Verschwörung gegen Schweiz: Was macht SNB?

Hedgefunds spekulieren auf einen schwächeren Franken – auf Quasi-Einladung der Nationalbank.

„Verschwörung gegen die Schweiz?“ „Rekord-Wette von Spekulanten gegen Schweizer Franken.“ „Zur Zeit läuft die bisher grösste Währungs-Wette gegen den Schweizer Franken.“

So jüngst in Blick und Handelszeitung. Von 4 Milliarden Franken Short-Positionen gegen den Franken an der Börse in Chicago ist da die Rede.

Und: Es seien dies Wetten auf die Schweizerische Nationalbank (SNB). Deren Chef Thomas Jordan habe beteuert, die SNB könne die Zinsen noch tiefer in den Negativbereich drücken.

Das beflügle Spekulationen auf einen noch schwächeren Franken. Die Spekulanten sähen sich „von der SNB geschützt“. „Faktisch übernehme die SNB das Risikomanagement“ für die Spekulanten, steht geschrieben.

Zuerst erstaunt es, dass es Aufgabe der SNB sein soll, das Risikomanagement für Spekulanten gegen die Schweiz zu übernehmen. Ist das so in der Bundesverfassung vorgesehen?

In der Tat ist es so, dass die SNB auf Kosten des Schweizer Volkes das Risikomanagement für die Währungsspekulanten gegen die Schweiz tragen. Diese dürfen gegen den Franken spekulieren, so viel sie wollen – sie wissen die SNB immer in ihrem Rücken.

Die SNB hilft ihnen, mit Unsummen gegen die Schweiz zu wetten.

Und; Auch die SNB selbst spekuliert gegen den Franken. Nicht mit läppischen 4 Milliarden wie in Chicago. Nein. Mit fast 800 Milliarden an den Börsen weltweit.

Blick und Handelszeitung stellen die Frage, ob diesen Short-Positionen von 4 Milliarden gegen den Franken eine Verschwörung gegen die Schweiz zugrunde liegt.

Unterstützt demnach die SNB eine Verschwörung gegen die Schweiz? Oder wie soll man den fast 200 mal höheren Betrag der SNB-Short-Positionen gegen die Schweiz interpretieren?

Spekulieren mit Short-Positionen, die früher oder später wieder einmal „glattgestellt“ respektive zurückgekauft werden müssen. So lautet die Definition.

Und das gilt sowohl für Privatspekulanten als auch für öffentliche Spekulanten – als auch die SNB. Im jetzigen Frankenkurs sind die Short-Positionen bereits enthalten. Die Verkäufe sind bereits getätigt und haben den Franken-Kurs entsprechend gedrückt („eingepriced“).

Es wird deshalb die Zeit kommen, wo die verkauften Franken wieder zurückgekauft werden müssen – von den Privatspekulanten wie auch von der SNB. Was dann?

Die 4 Milliarden der Privatspekulanten werden kaum ins Gewicht fallen; die fast 800 Milliarden der SNB jedoch schon. Dazu wird dann noch der psychologische Effekt kommen. „Die SNB muss ihr Portefeuille verkaufen, um ihre Schulden in Franken begleichen zu können“. So und ähnlich wird es dann tönen.

Betroffen werden nicht nur die Devisenkurse sein, sondern auch sämtliche Vermögenswerte, welche die SNB mit ihren Devisen gekauft hat wie Aktien und Obligationen. Es ist mit markanten Verlusten zu rechnen. Das kann einen weltweiten Aktien- und Zinscrash auslösen.

Derweil verbreitet die SNB Fake News. So ihre Behauptung, mit tieferen Zinsen könne der Franken geschwächt werden. Die ganze Negativzinspolitik der SNB und der Zentralbanken weltweit basiert auf dieser Illusion.

Wo liegt der Irrtum?

Kurs und Rendite eines Wertpapiers verhalten sich invers zu einander. Das weiss jeder Obligationenhändler. Bei steigendem Kurs fällt die Rendite und umgekehrt.

Fallende Zinsen gehen dementsprechend mit einem steigenden Frankenkurs einher – nicht mit einem tieferen.

Wenn viel Kapital in die Schweiz fliesst, so steigt der Franken (grössere Nachfrage nach Franken), und die Franken-Zinsen fallen (grösseres Angebot an Kapital).

Zu behaupten, man könne mit fallenden Zinsen den Franken schwächen, ist absurd, weil die tiefen Zinsen und der starke Franken invers zusammenhängen.

Noch eine Fake News der SNB im Zusammenhang mit dem „überbewerten“ Franken: Die SNB beschwört gebetsmühlenartig, der Franken sei überbewertet. Damit ruft sie erst recht die Spekulanten auf den Plan, welche dann gegen die Schweiz wetten.

Weshalb soll der Franken überbewertet sein?

Die SNB beruft sich auf die sogenannte Theorie der „Kaufkraftparität“. Diese besagt, dass eine Währung überbewertet ist, wenn vergleichbare Güter in einem Land teurer sind als in einem anderen.

Ist ein Hamburger in der Schweiz 20 Prozent teurer als in den USA, so bedeute das, dass der Franken gegenüber dem Dollar um 20 Prozent zu hoch bewertet sei. Der Franken müsse demzufolge um 20 Prozent fallen.

Das ist die Begründung der heutigen Spekulanten inklusive SNB, gegen den Franken und damit gegen die Schweiz zu wetten.

Wo liegt der Irrtum?

Angenommen, der Wert des Frankens würde um 20 Prozent fallen: Was wären die Folgen? Dollar und Hamburger würden beide gegenüber dem Franken 20 Prozent an Wert gewinnen.

Ein US-Amerikaner, der Dollar hat, müsste somit 20 Prozent weniger für einen Franken bezahlen. Dafür müsste er aber 20 Prozent mehr Franken für einen Hamburger bezahlen. Resultat: Ein Hamburger in der Schweiz kostet in Dollar berechnet gleichviel wie vor der Abwertung des Frankens.

Wie auch immer: Eine Zentralbank, die gegen die eigen Währung und damit gegen das eigene Land wettet – nota bene mit weit mehr als dem jährlichen Volkseinkommen -, vertritt nicht die Interessen des eigenen Lands.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Hier noch ein Kommentar von mir zu einem Beitrag von Herrn Zeyer zur Nationalbank.(Antwort an Klaus Kastner)

    „Seid verschwunden ihr Milliarden“

    Sehr geehrter Herr Kastner

    Danke

    Ich bediene mich gar keiner sprachlichen «Tricks», wie Sie mir unterstellen. Ich unterscheide einfach zwischen links und rechts der SNB-Bilanz.

    Punkt 1
    Sie behaupten, die SNB-Bilanz sei hoch riskant und im gleichen Atemzug behaupten Sie, die SNB könne nie «illiquide» werden.

    Bemerken Sie nicht, dass bereits dies ein Widerspruch in sich selbst ist? Könnte die SNB tatsächlich nie illiquide werden, wie Sie und Herr Jordan behaupten, so gäbe es kein Risiko für die SNB. Die SNB könnte ja sämtlich Schulden immer bedienen – nota bene – das ist genau der Irrtum, den SNB-Jordan verbreitet. Und mit diesem Irrtum rechtfertigt er 700 Milliarden Volksschulden.

    Zweitens:

    Sie sind es, der mit sprachlichen Tricks arbeitet – nicht ich. Wenn Sie einen Vermögenswert mit liquidem Vermögen bezahlen, so ist das ein Aktivtausch. Die Bilanz bleibt unverändert lang. Der Kauf ist abgeschlossen und bezahlt.

    Kaufen und bezahlen Sie jedoch einen Vermögenswert mit Fremdkapital, so verlängert sich die Bilanz. Sie haben den Vermögenswert gekauft und sind die Schuld noch offen. In der Fachsprache würde man die offene Schuld im Konto Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung verbuchen.

    Bei Käufen durch eine Bank oder Zentralbank wird dem Kunden auf dessen Konto gutgeschrieben. Die Schuld ist noch offen.

    Kaufen, indem man eine Schuld eingeht, ist nicht dasselbe, wie kaufen durch einen Aktivtausch. Die SNB kauft Devisen nicht durch Aktivtausch, sondern durch Verlängerung der SNB-Schuld. D.h. Bilanzverlängerung. Diese Schuld muss die SNB jederzeit wieder abtragen können. Bei negativem Eigenkapital kann das die SNB nicht mehr – sie ist zahlungsunfähig – illiquide. Das ist dasselbe.

    Wer argumentiert hier «unredlich»?

    Drittens:

    Nein. Eine Notenbank kann in ihrer eigenen Währung zahlungsunfähig werden, weil es zur Bezahlung ein Aktivum braucht. Sind die Aktiven der SNB tiefer als ihre Passiven, so ist die SNB zahlungsunfähig. Sie kann ihre Schulden nicht mehr abbauen.

    Viertens:

    Sie «wenden sich an die Leser» und schreiben:

    Würde die UBS die SNB beauftragen, 10 Milliarden von ihrem Konto auf das Konto der CS zu überweisen:

    «Was passiert in den Büchern der SNB? Sie belastet das Konto der UBS und erkennt das Konto der CS. Ein buchhalterischer Vorgang; nicht mehr und nicht weniger. Keinerlei Auswirkung auf die Bilanzsumme der SNB.»

    Korrekterweise sei hier die Transaktion konkret erklärt:

    Besitzt die UBS auf ihrem Konto bei der SNB Giroguthaben von 10 Milliarden Franken, so sind das gesetzliche Zahlungsmittel der UBS. Damit darf sie jederzeit eine Zahlung in Auftrag geben. Die SNB muss dann ausführen.

    Wie ist die UBS überhaupt in den Besitz dieser gesetzlichen Zahlungsmittel bei der SNB gekommen?

    Nehmen wir an, die UBS habe der SNB 8 Milliarden Euros verkauft zum Kurs von 1.20. Weil die SNB diese Euros nicht bezahlen konnte mangels Vermögen, hat sie bei der UBS einen Kredit aufgenommen bzw. sie hat der UBS 10 Milliarden Franken gutgeschrieben auf deren Konto bei der SNB.

    Vergleich: Das ist gleich zu betrachten, wie wenn Sie, Herr Kastner, bei der UBS 8’000 Euro einzahlen und dafür auf ihrem Konto 10’000 Franken gutgeschrieben erhalten. Sie besitzen nun ein Guthaben bei der UBS und diese hat ihnen gegenüber eine Schuld von 10’000 Franken.

    Analog bei der SNB: Die UBS hat ein Guthaben bei der SNB und die SNB eine Schuld bei der UBS von 10 Milliarden.

    Nun falle der Euro auf eins zu eins.

    Die UBS kaufe nun von der CS 10 Milliarden Euro. Dafür muss sie 10 Milliarden Franken bezahlen. Diese besitzt sie bei der SNB. Die UBS erteilt deshalb der SNB den Zahlungsauftrag, ihre 10 Milliarden Franken Guthaben zu löschen und dem Konto der CS bei der SNB 10 Milliarden Franken gutzuschreiben.

    Nun. Wie entsteht Geld? Das Geld der UBS (10 Milliarden) bei der SNB ist entstanden, indem die UBS der SNB 8 Milliarden Euro gegeben hat beim Kurs von 1.2 zu 1.

    8 Milliarden Euro ergaben den Gegenwert von 10 Milliarden Franken.

    Nun – beim Kurs von eins zu eins ergeben 10 Milliarden Euro 10 Milliarden Franken.

    Der SNB fehlen 2 Milliarden. Sie hat von der UBS 8 Milliarden erhalten. Benötigt jetzt aber 10 Milliarden Euro.

    Um der CS 10 Milliarden Franken gutschreiben zu können benötigt die SNB aber 10 Milliarden. Die SNB ist zahlungsunfähig. Die SNB ist illiquide und Konkurs. Sie hat nur 8 Milliarden Euro.

    Welche Möglichkeiten ergeben sich nun für die SNB?

    A) Sie überweist der CS lediglich 8 Milliarden Franken, weil sie nur 8 Milliarden Euros hat. Die CS wird klagen, weil sie für den Verkauf von 10 Milliarden Euros an die UBS 10 Milliarden Franken gutgeschrieben erhalten will.

    B) Die SNB verlangt von der UBS eine Nachzahlung von 2 Milliarden Euro. Damit hätte die SNB insgesamt 10 Milliarden Euros von der UBS und könnte der CS 10 Milliarden Franken gutschreiben. Die UBS wird klagen, weil sie das Recht hat, mit ihren 10 Milliarden Franken 10 Milliarden Euros von der CS zu bezahlen (ohne 2 Milliarden Euro nachzuzahlen).

    C) Die SNB betrügt: Sie schreibt der CS einfach 10 Milliarden Franken gut, ohne dass sie den entsprechenden Gegenwert von 10 Milliarden Euros tatsächlich besitzt.

    Wer wird klagen?

    Um diese Frage beantworten zu können ein kurzer Vergleich:

    Darf SNB- Jordan durch die Bahnhofstrasse gehen und 2 Millionen Banknoten links und rechts verschenken und so Geldemission betreiben?

    Nein. Darf er nicht.

    Wer wird klagen?

    Die Konsumentinnen und Konsumenten – denn der Geldwert wird durch die Jordan-Aktion verwässert und sie erleiden insgesamt einen Verlust von 2 Mio Franken. Das Gericht wird Ihnen Recht geben.

    Genauso wenig wie die SNB Banknoten «aus dem Nichts» – ohne Gegenleistung – emittieren darf, genauso wenig darf sie Giroguthaben gutschreiben ohne Gegenleistung.

    Nun zurück zum Beispiel mit UBS / CS.

    Würde die SNB den Problemen mit CS / UBS aus dem Weg gehen und der CS einfach 10 Milliarden Franken gutschreiben obwohl sie nur Vermögen von 8 Milliarden Franken besitzt, so würde sie «Geld aus dem Nichts» im Betrag von 2 Milliarden schöpfen – ohne Gegenleistung.

    Wer würde klagen?

    Alle Banken, die ein Guthaben bei der SNB besitzen, würden klagen, da ihre Guthaben verwässert würden.

    Das Gericht würde ihnen Recht geben wie im Falle Jordan /
    Bahnhofstrasse.

    SNB-Jordan macht sich und die SNB haftbar mit seiner Behauptung, die Gläubiger der SNB seien bei negativem Eigenkapital nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital.

    Und all das wird so ablaufen bei Schulden der SNB in Franken.

    Fünftens:

    Sie schreiben: «Es ist ja gerade der Sinn und Zweck einer Notenbank, dass sie kein Eigenkapital benötigt.»

    Woher haben Sie denn diesen Unsinn? Hat das auch Herr Jordan gesagt? Oder ihr Freund, der Notenbankpräsident von Oesterreich? (Sie haben ja einmal hier geschrieben, Sie seien befreundet mit dem Notenbankpräsident von Oesterreich. Nicht wahr?)

