Seid verschwunden, ihr Milliarden

Wieso versteckt die Schweizerische Nationalbank 150 Milliarden Franken? Der Bürger bittet um Antworten.

Die Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sollten „kein Club einer privilegierten Minderheit“ sein, forderte Klaus Stöhlker an deren jüngster Generalversammlung. Als Redner gehört der Schweizer PR-Haudegen offensichtlich dazu, aber was will er uns damit sagen?

Dass die Schweizer Bevölkerung eigentlich noch reicher ist, als man eh schon wusste. Wie das?

Zum Verständnis hilft ein kurzer Ausflug in die Geschichte. 1897 scheiterte der Versuch, eine reine Staatsbank zur Herausgeberin der einzig legalen Währung der Schweiz zu machen. In einem Referendum wurde das abgelehnt, es schloss sich ein zehnjähriges Ringen um die Art der Beteiligung des Volkes an.

Das, wie anders, 1906 in einem Kompromiss endete. 1907 wurde eine Mischbank operativ, die gleichzeitig Staatsbank und Privatbank war und ist.

Es wurden 100’000 Aktien zu 250 Franken ausgegeben, für öffentlich rechtliche Eigentümer und für Private. Die SNB AG ist dabei eine „spezialgesetzliche Aktiengesellschaft“. Damit wird geregelt, wer das Sagen hat und gleichzeitig wird die Dividende pro Aktie auf maximal 6 Prozent des Aktienwertes gedeckelt.

Somit beträgt das Aktienkapital der SNB nominal 25 (nicht 250, wie zunächst geschrieben) Millionen Franken; zu ihren grössten Aktionären gehören die Kantone Bern (6,6 Prozent), Zürich (5,2) und der Unternehmer Theo Siegert aus Düsseldorf (5,2), alles per 31. Dezember 2018.

Der Gründungsgesetzgeber wollte ausdrücklich eine Volksbeteiligung, was auch den direktdemokratischen Strukturen der Schweiz entspricht. Allerdings: Die wenigen Aktien reichen natürlich hinten und vorne nicht, um aktuell rund 8 Millionen Schweizer an der SNB zu beteiligen.

Das war auch solange kein Thema, als die SNB die Notenbank eines armen, aber gesunden Völkchens von Hirten und Sennen war. Da gehörte es zum guten Ton einer „privilegierten Minderheit“, mindestens eine SNB-Aktie zu halten. Und das Volk hatte ganz andere Probleme.

Das änderte sich, als nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers, nach der Finanzkrise von 2008, nach der Eurokrise und bis heute die SNB die Notenbank einer der stabilsten Währungen der Welt wurde. Einer so nachgefragten Währung, dass sie alleine im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von über 30 Milliarden Franken erwirtschaftete.

Bei einer solchen Zahl können Schweizer Finanzhäuser nur vor Neid zu sabbern beginnen.

Und müssten Investoren eigentlich mit beiden Händen zugreifen, trotz der eingeschränkten Gewinnaussichten. Warum werden dennoch lediglich rund 200 SNB-Aktien pro Tag gehandelt?

Zunächst, weil das Angebot limitiert ist und daher auch die Nachfrage und der Umsatz. Rund 50’000 Aktien für private Anleger (und nochmals so viele in staatlichen Händen) reichten aus, als das Land, die Notenbank und die Schweizer arm waren. Heute sind alle drei reich, also müsste dem mit einem Aktiensplit Rechnung getragen werden.

Warum passiert das nicht? Sollte es nicht möglich sein, dass die Aktionäre mit ihrem Engagement in der SNB ihre Verbundenheit mit der Notenbank zum Ausdruck bringen, wie das der Bankratspräsident bei der Generalversammlung der SNB von 2018 so schön ausdrückte?

Aber 8 Millionen potenziellen Aktionären stehen nur rund 50’000 Aktien für Privatinvestoren gegenüber, obwohl das Regelwerk der Schweizer Börse SIX die Chancengleichheit des Kapitalmarkts unter Schutz stellt und ein Aktiensplit bis auf 0,01 Franken möglich wäre.

Ausweislich ihrer Bilanz verfügt die SNB über ein Eigenkapital von 150 Milliarden Franken, der jüngste Quartalsgewinn eingerechnet. Dem steht ein Börsenwert von aktuell rund 550 Millionen Franken gegenüber. Wobei die Aktie alleine seit Anfang 2019 von 4’000 auf ein Zwischenhoch von 6’000 Franken stieg.

Wie ist ein dermassen krasses Missverhältnis zwischen Börsenkapitalisierung und innerem Wert möglich?

Machen wir einen kurzen Umweg über den konsolidierten Finanzbericht 2018 des Kantons Zürich, einer der grössten Aktionäre der SNB. Dezent eingebettet in die Liste der Beteiligungen des Kantons an der Gebäudeversicherung und dem Opernhaus ist auf Seite 58 der „anteilige Kapitalwert“ der 5’200 Aktien im Besitz des Kantons mit 6,25 Milliarden Franken angegeben. Das sind 5,2 Prozent des SNB-Eigenkapitals per 31. Dezember.

Aber dann wird das wegbilanziert, obwohl Zürich nach dem Buchlegungsstandard Swiss GAAP FER bilanziert, wo als oberste Richtschnur ein den tatsächlichen Vermögensverhältnissen widerspiegelndes Buchungsbild gilt. Und am Schluss steht dann der Nominalwert von 5’200 mal 250 Franken in der Bilanz, also bloss 1,3 Millionen.

Wir halten also fest: Ausweislich des Eigenkapitals in der eigenen Bilanz, gespiegelt in den Geschäftsberichten der Kantone, hat die SNB einen Wert von aktuell rund 150 Milliarden Franken. Am jüngsten Quartalsgewinn hat der Kanton Zürich also einen Anteil von immerhin 1,56 Milliarden. Ja wunderbar, ist also jeder der 1,5 Millionen Einwohner des Kantons Zürich um rund 1’000 Franken reicher geworden?

Im Prinzip ja. Sind also alle Schweizer im ersten Quartal dieses Jahres reicher geworden? Ebenfalls im Prinzip ja.

Wieso wird dann aber in den Kantonsbilanzen mit dem Buchwert gerechnet, warum hat die SNB an der Börse nur einen Wert von rund 550 Millionen Franken, also 300 mal weniger?

Die naheliegende Antwort: Das ist der Preis, den ein Käufer zu zahlen bereit ist. Bedingt durch ein sehr eingeschränktes Mitbestimmungsrecht, eine gedeckelte Dividende, ein sehr kleines Handelsvolumen (kaum 200 gehandelte Aktien pro Tag).

Und überhaupt: Von einem Kauf wird in der gesamten Wirtschaftspresse abgeraten: „Risikoreiche Anlage“, NZZamSonntag; „Finger weg von der SNB-Aktie“, NZZ; „Spekulation: Die Nationalbank ist keine Bank“, Handelszeitung; „Die SNB-Aktie ist ein gefährliches Kuriosum“, Finanz & Wirtschaft), um nur einige Schlagzeilen zu nennen. Selbst die Gratis-Postille „20 Minuten“ warnt ihre Leser: „Die SNB-Aktie ist jetzt ein Papier für Zocker“.

Also ist es wirklich so, dass die SNB-Aktie nicht fürs Volk geeignet ist, nur von Zockern für spekulative Zwecke gehandelt wird? Schliesslich sollte doch der Preisregulierungsmechanismus (Wert/Bewertung + geringe Stückzahl) auch hier spielen.

Tut er aber nicht, nicht zuletzt, weil medial den Lesern der Ankauf der Aktien ausgeredet wird. Mit dem Argument, dass es halt nur 50’000 Stück gebe, also viel zu wenig für alle. Aber: Das Schweizer Volk muss sich als gewollter Investor bei der SNB nicht als Spekulant verunglimpfen lassen.

Die Schweiz hat sich vom armen Auswanderungsland zu einem reichen, modernen Staat entwickelt. Das spiegelt sich im Eigenkapital der Notenbank wider. Das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern dieses Riesenkapital ist auch Ausdruck der Wertschöpfung der Schweizer.

Sollen die Schweizer denn dazu motiviert werden, ein Volk von Spekulanten zu werden? Gemach, für Privataktionäre wurde die SNB nicht gegründet. Die meisten Medien erwecken aber den falschen Eindruck, dass sich der Börsenwert nach den Interessen der Privataktionäre, diesen Spekulanten, abstelle, und daher sei es gut, dass er so niedrig ist.

Es soll hier keineswegs der Gewinnausschüttung oder Umverteilung des Eigenkapitals das Wort geredet werden. Das wäre auch gar nicht möglich. Aber ein Meinungskartell instrumentalisiert den für die SNB vollkommen unbedeutenden Privataktionär zur künstlichen Niedrigbewertung des öffentlichen Vermögens. Und das müsste die Öffentlichkeit hingegen sehr interessieren.

Denn wie kann es sein, dass ständig die Rede ist von der gewaltig aufgeblähten Bilanz der SNB, den Risiken ihrer Anlagen in fremden Währungen? Von ihren Interventionen am Devisenmarkt, von ihrer Negativzinspolitik? Aber niemals davon, dass sie nach dem Willen ihrer Gründer zur Hälfte dem Schweizer Volk gehören sollte?

Und niemals davon, dass man mit ihrem Eigenkapital viel Gescheiteres anstellen könnte, als es wegzubilanzieren? Denn es handelt sich um Volksvermögen, was nicht bedeutet, es zur Hälfte auf das Volk zu verteilen. Aber es in den Dienst der Schweizer Bevölkerung zu stellen.

Wie jeder weiss, der eine Bilanz lesen kann, steht das Eigenkapital rechts unter Passiven. Weil es eigentlich unnütz ist. Dumm rumliegt, keine Wertschöpfung betreibt. Seine Funktion erhält es erst dann, wenn es ähnlich wie der Notgroschen eingesetzt werden muss, um Verluste abzufedern.

Genau dieses Argument wird bei der SNB verwendet, um „Hände weg vom Eigenkapital“ rufen zu können. Bei dieser aufgeblähten Bilanz in Fremdwährungen müsse die SNB genügend Liquiditätsreserven haben.

Das ist Unsinn. Eine einfache Rechnung belegt das. Nehmen wir an, die SNB stösst ihre Anlagen in Fremdwährungen schlagartig ab. Sie ist ja in liquiden Bereichen investiert, also ist das Volumen kein Problem. Natürlich würde das zu einem Absinken der Kurse, zu Wertverlusten bei Schuldpapieren führen.

Nehmen wir weiter an, was absurd wäre, dass dadurch der grösste Kurszerfall aller Zeiten, der vom 19. Oktober 1987, egalisiert würde. Nehmen wir also an, dass die SNB auf ihren rund 700 Milliarden Franken in Fremdwährungen einen Verlust von 20 Prozent oder 140 Milliarden realisieren würde. Dann blieben immer noch 10 Milliarden Eigenkapital. Mehr hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht.

Was der Notenbank des grössten Wirtschaftsraums der Welt genügt, müsste doch auch der SNB reichen. Also soll hier der Gewinnverteilung, der Auflösung des Eigenkapitals, der Möglichkeit für Spekulanten, an der Börse bei der SNB einsteigen zu können, das Wort geredet werden?

Nein, natürlich nicht. Es sollen nur vier Fragen in die Debatte geworfen werden:

Wenn es ausdrücklich der Wille des Gesetzgebers war, eine staatlich-privat gemischte Notenbank zu schaffen, wieso wird dem nicht mit einem Aktiensplit nachgelebt?

Warum wird das eklatante Missverhältnis zwischen Börsenwert und ausgewiesenem Eigenkapital damit wegerklärt, dass die SNB-Aktie über dermassen viele Einschränkungen verfüge und mangels Volumen nur für Spekulanten geeignet sei?

Warum wird das reale Eigenkapital von famosen 150 Milliarden Franken zwar ausgewiesen, aber gleichzeitig jede Debatte über eine sinnvolle Verwendung mit dem Verweis auf die Notwendigkeit einer Reserve unterbunden?

Der norwegische Staatsfonds weist auf seiner Homepage mit einem Zähler stolz den aktuellen Marktwert aus. Er wird im Wesentlichen gespeist durch die Öleinnahmen und nicht geschlachtet, aber gemolken; die Regierung darf ihm jedes Jahr einige Milliarden entnehmen. Die Schweizer Kantone und der Bund erhalten derweil maximal 2 Milliarden Franken im Jahr. Warum nicht deutlich mehr? Die Schweiz hat kein Öl, ist aber in der beneidenswerten Situation, dass ihre Währung weggeht wie warme Weggli und daher dank grosser Nachfrage gebacken respektive geschöpft werden kann. Wieso soll der dadurch entstandene Kapitalstock der SNB nicht auch für sinnvolle Dinge angezapft werden?

Um Antworten wird gebeten.

Kommentare

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  1. Bemerkungen zu Herrn Dr. Meyer

    Ich habe einmal das Video einer SNB Jahreshauptversammlung von A-Z angesehen. Im Frage/Antwort Teil kam Dr. Meyer zur Sprache. Er macht eine seriöse, professionelle und klar verständliche Argumentation. Nichts von der Polemik, die wir aus seinen Kommentaren in diesem Blog kennen. Ich war sehr beeindruckt. Soweit ich mich erinnern kann, antwortete Präsident Jordan persönlich. Extrem höflich und auch professionell. Und damit war das Thema erledigt.

    Der Herr Dr. Meyer, der hier kommentiert, scheint sein Zwillingsbruder zu sein, der anders denkt und argumentiert. Manchmal hege ich den Verdacht, dass InsideParadeplatz ihn als Geheimwaffe benutzt, um die Clicks zu erhöhen. Viele der Kommentare von Herrn Dr. Meyer sind so provokativ und verzerrend, dass man gar nicht umhin kann, ihm darauf zu antworten. Und so erhöhen sich die Clicks.

    In meinem letzten Kommentar habe ich dargestellt, wie die SNB ihre Bilanz verlängert oder verkürzt. In seiner Antwort sagte Herr Dr. Meyer 100% das gleiche. Nur um mit dem Satz zu enden: „Sie und Herr Jordan behaupten, die SNB könne ihre Schulden tilgen, durch Emission von selbst gedrucktem Geld.“

    Eine köstliche Dialektik!

    • Hallo Herr Kastner,

      so einfach ist das mit der Dialektik dann doch nicht, zumal in ihrem Dialog mit Herrn Meyer manchmal nicht ganz klar ist, wovon denn nun konkret die Rede ist. Denn solche Sätze wie: „Wenn die BuB oder die SNB Notenbankgeld emittiert, so wird dadurch nicht eine Schuld getilgt, sondern es entsteht eine Schuld.“ lassen (bewußt?) offen, welche Sorte von Notenbankgeld denn nun gemeint ist.

      Denn: der korrekte Oberbegriff „Zentralbankgeld“ umfaßt Bargeld und die sog. „Einlagen“ der Banken. Letztere sind Verbindlichkeiten der Zentralbanken, so daß die buchungsmäßige „Schöpfung“ von Zentralbankgeld sehr wohl mit dem Eingehen einer Schuld der Zentralbank verbunden ist. Soweit ist alles d´accord!

      Der kontroverse Punkt ist das Bargeld und es scheint so, als würde Bargeld auf der Passivseite auftauchen, denn die einzige Position der Notenbankbilanz, die auf Bargeld hinweist, ist der Posten „Bargeldumlauf“. Aus diesem Umstand ziehen Heerscharen den Schluß, daß Bargeld eine Schuld der Notenbank sein muß. Als erste Näherung könnte man ja erst mal richtig lesen, denn da steht nicht „Bargeld“ (was auf einen Bestand hinweisen würde, der auf der Passivseite nichts verloren hätte) sondern Bargeld- (oder Notenbankgeld-) UMLAUF. Da steht auch nicht „Verbindlichkeiten aus Bargeld-Emission“ oder etwas Ähnliches, was darauf hindeuten würde, daß es sich hierbei um eine Schuld handeln würde. Diese Posten ist in keiner Weise an irgendeine Person adressiert, so daß von vornherein ein wesentliches Merkmal einer Schuld, daß sie nämlich gegenüber einer (natürlichen oder juristischen) Person besteht, nicht erfüllt ist (und „die Volkswirtschaft“ ist auch keine Person).

      Klar wird die Sache erst dann, wenn man sich die Entstehungsbuchung für Bargeld ansieht und diese lautet:

      Kasse an Bargeldumlauf

      Denn die Geldscheine, mit denen die Zentralbank ihre Schulden tatsächlich bezahlen kann, müssen ja erst durch die Emissionsdeklaration aktiviert werden, damit sie als Zahlungsmittel verwendet werden können. Das verweist schon mal darauf, daß es bei den Zentralbanken – zwischen den Bilanzierungsstichtagen – selbstverständlich auch ein Kassenkonto gibt, welches, wie es sich gehört, auch ein Aktivkonto ist. Sobald man das einmal geblickt hat wird klar, daß bei einer Bargeldlieferung an eine Geschäftsbank eine Bilanzverkürzung eintritt, genau wie es beim Abheben von Geld am Geldautomat passiert: die Bank hat weniger Bargeld und weniger Schulden! Damit ist auch klar, daß Bargeld als Aktivum das Erfüllungsmittel für Geldschulden ist und schon aus diesem Grunde keine Schuld sein kann.

      Das sieht man auch daran, daß die Aktivierung von Bargeld in die Kasse der Zentralbank eine autonome hoheitliche Entscheidung der Zentralbank ist, für die sie auch keine Rechenschaft ablegen muß (und auch keinen! Geschäftspartner braucht). Das Einzige ist, daß zum Bilanzstichtag das Kassenkonto auf Null neutralisiert wird, um das Vermögen der Zentralbank nicht höher erscheinen zu lassen, als es (sowieso) schon ist.

      Fazit: Bargeld ist als (das einzige) Zahlungsmittel ein genuines Aktivum und nicht eine Schuld, wobei derartige Vorstellungen aus der – vergangenen – Zeit der Goldwährung stammen (das waren die Zeiten, als Banknoten eine Funktion vergleichbar mit Lagerscheinen hatten).

      Von daher: eine CHF Banknote ist weder eine Verbindlichkeit, noch muß (kann) sie mit CHF der SNB getilgt werden… 🙂

    • In meinem Dialog mit Herrn Dr. Meyer geht es immer um die Frage, ob die SNB im Falle eines negativen Eigenkapitals illiquid und/oder insolvent wird bzw. ob sie Konkurs anmelden muss. Für mich ist die Lage eindeutig: die SNB kann auch mit einem negativen Eigenkapital voll funktionsfähig sein. Alles andere sind Nebengeräusche, die sich dieser Frage ableiten. So will z. B. Dr. Meyer uns überzeugen, dass Präsident Jordan von der SNB von Bilanzen nichts versteht und/oder bewußt die Menschheit in die Irre führt bzw. dass Kommentatoren wie ich nicht den Unterschied zwischen der linken und rechten Seite einer Bilanz kennen. Letzterer Punkt läßt sich am besten mit der folgenden Frage beantworten: wem gehört bzw. wer ist Eigentümer der Bilanzposition? Wenn sie der SNB gehört, dann gehört sie auf die linke Seite der Bilanz (Aktiva). Wenn sie einem Dritten gehört, dann gehört sie auf die rechte Seite der Bilanz (Passiva). Und der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva sind Eigenmittel.

      Um auf Ihr Beispiel des Bargeldes zurückzukommen: die 10 CHF Banknote, die ich in meinem Besitz habe, gehört mir, sie steht aber auch in der Bilanz der SNB. Nachdem die 10 CHF mir gehören und nicht der SNB, kann sie in der Bilanz der SNB nur auf der rechten Seite stehen. Ist sie eine Verbindlichkeit der SNB? Natürlich nicht im Sinne einer klassischen Verbindlichkeit. Angenommen, ich gehe zur SNB und will gegen meine Banknote 10 CHF zurück, dann wird mir die SNB sagen: Sie haben die 10 CHF bereits (aber vielleicht tauscht sie meine abgenützte Banknote in eine neue um…).

    • Guten Tag, Herr Menéndez

      Ihre Beiträge sind ausnahmslos ausführlich, interessant und erfrischend und geben mir immer wieder viel Kontemplationsanregung.
      Einzig der Punkt betreffend aktives Bargeld der Nationalbank sehe ich etwas differenzierter.
      Grundsätzlich gibt es nur zwei agierende Seiten des Geldes (des gesetzlichen Zahlungsmittels), auf der einen Seite der Benutzer und auf der anderen Seite der Emittent.
      Damit das System funktionieren kann, muss jeder Akteur jederzeit auf seiner Seite bleiben, was bedeutet, dass der Benutzer keine gesetzlichen Zahlungsmittel auf der Passivseite kreieren kann und der Emittent keine gesetzlichen Zahlungsmittel in den Aktiven halten kann.
      Die Kasse der Nationalbank wird somit zu einem Unterkonto in den Passiven.
      Herr Meyer verzweifelt schon lange an seiner Unfähigkeit, diesen relativ einfachen Sachverhalt zu erkennen.

