Lieber Christian, wir müssen nochmals reden

Swiss Re-Manager kritisiert in offenem Brief an CEO Mumenthaler Verhunzung der Sprache – Noch schlimmer sind die Zahlen.

Was wir da gerade lesen mussten, hat uns die Sprache verschlagen. Und zwar die gesamte Sprache. Wie Du soeben in Erfahrung bringen musstest, ist gut gemeint manchmal das Gegenteil von gut. Diversity & Inclusion, aber mit Einheitssprache, wie soll das überhaupt gehen? Das entbehrt jeder Logik.

Deshalb erscheint es uns wichtig, etwas zum Thema beizutragen. Dafür müssen wir aber etwas ausholen.

Der Ursprung der gendergerechten Sprache entsprang der feministischen Sprachkritik am Anfang der 1970er Jahre. Dem gleichen Schema folgend, wird Sprachgewalt jetzt von anderen „empörten“ Gruppierungen (aka die „nicht binären“) beansprucht und steht somit unter mehrfacher ideologischer Einflussnahme.

Deren Argumentationslinie verläuft wie folgt: Minderheiten sind in der Gesellschaft strukturell benachteiligt. Diese Benachteiligung schlägt sich in der Sprache nieder, da diese nur mitgemeint sind.

Als Konsequenz, muss die gesamte Sprache umgestaltet werden, um einen neuen Menschen mit verändertem Bewusstsein mittels Umerziehung zu erschaffen. Es geht also um nichts Anderes als um Sprachideologie mit dem Ziel des „Social re-engineering“.

Doch der fundamentale Irrtum, der hier begangen wird, ist der Versuch, „Genus“ und „Sexus“ gleichzustellen. Es gibt biologische Geschlechter (zwei oder mehr, je nach Ansicht) und grammatikalische Geschlechter (drei Genera in der deutschen Sprache).

Das Eine hat mit dem Anderen aber nichts zu tun, denn „Genus“ ist eine rein grammatikalische Kategorie und daher bedeutungslos im biologischen Sinne; dies auch, weil wir die generische Form der einzelnen Genera kennen (der Mensch, die Person, das Kind), alles geschlechtsneutrale Bezeichnungen, die niemanden ausschliessen.

Ja, Sprache ist in sich konservativ. Das muss sie auch sein, damit wir uns über Generationen verstehen können. Sprache ist jedoch nicht vollkommen statisch und unterliegt natürlich dem Wandel der Zeit (durch Wortbildung).

Aber: Indem man Bedeutungsdifferenzen willkürlich beseitigt, wird nicht nur sprachlicher Reichtum zerstört, sondern die Sprache allgemein dem unpersönlichen, abstrakten und grotesken preisgegeben.

Idiomatische Wendungen, also Redewendungen, die in Jahrhunderten gewachsen sind, machen den Reiz und Reichtum einer Sprache aus. Das verarmen zu lassen, ist nicht nur ein kultureller Verlust, sondern auch dumm und gefährlich.

Die Forderung nach geschlechtsneutralen Formulierungen dient nicht einmal der Sichtbarkeit der Frauen. Im Gegenteil, verordnete Sprache fördert eher das Spalten im Stillen und dient in keiner Weise dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Daher darf Sprache nicht auf dem Reisbrett ideologisch getriebener Gruppen entstehen. Auch darf sie dem Diktat der „Political Correctness“ oder des „Newspeak“ nicht weichen, denn Sprache bedeutet Freiheit des Formulierens und des Denkens und ist ein hohes demokratisches Gut, über das wir alle zu entscheiden haben.

Wie Arthur Schopenhauer sagte: „Die Sprache um ein Wort ärmer zu machen, heisst das Denken einer Nation um einen Begriff ärmer zu machen.“

Die von Dir erlassene Weisung entspricht somit nicht dem natürlichen Sprachwandel, der aus einem evolutionären Verlauf hervorgeht, sondern transportiert verordnete Sprachvorschriften, die einer stark ideologisierten Weltanschauung Ausdruck verleiht.

Deswegen ist eine solche Umgestaltung der Sprache nicht nur den „Binären“ (die grosse Mehrheit wohlgemerkt) gegenüber diskriminierend, sondern auch höchst gefährlich, wie uns etliche Beispiele aus der modernen Geschichte lehren.

Sprachliche Vorschriften zu bestimmen ist das Schlimmste, was eine Firma wie unsere, die sich zu einer gewissen weltanschaulichen Neutralität verpflichtet hat („We make the world more resilient“), tun kann. Denn, wenn Du zum direkten Sprachrohr der gendersprachlichen Ideologie wirst, wer kann dann noch für ein vernünftiges und ausgewogenes Miteinander in der Firma einstehen?

Sprache gehört vor solchen Einflüssen sogar geschützt. Weil sie sich selbst nicht wehren kann. Ob vor Populisten, Genderfanatikern oder extremen Randgruppen spielt hier keine Rolle.

Daher, hätte Deine HR-Abteilung ihre Hausaufgaben gemacht, wäre die Brisanz dieses Themas frühzeitig erkannt worden und Du wärst nicht in die „Framing“ Falle getappt. Es hätte also überhaupt nicht so weit kommen müssen.

