SVP, FDP und CVP rutscht der Boden weg – und der grüne Tsunami zerstört die Fundamente

Nach den Zürcher Wahlen ist vor den Nationalrats-Wahlen: Haben die Grünen+Liberalen mehr als Träume anzubieten?

Für SVP-Präsident Albert Rösti sind an der Niederlage alle schuld: die eigenen zu träge gewordenen Mitglieder, die grünen Redaktionen des Schweizer Fernsehens, die Asylanten, die nicht mehr kommen wollen. Jetzt will er die alte SVP-Garde als Botschafter in seine Sektionen senden, damit die Schweizer Jugend begreift, dass die Zukunft des Landes in seiner Vergangenheit liegt.

Was er nicht sehen kann und nicht sehen darf, ist der Zerfall der SVP-Führungsspitze. Weil Christoph Blocher in seinen besten Jahren wütend war, zog er die Menschen in seinen Bann. Jetzt führt, nach dem Ostschweizer „Sünneli“ Toni Brunner, der die Flucht aus der Partei angetreten ist, der „allerliebste Berner“ Albert Rösti, dem die Blocher-Tochter Magdalena im Nacken sitzt, die „dreamer“ nicht liebt. Familie Blocher ist von Diadochen umgeben: Adrian Amstutz, Thomas Aeschi und Roger Köppel und einige mehr.

In der grossen Not wurde in der Westschweiz, wo die SVP kaum noch existiert, der SVP-Sänger und Dichter aus dem Wallis, Oskar Freysinger, zum Wahlkampfleiter ernannt; bisher ohne positives Ergebnis. Das grosse SVP-Erbe wird deshalb nun mehr zerfetzt als vergrössert.

Wer meint, die FDP würde dies mit der Schwyzer Unternehmensberaterin von Franz Steineggers Gnaden, Petra Gössi, besser machen, irrt. Sie tritt seit zwei Jahren, mit einem John F. Kennedy-Kinn ausgestattet, immer lebhafter und sachkundiger auf. Gerade aber ihr eher verzweifelter und von der Partei nicht getragener Schwenk an die grüne Front hat die Freisinnigen in tiefste Verwirrung gestürzt. Wie soll das Versprechen eingelöst werden? Niemand weiss es.

Auch FDP-Fraktionschef Beat (nicht Peter) Walti nicht, der schon in seinem Heimatkanton Zürich kaum prägende Spuren hinterliess. Er ist das übliche Beispiel eines freisinnigen Karrieristen, der dank seiner Anwaltsintelligenz die Leiter nach oben fiel. Hier muss sogar das Schlachtross Philipp Müller zu Hilfe eilen, damit die FDP bei ihrer Stammwählerschaft noch verstanden wird. Derweil zerfällt auch die Zürcher FDP, deren Präsident soeben aus dem Kantonsrat abgewählt wurde. Siegerparteien sehen anders aus.

Von den einstigen drei grossen Parteien sind nur zerfallende Reste übrig geblieben, die auch ein Gerhard Pfister für seine CVP nicht mehr flicken kann. Wenn die Banker sagen „The trend is your friend“, gilt im Fall unserer einstigen Staatsparteien: „The trend is your best ennemy“.

Die SVP nennt sich heute, nicht zu Unrecht, die stärkste Wirtschaftspartei. Sie hat zumindest die meisten Milliardäre und hundertfache Millionäre in ihrer direkten oder indirekten Führungsspitze.

Unter dem Druck von Christoph Blocher macht sie aber eine Wirtschaftspolitik, so im Falle des unterschriftsreifen Rahmenabkommens mit der EU, die überhaupt nicht übereinstimmt mit den Wünschen und Zielen der grossen Schweizer Banken, Industriefirmen und anderen Finanzinstituten. Deshalb ist der einstige Super-Dachverband der Schweizer Wirtschaft, die economiesuisse, ins Schleudern gekommen. Sie läuft Gefahr, in die Interessenwelt der grossen KMU abzurutschen, hat doch Swissholdings, der Verband der Schweizer Grosskonzerne, die meist unter ausländischem Einfluss oder internationaler Führung stehen, längst eigene Lobbying-Programme entwickelt.

Die „grosse Schweizer Wirtschaft“ hat sich weitgehend von den provinziellen Interessen kantonaler Politiker getrennt, die in Bern die Bundespolitik machen wollen. Die dort festzustellende Unsicherheit, sei es in Fragen der EU, der Rechts- und der Steuerentwicklung, passt den „Millionen-Managern“ schon lange nicht mehr.

Typisch dafür ist die UBS Schweiz, die im UBS-Konzern ausser der Rolle der Geldmaschine, die hohe Erträge bringt, eigentlich keine massgebliche Rolle mehr spielt.

So sind zwei Schweizen entstanden, die der global orientierten A-Schweiz, die längst in die Welt und die EU integriert ist, und die traditionell orientierte B-Schweiz, die zwar Wilhelm Tell nicht mehr kennen will, aber auch niemand mehr hat, der ihr eine wahrscheinliche Zukunft entwerfen kann. Sie lebt in den Tag hinein und ist einem Systemwettbewerb ausgesetzt, den sie auf Dauer nur verlieren kann.

In diese Gefechtslage stürmen nun die Grünen und Grünliberalen hinein, getragen von Wohlstandsbürgern und jungen, eher gebildeten Menschen, die endlich eine Aufgabe haben wollen: Wir retten die Welt und damit uns.

Wer gewinnt, wenn 30jährige junge und durchaus kluge wie attraktive Menschen gegen SVP-Altväter, CVP-Katholiken oder FDP-Juristen und -Unternehmensberater antreten? Den Reim darauf kann sich jeder selber machen.

Dass von den Grünen und Grünliberalen Träume verkauft werden, die unter Bundesrätin Doris Leuthard zu Milliardengewinnen einerseits und hohen Konsumbelastungen für Normalbürger anderseits geführt haben, verstehen nur wenige. Wer die grüne Politik realisieren will, muss auf einen erheblichen Teil seiner Einkünfte und seines Vermögens verzichten, wie ich unlängst hier geschrieben habe, um zur Belohnung einer ungewissen Zukunft entgegen zu gehen.

Jetzt, sechs Monate vor den nationalen Herbstwahlen, ist ungewiss, wie diese enden werden. Zu viel ist abhängig von den Tagesereignissen, weshalb sich schon daraus die Schwäche der Schweizer Politiker und Konzeptionslosigkeit der Parteien ablesen lässt.

Die Unbeirrtheit, mit der Albert Rösti, Petra Gössi und Philipp Müller diese Wahlen ansteuern, lässt eher Schlimmes ahnen. Unseren alten Parteien rutscht der Boden unter den Füssen weg, was nicht heisst, dass die Grünen und Grünliberalen ausser Hoffnungen und hohen Kosten etwas Besseres zu bieten haben.

Wieso denn, werden mich einige fragen? Ist doch gut so.

Kommentare

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  1. Der Satz
    „Wer die grüne Politik realisieren will, muss auf einen erheblichen Teil seiner Einkünfte und seines Vermögens verzichten“

    ist eigentlich völliger Quatsch. Wir müssen höchstens bezahlen was wir auch verbrauchen. Das ist nichts anderes als Fair. Derzeit klauen wir einfach das Geld von den kommenden Generationen. Das ist unfair!

    • … das ist eben SVP Populismus:

      dem uninformierten Wähler Angst machen.
      Billige und inkompetente Hetze.

