagerin freigewohrden war, suchen wir per soffort eine geeignete Nachfolgerin. Ihr Kommentar hier ist so irr und unverständlich, dass Sie die Anforderungen an diesen Posten ideal erfüllen würden. Wir würgen uns freuen, das Sie mit unserer Frau Meier in Kontakt treten könnten, damit wir den Einstellungsvertrag, der noch von Ihrer Forgängerin entworfen wurde, unterschreiben können. M.f.G. Ihr CS Tiiem.

  13. Mit den (gierigen Klein-)Aktionären habe ich gar kein Erbarmen. Allein die Tatsache, dass sie noch Aktionäre sind, stempelt sie zu Idioten, im Gegensatz zu den Grossaktionären, welche mit VR und GL kutschieren, alles mit gütiger TBTF-Garantie des Steuerzahlers. Und die Politiker sind entweder gekauft oder schlafen. Unglaublich….

  14. Das sind Auswüchse der neuen digitalen Welt ! Vor Jahren ohne digitale Mittel musste man so miteinander umgehen und leben dass ein Wort gilt! ein SMS oder e-mail genügt und man geht von der bestellten Aufträgen wieder zurrück Punkt. Kein Vertrauen – Keine Gefühle – Keine Freude – Keine Wertschätzung oh Du arme neue Zeit. Wo ist die Firma ? Möchte die Seife kaufen für 600.- sFr. Mache eine Werbung draus zum Beispiel an einer Messe und gebe die 50 bis 70 Seifen CS Nummeriert ab.

  15. Die CS bewegt sich leider inzwischen nur noch in ihrem eigenen Universum und beschäftigt sich offenbar mehr mit sich selbst als mit den Kunden. Simple Aufträge von Erbschaftskonten haben eine Durchlaufzeit von 3 Wochen, und verantwortliche Ansprechpartner gibt es nicht. Beschwerden werden erst nach Nachfragen behandelt und anschliessend mit fadenscheiniger Begründung abgewiesen. Aufgrund des zu geringen Streitwerts wehren sich die Kunden dann auch nicht mehr.

    • Nur 3 Wochen? Wir mussten bei einem ebenfalls „simplen“ Erbschaftskonto 3 MONATE warten. 10 Banken waren in diese Erbteilung involviert. Bei allen anderen ging es sehr schnell vonstatten. Ich kann jedem nur empfehlen: FINGER WEG VON DER CS. Die mE schlechteste und unfreundlichste Bank in der Schweiz.

  16. Einfach lachhaft, dass keiner der sogenannten Risk-Takers diese 600 Stutz aus seinen monatlichen 2’500.- Pauschalspesen berappt hat….soviel zum „Unternehmertum“ der obgenannten Kaste der Unfehlbaren.
    Die CS scheint wirklich am Ende zu sein. Flasche leer.

    • @de Zäpfli

      ist Dir mal in den Sinn gekommen, dass es nur eine vorgeschobene Begründung ist? Man kann jetzt spekulieren, was tatsächlich dahinter steckt: Könnte vielleicht der Eindruck aufkommen, dass man dem Kunden als Bank empfiehlt, sich doch mal reinzuwaschen? Könnte die Werbebrochüre einen falschen Eindruck einer Kooperation mit dem Seifenherrsteller vermitteln? Sagt man sich, lieber garkein Geschenk anstelle den Topkunden so ein optisch Kleines ohne sichtbar hohem Wert & Link zu „Bank“?

  17. „Ein Vermächtnis mit Zukunft. 200 Jahre Alfred Escher“. Das macht einfach Mut. Oder ist es doch eher der Witz des Tages. Die Führungselite hat die Weitsicht für sich gepachtet.
    Die Gnome von Zürich, die lange Schatten werfen, dank tiefstehender Sonne. Gibt es tatsächlich keine besseren Leute für verantwortungsvolle Jobs? Wenn nicht, die Bankrotterklärung der libertären Gesellschaft.