    Sechstens:

    Man kann den Wert einer Währung nicht im Gesetz mit einer Satzung festschreiben (Nordkorea möglicherweise). Gut, dass die SNB noch nicht Nordkorea zum Vorbild nimmt.

    Siebtens:

    Doch. Bei negativem Eigenkapital der SNB werden die Gläubiger der SNB geschädigt, weil die SNB ihre Zahlungsaufträge nicht mehr ausführen kann – ohne das Schweizervolk zu betrügen.

    Achtens:

    Sie verwechseln Nominalwert und Realwert. Die beiden sind nicht identisch. 100 Franken nominal bedeutet nicht 100 Franken real. Eine Obligation von 100’000 Franken nominal kann tiefer bewertet werden und ist dann real nicht mehr 100’000 Franken wert.

    Geld ist schliesslich eine Obligation der Notenbank (übrigens: Titel meiner Dissertation).

    Inflation bzw. Geldentwertung betrifft nicht nur Banknoten, sondern genauso die Giroguthaben der Banken bei der SNB, welche genauso Notenbankgeld darstellen.

    Neuntens:

    Nein. Die SNB hatte nie negatives Eigenkapital. Sie hatte stille Reserven in Form von Gold.

    Zehntens:

    Nein. Mein Problem ist nicht, dass ich die Notenbankbilanz genauso betrachte wie die einer normalen Bank.

    Im Gegenteil: Ihr Problem ist, dass Sie nicht verstanden haben, dass eine Notenbankbilanz genauso zu lesen ist wie die Bilanz einer Geschäftsbank.

    Elftens:

    Nein. Die Gefahr liegt nicht darin, dass ich geschickt formuliere und so die Leser irreführe.

    Sie können im Gegenteil froh sein, dass ich die Irrtümer der herrschenden Lehre, die nun schon viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte alt sind, endlich aufdecke und mit einfacher verständlicher Sprache erkläre. Das kostet übrigens viel Zeit und ich verdienen dabei keinen Rappen.

    Zwölftens:

    Bitte erinnern Sie sich: Ich habe hier auf Inside Paradeplatz geschrieben, dass es keinen Geldschöpfungsmultiplikator gibt, weil Geld nicht kein Aktiv- sondern ein Passivkredit der SNB darstellt.

    Ich wurde heftigst angegriffen – ich sei ein «paranoider Buchhalter» und dergleichen.

    5 Monate später hat die Bank of England meine Argumentation exakt übernommen – ohne Zitatangabe. Die SNB und Plagiat-Jordan haben sich dann der Bank of England angeschlossen und ihre Irrlehre kammheimlich vom Netz genommen.

    Wer betrügt hier also?

    Die Zentralbanken oder ich?

    Freundliche Grüsse:

    Marc Meyer

    • Folgende Irrtümer sind hier aufzuführen. Diese Theorien sind für Laien schwer zu durchschauen. Die SNB wird nicht pleite gehen und auch nicht illiquide werden. In der Vergangenheit war der EUR/CHF Kurs fast bei 1 oder in der Nähe und nichts ist passiert. Die SNB hat nicht die Bilanz deponiert und war auch nicht illiquide. Weiter wird suggeriert, dass der Kurs bei 1.20 liegt und auf 1 fällt. Der Kurs liegt aber bei 1.12 und wird auch nicht auf 1 zu 1 fallen.

  2. @Dr. Meyer:
    „…A two-tier system can be used to isolate foreign capital inflows. Switzerland was suffering and that eventually broke the peg. The foreign capital was not looking to buy assets in Switzerland, they were just converting euro to Swiss and parking the money. Therefore, a two-tier system would have allowed the flow of capital to concentrate in what we would call the Financial Swiss Franc (FSF). This peg would have not been necessary and they could have even imposed negative interest rates or zero rates to deposits in the FSF. Any trade for produces could have then been delegated to the Swiss franc and the peg would not have been necessary….“

    Take this!
    https://www.armstrongeconomics.com/world-news/world-trade/the-international-unit-of-account/

    Gruss
    Chec

  3. Hier noch eine ausführliche Antwort auf eine Frage von Herrn Marc Stöckli zur Frage, wie die SNB einen Zahlungsauftrag ausführe.

    Diese Frage führt uns zur Erkenntnis, dass die SNB ihre Bilanz bei negativem Eigenkapital deponieren muss.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    @Marc Stöckli

    Endlich komme ich dazu, Ihre wichtige Frage zu beantworten:

    Die Problematik ist folgende:

    Die SNB klammert sich an den Strohhalm, sie müsse ihre Schulden gegenüber den Banken nie zurückzahlen. Damit suggeriert sie, dass diese demzufolge auch nie tiefer bewertet werden müssten. Als Folge davon könne die SNB keine Verluste erleiden unterhalb von null Eigenkapital. Und als Folge davon könne die SNB auch bei negativem Eigenkapital weiter operieren. Die kreditgebenden Banken seien bei negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital.

    Und die Konklusion von SNB-Chef Jordan auf diese angebliche Kausalkette ist, dass die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren müsse.

    Sie finden diese Argumentation in seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlich Statistischen Gesellschaft Basel. Er weiderholte ähnliche Argumentationen vor den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften Bern und Zürich.

    In Zürich argumentierte er vor etwas mehr als einem Jahr, die SNB könne «Geld aus dem Nichts» drucken, weil der Goldstandard aufgehoben worden sei.

    Was heisst das?

    Die Aufhebung des Goldstandards bedeutete, dass eine Zentralbank Geld emittieren darf gegen andere Vermögenswerte als Gold. Auch wurde im Verlauf der Zeit eingeführt, dass ein Privatmann nicht mehr zur Zentralbank gehen kann, um seine Banknote gegen Gold einzutauschen.

    Davon leitet Jordan ab, dass die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld herausgebe.

    Notenbankgeld ist aber gesetzliches Zahlungsmittel. D.h. dass Notenbankgeld jederzeit gegen einen anderen Vermögenwert als Notenbankgeld eingetauscht werden kann.

    Wenn SNB-Jordan also behauptet, dass die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld herausgibt, so bedeutet das, dass die SNB Notenbankgeld nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert.

    Da Notenbankgeld aber gesetzliches Zahlungsmittel ist, folgt, dass sie für Notenbankgeld einen anderen Vermögenswert als Notenbankgel hingeben muss.

    Die Behauptung Jordan, wonach die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld hergibt ist also rechtlich nicht haltbar.

    Auch buchhalterisch ist seine Behauptung nicht haltbar: Denn wenn die SNB ihre Passivseite verringern will, so muss sie ein Aktivum hergeben – also etwas Anderes als Notenbankgeld.

    Verfügt die SNB aber nicht über genügend Vermögen, kann sie ihre Schulden gar nicht mehr zurückzahlen. Die SNB ist konkurs.

    Nun hat sich die SNB in die Sackgasse manövriert und behauptet, die SNB müsse nie ihre Bilanz abbauen, wenn sie nicht will. Nur sie alleine könne bestimmen. Dem ist nicht so, weil es sich bei Notenbankgeld um Sichtverbindlichkeiten der SNB handelt, diese also innert 30 Tagen fällig sind.

    Eine weitere Ausflucht der SNB ist nun die, dass sie behauptet, eine Gläubigerbank könne schliesslich zu einer anderen Bank gehen und dieser ihre SNB-Guthaben verkaufen. Nur – keine Bank wird ein solches zu 100 Prozent annehmen, wenn die SNB-Bilanz negatives Eigenkapital ausweist.

    Und nun komme ich zur Beantwortung Ihrer eigentlichen Frage:

    Notenbankgeld – also die Guthaben der Banken bei der SNB – sind gesetzliches Zahlungsmittel.

    D.h. eine Bank darf also mit ihrem Guthaben bei der SNB jederzeit eine Zahlung tätigen.

    Wie entsteht Notenbankgeld?

    Wenn eine Bank A der SNB beispielsweise 1 Milliarde Euro verkauft zum Kurs von 1.2, so schreibt die SNB dieser Bank 1.2 Milliarden Franken gut. Das ist nun eine Schuld der SNB gegenüber dieser Bank A. Die Bank A verfügt nun über 1.2 Milliarden Franken gesetzliche Zahlungsmittel.

    Vergleich: Wenn Sie auf Ihrer Geschäftsbank 10’000 Euro einzahlen zum Kurs von 1.2 werden Ihnen 12’000 Franken gutgeschrieben. Sie haben jetzt 12’000 Franken auf der Bank. Damit dürfen Sie jederzeit eine Zahlung tätigen. Z.B. ein Auto bezahlen, auch wenn der Auto-Verkäufer sein Konto bei einer anderen Bank hat.

    Zurück zu SNB:

    Wenn also die Bank A mit ihren 1.2 Milliarden Franken bei der SNB eine Zahlung tätigen möchte, so darf sie das.

    Angenommen, der Kurs des Euro sei zwischenzeitlich auf eins zu eins gefallen. Nun kaufe die Bank A von der Bank B 1.2 Milliarden Euro. Sie gibt deshalb der SNB den Zahlungsauftrag, auf ihr Guthaben zu löschen und der Bank B gutzuschreiben.

    Die SNB darf der Bank B aber nur 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, wenn sie über Vermögen oder Euros im Wert von 1.2 Franken verfügt. Beim Kurs von eins zu eins muss die SNB also über 1.2 Milliarden Euros verfügen. Die SNB verfügt aber nur über 1 Milliarde Euros.

    Konklusion: Die SNB ist zahlungsunfähig. Sie verfügt nicht über genügend Vermögen, um die Zahlungsanweisung von Bank B auszuführen.

    Würde die SNB der Bank B einfach 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, obwohl sie vom Auftraggeber (Bank A) nur 1 Milliarde Euros erhalten hat, würde sie «Geld aus dem Nichts» schöpfen.

    D.h. sie würde 200 Millionen Franken Notenbankgeld emittieren – ohne entsprechendes Vermögen zu haben.

    Nur: Wer würde klagen?

    Bank A ist nicht bereit, 200 Millionen Euro nachzuschiessen und Bank B ist nicht bereit, für 1.2 Milliarden Franken nur 1 Milliarde Euro gutgeschrieben zu erhalten.

    Würde Herr Jordan durch die Bahnhofstrasse gehen und 1 Million Banknoten verschenken: Wer würde klagen? Möglicherweise viele betroffene Parteien. Vor allem aber die Konsumenten. Ihre Geldscheine würden dadurch gesamthaft um 1 Million an Wert verlieren.

    Würde die SNB Banken Gutschriften erteilen ohne entsprechende Vermögenswerte in ihrer Bilanz aufzunehmen, würden die anderen Banken klagen, weil ihre Guthaben bei der SNB verwässert bzw. an Wert verlieren würden.

    Aus diesem Grund macht SNB-Chef Jordan die SNB haftbar, wenn er behauptet, bei negativem Eigenkapital seien die Kreditgeber der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital der SNB.

    Zusammenfassung:

    Aus der Tatsache, dass ein Privater nicht an den Schalter der SNB gehen kann, um eine Banknote gegen Gold einzutauschen, kann nicht abgeleitet werden, dass die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld tauscht.

    Diese Behauptung von SNB-Chef Jordan würde bedeuten, dass die SNB Notenbankgeld als Zahlungsmittel verweigert.

    Eine Bank darf mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB jederzeit eine Zahlung in Auftrag geben. Um eine solche Zahlung ausführen zu können, muss die SNB jederzeit über genügend Aktiva verfügen. Tut sie das nicht, ist sie zahlungsunfähig.

    Tut sie es trotzdem, so macht sie sich strafbar.

    Aus diesem Grund ist die SNB bei negativem Eigenkapital zahlungsunfähig und muss ihre Bilanz deponieren, ansonsten ist mit Klagen der anderen Banken zu rechnen, welche ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen und anstelle der SNB Konkurs gehen können.

    Mit freundlichen Grüssen

    Marc Meyer

  4. @An die 60 „likes“, die „Big Mac Index“ ein „Daumen hoch“ gegeben haben.

    Nochmals.

    Der Franken ist ein Gut. Ändert sich sein Wert, so ändert dieser sich gegenüber allen anderen Gütern:

    Verliert der Franken an Wert, so so wird der Dollar teurer in Franken und ein Hamburger auch.

    Steigt der Wert des Frankens, so ist es umgekehrt.

    Man kann also nicht vom Wert des Hamburgers Dollars einen Rückschluss auf den Wert des Frankens ziehen.

    Das ist einfachste Logik.

    Und basierend auf einem solchen Irrtum hat die SNB 700 Milliarden Devisen gekauft.

    Marc Meyer

    • Corrigenda

      Man kann nicht vom Wert eines Haburgers in Dollar einen Rückschluss auf den Wert des Frankens ziehen.

  5. @Platon

    Der Ausdruck:

    „mal schauen was kommt“

    haben Sie gut herausgepickt. Er ist zentral für meine Beiträge hier.

    Er steht m.E. keineswegs für Passivität, auch wenn das so erscheinen mag.

    Seit meiinem zweiten oder dritten Beitrag hier vor bald sechs Jahren denke und hoffe ich, dass das der letzte Beitrag war.

    Aber immer kommt etwas, das mich zum Schreiben veranlasst – irgend ein abstruser Kommentar in den Medien zur SNB usw.

    Oder ich denke, da bestehen gewaltige Missverständnisse, die ich richtigstellen möchte usw.

    Bitte entschuldigen Sie den Vergleich. Ich möchte mich nicht auf dasselbe Niveau stellen.

    Aber ich las einmal irgendwo ein Interview mit dem Lead-Sänger von Coldplay (Name leider vergessen).
    Die Gruppe macht m.E. sensationelle Musik.

    Er sagte, bei jeder Komposition denke er oder die Gruppe, das sei die letzte. Und dann geht es doch imner weiter.

    Genau so bei mir.

    Deshalb schrieb ich:

    Schauen wir mal wie es weitergeht.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  6. Für Deutschland bedeutet das zentralbanktechnisch:
    Target II ist wie Mefo-Wechsel reloaded

    Damals hatte Hjalmar Schacht als Präsident der Reichsbank die Gelder aus dem Nichts gezaubert, mit der die Infrastruktur Deutschlands aufgebaut wurde, die bis 40 Jahre nach dem Krieg gehalten hat. Diesmal wurden mit den Target II Salden die Infrastrukturen der Südländer aufgebaut, aber diesmal bezahlt es der Steuerbürger unseres Landes. Er glaubt, 1 Billion zu „haben“, „hat“ sie aber nicht.