      Beste Grüsse

    • Guten Tag, Herr Kastner

      Die Bilanzpositionen gehören niemandem. Die Bilanz ist eine Auflistung von Rechten (Aktiven) und Pflichten (Passiven). Die einzelnen Rechte und Pflichten können nicht aus einer Bilanzposition geltend gemacht werden, sondern können nur real dokumentiert (Verträge, Rechnungen, Bestätigungen, etc) eingefordert werden. Dieser Punkt ist sehr wichtig in der Diskussion mit Herrn Meyer, der auch diese simple Tatsache gerne ignoriert.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter
      Mit Verlaub, da bewegen wir uns jetzt auf der Ebene des hair-splittings. Natürlich gehören die Bilanzpositionen niemanden. Natürlich sind Bilanzpositionen nur eine Darstellung/Auflistung der zugrunde liegenden Geschäfte/Verträge, etc.

    • Da haben Sie vollkommen Recht, Herr Kastner
      Wie Sie aber vermutlich feststellen konnten, basiert die Argumentationskette von Herrn Meyer in diesen SNB-Diskussionen u.a. auf seiner Idee, dass die Bilanzposition alleine schon einen Rechtsanspruch begründen und deshalb die Geschäftsbanken, resp. die Girokontoinhaber, ein Durchgriffsrecht auf die Aktiven haben.
      Und von da geht es noch abenteuerlicher weiter 😉

      Beste Grüsse

  2. Herr Meyer glaubt daran, dass die Giroguthaben einen direkten Anspruch auf die Aktiven der Nationalbank darstellen.
    That’s it. Alles wird davon abgeleitet.
    Er wird von dieser Idee nie abrücken. Wollen nun aber auch noch Treuhänder und Rechnungslegungsexperten einer solchen Idee nachhängen, dann sollten wir ernsthaft unser Weiterbildungssystem hinterfragen.

    • Nein, kein Grund zur Panik. Es ist ja die übliche Taktik der Trolle, stets die (schweigende) Mehrheit für sich zu reklamieren und als deren Anwalt aufzutreten.
      Bei Pöbel-Meyer ist es nun so, dass er ja mal eine Volksinitiative starten wollte, um seine irren Obsessionen in die Verfassung zu bringen. Das Ergebnis? Im Sammelstadium gescheitert 😂😂😂.
      D.h. wir wissen, dass Pöbel-Meyer einsam ist in seinem Glauben; darum auch seine Ausfälligkeiten und all die Zeichen des Wahns.
      Die normalen Treuhänder und Buchhaltungsexperten hingegen haben ihren Verstand noch beisammen.

  3. @Leserinnen und Leser

    Da es sich um einen Betrag von Herrn Zeyer handelt und nicht von mir, möchte ich mich hier aus der Diskussion verabschieden.

    Von meiner Seite her ist alles gesagt.

    freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  4. Wenn der Meyer nicht mehr weiter weiss,
    läuft bei ihm der Chauvi heiss :-).

    Pöbel-Meyer so: „Aber Sie und Herr Kastner kommen ja aus Deutschland. Ihnen kann’s ja Recht sein, wenn die SNB Deutschland und die EU ..(blablabla)“

    Wollen wir also mal wieder eine Glas Mitleid lehren auf Meyers armselige Primitivität und zurückkehren zur Sache: Zeher meint übrigens, dass die SNB einen Teil ihrer Gewinne dem Staat (uns allen) zur Verfügung stellen sollte; das mal so am Rande.

    • @Urs Abderhalden alias alias alias (SNB-Troll)

      Guten Morgen

      Besten Dank für Ihren Beitrag. Leider aber wie immer ohne fachliches Argument. Immer wenn Sie schreiben, weiss ich, dass ich ins Schwarze getroffen habe.

      Mit solchen Kommentaren wie dem Ihrigen schafft die SNB kein Vertrauen bei der Schweizer Bevölkerung.

      Sie helfen so SNB-Chef und Plagiat-Jordan nicht weiter – im Gegenteil.

      Also: Wie ist das mit den gesetzlichen Zahlungsmitteln? Sind die Giroguthaben oder die Giroverbindlichkeiten gesetzliche Zahlungsmittel?

      Besitzt die SNB Giroguthaben oder Giroverbindlichkeiten?

      Ich kann auch anders fragen: Kann die SNB ihre Bilanz verkürzen, indem sie diese verlängert.

      Bitte richten Sie Ihren Freunden bei der SNB aus, sie sollten einmal einen Grundkurs in Buchhaltung und Recht absolvieren.

      Ich könnte das anbieten.

      Freundliche Grüsse, insbesondere auch an SNB-Chef Jordan:

      Marc Meyer

    • Sorry, noch etwas

      Glas leeren schreibt man mit zwei ee – nicht mit eh.

      mfg

    • wie „Flasche leer“ nicht „Flasche lehr“ (Letzteres wär in Ihrem Fall zwar hier auch korrekt)

      mfg

    • Uiuiui! Pöbel-Meyer entdeckt jetzt auch noch die Rechtschreibung. Sehen wir uns also mal seinen letzten Satz an:

      „(Letzteres wär in Ihrem Fall zwar hier auch korrekt) “

      Na, wer sitzt hier wohl im Glashaus?

  5. @Rudolf Müller, Klaus Kanstner, Thomas Jordan

    Gerne möchte ich hier als Beispiel folgenden Kommentar des „Buchalters“ nochmals heraufholen.

    Er und viele Kommentatoren erkennen die hoffnungslosen SNB-Irrtümer, die Sie hier verteidigen möchten:

    Zitat des Kommentators Buchhalter:

    Lieber Herr Dr. Meyer
    Leider reden Sie gegen eine Wand, obwohl Ihre Argumente unumgänglich und absolut unumgehbar sind. :-((((((((((((((((((((((((((((((((
    Herzliche Grüsse
    ein Treuhänder mit eidg. Fachausweis und Buchhaltungsexperte, der die Sache sehr, sehr leider und nochmals leider(!!!) versteht und sich der absoluten Dummheit machtlos gegenübersieht.

    Vielleicht sollte Ihnen und Herrn Jordan dieser Kommentar eines Treuhänders mit eidg. Fachausweis und Buchhaltungsexperten doch noch zu denken geben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

      ganz offensichtlich reichen die fundierten Kenntnisse Ihres „Buchhaltungsexperten“ und „Treuhänders mit eidg. Fachausweis“ dann doch nicht aus, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Zentralbanken und Geschäftsbanken zu erfassen.

      LG Rudi Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke.

      Also nochmals: Kann die SNB ihre Bilanz verkürzen, indem sie diese verlängert?

      Ich würde mich über eine fachliche Antwort sehr freuen.

      freundliche Grüsse und einen schönen Tag wünscht Ihnen

      Marc Meyer

      P.S. Wie läuft’s mit Ihrer Internet Platform? Werden die Beiträge, die Sie über mich scheiben oft angeklickt?

      Bringt die Gratis-Reklame hier auf meine Kosten etwas?

    • @Dr. Meyer
      Sie ersuchen um eine fachliche Antwort zur Frage, ob die SNB ihre Bilanz verkürzen kann, indem sie sie verlängert. Es ist sehr schwer, eine fachliche Antwort auf eine dumme Frage zu geben. Man kann nicht gleichzeitig verkürzen und verlängern. Entweder verkürzt man oder man verlängert (oder man bleibt gleich).

      Wenn die SNB ihre Bilanz verkürzen will, dann verkauft sie Aktiva. Wenn sie sie verlängern will, dann kauft sie Aktiva. Wenn sie weder Aktiva kauft oder verkauft, dann bleibt die Bilanzsumme gleich (abgesehen von den Auswirkungen von Gewinn/Verlust). Wenn die Bilanzsumme gleich bleibt, heißt das nicht, dass Bank A nicht ihr Geld von der SNB zurückbekommen kann, um es bei Bank B zu veranlagen. Wenn Bank A das tut, dann wandern bei der SNB Sichtschulden gegenüber Bank A zu Sichtschulden gegenüber Bank B, aber die Bilanzsumme bleibt gleich.

      Nochmal, alleine die SNB bestimmt die Höhe ihrer Bilanzsumme, sonst niemand.

      Nehmen Sie an, dass ALLE Banken ALLE ihre Sichtguthaben bei der SNB loswerden wollen, indem sie ALLE Sichtguthaben dafür verwenden, im Markt Euro zu kaufen. Irgendjemand verkauft diesen Banken die EUR gegen CHF und wer immer das ist, hat nachher alle diese Sichtguthaben bei der SNB, die vorher ALLE Banken hatten. Die Bilanzsumme der SNB bleibt unverändert.

  6. Werter Herr Kastner,

    Ihr Engagement in allen Ehren. Aber dieses ist in der Diskussion mit Herrn Dr. Marc Meyer leider fehl am Platz.
    Wenn Sie schon einige Jahre hier nicht mehr mitgelesen haben so ist Ihnen ganz sicher entgangen, dass unterschiedliche Kommentatoren bereits vergeblich versucht haben, Herrn Meyer aus seiner Phantasiewelt herauszulösen. Die meisten Ihrer völlig zutreffenden Argumente können Sie bei Bedarf in diesen Kommentaren auch wiederfinden. Die ernsthaften Kritiker von Meyers seltsamen Vorstellungen haben es aber mittlerweile aufgegeben und schreiben nichts mehr dazu. Auch ich habe den Versuch aufgegeben, mit Herrn Meyer zu diskutieren, da dies schlicht unmöglich ist. An seinen dogmenartigen Leersätzen lässt Herr Meyer keine Kritik zu sondern wiederholt einfach nur diese Sätze immer wieder. Damit „widerlegt“ er jegliche Kritik.

    Zu meiner älteren Analyse von Meyers seltsamer Zentralbanktheorie ein Auszug:

    „Zurück jedoch zu Meyers Behauptung, dass Geschäftsbanken mit Guthaben bei der SNB jederzeit von dieser die Herausgabe von Vermögenswerten der SNB fordern können. Die Geschäftsbanken sind bereits im Besitz von „gesetzlichen Zahlungsmitteln“. Was also können sie noch fordern? Die SNB hat ihnen doch gesetzliche Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt.“

    Zum Nachlesen noch einige Beispiele:

    https://insideparadeplatz.ch/2018/11/01/die-snb-hat-den-waehrungskrieg-selbst-angezettelt-und-schon-wieder-eine-schlacht-verloren/#comment-237387

    https://insideparadeplatz.ch/2018/11/01/die-snb-hat-den-waehrungskrieg-selbst-angezettelt-und-schon-wieder-eine-schlacht-verloren/#comment-237489

    Da der Versuch einer sachlichen Diskussion mit Herrn Meyer immer wieder fehlschlug, habe ich einige seiner wesentlichen Aussagen auf IP analysiert und hier niedergeschrieben.
    https://um-bruch.net/2018/10/18/dr-marc-meyer-und-die-geisterfahrer-teil-1-geld/
    So muss ich nicht jedes Mal einen neuen Text schreiben, wenn ich auf seine seltsamen Lehrsätze doch antworten möchte. Da sich Meyers Lehrsätze nicht verändern bleiben auch meine Antworten stets aktuell.

    Mit dem von Ihnen aufgeführten Nationalbankgesetz und dem Obligationenrecht können Sie Herrn Meyer nicht überzeugen. Seine Dogmensätze stehen darüber.

    LG Rudi Müller

    • @Rudolf Müller

      Guten Abend Herr Müller

      Also Sie behaupten wie die Herren Thomas Jordan und Klaus Kastner auch, man könne die SNB-Bilanz verkürzen, indem man diese verlängert?

      Befinden wir uns eigentlich im Irrenhaus?

      Da sieht man, was SNB-Jordan mit seiner Irrlehre angestellt hat – und es geht um 700 Milliarden.

      Aber Sie und Herr Kastner kommen ja aus Deutschland. Ihnen kann’s ja Recht sein, wenn die SNB Deutschland und die EU und die USA mit hunderten Milliarden unter die Arme greift, nur weil der SNB-Chef rechts und links der SNB-Bilanz miteinander verwechselt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Ich glaub’s ja nicht: Die Schulden abbauen, indem man diese vergrössert?

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

      Sie schreiben:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      „Also Sie behaupten wie die Herren Thomas Jordan und Klaus Kastner auch, man könne die SNB-Bilanz verkürzen, indem man diese verlängert?“
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Erstens haben Sie in Ihrer Auflistung die Herren Weber, Weidmann, Drahgi sowie die, bei Herrn Jordans Vorträgen anwesenden Wirtschaftswissenschaftler vergessen, welche ja sämtlich den vermeintlichen Irrtümern von Herrn Jordan applaudiert haben. Zweitens hat weder Herr Jordan, Herr Kastner, noch einer der anderen Erwähnten und auch ich nicht die von Ihnen untergeschobene Aussage getätigt.

      Auszug aus Teil 5 meiner Analyse zu Ihrer seltsamem Auffassung des Geldsystems.
      Dr. Marc Meyer und die Geisterfahrer, Teil 5, Holzköpfe der SNB und BuBa

      ~~~~~~~~~~~~~~~~
      „Weidmanns Aussage, die EZB könne „schuldtilgendes“ Geld drucken, wird so auch von Meyer korrekt wiedergegeben.
      Besteht zwischen zwei Geschäftspartnern eine Geldschuld, so ist die Übergabe von Bargeld „schuldbefreiend“. Folglich besitzt das Bargeld die Eigenschaft „schuldbefreiend“ zu sein. Die Deutsche Bundesbank kann das Bargeld selbst herstellen.
      Aber bereits der nächste Satz von Meyer ist bewusst irreführend
      „Zu behaupten, eine Zentralbank könne ihre Schulden abbauen, indem sie Geld emittiert, ist genauso absurd wie zu behaupten, eine Zentralbank könne die Passivseite ihrer Bilanz verkürzen, indem sie diese verlängert.“

      Weidmann sagte, dass die Bundesbank mit „selbstgedrucktem Geld“ eine Rechnung bezahlen könne. Er hat hingegen nicht gesagt, dass die Bundesbank mit selbstgedrucktem Geld ihre Schulden bezahlen könne. Dies ist ein Fehlschluss von Meyer, den er immer wieder pupliziert. Aufklärende Kommentare zu seinen Fehlschlüssen ignoriert Meyer regelmäßig.
      Wenn Weidmann weiter ausführt, dass die Bundesbank auch mit negativem Eigenkapital arbeiten könne so ist dies eindeutig der Hinweis, dass fortgesetztes Drucken von Geld zu negativem Eigenkapital führen kann.“

      ~~~~~~~~~~~~~

      LG Rudi Müller

    • @Dr. Meyer
      Diese Idee, dass die SNB eine Bilanz verkürzen will, indem sie sie verlängert, ist ein Hirngespinst. Wenn die SNB ihre Bilanz verkürzen will, dann VERKAUFT sie Devisen (das tut sie nicht, weil sie ja eine Aufwertung des CHF verhindern will). Wenn sie ihre Bilanz verlängern will, dann KAUFT sie Devisen (das tut sie nun schon – mehr oder weniger unfreiwillig – seit Jahren, weil sie eine Aufwertung des CHF verhindern will). Die Verlängerung/Verkürzung ist eine Entscheidung der SNB und kann nicht von Dritten getroffen werden. Es verwechselt hier NIEMAND die linke mit der rechten Seite einer Bilanz. Man muss schon ziemlich abgehoben sein, um so etwas anderen zu unterstellen. Auf der linken Seite der Bilanz stehen die Vermögenswerte der SNB, auf der rechten die Vermögenswerte von Dritten. Wenn diese Dritten ihre Vermögenswerte zurückhaben wollen, dann bekommen sie CHF zurück, ohne dass sich die Bilanzsumme der SNB dabei verändern muss (weil diese CHF dann von jemand anders bei der SNB deponiert werden).

      Der @Buchhalter hat das gleiche Problem wie Sie, Herr Dr. Meyer – er sieht die SNB Bilanz wie eine Bilanz irgendeines Unternehmens. Von dieser Warte her hätte er (und Sie) recht. Was Sie beide aber hartnäckig verweigern, ist die Einsicht, dass eine SNB nicht so funktioniert wie eine normale Bank.

      Ich hatte einmal der gleichen Fehler wie Sie gemacht. Anfang der 2010er Jahre, als wegen der Eurokrise die Bilanzsumme der EZB zu explodieren begann, sah ich mir das Eigenkapital der EZB an und kam zum Schluß, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis die EZB in Konkurs geht. Anfangs war es nicht einfach, mein Bilanzverständnis auf die Geheimnisse einer Notenbank zu übertragen, aber mit vielen Anfragen/Antworten gelang es mir. Es gelang mir allerdings nur deshalb, weil ich bereit war, die mir gegebenen Antworten verstehen zu lernen, statt mich dogmatisch dagegen zu wehren, das Funktionieren einer Notenbank zu verstehen. Deswegen versuche ich auch hier leidenschaftlich, Sie dazu zu bewegen, bereit zu sein, Antworten und das Funktionieren einer Notenbank zu verstehen.

    • @Rudolf Müller

      Danke

      Also wenn alle applaudieren, so hat der Sprecher Recht?

      Ist das wissenschaftliche Analyse?

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Wenn die BuB oder die SNB Notenbankgeld emittiert, so wird dadurch nicht eine Schuld getilgt, sondern es entsteht eine Schuld.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Klaus Kastner

      Danke

      Nein. Kein Hirngespinnst.

      Sie und Herr Jordan behaupten, die SNB könne ihre Schulden tilgen, durch Emission von selbst gedrucktem Geld.

      Schulden tilgen heisst: Bilanz verkürzen.

      Geld emittieren heisst: Bilanz verlängern.

      Das ist ist ein Widerspruch den Herr Jordan und Sie uns hier auftischen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  7. @Klaus Kastner

    Sehr geehrter Herr Kastner

    Sie behaupten, die SNB dürfe einer Bank 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, auch wenn die SNB als Gegenbuchung nur 1 Milliarde besitzt.

    Nein Herr Kastner, das darf die SNB nicht, genau so wenig, wie SNB-Jordan durch die Bahnhofstrasse laufen und Banknoten verschenken darf.

    Daraus fokgt, dass die SNB bei negativem Eigenkapital nicht mehr zahlungsfähig ist.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Nationalbankgesetz, NBG, vom 3. Oktober 2003
      Obligationenrecht, OR, Stand 1. April 2017

      Artikel 1 des NBG legt fest: „Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten die aktienrechtlichen Vorschriften des Obligationenrechts (OR)1.“

      Artikel 29 des NBG legt fest: „Soweit die besondere Natur der Nationalbank dies erfordert, kann von den Vorschriften des OR abgewichen werden.“

      In der 3. Abteilung des OR werden die Handelsgesellschaften (u. a. die Aktiengesellschaft) und die Genossenschaft geregelt. Für jede Gesellschaft gibt es ein separates Kapitel über „Kapitalverlust und Überschuldung“. Für die Aktiengesellschaft ist dies in Artikel 725 zusammengefaßt.

      Im NBG gibt es KEIN separates Kapitel über „Kapitalverlust und Überschuldung“, d. h. dies ist einer der Fälle, wo „die besondere Natur der Nationalbank ein Abweichen von den Vorschriften des OR erfordert.“

      Was ist die „besondere Natur einer Notenbank“? Die besondere Natur einer Notenbank liegt darin, dass der Großteil ihrer Verbindlichkeiten (das „Notenbankgeld“) mit Werten getilgt werden kann, die die Notenbank selbst produziert (CHF im Falle der SNB). Somit kann eine Notenbank in ihrer Landeswährung nicht zahlungsunfähig werden. Anders ausgedrückt, der Großteil der Verbindlichkeiten einer Notenbank sind nicht Verbindlichkeiten in jenem Sinn, was man normalerweise unter Verbindlichkeiten versteht. Eine CHF Banknote ist zwar eine Verbindlichkeit der SNB, aber sie kann nur mit CHF der SNB getilgt werden.

      Anders verhält sich die Situation, wenn es sich um Fremdwährungsverbindlichkeiten einer Notenbank handelt. Das sind Verbindlichkeiten, die nicht mit Werten getilgt werden, die die Notenbank selbst produziert. Im Fremdwährungsbereich kann eine Notenbank in der Tat zahlungsunfähig werden.

      Das kritische Thema für die SNB sind allerdings nicht Fremdwährungsverbindlichkeiten, sondern Fremdwährungsaktiva. Ich bezweifle, dass das Thema der Fremdwährungsverbindlichkeiten in absehbarer Zukunft ein Thema für die SNB werden kann.

    • @Klaus Kastner

      Sehr geehrter Herr Kastner

      Besten Dank für Ihre Replik.

      Leider weichen Sie von meiner Bilanzanalyse ab und flüchten ins Nationalbankgesetz. Gemäss diesem würde im Falle einer Überschuldung der SNB zum Tragen kommen, dass aufgrund der besonderen Natur der Nationalbank ein Abweichen von den Vorschriften des OR möglich wäre.

      Nur. Das hilft der SNB und der Schweiz im Falle eines Konkurses der SNB nicht weiter. Die Schweizer Steuerzahler müssen in diesem Fall so oder so für die SNB bluten. Wie auch immer. Auch wenn das SNB-Jordan bestreitet.

      Sie wiederholen hier das Märchen von SNB-Jordan, wonach die SNB im Falle einer Überschuldung ihre eigenen Schulden tilgen könne mit selbst gedrucktem Geld.

      Aber Nationalbankgesetz und OR können die Doppik der Doppelten Buchhaltung nicht ausser Kraft setzen, genauso wenig wie sie z.B. die Physik ausser Kraft setzten können.

      Das Gesetz kann nicht bestimmen, dass ab sofort die Sonne sich um die Erde kreisen oder der Rhein aufwärts fliessen soll.

