Gelbe Westen für die Alten?

Hinter Keller-Sutters Überbrückunghilfe ab 58 steckt unwürdige Entlassungsrente – Anreiz für Firmen, noch mehr Alte zu entlassen.

Verfolgt man auf Inside Paradeplatz in jüngster Zeit die Zahlen der Klicks und der Kommentare, kommt man zum Schluss, dass die Arbeitsplatzsorgen der über 55 Jahre alten ein ganz grosse Thema sind.

Am 25. März 2019 gab es über 28’000 Klicks und 86 Kommentare zum Titel „UBS kickt 45jährige, vergoldet Frühstücks-Guy“. Ein ähnlicher Beitrag vom 23.4.2019 „Alter 55, 10 Jahre Bär, 0 Abfindung“ erhielt gar 32‘000 Klicks und 109 Kommentare.

Die Schüler gehen auf die Strasse, wegen des Klimas. Die Frauen gehen auf die Strasse, wegen all ihrer Benachteiligungen. Wann gehen die Alten auf die Strasse?

Falls sie gehen, sollten sie unbedingt gelbe Westen tragen, damit sie auf der Strasse nicht überfahren und von der Politik nicht übersehen werden. Warum aber sollten die Ü50 auf die Strasse?

Weil sie im Arbeitsmarkt überfahren werden. Das ist nicht nur bei Inside Paradeplatz das neue heisse Thema, sondern jetzt auch in der Politik.

Einige Kommentare aus dem Beitrag vom 25. März 2019 seien zur Illustration zitiert.

„Stefan Thalmann“ erzählt seine Geschichte: „Bin einer, der ‚erst‘ mit 55 eiskalt ausgemustert wurde […].Wenn’s einem trifft, dann sind die Funktionsträger um dich herum nicht mehr deine lieben Chefs, KollegInnen, Partner, Freunde, sondern innert Sekunden – wortwörtlich gemeint! – gefühlslose Akteure. Weil sie alle selber Sch… in den Hosen haben, Job und Karriere zu verlieren“

„Samuel Muttenhuber“ sagt: „Ich arbeite in bundesnahen Betrieben, die praktizieren das schon lange.“

„Was ist los“ bespricht die politische Seite: „Langsam aber sicher habe ich das Gefühl, dass ein flächendeckendes Abservieren von Ü50 (oder Ü45) nur in der Schweiz möglich ist. Ich glaube in jedem anderen Land hätten sich die Betroffenen schon längst zusammen getan und sich zur Wehr gesetzt.“

In Online-Kommentaren und auch vermehrt Tageszeitungen findet man bei der Ursachenforschung folgende Gründe für die Misere:

Die Personenfreizügigkeit mit der EU macht es für Firmen profitabler, teure alte Schweizer durch billige junge Ausländer zu ersetzen.

Der „Inländervorrang“, der im Rahmen der Nichtumsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zum Schutze der älteren Schweizer Arbeitnehmer erlassen wurde, erweist sich als Etikettenschwindel. Jeder EU-Bürger gilt dabei als „Inländer“. Älteren Schweizern bietet er keinen Schutz.

Die Ausgestaltung der Beruflichen Vorsorge mit wesentlich höheren Prämien für ältere Arbeitnehmer macht deren Ersatz durch jüngere selbst bei gleichem Lohn finanziell attraktiv.

Ganz allgemein wird das extreme Gewinnstreben kritisiert, das die früher gegenüber dem Personal gepflegte Solidarität immer mehr verdränge. Denn „je mehr Kosten ich rausschneide, desto mehr Bonus kriege ich“. Und zuletzt zahlt der Steuerzahler. „Aufs Arbeitsamt folgt immer öfters die soziale Unterstützung. Die berappt der Fiskus.“

Der Bundesrat reagierte für einmal überraschend schnell und entschlossen. Aus heiterem Himmel kündete er Mitte Mai eine neue Sozialleistung zu Gunsten älterer Arbeitsloser an. Wer nach dem 60. Geburtstag ausgesteuert wird, erhält eine Überbrückungsleistung bis zur Pensionierung.

Die Gewerkschaften freut es, und Unia fordert zusätzlich eine Ausdehnung des Kündigungsschutzes für ältere Erwerbstätige. Kurz nach dem Überraschungscoup des Bundesrates stellte sich allerdings heraus, dass der Verwaltung bei der klandestinen Vorbereitung der Vorlage ein grober Fehler unterlief und die Kosten des Vorschlages viel zu tief angegeben wurden.

