Mr. Proper Peter Spuhler: Auf Abwegen wie die CS

SVP-Mann mit Milliarden-Börsengang hat seine Stadler Züge mit Tricks hochgebracht – Nutzte sogar staatliche Exportrisikogarantie.

Bei Peter Spuhler klatschen alle Applaus, bei der CS wird geschimpft. Dabei machen beide das Gleiche, wenn die Not gross ist. Sie ziehen sich selbst am Schopf aus dem Sumpf.

Die CS im 2008 mit den Kataris, Spuhler über die Jahre mit europäischen Zug-Bestellern. Der Trick: Man finanziert den Kauf des eigenen Guts mit Krediten … von wem? Von sich selbst.

Während die CS die Rettung in der Grossen Finanzkrise teuer bezahlte, indem sie Jahr für Jahr gegen 500 Millionen Zinsen nach Arabien überwies und heute ausgeblutet dasteht, wird Peter Spuhler in diesen Tagen gekrönt.

Er bringt seine Stadler Rail an die Börse. Wert: gegen 4 Milliarden Franken für ein Unternehmen, das der Mann aus dem Thurgau und mit Karriere in der SVP von 18 auf 8’500 Angestellte hochbrachte.

Nun aber zeigt sich, dass Spuhler nicht der Heilige Petrus ist, als den er von vielen gezeichnet wird und dessen Rolle er am liebsten spielt. Spuhlers Trick mit dem vielen Geld aus der eigenen Schatulle ist kein lustiges Stück eines bodenständigen Unternehmers.

Sondern ein Vorgehen, das höchst fraglich ist. Denn die Risiken und Lasten trägt in letzter Konsequenz niemand anders als der Steuerzahler.

Spuhler versucht, dies mit einem Coming-Out der besonderen Art wenige Tage vor dem Börsenstart zu bewältigen. Er machte den Fall pro aktiv publik, in einem Interview in der gestrigen SonntagsZeitung.

„Ich habe mich über meine private PCS Holding verschuldet, um die Verkaufsanstrengungen von Stadler im schwierigen Umfeld mit dem starken Franken zu unterstützen“, sagt Spuhler da „Out of the blue“. Davon profitiere der „Werkplatz Schweiz“.

Auf Nachfrage der Zeitung führt Spuhler aus: „Es gibt immer wieder Kunden, die bei Stadler Rail kaufen wollen, aber die Finanzierung nicht hinkriegen. Für sie habe ich unter dem Dach der PCS Holding Zweckgesellschaften gegründet, die die Finanzierung gewährleisten, und Stadler bekam den Auftrag.“

Schliesslich lässt der Über-Unternehmer die Katze aus dem Sack – gerade rechtzeitig vor dem IPO. „Über die Exportrisikoversicherung sind wir bis zu acht Jahre abgesichert. Danach hat man aber eine offene Flanke, das ist so. Aber das ist Unternehmertum.“

Man denkt, man verhört sich. Spuhler, der grösste und respektierteste aller Schweizer Industrieunternehmer seit Christoph Blocher, Schutzheiliger des Produktionsstandortes Schweiz: Er lässt sich vom Staat finanzieren?

Keine Berührungsängste: Spuhler, Lukaschenko (Belarus News)

Unglaublich, aber wahr. Spuhler verkauft Züge ins Ausland, zahlt sie selber mit Geldern von sich privat und von Banken und lässt sich sodann die „Baron Münchhausen“-Deals vom Schweizer Steuerzahler garantieren.

Die CS agierte dagegen heilig. Der Finanzmulti gewährte den Kataris vor 10 Jahren Kredite, damit diese mit den Milliarden Aktien der Grossbank kauften. Damit stieg das Eigenkapital der Bank – Bern war happy. Die UBS hingegen wurde teilverstaatlicht, Boni wurden fürs Erste schwierig.

„Petrus“ Spuhler, der Evangelist des Schweizer Exportwunders, geht einen entscheidenden Schritt weiter: hin zur schweizerischen Exportrisikoversicherung.

Die SonntagsZeitung verweist auf ein Buch namens „Finanzierung von Exporten und Direktinvestitionen“, das 2018 von einem bis dato unbekannten Unternehmen namens Ail Structured Finance herausgegeben wurde.

„Gemäss dem Buch hat Stadler bislang für fünf Kunden von der Exportrisikoversicherung gedeckte Leasingverträge arrangiert“, notierte das Sonntagsblatt gestern.

Fünf Mal Staatshilfe für Helvetiens Vorzeige-Industriellen Spuhler. Der streicht nun gegen 2 Milliarden ein mit seinem Börsengang – ganz privat.

Und mit A Little Help from my Schweizer Steuerzahler.

Das Zauberwort heisst staatliche Exportrisikoversicherung (SERV). Dank dieser bleibt sogar der Ruf intakt. Statt als Bonus-Jäger wie die CS-Chefs gilt Spuhler als Retter der hiesigen Eisenbahn-Industrie.

Wie das geht? Ganz einfach. Der Gesetzgeber machts möglich. Im SERV-Gesetz steht:

„Der Bund strebt mit der SERV folgende Ziele an: (a) die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Schweiz; (b) die Förderung des Wirtschaftsstandortes Schweiz durch die Erleichterung der Teilnahme der Exportwirtschaft am internationalen Wettbewerb.“

Wir meinen’s gut mit Ihrem Geld, lieber Steuerzahler (Gesetz)

Die SERV profitiere von Krediten des Bundes, steht da weiter. „Der Bund gewährt der SERV zur Sicherstellung ihrer Zahlungsbereitschaft im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung nach den Artikeln 4 und 11 Darlehen zu Marktzinsen.“

So what?, könnte man einwenden. Doch so einfach ist die Geschichte nicht. Spuhler sagt im Interview, er sei mit privatem Geld ins Risiko gegangen. Zudem wird klar, dass ihm die Banken geholfen haben.