    Das ist der Preis, daß wir den Bankrott nicht schon 2008 bei der Eurokrise ausgerufen haben. Wir hatten nochmal die 11 Jahre bis jetzt und konnten Vermögen, Immobilien etc. aufbauen. Hoffentlich genug, um dann in den Jahren, wenn pro Jahr mehr als 1 Million Babyboomer vom Powersteuerzahler zum Rentenempfänger wechseln, noch was zu beißen zu haben.

    Man kann sich das GENAU ausrechnen:
    ca 1958-1960 fangen die starken Jahrgänge an, haben ihren Peak bei 1965/66, und 1972 hatte sich die Geburtenzahl dann schon halbiert.

    Mit Rente 65-67 bedeutet das, daß ab dem Jahre 2025 das Massaker beginnt, im Jahre 2033 seinem Höhepunkt zustrebt und durch das Wegsterben dieser Jahrgänge erst im Jahre 2040 ff wieder abklingt.

    In diesen Jahren wird es massenhaft günstige Häuser aus den Speckgürteln und aus den Innenstädten geben, viele, die jetzt grade überteuert gekauft wurden von diesen Babyboomern in ihren Top Earning Years, und dann gibts nur noch die Grundrente, von denen die SPD heute gesprochen hat.

    Wohl dem, der dann ein Haus mit Garten hat.

    Für die Schweiz gilt im Falle eines starken Frankens und einer dahinsiechenden SNB ähnliches: assets von 800 Milliarden werden aus Frankensicht völlig entwertet und die SNB-Defizite werden quartalsweise von Bern ausgeglichen. Das können dann durchaus im Krisenfall 40 Milliarden Quartalsverlust X fünf konsekutiv aufeinanderfolgende Verlustquartale = 200 Milliarden sein.

    Ich bin hundertprozentig überzeugt, daß wie im Falle der UBS auch diesmal der Staat mit Steuergeldern „hilft“.

    Sicher wird Jordan dann trotz guter körperlicher Konstitution abgesetzt und bekommt einen noch besser dotierten Job bei den Leuten, die von seiner Politik jahrelang profitiert haben.

    • @Wilhelm Tell

      Danke für Ihre interessanten Denkanstösse. Vielleicht sollte man noch die Zuwanderungen mit in die Betrachtungen einbeziehen.

      Ob die Schweizer Steuerzahler die mit Sicherheit kommenden Verluste der SNB werden stemmen können, bezweifle ich.

      Viel wahrscheinlicher scheint mir die Einführung des Euros in der Schweiz.

      Freindliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Wilhelm Tell

      Eine differenzierende Betrachtung ist angebracht, um die populäre Fehlinterpretation zu vermeiden, andere Staaten hätten sich zu verschulden, um den deutschen/schweizer Export zu finanzieren. Die Entscheidungen, in Deutschland/Schweiz hergestellte Produkte zu kaufen, werden nicht von den Regierungen anderer Staaten getroffen. Diese Kaufentscheidungen treffen Unternehmen und private Haushalte. Defizitäre Staatshaushalte anderer Länder resultieren nicht aus Importüberschüssen, ebenso wenig wie Exportüberschüsse in Deutschland/Schweiz nicht automatisch zur Verringerung des defizitären Staatshaushaltes führen. Sie wissen wer, wie, wann und wieso die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland zerstört hat. Ich warne immer meine deutschen Freunde das CH-Modell des Kapitaldeckungsverfahren (2. Säule) zu verherrlichen. Es ist nicht für die Versicherten/Rentner konzipiert worden, sondern für die Finanzindustrie. Die Aufbauphase geht zu Ende und jetzt wo die Abbauphase beginnt, stellt man fest, dass es eine Fehlkonstruktion war/ist – und – sie sehr bald wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen wird. Wie im Falle SNB wird es niemand gewesen sein sollen der diese Verwerfungen ausgelöst hat. Und die Schafe werden dumm und frech gucken und nichts kritisch hinterfragen!

      Ich erlaube mir, obwohl es vom Artikel des Herr Dr. Marc Meyer abweicht, etwas vom BESTEN was ich auf diesem Blog zum Thema: „Modell-Schweiz“ gelesen habe hier zu kopieren – vom Kommentarschreiber @Das Schaf ärgert sich.

      Anfang Zitat:
      „Das Schaf ärgert sich
      10. April 2019 / 15:52
      Lieber@Plato,

      Verstehe Ihre Bedenken und bin durch (Erlebtes) Zeitzeuge einer Einrichtung (2. Säule) geworden die zum Wohle des ganzen Landes „schnell“ abgewickelt werden sollte.

      Stellen Sie sich eine riesige Schafherde vor und ein paar Rudel Wölfe. Und die bilden zusammen eine Gesellschaft, welche Gesetze über den Umgang mit den Schafen und ihren Ersparnissen erlässt.

      Und jetzt schauen Sie sich einmal die BVV2 an, die Verordnung über die Anlagen in der Säule 3a. Wissen Sie, wie diese Verordnung angepasst wurde, als die Internet-Blase am platzen war? Neu galt, dass die Pensionskassen je höher der Deckungsgrad war, desto riskantere Anlagen tätigen durften (und sollten). Und sie investierten ausgerechnet beim Höchststand in Internettitel, die dann verfielen. Die PKs durften die Krise nicht aussitzen, sondern mussten, weil der Deckungsgrad schrumpfte, verkaufen. Ergebnis: riesige Verluste. War es Zufall? War es Dummheit, dass bei der Revision niemand realisierte, dass die Vorsorgeeinrichtungen ausgerechnet bei Risikowerten prozyklisch würden investieren müssen?

      Schauen Sie sich die nächste grosse Anpassung der BVV2 an. Wann war das schon wieder mit der Finanzkrise? Schon wieder Dummheit? Schon wieder Zufall? Nein, natürlich nicht. Ein befreundeter PK-Verwalter sagte mir, er glaube nicht mehr an Dummheit und Zufall. Von Zeit zu Zeit laden die Wölfe ein paar Schafe zum Nachtessen ein.

      Ich hatte eine Säule 3a. Den „Vorsorgeplan“ von 1988, den mir das Vorsorgeunternehmen erstellt hatte und der die Basis des Vertrags war, bewahrte ich auf. Als die Auszahlung dann fällig wurde, bekam ich ein Drittel (!) weniger als im Vorsorgeplan (Art. 1 BVV2) vorgesehen war. Angeblich wegen Geldwäschereiformalitäten musste ich für die Auszahlung zum Vorsorgeunternehmen. Dort wollte man mir eine besonders lukrative Anlage der angesparten Summe andrehen. Da legte ich den Spezialisten ihren alten Vorsorgeplan vor. Nein, ich würde mich nicht betrogen fühlen. Aber es sei doch offensichtlich, sagte ich, dass ihre Selbstbeurteilungsfähigkeit miserabel sei. Toll sei dagegen ihre Eigenkapitalrendite. Das Schaf hat frech geguckt.

      Angestellt war ich beim Kanton Zürich. Dessen PK wechselte zu Beginn dieses Jahrtausends vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat. Der Umwandlungssatz betrug 7.6% (!). Als ich meine Einlagen und diejenigen des Arbeitgebers und die Zinsen zusammenrechnete, ergab sich ein Fehlbetrag von knapp einer halben Million. Ich ging zum PK-Verwalter, der mir erklärte, dass meine bisherigen Arbeitgeberbeiträge für frühere Renten verwendet worden seien. Aber das mache nichts, weil ich bei der Pensionierung gestützt auf den Umwandlungssatz immer noch gleich viel bekomme. Schon ein Jahr später wurde der Umwandlungssatz massiv gekürzt. Dafür gab es eine Gutschrift, die aber nicht alles ausglich. Und so weiter, und so fort. Da hat das Schaf dumm geguckt.

      Glauben Sie wirklich, dass es Dummheit ist, dass Ihre Vorsorgeeinrichtung prozyklisch in Immobilien investiert? Glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass Ihre Vorsorgeeinrichtung laufend in Zinspapiere investiert, obwohl es so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass deren Werte verfallen, wenn die Zinsen steigen? Fragen Sie Ihre PK, was der Zinsfuss ihrer Anleihe mit der längsten Laufzeit ist.“
      Ende Zitat
      Quelle:
      https://insideparadeplatz.ch/2019/04/08/null-inflation-und-doch-werden-fast-alle-aermer/

  7. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

    ja, schauen wir mal. Inzwischen, wird der sich rapide ausweitende Handelskrieg zwischen den USA und China von der Öffentlichkeit und den Finanzmärkten noch immer nicht in seiner gefährlichen Tragweite wahrgenommen. Die chinesische Führung darf schon wegen den Erwartungen seiner eigenen, sehr patriotisch eingestellten Bevölkerung den amerikanischen Erpressungen nicht nachgeben. Der gestrige Besuch Xi Jinpings in der Provinz Jiangxi (historisches Zentrum des „langen Marsches“) ist in seiner – mehr als – Symbolwirkung unmissverständlich.

    • @Platon

      Danke

      Ja wenn man in China war, sieht man, dass wir hier eigentlich nur Provinz sind.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Falls nicht schon bekannt: „Die Welt des Xi Jinpings“ auf Arte TV (Youtube). Für mich ein eye-opener und erschreckend ideologisch motiviert.

      In diesem Sinne ein schönes Wochenende und bleiben Sie weiterhin kritisch. Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Lieber Herr Meier

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Es freut mich sehr, von Ihnen zu hören. Ich dachte schon, Sie würden hier nicht mehr mitlesen, da Sie wichtigeres zu tun haben und sich hier langweilen, weil ich mich eigentlich immer wiederhole – aber eben – die Irrtümer der SNB werden auch immer wiederholt, und so muss ich widersprechen.

      Wäre schön, die würden es endlich einmal begreifen und wir könnten uns neuen Dingen zuwenden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  8. Guten Morgen Herr Herbert Naef

    „Insofern kann sie Verluste einfahren, irren wird sie jedoch niemals.“

    Nicht gerade überzeugend, wenn man die Sachlage ergebnisoffen analysiert. Sie und Prof. Jordan übersehen eines ganz offensichtlich: Sämtliches Vermögen, das in einer Volkswirtschaft vorhanden ist, wird von den Bürgern erschaffen. Um dann an Bar- oder Buchgeld zu kommen, müssen Sie dieses Vermögen verpfänden! Wenn man nun Bargeld als „Non plus ultra“ betrachtet, ist dies eine Mystifikation. Weder die SNB noch die Geschäftsbanken stellen reales Vermögen her; sie sind daher nichts weiter als Dienstleister, die das Geld, welches diverse Funktionen erfüllt, zur Verfügung stellen sollen. Beispiel aus der Praxis sowohl aus Sicht der Geschäftsbanken, Kreditnehmer und SNB:

    Der Kreditnehmer schuldet der Bank das Geld (= Aktivum) und der Kreditgeber hat das Geld, das der Kreditnehmer der Bank schuldet, zugut (= Passivum). Zu behaupten, dieses Geld sei nicht gedeckt, ist eine krasse Verkennung der Tatsachen: Das Aktivum ist die Deckung! Und selbst wenn man davon ausginge, diese Bankschuld müsste durch Bargeld gedeckt sein, dann verkennt man das Wesen des Bargeldes, welches auch wiederum nur eine Schuld der SNB ist – und gedeckt ist dieses Bargeld ebenso wiederum durch ein Aktivum – ein Wertpapier, eine Schuld eines Wirtschaftssubjekts. Und dieses Wertpapier wäre wiederum von einer Geschäftsbank der SNB verkauft worden und die SNB erschüfe dann dieses Bargeld wiederum „aus dem Nichts“, wenn ich Ihre und die des 1.90m-Mann in Zürich Logik beiziehen will.

    Und wir können noch einen Schritt weiter. Die Buchung der Bargeldentstehung lautet üblicherweise also allgemein Aktiven/Fremdkapital bzw. rudimentär Vermögenswert/Bargeld oder Vermögenswert/Giralgeld und danach Giralgeld/Bargeld oder einfach beispielsweise $/€. Es sind somit auch nicht verpfändete Sicherheiten, die ich als Aktiven anführe – die können ja gar keine Aktiven sein, da sie im Eigentum des Sicherheitsgebers verbleiben, sondern sind, wie das Wort ja sagt, nur Sicherheiten -, sondern Kredite (die Schweizer Nationalbank hat den Geschäftsbanken keinen einzigen Franken Kredit gewährt!) oder eben (meist vorübergehende) Ankäufe mit Rückzahlungsverpflichtung (Repos). Denkbar ist auch der Ankauf am Offenmarkt, wodurch natürlich wiederum das Geld als Schuld der Zentralbank bei den Banken ankommt, da ja nebst dem Staat grundsätzlich nur diese ein Girokonto bei der SNB eröffnen können.

    Aus all diesen Gründen ist es wichtig, dass man das System einmal sachlich analysiert – und nicht wie Sie es tun, sich mit nichtssagenden Floskeln argumentiert wie:

    Anfang Zitat:
    „Thomas Jordan steht bärenstark da in der Schweizer Öffentlichkeit.
    Er gilt als glaubwürdig, kompetent und schweizbewusst.
    Im Gespräch stand der 1,90m-Mann in Zürich wie ein Baum, war trotzdem höflich.
    Bedenken eines Basler Wirtschaftslehrers bezüglich der Bewertung von Bilanzrisiken wiegen dagegen einfach wenig. Diese Leute wissen was sie tun.“
    Ende Zitat.

    Ich weiss nicht, in welchem Verhältnis Sie zu Herr Prof.Jordan und der SNB stehen, ob es überhaupt einen solchen gibt, es ist Ihre Sache. Aber bestimmt haben Ihre Beiträge nichts zur Wahrheitsfindung beigetragen, sondern offenbaren das Prinzip Hoffnung und eine grundlegende selbstgefällige Ignoranz. Die Realität hält sich aber nicht ans Drehbuch.

    Lieber Urs

    was machen die Medikamente gegen Ihre geistigen Blähungen? Sie sind immer in Kampfposition, nie offen für den Diskurs, was auf die Absetzung der Medikamenteneinnahme hinweist. hatten Sie Nebenwirkungen? Bestehen Sie darauf, dass Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen eine Umstellung erarbeitet – Sie haben das Recht dazu! Nein, Prof. dr. Jordan ist weder Arzt noch Apotheker.

    • @Platon

      Lieber Platon

      Besten Dank und freundliche Grüsse eines Wirtschaftslehrers aus Basel (der seine Stelle als Strategist bei der UBS in Zürich verlor, weil er es wagte, als Privatmann die Geldtheorie auf welcher die Geldpolitik der SNB basiert, zu hinterfragen).

      Übrigens: Körpergrösse 1.73 (das ist bei der SNB offenbar entscheidend – je grösser, desto besser – wie auf dem Fussballplatz).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

      zum Glück gibt es noch Menschen wie Sie unserem Land.