      Aber: die Wähler sind mündiger als die SVP meint.

  2. Der UBS-Standort Schweiz bringt hohe Erträge seit Jahren, was andere „Standbeine“ der Bank weniger oder gar nicht gilt.Der Aktienkurs ist auch Ausdruck des Misstrauens der Bankführung gegenüber. Das gilt natürlich auch für die Credit Suisse.

  3. guter Artikel… ein Fehler gibt es allderdings „..im UBS-Konzern ausser der Rolle der Geldmaschine, die hohe Erträge bringt..“ Bitte mal den Börsenkurs anschauen.

  4. Wieder Superbeitrag, klar und deutlich, aber eben nötig.
    Ob’s was nützt? Die meisten dösen im Mittelland weiterhin in ihrem Hüsli und träumen von 1291 und Kuhglocken..

    thanks Mr. Stöhlker

  5. @Kiki La Belle

    Chère Madame,

    Je collabore très modestement sur un projet historique en Andalusie.

    L’association culturelle et historique „Teodoro von Reding“ a comme objectiv de conserver la mémoire du Maréchal afín d’assurer
    la pérennité de l’action de ce génie militaire suisse au service de l’Espagne.

    Je vous remercie pour vôtre intérêt et considération. Ayez la gentillesse de transmettre à vôtre mère mes amitiés.

    Isabel Villalon

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Theodor_von_Reding

  6. Nun ja, Europaweit sind die Sozis am abserlebn, die Konservativen heimatbezogenen am aufkommen….

    Nur Grün kann auf der Welle mitschwimmen, ja hat in Deutschland kräftig zugelegt.

    Sind das Wähler der Sozialdemokraten die nun nach Grün geschenkt sind ?

    Oder ist das nach der Wahl Trumps und dem erstarken der Rechtsparteien nun eine Versteifung gewisser Wählerschichten auf eben die eine Partei, um ihre Ideen doch noch durchzudrücken ?

    In Deutschland verlieren die „Grünen“ zwischenzeitlich wieder Wählerprozente.
    Und in der Schweiz ?

    Warten wirs ab, denn eines ist gewiss, die Grünen und Sozis im allgemeinen können kein Land führen und keine Probleme lösen.
    Bis das aber die Wähler dieser Parteien erkannt haben, könnten die sehr viel Schaden anrichten.
    In Deutschland die Autoindustrie marginalisieren, in der Schweiz die Demokratie schwer beschädigen, in Franckreich den Nationalstaat in die EU überführen…. usw. Wobei das Macrönchen vermutlich meint, dass er diese EU dann führen könne.

    Je schlechter es für Links aussieht und da zählen unsere Grünen ja mit dazu, desto verbissener kämpfen sie.
    Könnte das ihren momentanen Erfolg erklären, dieses Strohfeuer welches gerade recht hell brennt?

  7. Wer in der SVP abweichende Gedanken hat wird als links, grün oder linksgrün und/oder als Gutmensch beschimpft und geschnitten.

    Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner finden auf der ideologischen Ebene statt.

    Über Listenplätze entscheidet das Politbüro, bestehend aus verdienten Altherren.

    Die Denkweise ist jene von frustrierten
    Protestlern aus dem rechten Lager.

    Die Partei-Elite schaut in erster Linie für sich.

    Das Fussvolk ist blosses Wahlfutter.

    Informationen werden über ihre Kanäle tendenziös und aufgebauscht verbreitet.

    Empfänger sind Menschen, die den Aufwand scheuen, sich über verschiedene Medien zu informieren.

    Internationale Themen werden ausgeblendet.

    Von Interesse sind nur nationale Themen

    Diese Politik ist getrieben von Angst und Wut.

  8. Wahlen? Abstimmungen? Vergessen Sie es. Ist Zeitverschwendung. Egal wie sich Parlamente und Exekutivbehörden zusammensetzten, die links-grünen Spinner und Sektierer haben den langen Marsch durch die Institutionen längst abgeschlossen.

    Eigentlich brauchen wir gar keine Politik mehr. In Zukunft wird uns die EU sagen, wie hoch die AHV sein soll, wieviel MWSt wir zahlen müssen oder wie teuer die Zigaretten sind.

    Ups, dann hätten wir ja arbeitslose PolitikerInnen… und Abstimmungen geben dem Volk ja das Gefühl, mitbestimmen zu können. Also, lassen wir das Volk weiterhin entscheiden, Themen wie «die Farbe der Abfallsäcke» sollten noch länger möglich sein.

  9. Hr. Stöhlker, ich mag sonst Ihre Artikel; egal ob zahm, bissig, zynisch oder sarkastisch. Beim heutigen Kommentar frage ich mich, welche Motive dahinter stecken?

    „…….liebe Parteien, für 5000.00 Tagesgage zeige ich Euch die Strategie und den kommunikativen Weg um die Wähler für Euch an die Urne zu bringen…..etc. etc.“

    ?

  10. Ich habe es bereits mehrmals hier erwähnt, und obwohl die Realität, die von jedem einzelnen beobachtet werden kann, eine ganz klare Sprache spricht, möchte man es trotzdem nicht sehen, hören, und schon gar nicht lesen:

    WENN WAHLEN ETWAS SUBSTANZIELLES VERÄNDERN KÖNNTEN, WÄREN SIE VERBOTEN!

    Die Parteien-Landschaft ist nur ein Laientheater und dient dem Teile-und-herrsche-Spiel, das die Eliten seit Jahrtausenden mit uns betreiben. Denn Einigkeit in der Bevölkerung wäre eine viel zu grosse Gefährdung für Ihre Machenschaften, die sich hauptsächlich gegen uns selbst richten…

    Gibt es eine einzige Partei in Bundesbern, die Volkslobbyisten fördert oder zu Gesprächen einlädt? Lobbyisten die sich für die Interessen, Bedürfnisse und Ansichten des „Souveräns“ auf der politischen Bühne stark machen würden? NEIN!

    Die einzige Möglichkeit, an unserer geplant verfahrenen wirtschaftlichen und politischen Situation eine Veränderung herbeizuführen, ist diejenige, dass wir all diese Laien-Clowns nicht mehr wählen gehen, und ihnen somit die politische Legitimation entziehen.

    Alles Andere gehört zum Teile-und-herrsche-Spiel und dient allen möglichen Interessen, jedoch nicht denjenigen der Stimmbürger, von denen die Politmarionetten ihren Wahlzettel ausgefüllt bekamen…

  11. Die SVP ist out, mit einem Puurezmorge und einem Sünneli im Loge gewinnt man keine Wähler mehr. Die SVP bleibt die Partei der Geldsäcke und Subventionsbauern. Wer glaubt dass sich die SVP für den „Büezer“ einsetzt, dem kann man nur sagen, Träum weiter! Probleme wie Kostenexplosion im Gesundheitswesen, Mafiöse Kartelle, Stelleverlust der über 45 Jährigen, etc etc. interessieren die SVP nicht. Viele wählen aus Protest GPund GLP.

  12. Man kann es noch deutlicher sagen: Die Schweiz als politische oder wirtschaftliche Groesse is komplett irrelevant. Entscheidend ist nur, dass sich jemand (global) durchsetzen kann. Wer gleichzeitig auf Globalisierung macht und dabei nur sein eigenes lokales Schrebergaertli abstecken und bewirtschaften will, hat ein grundlegendes Verstaendnisproblem.

  13. Guten Tag Herr Klaus Stöhlker,

    Ein ausgezeichneter Artikel, vielen Dank!