Jetzt geht es eigentlich nur noch darum den D&I Polit- und Sprachoffizieren in der Firma den ideologischen Teufel heraus zu klopfen und den gesunden Menschenverstand zurück ins Boot zu holen. Und die betroffene Weisung gehört selbstverständlich angepasst.

Die Kommunikationsabteilung wird sicher erfinderisch zeigen. Ist gut dann.

So, ich hoffe, wir konnten das klären und können uns jetzt einer anderen wichtigen Sache widmen: dem Geschäft. Denn hier ist Feuer im Dach, und um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, sind keine Sprachvorschriften, sondern Effizienz gefragt.

Ein Vergleich mit unseren Konkurrenten spricht Bände: Deren Resultate sind verhältnismässig um einiges besser, und wir krebsen seit Jahren im hinteren Feld herum. Und das, obwohl die Weltwirtschaftslage für alle die gleiche ist und wir uns alle in den gleichen „Risk pools“ tummeln.

Bisher hält sich die Aktie, aber auch nur dank der Auszahlung grosszügiger Dividenden und jährlicher Aktienrückkaufprogramme. Das mag kurzfristig durchaus sinnvoll sein, schränkt aber langfristig unsere Handlungsfreiheit ein.

Jahr für Jahr ein sich wiederholendes Muster, das aber den wahren Zustand des Kerngeschäfts verdeckt. Unsere allgemeine Kapitalbasis schmilzt wie Schnee in der Sonne. Die stolze Rückversicherungsabteilung, unabhängig davon, ob grössere Naturkatastrophen einschlagen oder nicht, treibt im Schongang vor sich hin.

Corporate Solutions (CorSo) vernichtet weiterhin Unmengen an Wert und ist nicht kostendeckend. Unseren Kunden das Direktgeschäft vermiesen, aber bei denen auf der Rückversicherungsseite weiterhin absahnen? Schwieriges Business Model, nicht?

Was tun wir, um den hausinternen Konflikt zwischen EVM (der interne Massstab) und GAAP (der externe Massstab) zu lösen? Wie sollen wir bei einem Neugeschäft objektiv entscheiden, falls beide Zahlen zu unterschiedlich ausfallen?

Es heisst doch Entweder-oder, weil beides können wir nicht zurechtbiegen, da sind die genannten Steuerungskonzepte einfach zu unterschiedlich.

Oder die ganze Unterhaltungsindustrie, die wir tagtäglich betreiben (aka PowerPoint), um unser Management zu befriedigen: Da heisst es immer sehr schnell „Mach zuerst ein paar Slides, dann schauen wir weiter“.

Hier noch ein Auszug aus einem Standardgespräch: „Wieso habe ich die Info nicht bekommen? Doch, die hattest du, es stand alles in der Fussnote auf Slide 87. Wie das, meine Präsentation hat nur 76 Slides. Ah, dann hast du wohl nur den Draft bekommen. Trotzdem, du hättest es wissen sollen. Sei das nächste Mal bitte besser vorbereitet.“

Oder die unzähligen „Steering bodies, committees und XFTs“, wo viel geredet, aber kaum entschieden wird. Weil es dem Management ein Gefühl der Sicherheit und der Kontrolle vermittelt?

Was wir dringend tun müssen: Schwerpunkte setzen, damit wir unsere eigene Trägheit überwinden und die so gepriesene „Commercial culture“ endlich umsetzen können. Denn mit dem bisherigen Giesskannenprinzip ist keinem gedient. Die Wertschöpfungskette ist zu komplex und muss einfacher gestaltet werden, vertikale Strukturen müssen minimiert werden.

Und wenn wir schon über den gerechten Umgang untereinander sprechen wollen (abseits sprachlicher Vorschriften): Was ist mit dem stillen Entsorgen der Ü-50 zugunsten von Bangalore und Bratislava? Oder mit den gestaffelten Entlassungen, um Sozialpläne umgehen zu können?

Verstaatlichung der Kosten, alles zu Lasten des Sozialsystems? Hat uns das RAV schon ein Abo genehmigt oder eine direkte Telefonleitung freigeschaltet?

Was sollen die Ü-40 denken? Sollen die sich langsam warm anziehen? Oder die erhöhten Burn-out Zahlen gemäss HR Statistik? Oder die fähigen Kollegen, die langsam aber sicher die Firma verlassen, weil sie es satt haben, im Hamsterrad Kreise zu drehen?

Oder die unterirdische Leistung der Pensionskasse? Über die Senkung der Umwandlungssätze wollen wir erst gar nicht reden. Wie viele von uns warten auf die Auszahlung des Bonus Ende Monat, bevor sie kehrt machen? Die Konkurrenz wird es sicher freuen.

Lieber Christian, Sprache kann wunderschön sein, aber manchmal auch brutal ehrlich. Wir sind die 99%. Wir sind viele.

Die Swiss Re hat den offenen Brief gestern zur Stellungnahme zugestellt erhalten. Ein Sprecher wollte sich nicht äussern, betonte aber, dass CEO Christian Mumenthaler den Kritiker gerne in seinem Büro begrüsst hätte.