      Sie schreiben:

      „Was ist die „besondere Natur einer Notenbank“? Die besondere Natur einer Notenbank liegt darin, dass der Großteil ihrer Verbindlichkeiten (das „Notenbankgeld“) mit Werten getilgt werden kann, die die Notenbank selbst produziert (CHF im Falle der SNB). Somit kann eine Notenbank in ihrer Landeswährung nicht zahlungsunfähig werden.“

      Sie schreiben also, dass die Verbindlichkeiten der SNB (das Notenbankgeld) getilgt werden kann durch „Werte“ … „die die Notenbank selbst produziert.“

      Welche „Werte“ produziert die Notenbank selbst? Ja richtig: „Notenbankgeld“.

      Sie schreiben also im Klartext, dass „Notenbankgeld getilgt“ wird, indem „Notenbankgeld produziert“ wird.

      Das ist eine Behauptung ohne jede Logik.

      Ich habe hier schon viele Male erklärt, dass die Bilanz der Notenbank nicht verkürzt werden kann, indem diese verlängert wird. Das Notenbankgeld kann nicht verkleinert werden, indem es vergrössert wird.

      Sie und SNB-Präsident Jordan unterliegen hier einem sträflichen logischen Irrtum.

      Leider ist auch unser Bundesrat darauf hereingefallen.

      Und da Sie das Gesetz schon bemüht haben, lesen wir dieses genau:

      Im Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel, Artikel 2, ist festgeschrieben:

      „Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten: ….c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.“

      Also bitte genau lesen: „Sichtguthaben“ sind gesetzliche Zahlungsmittel.

      Besitzt die SNB Sichtguthaben? Nein. Die SNB besitzt „Sichtverbindlichkeiten“.

      Sie und SNB-Chef Jordan verwechseln also Guthaben mit Verbindlichkeiten. Ihr beiden seid die einzigen, die immer noch diesen Irrtum begehen. Alle Leserinnen und Leser hier begreifen das – nur Ihr beiden und die Zentralbanker weltweit begreifen das nicht.

      Ich nehme an, der Schweizer Bundesrat hat dies mittlerweile auch begriffen.

      Das Schweizer Gesetz hat Jordans Irrtum nie festgeschrieben. Das ist märchenhafte Phantasie aus dem Hause SNB. Bzw. sämtliche Zentralbanken dieser Welt begehen diesen Irrtum.

      Hören wir doch endlich auf damit. Wir auf Inside Paradeplatz müssen ja die Fehler der Zentralbankpräsidenten nicht wiederholen. Wir sind frei.

      Würde man im Strassenverkehr links und rechts verwechseln, so müsste man den Fahrausweis abgeben. Nicht so bei den Zentralbanken. Diese dürfen links und rechts ihrer Bilanz verwechseln, so oft sie wollen. Und niemand greift ein, denn die Zentralbanker Draghi, Jordan usw. verschanzen sich hinter ihrer vermeintlichen „Unabhängigkeit“.

      Ich habe es hier schon so oft erklärt, dass Herr Hässig mich darüber nicht mehr schreiben lässt. Das hätten nun alle begriffen, meint er.

      Aber nein. Sie und Herr Jordan haben es immer noch nicht begriffen und so muss ich es hier im Beitrag von Herrn Zeyer, schon wieder erklären.

      Bitte versuchen Sie, nachzuvollziehen: Die Schulden der Nationalbank bestehen in der emittierten Notenbankgeldmenge. Und deshalb kann diese emittierte Notenbankgeldmenge nicht reduziert werden, indem diese vergrössert wird.

      Die Behauptung von Herrn Jordan und Ihnen entbehrt jeglicher Logik.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.
      Konklusion:

      Im Falle von negativem Eigenkapital ist die Schweizerische Nationalbank zahlungsunfähig und Konkurs. Sie kann ihren gesetzlichen Auftrag nicht mehr ausführen und muss rekapitalisiert werden durch die Steuerzahler oder die Schweiz führt den Euro ein.

      Die SNB schadet der Wirtschaft am wenigsten, wenn sie ihre Bilanz sofort deponiert, sobald ihr Eigenkapital auf null sinkt. Ansonsten überträgt sich das negative Eigenkapital der SNB auf die Banken und diese können anstelle der SNB Konkurs gehen.

      Zudem:

      Die SNB bewertet ihre Devisen viel zu hoch, da sie den Euro stützt, und verletzt damit einschlägige Buchungsregeln. D.h. ihr Eigenkapital ist bereits jetzt massiv tiefer zu bewerten, als sie es ausweist.

      Die Gefahr von negativem Eigenkapital steht vor der Tür…

      …und die Schweiz ist nicht vorbereitet… träumt immer noch nach „Jordans-Märchen“.

    • @Dr. Meyer
      Ich bedauere, dass Sie meinen Kommentar entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben. Ich empfehle anderen Lesern, sich ihr eigenes Urteil auf Basis Ihrer und meiner Argumentation zu bilden.

    • @Klaus Kastner

      Danke

      Sie machen es sich sehr einfach – zu einfach.

      Sind Ihnen die fachlichen Argumente ausgegangen?

      Stehen Sie doch dazu, dass Sie fachlich nicht mehr weiter wissen.

      Auf diese Weise verspielt die SNB Ihr Vertrauen bei der Bevölkerung vollends.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Lesen Sie doch den Kommentar von Iznougoud, der am meisten Anerkennung hat.

      Er schreibt, dsss die Passiven der SNB niemals Vermögen der SNB sind.

      Genau das behaupten Sie und SNB-Jordan.

      Jetzt wissen Sie auch gleich, was die Leaerschaft von Ihrer und Jordan’s Irrlehre hält.

  8. @Mutti

    Danke

    Bevor Ihr Kommentar hier veröffentlicht wurde, habe ich bereits gepostet, dass es sich um ein Missverständnis handelt und der Text am falschen Ort platziert sei.

    Ich habe den Kommentar falsch verstanden.

    Meine diesbezügliche Eeklärung ist aber leider noch nicht erschienen.

    Aber wenn Sie mich schon ansprechen, dann sollten Sie auch jene ansprechen, die anonym auf meine Person spielen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  9. @Marc Stöckli

    Das Niveau Ihres Kommentars ist gegenüber ihrem ersten Kommentar deutlich gesunken. Das zeigt allein schon Ihre Wortwahl.

    Sie kommen offenbar aus der Ecke der frustrierten Vollgeld-Initianten, die immer noch nicht wissen, ob Vollgeld nun ein Aktivum oder Passivum der SNB sein soll.

    Sie schreiben u.a.

    Zitat:

    „Das für unsere Gesellschaft tragische ist, dass auch die Schulden der Banken bei den Nichtbanken auf der Passivseite bei Kreditvergabe reine Makulatur ist.“

    Zitat Ende

    Ist Ihr Lohn, der auf ein Bankkonto ausbezahlt wird, reine Makulatur?

    Bitte vergeuden Sie nicht meine Zeit mit solchem Geschreibsel.

    Danke

    Marc Meyer

    • @Meyer

      Stilfragen
      Sie selber argumentieren nicht selten aggressiv, penetrant und diffamierend, wegen Frustrationsgefühlen?.

      Gegenüber Ihren Studenten haben Sie die Deutungshoheit und geben die erwartete „Denke“ vor. In diesem Blog sollten Sie souveräner mit anderen Meinungen umzugehen wissen.

      Bitte lassen Sie persönliche Angriffe und Anspielungen künftig ganz bleiben. Ansonsten werden sich zunehmend nur noch Ihre „Fans“ äussern und dies ist nicht Sinn dieses Blogs – nehme ich an.

    • @Mutti

      Danke

      Bevor Ihr Kommentar hier veröffentlicht wurde, habe ich bereits gepostet, dass es sich um ein Missverständnis handelt und der Text am falschen Ort platziert sei.

      Ich habe den Kommentar falsch verstanden.

      Meine diesbezügliche Eeklärung ist aber leider noch nicht erschienen.

      Aber wenn Sie mich schon ansprechen, dann sollten Sie auch jene ansprechen, die anonym auf meine Person spielen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Kleine Korrektur, richtig muss es natürlich heissen :
      (Meyer) Sie argumentieren immer aggressiv, penetrant und diffamierend. Wegen Frustrationsgefühlen!
      🙂

  10. Sehr geehrter Herr Klaus Kastner,

    Sie schreiben an @Buchhalter Zitat:
    „Betreffend die Verbindlichkeit der SNB gegenüber der Bevölkerung vermischen Sie moralische Aspekte mit formellen Erfordernissen.“
    Ende Zitat.

    Ihre Argumentationsstränge sind ausführlich und besitzen Tiefe. Wissenschaft betreiben heisst auch, begrifflich genau zu sein. Für mich stellen sich – nicht nur nach der Lektüre dieses Artikels – einige grundsätzliche Fragen: Sehen Sie, um es vorwegzunehmen; jede Währungsunion ist eine Fehlkonstruktion, so der EURO, es hat m.E. in der Historie noch keine funktionierenden Währungsunion gegeben.

    Frage an Sie: Ist das gesetzliche Zahlungsmittel als Schuld oder als Eigenkapital für die SNB zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss?. Handelt es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital?.

    Die Einführung des Mindestkurses war eine Enteignung der arbeitenden Bevölkerung. Das Franken-Rüttli war einer Demokratie nicht würdig und m.E. sollte eine PUK klären, ob dadurch sowohl gegen die BV als auch das NB verstossen wurde.

    Moralische Aspekte? Das ist Ihr gutes Recht so in den Raum zu stellen. Ich sehe das genau so wie @Buchhalter. Begründung:

    Aus Angst, Unternehmen in Konkurs zu schicken und Entlassungswellen zuzulassen, werden durch diese Geldpolitik die Forderungen Weniger immer mehr einzementiert und ausgebaut – überfällige Unternehmenskonkurse und die Vernichtung der Forderungen werden somit verhindert. Kann es Aufgabe der SNB sein, die Auslandsvermögen zu verwalten, bzw. zu entsorgen? Ist es Aufgabe einer Zentralbank für die Exportwirtschaft die Wechselkursrisiken zu neutralisieren? Der Strukturwandel lässt sich nicht aufhalten; so wie sich die Wahrheit nicht aufhalten lässt.

    • @Platon
      Im Prinzip ist auch der Schweizer Franken eine Währungsunion (der kantonal emittierten Banknoten) und die ist doch erstaunlich erfolgreich. Dem Euro fehlt einfach ein sinnvoller und nachhaltiger Finanzausgleich, früher oder später wird auch das vermutlich einmal korrigiert.

    • @Platon

      „Die Einführung des Mindestkurses“
      Sie wissen sicher, dass die Anbindung des CH Kurses an ausländische Währungen nichts Neues war – sondern eher die Wiedereinführung von etwas alt Bekanntem (z.B. die Anbindung an die Deutsche Währung wurde längere Zeit praktiziert).

      Das Rahmenabkommen und die finanziellen „Investitionen“ in den EUR Raum der SNB sind das Ergebnis von politischen Kräften, welche mehr, schnellere Integration in die EU anstreben.

    • @Roman Günter

      Ihr Wort in Gottes Ohr.

      @Mutti

      Richtig ist die Anbindung an der DM mit darauf folgenden Platzen der Immobilien-Blase. Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass nicht die SNB dafür verantwortlich gemacht werden kann hinsichtlich der Geldakkumulation und deren Verwerfungen. Diese Situation haben andere verursacht. Die Frage ist: aus welchem politischen Grund hat sich eine der renommiertesten ZB verführen lassen ihre Unabhängigkeit über Bord zu werfen? Technisch ist klar: die Fk-Devisenzockerei wird der arbeitenden Bevölkerung und Volkswirtschaft mittel-, bis langfristig das Genick brechen. P.S. aus I-Phone.

    • @Platon
      Zu Ihrer Frage betreffend die Bilanzierung von Banknoten im Umlauf (EK oder Verbindlichkeiten?). Grundsätzlich muss man einmal sagen, dass der Großteil der Verbindlichkeiten einer Notenbank nicht Verbindlichkeiten im klassischen Sinn sind, weil sie mit Werten getilgt werden können, die die Notenbank selbst produziert (CHF im Falle der SNB). „Verbindlichkeiten mangels einer buchhalterischen Alternative“ wäre vielleicht ein besserer Ausdruck. Klar ist jedoch, was diese Verbindlichkeiten nicht sind – sie sind kein Eigenkapital. Neue Verbindlichkeiten kann eine Notenbank schöpfen, Eigenkapital kann sie nicht aus dem Nichts schaffen; sie muss es verdienen (oder von Außenstehenden bekommen).

  11. 1
    50.000 Aktien reichen nicht für das Volk.
    >Kapitalsplit.
    2
    Franken 150 Mrd-Wert und Franken 500 Mio-Bewertung
    >Die SNB ist an der Börse , die Privataktionäre nur mit dabei.
    3
    SNB-Aktionäre werden als Spekulanten verunglimpft.
    >Das Volk sollte und soll sich an der SNB beteiligen.

    1
    Der Gesetzgeber wollte ausdrücklich die Beteiligung
    des Volkes. Dafür nahm er sich zehn Jahre Zeit.
    Zudem betrachtet die SNB das Engagement ihrer Aktionäre
    als Zeichen ihrer Verbundenheit.
    Doch 50.000 Aktien reichen nicht.
    Für einen chancengleichen Kapitalmarkt für alle bedarf es eines
    Kapitalsplits.
    2
    Der Wert der SNB beträgt Franken 150 Mrd und wird überall
    auch so ausgewiesen.
    Nur an der Börse wird sie mit Fanken 500 Mio bewertet, und das,
    weil einige wenige rechtsbeschränkte Aktionäre mit dabei sind.
    Die SNB ist an der Börse und nicht die wenigen mitbeteiligten
    Aktionäre.
    Nach dem Wert für sie richtet sich ganz sicher nicht die
    Bewertung der SNB.
    Wie abwegig die Bewertungsbetrachtung der SNB aus der Sicht
    eines beschränkten Privataktionärs ist, zeigt sich
    a
    Der angenommene letzte eine Privataktionär mit seiner einen Aktie wird zur
    Niedrigbewertung der Fr 150 Mrd SNB herangezogen,
    weil er Fr 15 erhält.
    Also, die Fr 150 Mrd SNB wird mit Fr 500 Mio bewertet,
    weil ein Aktionär eine Aktie hat und Fr 15 erhält.
    b
    Eine vorgestellt noch reichere SNB kauft die ganze Welt, und die ganze Welt
    soll mit Fr 500 Mio bewertet werden, weil wenige Privataktionäre
    Fr 15 erhalten.

    Wie fliessend rechtsunbeschränkte Aktien der öffentlichen Hand und
    rechtsbeschränkte Aktien in privater Hand sich mischen,
    zeigt sich am Verkauf und Rückkauf der Aktien der
    Basler Kantonalbank.
    Deshalb hat der Gesetzgeber alle 100.000 Aktien mit
    einer einzigen Valorennummer ausgestattet.

    3
    Statt der Abqualifizierung der SNB-Aktionäre als Spekulanten,
    sollte die SNB im Volk verwurzelt werden, durch Wissen und
    Beteiligung. Genau das schafft Verantwortung und lässt jeden
    sich mit seiner Notenbank identifizieren.
    So war es gewollt.

  12. Hallo Herr Zeyer,

    ich kann mir kaum vorstellen, daß Sie sich wirklich fragen, warum die Börsenkapitalisierung der SNB bei vergleichsweise schlanken 550 Mio. CHF angesiedelt ist.

    Denn:
    wie Sie schön aus dem NBG zitiert haben, beträgt die (gedeckelte) Dividende der SNB Aktie 6% des „Aktienkapitals“. Wie Sie ebenfalls zitieren, beträgt das „Aktienkapital“ einer einzelnen SNB-Aktie genau 250 CHF. Werden darauf 6% Dividende gezahlt, erhält der Eigentümer dieser Aktie genau 15 CHF ausgezahlt. Nun befinden wir uns aber in einer Phase der Niedrigzinsen, so daß es klar ist, daß eine Aktie mit einer derartigen Dividende außerordentlich stark nachgefragt wird. Bei der begrenzten Zahl der zur Verfügung stehenden Aktien schraubt sich der Preis nach oben, bis die Effektivrendite sich dem Marktzinsniveau angeglichen hat. Untersuchen wir nun den Marktpreis der SNB-Aktie und berechnen die Rendite für einen Kurs von 5.000 CHF, dann kommen wir auf die schlanke Effektivrendite von 0,3%! (Kennt man aus der Schule: Prozentwert=15 CHF geteilt durch Grundwert=5.000 CHF und das Ergebnis multipliziert mit 100 ergibt den Prozentsatz=0,3%!) Heißt: der Kurs der SNB-Aktie orientiert sich wie alle anderen handelbaren Wertpapiere auch am allgemeinen Marktzinsniveau, so daß die Größenordnung eines SNB-Wertpapierkurses von (+/-) 5.000 CHF ganz simpel erklärlich wird.

    Wie auch ein Kommentator angemerkt hat gibt es auch Vorgaben für den Liquidationspreis der SNB-Aktie, denn mehr als den Nennwert zuzüglich ein paar CHF Zinsen können die Aktionäre im Fall einer Liquidation der SNB nicht erwarten. Aus welchem Grunde dann darüber philosophiert wird, was der „innere Wert“ der SNB-Aktie sein könnte, läßt sich nicht so einfach nachvollziehen. Als Glasperlenspiel kann man natürlich den voraussichtlichen Nettobetrag aus der Bilanz versuchen abzuleiten und durch die Zahl der ausgegebenen Aktien teilen. Nur: zu welchem Zweck sollte man das tun, wenn wie zitiert das etwaige Vermögen, welches die besagten 25 Mio. CHF zzgl. ein paar Zinsen übersteigt, auf eine neue Institution übertragen wird? Wobei es noch nicht einmal klar ist, ob es tatsächlich zu einer Konkursquote von über 100% kommt, denn in einem solchen Fall müßte die SNB ihre „Arbeitsmittel“, d.h. das emittierte Zentralbankgeld wieder einsammeln, wofür die Aktiva liquidiert werden müßten. Das verweist auf den Umstand, daß der BanknotenUMLAUF (und nein – das ist nicht Zentralbankgeld, sondern ein Informationsposten über das Volumen der aktivierten und emittierten Banknoten) einen grundkapitalähnlichen Charakter aufweist, insofern als er – wie das Grundkapital – als sog. Ausschüttungssperrbetrag aufgefaßt werden muß. Dieser kann auch nur dadurch verschwinden, daß die SNB in ihre Kasse einlaufende Banknoten in den Geldbunker verfrachtet oder gleich schreddert, womit die Position Umlauf dementsprechend verringert werden kann. Näheres findet sich hier:
    https://insideparadeplatz.ch/2017/12/26/die-magie-des-gesetzlichen-zahlungsmittels/#comment-189127

    Ein Splitting der Aktien auf eine geringeren Nennwert ist sicherlich eine Möglichkeit die Anzahl der handelbaren Stücke zu vergrößern, bedeutet aber nicht, daß damit die SNB zu einem größeren Grundkapital kommen würde. Der einzige Effekt wäre, daß der Börsenkurs der SNB-Aktie proportional sinken würde, ohne daß sich dabei die Eigentumsanteilverhältnisse ändern würden. Herr Siegert hätte nach dem Aktiensplit immer noch einen Anteil von 5.2% des Grundkapitals und damit der SNB. Ob danach auf einmal mehr Aktien an der Börse angeboten werden würden, ist damit nicht gesagt.

    Und schließlich: daß es eine absolute Ausschüttungsgrenze an Bund und Kantone gibt, ist letztlich der Tatsache geschuldet, daß die aktuellen Entwicklungen bei Gesetzlegung vermutlich nicht absehbar waren. Man könnte natürlich darüber diskutieren, einen prozentualen Gewinnanteil gesetzlich festzuschreiben – das sollte nicht wirklich eine unüberwindliche Hürde sein…

  13. In den Leserkomentaren wird oft darüber debatiert wie das Notenbankgeld (Franken) bilanziert werden soll. Dies ist jedoch nur für die Frage wichtig, wer das Fremdwährungsrisiko trägt, die Geschäftsbanken oder die SNB. Ansonsten ist die Frage untergeordnet, denn Notenbankgeld ist für die SNB bloss emittiertes Zahlungsmittel, welches einzig ausserhalb der SNB einen Wert hat. Auch hat der Franken ausserhalb der SNB nur deshalb einen Wert, weil er in der Schweiz von Gesetzes wegen als Zahlungsmittel akzeptiert werden muss (er ist gültig). Geld und gelten (gültig) sind etymologisch verwandt. Weiter hat der Frankenwert grundsätzlich nichts mit dem EK der SNB zu tun.

