Sergio Ermotti ausser Rand und Band

UBS-CEO mit Gewinnwarnung mitten an Event – Zaubert Sparplan aus Hut – Körner, Keller-Busse, Blessing, Lehmann: Mein Gott.

Sergio Ermotti kassiert 14 Millionen. Über die Jahre, seit er Chef der UBS geworden ist, sind es über 90 Millionen. Seine UBS verliert derweil immer mehr an Wert: an der Börse, im Geschäft, vor Gericht.

Damit wird Ermotti zum Totengräber der wichtigsten Bank des Landes, die vor 10 Jahren von den 8 Millionen Schweizer Bürgern vor dem Untergang gerettet wurde. Ermotti reich, Schweiz arm.

Wie sehr der Tessiner von der Rolle ist, zeigte sich gestern. An einer grossen Branchenkonferenz verkündete Ermotti ein miserables erstes Quartal und zauberte ein 300 Millionen-Sparpaket aus dem Hut.

Beides sind relevante Informationen für die Börse. Statt dies sauber vor Handelsbeginn allen Marktteilnehmern gleichzeitig mitzuteilen, plaudert Ermotti auf einer Event-Bühne aus dem Nähkästchen.

Die 300 Millionen kommen hinzu zum laufenden Sparprogramm. Es gehe um weniger Anstellungen, betonte der UBS-Chef.

Gleichzeitig landen auch bei der UBS immer mehr 50jährige, die in der Schweiz beschäftigt sind, auf der Strasse. Zudem wird unten und in der Mitte der Futterkette der Bonus gekürzt.

Vermasselter Jahresauftakt, also schüttle ich mal eben ein paar Hundert Millionen Spar-Batzen aus dem Ärmel, so Ermotti gestern an der Morgan Stanley-Konferenz. Im Übrigen schmücke ich meinen Mager-Gewinn mittels Sonder-Dividende der Börse – die ich zuvor selbst zerlegt habe.

Who cares? So die Attitüde des obersten Bankenchefs des Landes.

Das Gebaren passt zum Zustand der obersten Führung. Dort thront eine Truppe, die nicht überzeugt – um es vorsichtig auszudrücken.

Ermotti-Truppe: Wo sprühts, wo funkts? (IP)

Ulrich Körner lenkt seit 5 Jahren das Asset Management. Statt der versprochenen einen Milliarde Gewinn ist es nur halb so viel. Ständig flüchten Kunden. Und was macht Körner? Er schart Lieblinge um sich.

Martin Blessing lenkt das weltweite Private Banking ausserhalb den USA. Blessing ist nett, aber kein Private Banker; entsprechend braucht er Hilfe von aussen. Seine einstige Commerzbank steuerte er mitten in den Sturm. Sie wird wohl zwangsfusioniert mit der Deutschen Bank.

Sabine Keller-Busse ist Chefin von rund 20’000 UBS-Backoffice-Leuten, die den Laden täglich am Laufen halten müssen. Keller-Busse war wie Körner bei McKinsey, dann eine kleine Nummer bei der CS. Und auch bei der UBS zerriss sie keine grossen Stricke.

Axel Lehmann kommandiert die UBS Schweiz, das zentrale Kerngeschäft der Bank. Lehmann ist ein Versicherer, er war lange bei der Zurich. Frischen Wind im UBS-Heimmarkt ist bisher von ihm nicht zu spüren – umso mehr bewegte der Topshot auf dem persönlichen Immo-Markt.

Einer mit grossem Namen ist geflüchtet. Andrea Orcel machte die Investmentbank der UBS bis letzten Herbst zum Gewinngaranten. Nun stürzt die UBS just im Handelsgeschäft ab.

Dann noch Jürg Zeltner, eine umstrittene Person, die vor Jahresfrist ganz oben ausgebootet worden war. Doch unter Zeltner funktionierte das weltweite Private Banking der UBS noch. Jetzt ist es durch eine irrwitzige interne Fusion von US und Rest gelähmt von internen Machtkämpfen.

CEO Ermotti trägt die Verantwortung für die Misere. Allein der Aktienkurs spricht Bände. Er ist eine Katastrophe.

Also weg mit Ermotti, damit ein Neuer die UBS auf Vordermann bringt und der grössten Schweizer Bank zu einem Aufbruch verhilft, mit einem Plan, wie die UBS im eigentlich lukrativen Geschäft mit den Reichen dieser Welt gutes Geld verdienen und attraktive Jobs anbieten kann.

Doch das passiert nicht. Der Verwaltungsrat und dessen Präsident Axel Weber, sie halten Ermotti die Stange.