    Tocqueville soll gesagt haben, die Amerikaner seien ein Volk, das sich nur noch dann für Politik interessiert, wenn ihnen die Zeit zwischen zwei Handelsgeschäften dafür bleibt. Wenn aber die Ökonomie sich über die Politik und damit über das Gemeinwesen stellt, dann bestimmen diejenigen über alles, die den Mediator des Handelns kontrollieren: Das Geld.

    Unterscheiden wir uns davon? Mit Einführung der Pensionskassen wurde der Boden vorbereitet für die Transformation zum Homo Oeconomicus, der von nun an als Konsument, Verbraucher oder Human Capital für eine kleine Clique als glücklicher Demokrat in „Freiheit“, aber nicht freiwillig, Fronarbeit leistet, ohne es zu wissen.

    • Hallo @ Platon

      Erst mal danke für die vielen qualitativ ansprechenden Beiträge. Eine Bemerkung:

      (…)Mit Einführung der Pensionskassen wurde der Boden vorbereitet für die Transformation zum Homo Oeconomicus, der von nun an als Konsument, Verbraucher oder Human Capital für eine kleine Clique als glücklicher Demokrat in „Freiheit“, aber nicht freiwillig, Fronarbeit leistet, ohne es zu wissen.(…)

      Ich denke: Der Homo Oeconomicus kam schon mit dem Biss in den Apfel (Sesshaftigkeit!!!) auf die Bühne. Die Megastädte, die Tempel (Banken, Kirchen), die Verteilungskämpfe, die Kriege, die Hierarchie, der Staat…alle sie haben diese eine Wurzel.

  14. Das von Links-Grün unbestritten angemahnte Recht auf Chancengleichheit im Bildungswesen wird gepaart mit der gütigen Unterstützung durch vom Steuerzahler finanzierte Stipendien dafür sorgen, dass in naher Zukunft mehr als genug akademischer Nachwuchs in die Berufspolitik, die Staatsämter auf allen Ebenen und den Journalismus drängen wird. Für eine Tsunami-Verstärkung ist also gesorgt. Was solche Wellen anrichten können, hat allerdings das Beispiel Japan aufgezeigt.

  15. Grüezi Dr. Stoehlker. Hat es pressiert beim Abschliessen des Artikels, oder ist vor Wut und Arroganz der Sinn für Disziplin & Kontrolle abhandengekommen ? Unabhängig von den Meinungen enthält der Artikel etliche Fehler in Bezug auf Namen, Grammatik und Fakten. Zurück an den Absender zur Ueberarbeitung. Märssi.

    • Wie wär’s, Arndt Koole, wenn Sie mal einen Beitrag mit echten Inhalten verfassen würden? Wir sind nämlich auf Ihre geistreichen Gedanken mehr als gespannt. Dr. ist Stöhlker übrigens nicht, soviel zum Thema Fehler.

  16. No Panic,“Nach dem Wahl ist vor dem Wahl!“. Schauen sie im „Macronie“, was da für ein Unsinn/Debakel ist. Es genügt nicht Enarque, intelligent zu sein! Mann muss sein Intelligenz richtig einsetzen.
    Das scheint für viele Menschen nicht der Fall zu sein aber die Medien lassen sie blenden und lieben es!
    Es gibt keine Grüne mehr im Frankreich, es ist wahr die Socialisten und Republikaner sind auch weg vom Fenster!
    Es bleiben nur auch intelligente Theoretiker ohne Praxis, super

  17. 95% der Schweizer leben halt in der B-Schweiz und da laufen eben vor allem
    B-Movies wie die Muppet-Show der abgehalfterten SVP.Sie ist trotz ihrer Schein-
    Opposition Teil dieses Konsens-Wohlfühl-Kartells mit völlig abgehobenen Löhnen
    und Preisen im Vergleich zum EU-Raum. Bald wird dieser aufgeblasene Ballon
    durch Lohn- und Preisarbitrage platzen, mit oder erst recht ohne Rahmenvertrag.
    Das will natürlich keine Partei offen sagen, aber am verlogensten ist die SVP:
    dort wo sie weis, dass sie überstimmt wird, wie bei der Kohäsionsmilliarden
    poltert sie, dort wo es linke Opposition gibt wie bei der Unternehmenssteuer-
    reform laviert sie und falls es beim Rahmenabkommen nötig, wird sie es auch hier
    machen. Den bürgerlichen Parteien geht es letztlich nur um eines: Die maximale
    Vitamin B-Injektion in die A-Schweiz! Da sag ich mir lieber B wie Bio und wähle
    grün!

    • @Andreas Ricklin
      Guten Morgen Herr Ricklin
      Sie sind halt ein richtiger Opportunist. Immer schön mit der Masse und auf den wahrscheinlichen Sieger setzen.
      Ist das eigentlich nicht irgendwie ein schlechtes Gefühl ein Fähnchen im Wind zu sein, kein richtiger Mann, sondern ein Sklave des Zeitgeistes?
      Aber da sind sie ja derzeit in der Mehrheit zuhause. Nur was hilft Ihnen das am Ende des Lebens, wenn Sie überlegen werden, was Sie von sich selbst im Leben einbrachten?

    • @Andreas Ricklin,

      Sie meinen grün, rot, violett, die Farben welche die B-Schweiz haben wird wenn sie die Bio-Strompreise ganz zum entzücken der A-Schweiz berappen darf – das wird leckere Gewinn-Steigerungs Kürvli geben, und ausserdem fühlt man sich rundum sauber im hundertausend Fränkli E-Benz mit blitzblanker Ökobilanz.

    • Mit Ihrem Namen scheinen Sie geistesverwandt mit Kathy von der Schipfe.
      Wer grün wählt, macht es sich einfach – Zusammenhänge zu begreifen, gehört sicher nicht zur Stärke dieser ideologischen Extremisten, die aktuell einer jugendlichen Autistin aus Schweden hinterherzotteln, nachdem andere Debatten kläglich versandet sind.
      Wer sich zB im Bezug auf die Energiewende sachlich informieren will, schaut sich den Beitrag von Prof. Dr.Dr. Hans-Werner Sinn an: https://www.youtube.com/watch?v=jm9h0MJ2swo&t=2s

  18. Was bieten mir die bürgerlichen Parteien? Nichts, gar nichts. Sie verteidigen die hohen Medikamentenpreise, sodass ich einmal im Jahr nach DE reisen muss, um für mein ausländisches Patenkind Medis zu kaufen, die bei uns hunderte Franken teurer sind als in Jestetten. Die Abschaffung des Eigenmietwertes haben sie x-fach verhindert, indem sie wiederholt übertriebene Forderungen stellten. Die AHV für Ehepaare ist auch eine Schande, habe ich doch viel mehr einbezahlt als jene, die als Einzelperson über 2 Mille kassieren oder in den Genuss von EG kommen. Das irritiert die Bürgerlichen gar nicht.
    Bei den Krankenkassen kennt man auch nur eine Richtung. Franchise-Diskussion lässt grüssen. Um die Beiträge von Leuten die Halbprivat versichert sind, kümmert sich ebenfalls niemand in Bern. Ich wollte eine Fotovoltaik-Anlage auf meinem Haus installieren, aber es rechnet sich nie und nimmer, weil auch hier die Bürgerlichen Zuwenig Geld zur Unterstützung locker machen. Für UNO, NGO’s, DEZA, Landwirtschaft, ÖV, Bildung etc bedient man sich grenzenlos aus dem grossen Bundeskässeli. Für erneuerbare Energie zockt man die Strombezüger ab. Diese Bürgerlichen bedienen nur ihre Klientel, die offenbar dahin schmilzt. Das scheint mir logisch.
    Die polternden Typen von FDP, SVP und CVP (ein grauenhafter Filz) erreichen mich nicht mehr.
    Fast hätte ich es vergessen: Natürlich erreichen mich auch die Linken nicht. Schlimm, in diesem Land wählen zu dürfen und keiner ist für den Mittelstand da. Aber ich bin dennoch glücklich in dieser Schweiz, denn der Rest der Welt macht es auch nicht besser. Leider.