Das verschleiert, wer wirklich blutet, wenn die Stricke reissen und der Exportkredit für Stadler-Züge abgeschrieben werden muss.

Es ist nicht Peter Spuhler, sondern Herr und Frau Schweizer, welche die Steuern dieses Landes aufbringen und mit diesen die Exportrisikoversicherung überhaupt erst finanzieren und so möglich machen.

Das sehen nicht alle so. Aus der Exportindustrie heisst es, der Steuerzahler sei nicht einmal in den 1970er Jahren, als der Franken durch die Decke ging und die Exportrisikoversicherung Verluste erlitten hatte, zur Ader gelassen worden. Die Exportwirtschaft habe selbst damals alles zurückbezahlt.

Im Gesetz finden sich jedoch zwei wichtige Passagen. Zunächst jene zu den Banken als Kreditgeber eines Exportgeschäfts (Hervorhebung durch IP):

„Stellt ein Finanzinstitut eine Sicherungsgarantie im Zusammenhang mit einem von der SERV versicherten Exportgeschäft aus, so kann die SERV dem Finanzinstitut zusichern, dass sie den infolge Beanspruchung dieser Sicherungsgarantie ausbezahlten Betrag auf erstes Anfordern hin bis zum vollen Umfang vergütet, wenn es von der Exporteurin keine Deckung erhält (Bondgarantie).“

Dann der Abschnitt, falls der Kredit von einem Privaten stammt, also beispielsweise Peter Spuhler:

„Wird für die Finanzierung von Verpflichtungen der Bestellerin aus einem von der SERV versicherten Exportgeschäft ein Kredit aufgenommen und refinanziert ein Dritter den Kredit gegenüber der Kreditgeberin, so kann die SERV dem Dritten zusichern, dass sie den ausstehenden Betrag auf erstes Anfordern hin in vollem Umfang vergütet, wenn die Kreditgeberin oder die Schuldnerin fällige Zahlungen nicht leistet (Refinanzierungsgarantie).“

Kommentare

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  1. Ich vergass zu erwaehnen, dass ich neben Stadler Bussnang auch jahrelang sehr gute Erfahrungen mit Stadler Berlin (Regioshuttleuebernahme von Bombardier) hatte. Faehige Leute inkl. kompetetente polnische Einkaueferin. Uebernahmen in Deutschland sind aus meiner Sicht risikoreich, weil nicht nur unter Merkel sich viel teure Dummschwaezer herumtreiben. So koennte ich eine Mio-Ausschreibung im Ausland einmal nur gewinnen, weil ich nachts meinem dt. Chef , Experte fuer Tophotels/Luxusrestaurants nach Hause schickte. Der konnte noch nie Kalkulationen lesen und hatte Existenzangst etwas zu unterschreiben, was er nicht verstand. Grosse Leistung was Stadler auch in Berlin vollbracht hat. Eine solche Firma verdient jeglich Stuetze.

  2. Im Zusammenhang mit den Anmerkungen, dass Peter Spuhler das Risiko von Privat auf Stadler verschieben will, ist anzumerken, dass er 40% des Aktienkapitals behalten will. In diesem Umfang trägt er also weiterhin am Risiko mit. Im Weiteren dürfte er damit die Möglichkeit haben, die sogenannten Heuschrecken in Schach zu halten. Was die Exportrisikogarantie angeht, wäre zu fragen, wieso er diese nicht hätte in Anspruch nehmen sollen. Andere tun das ja auch. Und wie der Name sagt, handelt es sich um eine Garantie, die dann zum Tragen kommt, wenn die Züge nicht bezahlt werden. Diese Gefahr erachte ich als gering.

  3. Ich hatte mehrere Jahre von Deutschland aus Stadler Bussnang als Kunden, bis ein
    neuer Verkaufsleiter einen Anschlussauftrag durch unsinnige Forderungen verlor.
    Stadler hatte exzellente Mitarbeiter, es war eine grosse Freude fuer mich mit Stadler zusammenzuarbeiten. Moegen Sie groessere Firmen wie Siemens und Bombardier kraeftig in den Hintern treten…und was er aus Bussnang machte, ist sehr beachtlich.
    Diesmal bin ich mit ihrer negativen Berichterstattung nicht einverstanden.

  4. Gratuliere! Sehr informativer Artikel. Auf den Punkt gebracht, heisst das: Der Steuerzahler (das Fondsgeld der Exportrisikogarantie stammt letztlich von ihm!) verhilft dem trickreichen SVP-Mann Peter Spuhler privat zu ein paar Milliarden. Noch so ein Finanzkünstler wie Blocher! Wann merkt es endlich das einfache SVP-Fussvolk, dass es nur das Stimmvieh einiger SVP-Milliardäre ist.

    • Also auch hier mit Ihren gescheiten Beträgen.Üblicherweise sind Sie nur auf Ihrem Parteiblatt dem Tages-Anzeiger,präsent mit Ihren politischen Ergüssen.

