Märkte in Gefahr oder: Ewig grüsst das Murmeltier (1)

Der US-China-Handelskrieg wird zum Ritual – Die Märkte spielen das Theater mit – Kein Einbruch, solange verhandelt wird.

Die meisten Investmentgurus und Medien vermitteln den Eindruck, dass Finanzmärkte wie Monster seien – sie würden nach Lust und Laune ihre Meinung ändern und die Investoren schnell reich machen oder noch schneller in den Ruin treiben.

Schaut man genauer hin, trifft das Gegenteil zu. Die Märkte zeigen immer wieder aufs Neue, wie träge sie sind und wie ungern sie sich an neue Gegebenheiten anpassen – und zwar in beide Richtungen.

Ein gutes Beispiel sind das bisherige 2019 und insbesondere dessen 2 letzten Wochen. Keine Illustration trifft den Kern besser als jene von StockCats, eines Finanz-Bloggers:

Ebbe und Flut? Yin und Yang? Whatever

Solange es nicht heisst „Verhandlungen abgeschlossen, Handelskonflikt unlösbar“, solange will der Markt nicht kapitulieren.

So das bisherige Muster. Nun sind neue Risikofaktoren entstanden. Nahezu alle mit Müh und Not erreichten Allzeithochs wurden nach wenigen Tagen wieder vernichtet.

Immer mehr Titel sind inzwischen meilenweit von ihrem Hoch im 2018 entfernt. (Näheres in einem Folgeartikel.) Und immer mehr Qualitätsaktien, aber auch ganze Branchen, fallen vom Gesamtmarkt ab.

Schliesslich bleibt die Zinskurve extrem invers.

(Extrakt für Inside-Paradeplatz-Leser; Originalartikel mit Kommentar „Longterm-Investor“ und weitere Investmentsdetails, siehe Longterm-Investor.)

Kommentare

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  1. Ach Gott : Märkte. Welche denn? der Ölmarkt? der Erdgasmarkt? der Soyamarkt? der Goldmarkt?
    Es ist schwierig , nicht Marxist zu werden. Unsere nationalen Sozialisten (Levrat und Wermuth) haben keine Schwierigkeiten.

  2. Wir sind entsetzt, dass im Weissen Haus ein Lügner herrscht. Wir studieren dem ganzen Mist nach, den er absondert. Und realisieren nicht, dass er mit uns Beschäftigungstherapie macht und unsere Ablenkung für seine Geschäfte nutzt.

    Nehmen wir an, dass der LOTUS (Liar of…) rational handle. Was dann? Vielleicht macht er gerade die grössten Insider-Geschäfte, seit es das Wort gibt.

    • Richtig, und falls Sie ein Schweizer sind und ein wenig Banker Finanz Blut haben was alle Schweizer hoffentlich haben, dann sollten sie so schnell wie moeglich Aufspringen/Trittbrettfahren/Kopieren. Nach Trump kommt die grosse Rezession. Also mach die Kohle heute den Morgen gibt es keine Beute.

  3. An wen ist dieses Bla-Bla adressiert ? Einen professionellen Investor, einen Nichtswissenden, oder jemand irgendwo dazwischen ? Was ist die Empfehlung ?

  4. Wenn Sie nach einer Ursache für die nächste Wirtschaftskrise suchen, so wird diese in der in US-Dollar nominierten Unternehmensverschuldung zu suchen sein.

    Beispielsweise hat die für die verheerenden Waldbrände im letzten Jahr verantwortliche und nun insolvente Pacific Gas and Electric Company rund US$ 50,0 Mrd. Unternehmensschulden (fast so viel wie die Schadenssumme im Madoff-Skandal in Höhe von US$ 65,0 Mrd.):

    https://tinyurl.com/yxgc46nc

    https://tinyurl.com/yxcrdxxl

    https://tinyurl.com/y5kzomgx

    Weitere Ausfälle in dieser Größenordnung werden zukünftig folgen:

    https://tinyurl.com/y3j9b7gg

    https://tinyurl.com/y4zvf75p

    https://tinyurl.com/y56s5dxo

    https://tinyurl.com/yxvvpvd6

    https://tinyurl.com/yaecyg7v

    Insofern ist momentan nämlich überhaupt nichts in Ordnung, nur wurde der Minsky-Moment noch nicht erreicht:

    https://tinyurl.com/y4okfd7m

    https://tinyurl.com/oz2nxca

  5. Ich vermute mal, infolge mangelnder Alternativen, dass ein Teil der abgezogenen Gelder in die Cryptos fliesst.

    Seit Anfang April haben sich die Umsätze verdreifacht, der Bitcoin hat sich verdoppelt und die Kapitalisierung ist 150 auf über 250 Milliarden USD gestiegen (https://coinmarketcap.com/charts/).