Das kennen wir doch von früheren bundesrätlichen Vorlagen. Die Begeisterung bei den Wirtschaftsverbänden über den Vorschlag aus dem Departement von Bundesrätin Karin Keller-Sutter hält sich jetzt in Grenzen.

Die bundesrätliche Motivation für den Vorschlag rührt offensichtlich nicht vom Mitgefühl mit den älteren Arbeitslosen her, sondern ist europapolitisch motiviert. Der Bundesrat will die Gewerkschaften für den Rahmenvertrag mit der EU in die Europa-Phalanx zurückholen und zudem die Älteren, welche die Zuwanderung besonders skeptisch beurteilen, gegen die SVP-Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit gewinnen. 

Der bundesrätliche Schnellschuss könnte aber nicht nur finanziell, sondern auch europapolitisch nach hinten losgehen. Falls die Überbrückungsrente als Bestandteil der Arbeitslosenversicherung betrachtet wird, steht sie auch Personen aus der EU offen.

Das wäre dann ein weiterer Grund für eine Einwanderung in die reiche Schweiz. Nach dem Abschluss des vom Bundesrat gewünschten Rahmenvertrags würde die EU mit Sicherheit die Gleichbehandlung von EU-Bürgern mit Schweizern verlangen und auch durchsetzen.

Frau Bundesrätin Keller-Sutter, Ihr Vorschlag ist das beste Argument gegen den Rahmenvertrag.

Die Klagen in den Medien und die Forderungen der Politik erwecken den Eindruck, es stehe bei uns besonders schlecht um ältere Arbeitskräfte. Stimmt das?

Die Erwerbslosenquote der 55- bis 64-Jährigen war im letzten Quartal 2018 mit 3,9 Prozent 2018 deutlich tiefer als der Durchschnitt aller Altersklassen (4,6 Prozent). Das war seit Jahren so. In dieser Kennzahl sind auch die Ausgesteuerten berücksichtigt.

Im ersten Quartal 2019 stieg die Zahl der erwerbslosen Alten allerdings stark auf 5,0 Prozent, leicht über den Durchschnitt (4,9 %).

Ein ähnliches Bild zeigt die Sozialhilfequote. Die Alten müssen weniger oft aufs Sozialamt als der Durchschnitt.

Auch im europäischen Vergleich geht es den Schweizer Senioren im Arbeitsmarkt gut. Die Erwerbsquote der 50 bis 64 Jährigen lag im 4. Quartal 2018 mit 80,9 Prozent weit über dem Durchschnitt der EU-Länder (70,2%). Nur Schweden und Island weisen noch höhere Zahlen aus. 

Die Situation der Älteren hat sich statistisch jüngst verschlechtert. Ob dies ein neuer Trend ist, muss sich noch zeigen.

Einen Grund für politische Hektik gibt es auf dem Arbeitsmarkt ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil: Die bundesrätlichen Vorschläge und die gewerkschaftlichen Vorstösse sind kontraproduktiv. Sie führen für die Firmen zu perversen Anreizen.

In Tat und Wahrheit handelt es sich bei der „Überbrückungsleistung“ um eine unwürdige Entlassungsrente. Die Firmen würden damit noch weniger Skrupel haben, 58-Jährige zu entlassen, um sie für zwei Jahre zur  Arbeitslosenkasse und anschliessend in die Überbrückungsrente zu schicken.

Noch gravierender wären die Folgen beim gewerkschaftlichen Kündigungsschutz. Durch dessen Ausbau sänke der Anreiz, überhaupt ältere Arbeitskräfte einzustellen oder auch nur zu behalten.

Den Politikern geht es um die Zukunft der Personenfreizügigkeit. Das weiss auch der Bundesrat, weshalb er die Älteren für den Erhalt der Personenfreizügigkeit gewinnen will. Die Volksabstimmung über die „Volksinitiative für eine massvolle Zuwanderung“ wird 2020 Klarheit schaffen.