  19. Lieber Herr Stöhlker. Wenn Sie schon zu einem Rundumschlag ansetzen, sollten Sie zumindest die korrekten Namen verwenden. Herr Walti heisst mit Vornamen Beat und nicht Peter. Ihr Lapsus ist umso peinlicher, als Herr Walti aus Zollikon, Ihre Wohngemeinde, stammt.

    • Das ist doch völlig egal, welchen Vornamen dieser freisinnige Schaumschläger hat! Der hat, wenn überhaupt, nichts als freisinnige Allgemeinplätze zu verkünden – genau wie seine Obervortänzerin Gössi!

  20. Die SVP widerspricht sich selbst, man will tiefe Steuern und begrenzte Zuwanderung… solange wir in der Schweiz so tiefe Steuern haben, solange werden auch wir Wirtschaftsflüchtlinge aus Deutschland, und der ganzen EU haben. Steuern 10% rauf und Zuwanderungs Problem ist gelöst… die SVP ist die Partei für Milliardäre und Millionäre aber nicht für den Mittelstand, darum werden so viele, im Herbst gar nicht wählen. Weil sie sich von keinem Partei Programm vertreten sehen.

    • Zu Widersprüchen der SVP:

      Baugewerbler sind grösstenteils SVP-Wähler (siehe z.B. ZH-Unterland oder ZH-Oberland).

      Sie bauen Riesensiedlungen auf Halde und zur Landschaftsverschandelung und füllen ihre Wohnsilos mit Zuwanderern. Auf diese sind sie als „Füllmenge“ angewiesen.

      Und stimmen im gleichen Atemzug gegen die Personenfreizügigkeit, von der sie – wie oben ersichtlich – am meisten profitieren. q.e.d.

      Doppelmoral pur!

    • Genau so ist es!
      ZH-Unterland kenne ich seligen Angedenkens: 7 Jahre in einem verdichtet gebauten
      Oski-Meier Silo, ins Toggenburg geflohen, inzwischen sind wir hier gleich weit!
      Alles zugebaut, neue Fleischfabrik holt Ausländer aus Osteuropa en Masse. Auf
      der Strasse kaum noch ein Schweizer, der Ort heist im Volksmund nicht mehr
      Bazenheid sondern Bazedonien. Aber: Gemeindrat voll von SVP (und FDP) und vor
      den Wahlen jeweils das SVP-Werbekiöskli vor der lokalen Migros, hinten das SVP-
      Plaket mit Sünneli und der einzig grünen Fläche die weitherum geblieben ist!

    • @ZH-Unterländer & Ricklin:

      Stimmt!

      Aber beantworten Sie mir ein paar Fragen: Welche Partei ist denn diejenige, die die PFZ immer am vehementesten bekämpft, davor gewarnt hat und dies heute noch tut?

      Die Euroturbos der SP, Grünen, GLP, CVP und FDP (zB die Christa „Kasachstan“ Markwalder, der Philipp „pfefferscharf“ Müller oder der Kurt „MEI“ Fluri) haben die bürgerliche Mehrheit derart torpediert und betrogen, dass die PFZ halt eine Tatsache wurde! Das selbe Spiel läuft jetzt mit dem Rahmenabkommen – sehen Sie das oder wollen Sie es nicht sehen?

      Was die Bauerei angeht: es gibt also gem. Ihnen keine SP-Bauherren oder -Architekten. Ob das wohl daran liegt, dass sich diese lieber in den warmen Amtsstuben mit Beamtenmikado beschäftigen? Oder meinen Sie, dass diese einfach zu blöd sind, die Situation zu erkennen und Geld damit zu verdienen? Dazu: gehen Sie doch mal auf die webpage des Parlaments und schauen sich die Berufe unserer Politiker an!

      Sollen die SVP-Bauherren also die demokratische Entscheidung des Volkes, die diese Zuwanderung ja offenbar begrüsst, negieren und sich weigern, den benötigten Wohnraum zu erstellen? Damit ihre Bauarbeiter entlassen und der Allgemeinheit überstellen (RAV) wie das die Banken tun, die pro PFZ sind?
      Oder anders gefragt: sollen sie als „Baugewerbler“ nun umsatteln und ein Biolädeli eröffnen? Eine Tanzschule führen? Oder eine Psychotherapie-Klinik für klimageschädigte Linke gründen?
      Dass Sie, Ricklin, für Ihr Grill-Steak dann liebend gerne das Doppelte bezahlen, weil in der Fleischfabrik eben nicht PFZ-Löhne, sondern Schweizer Löhne bezahlt werden müssen, nehme ich Ihnen nicht ab!
      Ich sehe Sie da viel eher in bester Gesellschaft dieser Leute, deren Angst, als politisch nicht korrekt zu gelten, sie zu peinlich ertappten Lügnern und Heuchlern werden lässt: https://www.youtube.com/watch?time_continue=12&v=zkPJCWGnZNQ

      Von Leuten wie Ihnen beiden lasse ich mich gerne als rückständig oder abschottend bezeichnen, nur ob gerade Sie beide mit Doppelmoral argumentieren sollten, wage ich zu bezweifeln!

    • @ turi cum

      Genau so ist es!

      Die Baugewerbler sollen doch weiterbauen, damit wir endlich bezahlbare Mieten haben. Denn das Überangebot stellt sich spätestens dann ein, wenn die PFZ gekündigt wird. Und bekanntlich führt ein Überangebot an Wohnungen zu sinkenden Mieten.
      Aber das wissen Sie doch alles auch.

      Auf allfälligen Leerständen bleiben die Baugewerbler auch nicht sitzen, sondern die Banken, Pensionskassen, Immobiliengesellschaften und weitere Bauherren.

      Also, werter turi cum, es läuft alles so wie Sie es wünschen und in weiser Voraussicht sehen. Sie können ruhig weiter schlafen.

  21. Die Schweiz zerfällt genau wie die EU, wohlhabende, fast jedes Jahr 3000 bis 5000 verlassen die Schweiz. Dank dem sozialistischen Gebaren der EU und der von Brüssel eingeführte Propagandaabteilung ist Europa bestens vorbereitet wie vor 85 Jahren – die Sozis leben es vor. Trump beschleunigt diesen Prozess, da er den Europäern die Spiegel vor das Gesicht hält.

  22. Die Bürgerlichen haben den grössten Betrug aller Zeiten zu verantworten -> die Einführung einer gesetzlichen Pensionskasse. Über 40 Jahre wurden 800 Milliarden eingezahlt, jetzt wo die ersten Auszahlungen fällig werden, findet das Geld niemand mehr. Versoffen und verzockt.
    Wenn die Immoblase platzt, ist auch noch das Buchgeld weg.
    Millionen ehem. Arbeiter sind dann auf Sozialleistungen angewiesen, nur weil ihr angespartes Geld verzockt wurde.
    Mal schauen wen die später mal wählen. Parteien die Sozialleistungen kürzen?