  18. Ist doch alles klar,bei grossen Salären liegt ja sicher kein Sparpotenzial drin.
    Alles gierige Banker !!!!

  19. Hoffentlich musste nicht der CS-VR zusammentreten um den Seifenentscheid zu fällen. Das Ganze mutet ziemlich lächerlich an wenn man an die Millionen denkt, die Leuten nachgeworfen werden, die wenig liefern. Wenn der CS-Führung nichts anderes einfällt als bis zum geht nicht mehr am untauglichen Ort zu sparen und gewissen Sportlern Millionen nachzuwerfen für die Bonviva-Werbung, dann wird diese Führung scheitern. Oder sie ist schon gescheitert.

  20. Wenn man die „guten“ Aktionäre so verwöhnt, dann bleibt für uns Schweizer Trotteli nicht viel übrig. 28.08.2018 https://www.finews.ch/news/banken/33009-cs-qia-katar-cocos
    Die Credit Suisse Gruppe (CS) zahlt via ihre Rechtseinheit auf der Kanalinsel Guernsey Pflichtwandel-Anleihen (Tier 1) im Wert von insgesamt 5,9 Milliarden Franken an die Investoren zurück. Die Rückzahlung erfolgt am 23. Oktober und damit zum frühest möglichen Datum, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte.
    Von diesem «katarischen Mühlstein», wie finews.ch kommentierte, kann sich die CS nun im Herbst befreien. Schätzungen zufolge flossen dem Emirat so jährlich mehr als 380 Millionen Franken zu. Die QIA bleibt der CS jedoch auch nach der Ablösung der zwei Cocos von 2,5 Milliarden Franken zu 9 Prozent Zins und 1,72 Milliarden Franken zu 9,5 Prozent erhalten. Erst unlängst hat der Staatsfonds seine Aktienbeteiligung an der zweitgrössten Schweizer Bank aufgestockt.
    Ebenfalls zurückgezahlt wird im Oktober eine Coco-Tranche von 1,725 Milliarden Franken zu 9,5 Prozent Zins, die von der CS-Grossaktionärin Olayan, einem saudischen Firmenkonglomerat, gehalten wird.

  21. Die Bank muss ja aus dem letzten Loch pfeifen wenn bei solchen Sachen gespart werden muss? Hoffentlich lesen das auch die betroffenen Kunden.

  22. Ja, jetzt muss um jeden Franken gekämpft werden, so übel steht es. Die CS müsste ja eigentlich riesige Goodwillpositionen abschreiben und das bei einem gottgegebenen Bonus-Fixkostenblock von ein paar Milliarden für die oberen Management-Etagen und die Schlüssel-Risiko-Nehmer… Huch, da würde ja gar kein Gewinn übrig bleiben!

    • Namentlich noch für Donaldson, Lufkin & Jenrette, ein Legat des grossartigen Lukas Mühlemann, der ja seinerzeit in einem Aufsatz im Tagi beschwor, was die Privatwirtschaft alles besser macht als staatliche Betriebe.
      https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/credit-suisse-im-visier-der-aktionaere/story/24301976
      Lucky Luke wird das nicht gross kratzen, wenn er Ferrari fährt, Golf spielt und Kubanische Zigarren raucht. Er wurde ja auch anständig abgefunden.

    • Am deutlichsten zeigte sich das in einem Text, den CS-Chef Lukas Mühlemann 2000 im «Magazin» des TA veröffentlichte. Schon der Titel gab die Richtung vor: «Was die Politik von einem Unternehmen lernen muss». Konkordanz, direkte Demokratie und Mitspracherechte verurteilte Mühlemann als zu langsam für die Erfordernisse der modernen Wirtschaft. Er forderte eine «präsidiale Führung» mit einem «politisch homogeneren Kabinett». Es war Ironie des Schicksals, dass Mühlemann dann wegen der eigenen Ballung von Macht an der Spitze der CS – er war Konzernchef und Verwaltungsratspräsident – immer mehr unter Druck geriet. Nicht zuletzt geriet die Grossbank unter ihm immer stärker in die Krise. Eine noch bitterere Ironie des Schicksals war das Grounding der Swissair 2001 und der Untergang der einst stolzen Fluggesellschaft. Die Wirtschaftsführer, die der Politik das richtige Führen lehren wollten, demonstrierten in ihrem eigenen Fachgebiet ein besonders drastisches Versagen.
      https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wie-in-der-WeissbuchAera/story/11980739