Die Einführung zusätzlicher Überbrückungsleistungen und der Ausbau des Kündigungsschutzes müssen vermieden werden. Sie gäben den Arbeitgebern und Arbeitnehmern falsche Anreize. Kontraproduktives Verhalten beiderseits und eine Schwächung des schweizerischen Arbeitsmarktes wären die Folge.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen dazu beitragen, die Situation der älteren Mitarbeiter zu stabilisieren. Beide müssen bei Lohn- und Pensionsfragen und bei der Arbeitszeitregelung flexibel sein oder flexibler werden.

Und beide müssen sich daran erinnern, dass Arbeit mehr ist als Broterwerb. Sie bedeutet auch Selbstverwirklichung. Oder mit Voltaire: Die Arbeit hält drei grosse Übel fern: Die Langeweile, das Laster und die Not.

Kommentare

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  1. „Und beide müssen sich daran erinnern, dass Arbeit mehr ist als Broterwerb. Sie bedeutet auch Selbstverwirklichung“

    Das ist schon etwas sehr verallgemeinert, es gibt Arbeit und Arbeit. Für die einen trifft es zu, spannende Arbeit wo sie sich verwirklichen können und Geltung haben mit gutem Einkommen. Dann anderen mit stark repetitiver Arbeit und eher geringem Einkommen mit kaum Mitsprachrecht bei der Arbeit oft nach Norm.
    So beschrieb es der Autor Ulrich Renz in seinem Buch treffend:
    +++ Auseinander driftende Arbeitswelten +++
    „Während sich für die Globalisierungsverlierer Arbeit mehr denn je nach Zwang anfühlt, nach purer Daseinsnotwendigkeit, sieht die gebildete Mittelschicht sie als Mittel zur Selbstverwirklichung. Während die einen sich in ihrem Berufsleben mit einer immer breiter werdenden Definition dessen abfinden müssen, was für sie als zumutbar zu gelten hat („Es gibt keine Drecksarbeit“), wird Arbeit im oberen Bereich zu einem großen Abenteuer, auf das man schon lange begierig gewartet hat. Das moderne Individuum arbeitet nicht aus Not oder äußerem Zwang, sondern aus einem inneren Trieb. Weil es nämlich meint, nur so ganz zum Menschen zu werden.“

    Ich höre öfters von Älteren Arbeitnehmern „Wenn der Job Dich ankotzt ist schon bis 60 arbeiten zu lange“ oder „Ich bin froh, aufhören zu können, die heutige Arbeitswelt ist nichts mehr für mich“ Und nicht zu vergessen die Computer und Digitalsierungsverweigerer welche noch alles mit Papier und Telefon erledigen möchten.

    Somit finde ich den Vorschlag einer Übergangsrente nicht schlecht. Es spart ja den Betroffenen neben Arbeitsplatzverlust demütigende Auftritte bei RAV und Sozialamt. Finanzierung sollte nicht die Hauptfrage sein, auch dieses Geld versinkt nicht in einem schwarzen Loch.
    Zuerst sind es Kosten, dann Ausgaben und dann wieder Einnahmen für die verschiedensten Wirtschaftszweige, Geldkreislauf eben.

  2. Heute will ich einmal ein Grosses Danke schön an alle Mitarbeiter, die so „Fadägrad“ über die Problematik, Ü50 und die „Goldjungs, wo sich vermehren wie **** und alles vom Sozialamt bekommen, gut in ihrem Artikel geschrieben wurde. Trifft den Nagel auf den Kopf. Wir, das Volk das Jahrelang in das Sozialsystem einbezahlt hat, Ich zu 100% über 35 Jahre, entsorgt wie Alteisen, Ausgesteuert und danach 2 Jahre auf dem Sozialamt, unter der Gürtellinie behandelt wurde wie Dreck, von Unerfahtrenen billigen jungen Modis, oft sogar als Vorsteherin eine Deutsche, die 0 Ahnung hat von der Sxhweiz. Wir bekommen von der Regierung den Tritt in den Ar**** unsere von ihnen auferlegten Lebenskosten, die wir Einzahlen werden sich ins unermessliche Erhöhen und irgendwann wird auch Bern merken, dass diese Umverteilung von Geldern Volk auf Asylanten die keine Wirtschaftsflüchtlinge sind uns das Genick brechen. Nächstes Interessantes Thema, Gesundheitskosten die wir Bürger auch für jene welche zahlen und daran ersticken. Wobei hier noch die Pharmaindustrie verhätschelt wird. Von unseren 7 Zwerge in Bern. Die Schweiz das sinkende Schiff, gemacht vor unserer Eigenen Regierung, die den Blick aufs Volk, verloren hat.