    Wir können dann wie die deutschen auch das Flaschenpfand einführen, damit die Rentner noch was zum Leben haben.

    • @Informatiker,

      Richtig. Die Schweiz kennt noch immer keine wirklich alle erfassende, voll genügende existenzsichernde Altersvorsorge. Eine beschämende Tatsache!Dieser Weg basiert auf dem Verzicht auf eine Umgestaltung unserer AHV und nimmt alle Lücken und Mängel des heutigen Systems in Kauf. Offensichtlich ist aber eine Neuauflage der AHV-Volkspension noch nicht endgültig gestorben und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Verfassungsrechtler, Aktuaren, Sozialversicherungs-Experten usw. sind dabei gemeinsam mit PDA, Gewerkschaften und andere Organisationen die Idee zu verfeinern, um die Menschen lückenlos aufzuklären. Das ist die wahre Stärke unseres Landes.

      https://pda.ch/2017/04/ahv-die-antwort-der-pdas/

    • @Pensionenkassen Betrug

      Bis dahin müssen wir durchhalten und sicherstellen dass die Sturmgewehre nicht kassiert werden. Irgendwann, wenn’s so weitergeht, wird man die Frage des Souveräns und der Abgabe des Gewaltmonopols neu aushandeln müssen, so oder so.
      Man sollte mal einen Blick in die Geschichte eines Landes werfen welches bereits im 21-sten Jahrhundert angekommen ist, China – die haben’s auf die mittel harte Tour gekriegt (Opioum->Warlords), oder Russland, die harte Tour. Da gibt es viel zu lernen, vorallem bei China (6% durchschn. Wachstum in den letzten 30 Jahren).

  23. Sogar meine Eltern haben gemerkt, dass die „bürgerlichen“ Politik für die Grosskonzerne und die Milliardären machen.
    Wie bürgerliche Politik aussieht kann man im Kanton Luzern betrachten. Das Märchen tiefe Unternehmenssteuern = viele Unternehmen = mehr Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bleibt ein Märchen. Dafür entlässt man nun Polizisten weil das Geld fehlt.
    Das Militär bekommt jedes Jahr ein bedingungsloses Spitzeneinkommen mit einem Blankocheck von 5 Milliarden ohne Gegenleistung.
    Um 2 Flugzeuge in Bereitschaft zu halten hat die Armee 7 Jahre gebraucht und über 100 Personen neu eingestellt.
    So sieht der bürgerliche „schlanke“ Staat aus.
    Wenn man aber für die Interessen der Rentner und der Schwächsten einsteht ist man Sozialist, Gutmensch oder Träumer.
    Wie gut es um eine Zivilisation steht erkennt man daran wie sie mit den Schwächsten umgeht.

  24. Wer meint, dass ein EU Beitritt den Reichtum der Schweiz und den hohen, sicheren Lebensstandard konserviert, der täuscht sich. Gewaltig.

    Ein durchschnittlicher Bank-angestellter in Rom, Madrid oder Athen kommt höchstens auf 1.800 Euro im Monat. In Deutschland beträgt das Durchschnittsgehalt eines Bank-mitarbeiters 3.670 Euro.
    Die Miete eines Taubenschlags in Madrid, Rom oder Frankfurt verschlingt schnell 1.000 Euro im Monat, kalt.

    Wir administrieren zurzeit in der Schweiz die komplette Aufgabe des „Swiss Exceptionalism“. Bald sind wir genauso beschissen dran wie unsere europäischen Nachbarn, die PFZ ist nur ein Apéro, der Hauptgang folgt.

    Es herrscht momentan zweierlei irrtümliches Denken im Land vor.

    Seitens der wirtschaftlichen Elite, FDP, economiesuisse und dergleichen, man könne dann weiterhin absahnen und von tiefen Einkommenssteuern und freien Kapitalgewinnen profitieren, ohne am EFH Gitter anbringen zu müssen und nachts einen bewaffneten Securitas vors Haus hinzustellen.

    Bei den Bildungs- und Beamtenkasten, dass ihre üppigen Gehälter weiterhin auf Ewigkeit zum Fenster reinfliegen werden und der Staat nie drastisch am aufgeblähten Sesselwärmerapparat wird sparen müssen, im Gegenteil.

    Dieser Rutsch zum Ideellen,
    zur Rettung der Welt, zur Seeligsprechung einer ferngesteuerten Göre aus Ikealand, dies sind die letzten Flügelschläge einer eingebildeten, ignoranten Mücke, die dachte, sie sei ein welterlösender Albatros.

    Diesen Leuten würde ich empfehlen, die Kommentare hier auf IP zu lesen, von abservierten 55 jährigen, von einer 35 jährigen ehrlichen jungen Frau, die schreibt, bald ausgesteuert zu sein, von einem 40 jährigen Familienvater, der aufgrund eines Pflegefalls in seiner Familie vorübergehend den Job aufgab, um seit zwei Jahren nichts mehr zu finden.
    Von Leute im mittleren Alter, die empfehlen, man soll die PK plündern und für 1.000 Euro im Monat auswandern und alles hier aufgeben, denn nichts könne schlimmer sein, als dieser Niedergang.

    Nein, das ist nicht die Schweiz die ich kannte, das ist nicht was ich für meine Kinder möchte. Nein und nochmals nein.

    Die SVP Leute erinnern mich an meine Besuche von Älplerchilbis in der Innerschweiz. Es sind nicht die schönsten Leute dort, auch können nicht alle gut reden oder sich geschniegelt und gewandt zeigen, können keine weltrettenden Ideale an die Wand projizieren. Jedoch sind diese Leute ehrlich und echt, geprägt von der Liebe zu ihren Bergen und ihrer Heimat. Eine Heimat, die auch meine Heimat ist und Ihre Heimat, Herr Stöhlker. Das Leben hat uns diese wunderbare Heimat geschenkt.

    Es braucht neue Farbe, neue Leute, eine Öffnung der SVP gegenüber frechen, frischen, konservativen jungen Leuten. Eine hippe SVP, welche die Gesellschaft spiegelt, in der wir leben – die auch schwerarbeitende Secondos und Eingebürgerte mit offenen Armen aufnimmt (25 % der Jungen), eine SVP welche keine A und B Schweiz kennt, sondern ein Amalgam beider „Schweizen“ (haben Sie dieses Wort kreiert, Herr Stöhlker? Find ich cool).

    Roberto Martullo war der einzige Kantonsratskandidat, übrigens, der sich den Schutz von über 50 jährigen Arbeitnehmer in sein politisches Programm geschrieben hat. Velowege sind jedoch wichtiger.

    Lieber Herr Stöhlker,
    danke vielmals für Ihren tollen Beitrag, der mich vom Schlafen abgehalten hat. Beste Grüsse aus
    dem Süden des Südens.

    Taverna catalana, ich lade ein.

    • Unter ein paar tausend Worten geht offensichtlich gar nichts. Ein Executive Summary wäre nützlich und würde vielleicht sogar gelesen.

    • (…)Seitens der wirtschaftlichen Elite, FDP, economiesuisse und dergleichen, man könne dann weiterhin absahnen und von tiefen Einkommenssteuern und freien Kapitalgewinnen profitieren, ohne am EFH Gitter anbringen zu müssen und nachts einen bewaffneten Securitas vors Haus hinzustellen.(…)

      Diese Klientel merkt leider erst in den letzten zwei Zehnteln ihres Lebens (bevor die Kugel eintritt) etwas falsch gemacht zu haben. Sollen sie doch mal nach Mexiko City gehen. Oder Ciudad Juarez.