      Herr Rudolf Elmer dazu:
      Anfang Zitat:
      „Rudolf Elmer
      14. Mai 2019 / 21:04
      Danke Planton für Ihre Worte. Ja, wir d.h. wir Schweizer/innen müssen uns der Sache stellen und den Mut aufbringen und uns die Mühe machen, unangenehme Sachverhalt anzusprechen auch wenn diese mindestens kurzfristig zu unserem Nachteil sind. Ich stellte mich der Schweizer Justiz, bin ins Heimatland zurückgekehrt, Millionen abgelehnt zu schweigen und habe nun eine Verantwortung gegenüber allen anderen Whistleblower, mich durchzusetzen und meine Stimme zu erheben. Die vielen tollen Menschen d.h. Whistleblower wie Roland Meili (UBS), Yasmine Montarjemi (Nestle) etc., die untergegangen sind d.h. die den sozialen, finanziellen und professionellen Tod erleben mussten nur weil sich ehrlich waren. Das ist einfach nicht akzeptierbar, wenn die Justiz politisch wird! Das muss ändern!
      Ende Zitat
      Quelle:
      https://insideparadeplatz.ch/2019/05/14/bundesanwalt-lauber-darling-der-banken/

      Schreiben Sie weiter Herr Dr. Meyer…Sie sind nicht AllEINE und auch innerhalb der SNB gibt es Menschen mit Sachverstand….die SNB ist nicht ausschliesslich Prof. Jordan &. Co.

    • @Platon

      Guten Morgen und vielen Dank für Ihre aufmunternden Zeilen.

      Nun habe ich allerdings hier auf Inside Paradeplatz bereits 70 Artikel geschrieben zum Thema.

      „Für Gottes Lohn“

      Die Geldtheorie wurde seither umgeschrieben und andere Argumentationen von mir hier finden immer mehr Eingang in den Lehrbüchern (z.B. Interpretarion Deflation).

      Alles immer ohne Zitatangabe.

      Ich arbeite also im wahrsten Sinn für Gottes Lohn.

      In diesem Sinne wollen wir schauen, wie es weitergeht.

      Nochmals Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    ich mag letztlich nur der Wahrheit verpflichtet sein, Sie und Herr Jordan jedoch sind ihrer jeweils diametralen Theorie verpflichtet.

    Die Wahrheit liegt jedoch näher bei Jordan.
    Die SNB wird nicht scheitern.

    Ich möchte dies kurz begründen.

    Ausgehend vom sogenannten „Rütli-Schwur“ haben führende Politiker und Wirtschaftsfachleute vereinbart, die schweizerische Nationalbank zu beauftragen, ihrem Mandat der Geldwertstabilität für die Schweiz in dem Sinne nachzukommen, daß diese den Wechselkurs des Schweizer Frankens zum Euro stabil hält.
    Vorrangig war hier der Produktionsstandort Schweiz.
    Vorrangig waren hier Namen wie Nestlé, Novartis, Roche und Swatch.

    Nachrangig waren Themen wie Bilanzrisiken, Benachteiligung besonderer Bevölkerungsgruppen, die insbesondere mit dem Binnenmarkt allein schon zufrieden sind.

    Man hat an höchster Stelle entschieden, daß ein großer Anteil des Kapitals und der Produktionsmittel (nach Marx) in der Schweiz an einem Engagement der SNB in Wechselkursfragen profitieren würde und hat diesen Entscheid durchgesetzt.

    Das war ein reiner Vernunftentscheid.
    Man konnte es nicht jedem Recht machen und hat den Arbeitsplätzen und der Exportfähigkeit Vorrang eingeräumt.

    Vor allem hat man das Risiko so eingeschätzt, daß der Euroraum schon bald in ein günstigeres wirtschaftliches Fahrwasser käme und auf Optimismus gesetzt, auf höhere Eurozinsen und auf einen „natürlich“ schwächer werdenden Schweizer Franken.

    Zugegeben, das war eine Fehleinschätzung.

    Aber was sollte die SNB in dieser Situation jetzt tun ?

    Das Gebot der Stunde war die Weiterführung des einmal eingeschlagenen Wegs. Weitere Ausweitung der Bilanz, eine geringfügig höhere Inkaufnahme des Risikos und eine stabile Präsentation nach außen. Das hätte Dr. Marc Meyer als Chef der SNB auch so gemacht. Welchen Grund soll es geben, die Pferde scheu zu machen, wenn wir auch auf bessere Zeiten warten können ?

    Sie waren immer dabei mit ihrer unseligen Bilanztechnik.
    „Jordan schätzt seine Möglichkeiten falsch ein, weil er seine Liquidität überschätzt und der Markt seiner Politik das Genick brechen kann !“
    Pustekuchen.
    Der Markt war nicht gegen Jordan.
    Nie.
    Der Markt ist nicht Gegner von Jordan, sondern Jordan ist der Markt.
    Selbst wenn täglich 5 Billionen Dollar gehandelt werden.
    Summen machen nicht den Ausschlag, sondern Intentionen von active Players.

    Ihre vor fünf Jahren geposteten Fehleinschätzungen, Herr Dr. Marc Meyer, haben mich jahrelang zu falschen Schlussfolgerungen verleitet. Eine Zentralbank kann niemals Spielball von „Märkten“ sein. Sie ist Instanz für das Verhalten von „Märkten“. Insofern kann sie Verluste einfahren, irren wird sie jedoch niemals.

    Und damit auch nie die Bilanz deponieren müssen.

    Wenn Sie es nicht nachvollziehen können, betrachten Sie das Unfehlbarkeitsdogma des Papstes in Rom. Professor Hans Küng (Tübingen, Deutschland) hat es dreissig Jahre bekämpft, es blieb Wahrheit „ex cathedra“ .

    Thomas Jordan steht bärenstark da in der Schweizer Öffentlichkeit.
    Er gilt als glaubwürdig, kompetent und schweizbewusst.
    Im Gespräch stand der 1,90m-Mann in Zürich wie ein Baum, war trotzdem höflich.
    Bedenken eines Basler Wirtschaftslehrers bezüglich der Bewertung von Bilanzrisiken wiegen dagegen einfach wenig.

    Diese Leute wissen was sie tun.

    • @Herbert Naef

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Beitrag.

      Erstens:

      Weiter unten schrieben Sie

      Zitat:
      „Interessant, wie dann das Scheitern der SNB über die Schweiz verteilt wird: „
      Zitat Ende

      Jetzt schreiben Sie:

      Zitat:
      „…irren wird sie (die SNB, Anm.d.V.) jedoch niemals“ und „Diese Leute wissen, was sie tun.“
      Zitat Ende

      Ihr Plädoyer für die Irrlehre der SNB ist chaotisch. Logisch: Wenn man eine Chaos-Theorie vertritt, so muss auch diese Vertretung chaotisch sein.

      Ich kann Sie als Diskussionspartner hier nicht wirklich Ernst nehmen, genau so wenig wie man die SNB noch Ernst nehmen kann.

      Zweitens:

      Ins gleiche Bild passt, dass Sie von meiner „unseligen Bilanztechnik“ schreiben.

      Bilanztechnik ist das Instrument des Oekonomen. Schafft man ohne Bilanztechnik, so gleicht man einem Astronomen ohne Fernrohr oder einem Maurer ohne Massstab.

      Darf ich Sie daran erinnern: Jahrzehntelang, um nicht zu sagen jahrhundertelang, hat man in der Wirtschaftswissenschaft behauptet, Geld sei ein Kredit der Zentralbank an die Wirtschaft. Daraus entstünde ein Geldmultiplikator. Und man hat behauptet, die Banken sammeln das Geld der Sparer und leihen dieses an Schuldner aus.

      Mit Buchungssätzen habe ich in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ auf Inside Paradeplatz, September 2013 erstmals bewiesen, dass das nicht korrekt ist und dass bei jeder Kreditvergabe durch das Bankensystem neues Geld entsteht.

      Die Bank of England hat das 5 Monate später übernommen. Und was hat die SNB gemacht? Sie hat ihre falsche Geldtheorie, die mit Schulungs-Filmen vom Schweizer Fernsehen untermauert war, einfach klammheimlich von ihrer home page genommen und durch meine Theorie ersetzt.

      Und was hat der „bärenstarke 1.90-Meter-Mann“ der SNB gemacht? Er hat einfach meine Theorie übernommen ohne Zitat-Angabe und trägt diese nun vor, als hätte er nie etwas anderes gesagt.

      Der „bärenstarke 1 Meter 90 Mann“ hat kein Gewissen der Wissenschaft gegenüber. Einfach nur unwürdig.

      Nein. So schafft man kein Vertrauen.

      Drittens:

      Sie schildern, wie es zum Mindestkurs kam: Am „Franken-Rütli“ wurde der SNB von „Wirtschaftsfachleuten“ quasi der Befehl erteilt, am Devisenmarkt zu intervenieren.

      Also nochmals: Die SNB erhielt den Befehl, zu intervenieren.

      Der „bärenstarke 190 Meter-Mann“ nahm also einen Befehl von jemandem entgegen, der gar nicht das Recht, hat, ihm einen Befehl zu erteilen. Damit wurde Schweizer Recht gebrochen. Dieses „Franken-Rütli“ war politisch nie und nimmer legitimiert.

      Eine PUK muss her!

      Die Demokratie wurde beim Franken-Rütli ausgehebelt. „Der bärenstarke 1.90-Meter Mann“ liess sich gegen besseren Wissens, zu etwas hinreissen, von dem er wusste, dass es falsch war (in seiner Dissertation soll sich Jordan explizit gegen eine Anbindung des Frankens an den Euro ausgesprochen haben. Eine Untergrenze ist noch viel gefährlicher).

      Viertens:

      Sie behaupten, ich würde sagen, Jordan überschätze seine Liquidität.

      Nein. Das sage ich gar nicht. Ich sage, Jordan weiss nicht, was Liquidität ist. Er behauptet, von der SNB gedrucktes Geld sei Liquidität der SNB.

      Genau das ist falsch: Liquidität ist eine Kurzform des Ausdrucks „liquides Vermögen“. „Liquidität“ ist immer ein Aktivum – links in der Bilanz. Gedrucktes Geld ist aber rechts in der Bilanz der SNB. Jordan verwechselt also links und rechts der SNB-Bilanz.

      Das ist viel schlimmer.

      Fünftens:

      Sie schreiben:

      Zitat:
      „Der Markt war nicht gegen Jordan“
      Zitat Ende

      Sie vergessen: Jordan hat, zusammen mit seinem Kollegen Hildebrand, bereits bei 1.45 für 200 Milliarden Euros gekauft. Dann immer dazugekauft bis jetzt bei 1.13. Jetzt sind wir bei fast 800 Milliarden.

      Der Markt war nicht gegen Jordan?

      Schlussfolgerung:

      Unsere SNB hat sich aufgrund der Irrlehre des bärenstarken 1.9 Meter-Mannes vollkommen verrannt und sitzt in der Falle. Und wir alle sitzen mit ihm drin.

      Warum? Einfach weil die SNB stur an ihrer Irrlehre festhielt und nicht bereit war, ihr falsches Dogma einmal zu überdenken.

      Ihr Plädoyer für die SNB und ihren „bärenstarken 1.90 Meter-Mann“ hilft diesem wenig.

      Im Gegenteil: Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass die Irrlehre einer Schweizerische Nationalbank nur noch durch Kommentatoren vertreten wird, die wie Sie vollkommen chaotisch argumentieren oder durch SNB-Trolls wie „Urs Abderhalden“ der sich an Ihrer Polemik ergötzt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  10. Naef an Meyer fasst es grossartig zusammen:
    „Mit einem Kritiker, der über Jahre so platt und medienunwirksam auftritt, kann man leicht fertig werden.“

    • @“Urs Abderhalden“ alias alias alias (SNB-Troll)

      Genau mit solchen Kommentaren aus der Ecke der SNB verspielt unsere Nationalbank ihr Vertrauen bei der Bevölkerung.

      Schade.

      Es geht um viel.

      Aber für die SNB gilt nur eines: Das Gesicht nicht verlieren. Koste es was es wolle – das Schweizervolk wird bluten (ein Anfang ist mit den Negativzinsen bereits gemacht).

      Ein SNB-Chef, der behauptet, man könne mit „Geld drucken“ (Bilanzverlängerung) die SNB-Bilanz verkürzen, soll lieber zurücktreten als zu versuchen, mit Trollen seine Irrlehre hier zu rechtfertigen.

      Nochmals: Bei negativem Eigenkapital der SNB werden die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen und können dann selber anstelle der SNB Konkurs gehen.

      Was dann geschieht, können wir uns ausmalen.

      Die SNB und ihre Führung (inklusive SNB-Bankrat) sollte sich lieber einmal mit Bilanzanalyse beschäftigen als sich hier durch Trolls billig vertreten lassen.

      Bitte grüssen Sie mir auch recht freundlich Herrn Jordan und Ihre anderen Freunde bei der SNB.

      Marc Meyer

      P.S.

      Aufforderung an den SNB-Bankrat: Setzen Sie dem Jordan-Trauerspiel endlich ein Ende.

      Sorry Herr Jordan – aber stehen Sie bitte einmal zu Ihrem Irrtum. Danke.

  11. @Herbert Naef

    Ein gewisser „Herbert Naef“ schreibt:

    „Die Politik der SNB nützt ausgewählten Bevölkerungskreisen, z.B. Hoteliers, Fabrikanten, Bergführern und Nutzniessern eines schwachen Franken.
    Sie schadet Sparern, Arbeitnehmern, die nur für den Binnenmarkt arbeiten, und Importeuren, die ansonsten viel billiger an die ausländischen Waren herankommen würden.

    Problem wird am Tag X sein, daß alle die Zeche von 800 Milliarden Portfolio-Ausbau zu zahlen haben, sowohl die Nutzniesser als auch die non-Profiteure.
    Interessant, wie dann das Scheitern der SNB über die Schweiz verteilt wird: niedrigere Renten, höhere Inflation, neue Zinsstruktur und jede Menge Notverkäufe an US-Aktien, Euro und Dollar.“

    Dann schreibt ebenfalls wieder ein gewisser Herbert Naef:

    „Ich … neige der Darstellung der SNB zu, daß diese einem seriösen Job nachgeht.“

    Also diametral entgegengesetzte Meinungen vom selben Kommentator.

    Herr „Naef“: Was beabsichtigen Sie mit solch entgegengesetzten Meinungen?

    Sind Sie verwirrt? Oder haben Sie Ihre Pseudonyme verwechselt? Oder wurde Ihr Pseudonym von jemandem geklaut? Oder wollen Sie absichtlich Verwirrung stiften?

    Die SNB schafft kein Vertrauen bei der Bevölkerung, wenn die Meinung von SNB-Chef Jordan so verwirrt hier vertreten wird.