Kommentare

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  1. Demokratisches Verständnis berücksichtigt Anliegen von Minoritäten was aber nicht zu einer Tyrannei durch Minoritäten führen darf !
    Was für ein glückliches Land müssen wir sein, wenn Politiker und Manager sich mit solchen Fragen profilieren und dafür sehr viel Zeit hergeben.

  2. Ich arbeite bei der Swiss Re und ich habe von dem internen Dokument erst auf diesem Blog erfahren. Es handelt sich um ein internes Diskussionspapier irgendwo vergraben im Intranet. Es ist weder eine Weisung noch wurde es an alle Mitarbeiter verteilt. Der Artikel von Herrn Hässig und der von ihnen, sehr geehrter anonymer Swiss Re Manager, stellen die Tatsachen falsch dar….für Klicks und ein wenig Zuneigung von anonymen Kommentatoren.

    Dass die Sprache lebendig ist haben sie richtig erkannt, aber wenn nicht über offenen Dialog, wie dann soll sich die Sprache weiterentwickeln. Das Thema ist relevant, ich habe selbst zwei lesbische Cousinen in meiner Familie und weiss wie schwer die gesellschaftliche Akzeptanz noch immer ist, dies gilt auch für das Arbeitsleben. Dass die Swiss Re das Thema offen angeht spricht doch für die Unternehmung und ihren CEO!

    Sie repräsentieren 3% der Wutbürger, nicht mehr und nicht weniger!

    • @Angela Züger:
      Was denken Sie, warum möchte der Autor wohl lieber anonym bleiben?

      Es dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein, dass bereits verschiedenste Menschen (auch hier in unserer ach so korrekten Schweiz!), die auf Missstände in irgend welchen Organisationen aufmerksam gemacht haben, danach gekündigt, verfolgt, mundtod gemacht und vor Gericht verleumdet wurden. Sie werden ihrer Existenz beraubt! Beantwortet das Ihre ziemlich naive Frage?

  3. Sehr guter Beitrag, hervorragend geschrieben und ziemlich auf den Punkt gebracht. Vielen Dank.

    Es beruhigt mich ein wenig zu wissen, dass es doch noch Manager mit Verstand und Weitsicht, und dem Blick für’s Wesentliche gibt – ich dachte schon diese Spezies sei ausgestorben!

  4. Gut und schön, der offene Brief des Swiss Re-Managers an den CEO Mumenthaler.

    Um aber wirklich glaubwürdig zu erscheinen, müsste dieser Manager deklarieren, dass sämtliche Ausführungen, die er zur Verhunzung der Sprache aufführt, nicht auf seinem Mist gewachsen sind, sondern dass er sie praktisch wortwörtlich aus dem Vortrag eines Dr. Tomas Kubelik übernommen hat.

    Ich moniere dies nicht, weil ich etwa die Argumentation dieses Gymnasiallehrers Kubelik für zutreffend halte, ganz im Gegenteil. Wenn man aber kritisiert und dafür Ueberlegungen/Argumente von anderen Personen benutzt, sollte man dies transparent machen, will man nicht wie die kritisierte Person als BlenderIn oder unglubwürdige SchwätzerIn angesehen werden.

  5. Eine Person schreibt anonym einen offenen Brief. Okay. Ob der/die/es tatsaechlich fuer die SwissRE arbeitet oder ob das ganze eine Ente/Enterich ist wollen wir eigentlich gar nicht so genau wissen. Wir wollen uns einfach aufregen.

  6. Ja, es gibt sie noch, die Leute, die Kraft und Initiative aufbringen, so eine Mist zu analysieren, zu zerlegen und dorthin zu schmeissen, wo er hingehört, auf den Haufen!
    Der CEO muss auf diese Leute eingehen, sich mit ihnen auseinander setzen und dann den XMV (gsunde Mänscheverstand) walten lassen. Ich erinnere mich an den offenen Brief eines Raiffeislers, welcher dann auf richterliches Geheiss gelöscht werden musste (oder irre ich mich?).

  7. Als berufstätige Frau begrüßte ich eine genderneutrale Sprache in allgemein formulierten Texten. Reine Formalismus bringt den Frauen und den Unternehmen nichts.

    Die spezifische „Rücksichtnahme“ auf Minderheiten und Frauen (als ob Frauen irgendwie weniger wären) ist nicht zielführend.

    Je mehr Frauen sich in der Berufswelt mit männlichen Formulierungen wie z.B. Manager identifizieren umso effektiver und effizienter für alle Beteiligten.

  8. Unterirdische Leistung der Pensionskasse?! Ja was müssen denn all die vielen Leute von anderen Pensionskassen sagen, deren Leistungen noch weit unter der „unterirdischen“ Leistung der PK liegen. Das ist grober Unfug!