Der Mann, der den fähigen Orcel und den umstrittenen, aber erfahrenen Zeltner aus der Bank bugsiert hat und statt dessen Blessings, Körners, Keller-Busses und Lehmanns um sich schart, die ihm nie gefährlich werden können: Er geniesst absoluten Schutz bei den Aufsehern der UBS. Die schlafen – und kassieren mit.

Kommentare

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  1. having directly reported executive board members criminal actions within APAC, only to witness nepotism over skilled honest management. UBS looks doomed.
    The Culture and Responsibility Committee sits with arms folded while the ship sinks. Why no shareholder revolt, I was the best of the best and the only honest banker.

  2. Herrlich zünisch wie immer. Guet gschriebe! Selbst wenn nur die Hälfte wahr wäre kann man sich über diese Vereine einfach nur kaputt lachen…
    Keep up the good work Mr. Hässig!

  3. Egal, welche Kommentare auch immer abgegeben werden, es ändert an der ganzen Sache gar nichts. Menschen mit charakteristischen Zügen wie, Geld- und Machtgier, Egoismus, Arroganz und teilweise psychopathischen Zügen, beherrschen die Wirtschaft und die Welt seit je her! Das Spiel hört erst auf, wenn es die Menschheit nicht mehr gibt!

  4. Eine reine problem bank mehr…und dieser ermotti und die ganze ubs führung gönnt sich so übermässig hohe saläre….
    Und die probleme werden nicht gelöst….
    Schade schade die ubs hatte mal einen sehr guten namen…..

  5. tja …. wiederum wird am falschen ort gespart – bei der tragenden breiten miterarbeiter-schicht!
    dabei wäre es so einfach: reduktion des zu fetten bonus-pott um 20% und schwubs sind 600 mio. eingespart – das doppelte und einfach. was hindert ermotti daran ausser sich in die gl/gmd-lehmschicht zu bedienen!

  6. „Futterkette“? Dann ist ganz vorne: Der Futtertrog? Und was tummelt sich dort?
    Da kann die UBS noch lernen:
    Am CS Trog stossen sich 1070 Einkommensmillionäre gesund und werfen systematisch Arbeiter raus – weil sie nichts anderes können.

    Sie tun so, als merke es niemand (Insider: riffen).
    Heimlich, verstohlen, unaufrichtig.
    Un-ethisch.

    Die 1070 CS Einkommensmillionäre werden immer bekannter: https://insideparadeplatz.ch/2018/12/31/1070-cs-risktakers-kosten-1655-millionen

  7. Immer wieder kommt ein Nonvaleur an die Spitze von ehemals guten Schweizer Firmen. Man sollte diese am Erfolg messen und vorallem keine Boni auszahlen, wenn Sie Verluste einfahren! Frühere Boni müssten sie zurückzahlen. Noch besser: Boni erst nach x Jahren auszahlen, wenn man sicher ist, dass sie die Firma nicht an die Wand gefahren haben.

  8. Eine mit der Sache vertrauten Person sagt, selbst einige Frauen innerhalb der UBS könnten der Sabine Keller-Busse „Saures“ geben, wenn sie denn dürften.

    Mehr muss man ja dazu nicht wissen…..

  9. Dazu gibt es ein Studie. Die Natur zeigt auf, dass Primaten, wenn sie mal die oberste Stufe in ihrer Sippe oder Clan erreicht haben, sich nur noch damit beschäftigen, Nebenbuhler unter Kontrolle zu halten.

    Tja, warum soll es bei intelligenten Leuten anders zugehen als bei den Primaten

    In diesem Sinn

    • Den 2.Absatz hätten sie wglassen können, da der erste bereits eine treffende und korrekte Situationsbeschreibung darstellt.

      Grüsse aus der UBS

  10. Warum will denn niemand von all den Alleskönnern und Besserwissern hier im IP selber mal antreten und zeigen wie man es macht?

    • @Flauschi, Was, du minst DIE drei Sachbearbeitern, die hier unter div. Namen posten? Die sind nur ein bisschen frustriert, ist doch herzig!

    • Keinen einzigen Satz fehlerfrei aber sich über Sachbearbeiter lustig machen. Ich an ihrer Stelle würde damit warten bis sie sich vom Chef Callcenter zum Sachbearbeiter hochgearbeitet haben 😉

  11. ist ja nur einer der Totengräber! Die anderen sind die „Spitze“ der UBS wie auch von anderen Banken im Allgemeinen vor allem aber auch die Finma, die Politiker…. was alles reguliert wird…. und um päpstlicher als der Papst zu sein setzen sich letztere sogar über OECD-Normen hinweg indem sie AIA auch bei Ländern welche z.B. einen Korruptionsindex unter 50 haben anwenden (sich austauschen) werden…das heisst liefern und nichts erhalten. „Totengräber“ in diesem Sinne ist ein guter Beruf. Es wird Geld verdient! Nun schon sehr bald wird diese Berufsgattung aussterben weil es nämlich nur noch wenige Banken geben wird. Die USA freuts.
    Im Grunde sind wir Schweizer die wir ja die Politiker wählen selber schuld. Leider.