      Ich war da: Es war und ist die Hölle.

      Die SVP sollte übrigens dringend der Digitalwirtschaft mehr Augenmerk schenken.

    • Guten Morgen Frau „Villalon“
      Ich warte schon auf die Hyänen, die sich jetzt lefzend auf Sie stürzen wollen, weil Sie Wahrheiten aussprechen, die die Ideologen aus dem linken (links meint übrigens falsch herum) und melonenartigen Schulhaus Frankfurts (aussen grün innen rot und von den USA in den 60ern gegründet, finanziert und ganz eng mit der Atlantikbrücke) einfach nicht hören wollen. Diese Kinder, die sich einfach die Ohren zuhalten wollen, wenn der Kampfhund sie anknurrt und die Augen zuhalten, wenn die Ampel rot ist.
      Dabei sehen Sie die Sache noch viel zu optimistisch.
      Als ich vor ein paar Jahren in die Schweiz kam, wunderte ich mich schon wie sehr die Schweiz von Aldi und Co durchdrungen ist, mit Preisen, die für Migros und CO(op) nur schwer haltbar sind. Gleichzeitig steigt das Heer an Billigstarbeitern oder gar staatlich geförderten Angestellten, die den Lohn drücken und auf diese Preise angewiesen sind. (Ja ja – Lüge, werden jetzt die Propagandaverblendeten schreien, die ihre Infos aus dem Blick oder dem SRF holen.)
      Migros kann in der Form nicht überleben und muss sich dem Niveau von Aldi und Lidl anpassen. Wozu aber braucht es dann noch eine Migros? Ein Blick ins negative Vorreiterland BRD genügt um zu sehen, wie sich der Samen, der in der Schweiz schon gesät wurde und gerade aufgeht, auswirken wird.
      Offene Grenzen, PFZ und Quasimitgliedschaft in der EU, aber alles soll so bleiben, wie es ist, ist wie „Dusch mich, aber mach mich nicht nass“.
      Der kommende Krach, wenn man das so nennen will, betrifft übrigens nicht nur die Migros, die dabei nur ein Sinnbild für die Schweiz ist, er wird auch nicht nur die Wirtschaft betreffen. Als mittlerweile fast alter Mensch weiss ich einfach, dass manche Menschen sehr wohl für ihre individuellen Bedarfe und Meinungen eintreten wollen und werden. Irgendwann kann man die Probleme nicht mehr mit Geldscheinen, wofür andere arbeiten müssen oder einfach gedruckt werden, in der Hoffnung, andere werden schon dafür aufkommen, nicht mehr wegkaufen.
      Nun ja… „Ich mach einfach die Augen vor den Problemen zu. Dann sind sie weg.“ Ist gerade sehr in Mode… und soll das auch sein.
      Warum nur gibt es gerade die Initiative in Blick und Co zu den Waffen in der Schweiz? Der Tipp mit dem Auswandern ist wohl nur für Sehende gedacht.
      Die Grünen werden gerade europaweit sehr beworben und mit gefälschten Umfragen und anderer Art „Nudging“ nach vorne gebracht. Daher prophezeie ich jetzt schon mal eine zahlreiche grüne Regierungen in der EU, also auch der Schweiz.
      Bitte weiter schlafen, hier gibt es nichts zu sehen.

    • Sehr geehrte Frau Villalon

      Ihre Botschaft zu den ü 50 und den aus Ihrer Sicht über- bezahlten Beamten verstehe ich, und Sie formulieren vortrefflich und knochentief. Kompliment! Und: auch ich liebe das Bodenständige, wenn es denn ehrlich gemeint ist.

      Was ich weniger verstehe ist Ihre doch enge Sicht betreffend Umwelt, die Sie wie folgt – mit Ihren Worten – auf den Höhe-Punkt bringen:

      «Dieser Rutsch zum Ideellen, zur Rettung der Welt, zur Seeligsprechung einer ferngesteuerten Göre aus Ikealand, dies sind die letzten Flügelschläge einer eingebildeten, ignoranten Mücke, die dachte, sie sei ein welterlösender Albatros.»

      Super formuliert! An der Grenze zur Satire.

      Aber die Reduktion der Umweltbewegung nur auf dieses Mädchen greift zu eng. Und zu eng ist auch die Reduktion der Umweltproblematik nur auf das Klima. Denn es geht um Versorgung und Entsorgung. Um einen Kreislauf. Dies auch im Energiebereich wie Sie als Energieberaterin besser wissen.

      Ich stimme mit Ihnen überein, dass die Umweltfrage nicht zur Religion oder Ideologie verkommen soll. Das nützt niemandem. Nein, neben dem (umstrittenen) Klima gibt es noch ganz andere Probleme, z.B. die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik wie auch die Arbeitslosigkeit der ü 50, die geopolitischen Konfliktherde etc. etc. Alles objektiv messbare und wahrnehmbare Vorgänge.

      Daher scheint mir die Aufregung wegen dieses Mädchens aus dem «Ikealand» (Ihre Worte) doch etwas übertrieben.

      Dass die Jungen sich über ihre und die kommende Generation Gedanken machen und besorgt sind, ist legitim.

      Aber deshalb eine Bewegung zynisch ins Lächerliche zu ziehen (Weltwoche/Köppel: «Ihr Klima-Kinderlein kommet» oder IP/Geiger: »Kindsmissbrauch im Landwassertal») ist kontraproduktiv und ein Steilpass ins Lager der Klima-Ideologen und zeigt höchstens wie offenbar diese Bewegung politisch gar als Bedrohung wahrgenommen wird.

      Nochmals: Die sachliche Auseinandersetzung mit Umweltfragen hat nichts mit Religion oder Ideologie zu tun.

      Es sind dies vor allem Fragen neuerer Technologien, Fragen der Verbrauchsmuster und evtl. auch noch Life-Style-Fragen. Damit befasst man sich in China, Russland und Europa. Alles Länder mit unterschiedlichen Ideologien. In den USA ist dies vorderhand in der mainstream-Politik kein Thema mehr. Kann sich jedoch ändern.

      Dass die «Jungen» der Auffassung sind, die Politik habe – auch pragmatische Lösungen – bislang nur zerredet, ausgesessen und taktisch verschleppt, nehme ich Ihnen nicht übel. Engagement ist alleweil besser als nichts tun und einen Schuss Idealismus verüble ich ihnen auch nicht.

      Und wie gesagt: Umwelt ist mehr als nur Klima.

      (P.S. Info an alle, die nun mit dem ideologischen Zweihänder auf mich losgehen: ich bin parteilos und bilde mein Urteil aufgrund vieler unterschiedlich ausgerichteter Quellen, sowohl im wirtschaftlichen wie auch im technologischen Bereich. Also schieben Sie mich nicht einfach in die links-grüne Ecke; so einfach ist es nicht.. Und es ist mir auch bewusst, dass dieser Beitrag hier auf IP nicht quoten-, bzw. klick-trächtig ist).

    • Hallo Frau Villalon,

      „Aus dem Süden des Südens“: Mama und ich haben nie verstanden, wo es liegt. Ist es Südtessin, Südspanien oder Zürich-Süd?
      Kiki,
      PS. Maman se rappelle à votre bon souvenir.