  9. Ich kann dieses Gendergeschwurbel, das wir seit einigen Jahren tagtäglich vorgesetzt bekommen, nicht mehr hören. Man bekommt den Eindruck, eine endemische Hirnerkrankung ziehe über das Land hinweg. Da ich Swiss RE-Aktionär bin, erlaube ich mir die dringende Bitte an den Herrn Mumenthaler, sich um das Geschäft zu kümmern und um ein gutes Betriebsklima, so dass die Leute gerne bei der Swiss RE arbeiten und die Firma erfolgreich geschäftet zum Wohle aller. Das reicht, Herr Mumenthaler.

  10. Ein Brief, den man mit minimalen Anpassungen auch bei CS oder UBS an die Teppichetage senden sollte.
    Wenn man denn nicht wüsste, dass die sich im Elfenbeinturm sowieso einen Deut um die Realität kümmern, solange der Kompensationsausschuss die Vergütungen an der nächsten GV bei all den PK-Depotstimmen sowieso wieder ohne Widerstand durchbringen!
    Wann stehen Heidi & Peter endlich auf?

  11. Sieht aus als habe noch nie erlebt, wie es in anderen Unternehmen zu- und hergeht und ist deshalb nicht in der Lage, über den Swiss Re Tellerrand hinauszuschauen. Love it, change it or leave it. Das braucht mehr Mut als anonyme Briefe zu verfassen.

    • @Heul doch: Das tönte doch einst auch so. Wenn es Dir/Euch/Ihr/Ihm/Es nicht passt, dann geh! Bravo! Das finde ich so toll! Also jeder B***shit, der innerhalb von Swiss Re produziert wird, ist super, geil, mega, und einfach nur toll, weil bei Swiss Re alle so fehlerfrei und himmlisch sind. In „Heul doch“ sehe ich ein weiteres Schaf – im Blindflug über die Klippe.

  12. Ich finde den Artikel super und trifft den Nagel auf den Kopf. Meine Kinder haben die Lösung bereits zu 100% angewendet, denn auf den Pausenplatz da wurden sätmliche Artikel durch „dems“ abgelöst…da spricht jetzt jeder…sags dems Haus oder dems Frau oder dems Mann… manchmal noch „krass“ hinzufügen dann wird dann dems krasse Frau oder Mann gesagt. noch Fragen?

  13. Hervorragender Kommentar – Nur befürchte ich, leider etwas zu hochstehend für „Topshots“, welche weder von Sprachkultur noch von effizienter Geschäftsführung eine Ahnung zu haben scheinen. Leider lesen immer die „falschen“ Leute solche Essays!

  14. Im Text heisst es:
    „… hätte Deine HR-Abteilung ihre Hausaufgaben gemacht …“

    Vor 15 Jahren schon fand ich die Swiss Re HR-Abteilung wenig berauschend. Und sie hat es meiner Meinung nach seither geschafft, sich noch deutlich zu verschlechtern.

    Ob die HR-Abteilung ihre Hausaufgaben in diesem Fall nun gemacht hat oder nicht: Ich weiss es nicht. Aber selbst falls sie dies getan hat: Wenn ein Chef – insbesondere der CEO – etwas vorschlägt, dann finden es die mesiten Untergebenen toll. Die Ehrgeizigen finden es sogar ganz toll, in der Hoffnung, Karriere zu machen. Und alle anderen überlegen es sich dreimal, ob sie nicht am Besten die Klappe halten. Insbesondre die über 50-jährigen, die in Zürich arbeiten. Denn das Schlagwort heisst ja seit einigen Jahren „Reduce the Footprint in Zurich“.

    Andererseits: Warum soll man sich über die unsäglichen Weisungen aufregen? Sie werden garantiert mindestens so nachhaltig gelebt werden, wie andere Swiss Re Slogans – z.B. „Play as One to Win“ – gemäss Christian seine eigene Schöpfung. Oder „Smarter Together“. Wobei diese Slogans viel wichtiger sind als die Verordnung des völlig lächerlichen Swiss Re Newspeak.

    Wichtig ist doch letztlich, dass man alle Stakeholders mit Respekt und Anstand behandelt. Und sich entschuldigt, falls man dies mal nicht geschafft haben sollte …

  15. Also ich wäre dafür auch die Artikel „der“ und „die“ zu streichen und fortan für alles nur noch „das“ zu verwenden! (ganz nach englischem/amerikanischem Vorbild) 😉

  16. Was uns die SR hier präsentiert ist ein Meilenstein der in das grosse Kapitel des „Gesellschaftlichen Umbaus“ gehört, das muss man klar sehen und ist nicht zu verharmlosen. In das gleiche Kapitel gehören:

    Political correctness, generelle Entgleisung der Ideenwelt, Vernichtung/Abbau bisheriger gesellschaftlicher Werte, sozialistische Geldpolitik, Demokratieabbau (will man aktuell in der CH ja realisieren), Einschränkung der Meinungsfreiheit, zunehmende Regulierungsdichte trotz gegenteiligen Behauptungen (Beispiel: das vollständig durchsozialisierte Gesundheitswesen), das Individuum mit seiner Persönlichkeit soll ausgelöscht und einer krankhaften Gleichmacherei Platz machen (s. z.B. Gender-Ideologie)….usw. Diesen Prozess beschreibt der russische Mathematiker und Oppositionelle Igor Schafarewitsch eindrücklich in seinem Werk „Todestrieb in der Geschichte“.
    Und M. Gorbatschow meinte dazu: „Was in der Sowjetunion gescheitert sei, wolle man nun in Europa wieder errichten.“

  17. Es gab mal eine kollektivistische Union, die Völkerfreundschaft, Gleichberechtigung und Solidarität predigte. Auch teilte diese Union die Welt in „die Friedliebenden“ und „die Kriegstreibenden“ ein. Natürlich gehörte diese Union nach eigener Auffassung zu ersterem. Natürlich entsprach das was in Theorie draufstand, niemals dem was praktisch drin war – aber das interessierte die verblendeten Ideologen doch nicht.