    • Eines haben Sie aber nicht genannt, nämlich die Leistungslosen Einkommen der Boden- und Immobilienspekulanten, der Zins- und Dividendenempfänger, der Börsianer, Verwaltungsräte usw. welche all unser Leben verteuern, da das Geld für diese Leute auch im Produktpreis enthalten sein muss.Wir sehen es einfach nicht, weil auf dem Kassabon nur die MwSt steht.
      Zudem verbrutzeln gemäss Christoph Pfluger 80% des neu geschaffenen Geldes im Kapitalmarkt, wo es lediglich die Preisschilder nach oben verändert.

  3. Guten Morgen @Visonär,

    Alles was zurückliegt, in der Vergangenheit, ist bereits geschehen. So auch und insbesondere der Antagonismus: „Links vs. „Rechts“ – „Sozialismus (Diktatur des Proletariats) vs. Kapitalismus“ usw. usf.

    Wie ich schon @Beny schrieb: Parteien ergreifen die Kontrolle der Gesetzgebung zur Umsetzung der Interessen ihrer Zielgruppe. Es geht also nicht um das Interesse der Allgemeinheit, sondern um die Interessenvertretung eines Teiles des Volkes, wodurch logischerweise bei entsprechenden Gesetzgebungsverfahren ein grosser Teil der Bevölkerung gar nicht berücksichtigt wird, wenn nicht sogar geschädigt wird.

    Wir haben auf der monetären/fiskalischen Seite Systemfehler die es zu beheben gilt. Die 2. Säule ist klinisch Tod und hat eine volkswirtschaftliche und soziale Sprengungskraft die uns alle ruinieren könnte. Das Steuersystem ist obsolet und so nicht mehr aufrecht zu erhalten. Sehen Sie, die vierte und die fünfte industrielle Revolution geht ganz andere Wege und manchmal bin ich selbst froh nicht mehr jung zu sein, denn hier entsteht etwas vollkommen neues mit dem erwachsen werden der KI und Robotik.

    Eine neue Dimension des Verteilungswettkampfs die mit gesundem Menschenverstand und Präzision problemlos vermieden werden könnte. Es ist ein politisches Problem. Wenn ich in einem Land lebe, wo den sozial Schwächsten die IV-Kinderrente um satte 230.- pro Kind/Monat gekürzt wird – und gleichzeitig – einen Unternehmen/Konzern die gesetzliche Grundlage geebnet wird, um die rechtlich-monetären Folgen einer kriminellen/unlauteren geschäftlichen Handlung dem Fiskus in Rechnung zu stellen, habe ich die Pflicht aus Egoismus und Bürger dieses Staates dem kritisch nachzugehen. Man kann nämlich ein Land auch so zerstören….und es geschieht hier und jetzt bei uns!

    Der Autor und em. Professor in Banking schreibt konsequent nach seiner Ideologie und politischen Präferenz – Zitat:

    „Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen dazu beitragen, die Situation der älteren Mitarbeiter zu stabilisieren. Beide müssen bei Lohn- und Pensionsfragen und bei der Arbeitszeitregelung flexibel sein oder flexibler werden.“
    Ende Zitat.

    Die Zeilen zergehen teilweise wie Bonbons auf der Zunge und fliessen langsam…

    Fazit: geringe Lohnsteigerungen und Arbeitszeitverlängerungen ohne Lohnausgleich, geringerer Arbeitnehmerschutz, kleinere Rente… Deshalb ist die vollständige Privatisierung der Altersvorsorge, durch gezielte Zerstörung und Ausplünderung der AHV, ein zentrales Anliegen der Finanzwirtschaft. Es geht um einen gigantischen Markt mit lukrativen Gewinnmargen. Entsprechend intensiv werden Politik und öffentliche Meinung bearbeitet.