  5. „Über die Exportrisikoversicherung sind wir bis zu acht Jahre abgesichert. Danach hat man aber eine offene Flanke, das ist so.“ Mit der offenen Flanke dürfen sich dann die Aktionäre abmühen, während Spuhler seine Milliarden im Trockenen hat? Und vielleicht schon im Bundesrat sitzt? Gewählt von der SVP, stimmt im Bundesrat dann aus schlechtem Gewissen mit der SP. Börsengänge werden immer fragwürdiger. Zuerst die gewaltige Hype angefacht PR mit der der Aktienkurs hochjagen soll. Dann, sehr kurz vor dem IPO noch ein Geständnis von Spuhler, das die wenigsten Zeichner einzuschätzen wissen oder gar mitgekriegt haben, Spuhler aber bei allfällige Schadenersatzklagen schützen soll.

  6. Wenigstens kann man nicht behaupten, dass diese Millionenkredite an die Stadlerkunden Schmiergelder waren, sondern eben Kredite, da sie sofort wieder, in Form von Kaufpreiszahlungen, an Stadler zurückgingen. Und wie profitiert man von solchen Geschäften?

    • @Bieri
      Man profitiert gleich wie die Autobauer, welche die Fahrzeugkäufe auch vorfinanzieren. So bleiben Kaufpreis und Umsatz erhalten und man verdient zusätzlich mit Finanznebenleistungen.

    • Diese Sichtweise ist zu einfach. Europa, auch Schweiz ist durch den unbezahlbaren Sozialstaat und dem total ueberbesetzten offentlichen Dienst untergangsgefaehrdet. Die geschaeftliche Zukunft liegt im Osten Richtung China. In dem hart umkaempften
      Eisenbahngeschaeft muss man nehmen, was man kriegen kann. Eine Schweiz nur mit
      Dienstleistungen (Finanzwissenschaft ist keine exakte Wissenschaft, sondern im gewissen Sinn Kaffeesatzleserei) ist sicherlich nicht ueberlebensfaehig.
      Die Schweizer Nationalraete sollten Russisch lernen, Staatsfinanzen und Handelsbilanzuebeschuss sind beneidenswert und es ist naeher als China.

  7. 70% des deutschen Exportwunders in die EU Südstaaten werden durch deutsche Kredite finanziert, die dereinst durch die EU oder die Weltbank zurückbezahlt werden, wobei Hauptgeldgeber der EU Deutschland ist…

  8. Nach dem Entscheid von Vestager dürfen Siemens und Alstom ihr Eisenbahnbusiness nicht fusionieren.“Think big“ ist das Credo von Spuhler, nicht nur von Big Blue.Kauft er Siemens hat er alles was zum Signalgeschäft dazu gehört.Ich wünsch ihm Glück, er hat Format wie kaum einer dieser Erbsenzähler.Und Bombardier würde dann wohl aus dem Rennen fallen mit ihren Zügen die nie funktionieren und schon gar nicht termingemäss geliefert werden.Dann MUESSEN die Berner und Zürcher und Basler Pi… bei Spuhler kaufen.

  9. Bis jetzt, lieber Herr Hässig, hat Spuhler dem Staat Geld gebracht und nicht umgekehrt! Spekulanten kaufen weder Zug noch Tram. Würde also sagen, die Debitoren sind sicher kein grosses Risiko!
    Ihr Kommentar motiviert die Betroffenen die Aktivitäten ins Ausland zu verlegen.
    In Wirklichkeit geht es hier um eine Attake gegen die SVP.

  10. Peter Spuhler und die Credit Suisse….interessanter Vergleich von IP! Er kann den Artikel gleich mit Barend Fruithof und R W diskutieren. Beide hatten die CS blitzartig verlassen müssen. Sie wüten jetzt bei Aebi Schmidt (Spuhler ist Mehrheitsaktionär). Spuhlers Sohn machte bei Fruithof ein Phantasie-„Praktikum“, das gab schön zu reden in der CS. Und dann gab noch etwas anderes zu reden: Wer Fruithof googelt, sieht, dass Suchergebnisse blockiert werden. Aber nichts ging vergessen.
    Ist alles noch da.
    Auch zur Schande der CS.

    Spuhlers Erfolg spricht für sich. Aber was hat er für Freunde?
    Er wird sich noch wundern. Und ganz schön ärgern. Da werden ihm dann auch seine Milliarden nicht helfen.
    Das Leben ist gerecht. Es kommt alles zurück, langfristig.

  11. Lieber Herr Hässig
    bleiben Sie im Finanzmarkt, da liegt ja so ziemlich alles im Argen. Aber von Industrie, wo Güter produziert werden, haben Sie sehr wenig Ahnung. Und dann noch der Vergleich mit der Schrottbude CS, die seit Jahrzehnten keine Werte geschaffen hat, mit dem Weisswesten Uers und dem Versicherungsheini aus Afrika, da lachen ja alle Hühner.

  12. Hei aber jetzt mal halblang…zeigt auf wieviel Geld vom Steuerzahler da wirklich berappt wurde…oder sprecht ihr nur von Eventualitäten? Und bitte setzt auch dagegen wieviel Steuern das Ganze (Erfolg der div. Firmen, Arbeitnehmer die dort angestellt sind) eingebracht hat.