    Was wir heutzutage mit dem Genderthema erleben, ähnelt in beunruhigendem Massen dem, was man damals in der Sowjetunion versuchte. Natürlich muss sich zwar niemand fürchten im realen Gulag zu enden oder im Keller der Lubjanka zu verschwinden, wer sich aber exponiert läuft effektiv Gefahr virtuell am Galgen zu enden. Der Versuch die Sprache so anzupassen, dass sie diesen ideologischen Gepflogenheiten entspricht – erinnert wirklich an „Neusprech“.

    • Sie haben recht. Mir scheint es eine Strategie zu sein Diskussionen auf sinnlose Themen wie Gender und CO2 zu lenken, um vor richtigen Themen wo konkreter Handlungsbedarf ist abzulenken.
      Wie z.B. beim Umweltschutz (Vergiftung unseres Wassers)
      Wir brauchen uns über das 2 Grad Ziel nicht mehr zu sorgen wenn wir uns vorher mit Glyphosat und Nanopartikel selber vergiften.

    • @Büezer, für mich ein problematisches Beispiel. Gerade beim Thema Umwelt- und Klimaschutz zeigt sich eine ähnliche Marschrichtung wie bei der Genderdebatte. Ein „Middleground“ gibt es da nicht mehr – für die eine Seite ist man entweder Klimaschützer oder gleich „Klimalügner“ (glaubt man unseren Kiddies), für die Andere Klimahysteriker oder „gesunder“ Klimaskeptiker.

      Man kann aber tatsächlich zur Einsicht gelangen, es handle sich um ein Ablenkungsmanöver. Nur ist es m.E. kein bewusst gesteuerter Prozess sondern ein Stückweit eine Selbstsedierung. Unsere Gesellschaft durchlebt einen Prozess der Wohlstandsdegeneration. Eine Mehrheit von trägen, sich nicht mehr wirklich kritisch mit dem Sinn und Zweck des Staates abgeben wollenden Bürgern, denen alles schnell „zu kompliziert“ wird, lässt sich von – in der Mehrzahl wohlmeinenden – Politikern, Medien und anderen Influencern vorschnell eine Meinung eintrichtern. Dadurch wird mindestens die „oberflächliche“, externe Kultur mitgeformt (man könnte es auch so sehen: Das sind die Ideale, die man gerne bei anderen sehen würde, bei sich selber aber nicht umsetzten will – siehe z.B. die Frage nach Verzicht und Klimaschutz). Allenthalben schwingen sich daher Vertreter von Minderheiten (von diesen oft ohne Auftrag oder Mandat) als „Verteidiger der gerechten Sache“ auf und versuchen irgendwelche irrwitzigen Regeln durchzudrücken. Sofern sich damit Aufmerksamkeit generieren lässt, ist sicher jemand, der von Aufmerksamkeit profitiert bereit, diesem Anliegen gehör zu verschaffen. Die Mehrheit – sofern die Message durch die richtigen Kanäle geleitet wird (wie z.B. Mega-Influencern wie Stars und Sternchen) – ist gibt sich der „neuen Realität“ hin ohne gross Fragen zu stellen. Hat die Message dann mal eine gewisse kritische Masse überschritten, wird sie quasi zum Selbstläufer – wer sie – öffentlich – ablehnt, könnte dann ja als „reaktionär“ gelten (kennen wir auch aus der Sowjetunion).

      Natürlich hat das alles dann aber wenig damit zu tun, was hinter den Kulissen tatsächlich gedacht wird. An der anonymen Wahlurne ist das Resultat dann der Vormarsch populistisch-nationalistisch-konservativer Bewegungen (und alles wundert sich dann, dass die quasi aufoktroyierte „externe Kultur“ nicht zur gelebten „internen Kultur“ passt). Dieses letzte zucken des Volkszorns wird aber zunehmend dadurch erschwert, dass unser Leben durch ein dichtes Netzt an Regeln und Vorgaben „reguliert“ wird (und zwar staatlich wie auch privatwirtschaftlich), das auch von politischen Schreihälsen nicht umgekehrt werden kann. Das frustriert noch mehr und endet in zwei Dingen: Ein breiter Teil der Bevölkerung entmündigt sich immer mehr selbst („ich verstehe es ja sowieso nicht“), zufrieden damit praktisch uneingeschränkt dem Konsum frönen und frei kopulieren zu können (hello there, brave new world), oder aber sie radikalisiert sich immer mehr und geht Populisten auf den Leim. Dabei liegt das Heil sicher nicht in der Politik.