    Der Geldwert in einem Land bzw. Währungsraum wird grundsätzlich durch Angebot (Geldmenge im Umlauf) und Nachfrage (monetarisierte volkswirtschaftliche Leistungskraft des Landes, grob BIP) bestimmt. In Realität ist Sache mit dem Geldwert zwar wegen der Fristentransformation (sparen von Geld) und den Leistungsbilanzüberschüssen komplizierter, aber das Grundlegende bleibt gleich: Die SNB schafft mit ihrem selbst emittiertem Notengeld keine zusätzlichen Werte, sondern blässt damit nur ihre Bilanz auf. Gelangt das zusätzliche Notengeld direkt (z.Bsp. Auszahlung an Kantone) in den hiesigen Wirtschaftskreislauf, werden die Geldhalter (Sparer) anteilsmässig enteignet (Inflation). Wird das zusätzliche Notengeld den Geschäftsbanken geliehen und diese damit zu Fremdwährungskäufen gedrängt, subventioniert die SNB damit unsere Exportwirtschaft und begeht krasse Währungsmanipulation z.L. der Defizitländer. Auf die lange Sicht wird sich der Franken alleine schon wegen der Leistungsbilanzüberschüsse durchsetzen und die Fremdwährungspositionen werden gemessen in Franken an Wert verlieren, diese Verluste gehen dann zu Lasten des Eigenkapitals unserer Geschäftsbanken und in letzer Konsequenz auch der SNB. Und bricht einmal der Kapitalexport ein (schrumpfendes Kapitalbilanzdefizit) wie dies nach 2008 geschehen ist, dann grüess Gott am Sächsi, kann die SNB wohl die nächste Trillion Notengeld locker machen und ins Ausland schaufeln, nur um den Franken nicht vollens durch die Decke gehen zu lassen und das EK der Banken zu schützen. Die sinkenden Zinsen der 10j Bundesobl. und die inverse Zinskurve in den USA deuten jedenfalls darauf hin, dass der Zeitpunkt für eine Rezession nahe ist.

    • @M. Stadelmann

      Die Entscheidungen, in der Schweiz hergestellte Produkte zu kaufen, werden nicht von den Regierungen anderer Staaten getroffen. Diese Kaufentscheidungen treffen Unternehmen und private Haushalte. Defizitäre Staatshaushalte anderer Länder resultieren nicht aus Importüberschüssen, ebenso wenig wie Exportüberschüsse in der Schweiz nicht automatisch zur Verringerung des defizitären Staatshaushaltes führen. Dahinter steckt ein Dogma der knallharte Partikularinteressen bedient (Swatch&.Co. in der Schweiz).

      Nur wenn das vom Finanzsektor emittierte Geld vollständig in den realen Wirtschaftskreislauf eingespeist wird und dort verbleibt sind Schuldenkrisen ausgeschlossen. Die Umsetzung dieser banalen Erkenntnis durch entsprechende Regulierungen des Finanzsektors scheitert an der real existierenden Vermögensverteilung und einer übermächtigen Lobby des Finanzsektors vor der die Politik kapituliert hat und die Volkswirtschaftslehre den Kopf in den Sand steckt.

      Hildebrandt&.Co. bei BlackRock&.Co. nach Beendigung der politischen Karriere ist eine Rückversicherung für den Status Quo. Und wir schlagen uns demnächst gegenseitig die Köpfe ein für ein kleiner Krümel vom Brot. Das hatten wir schon alles….

    • @Platon: Die Leistungs- und Kapitalbilanz eines Staates (oder eines Währungsraumes) sind volkswirtschaftliche Grössen und haben keinen direkten Zusammenhang mit dem Staatshaushalt (ich verstehe nicht warum sie den Staatshaushalt ansprechen). Die beiden oben genannten Kennzahlen haben jedoch einen grossen Einfluss auf den Wechselkurs einer Währung, insbesondere wenn sie sich gegenseitig nicht mehr aufheben, wie dies in den Jahren nach 2008 der Fall war. Damals waren die Investoren nicht mehr bereit im grossen Stil Auslandvermögen aufzubauen und haben teilweise sogar ihr Auslandvermögen zurück in die Schweiz geholt. Dadurch war das Defizit auf der Kapitalbilanzseite viel zu klein um die Leistungsbilanzüberschüsse zu kompensieren, mit dem Resultat, dass der Franken stark aufwertete. Daraufhin ist die SNB unter Hildebrand eingesprungen und hat im grossen Stil Fremdwährungen gekauft. Mit diesen Fremdwährungskäufen hat die SNB wieder genügend Auslandvermögen aufgebaut (Kapital exportiert), um mit den Defiziten auf der Kapitalbilanzseite die Überschüsse in der Leistungsbilanz zu kompensieren. Das ist aber krasse Währungsmanipulation und ist international nicht gern gesehen. Zudem kann es auf Dauer nicht gut gehen, weil man die Fremdwährungen kaum mehr oder nur mit Verlusten abbauen kann.

      Auf die von Ihnen angesprochene Problematik des Plastikgeldes, welches von den Geschäftsbanken erzeugt wird, gehe ich hier nicht ein. Die Stimmbürger hätten diesbezüglich ja eine Chance gehabt, es zu korrigieren. Die Zeit war offensichtlich noch nicht reif.

    • @M. Stadelmann

      Ihr Kommentar ist ein einziges Durcheinander von undurchdachten Floskeln.

      Erstens:
      Natürlich ist der Wert von Notenbankgeld abhängig vom Vermögen der Notenbank.

      Zweitens:
      Notenbankgeld ist ein Teil der gesamten Geldmenge. Deshalb dürfen der Wert von Notenbankgeld und der Aussenwert des Frankens einander nicht gleichgesetzt werden.

      Drittens:
      Wie soll das Notenbankgeld direkt in den Wirtschaftskreislauf geraten durch Auszahlung an die Kantone? Unsinn.

      Viertens:
      Würde das Notenbankgeld direkt von der SNB an die Geschäftsbanken geliehen, so wäre dieses auf der Aktivseite der SNB-Bilanz verbucht. Es wird aber auf der SNB-Passivseite verbucht.

      Fünftens:
      Die SNB drängt die Geschäftsbanken nicht zu Fremdwährungskäufen – sie ködert sie im Gegenteil zu Fremdwährungsverkäufen, indem sie den Franken zu Schleuderpreisen anbietet.

      Bitte überlegen bevor schreiben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @M.Stadelmann

      Ihre Replik ist konfus und nahezu nicht nachzuvollziehen. Vermutlich habe ich Sie falsch verstanden. Ich versuche Ihnen aber zumindest einige Denkanstösse zu geben. Sie schreiben Zitat:

      „Die Leistungs- und Kapitalbilanz eines Staates (oder eines Währungsraumes) sind volkswirtschaftliche Grössen und haben keinen direkten Zusammenhang mit dem Staatshaushalt (ich verstehe nicht warum sie den Staatshaushalt ansprechen).“
      Ende Zitat.

      Meine war eine differenzierende Betrachtung, um die populäre Fehlinterpretation zu vermeiden, andere Staaten hätten sich zu verschulden, um den schweizer Export zu finanzieren. In der realen Welt gibt es keine Staatsfinanzierung durch Geldschöpfung der Notenbank. Wenn Notenbanken im Sekundärmarkt bereits emittierte Anleihen erwerben und diese in ihren Bilanzen ausweisen, so steht das für den Erwerb der Staatsanleihen emittierte Geld den Staaten nicht zur Verfügung. Staaten müssen sich in der realen Welt wie alle anderen Marktteilnehmer auch durch ausreichende Bonität für Kredite von Gläubigern qualifizieren. Reicht die Bonität nicht aus droht die Insolvenz – das gilt auch für die SNB – sie muss liefern!.

      Dazu haben Sie eine zutreffende Antwort von Herr Dr. Meyer erhalten Zitat:
      „Viertens:
      Würde das Notenbankgeld direkt von der SNB an die Geschäftsbanken geliehen, so wäre dieses auf der Aktivseite der SNB-Bilanz verbucht. Es wird aber auf der SNB-Passivseite verbucht.“
      Ende Zitat.

      Da liegt der Hund begraben. Der Finanzsektor wird durch angepasste Bilanzierungsregeln und statistische Konventionen ausgeblendet und deshalb werden auch in der Volkswirtschaftslehre diese Aktivitäten des Banken/Finanzsektors nicht betrachtet. Das ist die Grundlage worauf die Jordan, Draghi&Powell dieser Welt philosophische Betrachtungen über das Wesen des Geldes (das gesetzliche Zahlungsmittel) zum Besten geben können. SNB Bilanz 1000Mrd.? Kein Problem….weiter so mit der Vogel-Straus-Politik…

    • @M. Stadelmann

      Es ist gut, dass Sie in dieser Diskussion die Sichtweise der Leistungsbilanz und der Kapitalbilanz erwähnen. Hier liegt doch der Hund begraben. Zwei Denkanstösse:
      1. Gerade durch den Kauf ausländischer Staatsanleihen reduziert die Nationalbank deren Renditen und die Attraktivität ausländischer Investitionen, womit dann paradoxerweise der Negativzins begründet wird. Die SNB trägt faktisch zum Problem der unzureichenden Kapitalexporte bei.
      2. Während sich die Diskussion hier oft um die Bilanzrisiken der SNB dreht, ist es interessant festzustellen, dass die Folgen der Ausweitung des Geldmengenangebots in CHF weniger diskutiert werden. Aber gerade hier stellt sich doch die Frage, warum ein Schweizer Investor im Rahmen der aktuellen Politik überhaupt im Ausland investieren sollte. Gemäss Kommunikation wird die SNB unbefristet Fremdwährungen aufkaufen und die CHF-Geldmenge ausweiten, solange die Schweiz einen Exportüberschuss aufweist, der nicht durch Auslandsinvestitionen ausgeglichen wird. Beim begrenzten inländischen Anlageuniversum suchen die neuen CHF nach einem Weg, und die Preise, z.B. bei Immobilien, steigen dadurch laufend. Warum sollte jemand unter diesen Umständen noch im Ausland investieren?

  14. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

    Für Ihren unermüdlichen Einsatz danke ich Ihnen von Herzen. Ich hoffe, Sie haben in dieser entscheidenden Phase die Kraft und die Zeit alles genau zu dokumentieren und zu publizieren. Die SNB hat sich in eine Sackgasse hineinmanövriert. Ich beobachte seit Dezember 2018 die Fed.

    Warum?

    Die US-Notenbank hat Anfang 2019 zwar die geldpolitische Rolle verbal und medial rückwärts „angekündigt“. Getan hat sie seither aber nichts dergleichen, sondern das „GEGENTEIL“. Während die Fed die Reduzierung ihrer Bilanzsumme entschlossen fortsetzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die SNB die Zinsschraube weiterhin nach unten drehen.

    Mit 3.255 Mrd. $ hat die Fed-Bilanzsumme den niedrigsten Stand seit Juli 2013 erreicht. Alleine seit Ende Dezember 2018 hat die Fed die Bilanzsumme, um 164 Mrd. $ abgebaut. Quelle:St. Louis Fed

    Bemerkenswert: Auch Gold, Silber und der Bund Future steigen zu schnell, als das nicht irgend etwas im Busch ist. Es könnte der Startschuss in die Endphase sein.

    Mich würde Ihre hochgeschätzte Meinung zu diesen; m.E. besorgniserregenden Entwicklungen interessieren.

    • Sehr geehrter Platon

      Danke für Ihre ermutigenden Zeilen.

      Was aus Ihrem Kommentar heraussticht, ist die Tatsache, dass die Bilanzssumme der FED etwas mehr als 3x so gross ist wie jene der SNB.

      Die USA ist aber fast 50x so gross wie die Schweiz und der US Dollar ist zudem die Weltwährung, d.h. wird auf der ganzen Welt gehandelt.

      Einfach unglaublich, was sich die SNB da anmasst. Diese ist von allen guten Geistern verlassen.

      Kommt hinzu, dass die FED ihr ganzes Vermögen im Inland investiert, wo es den USA zugute kommt. Die SNB hingegen investiert ihr ganzes Vermögen im Ausland, wo es dem Ausland zugute kommt.

      Zudem: Bei allfälligen Verlusten der FED profitieren wenigstens Wirtschaftssubjekte in den USA.

      Verluste der SNB hingegen führen zu Gewinnen im Ausland.

      Und das alles nur, weil das SNB-Direktorium einer Irrlehre anhängt und nicht bereit ist, diese einmal zu überdenken.

      Freundliche

  15. Das Volk sollte ausdrücklich an der Notenbank
    beteiligt werden und die SNB verweist heute noch
    auf ein Engagement in die SNB als ein Zeichen der Verbundenheit
    mit ihr.
    Die SNB muss aufgrund ihrer grossen Bedeutung für das Land –
    durch Wissen und Beteiligung-
    in die breite Gesellschaft,
    so wie gewollt.
    Das führt dazu, dass sich jeder mit seiner Notenbank beschäftigt
    und Verantwortung übernimmt.
    In der jetzigen Situation wird sie als mysteriöser Fremdkörper
    behandelt.
    Das hat sogar zur Folge, dass einige Medien die Aktionäre
    der 50.000 Aktien als Spekulanten verunglimpfen.
    Müssen sich das Mitaktionäre, wie ZKB, Pictet, Bank Lombard
    gefallen lassen.

    Die Aktien haben einen hohen Nennwert, können gesplittet
    werden und reichen für alle.
    Dann ist kein Raum mehr für das Ausreden der Aktien, Verunglimpfungen,
    projizierte Missverständnisse und Irrtümer.

    Die SNB hat einen Wert von Franken 150 Mrd. ,
    wird überall auch so ausgewiesen und nur an der
    Börse mit Franken 500 Mio. bewertet.

    DIE JETZT NUR WENIGEN PRIVATAKTIONÄRE SIND
    IN IHREN RECHTEN BESCHRÄNKT, JEDOCH MITBETEILIGT.
    NACH DEM WERT FÜR SIE RICHTET SICH GANZ SICHER
    NICHT DIE BEWERTUNG DER SNB.
    DIE BASLER KANTONALBANK HAT 2018 AKTIEN VERKAUFT UND
    WIEDER ZURÜCKGEKAUFT.
    DIE AKTIEN HATTEN ALSO ZWISCHENZEITLICH EINEN
    ANDEREN RECHTEUMFANG.

    ES IST ALSO DIE SNB AN DER BÖRSE UND NICHT DIE
    PRIVATAKTIONÄRE.

  16. Sehr geehrter Herr René Zeyer,

    grämen Sie sich nicht. Die Mutter der Dummen ist immer schwanger. Ich bin dankbar Ihre sachliche und differenzierte Sichtweise erfahren zu haben, auch wenn ich sie nicht teilen kann.

    Wenn man von Geld spricht, so sollte man sich erst einmal bewusst werden, was Geld überhaupt ist. Geld ist eine Schuld einer Bank! Bargeld ist ein Schuldschein der SNB; Buchgeld ist eine Bargeldschuld der SNB – oder Geschäftsbank.

    Die SNB hat inzwischen – Stand März 2019 – pro Einwohner (inkl. Kinder und Rentner) für rund 100’000+ CHF Fremdwährungspositionen in ihren Büchern. Wenn diese Positionen auch nur 10 % an Wert verlieren, kostet das jeden Einwohner über 10’000 CHF! Herr Prof. Dr. Jordan, Bankrat eingeschlossen, verwechseln Aktiven und Passiven, denn das Geld der SNB ist eine Schuld derselben und keine Liquidität! Liquidität ist immer ein Aktivum! Niemand kann sich immer mehr verschulden und behaupten, er sei liquid, auch die SNB nicht, denn Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachzukommen – und das von der SNB emittierte Geld ist ja gerade die Zahlungsverpflichtung, die Schuld der SNB und nicht ihr Vermögen.Bei der SNB – und nicht nur dort – ist man sich nicht zu Schade Geld als Schuld der SNB einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss. Man versucht glaubhaft zu machen, dass es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital handele.

    Das Problem ist ja nicht, dass das Buchgeld nicht durch Bargeld gedeckt ist, sondern es entsteht ein Problem, wenn die Bank ihre Aktiven zu hoch eingeschätzt hat, das nennt sich dann Unterbilanz, Überschuldung, Insolvenz. Aber das ist nicht zu vergleichen mit Liquiditätsengpass.

    Sehr geehrter Herr Klaus Kästner

    Zentralbanken können schon rein aus buchungstechnischen Gründen die Ausgabe von Banknoten nicht in der ER buchen: Aktiven/Ertrag? Oder Aufwand/Passiven?

    Wären Banknoten ein Aktivum, so wären sie ja folglich eine Schuldverpflichtung der Geschäftsbanken und damit auch eine Schuldverpflichtung der Bürger und Unternehmen! Anzunehmen, dass Unternehmen ihre wertvollen Waren hergeben, um dadurch eine Schuldverpflichtung einzugehen, ist absurd. Ebenso absurd ist es, zu glauben, dass jemand einen Monat dafür arbeitet, um dadurch eine Schuld als Lohn zu erwerben…

    Im übrigen ist die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) [in der Schweiz Erfolgsrechnung (ER) genannt] nichts anderes als das detaillierte Eigenkapitalkonto, welche die unter dem Jahr stattfindenden Eigenkapital- Zu- und -Abgänge differenziert ausweist. Folglich ist die ER nichts anderes als ein Unterkonto der Bilanz, weshalb sie ja folgerichtig auch Ende Jahr im Eigenkapital saldiert wird. Dass die Bilanz das Vermögen (Aktiven) den Schulden (Passiven) gegenüberstellt, erscheint mir unter dem Aspekt von Arithmetik und Logik durchaus sinnvoll. Diese Rechnung macht ja schliesslich auch ein Buchhaltungsunkundiger, indem er seine Verpflichtungen seinen Gütern gegenüberstellt. Die Differenz zwischen Vermögen und Schulden wiederum ist das Eigenkapital, das Reinvermögen. Klar, jetzt kann man wieder über die Bewertung streiten. Ein Vermögenszugang ist folglich immer gleichzeitig ein Kapitalzuwachs.

    Kaum zu glauben, dass gewisse „intelligente-promovierte-habilitierte Harvard Absolventen&.Co.“ und vor allem von sich selbst überzeugte Leute solch abstruse und hirnrissige Geldpolitik betreiben. Da werden Theorie-Luftschlösser gebaut von Menschen (Draghi, Jordan &.Co.), die noch nie wirklich gearbeitet, sondern ihr ganzes Leben nur in der Schule verbracht und ihre Hirngespinste verbreitet haben. Finstere Aussichten für die arbeitende Bevölkerung – nicht nur – in der Schweiz.

    • Ihre Beiträge, die ich auch mit jenen von Dr. Meyer sehr schätze, argumentieren immer aus buchhalteeerischer Sicht. Die Argumente von Herrn Kästner sind aber auch nicht von der Hand zu weisen.
      Kann das „Problem SNB“ ausschliesslich aus buchhalterischer Sicht angegangen werden? Ist das nicht zu vordergründig? Was steckt dahinter? Welche Auswirkungen auf SNB, Politik, Oekonomie und letztlich auf den kleinen Mann und die kleine Frau hat das? Wie wirken sich die beiden Betrachtungsweisen am Ende aus? Was sind die Konsequenzen? Muss ich von meinen privaten Kapital Rückstellungen machen, um die SNB zu retten? Oder muss ich mit höheren Steuern rechnen?

    • Lieber@Rueckbauer

      Geldpolitik = doppelte Buchhaltung.

      Im Falle einer Unterbilanz wird man ein neues Gesetz erlassen. Hochbezahlte Verfassungsrechtler werden im Staatsfernsehen versuchen jeder Kritik vorzubeugen, bzw. im Keim zu ersticken z.B. hat die SNB in den letzten Jahren gegen die BV und das NB verstossen? Franken-Ruttli? Die notwendigen Maßnahmen wird man der Bevölkerung verkaufen müssen. Rekapitalisierung? Eintritt in Euro und Eu? Das Drehbuch ist bereits in den entsprechenden Schubladen. Die größte Herausforderung dieser Machtgruppen ist: hält sich die Realität an das Drehbuch?. Auch die SNB muss liefern. Mit dem Versuch die Gesetzesmaessigkeiten der Buchhaltung auszuhebeln und das gesetzliche Zahlungsmittel für die SNB selbst als Schuldentilgendes einzuführen/auszuerkoren (1999) wird man grandios Scheitern. Fk-Devisenzockerei höher als die gesamte CH-Volkswirtschaft; eingefädelt von einem Ingenieur und Uhrenmacher…. entschuldigen Sie die Fehler I-Phone.

    • @Rückbauer

      Erstens:
      Herr Kastner verwechselt links und rechts der SNB-Bilanz.

      Zweitens:
      Buchchaltung ist die Grundlage der Geldtheorie.

      Drittens:
      Ja machen Sie Rückstellungen für die SNB und rechnen Sie zudem mit höheren Steuern und noch tieferen Minuszinsen.

      mfg

      Marc Meyer

  17. Zeyer schreibt: „Ich bin erschüttert.“ Warum nur? Hat er denn keine Ahnung mit welchem Unfug Meyer hier seit Jahren IP vollschmiert?

    • Lieber @Urs

      vielleicht fügen Sie Ihren Einwürfen entsprechende Inhalte bei, so dass sich der geneigte Leser eine Vorstellung davon machen kann, was Sie zu einem negativen Urteil bzgl. Herr Dr. Marc Meyer zutreffenden Analysemethoden kommen liess. Bisher wie gewohnt Phrasendrescherei, da muss mehr von Ihnen kommen @Urs, ansonsten muss man davon ausgehen, dass Sie wieder unter geistigen Blähungen leiden die die Nichteinnahme der verordneten Medikamente plausibel erscheinen lässt. Ein Medikamentenplan kann Ihnen die Einnahme Ihrer Medikamente erleichtern.

    • @“Urs Abderhalden“ alias

      Sie haben ein persönliches Problem mit sich selbst.