    • „Aber deshalb eine Bewegung zynisch ins Lächerliche zu ziehen“

      Im Gegenteil. Diese Bewegung ist hochgefährlich. Sie trägt die Handschrift typischer professioneller Berufsmanipulateure wie z.B. von Geheimdiensten oder Akteueren wie der Operation Libero.

      Unterschätzen Sie diese Leute und deren Willen nicht.

      Die „Brigate Verdi“ ist unterwegs. Deren Bleikugeln werden ein Öko-Zertifikat tragen.

    • Die Stimmbeteilung von 33% sagt schon alles: nur eine über drei geht Wählen, die andere zwei bevorzugen Kaffee, Golf oder Wandern….da die Lage nicht zu ändern ist, ist besser fern zu bleiben. Somit ist die Schweiz mit ihren alte und verkruste Konkordanzsystem und Filz überall nicht viel besser als Italien politisch mindestens…sie sprechen wenig darüber, das finde ich sehr gut, und haben besser Finanzen, da noch ein biscchen Mittelstand bleibt, die eigentlich die Steuern auch zahlen. Das ist die Wahrheit, man ist nicht besser als die anderen, sondern hat man ein bisschen mehr Glück und „unverdiente Erbe“ zu verteidigen…

    • „Göre aus dem IKEA-Land“ – das ist der Gipfel Ihrer Geschmacklosigkeit – bleiben Sie gleich in Katalonien und schreiben Sie niemals mehr auf IP! Es sit mir onehin ein Rätsel, warum Ihre Beiträge und Kommentare auf IP veröffentlicht werden?

    • @ Informatiker

      Danke.
      Aber so eng sehe ich diese Bewegung nicht. Ich sehe sie eher als Idealisten denn als fremdgesteuerte Wesen.

      Ob diese Bewegung – so sie denn überhaupt nachhaltig ist – „hochgefährlich“ ist und von ausländischen Geheimdiensten gesteuert werde wie Sie vorgeben bezweifle ich. Dafür ist diese Bewegung aus verschiedenen Gründen keine Zielgruppe für Berufsmanipulatoren.

      Sorry, aber ich denke, Sie sind einer Verschwörungstheorie erlegen. Aber eben, gegen ideologische Verblendung ist kein Kraut gewachsen. Gilt für beide Seiten!

    • Ich lese den Blog und die Meinung von Herrn Stöhlker gerne. Ich bin auch eine ehemalige Bankangestellte, die nebst andern Gründen wegen der Geldgier der Elite den Job verloren hat, währenddem gewisse gut verlinkte Akademiker ihren Fake-Job ohne jeglichen Inhalt noch haben.
      Unter der Dominanz von SVP und FDP bleibt für den Mittelstand nichts mehr übrig. Die CVP möchte gar die Doppelverdiener steuerlich entlasten, wahrscheinlich sollten ihre Steuern die Singles und alleinerziehenden Eltern übernehmen. Weshalb werden eigentlich die Bauern subventioniert, hingegen unsere Bergbahnen und Hotels bleiben alte Rumpelkisten, ganz im Gegensatz zu denen in Oesterreich? In gepflegten Kurorten würden wir auch hier in der Schweiz gerne Ferien machen. Das sollte auch als Teil der Schweizer Eigenständigkeit gelten. Die SVP ist mangels an Lösungsansätzen sowieso für die Katze.
      Warum verpflichten wir die internationalen Konzerne nicht mindestens 70 Prozent Schweizer einzustellen als nur diese verwöhnten Expats, die kein Interesse an unserem Land haben.
      Trotz der allgemeinen Euphorie bin ich gespannt, wie nachhaltig die sogenannte grüne Bewegung sein wird.

    • @rac. 87 Likes für einen guten Beitrag ist doch sehr ordentlich aber vorallem sehr viel mehr als 3 Likes für Ihren „beachtlichen“ Kommentar. Wenn Sie nicht in der Lage sind längere Texte zu lesen und zu verstehen, sollten Sie sich mit 20 Minuten begnügen, das würde dann eher zu Ihren Vorstellungen passen und ist meist auch sehr einfach formuliert. Wenn das auch nicht mehr geht empfehle ich „Tim&Struppi“ Comics.

    • @Guguseli

      Neidisch, weil Sie nicht in die Taverna Catalana eingeladen wurden von einem hübschen Mädel, wie soeben Stöhlker?

    • @ F.H

      (…)Aber so eng sehe ich diese Bewegung nicht. Ich sehe sie eher als Idealisten denn als fremdgesteuerte Wesen.

      Ob diese Bewegung – so sie denn überhaupt nachhaltig ist – „hochgefährlich“ ist und von ausländischen Geheimdiensten gesteuert werde wie Sie vorgeben bezweifle ich.(…)

      War Pol Pot für Sie auch bloss ein Idealist?
      Deshalb hat er wohl auch zuerst die Zentralbank sprengen lassen und eine Grosstadt entvölkert. Das sind halt alles so Dinge welche plötzlich mir nichts dir nichts passieren können.

      Ich gab das nicht als Fakt vor, aber das plötzliche Auftauchen, die dafür erforderliche Logistik und die auffallende Medienpräsenz lässt mich an blossen Zufällen zweifeln.

  25. Mit der von der SVP in den letzten 30 Jahren verfochtenen Politik (kein EWR, mehr Selbstverantwortung, weniger Steuern, bessere Kontrolle der Immigration, Souveränit des Bürgers und Eigenständigkeit der Schweiz, usw.) steht unser Land immer noch gleich viel besser da als seine Nachbarn. Wieso soll ich da bei den Wahlen etwas ändern versuchen? Haben Sie ein bisschen mehr Vertrauen in uns Altschweizer.

    • Wir stehen „besser“ da? Der Mittelstand wird durch diese bescheuerte Politik kaputtgemacht, weil man alles für die Superreichen „optimiert“. Die fehlenden Steuern werden dann ausgeglichen, indem Bäder, Bibliotheken, KK-Verbilligung, Sozialleistungen etc. abgeschafft werden. Zudem lenkt man von den unzähligen Problemen ab, indem wahlweise der Bölimann „Ausländer“ oder „EU“ auftreten darf. Hihihi! Macht alles nichts, so lange das … Volk (siehe Kommentar von Rickli) glaubt, an allem seien EU und Ausländer schuld.

    • Sicher nicht in die SVP, diese Politik ist grauenhaft. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert.

    • Schinderhannes…..

      dann wählen sie doch die Sozis.
      Die werden sie in die EU führen wo sie dann gar nichts mehr zu sagen haben, das einzige übrig gebliebene Steuerparadies dann Luxembourg sein wird wo der versoffenen Juncker…..
      In der EU wird unsere direkte Demokratie zerrieben und die übrig bleibenden, das werden die Einflussreichen sein… sprich das Geld, die Banken, und die Firmenimperien.
      Nahezu alle EU Länder sind stark überschuldet, wir werden es mit Hilfe der Sozis auch bald sein.
      Sie werden ganz massiv mehr Steuern bezahlen, aber nur noch 1 mal im Jahr in die Ferien fliegen können.
      Einen Diesel gibt’s nicht mehr, der noch erlaubte Kleinwagen mit 60 PS bekommt eine Kilometerpauschale mit Strafsteuern bei überschreiten, und der Liter Benzin kostet 3 Franken.

      Ach ja, Wohnungen werden zu Gunsten der illegalen Migranten auf 50 Quadratmeter für 2 Personen limitiert, denn die anderen brauchen Platz.

      Und, neben ihrem Häuschen steht dann ein Windrad, das 24 Stunden lang Infraschall produziert, aber trotzdem andauernd den Strom ausfallen lässt.