      Wie man das umkehren könnte? Wohl gar nicht. Irgendwie ging der Selbstbegriff des aufgeklärten, vernünftigen und selbstverantwortlichen Bürgers, der erst subsidiär auf den Staat und Zwang zugreift wenn es wirklich nicht anders lösbar ist schon vor längerem verloren. Ich komme mir immer mehr vor wie in Aldous Huxley’s „Brave new World“.

    • @Manichäer
      Sie haben die Situation treffend analysiert.
      Der politisch-apathische Bürger ist aber nicht einfach so entstanden, sondern wurde mit viel Marketing und politischem Willen gefördert. In Deutschland ist der Zustand noch viel desolater. Die Menschen haben gar keinen Einfluss auf die Bundespolitik, geschweige den Europapolitik. Sie sind nur noch „Stimmvieh“ deren Emotionen man alle vier Jahren wecken muss um ihre Stimme zu erhalten.

      Einzelne Akteure als „Wirtschaftsvertreter“ geben die Marschrichtung vor. Dies entäuscht viele Bürger.
      Herr Mausfeld hat die Strategie dahinter treffend in seinem Buch: „Warum Schweigen die Lämmer?“ beschrieben.
      Das ist jedenfalls keine zufällige Entwicklung.

  18. „…wie uns etliche Beispiele aus der modernen Geschichte lehren.“ (anstatt leeren).

    Wird der CEO nun von diesem Mitarbeiter lernen oder seinen Arbeitsplatz leeren? Bin gespannt auf die Fortsetzung dieser Geschichte …

  19. Das Gebäude „Schief Re Next Titanic“ sollte für Touristen zugänglich gemacht werden. Dort können sich Touristen über die neue Sprache wundern und das eingerichtete Kili-Mausoleum bestaunen.

  20. Was ist das eigentlich für eine verkehrte Welt, in der man dafür kritisiert wird, dass man Chancengleichheit schaffen möchte und Aufmerksamkeit darauf lenkt, dass eben nicht alle gleich denken/fühlen/sind?
    Ich arbeite seit mehreren Jahren bei der Swiss Re und bin stolz darauf, dass wir versuchen alle Kollegen fair zu behandeln.
    Vielleicht ist es bei so viel Frust wie hier im Brief zum Ausdruck kommt einfach mal Zeit für einen Arbeitgeberwechsel? Das Gras ist ja sicherlich woanders grüner…

    • Liebe Frau Müller (ich gehe wegen dem Namen davon aus, dass Sie eine Dame sind), es ist toll, dass Sie sich bei der Swiss Re wohlfühlen und auch gut, dass Sie sich hier darüber äussern. Den Artikel/Brief allerdings habe ich nicht so verstanden, dass der Autor / die Autorin grundsätzlich Chancengleichheit verunglimpft, eher das Gegenteil. Ich habe den Artikel so verstanden, dass darin ausgedrückt wurde, dass das Mittel der vorgeschriebenen Sprachregulierung wahrscheinlich nicht zielführend für dieses Anliegen ist, sondern eher als Zwangsmassnahme wahrgenommen wird. Aus meiner Sicht sind hier Taten wichtiger als Worte.
      Als nicht Fachmann dieser Industrie masse ich mir weder ein Urteil über die Vorschläge an noch kritisiere ich die Strategie, da ich keinen besseren Vorschlag habe. Allerdings stellte ich schon mehrmals fest, dass Aktienrückkäufe (v.a. wenn durch Kredite finanziert) doch eine Medizin für jede Firma ist, die zum falschen Zeitpunkt eingenommen, lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben kann. Hoffentlich haben sich das die Verantwortlichen das gut überlegt und nicht nur an den nächsten Bonus gedacht.

    • Als Mitarbeiter eines Unternehmens interessiert mich nicht, wie die sexuelle Orientierung, die Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsorgane, die Hautfarbe oder der Bauchumfang meiner Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden ist. Es geht darum, dass Leistung oder Potential erkannt, genutzt und honoriert wird. Auch sollten – besonders bei Vorgesetzten – die emphatischen Fähigkeiten eine Rolle spielen. Von einem HR würde ich erwarten, dass Psychopaten erkannt und von Führungspositionen entfernt werden. Es sind diese Psycho-Vorgesetzten, die allenfalls gegen Schwule, Lesben, Hybriden, Dicke, Dünne oder Nicht-Weisse schiessen. Normale Erwachsene mobben nicht und sehen die anderen Mitarbeiter einfach als Kollegen.

    • Hier wird ja gar nicht gegen Chancengleichheit gewettert – im Gegenteil. Die sogennant „inklusive“ Sprache ist eben alles andere als inklusiv. Sie exkludiert Frauen und Männer.

      Mal ganz ehrlich, nehmen Sie eine Email von Ihnen selber, z.B. an einen Kunden – und versuchen sie diese nun, entsprechend dieser Sprachregelung umzuformulieren. Bei dieser Übung muss ich immer denken: Oh, hier noch ein maskulin, weg damit (-> exkludierend). Oh, hier noch ein feminin, weg damit. Neutrum: Glück gehabt. Der eigentlich positive Gedanke, „Hier sind alle mitgemeint, wir sind alle eines“ kann so gar nie aufkommen, denn: Immer aufgepasst, könnte es nicht doch als männlich oder weiblich interpretiert werden?