  12. Ausser Axel Lehmann kenne ich die Herren in der Chefetage der UBS nicht persönlich.
    Diese Menschen mit Ihren masslosen und völlig übertriebenen Entschädigungen, welche von Headhunter als normal und angebracht bezeichnet werden; wenn wunderts wenn solch ein Quatsch deren Munde entweicht, werden wohl leider die Totengräber der Demokratie sein.
    Irgend einmal wird der Spalt zwischen Arm und Reich zu gross und nicht einmal die Monster-Villen, werden die Abzocker schützen.
    Was mich vor allem ärgert ist, dass diese Herren aus der Ära Ospel, Rohner etc. nichts gelernt haben. Es wird wieder abgezockt, unabhängig vom Geschäftserfolg und das noch mit einer Selbstverständlichkeit welche jedem Narzissten die Show stiehlt.

  13. […] Sergio Ermotti kassiert 14 Millionen. Über die Jahre, seit er Chef der UBS geworden ist, sind es über 90 Millionen. Seine UBS verliert derweil immer mehr an Wert: an der Börse, im Geschäft, vor Gericht. Damit wird Ermotti zum Totengräber der wichtigsten Bank … Read More […]

  14. Eigentlich nützt dieses Geschreibe nichts. Gefordert wären die Aktionäre, die diesem Treiben immer den Segen geben. Die VR’s nehmen ihre Verantwortung auch kaum wahr, wichtig ist immer der Griff an die Gesässtasche, spannt es noch ?? Die CH-Tugenden sind im Banking vollends verloren gegangen. Bescheidenheit täte not und wieder mal etwas mehr in die Hände gespuckt als nur Sprüche klopfen. Kunden pflegen und zwar so, dass das Interesse der Kunden gewahrt wird und diese nicht über den Tisch gezogen werden mit versteckten Gebühren usw.

    • Wenn es vorne nicht mehr spannt, dann muss man halt schauen, dass es wenigstens hinten noch tut 😉

  15. An LH und Bhueti

    @Radio Eriwan: Darauf wäre ich nie und nimmer gekommen. Jetzt verstehe ich auch, warum im TV so viel Werbung läuft.

    @Bhueti: Ich beschimpfe nicht LH. War nur eine Frage. IM Gegenteil, ich finde dies Plattform sehr gut. Ich finde es aber schade, dass LH Werbefläche „blindlings“ verkauft und es so zulässt, dass auch Betrüger SEINE Seite als Platform benützen können. Ich denke, Roger Federer macht nicht so Werbung, er bestimmt sicher noch selber für wen oder was er wirbt.

    BTW: Ich weiss, dass mein Surfverhalten zu personalisierter Werbung führt (ebookers, ….)

  16. Gut geht es bald zu Ende mit dieser Bank. Eine erneute Rettung durch den Staat gibts kein 2. Mal. Am Schluss greift wohl eine Bank aus dem grossen Kanton zu. Kurze Zeit später und mit guten Leuten sprudelt der Gewinn wieder, siehe Swiss.

    • Ich denke auch, dass die Besserwisser aus dem Grossen Kanton bereits seit einiger Zeit in den Übernahme-Startlöchern warten! Ein „grosszügiges“ Angebot wird wohl bald mal kommen…

  17. Braunnasen, ja-Sager und Figuren.. einmal am „Key-Risk“ Topf, macht sich doch keiner mehr nass. Wie kann man einen Mann vom Schlage Blessing eine solche Position geben? Einfach, einmal McK Seilschaft, immer Seilschaft. Und G. Clooney für arme? Well…Fachkompetenz hat er zweifelsfrei, die Frage ist: warum benutzt der die nicht? Eventuell Machtkampf mit A. Weber? Verdächtig still um den Ex BUBA Chef, der zweifelsfrei weiss, wann man seine Karten oder Figuren ausspielen/einsetzten/opfern muss (Bringt bringt Blessing in Position – nur welche Schachfigur ist er?).

  18. Wann kommt der Befehl von Bern (BR Ueli Maurer): UBS und CS sollen fusionieren (analog Deutsche Bank und Commerzbank)?

    • um Gottes Willen… NICHT den BR Ueli Maurer fragen!!! Der wollte mal die BESTE Armee der Welt haben… und verrechnet sich ja ständig mit „seinen“ Finanzen!!!