  13. Wir erleben vermutlich gerade den Beginn der Entzauberung eines nationalen Säulenheiligen. Sehr gut erkannt, Herr Hässig! Hellhörig sollte einem auch machen, dass der Börsengang NICHT dem Unternehmen zugute kommt, indem der Erlös reinvestiert wird, sondern es geht in erster Linie darum, privat Kasse zu machen solange die Stimmung günstig ist. Von wegen „Volksaktie“. Ich nenne das ganze darum KIST – Käumlich Innovative Schlaumeier Transaktion.

  14. Wann begreift man endlich, dass es keine Steuer- oder Sozialzahler geben kann. Man sollte das Geldsystem in seiner Entstehung, Funktion und Auswirkung für die gegenseitige Leistungserbringung zur Abdeckung der Bedürfnisse, schon verstehen und nicht die Betrügereien der Ökonomie und Regierenden bedienen!
    In der Geldschöpfung, also Schuldengeldumlagevolumen ist der Staat mit seinen Ausgaben enthalten; denn ohne Ausgaben keine Einnahmen. Würde die Umlage, korrekt zwischen Wirtschaft und Staat (Gemeinwohlbeauftragter der Wirtschaft) abgewickelt, es würde den Menschen bewusst, dass die Armut und Existenzkämpfe von den Regierenden organisiert werden müssen.
    Erklärungsbedarf und Betrugsselbstanzeige ist längst fällig, könnten die Menschen denken!

  15. LH hat es auf den Punkt gebracht. Gut so.
    In einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung gehört der Erfolg dem Unternehmer. Bedient sich der Unternehmer gemeinschaftlicher Errungenschaften wenn diese bereit gestellt werden ist dies in Ordnung. Es sieht im Falle von Stadler Rail aber aus, dass ein Vehikel an die Börse gebracht wird, welches eine Überbewertung erfährt auf Grund cleverer Finanzierungsstrategien, unterstützt von Bankfinanzierungen dessen Grundlagen wir nicht kennen, aber in letzter Konsequenz tragen entweder die kommenden Aktionäre oder der Steuerzahler die eingegangenen Risiken, da mit dem kommenden Börsengang die bis jetzt eingegangenen Finanzierungsrisiken abgegolten sind. Kürzlich veröffentlichte Auftragsbücher sind Beeinflussung des Marktes. Tesla wird momentan in den USA deswegen von der Börsenaufsicht abgestraft.

    Subventionierung in jeder Form werden Thema handelspolitischer Diskussionen sein und nicht jede Form wird international überleben.

    Thema – Gewinne privatisieren – Verluste gemeinschaftlich tragen.

  16. Herr Spuhler war im Verwaltungsrat der UBS. Könnte wohl heissen, er hat gelernt wie Kohle, die einem nicht gehört, elegant zu jonglieren und so zu einem Milliardär werden kann?
    Gunther Kropp, Basel

  17. Sonst schätze ich die Arbeit von Herrn Hässig. Aber das ist leider „no news“. Das war auch schon lange bekannt. Erstens hat ziemlich jede grosse Firma einen Finanzirungsarm, sei das GE, Siemens etc. Ein einzelner Kunde kann kein ganzes Kraftwerk oder Eisenbahn finanzierten. Und Geschäfte mit ausländischen Staaten riskanter, dass hier der Staat einspringt, ist ein Teil der Wirtschaftspolitik. Andere Staaten treiben es viel bunter. Teils ist der Staat bereits am Deal beteiligt oder die Firma ist halbstaatlich. Es gibt im Internet eine Anleitung wie man in der EU Geld erhält, indem man „lebenswichtige“ Güter in Länder ausserhalb der EU exportieren will, dann das Ganze wieder absagt wegen politischen Wirren und nochmals entschädigt wird. Das funktioniert, ohne dass je etwas produziert oder gearbeitet wurde. Das wurde schon mehrfach durchgezogen.

  18. Das ist auch SVP:

    Die SERV (Schweiz. Exportrisikoversicherung) auspressen – auf Kosten der Steuerzahler.

    Sich einsetzen, damit die Banken ihre Bussen in Milliardenhöhe von den Steuern abziehen können – auf Kosten der Steuerzahler.

    Freien Markt predigen und die Landwirtschaft subventionieren – auf Kosten der Steuerzahler.

    Den multinationalen Unternehmen den internationalen Marktzugang erschweren und dadurch Inland-Wertschöpfung zerstören – auf Kosten der Steuerzahler.

    Steuererleichterungen für KMU – auf Kosten der Steuerzahler.

    Dem Mittelstand höhere Franchisen bei der Krankenkasse auferlegen.

    Sich einsetzen für eine noch tiefere Vermögenssteuer zum Wohle der Milliardärs-Partei-Elite – auf Kosten des Mittelstands.

    Den Umwandlungssatz bei den Pensionskassen auf ein unerträgliches Niveau senken – auf Kosten des Mittelstands.

    Die AHV-Leistungen reduzieren – auf Kosten des Mittelstands.

    Ist das die Mittelstands- und Wirtschaftspartei mit Zukunft??

    Um diese Frage zu stellen muss man weder links, noch grün, noch linksgrün, noch ein Gutmensch sein. Aber in der Lage sein, selbst nachzudenken und nicht der plakativen Stammtischfaulheit anheimzufallen.

    Willkommen in der Vergangenheit!

    • Lieber Herr E.K., Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Firma führen und wenigstens fünf Mäuler stopfen. Wenn ich KMU lese, frage ich mich immer wieder, wieso tue ich mir das eigentlich an….. ich könnte die Firma an die Wand fahren, den Lebensabend geniessen, die Mitarbeiter zum Staat schicken…. und ich muss nicht mehr 12 Stunden arbeiten. Ich höre Sie schon jammern… der Steuerzahler kann wieder übernehmen.