    Mit einem Aktuar, Volkswirt und einen Anwalt habe ich vor über einen Jahr die Verantwortlichen dieser Website mit eingeschriebenen Brief zu einer Präzisierung Ihrer Behauptungen in Ihren Artikel gebeten:

    https://www.vorsorgeforum.ch/bvg-aktuell/2018/1/17/inside-parade-viel-lrm-keine-substanz.html

    https://www.vorsorgeforum.ch/bvg-aktuell/2017/9/29/pks-rasen-mit-karacho-in-immo-hammer.html

    Bis heute keine Antwort. Wie auch? Das ist eine „Branche“ die die Tatsache (durchschnittliche Lebenserwartung von 65-Jährigen – Quelle: Bfs), beiseite schiebt; die 10% wirtschaftlich Schwächsten leben weniger lang und beziehen deshalb auch zehn Jahre weniger lang Pensionskassen-Renten und AHV als die 10% wirtschaftlich Stärksten. Es sind vor allem bei den Pensionskassen die wirtschaftlich Schwachen, welche die Reichen subventionieren. Darüber u.v.m. wird überhaupt nicht gesprochen. Der Slogan der „Branche“ und deren politischen Wasserträger, (diese sind nunmal im pseudo-bürgerlichen/rechtsnationalen Spektrum angesiedelt), – „Die Leute Werden Immer Aelter), dient der Stimmungsmache und vor allem Eigeninteressen und berücksichtigt die Entwicklung der letzten Jahre nicht.

    Quelle:
    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-datenbanken/medienmitteilungen.assetdetail.5389171.html

    @Visionär, wer solche Entwicklungen, die im vollem Gange sind, einfach so hinnimmt, wird sein Leben lang dafür bezahlen. Seine Kinder und Enkelkinder auch!

    • @Housi und @Rechner,

      mit Interesse habe ich Euren sachlichen und konstruktiven Austausch gelesen. Mein kleines Input dazu:

      Der durchschnittliche Beitragssatz (auf dem versicherten Lohn) liegt beim BVG mittlerweile bei mehr als 18% (Arbeitnehmer und Arbeitgeber). Seit Beginn der 90er Jahre legten die durchschnittlichen Beiträge von knapp 8000 Franken auf knapp 11 000 Franken pro Jahr zu. Damit wurden nicht höhere Leistungen finanziert, ganz im Gegenteil. Oft mussten die gesunkenen Kapitalerträge; Sanierungsmassnahmen und die horrenden Verwaltungskosten kompensiert, bzw. zusätzlich finanziert werden. Etwa auch durch tiefere Umwandlungssätze. Das führt dazu, dass pro 100 000 Franken angespartes Alterskapital die jährliche Rente zwischen 2003 und 2013 von 7120 auf 6340 und von 2015 und 2018 von 6340 auf 5640 Franken gesunken ist (umhüllenden Methode). Um heute auf die gleiche Rente bei der beruflichen Vorsorge zu kommen, muss im Durchschnitt viel viel mehr Kapital angespart werden.

      Gemäss der Unia-Lohnscheren-Studie (Quelle unten) kassierten die Aktionäre der börsenkotierten Schweizer Unternehmen letztes Jahr 31% der gesamten Wertschöpfung. Berücksichtigt man die nicht ausgeschütteten Gewinne mit, beträgt dieser Anteil sogar rund 45%. Steigende Gewinne führen zu steigenden Kursen, von denen die PK profitieren. Ein Profit, der allerdings letztlich auf Kosten der Löhne und älteren Arbeitnehmer erzielt wird. Stichwort Ü50/Jung vs. Alt

      https://www.unia.ch/fileadmin/user_upload/Arbeitswelt-A-Z/Lohn/Lohnscherenstudie_2019.pdf

      Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die 2.Säule eine Umverteilungsmaschine und ein riesiger Wasserkopf. Das System beruht auf überrissenen Immobilienpreisen, überbewerteten Aktien und auf Staatsschulden anderer Staaten, die sich noch schneller entwerten würden, wenn sie nicht von allen Zentralbanken der Welt massiv gestützt würden. Vorweg: Die Schweizerische Nationalbank ist nicht die Ursache für die Verwerfungen in der 2. Säule. Die berufliche Vorsorge ist mehr denn je geprägt durch einen unkontrollierten Wettbewerb sowie Geldabflüsse in Milliardenhöhe an Versicherer, Vermögensverwalter und Broker.