    • Wieso sollte sich fusionieren? Um 5000 MA in der Schweiz und 20000 in ganze Welt entlassen zu wollen?
      Oder um die Margen zu verteidigen?
      Die Systemproblenatik in der CH zu erhöhen?
      Oder just die Bonus der CEO zu verdoppeln?
      Tja, die grosse ist nicht alles….effizienz, innovationskraft und produkte variationen wäre die Lösung…
      Db Und Comm müssen sich fusionieren, sonst…..

  19. auch guten morgen; vor jahresfrist hat man zeltner und andere als flaschen bezichtigt, heute sind es wiederum andere. vielleicht muss man auch verstehen, dass banking heutzutage ein sehr dynamisches geschäft ist. hügel und dellen wechseln sich ab. unzufriedene, frustrierte sind überall. grundsätzlich haben sergio und axel die bank in ruhigere gewässer geführt. man getraut sich auch farbe zu bekennen (siehe frankreich-prozess). aber es ist ja seit jahren mode, das schweizer banking zu bashen. macht nichts; die branche und ihre leute sind robust. forza sergio; weiter so:)

    • Sorry aber alle diese „Top“ Leute haben einen sehr marginalen Einfluss auf das eigentliche Geschäft d.h. auf die Kundenbeziehung aus der Wertschöpfung kommt.
      Der Berater, das Produkt, der Service, die Solvenz der Bank und das Kundenvertrauen und Kundenbindung sind die zentralen Faktoren. Ob da Ermotti, Lehmann, Zeltner usw. ist dem Kunden mehr oder weniger egal. Die Bank liefe auch ohne diese Figuren und anstelle unablässiger Nervosität würde endlich mal Ruhe, Verstand und Anstand einkehren.

  20. Guten Tag

    Ich habe ein Frage, nicht zu diesem Artikel aber zu der Werbung gerade oberhalb „Kommentare“: Deutsche Millionäre wollen, dass diese Episode verboten wird.
    Darin wird Werbung gemacht für „Bitcoin Code“. Bei dieser Firma handelt es sich um Betrüger.

    Weshalb machen Sie Werbung dafür?

    • Weil nicht IP die Werbung steuert sondern Google. LH kann man für vieles beschimpfen, er stellt aber auf seinem Blog nur den Platz zur Verfügung und kriegt einen Batzen dafür. Den Inhalt der Werbung bestimmt Google, u.a. aufgrund Ihres Surfverhaltens lieber Kurt.

  21. Immer wieder die alte Leier mit der Staatsrettung, was notabene das beste Geschäft für die SNB. Aber wer seit der Bankenkrise Bankaktien hält ist selber schuld, ein absolutes nogo; keine Perspektiven und mickrige Dividende.

  22. Zeit für Ermotti abzudanken.

    Er scheint weder Energie noch Ideen zu haben wie die UBS wieder auf einen Wachstumskurs gebracht werden kann.

    Er und der VR haben es aber verpasst valable Nachfolgekandidaten zu entwickeln bzw solche bei der Stange zu halten (Zeltner, Orcell, …)

    • Visionen muss man haben, Signore Sergio.

      Eine Bank auf dem Mars eröffnen.

      Da gilt noch nach uneingeschränkte Bankgeheimnis.

    • Nicht zu fassen! Solch unprofessionell-stümperhaftes Verhalten!
      Und dafür zockt er 14 Mio ab?!
      Unanständiger geht nicht!
      Ja, und Ermotti (wie Rohner) wurden doch in Kielholz‘ Gnaden in die sie überfordernden Führungsrollen gehoben! Ja: Unfassbar!

  23. Mir fehlen die Worte… kenne viel zu viele gute UBS Mitarbeiter, welche auf dem Absprung sind wegen dieser Management Misere und alle schauen zu, keiner getraut sich, etwas zu unternehmen trotz Whistleblower Möglichkeit und co. Die Bank scheint gelähmt zu sein. Echt schade, was mit UBS und anderen Grossbanken passiert…

  24. Lukas, wie immer einseitig. Welche Europäische Bank kann mit einer ähnlichen Profitabilität wie die UBS auftreten? Das wäre ja zumindest mal erwähnenswert.

    • CS und UBS sind für die MA immer noch goldene Käfige. Gut bezahlt bei durchschnittlicher Leistung. Aber immer jammern, die wenigsten springen ab, die meisten sind gar nicht markttaulich!

  25. Jetzt wird es Zeit für ein Revirement in der obersten Etage der UBS!
    Weber und Ermotti sollte man den Schuh geben und sie durch Leute mit den für einen Bankbetrieb nötigen Fähigkeiten ersetzen. Chaoten aus anderen Sparten wie Versicherungen etc. sollten keinen Platz mehr in dieser Bank haben. Was die UBS braucht ist ein mit Vertrauen und Seriosität einhergehender Neuanfang. Die UBS braucht keine Könige mit Luxusbüros und Spa!
    Wenn ich mir den Börsenkurs ansehe kommen mir die Tränen. Wenn es so weiter geht unter diesen Abzockern kann eine Uebernahme der Bank vielleicht bald Wirklichkeit werden. Dies wäre ein weiteres Desaster für den Bankenplatz Schweiz.