      Versuchen Sie, dieses anzugehen.

      Ihre Kommentare hier bringen weder Sie, die Wissenschaft noch SNB-Jordan, dessen Irrlehre Sie durchstieren möchten, weiter.

      MfG

  18. @Lukas Hässig

    Herr Hässig

    Waren Sie an der Gerichtsverhandlung mit der CS, dass Sie die Kommentare so lange nicht freigeschaltet haben?

    Wir drücken Ihnen auf jeden Fall die Daumen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  19. Nachdem sich hier der Pulverdampf gelegt hat: Ich bin erschüttert. Darüber, wie viele Kommentatoren nicht mal in der Lage sind, eine Bilanz zu lesen und den Begriff Eigenkapital zu verstehen. Dabei ist das trivial: Eigenkapital ist Aktiva minus Verbindlichkeiten. Und das beträgt bei der SNB 150 Milliarden Franken. Das ist auch keine «Schuld» oder irgendwie «nicht real». Es kann durchaus als «Reserve» für die exposure im Devisenbereich dienen.
    Aber es ist echtes, klares, eindeutiges EK. Wer das bestreitet, hat entweder keine Ahnung. Oder er hat, dann ist er bösartig.

    • @Rene Zeyer

      Die zentrale Frage lautet:

      Haben die Aktionäre Anteil am Eigenkapital der SNB?

      Die Antwort lautet: Nein.

      Begründung: Das ist so im Nationalbankgesetz festgeschrieben.

      Dieses Gesetz ist 800 Milliarden wert.

      Das gesamte Schweizervolk besitzt bei der SNB ein Vermögen von etwas mehr als 800 Milliarden, angelegt im Ausland.

      Diesem Vermögen stehen Schulden von rund 700 Milliarden gegenüber.

      Die Differenz ist fast allein auf die Währungsmanipulation der SNB zurückzuführen.

      Das Schweizervolk hat somit praktisch nichts bei der SNB als ein exorbitantes Risiko.

      Die Aktionäre haben praktisch gar nichts.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @René Zeyer

      Sie sollen auch erschüttert sein!
      Bitte lesen und verstehen Sie die Kommentare und Artikel von Dr. Meyer. Dann legt sich das Beben.

    • Herr Zeyer……

      kann sein das wir alles Buchhalterische Leien sind.

      Aber nachdem ich eine eigene Firma hatte und mich mit den Marktmechanismen beschäftigen, ich die Psychologie des Marktes studieren durfte, weiss ich eines mit Sicherheit.

      Das Risiko welches die SNB heute trägt ist durch kein Eigenkapital mehr gedeckt.
      Die SNB ist ein Spekulant und ihr Modell kann jederzeit durch etwas nebensächliches, etwas was sie nicht beeinflussen kann, zum Einsturz gebracht werden.

      Und das erkannt zu haben genügt mir vollauf.

    • @Walter Roth

      Ja. Das Modell der SNB wird zusammenbrechen.

      Ich werde den Verdacht nicht los, dass die SNB nur noch auf Zeit spielt und hofft, dass irgendein Beben stattfindet, das so gross ist, dass die SNB dabei zum Nebenthema wird.

      Denn so dumm, wie sich SNB-Chef Jordan und seine SNB geben (inklusive SNB-Bankrat) kann man ja gar nicht sein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Herrn Roth

      Ein Beispiel
      1. Die SNB kaufte Wertschriften 100 mit selber gemachtem Geld (Buchgeld) d.h. vereinfacht: mehr Gewinn
      (i.d.R. wird das indirekt zurückgestellt also kein Gewinn aber das ist ein Detail)
      2. Die SNB verliert 100% der Wertschriften, also Totalverlust: weniger Gewinn / Verlust
      Summe Einfluss auf das Eigenkapital ?: +100 – 100 = 0 also keinen!

      Das ist alles etwas komplizierter, weil da andere Währungen noch eine Rolle spielen und Inflationsrisiken aber ich mache mir jedenfalls keine Sorgen um das Eigenkapital der SNB an sich.

      Viele Mitarbeiter der SNB sind Risikospezalisten, die machen den ganzen Tag nichts anderes als „Was-Wäre-Wenn-Rechnungen“.

      Wir dürfen und sollen uns über die Politik und die Strategie der SNB Gedanken machen und diese allenfalls auch kritisieren. Aber wir müssen auch anerkennen, dass das Thema komplex ist und dass nicht alle Kommentatoren die gleichen Perspektiven und Interessen haben.

  20. Beängstigend, wenn jemand, auch eloquent, über Dinge schreibt, bei denen das Verstehen der Dinge nicht vorhanden ist. Ist in der heutigen „Aufmerksamkeitserhaschungswelt“ allerdings alltäglich.
    Das grosse Problem mit der SNB-Thematik ist die zu grosse Bilanzsumme, welche eine potentielle politische Erpressbarkeit erhöht.

    • Tja, Abderhalten….. nur sehen wir vor lauter Risiko keine Gewinne mehr.

      So lange die SNB nur Bewertungsgewinne einfährt, also sie nichts verkauft und in der Folge echte Gewinne erzielt¨
      …….. ist und bleiben diese „Gewinne“ nur Luft.

      Das Risiko übersteigt jeden „Gewinn“ massiv.

  21. Sehr geehrter Herr Kastner

    Nein. Die SNB darf nicht negatives Eigenkapital haben.

    Warum nicht?

    Weil dadurch die Gläubiger der SNB geschädigt würden.

    SNB-Jordan macht die SNB haftbar für seine Irrige Behauptung, die SNB-Gläubiger seien bei negativem Eigenkapital nicht schlechter gestellt als bei positivem.

    Sie schwatzen hier den Irrtum von SNB-Jordan nach.

    Aber als Deutscher / Oesterreicher profitieren Sie ja von der Irrlehre und Misswirtschaft der SNB.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Dr. Meyer

      Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

      ja, ich war schon lange nicht mehr hier auf diesem Blog und nein, ich habe meine Meinung zur SNB in den letzten Jahren nie geändert. Auch ich habe immer betont, dass die SNB mit ihrer „gigantischen long-position“ (so hatte ich seinerzeit die Fremdwährungsposition der SNB genannt) ein enorm hohes Risiko fährt. Allerdings haben Sie und ich nach wie vor die gleichen Differenzen bei 2 Punkten, bei denen es um die Essenz des Verständnisses einer Notenbank geht, nämlich:

      1) Sie behaupten, dass die SNB illiquide werden könnte. Dabei verwenden Sie den Trick, zu sagen, dass liquide sein Liquidität voraussetzt und dass Liquidität auf der Aktivseite und nicht auf der Passivseite der Bilanz steht. Zum Drüberstreuen unterstellen Sie Andersdenkenden, dass sie nicht zwischen der linken und rechten Seite einer Bilanz unterscheiden könnten bzw. dass sie „Irrtümer schwatzen“. Das, bitteschön, ist wirklich nicht redlich! Sie müssen nur das Wort „liquide“ mit „zahlungsfähig“ ersetzen.

      Eine Notenbank, wie auch die SNB, wird IMMER in ihrer Landeswährung zahlungsfähig sein, weil sie das Monopol hat, die Währung selbst zu schöpfen. Zur Klarstellung für die anderen Leser: nehmen Sie an, die UBS hat 10 MrdCHF (10 Milliarden CHF!) bei der SNB veranlagt. Nehmens Sie weiters an, dass sich die UBS eines Tages Sorgen um die Liquidität der SNB macht und dass die UBS deswegen die SNB beauftragt, die 10 MrdCHF auf ihr Konto bei der CS zu überweisen. Was passiert in den Büchern der SNB? Sie belastet das Konto der UBS und erkennt das Konto der CS. Ein buchhalterischer Vorgang; nicht mehr und nicht weniger. Keinerlei Auswirkung auf die Bilanzsumme der SNB. Sie können auch annehmen, dass die UBS auch der CS nicht vertraut und deswegen von der SNB Bargeld verlangt. Dann wird sie von der SNB Bargeld bekommen. Schulden in CHF kann man nur mit CHF zurückzahlen und die SNB wird immer CHF haben (oder sie schöpfen können).

      Anders wäre es, wenn die SNB Schulden in Fremdwährungen hätte. Diese kann die SNB nicht schöpfen und hier könnte sie illiquide werden. Wie Sie aber so messerscharf beobachten: das Problem der SNB sind nicht zuwenig, sondern zuviel Fremdwährungen.

      2) Sie behaupten, die SNB braucht ein positives Eigenkapital. Stimmt nicht. Es gibt meines Wissen keine Notenbank, deren Satzung ein positives Eigenkapital erfordert. Deswegen gibt es ja eigene Notenbankgesetze. Es ist ja gerade der Sinn und Zweck einer Notenbank, dass sie kein Eigenkapital benötigt. Sie behaupten, dass bei einem negativen SNB-EK deren Gläubiger geschädigt werden. Werden sie aber nicht! Die 100 CHF, die ein Gläubiger bei der SNB veranlagt hat, sind auch bei einem negativen SNB-EK 100 Franken wert. Übrigens, 1971 und 1978 hatte die SNB ein negatives Eigenkapital.

      Ich glaube, Ihr Grundproblem ist, dass sie die SNB und ihre Bilanz genauso betrachten wie eine normale Bank und deren Bilanz. Bei einer normalen Bank wären ihre Aussagen schon richtig, weil eine normale Bank illiquide werden kann und weil laut Gesellschaftsrecht ihr Eigenkapital nicht negativ werden darf. Sie sollten aber bitte doch zu Kenntnis nehmen, dass eine Notenbank ganz anders funktioniert als eine normale Bank. Die Gefahr liegt darin, dass Sie Ihre Behauptungen so geschickt formulieren, dass sie für viele Leser sicherlich glaubhaft erscheinen (und sie merken nicht, dass sie irregeführt werden).

  22. Um es klar zu machen, die SNB ist wie alle Zentralbanken in ein intern. Geflecht von privaten Notenbanken eingebunden, die niemanden Rechenschaft schulden.
    Mit der Schweiz hat die SNB lediglich soviel zu tun, dass sie sich vor mehr als 100 Jahren das Privileg sicherte den Notenumlauf und ein Teil des Giralgeldes zu kontrollieren bzw. zu schöpfen.
    Sie ist für die Bevölkerung schädlich, denn sie verursacht Inflation, verscherbelte das Gold der Bevölkerung und zur Zeit riskiert sie über 100% des BIP‘s für eine fragwürdige, in der Geschichte noch nie funktionierende, monetäre Politik.

  23. @Klaus Kastner

    Schon lange nichts mehr gehört von Ihnen hier. 2 oder 3 Jahre?

    Schön, dass Sie wieder hier sind.

    Ich bin froh, dass Sie die SNB-Bilanz mittlerweile auch als hoch riskant betrachten.

    Leider begehen Sie immer noch denselben Irrtum wie vor Jahren:

    Auch die SNB kann illiquide werden. Sie verwechseln wie SNB-Jordan ubd der Bundesrat links und rechts der SNB-Bilanz.

    Liquide Mittel werden links verbucht und Notenbankgeld rechts.

    Oder kann die SNB Euros und Dollars drucken?

    Bitte nicht Herrn Jordan dessen Irrtümer nachschwatzen.

    Es reicht, wenn dies unser Bundesrat tut.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  24. Vorweg: das offizielle Aktienkapital (vergleichbar mit dem eingezahlten Grundkapital einer Kapitalgesellschaft) der SNB ist 25 MioCHF und nicht 250 MioCHF (100.000 Aktien à 250 CHF).

    Das gesamte Eigenkapital ist wesentlich höher, weil ihm noch „Rückstellungen für Währungsreserven“ (67,8 MrdCHF per 31.12.2018) und „Einbehaltene Gewinne“ (52,4 MrdCHF per 31.12.2018) hinzugerechnet werden. Das gesamte buchmäßige Eigenkapital betrug demzufolge per 31.12.2018 120,2 MrdCHF, wobei das offizielle Aktienkapital hievon nur 25 MioCHF bzw. 0,02%! ausmachte.

    Dass die SNB private Eigentümer hat und – noch dazu! – dass sie an der Börse gelistet ist, ist m. E. ein Schweizer Unikat. Wahrscheinlich kann dies nur mit historischen Gründen erklärt werden. Ich meine, dass eine Notenbank gar keine Aktiengesellschaft sein sollte (wenn doch, dann 100% der Aktien im öffentlichen Besitz). Eine Notenbank sollte grundsätzlich eine Körperschaft öffentlichen Rechtes sein mit einem eigenen Notenbankgesetz. Das SNB Gesetz, das die SNB begründet, ist etwas zwiespältig. Einerseits ist die SNB eine Aktiengesellschaft, die bilanzieren sollte, wie jede andere Aktiengesellschaft. Andererseits widerspricht es dem Sinn einer Notenbank, so wie jede andere Aktiengesellschaft zu bilanzieren. Eine normale Aktiengesellschaft darf kein negatives Eigenkapital haben; die SNB darf es.

    Warum keine privaten Eigentümer? Hinter einer Notenbank steht de fakto die Kreditwürdigkeit eines Staates und zwar zu 100%. Im – derzeit nicht vorstellbaren – Fall, dass die Schweiz und der CHF zusammenbrechen und die SNB eine Kapitalzufuhr von 100 MioCHF benötigt, würde diese Kapitalzufuhr zu 100% von der Eidgenossenschaft kommen müssen. Warum soll ein Privater Nutzen aus einer Notenbank ziehen, wenn er nicht dafür im gleichen Maße wie der Staat haftet?

    Ganz abgesehen davon agiert eine Notenbank komplett anders als ein normales Unternehmen. Ein normales Unternehmen muss immer dafür Sorge tragen, dass es solide finanziert ist (d. h. nicht in Liquidititätsschwierigkeiten kommt) und dass es operativ erfolgreich genug ist, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Eine Notenbank braucht sich über Liquidität in ihrer eigenen Währung nie Sorge zu machen und ihr Gewinn hat nichts mit operativer Effizienz zu tun. Der Gewinn/Verlust der SNB, z. B., ist total abhängig von der Entwicklung anderer Währungen relativ zum CHF.

    Ist die SNB überkapitalisiert? Ich denke, nicht. Es gibt meines Wissens keine andere Notenbank in der Welt, die so risiko-behaftet ist wie die SNB. Wenn die Bilanzsumme einer Notenbank 20-30% des GDP eines Landes erreicht, fangen Experten normalerweise an, zu warnen. Die Bilanzsumme der SNB ist deutlich über 100% des Schweizer GDPs. Und vor allem: die SNB hat eine „long position“ in Fremdwährungen von deutlich mehr als das Jahres-GDP. Das sind unglaubliche Risikopositionen!

    Der Autor argumentiert, dass selbst bei einer 20%-igen Abwertung der Fremdwährungen immer noch 10 MrdCHF an Eigenkapital verbleiben würden. Richtig. Aber bei einer 25%-igen Abwertung der Fremdwährungen gäbe es schon ein negatives Eigenkapital von minus 25 MrdCHF. Es ist noch gar nicht solange her, da war die SNB ganz knapp an der plus/minus Eigenkapitalschwelle.

    Sollte trotzdem die SNB mehr ausschütten und damit ihren Kapitalstock für „sinnvolle Dinge anzapfen“ lassen? Natürlich sollte man dies nicht ganz ausschließen. Aufgrund der derzeitigen Ziffern könnte man eine leichte Erhöhung der Ausschüttung diskutieren, aber auf keinen Fall in Dimensionen, die manchen in den Sinn kommen, wenn sie von einem Eigenkapital von 150 MrdCHF hören.

    • Formidabel richtig gestellt und auf den Punkt gebracht! Leider lesen wenige die Kommentare über die Artikel von gestern….so schnell dreht sich die Welt, heute. – Aus meiner Amateurperspektive: Können solche Fragen heute aus buchhalteeerischer Sicht angegangen werden?

    • @Klaus Kastner

      Sehr geehrter Herr Kastner

      Noch etwas:

      Die Gefahr für die SNB liegt nicht darin, dass der Franken kollabiert, wie Sie schreiben.

      Nein – die Gefahr für die SNB liegt darin, dass der Franken steigt und der Euro kollabiert.

      Die SNB wettet ja tatsächlich gegen die eigene Währung bzw. gegen das eigene Land.

      Ja das ist wirklich schwer verständlich – aber die SNB tut’s.

      Man muss sich erst daran gewöhnen – insofern habe ich Verständnis für Ihren Fehler.

      Die SNB ist short Franken und long Euros.

      Bitte verwechseln Sie nicht links und rechts der SNB-Bilanz.

      Auch wenn das SNB-Direktorium links und rechts der SNB-Bilanz verwechselt, so heisst das nicht, dass wir hier auf Inside Parsdeplatz denselben Irrtum begehen wie die Märchenerzähler bei der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  25. Kurzfassung:

    Es ist einfach unglaublich, dass ein Kanton Zürich seine SNB-Aktien als „anteiligen Kapitalwert von 5.2 Milliarden Franken“ bezeichnet.

    UNGLAUBLICH!

    Herr Regierungsrat Stocker:

    Sie sind zugleich SNB-Bankrat.

    Bitte besuchen Sie nun endlich – zusammen mit SNB-Präsidrnt Jordan – einen Grundkurs in Buchhaltung und Recht.

    Sie sind das der Schweizer Bevölkerung und insbesondere den Zürchern schuldig.

    Kann denn eigentlich in Zürich und Bern niemand eine Bilanz lesen?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer aus Basel

    • Lieber Herr Dr. Meyer
      Leider reden Sie gegen eine Wand, obwohl Ihre Argumente unumgänglich und absolut unumgehbar sind. :-((((((((((((((((((((((((((((((((
      Herzliche Grüsse
      ein Treuhänder mit eidg. Fachausweis und Buchhaltungsexperte, der die Sache sehr, sehr leider und nochmals leider(!!!) versteht und sich der absoluten Dummheit machtlos gegenübersieht.

    • @Buchhaltungsexperte

      Danke

      Ja bei der SNB spricht man gegen eine Wand.

      Aber auch diese wird einstürzen wie die Mauern von Jericho.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Wer wird in die Trompeten blasen, Herr Dr. Meyer ?

      Bundesrat – die blasen nur aufs eigene Volk
      NZZ, FuW, Handelsblatt – die können nur ein Stück und dürfen nicht nach Jericho
      Nationalräte – können gar kein Instrument spielen, hören nur zu
      Parteien – trompeten nur im Konkurrenzfall und dann vor der jeweiligen gegnerischen Parteizentrale
      Volk – hat noch nie eine Trompete gesehen
      Bundesanwalt – spielt gerade gedämpft in Usbekistan und bei FIFA-Abendessen
      Sommaruga – spielt nur für Flüchtlinge und Reduktion des AHV-Bezugs für Altschweizer
      Industrieverbände – spielen nur gegen Vorkasse

      Die Legende aus der Bibel lebt, aber solange nur Sie blasen, Herr Dr. Meyer, erstrahlen die Mauern von Jericho jeden Tag aus Neue.

    • @Glückwunsch Switzerland

      Bei negativem Eigenkapital der SNB werden alle blasen – und die Mauern von Jericho fallen in sich zusammen – wie die Irrlehre unseres SNB-Chefs Jordan.

      mfG

  26. Ich finde grundsätzlich Buchhalter sollten die Politik der Nationalbank nicht bestimmen, da deren Aufgabe und Ziele viel komplexer und gewichtiger sind.

    Aber ich bin trotzdem ein Fan und Verfechter von der bestehenden buchhalterischen Trennung der Finanzen des Gemeinwesens (Bd./Kt./Gmde) von derjenigen der Nationalbank. Die Einnahmen im Gemeinwesen stammen vorwiegend aus der CH Wirtschaftsleistung. Ein allgemeines Verteilen von geschaffenem Geld (2 Mrd. etc.) würde die Inflation beschleunigen. Auch wenn zurzeit vor allem das Ausland mit der Aufwertung derer Währung sowie Grossaktionäre (A-Schweizer) von der aktuellen Politik SNB, also vom Schweizer Vermögen profitieren. Der Bedarf und der Wert von geschaffenem Geld wird durch die Nachfrage und die Wirtschaftsleistung bestimmt. (Am ehesten mit originärem Goodwill in Privatunternehmen vergleichbar).

    Nationalökonomen sind eben zum Glück viel mehr als Buchhalter und schütten nicht einfach Buchgewinne an das Gemeinwesen aus.

    • @Mutti

      Ein Oekonom ohne Buchhaltung ist wie ein Astronom ohne Fernrohr oder wie ein Maurer ohne Messband.

      MfG

      Marc Meyer

    • Wenn dann bräuchte es im Gegenteil VIEL MEHR Buchhalter wenn es um die Nationalbank geht – und auch viel viel mehr davon in der Politik. Kaum ein Nationalökonom, geschweige den 10% unserer Parlamentarier, versteht was davon. Geldpolitik basiert zu 99.9% auf Soll/Haben. Und jeder halbwegs gescheite Buchhalter kennt den Unterschied zwischen Buchgewinnen und realisierten Gewinnen. Und als Zückerchen kann diese oftmals unterschätzte Zunft auch Fremd- und Eigenkapital unterscheiden und weiss, das man sich mit Eigenkapital nichts kaufen kann. Aber klar… die Nationalökonomen zur Rettung, lächerlich…

    • Liebe Mutti
      Nicht Titel oder Berufsbezeichnungen zählen, sondern Argumente. Und Mutti ist keinesfalls ein solches.
      Nun zu Ihrem fragwürdigen Argument: Meinen Sie tatsächlich, dass Buchhalter einfach so Gewinne ausschütten? Und noch zwei Fragen: Sind Sie davon überzeugt, dass Universitäten Garanten sind für logische und sachliche Argumentation? Ist es nicht eher so, dass Universitäten theoretisierende oder gar manipulierte Gebilde sind?