      Das Verhältnis von Jungen zu Rentnern hat für die Frage, wie die Renten finanziert werden können und wie hoch diese sein sollen, keinerlei Bedeutung. Das Argument der „Demographie“ ist widerlegt und als Panikmache entlarvt worden. Seit 2011 nimmt die Lebenserwartung der 65-Jährigen weniger stark zu als von den Pensionskassen und der AHV prognostiziert. Während noch vor einigen Jahren, im Zeitraum 1990-2007,eine ziemlich gleichmässige Steigerung der Altersprognose ersichtlich ist, sind in den letzten 5-6 Jahren diese Prognosen stagnierend oder sinken sogar (Männer zwischen 83 und 90, Frauen ab 80). Eine weitere Verbesserung der Lebensqualität findet bereits ab Alter 60 offensichtlich nicht mehr im Umfang der 90er Jahre statt, die Kurven werden tendenziell horizontal: Bei Männern im Alter 60 – 79 ist der Zuwachs heute noch schwach vorhanden.

      Beweis und Quelle:
      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung.assetdetail.2083642.html

      Der öffentliche Diskurs zur Rentensenkung muss darum dringend die absoluten Zahlen bei den Rentenempfängern nach Alterskohorten aufzeigen. Und erst daraus wäre dann eine differenzierte, langfristige Strategie zur Rentenfinanzierung abzuleiten. Weil diese Differenzierung zurzeit nicht geleistet wird, zeigt sich deutlich, dass ein weiterer vehementer Angriff auf unser Rentensystem im Gang ist.

      Die nächste Generation konstituiert sich eben nicht nur aus jenen, die an den Erträgen des Produktivitätsfortschritts nicht beteiligt werden, sondern auch aus jenen, die diese Erträge erben. Nämlich die Arbeiter, die durch die tägliche Verbesserungen, sowie gezielte Forschung & Entwicklung die Produktivitätsfortschritte erschaffen, aber über keine Verhandlungsmacht verfügen, um an den Erträgen ihrer Arbeit teilhaben zu können (höhere Löhne). Die Früchte (bzw. der Lohnverzicht) gehen an jene Menschen aus derselben Generation! Verhandlungsmacht. D.h., sie haben die Möglichkeit, die Lohnabhängigen gegeneinander auszuspielen. Diese Möglichkeit haben sie sich via Gesetzgeber bzw. Lobbying, Medien erkauft …und die Lohnabhängigen lassen es aus Angst (um den Job oder die Position gegenüber dem Nachbarn usw.), sowie der bei ihnen geschaffenen Ignoranz zu…

      Fazit: die 2. Säule innerhalb einer Generation geordnet abwickeln zu Gunsten einer AHV-Volkspension – dadurch würde niemanden was weggenommen – im Gegensatz – zur heutigen desaströsen und sich rapide verschlechternden Konstruktion und Situation.

    • @Platon:
      Ihr Kommentar war einiges überzeugender als dieser Re-Kommentar auf meinen hin.

      Keine Partei vertritt die Interessen Ihrer Zielgruppe(n)! Menschen die das immer noch glauben, gehen auch immer noch wählen, und zwar immer wieder die selben Parteien und Politiker, die uns nachweislich am laufenden Band belügen! Parteien wollen einzig und alleine ihre politische Ideologie verbreiten und Wählerstimmen gewinnen, um die eigene Machtposition zu gewährleisten oder auszubauen. Ich kenne keine Partei die schon „Volkslobbyisten“ nach Bundesbern eingeladen haben; Sie eventuell? alle anderen Lobbies sind jedoch allesamt vertreten. Welche anliegen vertritt unser Parlament nun genau? Das könnte ein Blinder Tauber besser erkennen als unsere Masse dies tut, denn die sind schwieriger zu beinflussen und zu manipulieren.

      Sie stellen ihren Kommentar so dar, als dass ich die Entwicklungen, die in vollem Gange sind, einfach so hinnehmen würde. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ich spiele weder Links gegen Rechts aus, noch ungekehrt, sondern ich stelle das Betrugssystem als ganzes in Frage und versuche darauf hinzuweisen. Die jeweiligen Abstimmungsresultate zeigen mir jedoch immer wieder von neuem auf, dass das Stimmvolk sich immer wieder von den selben Parteien, Politikern und Massenmedien belügen lässt, und sich genau in die vom System gewünschte Richtung bewegt, um selbst weiter ausgenommen, veräppelt, betrogen und belogen werden zu können.