  23. Ich mag die Kritik an dem Artikel nicht. Aus der Anekdote kann man schon recht viel lesen.

    • Wichtige Aufgabe von Thiam: Was kann ich tun, damit es noch schlimmer wird?

  24. Was denkt ihr wer die Welt regiert! Bestimmt nicht die Arbeiter wo die Wirtschaft am laufen halten und 80 Rappen für ein Päcklein Ketchup bezahlen müssen. Nein es Verdienen die die nichts machen und für ihr Essen auch noch Spesen bekommen. Wir sind SKLAVEN. Nichts weiter

  25. Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass Banker für kleine Gewerbetreibende nur Verachtung übrig haben.

  26. Danke für den Hinweis. Peinlich diese würdelose Situation. Als Verantwortungsträger dieser Firma werde ich mich umgehend zusammen mit Thiam um die diesbezüglichen Ursachen dieser filmreifen Komödie kümmern. Ich bitte um Entschuldigung für unser Verhalten.

    • An diesen Autor Schreibe ich Folgendes Sprichwort : Nicht Blose Worte ,sondern

      Taten .

  27. Finde ich gut! Die Take aways haben sich ohnehin überholt, denn diese haben die gleiche negative Anspruchs-Dynamik wie die Boni!

  28. kann die Argumentation grundsätzlich nachvollziehen. Schade nur, dass Sie nun jeden Fehlentscheid auch noch dem Thema der übermässigen Bezüge zuschreiben.

  29. Kenne ein ähnliches Beispiel mit der CS. Die Linie hat also keine Kompetenzen mehr, geschweige denn der einzelne Mitarbeiter. Eine solche Firma KANN NICHT FUNKTIONIEREN!

    • Die CS kann ja nicht einmal die Kapitalerhöhung von der Zur Rose eingeben, eine Schande.

  30. Es ist sowohl für die CS, wie auch für Hässig äusserst peinlich! Für die CS, dass sie nun wirklich kein Fettnäpfchen auslässt und für Hässig, dass er jetzt solche Geschichten in seinem Erzeugnis bringt. Einfach nur noch peinlich und Boulevardjournalismus vom Feinsten. Offenbar hat er ob seines Fake-News-Ordens durchgedreht und schreibt nächstens aus der Gummizelle des Burghölzli!

    • Werter Röbeli Günzger, Sie vertauschen Ursache und Wirkung…
      PS: Finden Sie unsere hochgelobten Qualitätsmedien besser, die gegen gutes Geld Gefälligkeitsinterviews und dergleichen anbieten?

  31. Völlig unverständlich ist, dass die Aktionäre der Credit Suisse, trotz der seit Jahren jämmerlichen Performance der Aktien dieser Firma, die völlig überrissenen Bonuszahlungen Jahr für Jahr einfach so durchwinken. Institutionelle CSGN-Anleger …. aufwachen und endlich handeln!

    • Solange die Aktionären auch Geld bekommen, dann drücken die ein Auge zu. So läuft das heutige Kapitalistische System

    • Wissen Sie überhaupt, wer die Hauptaktionäre der CS sind? Und wissen Sie, wer die Strategie der CS macht? Wohl nicht. Daher überrascht es mich nicht, dass Sie keine Ahnung davon haben, wie eine ehemals schweizerische Firma so ausgenommen werden kann. Sie sind in guter Gesellschaft, die meisten hier wissen das nicht. Aber anstatt sich zu informieren und zu handeln lässt man sich als Mitarbeiter und Kunde schön devot weiter ausnehmen. Traurig, aber solch naives und rückgratslose Verhalten verdient nichts anderes.