    • @ Res Keller

      Richtig.

      Ich würde auch kein KMU führen, wenn ich es nicht könnte.

  19. Wie zu Beweisen ist, dass praktisch keine “ Miliardären“ mit eigener Schweiss Reich geworden ist…aber mindestens Legal schon.
    Spuhler ist sicher ein gutes Beispiel für die Schweiz…und diesen Trick ist sehr schlauer gewesen…deswegen Chapeau!🤣😉

  20. Wieso griff überhaupt die Exportrisikogarantie?
    Die Züge blieben im Besitz von Spuhlers Firmen (als Leasinggeber). Somit hat Spuhler (als Besitzer der rechtlich getrennten Firmen)eigentlich an sich selbst exportiert.

    Ist das ein Missbrauch der Exportrisikogarantie?
    Es bleiben wichtige Fragen.

    • Achtung unter dem Titel Leasing werden verschiedenste Verträge abgeschlossen

      oft auch eigentliche Abzahlungsverträge (insbesondere dann wenn zuerst der Kaufvertrag und dann der Leasing Vertrag abgeschlossen werden).

  21. Bei der Bezeichnung „Volksaktie“ verbiegen sich meine Zehennägel. Das müssen die Erinnerunge an die Volksaktien Dt. Telekom oder Swisscom sein…

  22. Lieber Herr Hässig, sie sollten dort bleiben wo sie stark sind, will heissen im Bereich Bank/Finance. Das mit der Spuhler-Story ist ein NoGo.

  23. Ich sehe Spuhler nicht negativ, sondern eher als echter Unternehmer und glaubwürdiger Patron, vergleichbar mit Hayek oder Biver. Und für seine Kunden ein zuverlässiger Partner. – Schade, dass seine Firma an die Börse geht, denn dann kommen wohl die Weissen Westen und Heuschrecken. Und die sind genau das Gegenteil: Abzocker und betrachten MA als Kostenfaktoren. Und die Kunden werden mit Tricks bei der Stange gehalten, bis das Schlamassel dampft (Schissalpino/Fiat, Dosto/Bombardier). Hoffentlich entkommt der Giruno noch den Weissen Westen und ….Arabern? Oder Chinesen? Tja, die Japaner und Chinesen können Züge bauen. Stadler aber auch (noch).

  24. Die Exportrisikoversicherung ist ein ganz normales Instrument, das von einer Vielzahl von Staaten zur Unterstützung ihrer Exportwirtschaft eingesetzt wird und allen Unternehmen, die im Land produzieren, offen steht. Da ist überhaupt nichts Schiefes daran!!

    • wenn er (bzw. seine Finanzgesellschaft) seine Züge ex Bussnang selber kaufte und diese per leasing „weitergegeben“ hat, dann stellt sich in Sachen Exportrisikogarantie schon die Frage des Domiziles des ERG Partners (ERG Deckung für Lieferung an CH Kunden) wo ist dann der Export bzw. das politsche Risiko? Ohne facts eine undurchsichtige Geschichte.

  25. Es dürfte wohl kein Zufall sein, dass Spuhler seine Stadler-Aktien weiterverkauft im Zeitraum in dem die Exportrisikogarantie für die vergangenen Aufträge abläuft.
    Wer trägt künftig das Risiko als Leasinggeber? Spuhler oder Stadler (bzw. die Aktionäre)?

    Ich würde mich nicht wundern, wenn dass Risiko zu Stadler verschoben würde. Spuler kann das allein entscheiden. Schlaumeier bleiben schliesslich Schlaumeier. Und allenfalls die künftigen Aktionäre die Dummen.

  26. manche deiner Berichte akzeptiere ich als für Transparenz etc notwendig. Aber hier hast du dich verhauen. Er hat alles immer und wie auch jetzt für Jedermann auf den Tisch gelegt und alles ist absolut legal. Solche Hetzereien hast du nicht nötig und disqualifizieren den Insider.

    • @ Hitsch von Hitsch richtiger Modename – beinahe inflationär. Nicht jedem Aprilscherz aufhocken.

  27. Guten Morgen, ich bin mir sicher all die Motzer haben schon Aktien gezeichnet und werden sie nach dem ersten Hype mit einem schönen Gewinn wieder abstossen…

  28. Deutschland gibt Milliardenkredite an klamme EU-Staaten, die dafür
    deutsche Produkte kaufen. DE finanziert somit einen erheblichen Teil der Exporte selber.

    • Nein, das Target Salden Problem ist ein anderes! Die südeuropäischen Zentralbanken „schreiben“ im System „an“ – wie wir damals im Konsumladen…Auf der anderen Seite hat Deutschland das Guthaben, ggw. ca 1‘000 Milliarden Euro – und das unverzinst und ohne Verfall. Die Südeuropaer lachen sich krumm! Das Geld wird NIEMALS zurückkommen. Aber Niemand interessiert es, und die Eurozinsen sind auf all time low. Bizarr!

      Mit Exportrisikogarantie habe ich keine Muehe…gibt s doch schon seit Jahrzehnten und funzt gut….uebrigens: jeder kommt auch nicht an diese Garantie ran, aber wenn man Züge in so Länder liefert, wie der Herr neben Herr Spuhler es befiehlt, dann schon…

    • Am Stammtisch werden solche Kommentare sicherlich grölende Zustimmung erfahren.