    Marc Meyer

  12. @Fake @Platon

    Sie plappern der NZZ&.Co unkritisch nach. Das ist ein Fehler für den Ihre Kinder und Enkelkinder teuer bezahlen werden. Die Schweizer Exportwirtschaft brummt und wir alle sollten glücklich sein. Da gibt es aber ein Problem. Die Schweiz hält ihre Guthaben in weichen Währungen. Wer Exportüberschüsse erzielt, braucht Schuldner – und das sind nun mal überwiegend Defizitländer. Die Exportindustrie beschäftigt weniger Leute, als man denkt siehe meine Antwort an @FYI. Darüber hinaus, sind die Auslandvermögen einer nachhaltigen Entwertung ausgesetzt, denn der EURO ist und bleibt eine gezielt herbeigeführte Fehlkonstruktion die zum Scheitern – nicht nur verurteilt -, sondern bereits gescheitert ist, da eine „Währung“ die man „RETTEN“ muss schon längst TOD ist! Wie sich die SNB – eine der saubersten und renommiertesten Zentralbanken der Welt, hat in einer solcher Lage hineinziehen lassen, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben (Franken-Rüttli). Die volkswirtschaftlichen und sozialpolitischen Folgen für die arbeitende Bevölkerung der Schweiz werden verheerend sein.

  13. Wurde ja auch Zeit, dass die SNB die Spekulanten für ihre Ziele arbeiten lässt. Kommt viel günstiger und nützt der Mehrheit der Schweizer mehr. Bis anhin war es doch für diese Zunft das sicherste Geschäft auf einen stärkeren Schweizer Franken zu wetten.

  14. Vielen Dank für ihren Artikel und die noch besseren Kommentare der Foristen. Zeit 1y4 zu kaufen? Danke für den Tipp

  15. Die Politik der SNB nützt ausgewählten Bevölkerungskreisen, z.B. Hoteliers, Fabrikanten, Bergführern und Nutzniessern eines schwachen Franken.
    Sie schadet Sparern, Arbeitnehmern, die nur für den Binnenmarkt arbeiten, und Importeuren, die ansonsten viel billiger an die ausländischen Waren herankommen würden.
    Problem wird am Tag X sein, daß alle die Zeche von 800 Milliarden Portfolio-Ausbau zu zahlen haben, sowohl die Nutzniesser als auch die non-Profiteure.
    Interessant, wie dann das Scheitern der SNB über die Schweiz verteilt wird: niedrigere Renten, höhere Inflation, neue Zinsstruktur und jede Menge Notverkäufe an US-Aktien, Euro und Dollar.

    • Sehr geehrter Herr Herbert Naef

      Das findet schon hier und jetzt statt! Die Pensionskassenrenten sind seit 2005 im Durchnschnitt um nahezu 9 Prozent gesunken. Und sie sinken rapide weiter. Um die Teuerung werden wir seit Jahren betrogen: Die horrenden Krankenkassen-Prämien sind in der offiziell ausgewiesenen Teuerung nicht berücksichtigt. Das ist Betrug. Gestützt auf das tatsächlich für den Konsum zur Verfügung stehende Geld müssten kummuliert seit 1997 die Minimumrenten der AHV pro Jahr heute 360 Franken höher sein und die Maximalrente pro Jahr 720 Franken höher. Der Teuerungsausgleich bei den Löhnen hätte doppelt so hoch ausfallen müssen. Das ist Betrug. Allein die Inflationierung der Immobilien führt in der Schweiz jährlich mit über 60 Mia. Franken zu einer gigantischen Umverteilung von unten nach oben. Alle AHV – Renten zusammen kommen nur auf 40 Mia. Franken. Das ist Irreführung. Wie das Märchen der Umverteilung von Jung nach Alt in der 2. Säule.

      Professor B. Gehrig sagte als Vizepräsident der SNB 2003:
      Anfang Zitat:
      „In der Literatur meint man mit Inflation gemeinhin den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Von einer Beschränkung nur auf Konsumgüter ist so gut wie nirgendwo die Rede..“
      Ende Zitat.

    • Der Gerber meint,
      die Eichbäume
      wüchsen nur
      der Rinde wegen.

    • @Herbert Neaf

      Danke.

      Ja es dürfte so herauskommen, dass die SNB stur an ihren Investitionen festhält, bis es nicht mehr geht. Das wird dann der Fall sein, wenn sie negatives Eigenkapital ausweist und dieses sich immer weiter in den Negativbereich hineinfrisst.

      SNB-Jordan behauptete ja letzte Woche vor Studenten in St. Gallen erneut, die SNB könne dann einfach „Geld drucken“ und so die Bilanz reduzieren.

      An der Harvard scheint Thomas Jordan nichts gelernt zu haben in Sachen Bilanzanalyse einer Zentralbank – weil die es dort offenbar auch nicht verstehen.

      Deshalb hier nochmals: Will Jordan die SNB Bilanz verkürzen, so darf er nicht noch mehr Geld drucken, weil das die SNB-Bilanz im Gegenteil verlängert.

      Also was muss er tun?

      Er muss Vermögen (Aktiven) verkaufen, weil die SNB nur so ihre ausstehenden Banknoten wieder hereinnehmen kann. Er muss die £Bilanz auf beiden Seiten verkürzen.

      Aber genau das, sagt er, tue die SNB nicht. Sie gebe gegen Banknoten nur Banknoten.

      Und wenn die SNB es dann endlich begriffen hat, wird sie merken, dass sie gar nicht mehr über genügend Vermögen verfügt, um ihre Banknoten hereinzunehmen. Diese fallen dann stark im Wert.

      Die Folge wird sein: starke Inflation und vor allem: Die Banken müssen ihre Guthaben bei der SNB, d.h. ihre gesetzlichen Zahlungsmittel tiefer bewerten. Als Folge können dann die Banken Konkurs gehen wegen der SNB.

      Zur Erinnerung: CS und UBS beispielsweise haben über 100 Milliarden Guthaben bei der SNB. Alle Banken zusammen gegen 700 Milliarden.

      Die Politiker in Bern werden dann sagen: Hört Leute, es droht eine riesengrosse Krise mit vielen Arbeitslosen, wenn wir nicht den Euro einführen.

      Also wird man den Euro einführen zu einem miserablen Preis. Dann hat die SNB keine Verluste mehr aber das Schweizervolk zahlt die Zeche der SNB-Misswirtschaft und SNB-Sturheit.

      Marc Meyer

    • @FYI

      Sie schreiben an Herr Dr. Meyer Zitat:
      „Das Zauberwort lautet Strukturwandel.“
      Ende Zitat.

      Wie war die Begründung für die Einführung des Mindestkurses (Enteignung)? Man wolle die Exportindustrie unterstützen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben…so der Tenor. Bitte korrigieren Sie mich.

      Seit den 90er sind in den klassischen Exportindustrien (Pharma, Uhren, Maschinen, Finanzdienstleistungen) per Saldo Arbeitsplätze abgebaut worden. Gemessen an der Bevölkerung ist die Beschäftigung in diesen Sektoren um rund 15 % geschrumpft. Quelle: BSF, OECD, SECO. Neue entstandenen Arbeitsplätze sind netto nahezu nur in den mit Steuergeldern finanzierten Bereichen Gesundheit, Bildung und Verwaltung geschaffen worden. Sie als Fachmann für Devisen/Märkte und volkswirtschaftliche Zusammenhänge, können sicherlich uns erklären, weshalb die Schweizerische Nationalbank als Entsorgungsunternehmen und Zusatz-Exportversicherung hat sich degradieren lassen, und mit dem Verkauf aller Repos m.E. sowohl gegen die Bundesverfassung als auch gegen das Nationalbankgesetz verstossen hat.

    • @ Marc Meyer, Dr.

      Sie vergessen, daß die SNB über nachhaltige
      a) Dividenden und
      b) Zinseinnahmen ihrer Anleihen und
      c) zuletzt aufgetretene Kursgewinne bei Anleihen
      verfügt und damit Verluste im Devisenbereich ausgleichen kann.

      Bei verschiedener Gelegenheit konnte ich die Quartalsberichte dahingehend überprüfen.
      Man kam zu dem Schluß, daß die SNB kleine Bilanzverluste (durch Devisenbewertungen aufgrund eines starken Frankens) durch das bestehende Anlageportfolio ausgleichen konnte.
      Es ist nicht so, wie Sie schreiben.
      Das Anlageportfolio der SNB ist zwar devisenlastig, aber die Schwankungen der Quartalsberichte und die zahlreichen Gewinnquartale weisen aus, daß die SNB bislang in einem vernünftigen Rahmen gewirtschaftet hat.
      Ihr immer wieder gebetsmühlenhaft vorgetragenes Mantra, die SNB wäre irgendwann gezwungen, die Bilanz zu deponieren, weil der Verlust das Eigenkapital übersteigt, bezieht sich meiner Ansicht nach nur auf das Betrachtungs-Szenario, daß der Franken plötzlich erdrutschartig gegenüber USD und Euro an Wert gewinnt.

      Dazu stelle ich abschließend folgendes fest:

      1.
      Bis auf den 15. Januar 2015 hat es diese erdrutschartigen Frankenkurszugewinne nie gegeben.
      2.
      Sollte der Franken steigen, steigen auch die Anleihen im Portfolio der SNB (safe Harbour-Szenario) und gleichen teilweise Verluste aus.
      3.
      Es darf als sicher gelten, daß die SNB im Krisenfall dem Markt informationstechnisch überlegen ist und durch Portfolio-Verlagerungen Profite erzeugt.

      Insofern ist ihr ganzes Krisenszenario auf den Prüfstand zu stellen.
      Seit fünf Jahren lese ich ihre permanenten Anschuldigungen gegenüber der SNB, aber nichts geschieht.
      Bei der Pädagogischen Hochschule in Zürich konnte ich selbst Zeuge sein, wie sie vor mehreren hundert Zuhörern Herrn Jordan mit ihrem Modell konfrontiert haben, doch nach der Replik von Herrn Jordan hat niemand der Anwesenden diese Erörterung weitergeführt oder gar Partei für ihre Position ergriffen.
      Obgleich eine Vielzahl von Ökonomie-Professoren und Wirtschaftsfunktionäre im Raum waren, in der Presse wurden 600 Zuhörer genannt, darunter 80 hochkarätige Experten.
      Daß Sie ihren Auftritt in breitestem Schwyzerdütsch durchführten, war kontraproduktiv, denn die Herren von der HSG und der ETH waren teilweise Deutsche und haben Sie 100% nicht verstanden.
      Herr Dr. Meyer, Sie haben nichts bewirkt.
      Das liegt auch daran, daß Sie immer wieder dasselbe schreiben.
      Sie entwickeln ihre Medienauftritte nicht, sondern konservieren ihre Grundtheorie.
      Sie erreichen keine weiteren Mitstreiter.
      Ich glaube, die SNB ist sogar erfreut über ihr Auftreten.
      Mit einem Kritiker, der über Jahre so platt und medienunwirksam auftritt, kann man leicht fertig werden.
      Obwohl ich es fachlich nicht vollständig beurteilen kann, rücke ich deshalb nach über fünf Jahren von ihrer Position ab und neige der Darstellung der SNB zu, daß diese einem seriösen Job nachgeht.
      Hätte Einstein seine Relativitätstheorie so phantasielos und einseitig propagiert wie sie ihre Zentralbank-Theorie, dann säße er heute noch als kleiner Schreiber im Patentamt in Bern.

    • @Herbert Naef

      Sehr geehrter Herr Naef

      Vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Sie ehren mich ausserordentlich. Sie vergleichen mich mit Einstein, ausser dass dieser medienwirksamer aufgetreten sei.

      Nochmals Danke.

      Fachlich tragen Sie aber leider nichts Substanzielles vor:

      Der Franken sei nie erdrutschartig gestiegen. Doch ist er. Und wie. Schauen Sie den Chart an. Dasselbe zum Dollar. Der kommt von 4.30. Die SNB hat hunderte Milliarden Kursverluste erlitten.

      Mit Negativzinsen hält die SNB dagegen, was unser Land Milliarden kostet.

      Weiter: Ich hätte am Vortrag Jordan Mundart gesprochen. Sorry. Ich weiss es nicht mehr. Ich hatte knapp 60 Sekunden Zeit. Ich habe in der Sprache von Jordan gesprochen. Die Diskussion war gerade mal 5 Minuten für alle Sprecher. Man durfte eine Frage stellen.

      Die Theorie der Geldschöpfung der Banken, die Jordan damals vortrug war genau die von mir, welche die SNB jahrelang davor abgestritten hatte.

      Plagiat-Jordan hat einfach von mir übernommen. Er hat offenbar keinen wissenschaftlichen Stolz.

      Wer hat vor 20 Jahren vor der SNB-GV gefordert, die SNB solle endlich in Aktien investieren können? Wer hat gefordert, die SNB müsse mehr an Bund und Kantone abgeben als 5 Mio pro Jahr?

      usw.

      Jordan behauptet heute noch, die SNB könne ihre Bilanz abbauen, indem er diese verlängert. Hat er erst kürzlich wieder an der Universität St. Gallen behauptet.

      Sid wir im Irrenhaus?

      Sorry.

      Sie machen es sich sehr einfach Herr Naef.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Herbert Naef

      Amüsant, wie sich Ihr jetziger Kommentar und der vorherige widersprechen.

      Kalte Füsse gekriegt?

      MfG

  16. Sehr geehrter Platon

    Danke

    Ja es ist genau so wie Sie schreiben.

    Es ist mir unverständlich, wie man so verbohrt sein kann wie die SNB-Führung und nicht zu einem Irrtum stehen.

    Wenn mich ein Schüler oder eine Schülerin auf einen Irrtum aufmerksam macht, so gebe ich ihm oder ihr 2 Franken.

    Dadurch fällt mir kein Zacken aus der Krone. Im Gegenteil: Ich will, dass sie kritisch sind.

    Die SNB-Führung hat nicht die Grösse, zu ihrem Irrtum zu stehen.

    Deshalb kratzt sie am Boden und wird immer dort bleiben.