    Wirklichkeit werden.

  26. naja, das 1. quartal hat ja noch 7 arbeitstage. in der zukunft liegt der trend, schrieb vor einigen jahren ein sbg-ler.

  27. Aktienverlust einklagen wäre doch mal eine tolle Sache und gleich noch Schadenersatz weil das Geld an anderer Stelle gefehlt hat. Und dann die Herren privat haftbar machen. Aber die Aktionäre schlafen ja ebenso – ist doch nur Geld – also egal.

  28. Das sparprogram bringt nix! Was eingespart wird, wird nächstes Jahr als Boni ausbezahlt und die Bank ist vor wie nach Sparprogramm am selben Ort ausser das die Allgemeinheit für Stellenlose aufkommen muss.

  29. Schön zu sehen, wie dieser Frachter gemächlich an die Wand gefahren wird. Vereinzelt scheinen sich bereits einige mittels Rettungsboot in Sicherheit zu bringen, doch der Grossteil der Besatzung scheint noch immer ahnungslos die Drinks an der Bar zu geniessen…

  30. Er ist auch der Totengräber von all diesen Leute die er entlässt und die dann in der Sozialhilfe landen und krank werden. Und die Lohndrückerei ergiebt weniger AHV/Steuern etc. Ach übrigens, ich warte immer noch auf die Rückzahlung der Steuergelder von damals.
    Aber so lange selbstsüchtige, egoistische Narzissen unsere Grossbetriebe führen kann es nur Abwärts gehen. Schämen sollen sie sich.

  31. Oh Du lieber linksintellektueller Hässig. Die arme Schweiz… Lach lach. Zur Erinnerung: die Eidgenossenschaft hat netto Gewinn gemacht mit der „Rettung“ der UBS. Vom Steuersubstrat der Mitarbeiter reden wir gar nicht. Hauptsache polemisch, bang bang. Das zählt ja heute in der Welt am meisten… Weiter so für den nächsten Journi Award

  32. Die Herren Weber & Ermotti haben während ihrer Zeitperiode als verantwortliche Führungsorgane zusammen mit dem Topmanagement dem Aktionär in einem guten Börsenumfeld rein gar nichts gebracht, wie der sehr tiefe Aktienkurs klar und deutlich aufzeigt. Äußerst frustrierend ist dabei, dass sie von Villiger und Grübel, ihren Vorgänger, eine bereits neu organisierte, gut aufgestellte Bank übernehmen konnten, diese jedoch enttäuschenderweise nicht weiter entwickeln konnten in all den Jahren, die Erträge stagnierten und trotzdem erhielten sie Vergütungen, die rund 400 % höher liegen als bei den Vorgänger. Das Hauptproblem der hohen Kosten / Boni wurde nicht angegangen (Kosten-Relationsfaktor 80 %!), denn die stehen weiter im krassen Missverhältnis zu den erzielten Erträgen! Dadurch hat die Bank weiterhin ein Ertragsproplem unter welchem die Aktionäre seit Jahren zu leiden haben. Solange hier kein rigoroses Umdenken in der obersten Führungsetage herrscht (Boni müssen an Kosten-Relationsfaktor gekoppelt werden, darf 70 % nicht übersteigen), muss man sich nicht fragen, wieso Investoren nicht gewillt sind, Aktien der UBS zu kaufen, auch wenn die Dividende verlockend aussieht.

  33. Ich frage mich, wer ein solches Konstrukt überhaupt noch retten will geschweige den kann. Seit Jahren wird Aktionärswert vernichtet, obwohl sich die Finanzmärkte inkl. der Immobilienmarkt seit zehn bis zwanzig Jahren im grössten Boom aller Zeiten befindet. Wenn einer der grössten Vermögensverwalter der Welt unter perfekten Marktbedingungen nicht mehr zustande bringt, als hunderte von Milliarden an Gewinnen, Kundenvermögen und Aktionärswert in den Sand zu setzen, kann man nur erahnen, was passieren wird, wenn die Wirtschaft und die Finanzmärkte mal drehen und die Digitalisierung weiter voranschreitet. Die Leidtragenden werden nicht die dafür Verantwortlichen „Abzocker“ sein, sondern die Mitarbeiter und der Schweizer Staat.