      Leider stimmen die Fakten nicht. Die ECB vergibt die Kredite (oder kauft die Anleihen), die zu den Target Salden führen. Und an der Spitze der ECB ist ein Italiener.

    • @A Hoffmann: Der Vergleich hinkt nun wirklich: Selbst wenn es so wäre, über Target 2 können europäische Länder und deren Konsumenten kaufen was sie wollen. Tun sie auch. Der beschriebene Fall ist aber so gelagert, dass der Hersteller mit einer eigenen Gesellschaft, sein eigenes Produkt kauft und der Staat bürgt.
      Typischer Fall von: Ich (also er) nicht, aber er (der andere) auch.

    • naja, kein grosser Unterschied zur CH. Nehmen Sie doch mal die Indien-, Pa(c)kistan etc. etc. Rahmenkredite. Einzig positiv daran war, dass diese Kredite selten zu 100% ausgeschöpft wurden. Ein Sackrolli in Horgen zu CHF 150 gekauft und nach Karachi zu CHF 1’200 via Rahmenkredit geliefert. Good old times!!!!!

  29. Lassen wir doch die Kirche mal im Dorf. Produzenten-Leasing (im Sinne von Abzahlungsgeschäft) sind auch in der Maschinen-, Fahrzeug- und Flugzeugindustrie nicht unüblich (Tschechien least sogar seine Gripen-Kampfflugzeuge von SAAB). Und gerade bei Produzenten-Leasing ist es ein Abzahlungskauf. Unüblich dürfte wohl etwas sein, dass Stadler das nicht selber über eine eigene Finanzgesellschaft tut sondern der Kapitalgeber Spuhler selber ist (wobei nicht verboten, dürfte es vor allem den Nebeneffekt haben, dass ein Verkauf so vollständig als Verkauf betitelt werden dürffen). Das solche Geschäfte dann von der SERV mit einer Garantie ausgestattet werden… nunja, das ist ja irgendwie der Zweck der SERV. Der Artikel ist für meinen Geschmack gar fest der Versuch ein Sturm im Wasserglas zu erzeugen.

  30. Sachte, sachte!
    Solange die Exportrisiko-Garantie nicht beansprucht wird, kommt auch der Steuerzahler nicht zur Kasse. Das war bis anhin offenbar der Fall.

    • sie vergessen wohl die Tanker die unter CH-Flagge fahren, und für die Grinsdoris eine Verlängerung der SERV über X-Millionen beantragte, wobei damals schon bekannt war, das die Tanker von einer luschen Firma betrieben werden. Leider hörte man nichts mehr über diesen Fall und die beanspruchte SERV.

  31. Insitutionen wie die SERV sollten schon lange abgeschafft werden! Hier werden private Risiken systematisch auf die Steuerzahler der Schweiz umverteilt.
    Als Alternative könnte man ggf. die SERV kapitalisieren – und wenn halt mal das Geld weg ist, ist dann auch die SERV weg. Die aktuelle Situation ist aber unhaltbar!
    Ich hoffe, dass spätestens mit der Unterzeichnung des bilateralen Abkommens die SERV eingestampft werden muss.

  32. Ja aber ist denn sowas legal? Klaro doch!

    Die Politiker von Bundesbern treiben’s doch noch viel bunter als ein Privater:

    In der neustens verbrämend STAF genannten und nächstens zur Abstimmung kommenden Steuereform IV wird das Volk glauben
    gemacht, DURCH die mit der Reform einhergehenden STEUERAUSFÄLLE liesse sich das bei der AHV-Finanzierung
    anbahnende LOCH STOPFEN.

    Da wäre sogar der Lügenbaron blass vor Neid geworden.

    • @ Reaktor: das ist jetzt sehr unfair, diesen Punkt aufzubringen. Bisher hat die Mehrheit der Berichterstatter die FDP-Kampagne „mit den Steuerausfällen stopfen wir die AHV“ reflektionslos geschluckt.
      Wenn der STAF nun den Bach runtergeht, sind einzig und alleine Sie schuld!

  33. ….. und jetzt bekommen wir doch eine „Volks-Aktie“ wie Herr Spuhler grosszügig verlauten lässt.

    Eidgenössischer Kapitalismus! Es geht uns gut: die Krankenkassen-Prämien steigen von Jahr zu Jahr. Die Zuwendungen an die Invaliden-Versicherung werden gestutzt. Leiharbeiter/Innen werden um ihre Pensionen geprellt. In Gstaad und anderswo werden Pauschal-Besteuerte Milliardäre mit hunderten von Millionen Franken zu tief besteuert.

    Die Schweiz hat (noch) keine Gilets Jaunes………….

    • Ja, Passepartout Federale!
      Die Schweizer gilets “jaune“ werden aufgrund der Unwissenheit nicht gelb, sondern Gilets grün-korrupt und “rouge“ sein; ….-
      Grüne, Sozis und Kommunisten. Sie haben aus der Sowjetunion nichts gelernt. Die Wahlen zeigens….In der Schweiz fehlt leider eine politische Partei auf dem Stimmzettel. Die PDTF, PARTEI DER TOTALEN FREIHEIT; eine Partei ohne Korruption, Günstlingen, Subventionen, “Zutrittslegics“ zum Bundeshaus,.. etc. .

  34. …gähn, und jede Autofirma besitzt eine eigene Bank für Finanzierungen. So what? Das ist sicher nicht 1:1 mit der Situation bei der CS zu vergleichen, die mit zwei Buchungen Eigenkapital schöpfte.