      Und meist muss man über sieben Berge gehen um eine holprige Formulierung oder Begriff zu finden, die letztlich doch nicht genau das meint, was man sagen möchte.

      Z.b: Der Briefträger? Uff, geht gar nicht. Die Postperson? Hmm, naja, ist zwar „die“ aber ev. erlaubt. Dafür ist nun halt nicht mehr klar, dass es hier um Briefe austragen geht.

    • @L. Müller: Was nützt Chancengleichheit, wenn man nicht mal versteht, worum es dem Schreiberling in seinem Brief überhaupt geht? Manchmal hilft es, wenn man zwischen den Zeilen liest, aber das können Sie wohl gar nicht. Da war das Gras in der Schule wohl noch viel grüner und sonst ganz sicher sehr grün hinter den Ohren. Mir, als CEO, wäre ein solcher Mitarbeiter 1000x lieber, als irgendwelche Kuscher, weil dieser Mitarbeiter sich Gedanken zur Entwicklung des Unternehmens macht. Alle andere sind doch einfach nur Schafe, die blindlings der Herde folgen, und keinen eigentlichen Mehrwert erzeugen.

  21. Bravo. Mutig und auf den Punkt gebracht. Geschehen wird nichts. Leider. Ich hätte da einen direkt umsetzbaren Vorschlag zur weiteren Vermeidung von solchen peinlichen Leerläufen und zur direkten Kosteneinsparung: 50% der HR Personen abbauen, und zwar von oben nach unten. Der ganze Overhead, der nichts mit Recht, Lohnzahlung und Sozialabgaben zu tun hat. Dann sind die Führungskräfte selbst wieder verantwortlich für das Personal, stellen die richtigen Leute ein und wieder hinaus, und sind ohne Ausreden messbar und verantwortlich für ihre Resultate. Mich als Aktionär freute das.

  22. Guter Mann – mehr kann man dazu nicht sagen.
    Gesunder Menschenverstand, spricht Probleme offen an, anstatt sich mit Politika zum Zwecke der Moment-Popularität zu beschäftigen.
    Welch strahlende Zukunft steht ihm wohl bevor? Löst er den CEO ab und führt die Swiss-Re wieder in den Markt?
    Nun… vermutlich wird er eher baldmöglichst entsorgt… basierend auf einem konstruierten Harrassment-Fall eines/r Hochschläfers/in und brav nickendem/r Ja-Sagers/in, welcher die Siwss-Re unglücklicherweise zum umgehenden und harten Durchgreifen gezwungen hat.

  23. Diese Sprachgeschichte ist ein Debakel. Aber noch vergleichsweise harmlos wenn wir die operative Leistung der Swiss Re betrachten. Mutlos, ideenlos. Wann hat die Swiss Re das letzte Mal etwas gewagt (i.e. Akquisition)? Ich kann mich nicht daran erinnern. Lieber blutet man langsam aus (i.e. nicht verdiente Erträge werden ausgeschüttet, plus Aktienrückkaufsprogramme).Irgendwie wahnsinnig nicht?

    • Die Akquisitionen waren meistens ein Flop. Daher ist der Rückkauf wohl besser als teure Acquisitionen von unterreservierten Firmen.

  24. Gratulation zum Mut und zur eloquenten Formulierung! So einfach und verständlich geschrieben, dass es auch das Top-Mgmt. verstehen sollte…

  25. Meine Gute es kann doch nicht wahr sein! Diese Leute sprechen von Minderheiten? Frauen sind jetzt eine Minderheit in der Gesellschaft? Gott rettet uns….die Aliens sind gekommen, jetzt man versteht auch wieso die Risikospezialisten nicht mehr die Risiken erkennen können…wenn unsere Problemen nur sprachlich seien, dann haben wir schon verloren…obwohl nach Heidegger, die Sprache eigentlich die letzte Wahrheit sei…ich bin sowieso nur ein Idiot, aber bei solche Witze kann ich nicht mehr mitmachen…😭