    Falls der Handelskrieg weiter eskaliert, kann das dem Crypto Markt noch zusätzlichen Schub verleihen.

  6. Es droht so ein richtig fieser Krieg gegen Iran, nicht dieser Wischi-Waschi Handelskrieg gegen die Chinesen.

    Die hochverschuldete USA und deren militärisch-technologische Industrie- komplex brauchen dringend einen solchen Krieg.

    Patriotischer Schuldenschnitt, nette Hyperinflation aufgrund der horrenden Kriegskosten, die Saudis und die Emirate zahlen brav mit und Israel ist endlich fein raus.

    Bezahlen werden die Underdogs in den US Streitkräften, also Hispanics, Afroamerikaner und Midwest Rednecks sowie selbstredend ein paar Millionen Iraner.

    Ob das Thema anlässlich des Besuchs des Bundespräsidenten im Oval Office angeschnitten wird? Wohl kaum.

    Lassen wir die SNB doch ruhig noch mehr Schuldpapiere und Warme-Luft-Aktien der Amerikaner kaufen. Wir sind ja so reich, es spielt uns doch keine Rolle, ein paar hundert digital kreierte Fantastilliarden des Herrn Prof. Jordan zu verbraten.

    • Liebe Frau Villalon, lange habe ich das auch geglaubt. Mittlerweile glaube ich es nicht mehr. Die VSA sind so etwas am Ende, das sie es gar nicht mehr merken. Wo sie pupsen ist der Russe schon längst darauf vorbereitet und der Chinese zieht ihnen Millimeter für Millimeter den Teppich unter den Füssen weg. Wenn es navh Trump ginge, htte er seine GI’s schon lange heim geholt und die Grenze bauen lassen. Aber eben es gibt noch einen deep state und dia alten warriors Bolten und Pompeo, di egenau das wollen was Ihnen vorschwebt . Aber eben … es gibt noch Indien, die Philippinen, Venezuela, Brasilien. Angst sollten Sie sich um good old Europe machen. Sowas von überheblich und arrogant wie Brüssel auftritt wird es höchste Zeit denen den Stecker zu ziehen. Aber eben, dann ist es wieder der Michel der die Rechnung bezahlt. Das gönne ich ihm jetzt aber denn er hat lange genug geschlafen. Es wird Zeit zur Selbstverantwortung.

    • Jordan’s Negativ-Zinsen werden bei den verarmenden Renten-Sparern noch grimmig zu schaffen machen.

      Die SNB spielt mit der Gutgläubigkeit, oder ist es Dummheit, der Vorsorge-Verantwortlichen: Pensionskassen, AHV, IV und 3. Säule.

      Jordan’s bösartige Drohungen die Negativ-Zinsen nicht nur auf Jahre hinaus beizubehalten, sondern auch noch zu erhöhen, verursachen die Flucht in total überteuerte Immmobilien, Aktien und Derivate. Bei den Aktien ist die SNB grösster Profiteur von solch sträflicher Hirnlosigkeit, wo Milliardengewinne durch immer höhere Kurse alimentiert werden.

      Schizophrenie pur: SNB-Warnungen, Warnungen, Warnungen vor der unausweichlichen Sackgasse mit zu erwartenden Verlusten.

    • es wird gar nichts passiere. trump füttert seinen twitter feed, dirigierte die märkte in die oder die andere richtung, wie ein anderer forist treffend formulierte: grösster insider aller zeiten. die iraner werdens überleben, junge bevölkerung, die wollen iphones haben, netflix schauen und reisen. frage der zeit.

  7. und auf die Schweiz umgelegt heisst dies:

    – die Volumina nehmen von Tag zu Tag ab

    – Kaufempfehlungen und/oder positive Firmen-Nachrichten versanden spätestens nach 1 – 2 Tagen.

    – Anlageberater quer Beet empfehlen Fonds, Fonds, Fonds, weil dort die Banken am meisten verdienen können (ZKB, UBS, CS, Raiffeisen, Bär, Vontobel, Pictet, usw, usf.

    – IPO’s haben ausnahmslos Mühe ihre Ausgabepreise, bzw. die ersten Handelskurse zu halten. IPO’s bilden ein zusätzliches Signal, dass die Musik bald nicht mehr spielt! Siehe UBER.

    – Wer noch nicht verkauft hat, wird spätestens in den nächsten Wochen, nach Erscheinen der Halbjahres-Zahlen, aufgeben und Kasse machen.

    – Es ist längstens alles 10-fach eskomptiert, was die 10-jährige Hausse hergegeben hat.

    – das heisst, wir sind am Ende des Latains angekommen.