  35. Jetzt wird aber alles in den „Schmutz“ gezogen. Der Gesetzgeber hat vor Jahren dieses Instrument geschaffen. Das haben wir doch so hin zu nehmen. Die einzige Frage stellt sich doch hier; ob Herr Spuhler sich daran bereichern kann? Es ist doch eine unternehmerische Leistung, wenn ein Schweizer Unternehmen sich in diesem Markt behaupten kann. Zudem hat die Firma und Herr Spuhler persönlich sicher auch Steuern bezahlt. Es geht nicht aus Ihrem Bericht hervor, ob die Versicherung schon beansprucht wurde! VS

  36. Da wir diese Exportrisikoversicherung nun einmal haben, wäre jeder Unternehmer, der das Risiko selber trägt, ein Dummkopf. Man kann also Stadler bzw. Herrn Spuhler also nicht wirklich etwas vorwerfen.

    Allenfalls ist das Vorgehen nicht gerade ein Glanzstück aus der Sicht des (staats)freien Unternehmertums. Aber Herr Spuhler ist ja auch bei der SVP und nicht bei der FDP… Der Staat wiederum ist interessiert an der Erhaltung von Arbeitsplätzen und an einer funktionierenden Exportwirtschaft. Andere Staaten haben ähnliche Systeme. Wenn man dies grundsätzlich kritisiert, dann gilt das für alle, nicht nur für Herrn Spuhler…

  37. Export Risikoversicherung steht nicht nur Stadler zur Verfügung. Warum sollte Stadler diese nicht nutzen?

    Kann mir bitte jemand das Problem auf den Punkt formulieren?

    • Noch nicht gemerkt, LH zitiert aus der Presse und redet jeden und alles schlecht, um Klicks zu generieren und dadurch Werbeumsätze zu steigern. Selten bis nie habe ich einen Artikel auf dieser Plattform gelesen, welcher sauber recherchiert war.

    • Die Exportrisikogarante (= Steuerzahler) ist nicht geschaffen worden, um private Darlehen zu besichern, sondern KMUs zu ermöglichen, Exporte zu tätigen. Spuhler nutzt dies geschickt, um Verträge abzuschliessen, um die Konkurrenz auszuhebeln. An sich schlau, aber wenn’s schief geht, zahlt der Steuerzahler. Darum heisst er so.

  38. Lieber LH,
    es gibt deutliche Unterschiede zwischen der CS und Stadler Rail:
    – die SERV wurde mit dem Zweck gegründet, den Schweizer Werkplatz im Export zu unterstützen. Dieses Instrument kann auch Stadler nutzen,
    – damit werden Schienenfahrzeuge finanziert resp. abgesichert – diese Assets haben einen Wert, grade im weltweit boomenden Personenverkehr,
    – wie wir wissen, hat die CS keine Werte geschaffen, sondern das Management hat diese sogar vernichtet,
    – Stadler/Spuhler haben nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen und bringen Wertschöpfung in die Schweiz (und nicht in irgendwelchen Billiglohnländern),
    – dort werden 50+ (oder schon 45+….) nicht rausgekickt,
    – das Management bedient sich nicht schamlos an der Kasse,
    – dass Spuhler selber ins Risiko geht, auch wenn dies teilweise durch SERV abgesichert ist, zeigt dass er ein Unternehmer, und kein Unterlasser ist wie Rohner et al. ist.

    • Prima auf den Punkt gebracht, danke.

      …….und dazuhin bleibt das technische Wissen in der Schweiz – und wird nicht ins Ausland verscherbelt.

      Peter Spuhler hat ein Rezept und eine Vision und baut auf. Urs Rohner und Co stattdessen kriegt für nichts eine horrende Abwrackprämie, die weitläufig „Bonus“ genannt wird.

      Wer volkswirtschaftlich wertvoller ist, weiss jeder.

    • @Appenzeller Kläffer:
      – Stadler verfügt über sehr zahlreiche Arbeitsplätze in ausländischen Werken!
      (Abfluss von CH-Knowhow?)
      – Infrastruktur-Investitionen sind immer sehr langfristig und können in instabilen Märkten kaum nur privat finanziert werden (vgl. Finma und Risiko-Vermeidungsvorgaben)
      ABER: die nun indirekt gewährte Staatsgarantie für Stadler und dessen Eigentümer wird sich sehr verzerrend auf das Pricing der Aktien auswirken und es stellt sich die Frage, ob die SERV-Prämien eine adäquate Abgeltung des Steuerzahlers für den bei Stadler/Spuhler anfallenden Kurssteigerungsgewinn bildet?

    • @Modelleisenbahnfahrer

      Stimmt, was sie sagen. Wichtig ist aber, dass die hochqualifizierten Jobs und die Forschung in der Schweiz bleiben.

      Beim Grossauftrag Atlanta Airport beispielsweise montiert Stadler diese Züge im neuen Werk in Salt Lake City. Damit erfüllt das Unternehmen die Vorgabe im Vertrag, mindestens 60 Prozent der Wertschöpfung in den USA zu erbringen.

      Ohne Tochtergesellschaften im Ausland würde es Stadler schlichtwegs nicht geben. Bestimmt gehen sie mit mir diesbezüglich einig.

    • Ich bin mit 50+ bei Stadler entlassen worden, Stadler hat eine Tiefe Sozialkompetenz.