    • @Papi

      Nein, gute Buchhalter schütten nicht einfach so Buchgewinne aus.

      Buchhaltungswissen für einen Mathematiker oder Ökonomen der SNB ungefähr so wichtig, wie für eine Sekretärin das Tastaturschreiben.

  27. So betrachtet, muss man eigentlich die Wahrheit sagen :
    Die Notenbanken und Banken betreiben ein System des parasitären Grosschmarotzertums.
    Ohne eine Arbeit (Leistung!) zu erbringen schöpfen sie Falschgeld aus dem “Nichts“ heraus mittels Kreditverträgen und systematischer Bilanzverlängerung (Verbrechen Nr.1). Und für dieses, ohne wirkliche Arbeit und Leistung erzeugte “Falschgeld“ kassieren sie sozusagen auch noch Schutzgeld (Dank ihrer Monopolstellung), nämlich Zinsen und Zinseszinsen (Verbrechen Nr.2).
    Andererseits kaufen sie mit diesen aus systematischen Bilanzzverlängerungen entstandenen “Falschgeldern“ auch noch, wettbewerbswidrig (!) die Wertpapiere dieser Finanzwelt auf (Verbrechen Nr.3). Wenn daraus auch noch, dank der Monopolstellung wettbewerbswidrige Gewinne erzielt werden, dürfte das bereits Verbrechen Nr.4 bedeuten.
    Ein System, wo die einen Teilnehmer “Falschgeld“ aus dem nichts erzeugen können, die anderen Teilnehmer diese Möglichkeit aber nicht haben, handelt es sich um ein wettbewerbswidriges Betrugssystem. Desweiteren handelt es sich niemals um Märkte, denn durch ihre verbrecherische Monopolstellung beherrschen die Falschgelderzeuger das Feld der Wertpapiere, und können alles so manipulieren wie es ihnen behagt.
    Die Derivate sind noch das “Tüpfchen“ oben drauf.
    Sämtliche Preise an den Börsen sind komplett verfälscht, durch diese “Falschgelder“ der Banker.

    Wie bereits erwähnt, es handelt sich nur noch um Betrug. Vertrauen kann so niemals entstehen!

    Die zu versteuernden Vermögenswerte sind dadurch übrigens auch komplett irreal!

    Freiheit und Märkte für die Menschen kann es nur dann geben, wenn die reale menschliche Arbeitskraft und Leistung als Massstab angewendet wird,
    und nicht wenn Falschgeld, durch ein System eines parasitären Grossschmarotzertums angewendet wird.

    Die menschliche Arbeit muss durch nachhaltiges, werthaltiges Geld unterlegt sein, und nicht durch Falschgeld mittels nie endender Bankbilanzverlängerungen.
    Nur dann entstehen für die Menschen wirkliche Freiheit und Märkte.

    Das all die grünen Wiesen mittels Kredit und chronischen Bilanzverlängerungen verbetoniert werden, und die Strassen mittels kreditfinanzierten Falschgeldern vollgestopft sind, Kriegsverbrechen von Banken und Notenbanken finanziert werden, wollen die Grünen, Grünliberalen (die grösste Witzpartei), Sozis, CVP, BDP, und sogar schon die FDP etc. nicht erkennen.
    Würde Geld nur durch ehrliche, menschliche, reale Arbeit und Leistung entstehen, und nicht durch “Heissluftkredite“ und stetiger, banaler Bilanzverlängerung, wäre die Umwelt nicht immer mehr versaut.

    -Die Politik und die Politparteien versagen total kollektiv.

    -Im jetzigen System sind die Menschen die Zinssklaven der Banker.

    -Aus diesen Gründen schrieb der ehemalige US-Politiker ein Buch:
    “Befreit die Welt von der US-Notenbank!“ – Warum die Federal Reserve abgeschafft werden muss.
    Gute Informationen lieferte auch der leider verstorbene Professor Roland Baader in seinen Büchern.

    -Somit schlachtet diese Notenbanken aus, und wirft sie auf den Komposthaufen, die Menschen benötigen echtes, werthaltiges Geld, welches der realen Leistung des Menschen entspricht. Durch alles andere werden Unrecht und auch Kriege finanziert. Die Freiheit wird den Menschen durch Zinsversklavung immer mehr genommen.

    Für die ungerechtfertigten Kreditberge (erzeugt durch Buchhaltungseinträge ohne Leistung) wäre ein Schuldenschnitt ein Anfang und zugleich das Ende des parasitären Grossschmarotzertums.

    • Bitte beweis den Schrott, den du da von dir gibst, mal mit Fakten. Andernorts würdest du mit solchen Verleumdungen vor den Kadi gezogen, oder noch schlimmer.

    • @Torpedo

      Bitte klar überlegen:

      Wenn Sie am Ende des Monats den Lohn auf ihrem Konto haben: Ist dieser dann durch ehrliche Arbeit oder „aus dem Nichts“ entstanden?

      Es nützt nichts, zu wettern, ohne klare Analyse. So wird nichts verbessert – im Gegenteil.

      mfG

      Marc Meyer

  28. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Sie stechen in ein Wespennest. Aber keine Angst. Die SNB und die ihr hörigen Medien (inklusive Schweizer Staatsfernsehen) werden Ihre Fragen totschweigen. Die ganze Problematik rund um das Eigenkapital der SNB wird erst hohe Wellen werfen, wenn es zu spät ist: Wenn das EK der SNB negativ ist. Und selbst dann noch wird man versuchen, das Thema totzuschweigen. Erst wenn Banken wegen der SNB Konkurs gehen, weil sie ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen, dürfte das Thema spruchreif sein.

    Nun konkret zu Ihren Argumenten im Detail:

    Erstens:

    Sie verwechseln unten und oben bzw. links und rechts. Sie schreiben: Weil die Schweizer Währung so stark nachgefragt sei, habe die SNB allein im ersten Quartal 30 Milliarden Gewinn erzielt.

    Bitte halten Sie sich vor Augen: Die SNB hat Schulden in Franken und Vermögen in Devisen (angelegt in Aktien und Staatsobligationen). Wenn der Franken steigt, so steigen die Schulden der SNB. Sie macht Verluste.

    Die Gewinne der SNB anfangs dieses Jahres gehen auf eine Frankenschwäche zurück und auf den Anstieg des US-Aktienmarktes. Der jahrzehntelange Trend des Frankens ist aber fest. D.h. es werden Devisenverluste kommen. Mit Sicherheit. So sicher wie das Amen in der Kirche.

    Starker Franken heisst also nicht Gewinne, sondern Verluste für die SNB.

    Zweitens:

    Eine volkswirtschaftliche Richtigstellung:

    Sie schreiben, das Angebot an und die Nachfrage nach SNB-Aktien sei limitiert. Das stimmt nicht: Das Angebot ist limitiert – nicht die Nachfrage. In volkswirtschaftlicher Sprache ausgedrückt: Die Angebotskurve von SNB-Aktien verläuft bei 100’00 Aktien vertikal und ist ab diesem Punkt unelastisch. D.h. bei steigender Nachfrage ab dieser Menge steigt nur noch der Kurs der SNB-Aktie – nicht die Menge an SNB-Aktien.

    Die Nachfrage nach SNB-Aktien ist aber unlimitiert. Was Sie als ein Haupt-Konklusion Ihres ganzen Beitrages fordern, ist also, wenn ich Sie richtig verstehe, dass die SNB die Angebotskurve an SNB-Aktien nach rechts verschieben solle.

    Im Klartext heisst das: Sie möchten, dass mehr SNB-Aktien emittiert oder diese gesplittet werden.

    Drittens:

    Das eklatante Missverhältnis zwischen dem inneren Wert der SNB-Aktie und dem Marktwert ist auf eine Gesetzesbestimmung zurückzuführen:

    Artikel 32 Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Nationalbank besagt:

    „Wird die Nationalbank liquidiert, so erhalten die Aktionärinnen und Aktionäre den Nominalwert ihrer Aktien sowie einen angemessenen Zins für den Zeitraum nach dem Inkrafttreten des Auflösungsbeschlusses ausbezahlt. Weitere Rechte am Vermögen der Nationalbank stehen ihnen nicht zu. Das übrige Vermögen geht in das Eigentum der neuen Nationalbank über.“

    Da die Aktionäre kein Anrecht an einem allfälligen Liquidationserlös der SNB besitzen, hat ihre Aktie praktisch keinen inneren Wert (ausser dem ausgewiesenen Aktienkapital). Sie ist und bleibt reines Spekulationspapier mit minimalem innerem Wert.

    Zudem verlieren die Aktionäre bei negativem Eigenkapital als erste ihr Aktienkapital – sind also am meisten exponiert.

    Viertens:

    Ihr Hinweis darauf, dass in der konsolidierten Jahresrechnung des Kantons Zürich geschrieben steht:

    „Anteiliger Eigenkapitalwert 6252.1“ (in Mio Franken) als 6.2 Milliarden

    ist höchst interessant.

    Das zeigt, dass auf Stufe SNB-Bankrat und Regierungsrat offenbar auch nicht verstanden wird, dass die Aktionäre der SNB (inklusive Kantone) keine Anteile am Eigenkapital der SNB besitzen, da sie bei einer allfälligen Liquidation der SNB ebenfalls leer ausgehen.

    Solche Missverständnisse, wie sie in der SNB gang und gäbe sind, sind hauptverantwortlich für die Spekulationen rund um die SNB und deren Aktien.

    Fünftens:

    Sie sprechen den Buchlegungsstandard Swiss GAAP FER an, nach welchem sich der Kanton Zürich bilanziert.

    Sollte sich die SNB nicht auch an diesem Buchlegungsstandard richten, wo als oberste Richtschnur ein den tatsächlichen Vermögensverhältnissen widerspiegelndes Buchungsbild gilt?

    Würde sich die SNB nach diesem Standard richten, so müsste sie ihre Devisen markant tiefer bewerten.

    Warum?

    Die SNB verhindert ja nach eigenen Angaben ein Erstarken des Schweizerfrankens. Angenommen, der Franken würde um 15 Prozent höher notieren ohne SNB-Interventionen, so müssen die Devisen der SNB um rund 120 Milliarden tiefer bewertet werden als die SNB diese ausweist.

    Mit anderen Worten: Die SNB hat gar kein Eigenkapital mehr, bei korrekter Bewertung nach dem Buchlegungsstandard Swiss GAAP FER.

    Sechstens:

    Sie sprechen die Schweizer Medien an mit ihrem Meinungskartell.

    Ja richtig.

    Als ein freier Schweizer Demokrat empfinde ich es als Schande, wie die Medien inklusive Schweizer Staatsfernsehen die Meinung bezüglich der Schweizerischen Nationalbank manipulieren. Es gib keine Kritik an der SNB. Das ist tabu.

    20 Jahre lang habe ich die Schweizer Medien immer wieder angeschrieben, die Geldpolitik der SNB basiere auf einer irreführenden Geldtheorie. Immer abgelehnt (ausser noch bei der „alten“ Finanz und Wirtschaft, sowie beim „alten Tagi“.

    Erst hier auf Inside Paradeplatz „durfte“ ich in der Neuzeit diese Kritik formulieren. Und erst als die Bank of England meine Kritik übernahm (ohne Zitatangabe) fand ein Paradigmenwechsel in der Geldtheorie statt.

    Die Schweizer Medien, inklusive Schweizer Staatsfernsehen, haben kein Wort über diesen Paradigmenwechsel verloren.

    Die SNB hat einfach ihre falsche Geldtheorie, die mit Filmchen vom Schweizer Staatsversehen untermauert waren, von ihrer Homepage genommen und Plagiat-Jordan verkündet nun die neue Theorie, als hätte es nie etwas anderes gegeben.

    Und die Medien? Die wischen alles unter den Tisch. Es will ja kein Journalist seine Stelle verlieren.

    Nochmals: Die heutigen Schweizer Medien sind eine Schande, was ihre Berichterstattung zur Schweizerischen Nationalbank betrifft (andere Bereiche kann ich weniger beurteilen – aber es wird wohl ähnlich sein.)

    Siebtens:

    Sie schreiben:

    Die Schweiz hat sich vom armen Auswanderungsland zu einem reichen, modernen Staat entwickelt. Das spiegelt sich im Eigenkapital der Notenbank wider. Das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern dieses Riesenkapital ist auch Ausdruck der Wertschöpfung der Schweizer.

    Nochmals: Das Eigenkapital der SNB basiert vor allem auf der Schwächung des Frankens durch die SNB sowie auf dem starken US-Aktienmarkt. Mitnichten basiert es auf der Wertschöpfung der Schweizer.

    Noch ein Hinweis. Haben Sie den US-aktienmarkt in den letzten Wochen beobachtet?
    Achtens:

    Sie fragen: „Sollen die Schweizer denn dazu motiviert werden, ein Volk von Spekulanten zu werden? Gemach…“

    Die Schweizer Nationalbank macht es vor: Sie ist die Oberspekulantin weltweit schlechthin. Sie hat pro Einwohner 100‘000 Franken Schulden gemacht und spekuliert damit an den Devisen- und Aktienmärkten.

    Würde ein Familienvater mit drei Kindern 500‘000 Franken Schulden machen und in Fremdwährungen spekulieren, so würde die KESB (Kinder und Erwachsenen Schutz Behörde) vorbeikommen und den Vater entmündigen.

    Die KESB sollte dringend bei der SNB vorbeischauen und dringliche Massnahmen ergreifen.

    Neuntens:

    Sie sprechen mir aus der Seele, wenn Sie schreiben, das Schweizer Volksvermögen solle zugunsten der Schweizer Bevölkerung eingesetzt werden.

    Nur, was tut die SNB?

    Sie investiert nicht einmal ein halbes Prozent in der Schweiz. Mit den restlichen 99.5 Prozent unterstützt sie das Ausland. Sie sorgt dort für tiefe Zinsen, und hilft so den ausländischen Unternehmen. Sie subventioniert die Konkurrenz der Schweiz Unternehmen.

    Sie investiert zudem an den ausländischen Aktienmärten. Mit Käufen von US-Hanfaktien will die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln.

    SNB-Chef Jordan konnte bis heute die Frage noch nicht beantworten, wie der Kauf von US-Hanfaktien der Schweizer Wirtschaft ankurbeln soll.

    Sind wir eigentlich von allen guten Geistern verlassen, diesem SNB-Direktorium zu folgen?

    Zehntens:

    Sie rechnen vor, dass bei einem Kurssturz wie 1987 nur 140 Milliarden Eigenkapital der SNB weg wären.

    Sie übersehen,

    A) Das SNB Portfolio ist falsch bewertet. Nach eigenen Angaben schwächt die SNB den Franken. Wäre der Franken nur 15 Prozent höher – also korrekt – ohne SNB-Interventionen, so wäre das Eigenkapital der SNB bereits weg. Zudem führt eine Übertreibung in die eine Richtung zu einer Übertreibung in die andere Richtung. Das kann dann gut und gerne 30 Prozent überschiessen.

    B) Die SNB hat nicht nur das Aktienrisiko, sondern zudem das Devisenrisiko. Es handelt sich also um zwei Risiken, die addiert werden müssen. Hinzu kommt das Zinsrisiko.

    All das verschweigt die SNB – und sie vergessen das.

    Elftens:

    Sie vergleichen die SNB mit dem norwegischen Staatsfonds.

    Das ist nicht statthaft:

    Der Norwegische Staatsfonds hat sein Vermögen auf Eigenkapital aufgebaut. Die Schweiz überwiegend auf Schulden und einer Falschbewertung ihres Vermögens.

    Zwölftens:

    Sie vergleichen der Franken mit „warme Weggli“.

    Ihr Irrtum: Ein Weggli, das ein Bäcker verkauft ist Vermögen des Bäckers.

    Ein Franken, den die SNB verkauft ist aber Schuld der SNB.

    Man kann ihnen ihre Verwechslung aber nicht übelnehmen – auch das Direktorium unserer Notenbank verwechselt Schulden und Vermögen der Notenbank.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Wie immer ist Ihr Kommentar fundiert – aber leider Perlen vor die Säue geschmissen, wie man so schön zu sagen pflegt, denn wer nichts versteht, der will auch nichts verstehen. Jeder Intelligente, der auch nur ein wenig Ahnung von Buchhaltung hat, muss Ihnen Recht geben.

      Herzliche Grüsse

      CH

    • Der Kanton Zürich verwendet aber ganz sicher nicht Swiss GAAP FER… wenn dann ist das IPSAS… und auch das nicht vollständig.

    • Ich liebe Ihre Klarstellungen betreffend die SNB. Danke Heŕr Dr. Meyer! Die Politik der SNB ist unverantwortlich und äusserst gefährlich… und (fast) niemand will es wahrhaben!

    • @Sachverständigenratsmitglied

      Vielen Dank.

      Oft denke ich dasselbe wie Sie.

      Aber was soll ich tun?

      Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben.

      Abee dann kommt Herr Zwyer mit seinem Text und die vielen irrigen Kommentare.

      Die Wahrheit muss irgendwie raus.

      Viele Grüsse

      Marc Meyer

    • @Zahlenheini

      Ich bin nicht Buchhalter, sondern Nationalökonom.

      Ich kann nur sagen:

      Die SNB bewertet ihre Devisen zu hoch, da sie diese stützt und das widerspricht mit Sicherheit sämtlichen Buchhaltungsregeln

      MfG

      Marc Meyer

  29. Mann Zeyer……

    was schreiben sie hier ???

    ——-

    Zitat :
    Einer so nachgefragten Währung, dass sie alleine im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von über 30 Milliarden Franken erwirtschaftete.

    Bei einer solchen Zahl können Schweizer Finanzhäuser nur vor Neid zu sabbern beginnen.
    ——————

    Wie kann man sowas schreiben wenn man sieht, dass die SNB um die 800 Milliarden an faulen Devisen in ihren Büchern hält. Devisen vor allem in Staatsanleihen von stark überschuldeten Ländern wie Deutschland, die sie Gewinnbringend niemals wieder los wird.

    Und die 30 Milliarden sind Luftgewinne…… Bewertungsgewinne, keine realisierten Einnahmen.
    Die tauchen auf und verschwinden auch wieder…. eben Buchgewinne, denn die SNB hat ja nichts abverkauft.

    Angesichts des Risikos jener 800 Milliarden Devisen sind die 30 Milliarden Buchgewinne lächerlich.

    Lesen sie die Artikel vom Herrn Maier bevor sie noch sowas wie obiges verfassen.

    Die 140 Milliarden Eigenkapital reichen nicht mal um die rudimentären Risiken ihrer Euro-Stützungspolitik abzudecken.
    Wie kommen Sie dazu, da von Volksvermögen zu sprechen ?

    Die SNB hat von den über 800 Milliarden ….den Grossteil mit den Sichtguthaben der Banken bei ihr, gekauft.
    Sie kann diese Sichtguthaben, die innert 30 Tagen fällig gestellt werden können, gar nicht mehr bedienen.
    Müsste sie das……. der Wert der Staatsanleihen z.B. in Euros würde kollabieren.
    Die SNB würde in der Folge Pleite gehen, denn sie würde die Sichtguthaben der Banken immer noch diesen schulden.

    Lesen sie die Artikel von Herrn Meier, lernen sie daraus und kurieren sie ihr Fieber.

  30. Akzeptanz der Notenbank durch Wissen und Beteiligung in der ganzen Gesellschaft

    Die EZB betreibt eine als Antideflationspolitik vermarktete Staatsfinanzierung.
    Die SNB dagegen hat in diesem desaströsen Finanzmarktumfeld
    den Tourismus und die Exportwirtschaft geschützt und zudem noch ein
    Eigenkapital von Franken 150 Mrd. gebildet.
    Dem stehen Anlagen in Euro und Dollar in Höhe von Franken 800 Mrd.
    gegenüber.
    Damit ist sie gegen einen 20 prozentigen Verfall dieser Anlagen geschützt.
    Diese Anlagen sind hochliquide.
    Die SNB wird als eine der ersten eine unumkehrbare internationale
    Finanzmarktverschlechterung erkennen, die mutmasslich zu einem internationalen
    Schuldenschnitt a la Zypern führen wird.
    Da die Anlagen in Höhe von Franken 800 Mrd. hochliquide sind,
    wird sie diese mutmasslich in einer untertägigen Überrraschungsoperation
    glattstellen.
    Der 15. Januar 2015 hat ihr unvermitteltes, entschiedenes Handeln
    aufgezeigt, wenn sie dies für das Land für geboten erachtet.
    Ein daraus resultierender Verlust von vielleicht 10 Prozent führt zu einem
    Schaden von Franken 80 Mrd. .
    Das Eigenkapital beträgt dann immer noch Franken 70 Mrd. ,
    und sie hat den Export und den Tourismus geschützt.