    • @ Blaupistenfahrer

      Was können denn die Arbeitnehmer anders tun als sich devot zu geben? Als Schweizer findet man heute keine Arbeit mehr! Ab 40 schon gar nicht mehr! Deshalb habe ich Verständnis fürs duckemäuserische Verhalten dieser Arbeitnehmerschaft!

    • @ Miguel

      Ah ja, drüben in den USA ist alles besser, gell?

  32. Also Ich würde natürlich gerne ein crowdfunding ins Leben rufen, damit die UHNWI sich weiter waschen können. Oder ist die Seife für das Geld? Man WEISS es nicht. TT kann sich ja dann auch noch ein Seifchen unter den Nagel reissen, damit sein Westchen weiss bleibt.
    Das Gschänggli hätte doch soo gut gepasst – Kunden einseifen!

  33. Das ist ein absoluter Hohn!!!!

    Die Oberschicht muss mit gutem Beispiel vorangehen
    und sich nicht auf dem Buckel der Keineren und Kleinen
    ihren Status quo aufrechterhalten.

    Eine Schande und Provokation!

  34. Bestellt ist bestellt.
    Wir würden die Seifen nun schicken, zusammen mit der Rechnung und wenn nichts kommt: Betreibung einleiten.

  35. Absolut nachvollziehbarer Schritt:
    die Verantwortlichen haben wohl gemerkt, dass sie damit Assoziationen zu „dreckig -> sauber“ oder „schmutzig -> waschen“ herstellen und fühlten sich unwohl dabei.

    Und ob die Marketingfrau im vermuteten Rang eines Directors überhaupt CHF 630.– durchwinken konnte, steht auch in den Sternen!

    CS – Credibility Scrapped

  36. Vielleicht wäre es zielführender, die Marketing-Kollegen, die dermassen triviale Ideen generieren, zu entsorgen?

    • Für was braucht es Maketing überhaupt? Diese Type haben nichts mit den Sales zu tun, interessiren sich nicht, was am Front passiert, was die Kunden denken, was die Front-Mitarbeiter brauchen! Die Marketing-Leute leben in einer anderen Welt und würden in Sales kläglich versagen! Und woher kommen die Erträge, bitte schön, die die Marketing-Stellen finanzieren?
      Was für Seife, was für Schrott?! Denkt diese Dame wirklich, sie könne mit Seifen Kunden beeindrucken? Hat sie jemals überhaupt Kunden gesehen? Die CS würde viel sparen, wenn sie das nutzlose Marketing total feuern würde.

  37. Habe gerade mein Guthaben vom CS Konto auf die Postfinance überweisen lassen – ich hoffe es ist noch nicht zu spät. Aber wenn diese Bank sich nicht einmal mehr Ausgaben 600 Fr. leisten kann, dann ist mein 6-stelliges Guthaben garantiert nicht mehr sicher!

  38. Zitat „Dieser dürfte somit rund 3 Milliarden umfassen.“ Anstatt jedes Jahr das grosse Abschöpfen von Bonusgeld zu fördern, wäre es Mal an der Zeit die Firma auf Kurs zu bringen, oder?
    Wer arbeitet bei der Bank mehr? Der Manager oder der normale Mitarbeiter?

  39. Früher waren es die Grünpflanzen und Wasserspender. Sparen im Kleinkrämer Bereich ist scheinbar heute die grosse Management Leistung und rechtfertigt solche exorbitanten Saläre. Das ganze wird langsam echt zur Lachnummer.
    Seifenoper CS what else.

    • zu ergänzen währen da noch die Spesen einiger MD’s die gegen 1 Mio gehen. Was da wohl alles abgerechnet wird ……

  40. Die CS hat offenbar immer noch nicht begriffen, dass in der Nachschwarzgeldzeit nur noch eines zählt: Performance in allen Belangen: Anlageperformance, Beratungskompetenz, Kosten, IT, Auftreten der „Relationship Manager“, Auftreten der „Aushängeschilder“ der Bank, Glaubwürdigkeit der Bank insgesamt, Swissness (oder zumindest das, was davon noch übrig belibt in der heutigen Zeit), etc. In den meisten dieser Kategorien schneidet die CS unterirdisch ab.