      Unser Finanzsystem, unser Wirtschaftssystem, unser Lohnarbeitssystem, unser Medizinsystem, unsere Wissenschaft, unser Kirche, unsere Medien, unser Politsystem, unser Parteiensystem und unser Schulsystem sind allesamt Teil davon und dazu bestimmt uns auszubeuten, zu belügen, zu manipulieren und uns in die Abhängigkeit zu treiben. Und jeder einzelne der aufgelisteten Bereiche erzählt uns, dass er nur das Beste für uns will und dass es ihn deswegen unbedingt braucht!

      Inzwischen habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass der ach so gescheite Mensch irgend eine Art von Eigenverantwortung entwickeln und die Machenschaften des Systems endlich durchschauen und abstellen würde. Da der Mensch jedoch derart mit Konsum und der Erlangung von Anerkennung und Prominenz beschäftigt ist, geht das Leben an ihm vorbei ohne dass er überhaupt realisiert, um was es sich im Leben als solches überhaupt dreht. Wer seine Freiheit, Selbstbestimmung und Kultur verkauft, hat meiner Meinung nach den Sinn des Lebens nicht mal im Ansatz verstanden. Und genau diejenigen Menschen, die nichts, also überhaupt nichts vom Leben als solches verstanden haben, geben die Meinungsdiktatur vor! Ich könnte manchmal richtiggehend kotzen…

      Am bestehenden System können wir nichts mehr zu unseren Gunsten verändern, ohne dass der ganze Laden implodieren würde. Und anders als mit einer kompletten Eliminierung des vorherrschenden Systems werden wir auch niemals ein System errichten können, das der Allgemeinheit dienlich ist, und sie nicht ausbeutet, vergiftet, versklavt und sie gegen einander ausspielt.

      Am Horizont ziehen ein paar heftige Verwerfungen auf, die Leid, Schmerzen, Hunger und Tod für uns bereit halten. Um unsere Freiheit und Selbstbestimmung wieder zu erlangen, müssen wir wohl oder übel da durch, da führt kein Weg drum herum. Und dies nur, weil der Mensch zu blöd ist und lediglich unter Schmerzen Lernfähigkeit an den Tag legt…

    • Hallo@J.Oppliger

      Ich habe Fakten dokumentiert erläutert. Worin Sie Inhalte der Hetze feststellen können, kann ich nicht Dingfest machen. Die sogenannten „Bürgerlichen“ sind dabei noch glimpflich davongekommen. Die Liste ist unendlich lang. Vielleicht, sollten Sie damit beginnen, dass man Äpfel mit Birnen nicht vergleichen sollte. Offenbar wissen Sie nicht, dass Steuern dem Staat, Sozialabgaben aber den Versicherten gehören!

      Ich habe nichts am Hut mit „linksnormierte“ pseudo Politiker und unterscheide ausschliesslich zwischen einer nachhaltigen, ausgewogenen, intelligenten, – und eine von Lobbys unterwanderte Politik – von der – wir heute langsam eine Ahnung davon kriegen wohin die Reise geht.

      Sie wissen es, die Sozialdemokratie, reicht ja heute bis weit in die bürgerlichen Kreise hinein. Wir leben in einem Zeitalter der sozialdemokratischen Verdummung.

      @Visionär

      Die Krise/Verwerfungen im Geldsystem verordnen zu wollen, ist ein Irrtum. Das Geldsystem arbeitet wie ein Fahrrad, das auf einer Spur entlang fährt, mal nach rechts, mal nach links kippt, und doch die Spur nie verlässt. Lassen Sie die Frage des Betrachtungszeitraumes ausser Acht, kann Ihnen das kurzfristige Schaukeln als Krise erscheinen, obwohl bei langfristiger Betrachtung das System im Lot ist. Die Unterschuldungs-Krise seit 2008, nur um Ihnen ein Beispiel zu geben, ist die Reaktion auf die Überschuldungs-Krise von 1990 bis 2007. Eine falsche Justierung des Betrachtungszeitraumes legt hingegen den Schluss nahe, dass wir seit 2008 in einer Systemkrise sind.