    Ganz im Gegensatz zu ihrer hohen Bedeutung für die Schweiz wird auf sie
    unaufhörlich eingedroschen.
    Das liegt vor allem daran, dass sie nicht – wie beabsichtigt – im Schweizer
    Volk verankert ist.
    Und zwar hinsichtlich der Informationen und der Beteiligung des
    Volkes.
    Doch genau das war gewollt.
    Und weil das nicht praktiziert wird, wird die Notenbank als Fremdkörper
    wahrgenommen, die undurchsichtige Geschäfte betreibt.
    Würde die Notenbank , wie die Gründer es beabsichtigten,
    dem Volk gehören, in der Weise, dass jeder eine Aktie hätte,
    wäre das ihre Notenbank, jeder würde sich für sie interessieren,
    sich mit ihr identifizieren, sie wäre in der Mitte der Gesellschaft verankert,
    die Schulkinder würden bereits mit ihrer Notenbank aufwachsen,
    was auch dringend geboten ist, angesichts der überragenden
    Bedeutung ihrer Notenbank.
    Das alles wäre ganz einfach durch einen Aktiensplit zu bewerkstelligen.
    Jede Aktie hat nämlich einen sogenannten Nominalwert,
    einen Nennwert, und dieser beträgt Franken 250.
    Nach dem Aktiengesetz kann man bis auf einen Rappen heruntergehen.
    Theoretisch liesse sich die jetzige Anzahl für das Volk von 50.000 Aktien
    verfünfundzwanzigtausendfachen.
    Für eine nicht so hohe, jedoch ausreichend angemessene Stückzahl wählt man
    eben einen höheren Nennwert als einen Rappen.

    Die direktdemokratischen Strukturen schon damals wollten die Beteiligung
    des Volkes zu 40 Prozent.
    40.000 Aktien von insgesamt 100.000 Aktien reichten damals aus,
    da Land, Volk und Notenbank arm waren.
    50.000 Aktien heute, von insgesamt immer nur noch 100.000 Aktien
    reichen nicht, da Land, Volk und Notenbank reich sind.

    Was den Wert der SNB angeht, ist das ganz einfach.
    Ob gross oder klein, es ist wie bei einem Haus.
    Man zeichne sich ein T.
    Auf der linken Seite sind die Vermögenswerte,
    auf der rechten Seite ist die Finanzierungsseite,
    also wie das Vermögen auf der linken Seite finanziert ist.
    Dafür kommen Eigen- und Fremdmittel in Frage.

    Ein Haus von Franken 800.000 steht auf der linken Seite des T,
    also der Bilanz.
    Auf der rechten Seite hat der Hauseigentümer Franken 650.000
    als Kredit,
    und Franken 150.000 als eigene Mittel .
    Der Hauseigentümer ist damit also gegen einen 20 prozentigen
    Wertverfall seiner Immobilie geschützt.
    Erst dann beginnt seine Verlustzone.

    Die SNB hat Franken 800 Mrd. auf der linken Seite an Anlagen,
    Franken 650 Mrd. als Fremdmittel,
    und Franken 150 Mrd.
    als Eigenmittel auf der rechten.
    Ihr Wert beträgt Franken 150 Mrd. und wird überall auch so
    ausgewiesen, bei ihren Miteigentümern, den Kantonen,
    in ihrer eigenen Bilanz, in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung,
    der Finanzstatistik der Schweiz, und nur an der Börse wird sie mit
    Franken 500 Mio. bewertet.
    Das liegt vor allem daran, das einige Medien ihren Lesern und dem
    Volk die Aktien ausreden und negativ über die SNB berichten, statt
    dem Volk ihre Notenbank mit Informationen näherzubringen,
    weil es ihre Notenbank ist, die Notenbank, die dem Volk
    gewidmet wurde, und, statt sich für eine Beteiligung für alle
    einzusetzen.
    So projizieren einige Medien Irrtümer und Missverständnisse
    auf die Eigentümer, obwohl die Rechte bekannt sind, und das
    Volk mit einem Engagement in die SNB seine Verbundenheit
    zum Ausdruck bringen möchte.
    Einige Medien erwecken den Eindruck, dass sich der Wert der SNB
    nach den beschränkten Rechten der Privataktionäre bemisst.
    Doch diese sind nur mitbeteiligt, und niemand hat sich damals
    überlegt, ein paar Tausend Privataktionäre an die Börse zu bringen.
    An die Börse gebracht wurde die Notenbank, und das Volk mit dabei.

    Man stelle sich nur eine einzige verbliebene Aktie in der Hand eines
    Aktionärs vor, und der Wert der ganzen SNB soll sich nach dem
    Wert dieser einen Aktie für diesen einen Aktionär bemessen.

    Noch dazu qualifizieren einige Medien die Eigentümer als Spekulanten ab,
    obwohl die Eigentümer dem Gründungsgedanken nach Volksbeteiligung
    entsprechen.
    Das muss sich weder deren Leserschaft noch das Volk gefallen lassen.
    Durch Wissen und Beteiligung an der Notenbank kann diese
    Institution, die von so überragender Bedeutung für das Land ist,
    in der Gesellschaft verwurzelt werden.

  31. Auf IP darf wirklich jeder und jede schreiben – unbelastet von Sachverstand und ohne Interessenbindungen auszuweisen. Das schadet der Reputation, die Lukas Hässig aufgebaut hat langfristig enorm.

    Bei Herrn Zeyer, PR-Berater und Journalist in einem, fängt es schon bei den Fakten an. Nur ein Beispiel: 1907 war die Schweiz keineswegs ein „armes“ „Völkchen“ von „Hirten und Sennen“. Hätte Herr Zeyer recherchiert, wüsste er es besser:

    „Mitte des 19. Jh. gehörte die Schweiz zu den kleinen europ. Ländern mit einem besonders hohen BIP pro Kopf. Von den grossen europ. Staaten hatte nur Grossbritannien ein höheres Wohlstandsniveau, das BIP pro Kopf von Deutschland und Frankreich war hingegen deutlich niedriger.“

    Nachzulesen im Historischen Lexikon der Schweiz – gratis! (https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013821/2015-08-21/#HDasWirtschaftswachstumderSchweiziminternationalenVergleich281850-200529 )

    • @Beobachter

      Als anonymer Vertreter der SNB hier schreiben Sie an den Hauptpunkten vorbei, um von diesen abzulenken.

      MfG

      Marc Meyer

    • In erster Linie darf aber jeder anonym kommentieren. Welchen Beruf der «Beobachter» ausübt, bleibt sein süsses Geheimnis. Ebenso, warum er kräht wie ein Hahn, wenn er meint, eine nebensächliche Ungenauigkeit im Artikel gefunden zu haben.

    • Sie haben recht. LH versteht sein Handwerk jedenfalls. Die anderen haben irgendwelche Träume die sie dann mit ein bisschen Googlen bestätigen lassen ohne Hintergrundinformationen zu sammeln oder ihre These von einem dritten checken zu lassen.
      Es hat was von Horoskopen, jeder fühlt sich angesprochen und der Text hat oft logische Ansätze die beim genaueren hinsehen aber skurril wirken. Dafür korrigieren die Kommentatoren doch recht zuverlässig die Artikel. Wenn die Kommentare als Teil des Artikels gesehen werden so war dieser doch sehr informativ.

    • Sie schreiben: „Auf der rechten Seite hat der Hauseigentümer Franken 650.000
      als Kredit,
      und Franken 150.000 als eigene Mittel .
      Der Hauseigentümer ist damit also gegen einen 20 prozentigen
      Wertverfall seiner Immobilie geschützt.
      Erst dann beginnt seine Verlustzone.“

      Ich glaube, der Eigentümer hat in diesem Fall seine 150T verloren :-).

  32. Schön geschrieben, aber leider vieles nicht richtig. z.B. auch 1907 war die Schweiz kein Land der Bauern und Sennen mehr, der Franken ist schon lange stabil nicht erst seit wenigen Jahren, sondern seit Hundert Jahren – zeigen die Langfristcharts. Wieso müssen Schweizer Bürger unbedingt mit den SNB-Aktien spekulieren können, wieso können sie das auch mit der SBB oder dem Nationalstrassennetz oder den Leopard Panzern der Armee nicht. Weil es ein öffentliches Gut ist. Die SNB macht Währungs- und Inflationspolitik, wenn da Hans und Heiri mitmacht (und eine Ausschüttung der kurzfristigen Buchgewinne fordert) gute Nacht.

  33. (…)Von der SNB geschöpftes Geld ist in der Bilanz auf der Passivseite verzeichnet, also eine Schuld(…)

    Wie „schnell“ müssen eigentlich nachfolgend Geschäftsbanken dieses neu geschöpfte Geld unter die Leute bringen, bzw. Kontrakte damit ermöglichen? Gibt es da einen Rahmen oder reichen da blosse Versprechen?

  34. Verantwortungsloser Schwätzer (wie seit Jahren). Auch schon mal von den ebenfalls „erarbeiteten“ Milliardenverlusten gehört? Das ganze Geschreibsel geht davon aus, dass alles gleich bleibt, keine wesentlichen Verschiebungen von Währungen und Zinsen passieren, keine Weltkriege usw. Ist es nötig, solche Zeiers auf IP schreiben zu lassen?

    • Gute Frage. Bessere Frage: Wieso ist es nötig, einen anonymen Troll auf IP kommentieren zu lassen, der den Text weder verstanden hat, noch will, möglicherweise auch nicht kann. Aber lauthals Schreibverbot fordert. Statt mal drüber nachzudenken, was EK eigentlich ist. Ich empfehle einen Grundkurs «Bilanzen verstehen für Dummies». Anschliessend einen Grundkurs in Umgangsformen. Anonymität macht mutig, vor allem Feiglinge.

    • Irrtum, ich forderte kein Schreibverbot, sondern stellte die Frage, ob es nötig sei, sie (und auch andere) auf IP schreiben zu lassen. Das gehört wohl aber dazu, wenn ein Medium wie IP wächst.
      Um das Thema SNB korrekter abzuhandeln kontaktieren Sie doch nächstes Mal den Marc Mayer. Wie immer hat er sich grosse Mühe gemacht, Ihnen die Sachlage darzulegen.
      Im übrigen ist nicht jeder ein „Troll“, der anonym kommentiert. Nur will ich ja nicht wie Sie auch Bücher verkaufen. Ihre feinfühlige Reaktion ist etwas jämmerlich.

  35. Theorie und Praxis zum Verständnis der SNB liegen oft sehr weit auseinander, auch hier – die SNB ist ein wesentlich komplexeres Gebilde als im Artikel geschildert – und dieses zu verstehen ist nicht ganz einfach!

  36. Der Artikel enthält derart viele Falschinformationen, dass es sich gar nicht lohnt, mit einer Kritik anzufangen. Man kann nur vom Lesen abraten.

    • Ooooch, eine einzige bitte, nur eine, klitzekleine Falschinformation, ich möchte doch von Ihrer Weisheit so gerne lernen.
      Oder sollte es, aber das kann ja nicht sein, so sein, dass Sie meine Argumentationskette zwar falsch finden, aber ums Verrecken kein Argument dagegen?

    • Ach Zeyer, wieso widerlegen Sie Dr. Meyer nicht?
      Vielleicht, weil Sie keinerlei Ahnung haben und wir Sie und Ihre Argumentation zerzausen könnten?
      „Oooooch, eine einzige bitte…“ Deutsch können Sie offensichtlich auch nicht. Belegen Sie nicht bloss einen Grundkurs in Buchhaltung, sondern auch gleich noch in Deutsch!
      Eine durchaus höfliche Empfehlung!

  37. Das Geldsystem wurde hier auf IP schon zig mal erläutert, aber dieser sogenannte Experte hat es immer noch nicht begriffen und bringt wieder links und rechts der Bilanz durcheinander. Weniger blabla und mehr überlegen!

    • Ich fragte mal NZZ-Schwarz, wie viele mit Finanzthemen befasste Fachleute spontan die richtige Antwort auf die Frage geben können, wo das EK in einer Bilanz steht. Er meinte: wohl weniger als 50 Prozent. Das war offensichtlich eine sehr optimistische Schätzung. Man muss leider auch noch hinzufügen: Und wer weiss, was die Definition von EK ist? Der Blabla hier weiss offenbar nix von nix.

    • Wir sind also der Blabla. Fein! Sehr dünnhäutig, der Herr. Aber er weiss natürlich alles über die Definition des EK. Nur macht er keinen Unterschied zwischen Spezialrechtlichen Gesellschaften und den Uebrigen.

  38. Wieder nicht begriffen: Von der SNB geschöpftes Geld ist in der Bilanz auf der Passivseite verzeichnet, also eine Schuld. Mitnichten stellen geschöpfte Franken Vermögen dar! Das Eigenkapital wächst durch die erzielten Gewinne aus der Erfolgsrechnung, im wesentlichen also durch die Höherbewertung der Aktivpositionen (welche gegen geschöpftes SNB-Geld zum Betrag x erworben wurden (quasi gegen Schuldverschreibungen in CHF)) und wohl auch die Negativzinsen (d.h. die Guthaben der Banken bei der SNB werden geschrumpft).

    • Das EK ist eine Schuld? Weil es unter Passiva steht? Also ich hoffe, Sie arbeiten nicht in der Finanzbranche …

    • Herr Zeyer
      Klar ist Eigenkapital eine Schuld/Verpflichtung der SNB gegenüber den Eigentümern. Besuchen Sie einen Einführungskurs in Buchhaltung und schweigen Sie, wo Sie nix verstehen!

    • @Herr Rene Zeyer

      Sehr geehrter Herr Zeyer

      Von der SNB geschöpftes Geld ist nicht Eigenkapital der SNB sondern eine Schuld der SNB, welche diese zurückzahlen muss.

      Sie zahlt es zurück, indem sie es an einen Dritten im Auftrag überweist.

      Das ist ein Zahlungsmittel.

      Nicht auf die Irrtümer der SNB und insnesondere von SNB-Jordan hereinfallen!

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Zeyer

      Addendum

      IZNOUGUOD versteht es besser als das SMB-Direktorium.

      MfG

    • Herr Zeyer,

      EK ist eine Schuld gegenüber den Eigentümern. Denn die Mittelherkunftsseite zerlegt sich in FK und EK.

      Zudem: eine Zentralbankbilanz gleich zu lesen wie eine Geschäftsbankenbilanz ist aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben nur beschränkt aussagekräftig.

      Sicher ist Ihnen der Zusammenhang zwischen Bilanz und Mittelflussrechnung bekannt.

      Sonst müsste ich bei Ihnen die gleiche Aussage treffen…

    • @René Zeyer
      Ja, eine Schuld gegenüber den Eigentümern, dem Schweizervolk. Allerdings besteht der überwiegende Teil davon aus Schwankungsreserven, es könnte ja auch mal ein Quartal mit einem Minus von 30 Mrd. oder mehr kommen. Mit freundlichem Gruss und Verweis auf die schlüssigen Buchungsgrundsätze von Dr. Meyer! Ich hoffe Sie glauben nicht ganz so alles, was Sie oben niedergeschrieben haben.

    • Hier scheint bei den Kommentatoren Verwirrung zu herrschen. Auf der rechten Seite der SNB Bilanz sind SOWOHL Verbindlichkeiten WIE AUCH Eigenkapital. Verbindlichkeiten sind kein Eigenkapital und Eigenkapital ist keine Verbindlichkeit (auch nicht gegenüber den Eigentümern). Iznogoud beschreibt es richtig: geschöpftes Geld ist unter Verbindlichkeiten (Schulden) ausgewiesen und das Eigenkapital besteht aus Aktienkapital plus Risikovorsorgen und einbehaltene Gewinne. Das Eigenkapital verändert sich nur durch Gewinne/Verluste (es sei denn, es gibt eine Kapitalerhöhung von außen). Die SNB kann zwar unbeschränkt Geld schöpfen (in CHF), aber das hat keinerlei Auswirkungen auf das Eigenkapital.

    • @K.L.

      „Geldflussrechnung“ ist ein gutes Stichwort.

      Die SNB muss keine solche erstellen. Das ist ein grosser Fehler.

      Die SNB stellt das von ihr emittierte Geld als Eigenfinanzierung dar, dabei handelt es sich um Fremdfinanzierung.

      MfG

    • @Klaus Kastner

      Entscheidend ist die Eigenkapitalquote – und die nimmt sehr wohl ab bei einer Vergrösserung der Notenbankgeldmenge.

      Notenbankgeld ist Fremdkapital der SNB.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Klaus Kastner

      „Verbindlichkeiten sind kein Eigenkapital“ und „Eigenkapital ist keine Verbindlichkeit“. Was ist denn Eigenkapital? Hat die SNB keinerlei Verbindlichkeit gegenüber der Bevölkerung, (mehr schlecht als recht) vertreten durch die Kantone? Ist die SNB denn der Bevölkerung keine Rechenschaft mehr schuldig? Es scheint so, wenn man Ihren wirren Kommentar begutachtet.
      Die SNB ist eine Bank des Souveräns, der eigentlich die Oberaufsicht haben müsste. Die SNB enteignet die Bevölkerung mit Nullzinsen auf Sparkapitalien, mit Bestrafung durch Negativzinsen in Sachen Pensionsgelder und durch viel zu hohe Importkosten. Ist zwar nicht ganz legal, aber zumindest nicht illegal, aber scheissegal, oder?
      Eigenkapital einer AG ist immer eine Verbindlichkeit gegenüber den Aktionären (dem Souverän als Hauptaktionär), wenn es auch nur als Stimm- oder Liquidationsrecht wahrgenommen werden kann. Könnte es sein, dass Sie von Recht und Buchhaltung nichts verstehen?

    • @ Marc Meyer
      „Sie zahlt es zurück, indem sie es an einen Dritten im Auftrag überweist.“

      Das verstehe ich nicht. Können Sie das kurz erklären? Wie genau bezahlt die SNB ihre Schulden zurück? Ich war auch schon auf Ihrer HP, aber genau zu dem Punkt finde ich leider nichts (will nicht sagen, dass es da nirgends steht, sondern das ich es einfach nicht finde). Ein Link wo es beschrieben ist, würde mir auch helfen.

    • @Marc Stöckli

      Danke für die sehr interessante Frage.

      Ich möchte diese nicht per Handy beantworten, sondern auf dem PC.

      Ich hoffe, ich finde bald etwas Zeit.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Die EK-Quote ist bei einer Notenbank irrelevant, weil eine Notenbank auch mit negativem Eigenkapital operieren kann. Es gibt mehrere Beispiele (auch die SNB hat schon einmal mit negativem Eigenkapital operiert). Ich habe die EK-Quoten der Fed oder EZB nicht im Kopf, aber ich bin sicher, dass sie minimalst sind.

      @Buchhalter
      Zunächst ein Tipp: Kommentatoren verlieren Glaubwürdigkeit, wenn sie mit persönlichen Beleidigungen agieren. Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie das in Zukunft vermeiden.

      Betreffend die Verbindlichkeit der SNB gegenüber der Bevölkerung vermischen Sie moralische Aspekte mit formellen Erfordernissen. Formell ist das Verhalten der SNB vom SNB-Gesetz bestimmt und sie ist verantwortlich gegenüber ihren Organen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

      Nachdem Sie über hervorragende buchhalterische Kenntnisse verfügen, brauche ich nicht im Detail zu erklären, dass einer Verbindlichkeit immer eine Forderung gegenüber steht. Dem Aktienkapital steht keine Forderung gegenüber. Ein Aktionär kann das Unternehmen nicht auf Rückzahlung seiner Aktie klagen. Falls er sein Geld zurückhaben will, muss er die Aktie im Markt zum Marktpreis verkaufen. Und im Liquidationsfall hat er anteiligen Anspruch auf die verbleibende Liquidationsmasse (im unwahrscheinlichen Fall, dass es eine verbleibende Liquidationsmasse gibt).

    • @Klaus Kastner

      Danke

      Erstens:

      Nein. Eine Notenbank kann nicht mit negativem Eigenkapital operieren.

      Warum nicht?

      Weil sich in diesem Fall das negative Eigenkapital der SNB auf die kreditgebenden Banken überträgt und diese anstelle der SNB Konkurs gehen können.

      Zweitens:
      Nein. Die SNB hatte nie negatives Eigenkapital. Sie hatte stets stille Reserven in Form von unterbewerteten Gold.

      Und bitte vergleichen Sie die SNB nicht mit der tschechischen Notenbank. Deren Kreditgeber waren nicht börsenkotierte Banken wie bei der SNB, sondern ein noch halbwegs kommunistischer Staat.

      Drittens:
      A propos persönliche Beleidigungen, die Sie dem Kommentator «Buchhalter» vorwerfen: Wie haben Sie mich schon persönlich beleidigt? U.a. würde ich SNB-Chef Jordan «kreuzigen» und dergleichen Unsinn haben Sie mir geschrieben. Also bitte vor der eigenen Türe wischen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Marc Stöckli

      Endlich komme ich dazu, Ihre wichtige Frage zu beantworten:

      Die Problematik ist folgende:

      Die SNB klammert sich an den Strohhalm, sie müsse ihre Schulden gegenüber den Banken nie zurückzahlen. Damit suggeriert sie, dass diese demzufolge auch nie tiefer bewertet werden müssten. Als Folge davon könne die SNB keine Verluste erleiden unterhalb von null Eigenkapital. Und als Folge davon könne die SNB auch bei negativem Eigenkapital weiter operieren. Die kreditgebenden Banken seien bei negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital.

      Und die Konklusion von SNB-Chef Jordan auf diese angebliche Kausalkette ist, dass die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren müsse.