    • Wachen Sie auf: Es will doch heute keiner freiwillig mehr Berater sein. Sie sind rechtlichen Gefahren, der Laune der Kunden,potentiellen Verbrechern, den neunmalklugen Möchtegernerben, den stetigen Besserwisser, dem dümmlichen Geschwätz der Strategieberater und deren Verkaufstrainern ausgesetzt etc etc. Daneben sollen Sie fehlerlos agieren, Persönlichkeit besitzen – dies aber nicht zeigen, mehrsprachig, mathematikstark, bescheiden, genügsam und umgänglich sein. Trotzdem müssen diese Rennpferde sein, die das monetäre Gewinnen der Bank so über das Interesse des Kunde stellt, dass dieser es nicht merkt. So einer geht heute in die IT…gewöhnen Sie sich an Anlageroboter oder sparen Sie auf 50 Mio.

  41. Hauptsache es bleibt genug Kohle für Görke & Konsorten im Topf – erbärmlich, diese CS. Und an die Adresse der Marketingabteilung: Wer glaubt, HNWI‘s mit Gift Bags, die mit handgefertigten Seifen bestückt werden, glücklich zu machen, hat irgendwie seinen Job verfehlt.

    • Und wenn sie alle Mitarbeiter befördern würde wären die Überzeiten pauschal mit dem Standardlohn abgegolten. Dazu jedes Jahr den variablen Lohnanteil erhöhen und diesen kontinuierlich gegen 0 halten. Ausgenommen sind die oberen Löhne der Leistungsträger;))))

    • Zeitungsabos werden an Grossfirmen und sog. Immageträger sowieso im Multipack fast gratis abgegeben, nur der Wutbürger zahlt sich dumm und krumm

    • @kleine Maus: wer heute noch ein Zeitungsabo hat ist selber schuld resp. einfach nur doof….

  42. Kein Problem für die Geschäftsleitung, die waschen ihre Hände ja in Unschuld. Aber die armen Kunden? Mit was sollen die nun ihr Geld waschen? Wird ja von der Bank auch nicht mehr angeboten:-)

  43. hat sich die Credit Suisse andererseits geleistet. Und die kosteten nicht CHF 600.–, sondern über USD 200’000’000.–. Wenn die „Weisse Weste“ und ihr Kumpel Mark bloss nicht darauf ausrutschen!

    Oder sind die Aktionäre derart „tolerant“, dass insgesamt USD 2 Milliarden angeblich auf „Aktionärskosten“ versenkt und „verschmiert“ werden dürfen?

    https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Aus-der-Anklageschrift-gegen-CS-Manager-im-Mosambik-Skandal

  44. Es ist ohne Freude immer wieder festzustellen, dass bei den „grossen“ der Fokus immer mehr auf das Management und immer weniger auf die Kunden gerichtet ist. Weil das Bankpersonal unterhalb des Managing Directors dessen Erfüllungsgehilfe ist – wenn auch nicht mit Verve – so beschleicht den Kunden eine gewisse Unannehmlichkeit und Misstrauen im Kundengespräch. So ist es nicht verwunderlich, dass die neuen Reichen lieber zum Zahnarzt als zum Banker gehen.
    Meine Lösung: Beratung/Verwaltung von der Bankplattform trennen. Politisch KMUs stärken.

  45. Sorry, aber Hygieneartikel, und Seife ist eine, schenken ist sowieso peinlich. Will man die Kunden zum besser waschen anregen? Zeigt auch was die CS von Kunden hält!
    Das ganze zeigt auch den Umgang der CS’s mit KMUs, die hält man hin, meldet sich nicht um 2 Tage vor Liefertermin zu stornieren!
    Aktie im Keller, Anstand im Keller!