  34. Nicht nur Banken sind schuld. Vor allem die verheerende Politik von alt BR Widmer-Schlumpf beginnt immer mehr zu wirken. Sie hat hauptsächlich den Niedergang des Finanzplatzes CH zu verantworten. Unzählig Daten von Bankkunden und Personal an Staaten geiefert ohne jegliche Gegenleistungen und zudem schamlos Versprechung gebrochen. Andere Staaten klopfen sich an die Schenkel ob solch naiven Ansichten und Handlungen. Zahlen müssen jetzt die Bürger über höhere Gebühren und die Banken können weniger Steuern abliefern und andere Länder epressen uns nach Strich und Faden. Die linken und mitte-linken Politiker schaden unserm Land enorm !Und jetzt wollen die gleichen Leute noch hemmungslos einen Unterjochungsvertrag unterzeichen, wo vieles nicht klar ist und nur im Interesse der EU ist. Unglaubliche Zustände auch in der CH.

    • Sehr gut beobachtet. Man sollte sich die Frage stellen was die Schweizer Banken eigentlich im Angebot haben. Ausser Kundenverrat, Mitarbeiterverrat, geminderte Qualität dank Rausschmiss der 50+ Garde und eine stets wachsende Bürokratie nicht besonders viel Nennenswertes. Wie will man mit dieser Hypothek Neugelder akquirieren ist mir ein Rätsel. Die E-Plattformen hinken der ausländischen Konkurrenz hinterher und die Kunden jagt man sich gegenseitig ab. Es ist ein Zerfall auf Raten und besser wird es nicht solange die sogenannten „Risktakers“ unter sich bleiben. Die Leute an der Spitze leben sehr von der Basis abgehoben und der Kunde bleibt dabei auf der Strecke. Aber wie immer gibt es auch Ausnahmen.

    • @Verärgerter Bürger
      Papperlapapp. Geht gar nicht. Erzählen Sie doch nicht solche Sachen. Wo haben Sie das her? Also von uns ganz bestimmt nicht! Es gibt Dinge, die sollte man hierzulande einfach nicht ansprechen. Das wissen Sie doch. Noch nie was von „Reden ist Silber, Schweigen ist…“ gehört? Eben! In der Fachsprache auch genannt: SELEKTIVE INFORMATION.

      Um solche kommunismusähstaatsschädigende Voten wie Ihres inskünftig zu verhindern sind Brotz, Fischlin und ich letzte Woche ins „Suizid-Rüümli“ gesessen und haben da beschlossen, dass wir eine neue Gegen-Informations-Front namens „Les Gobelets mous“ bilden, um solchen Leuten wie Ihnen den Garaus zu machen.

      Nur Inhauser will wieder nichts damit zu tun haben. Typisch. Dafür konnten wir Sorros und diese Kleinert und nicht zuletzt das gesamte CH-Parlament für unsere neue Bewegung gewinnen. Und schliesslich hilft ja „Serafe“ auch noch etwas mit …. 😉 hehe..

      Watch out! Wir, die „GOBELETS MOUS“, haben Sie auf dem Radar! Be smart – be Gobelets mous!
      PS: dito gilt für @Cerberus

    • Ich bin auch nicht verantwortlich, dass Sie den Sachverhalt nicht verstehen, Carli !

    • Honegger: ein krankhafter, wirrer Beitrag, den Sie abgesetzt haben. Ein Besuch beim Arzt ist angezeigt. Drohungen schüchtern mich keinesfalls ein !

    • Verärgerter Bürger hat recht. Um die UBS (angeblich) zu retten hat EWS die Gesetze gebrochen.
      Nach dem Rechtsbruch, der niemand verlangt hat, wurde die Weissgeldstrategie installiert. 7000 Arbeitsplätze hat der Finanzplatz seither verloren. Wieso sollten Kunden einer Bank Ihr Geld anvertrauen, die sie wie Kriminelle behandelt und nicht den geringsten Rechtschutz der CH erwarten können, sondern noch an Staaten wie Saudi Arabien etc ausgeliefert werden?

  35. Diese Verhalten der Führung dieser Bank ist mehr als fraglich und erschüttert die Mitarbeiter. So schlecht stand es noch nie mit dieser Bank und es waren noch nie so viele inkompetente Chefs am Ruder. Man kann schreiben und sagen was man will, doch Marcel Ospel machte es immer noch besser.

    • Kleine Anmerkung: Ospel war der Blinde und Ermotti ist der Lahme. Drum gehupft wie gesprungen: das Resultat erleben wir seit 2008. Doch beide zupfen eine schöne IV-Rente.

    • Wiedereinmal Blösinn vom Feinsten, von diesem Robert Weingart.
      Ersparen Sie uns Ihren Stuss.

    • @Swisscowboy: Blösinn? Zuerst mal Rechtschreibung überprüfen, bevor geblökt wird, gelle?