    „You can fly with the eagles or scratch with the chickens.“

    Danke nochmals und freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  17. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

    Blasen im Land, Negativzinsen, teure Importe für Unternehmen und Bürger und so weiter…Nur damit der Franken nicht zu stark wird. Die SNB hat inzwischen – Stand März 2019 – pro Einwohner (inkl. Kinder und Rentner) für rund 100’000+ CHF Fremdwährungspositionen in ihren Büchern. Wenn diese Positionen auch nur 10 % an Wert verlieren, kostet das jeden Einwohner über 10’000 CHF! Herr Prof. Dr. Jordan und die SNB einschliesslich Bankrat verwechseln Aktiven und Passiven, denn das Geld der SNB ist eine Schuld derselben und keine Liquidität! Liquidität ist immer ein Aktivum! Niemand kann sich immer mehr verschulden und behaupten, er sei liquid, auch die SNB nicht, denn Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachzukommen – und das von der SNB emittierte Geld ist ja gerade die Zahlungsverpflichtung, die Schuld der Zentralbank und nicht ihr Vermögen. Wie man sich da schwierig tun kann, bleibt deren Geheimnis. Annahmezwang und Schuldentilgung aus Sicht der SNB und der Bevölkerung werden auf ein Stufe gestellt und undifferenziert in einem Topf geworfen. Bei der SNB – und nicht nur dort – ist man sich nicht zu Schade Geld als Schuld der SNB einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss. Man versucht glaubhaft zu machen, dass es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital handele. Die SNB hat sich aber aufgrund ihrer FK-finanzierten Devisenzockerei längst in eine Sackgasse manövriert aus der sie nicht mehr herausfindet. Dieses Dilemma ist mitverantwortet durch viele Einzel-Interessen durch die politische und wirtschaftliche Landschaft (Franken-Rüttli) einer Demokratie unwürdig. Sollte die Bilanz der SNB in naher Zukunft implodieren, was angesichts der Hebelverhältnisse kein unrealistisches Szenario ist, wird das Establishment behaupten, wir haben es ja immer gesagt. War es das Wert? Folgen? EU Beitritt und Einführung des EURO zu einem desaströsen Wechselkurs.

    Die SNB – sie hat diese Seite mittlerweile vom Netz genommen – schrieb selbst:Anfang Zitat:

    „Autonome Geldpolitik
    Eine autonome oder eigenständige Geldpolitik bedeutet, dass eine Zentralbank ihre Geldpolitik an den Bedürfnissen des eigenen Landes ausrichtet. Weil zwischen der Geldpolitik und der Währung eines Landes ein Zusammenhang besteht, ist eine autonome Geldpolitik nur möglich, wenn der Wechselkurs der Währung frei schwanken kann. Soll der Wechselkurs jedoch gegenüber einer Fremdwährung auf einem bestimmten Kurs gehalten werden, muss die Zentralbank immer dann ihre eigene Währung kaufen oder verkaufen, wenn Abweichungen von diesem Kurs drohen. Mit solchen Käufen oder Verkäufen beeinflusst sie die Geldversorgung im eigenen Land: Kauft sie von den Banken Fremdwährungen, um eine Höherbewertung der eigenen Währung zu verhindern, verfügen die Banken über eine grössere Menge der Landeswährung, ihre Liquidität nimmt zu. Verkauft die Zentralbank Fremdwährungen, um den Wechselkurs der eigenen Währung zu stützen, dann verringert sich die Menge an Landeswährung, die Liquidität wird verknappt. Mit der Verpflichtung, einen bestimmten Wechselkurs zu verteidigen, verliert die Zentralbank die Kontrolle über die Geldversorgung und über die Höhe der kurzfristigen Zinsen. Ihre Geldpolitik entspricht der Politik des Landes, an dessen Währung die eigene Währung gebunden worden ist.“
    Ende Zitat.

    Quelle:
    http://web.archive.org/web/20110923021152/http://www.snb.ch/d/welt/glossary/a.html

    Bleiben Sie dran Herr Dr. Meyer.

    • Sehr geehrter Platon

      Danke

      Ja es ist genau so wie Sie schreiben.

      Es ist mir unverständlich, wie man so verbohrt sein kann wie die SNB-Führung und nicht zu einem Irrtum stehen.

      Wenn mich ein Schüler oder eine Schülerin auf einen Irrtum aufmerksam macht, so gebe ich ihm oder ihr 2 Franken.

      Dadurch fällt mir kein Zacken aus der Krone. Im Gegenteil: Ich will, dass sie kritisch sind.

      Die SNB-Führung hat nicht die Grösse, zu ihrem Irrtum zu stehen.

      Deshalb kratzt sie am Boden und wird immer dort bleiben.

      „You can fly with the eagles or scratch with the chickens.“

      Danke nochmals und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. Nachtrag I

    Die Theorie der Kaufkraft-Parität ist wissenschaftlich nicht haltbar.

    Warum nicht?

    Wir gehen in der Wirtschafts-Wissenschaft vom Modell eines vollkommenen Marktes, ceteris paribus, aus.

    D h. u.a. dass alle Preisveränderungen sofort geschehen.

    Wenn sich also der Wert des Frankens verändert, so betrifft das seinen Innenwert als auch seinen Aussenwert.

    Wenn der Franken also beispielsweise um 10 Prozent fällt, so werden die Güter im Inland um 10 Prozent teurer (Inflation) und die ausländischen Währungen (Devisen) auch.

    Die Relation Innenwert / Aussenwert des Frankens bleibt somit unverändert.

    Konkretes Beispiel: Ein Ausländer muss für den Franken nun weniger zahlen, dafür muss er für Güter in Franken bewertet, entsprechend mehr zahlen.

    Die Theorie der Kaufkraft Parität ist damit widerlegt.

    Basierend auf dieser irrigen Theorie hat die SNB 800 Milliarden Devisen gekauft in der Hoffnung, diese würdrn im Wert steigen, da der Franken angeblich gemäss Theorie der Kaufkraft-Parität überbewertet sei.

    Man sollte sich mit solchen Theorien schon gründlich auseinandersetzen, insbesondere wenn es um 800 Milliarden geht.

    • Addendum zu Nachtrag I

      Zudem: Eine schwache Währung führt zu steigenden Preisen. Wenn also die Güter in der Schweiz teuer sind, so muss der Franken im Wert steigen, damit die Preise fallen; nicht umgekehrt.

      Die Kaufkraft-Paritäten-Theorie behauptet aber, der Franken müsse im Wert fallen, damit die Güter billiger werden.

      Das ist komplett falsch.

      Der Franken muss umgekehrt steigen, damit die Güter billiger werden. So ist es.

      Marc Meyer

      P.S. unglaublich, aufgrund welcher Irrlehren unsere Nationalbank Geldpolitik betreibt – und zudem mit 800 Milliarden! (4x mehr als Bund, Kantone und Gemeinden zusammen).

  19. […] Ver­schwö­rung gegen Schweiz: Was macht SNB? (Deutsch, insi­de­pa­ra­de­platz) […]

    • @Gil Paz

      Sehr geehrter Herr Paz

      Vielen Dank dafür, dass Sie meinen Artikel hier in Ihrem Blog „Pipsologie“ aufgenommen haben.

      Ich kannte Ihre Seite bisher nicht und habe Sie aber angeklickt. Ihre Seite ist sehr interessant und ich werde sie nun vermehrt anklicken, insbesondere auch für die Wochenvorbereitung.

      Dass Sie um 03 Uhr in der Früh am Sonntagmorgen noch daran arbeiten, zeigt Ihren Enthusiasmus.

      Besten Dank und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  20. Sicher ist, daß die Zentralbanken in Devisenkurs-Festlegungen eng zusammenarbeiten.
    Ebenso bei der Stabilisierung von Aktienindizes weltweit.
    So hat die SNB beispielsweise beim Aktienwert „Apple“ schon mehrfach beherzt zugegriffen, wie auch die Fed umgekehrt sicher schon einmal das Währungspaar USD/CHF unter ihre Fittiche genommen hat.
    Ich halte es für ausgeschlossen, daß namhafte Großbanken gegen die Zentralbanken wetten.
    Wer will sich also gegen den Verbund von internationalen Zentralbanken und den zwanzig grössten Geschäfts- und Investmentbanken stellen ?
    Es herrscht doch eher internationale Planwirtschaft zur Vermeidung grösserer Unfälle.
    Als Folge davon haben sich bei den verschiedensten Assetklassen gravierende Überwertungen ergeben, die nun schon seit Jahren gepflegt und gehegt werden.
    Niemand wird diese Bewertungen in Frage stellen können, mangels Masse.
    Ein Markt existiert schon lange nicht mehr.

    An Herrn Dr. Meyer:
    Welche Anhaltspunkte haben sie, daß die SNB noch einer schweizbezogenen Agenda nachgeht ?
    Sämtliche Aktivitäten wie Aktienkäufe von US-Aktien, Devisenbeeinflussung oder Zinsziele sind doch eher vom Ausland beeinflusst bzw. von den Interessen der Schweizer Exportwirtschaft.
    Ihre Vorwürfe gegenüber der SNB wären dann berechtigt, wenn die SNB sich am Schweizer Bürger oder an gesetzliche Vorgaben orientieren würde. Das tut sie aber schon lange nicht mehr. Die Finanzkrise 2008 hat vermutlich bewirkt, daß zur Vermeidung eines wirtschaftlichen Kollapses eine koordinierte internationale Finanzplanung anstelle der nationalbezogenen Agenda eingetreten ist.
    Dieses System ist weitgehend stabil.
    Natürlich muß da jeder seine Opfer bringen und neue Risiken einkalkulieren, sogar Risiken, die er eventuell alleine gar nicht hätte. Aber dafür erhält er eine Stabilität, die insbesondere der schweizerischen Exportwirtschaft die Existenzgrundlage sichert.
    Gerade bei ihnen in Basel residiert die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich, die ihre Aufgabe als Zentralbank der Zentralbanken wahrnimmt.
    Fazit:
    Die SNB agiert nicht mehr schweizbezogen, sondern im Sinne der internationalen Finanzstabilität. Ihre Anschuldigungen sind insofern nicht mehr zeitgemäß. Aus Sicht eines schweizerischen Ökonomen mag das Verhalten der SNB im Einzelfall irritieren, sie ist jedoch im internationalen Kontext schlüssig und nachvollziehbar.
    Beim Devisenkurs mag es Schwankungen geben, solange diese allerdings in einem Korridor von EUR/CHF 1,12 bis 1,15 und beim USD/CHF = 1,00 verlaufen, ist die Berechenbarkeit für den Produktionsstandort Schweiz gegeben.
    Es gibt weder Privatinvestoren noch Institutionen, die groß genug wären, sich gegen die Zentralbanken und die großen Geldhäuser zu stellen. Insofern werden die Bewertungen zukünftig nicht den üblichen Marktschwankungen unterliegen, sondern den Beschlüssen der großen active Players.

    Vielleicht kennen Sie einen Fall, wo ein Mitglied dieses Clubs in seiner Existenz gefährdet gewesen wäre.

    Ich kenne nicht einen.

    Die SNB wird sicherlich auch mal mit einem Milliardenverlust ein Geschäftsjahr abschließen müssen, eine Existenzgefahr sehe ich jedoch durch die enge internationale Zusammenarbeit nicht.

    Ich glaube, daß die Zeiten endgültig vorbei sind, wo man Politik und Wirtschaft aus nationalen Gesichtspunkten heraus verstehen konnte. Insofern wäre es günstiger, die schweizerische Nationalbank viel weniger schweizerisch, viel weniger national und viel weniger als Bank anzusehen. Wenn sie dies tun, können sie sicherlich besser nachvollziehen, was die Aufgabe eines Thomas Jordan heute darstellt.

    • @Herbert Naef

      Dsnke für Ihren ausführlichen Kommentar.

      Die SNB muss sich immer noch an unsere Bundesverfassung halten.

      D.h. sie muss eine Geldpolitik im Gesamtinteresse der Schweiz führen.

      Die SNB investiert zu über 99 Prozent im Ausland und nicht einmal ein Prozent im Inland.

      Damit verstösst die SNB klar gegen die Bundesverfassung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Naef sieht die Lage schon richtig. Die Zentralbanken sind alle bereit, ihre eigenen Gesetze zu brechen um das Schneeballsystem am laufen zu halten. Dieses System ist aber extrem korruptionsanfällig. Wer entscheidet denn welche Firmenanteile gekauft werden?
      Das ganze ist internationale Planwirtschaft ohne demokratische Legitimation.

      Der „Westen“ ist daher nicht besser als die Chinesen oder die Russen. Wir leben in einer Kleptokratie.

  21. In was sollte ein Franken – Anleger heute investieren?

    Aktien, Anleihen, Immobilien, Kontoguthaben (mit Negativzinsen) – alles kann man aktuell im Grunde vergessen.

    In Japan ist es übrigens ähnlich …

    • @central bankers bubble

      Als Zentralbank sollte man vor allem in die heimische Wirtschaft investieren.

      Als Privatinvestor würde ich momentan den Schweizer Aktienmarkt übergewichten.

      MfG

  22. Ein etwas sonderbarer Artikel von Herrn Meyer. CHF-Spekulationen können Sie schlussendlich nur auf der Aktiv-Seite (cash-flow-Betrachtung) tätigen. Im CHF ist die SNB immer auf der Passiv-Seite. Sie kann immer Liefern und in eigenem Ermessen Annehmen. Diese Spekulanten gehen ein sehr hohes Risiko ein, wenn sie ihre Strategie ausschliesslich auf die SNB-Politik stützen.

    • @Roman Günter

      Danke

      Nur ein Aktivum bzw. Vermögen kann man liefern.

      Schweizerfranken sind ein SNB-Passivum. Ein Passivum bzw. eine Schuld kann man nicht liefern.

      MfG

  23. Eine Reserve-Währung ist dann vom grössten Nutzen für die entsprechende Volkswirtschaft, wenn sich diese billig verschulden kann und diese emittierte Geldmenge für ihre langfristigen Investitionen verwenden kann. Die Gläubiger verwenden diese Reservewährung mit Freude und sind gerne mit der schlechten Verzinsung zufrieden. Die Reservewährung hält die Weltkonjunktur durch den Multiplikator-Effekt auf Trab. So ist es mit dem $-Standard. Eine Reservewährung ist wie ein lebensrettendes Medikament, welches dosiert eingenommen, sehr heilsam wirkt, aber den Tod herbeiführt, wenn davon zuviel eingenommen wird. Ist dies gegenwärig beim beliebten $ der Fall? Auf alle Fälle ist die Inflation da, dass merkt man, wenn man gegenwärtig die USA bereist.
    Eine Reservewährung in einer Volkswirtschaft, die ständig mehr spart als sie verausgabt und deshalb als Goldersatz für Investoren weltweit dient, ist für die eigene Volkswirtschaft ein Ungeheuer, dass seine eigene Kinderschar, nämlich unsere Volkswirtschaft, auffrisst. Sie wird Aufwertungen über die $-Inflationsrate erleben, die zum Konkurs ihrer Industrie führt. Unsere SNB ist verpflichtet, dies zu vermeiden.
    Ihre Lösung dagegen ist aber nicht vom feinsten. Das Negativzins-Regime der SNB greift nicht bei denen durch, die den Schweizerfranken als Goldersatz horten. Ebenso bleibt sie im $ Risiko mit ihren überbordenden $-Reserven, wenn im $ die weltweite Inflation an Fahrt gewinnt und wir die nicht mitmachen. Anstatt 1 $ 1 SFr. einen für 50 Rappen.
    Das beste für die Schweiz ist Schulden machen und nochmals Schulden machen. Bauen wir uns eine Infrastruktur von feinsten! Zum Beispiel einen Durchgangsbahnhof in Luzern. Ferner brauchen viele Hotels bei uns eine Erneuerung, damit wir die Österreicher endlich in der Touristik überholen können. Warum haben wir nicht einen Botanischen Garten mit Bibliothek wie der Huntington Park in Pasedana? Warum nicht so ein herrlicher Museumbau wie das Getty Center in Los Angeles? Wir könnten uns all dies leisten, aber nein
    wir sparen, damit wir die Weltmacht USA in ihrem verantwortungslosen Schuldenmachen grosszügig unterstützen. Wir sind naive Gläubiger (Direkt-Investionen ausgenommen) und die SNB ist am naivsten. Der Bund kann ruhig eine 20jährige Anleihe zu 0 % ausgeben, steuerfrei, für die weltweiten Investoren, die den Schweizerfranken als Goldbarren betrachten. Ebenso soll die Nationalbank Hotels sanieren und diese dann als Reserve der AHV gratis abgeben, ebenso der SBB einen Durchgangsbahnhof Luzern schenken. Es macht keinen Spass unter Sündern der einzige Heilige zu sein. Ob für diesen Heiligen das Paradies garantiert ist, wissen wir nicht. Aber dieses Beispiel auf die Volkswirtschaftlehre übertragen, sagt eindeutig, dass wir die Gelackmeierten sind.