    • …. aber mit der Seife kann man doch Geld noch besser waschen – das leuchtet doch jedem ein, oder?
      Ich nehme an, dass sich noch die Amis gemeldet haben, welche dieses Geschenk als ’not compliant with the rules and regulation‘ betrachtet haben.
      Die CS kann also nix dafür (Ironie off…)

  46. Nach meinem Kenntnisstand gab es bei CS, UBS etc. in der Schweiz noch nie „flächendeckend“ Gratis-Kaffee dies ganz im Gegensatz zu den Auslandfilialen.
    Bezüglich den im Artikel erwähnten Seifen ist es schon beschämend wenn eine zuvor getätigte Bestellung in letzter Minute storniert wird mit Begründung „Sorry, kein Budget“.

    • Ha! Dann besuchen Sie mal die Europaallee. Ohne den Gratiskaffee wüssten die Mitarbeiter gar nicht, wie sie den Tag rumkriegen sollten. Wenn er nicht gratis wäre, würden ihr ungerechtfertigtes Gehalt komplett für Kaffee ausgeben. Bei der Langeweile, die dort durch den Workspace of the future wabert..

    • @ Insider: Lesen ist wohl nicht wirklich ihre Stärke? Ich habe explizit erwähnt dass es in der Schweiz bei CS und UBS nicht „flächendeckend“ Gratis-Kaffee geben würde! Gehen sie z.B. mal in den Uetlihof.

  47. Meine Güte, da lachen ja die Hühner ob dieser Geschichte. Der CS-Führung ist offenbar nichts peinlich. Wäre ich TT (bin es zum Glück in keinster Weise) hätte ich die CHF 600 subito aus meinem Portemonnaie bezahlt. Mit der „Führungskompetenz“ ist es bei der CS offenbar nicht weit her !

  48. Eine Frage der Zeit bis die CS auch in Horgen den Bocken verscherbelt, muss sie ja, denn in spät. 2 Jahren wird der Hauptsitz der CS nicht mehr in der Schweiz sein, bzw. die CS wird ganz anders aufgegleist sein. Ist auch logisch, denn warum in der Schweiz, wenn 6/7 der Assets nicht hier sind, jedoch fast 1/3 der MA hier arbeiten.

    • Wäre doch super wenn der Hauptsitz der CS nicht mehr in der Schweiz wäre, dann würde unser Land das Problem mit Namen TBTF loswerden, vielleicht würde dann Qatar für die Bank gerade stehen. Sie könnten vielleicht die CS mit der FIFA zusammenlegen – passen doch bestens zueinander, alles OMO-weiss.

  49. „Kein Budget für diesen Posten“.

    ————————————————————
    Wenn CHF 600.00 für das Bankhaus nicht mehr tragbar sind, verstehe ich nicht warum bei Rohner und Thiam diese Feststellung nicht längstens Anwendung findet.

    Die Abwrack-Prämien-und Boni-Einsacker vom Paradeplatz gehören öffentlich gemassregelt. Steuerzahler rüstet euch für ein mögliches Rettungs-Szenario falls der „steuerlose Tanker“ auflaufen sollte.

  50. Auch wenn das Seifen Gschichtli selbst banal daherkommt, ist der Textaustausch mit dem Hersteller, so er denn stimmt, umso bemerkenswerter. Jeder Primarschüler würde wegen der groben Grammatikfehler eine schlechte Note einfahren.

    Ob diese Nachlässigkeit auf das Geschäftsgebaren der CS generell auch gilt, bleibt abzuwarten!

  51. Schon klar, die 600 Franken schreibt ja dann ein CS-Futzi als Spesen auf (bzw. lässt sie auf seiner Corporate-Kreditkarte abbuchen), wenn er mit seinem Buddy (als CS Kunde uninteressant) wieder einmal gut (Business-)Lunchen geht. – Angestellten-Denke eben. 🤮

  52. Eine Frechheit gegenüber der Lieferantin könnte man das bezeichnen. Was erlauben sich diese Bürolisten eigentlich?