  39. Irgendwann wird die EU das abklemmen als versteckte Subventionierung, dann lieber noch vorher schnell an die Börse und die Milliarden in Trockene bringen!

    • Einfach mal schnell einen unfundierten Furz loslassen – schauen sie sich einmal die Exportgarantien von Deutschland und anderen EU Staaten. Wenn Sie dann die Fakten kennen, kommen sie zurück und berichten – dann jedoch mit Wissen!

  40. Ich hatte gestern einen kurzen Leserkommentar im Blick verfasst, ich dem ich sagte, dass man Umsätze kaufe und man das hoffentlich nicht durch die Exportfinanzierungsgarantie absichern liesse. Ich wurde dann etwas angepöbelt, doch Herr Hässig bestätig mir nun meine Befürchtungen. Ein Leser nannte das Factoring, was natürlich eine Verharmlosung ist. Ich hoffe, im Prospekt werden die Zinsen bzw „Factoringgebühren“ offengelegt. Ansonsten mag ich den Herrn Spuhler sehr.

  41. 8 Jahre versichert durch die Exportrisikogarantie und nachher eine offene Flanke? Auf französisch…
    Aprés moi, le déluge.

    Hauptsache, jetzt von den dummen Aktionären garnieren.

    Der Börsenprospekt wie immer von einem der Big Five testiert, für ein paar Milliönchen.

  42. Was für eine Schweinerei!
    Die sogenannten „Kredite“ kennt man doch vom Schmieren von Kunden!
    Diese „Kredite“ werden dann in der Regel irgendwann abgeschrieben.
    Zulasten des Unternehmens & Steueramtes, bzw. der neuen Aktionäre.

  43. Naja, der Vergleich hinkt mehr als gewaltig. Das ist vollkommen üblich. Alles transparent: https://premium.serv-ch.com/premium-calculator/coverPractice/list

    Insgesamt gesehen kann man sich entspannen: For the case of Switzerland, this paper endeavours to uncover in how far officially backed guarantees on trade finance achieve their stipulated goal of promoting exports. The results of gravity equations suggest that the Swiss Export Risk Insur- ance scheme increases exports in the manufacturing sector by around 1 per cent. As regards specific destination countries and industries, this average increase is highly concentrated and accrues primarily with exports towards large emerging markets and of chemical products as well as machinery. (https://www.wti.org/media/filer_public/b2/cd/b2cde091-d94b-4a68-b13d-4ccbd796d4cd/herger_lobsiger_2010.pdf)

  44. ……der grösste und respektierteste aller Schweizer Industrieunternehmer seit Christoph Blocher…. wie kommt IP zu diesem Schluss? Blocher war ja eigentlich beauftragt EMS-Chemie zu verkaufen. „Leider“ hat er keinen Käufer gefunden… Ein Schelm, wer böses dabei denkt!
    Zufall oder nicht, bei Unternehmer haben den gleichen politischen Stallgeruch.

    • Danke! Leider vergessen viele wie ein gelernter Bauer zur EMS kam….

    • @Banker: Nun, die 8’482 zusätzlichen Arbeitsplätze, die Hr Spuhler mit seinem Unternehmen auf legale Weise geschaffen hat, sind wohl ein Mehrfaches dessen, was CS & UBS in den letzten 20 Jahren geschafft haben.
      Was Blocher hier zu suchen hat, können Sie sicher genauer erklären – wenn Sie mit dem pawlowschen Gegeifere fertig sind!
      @Exil-Bünzli: War es illegal? Nicht? Warum haben Sie nicht dasselbe getan? Zu doof? Zu feige? Zu faul?

    • @fourios 5,
      Seine Arbeitgeber so hinters Licht zu führen wie es Blocher getan hat ist fragwürdig, dass es keine Konsequenzen hatte ein Skandal.

    • Ich werde keine Stadler Aktien kaufen, da ich langfristig anlege. Reise täglich im Zug und sehr oft sind alle Toiletten defekt, das ist nicht unbedingt angenehm.

  45. Am Ende wird es mit der Exportrisikoversicherung genau gleich herauskommen wie mit den Schiffsgarantien. Tränen für den Steuerzahler und die Gewinne für die Schlaumeier.

  46. Absolute Frechheit! Bombardier und Siemens wurden hier benachteiligt. Das geht so gar nicht, ich setzte die Schweiz auf eine schwarze Liste. Oder aber, es werden dieses Jahr noch weitere 2 Milliarden Kohäsion überwiesen, dann überlege ich es mir nochmals.

    Immer dieser Ärger mit den renitenten Schweizern! Zum Glück ist eine Mehrheit für das InstA, damit sind dann solche Themen vom Tisch. Moment, mache mir noch schnell eine Notiz: «der Schweiz die Exportgarantie verbieten».

  47. Taschenspieler- und Komödiantentricks in geschlossener Pokerrunde auf einem Mississipi Raddampfer.

    Good morning, Vietnam.

    Herr Hässig, Sie übertreffen sich selber und dies an einem Montagmorgen vor 07.00 Uhr. Fantastisch !

    • Schon mal nachgeschaut, wie andere Staaten (nicht zuletzt D und F) ihre Exporte stützen bzw. finanzieren? – Da werden Sie aus dem Staunen nicht herauskommen.

    • @ Frau Villalon 1. April! Bingo, Sie haben es kapiert im Gegensatz zu gewissen Kampfbloggern, die in Schnappatmung verfallen, sobald die 3 Buchstaben SVP erscheinen.