  26. Gestern nahm der Personalchef der Swiss Re Stellung zu den Medienberichten. Unter anderem heisst es da: we aim to sensitise people and to inspire all of us to question assumptions about gender or sexual orientation when engaging with each other- and an inclusive language can help. Abgesehen von der unfreiwilligen Komik (was interessiert die sexuelle orientierung am arbeitsplatz?), suggeriert diese aussage, dass wir gender nicht biologisch sondern kulturell verstehen sollen. Es suggeriert, wie wir über nature versus nurture zu denken haben. Das ist von oben herab verordnete Ideologie, und im grunde antiliberär. Es wird ja auch gern der begriff der community bemüht intern, welcher suggeriert, dass wir alles kollegen sind und der unternehmenszweck darin besteht, die welt zu einem besseren ort zu machen. Der Personalchef ignoriert mit seiner stellungnahme, dass er seine aussage als hierarchisch höher gestellte Person macht. An der rhethorischen Oberfläche pflegt man gerne eine kumpelhafte Kultur, gern auch vom CEO gepflegt, während das tagesgeschäft durchaus realpolitisch von statten geht. Diese Vermischung von kapitalistischem (per se egoistisch) wettbewerb (als unternehmen steht die swiss re im wettbewerb, aber auch die mitarbeiter intern um arbeitsplätze) und Idealismus nimmt fanatische Züge an. Das Unternehmen verleiht sich marketingmässig ein positives image, die frauenliga gewinnt durch dieses Framing mehr macht und Einfluss, und der Mitarbeiter kann sich nicht mehr dagegen aussprechen, will er es sich mit seinem vorgesetzten nicht verderben. Denn der, oder die, will sicher nicht auf einen seiner Mitarbeiter angesprochen werden, der nicht loyal auf der Parteilinie steht. Das Framing funktioniert tip top. Denn wer kann schon gegen diversity oder inclusion sein. Ein Unternehmen, dass sich selber als knowledge company verkaufen will, kann sich solche ideologischen scheuklappen aber nicht leisten. Es ist, als würde das unternehmen den mitarbeitenden vorschreiben zu glauben, dass die welt in 7 Tagen erschaffen wurde. Es überschreitet damit eine Grenze, die man früher als Privatsphäre bezeichnete.

    • Das ist technisch sogar möglich.
      Ich meine das schweissen..
      https://www.wohnnet.at/bauen/bauvorbereitung/holz-schweissen-21590375

      Das Thema Gender muss man(n) nicht verstehen- es dient nur zur Ablenkung von richtigen Problemen. Das ist ein bewährtes Machtinstrument, die 20Minuten ist voll von diesem Blödsinn. Die Hirne der Leute werden mit Sondermüll vollgestopft um keine Diskussionen um richtige Probleme entstehen zu lassen.

      Eine weitere Strategie ist teile und herrsche; Alt gegen Jung, Reich gegen Arm. Russland gegen USA/Europa.

      Die Frage ob Frauen gleich viel verdienen wie Männer wäre doch viel interessanter.

  27. Hervorragend reflektiert und formuliert! Ich erkenne einen beinahe garantierten Weg zur Schaffung eines Mehrwertes für die Aktionäre und Mitarbeitenden der Swiss Re: Geschäftsleitung und Verwaltungsrat sollen sich ernsthaft und selbstkritisch mit den gemachten Denkanstössen und Fragen auseinander setzen.
    Verhalten und Reaktion werden jedoch eher sein, den Autor mit parapolizeilichen Mitteln ausfindig zu machen und abzustrafen.

  28. “Lieber Christian, wir müssen nochmals reden” – das Gefühl habe ich auch. Habt Ihr denn schon mal geredet? Wenn nicht, wird’s Zeit. Macht sicher mehr Sinn, als den Frust hier abzuladen… also, los!

    • Ich sehe dass wie Herr Berger im Kommentar über Ihnen: Die preisgabe der Identität würde ziemlich sicher mit Sanktionen verbunden sein. Denken Sie nicht?

  29. Gut gebrüllt, Löwe.
    Gewissen CEOs ist es im täglichen Leben zu langweilig und müssen dann so Art als Beschäftigungstherapie Logos umgestalten, Büro neu einrichten, an Corporate Governance herumbasteln und sich wie oben erwähnt, abstruse Wortschöpfungen kreiren.

    Diese geistigen Hockeyspiele lenken dann ab vor alltäglichen,banalen Probleme wie Mitarbeiterführung, Gewinnmaximierung im operativen Geschäft und sich anständig Verhalten gegenüber Mitarbeitern.

  30. Gut und sauber geschrieben. Auf den Punkt gebracht. – Dass CM ein Hülseli ist, das sieht man dem schon von weitem an.

  31. Die erste Reaktion des CEO ist schon eingegangen:

    „Auf Grundlage dieses Briefes hat sich das Management entschieden nun sofort zu handeln und den Aktienkurs mit einer höheren Dividende und einem weitere Aktienrückkaufprogramm zu stabilisieren. Zudem wird vorsichtshalber meine Abgangsentschädigung überarbeitet“

  32. Es ist nur Corporate Bullsh**
    Wenn sich die CxO Ebene auf dieses Thema fokussiert (oder wie hier verrennt) gibt’s nur noch eins: Raus aus der Aktie oder eben neue Stelle suchen.

    • …dann wurden wir von den totalitären USA ja schon längst übernommen!

      Nur die Schweizer übernehmen wie geschlagene Hunde jeden englischen Begriff in die deutsche Sprache.
      Peinlich wenn man keine eigene Kultur hat und sich bei den USA und den Briten einschleimen möchte.

  33. Wären da nicht immer noch die Entlassungen wie letzte Woche in Zurich BM, (minus 20 Leute) um den Standort 🇨🇭 zu schwächen, könnte man den SR Gutmenschen nichts vorwerfen. Leider ist aber der Fokus des Managements anstelle aufs Business mehr mit unnötigen, kostspieligen oder irgendwelchen Nebengleise verwirrt.