      Noch mehr gefälligst ioder reicht das damit selbst sie als D….. merken was abgeht wenn sie Grün wählen.

    • @Bodenhaftiger Büezer,
      Ich stimme ihnen da zu, denn nur darum war(ist) die SVP nicht einfach nur neo-liberal. Nur – leider – sterben sie aus, die Altschweizer (wenn ich einem begnege fühle ich nur unendliche Wehmut). Das Jungvolk und Metropolen sind auf links/grün getrimmt – einerseits altersbedingt andererseits gezielt indoktriniert in einem Masse das völlig neu ist und heute bereits im Kindergarten losgeht mit spezifischen Websites, Mode, Musik und Geschichten.
      Ich prophezeie dass die SVP an der Urne betreffend EU nichts mehr durchbringen wird das zeigen die letzten Jahre eindrücklich.

  26. Dieser Artikel vom Kollegen Stöhlker zeigt einen wahren Hauptpunkt auf: die traditionellen Parteien vertreten den Mittelstand nicht mehr. Ein Hauptproblem (in der Bankenbranche) ist die zunehmende Arbeitslosigkeit unter den 45+ Schweizern. Diverse meiner Kollegen sind inzwischen ausgesteuert und verbrauchen ihre Ersparnisse. Danach, wie weiter? Und gleichzeitig möchten die traditionellen Parteien weitere Geschenke an die internationalen Grosskonzerne machen? – Nein, hier müssen wir ein Zeichen setzen. Die SVP forderte kürzlich, dass die 4 Mrd. Busse der UBS in Frankreich vom Steuersubstrat in der Schweiz abziehen kann. Pfui! Wir Schweizer Mittelstand mnüssen gegen die Ausbeutung der Mänägerli wenn immer möglich ein Zeichen setzen. Es sei denn, die traditionellen Parteien wenden sich wieder den Bedürfnissen des Mittelstandes zu, es darf keinerlei Wohlwollen gegenüber internationalen Grosskonzernen geben, solange die Mänägerlis dort so schamlos zulangen.

    • (…)Die SVP forderte kürzlich, dass die 4 Mrd. Busse der UBS in Frankreich vom Steuersubstrat in der Schweiz abziehen kann. Pfui! (…)

      Nicht nur pfui. Das ist schlicht Landesverrat, bzw. Hochverrat.

      Will die SVP Bestand haben muss solcher Dreck aussen vor bleiben. Diese „Kollegas“ werden die SVP ruinieren!

      Ich hege allerdings den Verdacht dass die SVP den Weg der CVP nehmen wird: Den der DC in Italien.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Democrazia_Cristiana
      https://de.wikipedia.org/wiki/Tangentopoli

      Zudem denke ich dass in der Politik Blackmailing ein echtes Problem geworden ist.

    • @Benny Fuchs,

      die Politik stellt sich ja gerade seit über 40 Jahren in den Dienst der „Finanzmanager“. Immer mehr Lebensbereiche werden im Sinne der Finanzwirtschaft umgestaltet (Steuern, Wohnen, Gesundheit usw.). Selbst der grösste Teil unseres Rentensystem (2. Säule) wurde der Finanzwirtschaft ausgeliefert.

    • Herr Fuchs, sie können das nicht der ganzen SVP in die Schuhe schieben, denn das mit dem Abziehen hat nur ein einziger Politiker in die Runde geworfen.

  27. Lieber Lukas Hässig

    mit all den neuen Schreiberlingen, wie dem Herrn Stöhlker, erreichen Sie nur eins, dass keiner mehr ihren Blog lesen wird. Sehr schade …

    • Im Gegenteil, es ist absolut lesenswert. Aber für jemanden, der die Realität nicht ertragen kann ein Dorn im Auge.

    • Falsch Würger. Nur Beiträge wie Ihre sind für den Leser von geringer Bedeutung. Hier schreiben sehr talentierte Leute aus verschiedenen Bereichen, die viel Wissen haben und ihr Wissen mit uns teilen. Nur so kann man mit reden, wenn man möglichst viele Meinungen liest. Da Sie aber leider keinen Inhalt zu bieten haben, müsste Hässig eigentlich Kommentare wie den Ihren nicht zu lassen, weil er nicht wichtig ist, sondern nur von Neid oder sonst was geprägt ist. Bieten Sie uns bitte mehr, ansonsten lassen Sie es lieber. Ich denke da wird jetzt nichts mehr kommen, da Ihnen ziemlich sicher der Intellekt fehlt.

  28. Die jungen müssen schneller mehr Veratwortung in Gesellschaft und Politik übernehmen. Ich bin da optimistisch und teile Ihren Pessimismus nicht, dass jüngere keine vernünftige Real- Politik betreiben können.

    • Sie glauben also, dass die Alten, welche diese Welt so gründlich an die Wand gefahren haben, besser seien in Sachen „Real-Politik“ als die Jungen?

    • Wir „Alten“ sollen also die heutigen Welt an die „Wand gefahren haben“?

      Untenstehendes ist nicht von mir aber es handelt genau von der schönen neuen Welt.
      „Da haben Sie Recht“ entschuldigt sich die alte Dame „doch leider war ich in Eile und habe meine Einkaufstasche entgegen meiner Gewohnheit zu Hause vergessen“.
      Die junge Frau erwidert:
      „Ja wissen sie, unser Problem ist nämlich, dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber gemacht hat, in welch schlechtem Zustand sie die Umwelt uns und den zukünftigen Generationen hinterlässt. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort für Sie“.

      „Das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz – war auch gar nicht nötig, denn Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den Laden zurück in dem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an den Hersteller, der die Flaschen wusch, sterilisierte und auffüllte, so dass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Die Milch holten wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den Resteinkauf unsere Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, so packte uns der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir zu Hause für viele Zwecke weiter verwendeten, z.B. zum Einpacken der Schulbücher, die uns von der Schule unter der Auflage, dass wir sie gut behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weiter gereicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht so wie heute in jedem Kaufhaus oder Bürogebäude. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten dazu keinen 300 PS starken Geländewagen. Sie haben Recht, Umweltschutz kannten wir nicht.

      Damals wuschen wir die Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab. Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern mit Wind- und Solarenergie auf der Wäscheleine aus Hanf. Die Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn immer neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab es keine elektrischen Maschinen. Alles wurde von Hand geschnitten, geraspelt, geschält. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastikblasen. Der Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und keinen Gestank. Das war unser Fitnesstraining, weshalb wir keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie fressenden Unsinn benötigten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      Das Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten dazu keine Plastiktasse oder Plastikflasche. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen. Papier wurde beidseitig beschrieben. Stumpfe Rasierklingen wurden ersetzt, und nicht gleich ein neuer Rasierapparat gekauft. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen Taxiservice der Mutter mit dem 50.000 EUR teuren Auto gab es nicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

      In jedem Zimmer gab es eine Steckdose und keine Steckdosenleisten für unzählige Stromfresser, und wir benötigten auch kein von einem 35.000 Kilometer entfernten Satelliten gesteuertes System, um die nächste Imbissbude zu finden. Jedoch Umweltschutz kannten wir nicht.

      Aber bedenken Sie:
      Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten? Glaubt sie wirklich, wir Alten benötigen eine Belehrung von euch Grünschnäbeln? Und dann auch von einem Mädchen, dass mir noch nicht einmal das Wechselgeld heraus geben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen.
      Schönen Tag noch….