    • @Rolf Zach

      Danke

      Sie sprechen mir aus der Seele.

      Die Schweiz sollte mit dem günstigen Kapital produktivverbessernde Infrastrukturprojekte an die Hand nehmen, anstatt dieses Kapital zum Schleuderpreis ins Ausland zu exportieten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rolf Zach,
      Sie haben recht. Doch die Politik hat kein Interesse das die Bürger verstehen, dass Geld eben keine begrenzte Ressource ist wie z. B. Wasser.
      Daher muss die Infrastruktur verrosten und der Sozialstaat geschleift werden.
      Nur so sind die Leute bereit in die 2.te und 3.Säule einzuzahlen, sowie den verhassten Job noch länger auszuhalten. Der deutsche Niedriglohnsektor zeigt wohin die Reise geht.

      Zudem halte ich die europäischen Staaten für US-Kolonien. Der Dollar als Leitwährung wurde mittels Atomwaffen aufgezwungen.

      Es sind schlicht und einfach Tributzahlungen die wir an die USA entrichten.

    • Ist die Entstehung von Inlandsverschuldung das Gelbe vom Ei? Erstens verdrängt sie den privaten Sektor durch den Staat (private Kreditinstitute und Investoren). Darüber hinaus alloziert der Staat sein Geld in der Regel weniger erfolgreich als Privatpersonen. Zweitens führen solche Aktionen zu den bekannten Schwankungen der Realwirtschaft, die aus dem Ausland wegen der temporären Überstimulation der Realwirtschaft genügend bekannt sind. Drittens erhöht dies die zukünftige Steuerbelastung (die Schweiz hat keine Reservewährung wie den USD). Und viertens löst es die bestehende Situation mit den importierten Euros aus der Exportwirtschaft nicht, sondern erhöht die Bilanz der SNB zusätzlich. Ist als eher wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

  24. «Ein Hamburger in der Schweiz kostet in Dollar berechnet gleichviel wie vor der Abwertung des Frankens.»

    Hat sich der Autor hier nicht etwas zu stark herausgelehnt und damit die Glaubwürdigkeit seines durchaus berechtigten polemischen Diskurses zur expansiven Geldpolitik der SNB unterminiert?

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Hier das gewünschte «fachliche Argument»:

      Wenn ein Amerikaner sich vor der Abwertung bei einem (angenommenen) 1:1-Kurs für USD/CHF 20 vier Big Macs zu CHF/USD 5 leisten konnte, kriegt er doch nach einer 20%-CHF-Abwertung – bei einem Kurs von CHF 1.25 – (für seine USD 20) nun fünf Stück, was einem t i e f e r e n Preis von USD 4/Big Mac entspricht, oder?

    • @Big-Mac-Index

      Danke

      Bitte lesen Sie meinen Nachtrag I. Dann werden Sie es verstehen.

      Eine Veränderung des Wertes einer Währung ist relativ zu allen anderen Gütern bzw. Währungen.

      MfG

    • @Dr. Marc Meyer

      Jetzt muss ich Sie im Gegenzug um eine «fachliche Argumentation» bitten.
      Gehen Sie bitte auf mein konkretes Beispiel ein(, das natürlich Ihre These und damit Ihren «wissenschaftlichen» Disput diametral widerlegt)!
      Währungsschwankungen gleichen sich bestenfalls langfristig (aufgrund unterschiedlicher Inflations- und Zinsunterschiede) aus, sicherlich nicht in Ihrem Big Mac-Beispiel(, sonst wäre der Big-Mac-Index obsolet und töricht).

    • @Big-Max-Index

      Danke

      Bitte lesen Sie genau:

      Eine Wertverminderung des Frankens betrifft sowohl dessen Innenwert als auch Aussenwert.

      Sie übersehen, dass durch die Wertverminderung die Kaufkraft des Frankens fällt. Dadurch wird der Big Mac in Franken teurer.

      Das gleicht sich aus:

      Der US-Amerikaner zahlt weniger für den Franken, dafür mehr Franken für den Big Mac.

      Ja der Big Mac Index ist töricht.

      Und dass die SNB basierend auf einem solchen Irrtum 700 Milliarden falsch investiert ist grobfahrlässig.

      Die SNB-Führung sollte nun endlich die Konsequenzen ziehen und gehen.

      Es wird nur immer schlimmer:

      Mit Negativzinsen müssen die Vorsorgewerke die Irrtümer der SNB-Führung ausbügeln.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Dr. Marc Meyer

      Sie foutieren sich abermals um mein eigentlich unmissverständliches Berechnungsbeispiel, welches Ihre Theorie komplett widerlegt, haben sich verrannt und sind offenbar lernresistent.
      Zumindest habe ich u.a. den Zusammenhang Ihrer Aussage «Mit Negativzinsen müssen die Vorsorgewerke die Irrtümer der SNB-Führung ausbügeln.» mit dem Big Mac-Index nicht geschnallt.

      Ihre paradoxe Behauptung aber «Der US-Amerikaner zahlt … mehr Franken für den Big Mac.» (bei einer CHF-Abwertung) ist schlichtweg falsch. Einerseits ist der Big Mac-Preis gar nicht so volatil wie die Devisenmärkte und andererseits setzen sich die Kosten nicht ausschliesslich aus importierten Waren und Dienstleistungen zusammen.
      Widerlegen Sie bitte das Berechnungsbeispiel oder lassen Sie es sich von einem Wissenschaftler erklären.

      So long
      BMI

    • @BMI

      Danke

      Ja Sie können „täubelen“ solange Sie wollen.

      Nochmals: Wenn der Franken im Wert fällt, so fällt er gegenüber Dollar und gegenüber Hamburger. D.h. ein Hamburger in Dollar ist immer noch gleich teuern.

      mfG

    • Nach Ihrer Theorie wäre der Preis für einen Big Mac also in jedem Land gleich (in USD-Äquivalenten)? Aber das ist nicht der Fall.

    • @“Mampf“

      Guten Morgen

      Zuerst einmal „guten Appetit“.

      Nein. Habe ich nicht gesagt.

      Ich sage:

      Vom Preis eines Hamburgers in der Schweiz in Dollar ausgedrückt kann man keinen Rückschluss auf den Wert des Schweizerfrankens machen.

      Vergleich:

      Angenommen, Sie haben 3 Kinder. Alle sind gleich gross.

      Nun wachse eines stark.

      Dieses ist nun grösser als die beiden andern. Die beiden andern sind aber noch gleich gross im Verhältnis zueinander.

      Wir haben drei Güter haben: Hamburger, Franken Dollar.

      Wenn der Hamburger teurer wird, so wird er teurer in Franken und auch in Relation zum Dollar.

      Dillar / Franken ist nicht tangiert.

      MfG

    • @Bag Mac und Mampf

      Was Sie beiden im Prinzip sagen, ist, dass der Franken einen stabilen Innenwert hat. Es könnte also kein Inflation geben.

      Zudem:

      Wenn die Preise generell oder der Preis eines Hamburgers aufgrund einer Veränderung des Geldwertes fallen sollen, so müsste der Franken steigen – nicht fallen.

      Gemäss der Theorie der Kaukraft-Parität müsste der Franken aber bei hohen Preisen fallen.

      Sie sehen, meine Herren, die Theorie, der Sie anhängen, ist doppelt falsch.

      Und übrigens: Ich bin froh, dass so viel Daumen hoch Ihren Irrtum unterstützen.Denn es wird einmal die Zeit kommen, wo die SNB behauptet, sie hätte nie etwas anderes behauptet.

      Das wsr schon bei der irrigen Geldschöpfung der Banken so.

      MfG

      Marc Meyer

  25. Welchen Crashkurs haben dann Sie besucht um so wenig Ahnung von Devisen und Devisenmärkten zu haben.

    Die SNB fährt volkswirtschaftlich den einzig richtigen Kurs und ich wünsche Herr Jordan und seinem Team alles Gute.

    • FYI

      Danke

      800 Milliarden Kapitalexport ins Ausland finden Sie gut?

      Bitte begründen Sie.

      Danke

      MfG

    • Sie gehen mir das Thema etwas zu populistisch an. Ihnen im Detail zu antworten, müsste ich mir die Mühe machen ein Buch zu schreiben und dies würde diesen Rahmen definitiv sprengen.

      Die Schweiz kämpft mit laufenden Überschüssen welche natürlicherweise, wenn repatriiert, einen höheren Kurs des CHF nach sich ziehen. Hier gäbe es sich Gedanken zu machen, ob die Überschüsse, gemessen an dem Equilibrium der Erhaltung von Arbeitsplätzen eventueller dadurch vernichteter Arbeitsplätze durch die die Verursachenden der Aufwertung des CHF, Sinn machten. (schicken wir doch die Pharma in die Wüste)

      Ein durch ständige Überschüsse klarer Trend wird immer auch Opfer der Spekulation, vor allem wenn ein Nimbus von „Goldstandard“ dranhängt.

      Die SNB kann nur versuchen zu glätten und der Volkswirtschaft über Zeit Wege des Überlebens zu geben.

      Die SNB kann erworbene Fremdwährungen nur im Ausland investieren, ansonsten brauchte sie gar nicht einzuschreiten.

      Die Qualität der Investmententscheide der SNB hängt von deren Ressourcen ab. (Ich z.B. würde Gold kaufen, obwohl technisch das Fenster bis USD 800-900 offensteht. Wird sich aber über Zeit auszahlen, ist aber eine Spekulation, wie das ganze Leben eine
      Spekulation ist. Ich gebe Ihnen aber gerne ein paar Tips wie Sie sich im Goldmarkt verhalten müssten, ohne Entgelt.) Aber ein Portefeuille von erstklassigen weltweiter Branchen zu halten macht Sinn.

      Wollte man über Investmententscheide fachsimpeln, dann ob es Sinn macht, dass Firmen mit Wachstumsplänen, die in den Wolken stehen, es erlaubt sein sollte mit Bewertungen am Markt platziert zu werden, die jeglicher ökonomischen Logik widersprechen. (Gruss an die Investmentbanken)

      Und da ich jetzt aus sonntäglichem Ruhebedürfnis abschliessen möchte – ja es macht Sinn was die SNB macht und sie macht es gut. Werden wir vielleicht Verluste in Kauf nehmen müssen, kann sein, aber würde sie nicht tun was sie tut, wäre die Rechnung volkswirtschaftlich viel teurer. (Habe ich Verständnis für Leute, die über ihre angehäuften Vermögen sich einen immer stärkeren CHF wünschten, wenn er repatriiert ist, selbstverständlich.) Aber mir ist es wichtiger, dass so viele Menschen wie möglich, einer geregelten, so gut wie möglichen, bezahlten Arbeit nachgehen können.

    • Im Kern geht es darum, dass die Schweiz seit Jahrzehnten Exportüberschüsse hat, die repatriiert wurden und zu einem stetig steigenden Franken geführt haben. Dass die SNB diese Aufwertung seit einigen Jahren stoppt, ist etwas relativ Neues. Das Zauberwort lautet Strukturwandel. Der war schon immer da und wird jetzt durch die SNB gebremst. Deshalb unterstützen auch die Sozis die SNB.

    • Strukturwandel – Sie meinen wir vermögen an der Spitze zu bleiben. Riskant,Technologietransfer plus Bildungsgleichheit werden immer mehr zum Problem von ehemalig führenden Nationen. (Huawei und deren Kampf sind Beleg genug zu was für Methoden dann gegriffen wird)

      Ich finde die Schweiz ist gut bedient ein Portfolio aufgebaut zu haben. Funktioniert wie ein Sovereign Wealth Fund. Wir brauchen nur unser Papier zu verkaufen. Günstiger kriegen Sie nie mehr Assets.

      Bitte etwas mehr Praxis und etwas weniger Dogma.

    • @FYI

      Danke

      Was Sie vollkommen ausblenden: Die SNB hat keine Exit-Strategie – hat nie eine gehabt – und wird nie eine haben.

      Bei negativem Eigenkapital ist sie Konkurs.

      Wie Sie selber schreiben ist der starke Franken eine Folge der Exportüberschüsse. Die SNB muss somit immer mehr und mehr Euros kaufen.

      Sie hat eine Schuld von nunmehr fast 800 Milliarden Franken. Und es droht der Bankrott der SNB.

      Aber lassen Sie sich in ihrer Sonntagsruhe nicht stören.

      mfG

  26. Tja, seit vielen Jahren verfolge ich das nun, und die sache Hildebrandt machte mir Mut.
    Damals keimte bei mir die leise Hoffnung das man in der SNB doch etwas zum besseren verändern kann.
    Alleine de ist nicht so.
    Und die einzigen die da was machen könnten ist die SVP.
    Aber die scheuen den Kampf, denn wer die SNB angreift ist in der Schweiz nicht gut gelitten.
    In den Augen der Sozis macht die SNB ja alles richtig.

    Was bleibt mir noch?
    Der Crash….. die fürchterlichste Ultima Ratio in der Angelegenheit.
    Wollen wir hoffen der Crash kommt bald, und dann ……helfe denen Gott.
    Denn ich werde deren Teufel sein.

    • @Walter Roth

      Danke.

      Herr Hildebrand schrieb eine Dissertation über Umweltschutz, wenn ich richtig informiert bin.