      Sie finden diese Argumentation in seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlich Statistischen Gesellschaft Basel. Er weiderholte ähnliche Argumentationen vor den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften Bern und Zürich.

      In Zürich argumentierte er vor etwas mehr als einem Jahr, die SNB könne «Geld aus dem Nichts» drucken, weil der Goldstandard aufgehoben worden sei.

      Was heisst das?

      Die Aufhebung des Goldstandards bedeutete, dass eine Zentralbank Geld emittieren darf gegen andere Vermögenswerte als Gold. Auch wurde im Verlauf der Zeit eingeführt, dass ein Privatmann nicht mehr zur Zentralbank gehen kann, um seine Banknote gegen Gold einzutauschen.

      Davon leitet Jordan ab, dass die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld herausgebe.

      Notenbankgeld ist aber gesetzliches Zahlungsmittel. D.h. dass Notenbankgeld jederzeit gegen einen anderen Vermögenwert als Notenbankgeld eingetauscht werden kann.

      Wenn SNB-Jordan also behauptet, dass die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld herausgibt, so bedeutet das, dass die SNB Notenbankgeld nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert.

      Da Notenbankgeld aber gesetzliches Zahlungsmittel ist, folgt, dass sie für Notenbankgeld einen anderen Vermögenswert als Notenbankgel hingeben muss.

      Die Behauptung Jordan, wonach die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld hergibt ist also rechtlich nicht haltbar.

      Auch buchhalterisch ist seine Behauptung nicht haltbar: Denn wenn die SNB ihre Passivseite verringern will, so muss sie ein Aktivum hergeben – also etwas Anderes als Notenbankgeld.

      Verfügt die SNB aber nicht über genügend Vermögen, kann sie ihre Schulden gar nicht mehr zurückzahlen. Die SNB ist konkurs.

      Nun hat sich die SNB in die Sackgasse manövriert und behauptet, die SNB müsse nie ihre Bilanz abbauen, wenn sie nicht will. Nur sie alleine könne bestimmen. Dem ist nicht so, weil es sich bei Notenbankgeld um Sichtverbindlichkeiten der SNB handelt, diese also innert 30 Tagen fällig sind.

      Eine weitere Ausflucht der SNB ist nun die, dass sie behauptet, eine Gläubigerbank könne schliesslich zu einer anderen Bank gehen und dieser ihre SNB-Guthaben verkaufen. Nur – keine Bank wird ein solches zu 100 Prozent annehmen, wenn die SNB-Bilanz negatives Eigenkapital ausweist.

      Und nun komme ich zur Beantwortung Ihrer eigentlichen Frage:

      Notenbankgeld – also die Guthaben der Banken bei der SNB – sind gesetzliches Zahlungsmittel.

      D.h. eine Bank darf also mit ihrem Guthaben bei der SNB jederzeit eine Zahlung tätigen.

      Wie entsteht Notenbankgeld?

      Wenn eine Bank A der SNB beispielsweise 1 Milliarde Euro verkauft zum Kurs von 1.2, so schreibt die SNB dieser Bank 1.2 Milliarden Franken gut. Das ist nun eine Schuld der SNB gegenüber dieser Bank A. Die Bank A verfügt nun über 1.2 Milliarden Franken gesetzliche Zahlungsmittel.

      Vergleich: Wenn Sie auf Ihrer Geschäftsbank 10’000 Euro einzahlen zum Kurs von 1.2 werden Ihnen 12’000 Franken gutgeschrieben. Sie haben jetzt 12’000 Franken auf der Bank. Damit dürfen Sie jederzeit eine Zahlung tätigen. Z.B. ein Auto bezahlen, auch wenn der Auto-Verkäufer sein Konto bei einer anderen Bank hat.

      Zurück zu SNB:

      Wenn also die Bank A mit ihren 1.2 Milliarden Franken bei der SNB eine Zahlung tätigen möchte, so darf sie das.

      Angenommen, der Kurs des Euro sei zwischenzeitlich auf eins zu eins gefallen. Nun kaufe die Bank A von der Bank B 1.2 Milliarden Euro. Sie gibt deshalb der SNB den Zahlungsauftrag, auf ihr Guthaben zu löschen und der Bank B gutzuschreiben.

      Die SNB darf der Bank B aber nur 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, wenn sie über Vermögen oder Euros im Wert von 1.2 Franken verfügt. Beim Kurs von eins zu eins muss die SNB also über 1.2 Milliarden Euros verfügen. Die SNB verfügt aber nur über 1 Milliarde Euros.

      Konklusion: Die SNB ist zahlungsunfähig. Sie verfügt nicht über genügend Vermögen, um die Zahlungsanweisung von Bank B auszuführen.

      Würde die SNB der Bank B einfach 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, obwohl sie vom Auftraggeber (Bank A) nur 1 Milliarde Euros erhalten hat, würde sie «Geld aus dem Nichts» schöpfen.

      D.h. sie würde 200 Millionen Franken Notenbankgeld emittieren – ohne entsprechendes Vermögen zu haben.

      Nur: Wer würde klagen?

      Bank A ist nicht bereit, 200 Millionen Euro nachzuschiessen und Bank B ist nicht bereit, für 1.2 Milliarden Franken nur 1 Milliarde Euro gutgeschrieben zu erhalten.

      Würde Herr Jordan durch die Bahnhofstrasse gehen und 1 Million Banknoten verschenken: Wer würde klagen? Möglicherweise viele betroffene Parteien. Vor allem aber die Konsumenten. Ihre Geldscheine würden dadurch gesamthaft um 1 Million an Wert verlieren.

      Würde die SNB Banken Gutschriften erteilen ohne entsprechende Vermögenswerte in ihrer Bilanz aufzunehmen, würden die anderen Banken klagen, weil ihre Guthaben bei der SNB verwässert bzw. an Wert verlieren würden.

      Aus diesem Grund macht SNB-Chef Jordan die SNB haftbar, wenn er behauptet, bei negativem Eigenkapital seien die Kreditgeber der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital der SNB.

      Zusammenfassung:

      Aus der Tatsache, dass ein Privater nicht an den Schalter der SNB gehen kann, um eine Banknote gegen Gold einzutauschen, kann nicht abgeleitet werden, dass die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld tauscht.

      Diese Behauptung von SNB-Chef Jordan würde bedeuten, dass die SNB Notenbankgeld als Zahlungsmittel verweigert.

      Eine Bank darf mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB jederzeit eine Zahlung in Auftrag geben. Um eine solche Zahlung ausführen zu können, muss die SNB jederzeit über genügend Aktiva verfügen. Tut sie das nicht, ist sie zahlungsunfähig.

      Tut sie es trotzdem, so macht sie sich strafbar.

      Aus diesem Grund ist die SNB bei negativem Eigenkapital zahlungsunfähig und muss ihre Bilanz deponieren, ansonsten ist mit Klagen der anderen Banken zu rechnen, welche ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen und anstelle der SNB Konkurs gehen können.

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer, vielen Dank für Ihre sehr detaillierte Antwort. Ich schätze das sehr. Ich habe zwar viele daraus gelernt, etwa die Argumentation wie die SNB Konkurs gehen könnte, jedoch habe ich leider Ihren Punkt bzl. Schulden zurück bezahlen immer noch nicht verstanden.

      Meiner Ansicht nach beschreiben Sie zwar, wie eine SNB durch Währungskauf und Währungsmanipulation zahlungsunfähig werden kann, nicht aber wie die SNB ihre Schulden zurückzahlt. Denn wenn die SNB einen Zahlungsauftrag, wie sie ihn beschreiben, ausführt, verringern sich ihre Schulden nicht, sie wird einfach von einer Bank zur nächsten umgelagert. Die angesprochene Thematik des Währungskaufs ist dann ein anderes, wenn auch nicht weniger wichtiges, Thema.
      Beispiel: Wenn Bank A CHF 100.- auf ihrem SNB Konto hat und damit einen Zahlungsauftrag erteilt, z.b. diese der Bank B zu überweisen, dann sind die Schulden auf der Passivseite der SNB immer noch vorhanden, einfach gegenüber einer anderen Bank.

      Wenn die SNB Geld schöpft, werden auf der Passiven Schulden in Form von Reserven eingetragen. Handelt es sich dabei nicht viele mehr um ein Anhängsel längst vergangener Zeiten? Ursprünglich war die Schuld der SNB gegnüber den Banken Gold. Jeder Franken musste in Gold gehalten werden und konnte bei Bedarf eingetauscht werden. Diese Schuld hatte die SNB gegenüber den Geschäftsbanken. Seit es den Goldstandard nicht mehr gibt, ist diese Schuld doch nur noch Makulatur. Sie ist noch bestehend, weil es schon immer so war und die Bilanz ausgeglichen sein muss. Aber die SNB kann diese Schuld auf der Passivseite nie mehr begleichen. Womit auch?

      Meine Frage war eher so gemeint: Wenn eine Geschäftsbank von der SNB Geld bekommt, z.b. 100.-, wird auf der Passiven der SNB eben genau jener Betrag (100.-) als Schuld gegenüber der Geschäftsbank eingesetzt. Wenn die Geschäftsbank jetzt diese 100.- der SNB zurückgibt und die Schulden die die SNB ihr gegnüber hat einfordert, was bekommt die Geschäftsbank dann dafür?

    • @Marc Stöckli

      Der Sinn eines Zahlungsmittels ist ja, damit eine Zahlung zu tätigen.

      Der Geldinhaber möchte damit einen Vermögenswert von einer Drittpartei bezahlen.

      Die UBS kauft Franken von der CS und beauftragt die SNB ihr Guthaben zu löschen.

      Die SNB gibt also in diesem Fall ihre Euros nicht an die UBS zurück, sondern schreibt deren Gegenwert in Franken der CS gut.

      Das kann sie aber nur, wenn deren Wert in Franken unverändert geblieben ist.

      Ist der Euro zwischenzeitlich gefallen, kann die SNB der CS den Gegenwert nicht gutschreiben.

      Wollte die SNB ihre Eurobestände abbauen, und ihre Bilanz reduzieren, so muss sie der UBS ihre Euros beispielsweise bei der EZB auf das Konto der UBS bei der EZB übertragen lassen.

      Analog: wollen die Banken ihre Franken bei der SNB reduzieren (beispielsweise im Kundenauftrag) so muss die SNB beispielsweise der EZB den Auftrag erteilen, ihre Euro bei der EZB auf das Konto der betreffenden Bank umzubuchen.

      D.h. die SNB gibt Euros an die UBS zurück.

      Besitzt die SNB dann nicht genügend Euro, ist sie Konkurs.

      In diesem Zussmmenhang sei erwähnt, dass es sich bei den Guthaben der Banken bei der SNB um Sichtverbindlichkeiten handelt, die auf Sicht fällig sind.

      Die SNB hat kein Recht, den Abbau von überschüssigen Mindesteserven zu verhinden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Ich möchte den Denkfehler in ihrem Kommentar vom 6. Juni um 13:12h aufklären. Um dies zu verdeutlichen, gehe ich in meinem theoretischen Bespiel von der Stunde Null aus, d. h. die SNB hat eine Bilanzsumme von Null (Null Aktiva, Null Passiva, Null EK) und die beschriebenen Transaktionen sind die einzigen, die im Markt stattfinden. Involviert sind die SNB, Bank A, Bank B und die EZB.

      1) Bank A hat bei der EZB 1 MrdEUR auf ihrem dortigen Konto. Sie verkauft diese 1 MrdEUR der SNB zu einem Kurs von 1,20. Die EZB belastet das Konto von Bank A mit 1 MrdEUR und erkennt das Konto der SNB mit 1 MrdEUR. Die SNB erkennt das Konto von Bank A mit 1.2 MrdCHF.
      2) Ergebnis: Die SNB hat nun Aktiva von 1,2 MrdCHF (Gegenwert von 1 MrdEUR zum Kurs von 1,20), Sichtschulden gegenüber Bank A von 1,2 MrdCHF und Null EK.
      3) Der CHF steigt von 1,20 auf 1:1. Die SNB wertberichtigt ihre Euroaktiva, die nunmehr nur mehr 1 MrdCHF wert sind, mit 200 MEUR und bucht diese Wertberichtigung gegen ihre ER bzw. EK. Die SNB hat nun 1 MrdCHF Aktiva (Gegenwert von 1 MrdEUR), 1,2 MrdCHF Sichtschulden gegenüber Bank A und ein negatives EK von minus 200 MEUR.
      4) Bank A beauftragt die SNB, 1,2 MrdCHF an Bank B zu überweisen, weil sie dort die CHF braucht, um einen dortigen EUR-Kauf zu bezahlen. Ein Buchhalter bei der SNB belastet das Konto von Bank A mit 1,2 MrdCHF und erkennt das Konto von Bank B mit 1,2 MrdCHF. Die Bilanzsumme der SNB ist nunmehr 1 MrdCHF Aktiva (Gegenwert von 1 MrdEUR), 1,2 MrdCHF Sichtschulden gegenüber Bank B und negative EK von 200 MCHF.
      4) Jetzt sollte, Ihrer Logik folgend, Bank B ihre Sichtguthaben bei der SNB mit 200 MCHF wertberichtigen, weil die SNB ein negatives EK hat. Das will sie nicht tun. Deswegen verlangt sie von der SNB die Barauszahlung der 1,2 MrdCHF, was die SNB macht. Ergebnis in der Bilanz der SNB: Aktiva 1 MrdCHF (Gegenwert von 1 MrdEUR), Null Sichtschulden gegenüber Bank B, aber 1,2 MrdCHF Banknoten im Umlauf (auch Sichtschulden) und negatives EK von 200 MCHF.

      Ergebnis: die SNB war nicht zahlungsunfähig (der SNB Buchhalter hat sie davor bewahrt) und Bank B braucht nichts wertzuberichtigen, weil sie nun 1,2 MrdCHF in Cash hat. Die EZB ist nach wie vor zahlungsfähig. Ihre Bilanz muss die SNB wegen des negativen EK nicht zu deponieren, weil das SNB Gesetz dies nicht verlangt.

      In Ihrem Beispiel scheinen Sie vorzuschlagen, dass Bank A die SNB beauftragt, an Bank B 1,2 MrdEUR zu überweisen. Kann sie nicht, weil Bank A bei der SNB CHF-Sichtguthaben hat und keine EUR-Guthaben. Über die EUR der SNB kann Bank A nicht verfügen.

    • Sehr geehrter Herr Meyer,
      danke für Ihre Ausführungen.

      Ich versuche mich immer so breit wie möglich zu informieren und verschiedene Theorien an zu hören um mir eine Meinung zu machen. Sie haben mir sehr geholfen dabei.
      Meine Vermutung, dass die Schulden der SNB gegenüber den Geschäftsbanken eben reine Makulatur sind, scheint richtig zu sein. Das für unsere Gesellschaft tragische ist, dass auch die Schulden der Banken bei den Nichtbanken auf der Passivseite bei Kreditvergabe reine Makulatur ist. Die Schulden der Bank gegenüber dem Kreditnehmer, nämlich für die digitalen Zahlen auf dem Bankkonto Nationalbankgeld aus zu geben, wird in der Realität nur unwesentlich beglichen. Wir haben also ein Geldsystem, bei dem die Bürger (sehr passende und beschreibende Bezeichnung übrigens) ihre Schuld gegenüber der Bank inkl. Zinsen abarbeiten müssen, während Banken ihre Schulden gegenüber den Bürgern nicht begleichen. Das ist schon heftig!

      Es ist ja so: Es wird gerne argumentiert, dass das Fiatgeld nicht wertlos ist, da damit mit dem Kauf von z.b. einem Haus Werte geschaffen werden die dem Fiatgeld dann im Nachhinein einen Wert geben. Nun, dann war Gold gedecktes Geld also doppelt gedeckt wenn man damit ein Haus kaufte, oder was? Dazu kommt noch, dass das meiste Fiatgeld für Käufe von Derivaten geschöpft wird, die selber keinen inneren Wert besitzen. Man kauft also mit wertlosem Geld wertlose „Werte“. Damit ist das Geld dann durch etwas wertloses gedeckt und die Behauptung, dass Fiatgeld im Nachhinein Werte schöpft und sich dadurch deckt ist gänzlich ad absurdum geführt. Das einzige was unserem Geld einen Wert verleiht, ist der systemische und juristische Zwang.

      Und nein, ich bin nicht dafür den Gold Standard wieder einzuführen. Ich denke sogar, dass Geld überhaupt keinen inneren Wert besitzen kann oder besitzen sollte. Es sollte vielmehr den Sinn vom Tausch begünstigen. Und dafür ist es dringend aus den Händen einiger weniger zu entreissen und zu verallgemeinern. Denn wenn die Schöpfung von Geld in den Händen von wenigen privaten oder staatlichen Personen oder Institutionen liegt, ist das eine enorme und gefährliche Machtkonzentration. Vor allem und ganz speziell dann, wenn man wertloses Geld in beliebiger Menge produzieren und damit echte Werte kaufen kann. Man kann damit wortwörtlich mit Scheisse die Welt kaufen!

      Freundliche grüsse
      Marc Stöckli

    • @Dr. Meyer
      In meinem heutigen Kommentar von 8:47 h war ein Tippfehler. Im vorletzten Absatz sollte es heißen: „Die SNB (nicht die EZB!) ist nach wie vor zahlungsfähig.“

    • @Marc Stäckli / Klaus Kastner

      Werde auf Ihre Beiträge eingehen, sobald ich Zeit finde.

      MfG

    • @Klaus Kastner

      Danke.

      Unter Punkt 4 (dem ersten Punkt 4; sie haben zweimal Punkt 4 geschrieben), schreiben Sie:

      Zitat:

      „Ein Buchhalter bei der SNB belastet das Konto von Bank A mit 1,2 MrdCHF und erkennt das Konto von Bank B mit 1,2 MrdCHF.“

      Zitat Ende

      Der Buchhalter der SNB darf dem Konto von Bank B nicht 1.2 Milliarden Franken gutschreiben bzw. er darf dieses nicht mit 1.2 Milliarden erkennen.

      Warum nicht?

      Weil die SNB nur 1.2 Milliarden Franken gutschreiben darf, wenn sie über entsprechendes Vermögen verfügt. Sie besitzt in ihrem Beispiel aber nur 1 Milliarden Franken auf ihrer Aktivseite. Basierend darauf darf sie nicht 1.2 Milliarden auf ihrer Passivseite gutschreiben.

      Herr Jordan darf auch nicht durch die Bahnhofstrasse gehen und gratis Banknoten verteilen. Ich habe das in diversen Kommentaren ausführlich beschrieben. Aber Sie lesen offenbar meine Kommentare nicht, sondern wollen einfach Recht behalten.

      Die SNB darf auch nicht Banknoten für 1.2 Milliarden Franken ausgeben, wenn sie als Gegenwert nur 1 Milliarden Franken besitzt.

      Genauso wenig wie Herr Jordan 200 Millionen Franken Banknoten gratis verteilen darf.

      Konklusion: Die SNB ist bei negativem Eigenkapital zahlungsunfähig.

      Bitte lesen Sie meine Beispiele – und lesen Sie diese korrekt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Es gibt keinen Grund, warum der SNB Buchhalter diese Buchung nicht durchführen darf. Im Gegenteil, er MUSS sie durchführen, weil ja ein Kundenauftrag vorliegt. Beachten Sie, bitte, dass das SNB-Gesetz eine Deponierung der Bilanz bei negativem Eigenkapital NICHT vorsieht.

      Aber lassen wir das, weil ich meine, dass die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering ist, dass wir in Zukunft einmal einen Realitätstest erleben werden. Sollte es tatsächlich zu dem von vielen erwarteten Börsencrash in NY und Frankfurt kommen und sollte es dann der SNB nicht gelingen, die Aufwertung des CHF zu verhindern, dann wird die Kombination Aktiencrash/CHF-Aufwertung der SNB rasch ein negatives Eigenkapital bescheren und dann werden wir sehen, wer vor uns beiden recht hat. Ich prophezeie, dass die SNB mit einem negativen EK genauso weiter operieren wird wie mit einem positiven EK.

    • @Klaus Kastner

      Die SNB darf einer Bank nicht 1.2 Milliarden Franken gutschreiben, wenn sie als Gegenwert nur 1 Milliarde Franken besitzt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Nur weil Sie Unwahrheiten laufend wiederholen, werden sie nicht wahrer (nämlich, dass die SNB kein negatives Eigenkapital haben darf). Davon steht im SNB Gesetz nichts. Lesen Sie bitte nach. Oder wenn es dort irgendwo steht, dann schicken Sie mir bitte das Zitat. Ich habe noch nichts Derartiges gefunden und gerade wieder nachgeschaut. Im Zweifel zählt immer das Gesetz und nicht eine Meinung, egal, wie oft die Meinung wiederholt wird.

    • @ Klaus Kastner

      Sie verorten Verwirrnis bei den Kommentatoren hier.

      Nach der Lektüre Ihres Kommentars ist diese Verwirrnis noch grösser, da Sie sich bezüglich EK und Mittelherkunft zünftig widersprechen.

    • @K.L.
      Ich kann Ihren Kommentar nicht nachvollziehen. Vielleicht können Sie mir einen Hinweis geben, wo ich mir widerspreche. Das Thema Mittelherkunft habe ich nicht einmal angesprochen. Haben Sie mich vielleicht mit einem anderen Kommentator verwechselt?