  36. Keiner dieser Herren wird ehrenvoll in Pension gehen können. Ob Ermotti oder Rohner, so bestimmt auch bei Kielholz und Collardi. Im noblen Swiss banking hat dies eben System und Tradition bekommen. Weshalb soll dies anders sein als bei den Bruchpiloten Mühlemann, Ospel, Hüppi, Hans F. Vögeli, Morax, Zobl, Vincenz etc Alle müssen jetzt Versteckis spielen, teilweise in der Wüste der USA.

    Herr Nikolaus Senn bitte wieder aufwachen, um diese Schadenposten- Gierakrobaten ins Gebet zu nehmen.

    • Es sind eben nur noch „Bankers“ am Wursteln und nicht mehr „Bankiers“, die ihr Métier für Kunden ausübten und für die Mitarbeiter Patrons waren.
      Niklaus Senn, Hans-Ulrich Doerig. Ihnen wurde Respekt gezollt.

    • Das ist doch diesen Leuten egal, Hauptsache die Kasse stimmt bei der Pension. Und die stimmt ganz sicher.

    • Ich würde Robert Holzach bevorzugen. Das war noch ein Bankier!
      Ich möchte nur an seine legendäre Tischrede von 1993 erinnern ua. „Die sieben Todsünden eines Dienstleistungsunternehmens sowie die die sieben Säulen der Glaubwürdigkei.“
      Nachzulesen im Buch über Robert Holzach von Claude Baumann, erschienen im NZZ-Verlag.

    • Natürlich gehen diese Herren „ehrenvoll“ in Pension. Sie haben das Rückgrat von Gummibärchen, Anstand und Verantwortung fehlt in ihrem Sprachschatz und Gier meinen sie sei eine Charakterstärke!

    • was heisst schon ehrenvoll. Ehre wem Ehre gebührt.

      Gewissen und Verantwortungsgefühl haben diese Herren ohnehin kaum (kaum je gehabt)

    • Ach jeh, die Ehre und Verantwortung ist doch diesen Herren so lang wie breit, das haben sie ja schon lange gezeigt. Solange sie nichts von ihren geschnappten Millionen abgeben müssen, lassen sie jegliche Angriffe bzgl. Anstand, Moral, Ehre und Verantwortung einfach kalt. Ein müdes Lächeln und Schulterzucken haben sie wohl noch übrig über die fehlgeschlagenen Strategien, vielleicht spüren sie noch ein Bedauern, nicht als Wirtschaftsheld in die Bankengeschichte eingegangen zu sein. Mehr ist von diesen falschspielenden Auserwählten nicht zu erwarten. Dafür winkt ihnen der Ausblick auf ein geruhsames Luxus-Dasein unter Freunden – die sich ja permanent vermehren – irgendwo in komfortablen Ferienressorts, in luxuriösen Anwesen auf exquisiten Festivitäten oder in noblen Jagdgebieten auf dem Globus. Diese Herrschaften leben in Welten unter Ihresgleichen, wo sie fernab der lohnabhängigen Welt keine grosse Berührung mit dem verdienstabhängigen Volk haben.

      Wenn diese Art der Käuflichkeit, wie sie von vielen Herrschaften vorgelebt wird, ändern soll, gibt es nur einen Weg, nämlich dass ihr Einkommen klar und deutlich per Gesetz vom Erfolg des Unternehmens, das sie führen, abhängig gemacht wird. Eine Führung, die keinen Gewinn erzielt, darf auch kein Millionensalär beziehen. Gesetzeswidrigkeiten werden mit fristloser Entlassung beantwortet. Jeder private Unternehmer weiss, wenn sein Unternehmen in einer Krise steckt, dann kommen zuerst seine gut ausgebildeten Mitarbeiter dran, denn sie sind diejenigen, die das Unternehmen mit ihrer Wertschöpfung, sprich mit ihrer Facharbeit, aufrechterhalten. Und er braucht sie wieder dringend, wenn die Firma wieder besser läuft. Die Führung muss sich dann erst mal ducken und mit kleinerem Lohn auskommen. Man sagt dann, das Unternehmen zehrt vorläufig von seiner Substanz. Und es ist dann erst mal die Aufgabe der Führung, das Unternehmen aus diesem Dilemma herauszuführen. Erst in besseren Zeiten gibt es für die Führung wieder bessere Löhne, die sich dann markant von denjenigen der Mitarbeiter unterscheiden dürfen. Nur so kommt wieder Ordnung in die völlig chaotischen Bruchbuden von Banken und Konzernen hinein. Der schwindende Geldbeutel tut am meisten weh und bringt neue Ideen.

    • echt jetzt? Der gleiche Niklaus Senn welcher seinerzeit ohne besondere Sicherheiten einem jungen Geschäftsführer (dem mittellosen Pfarrerssohn C. Blocher) einen Megakredit einräumte, damit sich dieser gleich seinen Arbeitgeber kaufen konnte? Damals durften sich CEO noch echt gütlich stossen. Nicht einfach um ein paar Millionen. Nein, sie holten sich gleich die Kontrolle über die ganze Firma.