      Er war sich kaum bewusst, in welch gefährliche Sackgasse er die SNB unnötig führt.

      FreundlichecGrüsse

      Marc Meyer

  27. Es ist tatsächlich sehr fraglich, ob ein schwächerer Franken dem Wohlstand der Schweiz förderlich ist. Eine über hundert Jahren stetig erfolgte Aufwertung des Schweizer Franken – die unsere Währung zur mit Abstand der stärksten weltweit machte – hat uns die grösste Kaufkraft beschert. Und den grössten Wohlstand. Eine massive Aufwertung unserer Währung in kurzer Zeit schadet der Exportindustrie und sollte entgegengewirkt werden; eine sukzessive Höherbewertung über längere Zeit war dem Exportwunder Schweiz, wie ersichtlich, jedoch nicht abträglich. Fazit: Eine starke Währung fördert den Wohlstand eines Landes.

    Nun, mit den kurzfristigen Zinsen ist es so, dass je tiefer diese im Vergleich zu anderen Währungen sind, desto teurer wird es Fremdwährungen gegen die eigene abzusichern. Die Absicherungskosten ergeben sich nämlich aus der Zinsdifferenz zur abzusichernden Fremdwährung. Das wirkt, ceteris paribus, drückend auf die eigene Währung. Dass eine Währung mit tiefen Zinsen meist auch stark ist, hat andere Gründe (tiefe Inflation, Zahlungsbilanzüberschüsse).

    Was die SNB dazu bewegt, den Franken dauerhaft schwächen zu wollen, ist tatsächlich schleierhaft. Als offizielles Argument wird stets die Gefahr der Deflation ins Feld geführt. Deflation ist aber nicht per se schädlich. Falls diese aufgrund sinkender Importpreise und erhöhter Produktivität der Wirtschaft erfolgt, ist nichts dagegen einzuwenden. Nur wenn die Deflation eine Folge von schwacher Nachfrage von Gütern und Dienstleistungen ist, besteht die Gefahr einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale. Von dem ist in der Schweiz allerdings nichts zu spüren.

    Wenn namhafte Volkswirte, wie z. B. der ehemalige SNB-Chefökonom Professor Kurt Schiltknecht, der gegenwärtigen Schweizer Geldpolitik kritisch gegenüber stehen, sollte das aufhorchen lassen.

    • @Philip Hjelmer

      Danke.

      Richtig. Was ist besser: Die Aktie, die ich habe steigt oder fällt?

      Genwu so sollten wir froh sein, wenn der Frsnken, den wir haben steigt.

      MfG

    • Danke

      SMB Jordan wird seinen Fehler – die Verwechslung von links ubd rechts der SNB Bilanz – und die resultierenden Verluste, die noch kommen werden, nie mehr korrigieren können.

      MfG

    • @FX

      Danke

      Nicht das Geldsystem ist kaputt – die Zentralbanker verwechseln lediglich links und rechts der Notenbankbilanz.

      MfG

  28. Der Feldzug von DOKTOR Meyer gegen die SNB nimmt langsam religiöse Ausmasse an! Die Geschichte lehrt, jeglicher Fanatismus ist realitätsfern. Unsinnige Behauptungen und Rechthaberei können mangelnden Sachverstand nicht ersetzen!

    • @Benjamin Black

      Danke.

      Ich sage nur, SNB Jordan irrt: die SNB kann durch Geld drucken ihre Bilanz nicht verkürzen, da Geld drucken die SNB Bilanz verlängert.

      Wer ist hier der „religiöse Eiferer“?

      MfG

    • @Luegisland

      Danke

      Ja. SNB Jordan wird die SNB Bilanz nie – nie – mehr abbauen können. Er und mit ihm wir sitzen in der Devisenfalle.

      MfG

  29. Wenn zudem die Immobilienpreidsblase der Schweiz demnächst platzt, wird der schweizer Franken vergleichbar wie in den 90er Jahren kaum noch zur Stärke neigen (können).

    • Danke

      Warum?

      Die hohen Immobilienpreise sind ein vor allem ein Schweiz internes (hausgemachtes) Problem.

      MfG

  30. Zitat“Wo liegt der Irrtum?

    Kurs und Rendite eines Wertpapiers verhalten sich invers zu einander. Das weiss jeder Obligationenhändler. Bei steigendem Kurs fällt die Rendite und umgekehrt.

    Fallende Zinsen gehen dementsprechend mit einem steigenden Frankenkurs einher – nicht mit einem tieferen.“

    Das stimmt so nicht. Ein Devisen- alias Forexhändler geht wenn er in einer Währung long geht in einer anderen short. Z. B. Gehe ich long USDCHF. Die Zinsen für US-Dollar erhalte ich von der Fed auf den Dollar. Die Negativzinsen tangieren mich dann nicht. Ich verdiene also auch daran die Position zu halten ohne, dass ich sie gegen meine Richtung bewege, im Gegenteil, denn ich bin ja long USD. Bei Bonds würde ihre Theorie stimmen. Bonds und Devisenzinsen funktionieren jedoch nicht nach dem gleichen Prinzip meine Herren.

    • @Forexhändler

      Es geht um Zinsen und Kurs innerhalb einer Währung:

      Wenn Sie Dollar long gehen, so kaufen Sie Dollar und legen ihr Kapital in US Dollar an.

      Das führt zu einem steigenden Dollarkurs und zu fallenden US Zinsen.

      Nachfrage nach Dollar und Angebot an Kapital in Dollar.

      MfG

  31. Nach über einem Jahr hat der Wechselkurs den GD 200 wieder tangiert:

    https://www.boerse.de/devisen/EUR-CHF/EU0009654078

    Ein neuer Aufwärtstrend des Euro zum schweizer Franken ist momentan noch nicht absehbar, nun aber immerhin wieder möglich.

    Hingegen wertet der japanische Yen seit Anfang 2018 trotz laufendem Anleihenkaufprogramm der Bank of Japan auf, da angesichts des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin Yen-Kredite zur Finanzierung internationaler Kapitalanlagen getilgt werden:

    https://www.boerse.de/devisen/Euro-Yen/EU0009652627

    Ein zum Euro aufwertender Yen ist so etwas wie ein Krisenindikator.

    • @Industrie Heini

      Danke

      Ich bashe doch die SNB nicht. Wie kommen Sie aus sowas?

      Sie tun mir Unrecht.

      Schon in meinem ersten Buch 1993 (Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft) habe ich aufgezeigt, dass die SNB die Schweizer Wirtschaft mit Investitionen in der Schweiz ankurbeln kann – nicht mit Investitionen im Ausland.

      Oder können Sie mich aufklären, wie Investitionen der SNB in US-Hanfaktien die Schweizer Expotindustrie und den Schweizer Tourismus ankurbeln?

      Damit habe ich Mühe. Herr Jordan konnte das bisher uns noch nie erklären.

      Wissen Sie und Herr Jordan mehr darüber?

      Also erklären Sie oder die Nationalbank Ihre Lösung.

      Danke

      MfG

      P.S.

      Gehe ich richtig in der Snnahme, dass Ihr korrekter Name „Export-Heini“ ist?

    • @FX

      Danke

      Ihre Beobachtung teile ich ganz: Ein schwacher Yen zum Euro ist ein Anzeichen von weltweiter Krise.

      Allerdings ist mir noch nicht 100 prozentig klar, warum das so ist.

      MfG

      Marc Meyer

    • @ Dr. Marc Meyer:

      Der japanische Yen mit Leitzinsen von unter 1% seit über 20 Jahren ist die klassische Finanzierungswährung für fremdfinanzierte internationale Kapitalanlagen.

      Durch den im Rahmen des Umtauschs von der Kredit- in die Zielwährung ( USD / EUR / CHF ) üblicherweise sinkenden Yen – Kurs entsteht so für den Kreditnehmer neben dem Gewinn aus der Investition zusätzlich ein Währungsgewinn.

      In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit und Krisen wie aktuell werden die fremdfinanzierten Investitionen beendet und die dies finanzierenden Yen – Kredite nach einem Währungs – Rücktausch getilgt, weshalb der japanische Yen in diesen Momenten zur gesuchten Währung wird und aufwertet (wie zuletzt in 2008, 2015 und seit 2018).

      Üblicherweise übersteigt der Währungsgewinn die zu entrichtenden Yen – Schuldzinsen weit.

    • @FX

      Sorry melde mich nochmals.

      Warum aber Yen gegen Euro?

      Gegen Dollar wäre logischer, da Dollar höhere Zinsen hat.

      MfG

    • Eine übermäßig künstlich geschwächte Währung ist so etwas wie eine verdeckte Steuererhöhung oder Diebstahl an jenen, die dieser Währung – beispielsweise für ihre Altersversorgung – noch vertrauen.

      Profis nehmen in sinkenden Nullzins – Währungen Kredite auf, um dadurch steigende Werte in anderen Währungsräumen zu erwerben.

  32. Die Leute essen in Zukunft keine Hamburger, da es schlecht fürs Klima ist. Der Wert eines Hamburgers sinkt deshalb. Angebot und Nachfrage. Hat das einen Einfluss auf den Wechselkurs von Dollar und Franken? Die Antwort lautet nein. Die SNB wettet auch nicht gegen das eigene Land, sondern für andere Länder. Wenn es der EU gut geht. Geht es der Schweiz auch gut. Die EU ist unser wichtigster Handelspartner. Ich kann im Sport auch Fan von Liverpool und Bayern München sein. Liverpool hat dieses Jahr zwar gewonnen und steht im CL-Final. Es muss aber einen CL Gewinner geben. Auch die Währungsspekulation ähnelt einem Fussballspiel. Der Unterschied ist, dass im Fussball eine Mannschaft das Final gewinnt. Bei den Währungen wird jedoch das ganze Jahr gehandelt.
    Die US Amerikaner kennen gar nicht den Unterschied zwischen Schweden und der Schweiz. Noch wissen sie, dass die Schweiz eine eigene Währung hat. Ich vermute, dass der Autor für diesen Artikel bezahlt wurde, um Stimmung gegen die SNB und für den CHF zu machen. Es kann angenommen werden, dass die Auftraggeber ein finanzielles Interesse daran haben, falls der Euro sinkt und der Schweizer Franken steigt. Ihnen wäre es dann egal, dass ein Hamburger in der Schweiz doppelt oder dreifach teurer als in Amerika ist.

  33. Aktuell kann man tatsächlich darauf spekulieren, ob der Nachfolger des im Oktober aus seinem Amt scheidenden EZB-Präsident Mario Draghi dessen Geldpolitik der Währungsschwächung und Verwässerung so weiterführen wird.

    https://tinyurl.com/yat3xq2r

    Zumal der Euro als Sinnbild der Fehlanreize der 90er und 00er Jahre und des daraus resultierenden wirtschaftlichen Niedergangs Europas so keine Zukunft hat.

    • Danke

      Bei der EZB liegt das Problem in einer Umverteilung von Kapital innerhalb der Euro-Zone.

      Bei der SNB liegt ein Kapitalexport aus der Schweiz ins Ausland mit einem Wechselkursrisiko vor.

      Zudem geht es bei der SNB um einen viel höheren Betrag.

      Das „Problem SNB“ ist somit für die Schweiz noch viel gravierender als das „Problem EZB für die EU.

      MfG

    • Studieren Sie einmal Zahlen im Trading Economics, z.B einen Leistungsbilanz-Überschuss von Euroland von 3 % zum Volkskommen, was viele Ökonomen als übertrieben betrachten. Natürlich kommen dann die Einwände, Frankreich habe ein Leistungsbilanz-Defizit, Italien eine zu hohe Staatsverschuldung und so weiter. Aber all dies zusammen ist Euroland und das zählt. Abgesehen davon hat Italien eine gleich hohe Gesamtverschuldung zum Volkseinkommen wie die Schweiz, mit ca. 125 % vom Volkseinkommen. Und Italien finanziert sich nicht im Ausland wie die USA. Interessiert das Leistungsbilanz-Defizit des Kantons Uri jemanden?

    • @ Rolf Zach:

      Euroland ist in den vergangenen 20 Jahren mit der Einheitswährung deutlich ungleicher geworden, die Stimmung des Aufbruchs in eine bessere Zukunft so wie es sie in den 90er Jahren angesichts des beendeten Ost-West-Konflikts gab und woran sich die Älteren noch erinnern werden gibt es heute nicht mehr.

      Zudem der Umstand, daß in allen überschuldeten Staaten Südeuropas die heute quasi vermögenslosen Arbeitslosen oder prekär Beschäftigten in zwei Dekaden die Renten derer bezahlen sollen, die aktuell dort im Erwerbsleben stehen.

      Deshalb: Rückkehr zu eigenen Währungen!

      Besser heute geplant und geordnet als in einer zukünftig absehbaren Staatsschuldenkrise!

      Wenn man mit einer Währungsvereinigung Wohlstandsgewinne erzeugen könnten würden noch mehr Staaten ihr Geldwesen zusammenlegen, was aber angesichts des realen Desasters in Europa in den nächsten Dekaden nirgendwo zur Diskussion stehen wird.

      Die Immobilien, die man heute in deutschen Großstädten benötigt stehen aktuell in Spanien leer, flankiert vom ruinierten Bankensystem dort.

    • @Rolf Zach

      Danke

      Leider verstehe ich nicht ganz, wo Sie hinauswollen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      Marc ym

    • In Europa arbeiten Politik und Zentralbank aus ideologischen Gründen (sog. „europäisches Gemeinschaftsprojekt“) entgegen den Interessen der normalen Bevölkerung bzw. der Mittelschicht:

      https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/mohamed-el-erian-europa-nahert-sich-dem-stillstand#

      Dies flankiert von Nonsens wie der als McGuffin dienenden kleinen Greta, mit denen die politische Klasse in Form von Personen wie Christine Lagarde der Mittelschicht Europas neue Steuererhöhungen, zusätzliche Belastungen und weitere Wohlstandverluste politisch korrekt als „CO 2 – Steuer“ verkaufen will.

    • Unser Auftrag besteht darin, den Menschen in Europa zu dienen, indem wir den Wert des Euro erhalten und Preisstabilität gewährleisten

      Die Inflation in der Eurozone ist genau so hoch wie vor 10 bis 12 Jahren mit Leitzinssätzen von 2% bis 4% (!) damals:

      https://de.global-rates.com/zinssatze/zentralbanken/zentralbank-europa/ezb-zinssatz.aspx

      https://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherpreisen/hvpi/eurozone.aspx

      Das der jüngeren Generation angehörige EZB-Ratsmitglied Klaas Knot (52) sollte eigentlich wissen, daß im Internet kein Vergessen mehr möglich ist.

      Auch wenn die Lügen im Rahmen der eigenen Ideologie und Mißwirtschaft zuvor nur mit besten Absichten erfolgen …