      Eure Säulenheiligen der 80er Jahre waren keinen Deut besser als die heutige Wirtschaftsprominenz! Aber damals wurde halt die schmutzige Wäsche noch nicht zeitnah durch die einschlägigen Blogs geschleudert.

    • Bitte Marcel Ospel nicht vergessen. Immerhin begründete er sein 40 Mio. Lohn damit, „weil man halt die besten haben muss.“ Dann kaufte er die Katze im Sack. Um etwas zu kaufen ohne zu wissen was es ist, dazu muss man nicht unbedingt zur Grundschule gegangen sein. Und er kaufte aus lauter Gier grad soviel, dass er das schier unmögliche schaffte und die UBS an die Wand fuhr.

  37. Ein grundsätzlich falsche Aussage im Text:
    Ermotti trägt die Verantwortung. Fakt ist doch: Bankmanager tragen nie Verantwortung. Sie kassieren ab und wenn es brenzlig wird nehmen sie Reissaus oder werden weggelobt. Beispiele gibt es zuhauf: Collardi, Dougan, Ospel, Mühlemann, Ackermann, Kurer, etc.

  38. Bekanntlich umgeben sich B Players mit C Players.

    Ermotti und seine bestenfalls mediokre Crew haben keine Stricke zerrissen und sind lediglich am Verwalten und auch dies eher schlecht denn recht. Ich denke nicht dass wir von Ermotti erwarten können dass er die UBS für die zukünftigen Herausforderungen rüstet sondern dass ein Wechsel an der Spitze notwendig ist

  39. Herr LH, Sie scheinen ein Tüpfli-Sch…er zu sein. So ein Aufheben wegen o.2%??? Dann soll Weber halt Ermotti’s Bonus um 0.2% kürzen, who cares?

  40. Täglich lesen wir von all der Awards der US Berater, Novakovic auf Reisen bei Künstlern, Keller Busse bei der Uni Eröffnung in Indien, Axel ist sowieso immer als Speaker unterwegs etc.
    Guys, was läuft hier. Margen schrumpfen, US Geschäft verdient auch kein Geld mit 92 cost/income, global kein Neugeld, keine neuen Einnahmequellen, Handelsverluste, IB geschrumpft und immer noch ein Risiko, Bussen in Frankreich, Hong Kong, England etc.

    Aber lieber von Art, Gender Equality, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Disruption Technologie fantasieren, während im Maschienenraum zusätzlich gespart wird. Der Boss nimmt sich aber immer moch stolze CHF 14 Mio. pro Jahr. Frechheit! Die Deutsche Bank hat es vorgemacht, wenn das selbstverliebte Management ihren Job nicht versteht. Viel Glück UBS und ihren Kunden. Titanic lässt grüssen!

  41. Ein Beispiel mehr von abgehobenen Manager!
    Weit weg von der Realität und massiv überbezahlt.
    Viel Geld macht offensichtlich auch ganz schön blöd.
    Der Natur sei dank.

  42. Ist doch gut, wenn einer Tacheles redet. Die PR-Abteilungen mit ihren sogenannten Sprachregelungen sind etwas vom Schlimmsten.

  43. Kalter Kaffee… falsch aufgewärmt…

    Ja, wir wissen es, Ermotti erhält 14 Mio… haben wir bereits gelesen, unter anderem wohl ca. 5 Mal hier auf IP…

    Die Schweiz hat die UBS gerettet, stimmt auch. Dass die Schweiz daran verarmt ist, stimmt jedoch nicht. Von Stimmungsmachern wie LH gerne verschwiegen wie auch hier, hat sich die Schweiz mit den sogenannten Ramschpapieren ein goldenes Näschen verdient…

  44. Die personellen Entscheide auf Stufe GL darf man nicht allein Ermotti anlasten. Axel Weber sitzt genau gleich im Boot. NEPOTISMUS in Reinkultur. Soihäfeli – Soiteckeli. Wohlfühltruppe im Wellnesscenter im Head Office – alle zusammen im Whirlpool…

  45. Beides sind relevante Informationen für die Börse. Statt dies sauber vor Handelsbeginn allen Marktteilnehmern gleichzeitig mitzuteilen, plaudert Ermotti auf einer Event-Bühne aus dem Nähkästchen.

    Das waren auch meine Gedanken. Nur herrscht auf dem Finanzplatz Schweiz inzwischen völlige Narrenfreiheit!

    #FINanzMArktmafia #SIX und Co. wie lange will man solchen Spielen zu Lasten des #FinanzplatzSchweiz noch zuschauen?