      Die Wähler werden von den Parteien nur in den Augenblicken für mündig gehalten, in denen sie ihnen ihre Stimme geben. Merke: Feindbilder sind nicht zielführend – im Gegenteil -. Sie wissen es, der mit Abstand grösste Anteil an den Wahlberechtigten sind die Nichtwähler, die an der Wahl gar nicht teilnehmen. Hier bei uns in der Schweiz – wird der grösste Teil der politischen Angelegenheiten auf kommunaler Ebene entschieden. Und wir haben das Glück in einem Land zu leben, wo die Volksinitiativen nicht vom Parlament oder von der Regierung ausgehen, sondern vom Volk!. Sie sind ein Grundpfeiler der direkten Demokratie. Wir sind der CHEF! Also nicht „gotzen“ sondern sich aktiv und konstruktiv einbringen…einen Schritt nach dem anderen machen…

  4. Ich wäre ganz sicher als gelbe Weste dabei…bin arbeitsloser Informatiker, 59 Jahre jung
    Wie kann man sowas organisieren?

    • In der Kommentarspalte vom vorhergehenden 50+ Artikel hier im Bog sind zwei die Links von 50+ Organisationen vermerkt.

  5. Übrigens Herr Geiger……

    Es ist richtig, die ü-50 sind Statistisch gesehen gar nicht viel häufiger Arbeitslos wie die anderen Altersgruppen.

    Es fragt sich allerdings ob von den Ü-50 wirklich noch alle erfasst sind, denn was Ausgesteuert wurde, fehlt da meist in den offiziellen Zahlen.
    Und bei den Ü-50 gibt es auch etliche die nahezu alles tun um einen Job zu haben. Sie Arbeiten bei der Securitas und allerhand anderen Arbeitgebern.
    Also ich würde auf die 5% Arbeitslosen noch etwas draufpacken um der Realität zu entsprechen.

    Was aber bei einem Ü-50 wirklich schlimm ist, das sind deren Zukunftsaussichten.
    Die sind bei einem 20 oder 35 Jährigen vorhanden, bei einem 55 Jährigen kaum mehr. Und natürlich kann derjenige nicht mehr Grenzenlos flexibel sein. Hat er ein Haus und noch Kinder, wird die Situation schnell kritisch.

    Wie gesagt, es wäre die beste Lösung die PFZ zu beenden, ja es währe die einzige wahre Lösung.
    Diese Überbrückungsrente wird jedenfalls deren Situation nicht verbessern, ja sie wird nur das Fiasko verwalten.
    Wie gesagt, es wäre allenfalls eine zwar unehrliche aber vielleicht nützlichere Lösung, mit den Millionen die Lohnabzüge der Ü-50 zu senken. Übergangsweise meine ich, so lange bis das System geändert wurde und alle Altersgruppen die gleichen Sozialabgaben entrichten.
    Das müsste aber sicher noch Diskutiert werden, klar.

    • Ich glaube nicht, dass es was nützt, die PFZ zu beenden, die Arbeit wird dann einfach in andere Länder verlagert.
      Hat aber den Vorteil, dass die Infrastruktur und Umwelt der Schweiz durch Zuwanderung nicht noch mehr belastet wird.

  6. Als ich Ihre Begründüng hörte wieso sie nicht am Frauentag teilnahm, wusste ich wie sie tickt und wenn sie vertritt. Ist nicht bewertend gemeint. Ich meine nur; ich bin überhaupt nicht überrascht.

  7. Entscheidend wäre es, die berufliche Vorsorge umzugestalten oder dort die richtigen Anreize zu schaffen: Zum Beispiel durch attraktiv reduzierte Steuersätze für Firmen, die einen bestimmten Anteil älterer Arbeitnehmer beschäftigen. Oder durch höhere Beitragspflichten (arbeitnehmerseitig) für jüngere Angestellte. Oder: Jeder darf in der Pensionskasse des letzten Arbeitgebers bleiben so lange er das auch möchte. Oder durch eine Nachschusspflicht in die PK, wenn jemand aber einem gewissen Alter entlassen wird. Eine Art Entschädigung.
    Und natürlich müsste die PFZ über Bord gekippt werden. Die ist schlicht absurd und nur interessant für die Arbeitgeberseite und für jüngere EU-Ausländer, die in der Schweiz zum Handkuss kommen. Dabei vergessen sie, dass auch sie eines Tages 50 Jahre als sein werden und dann hochkant rausfliegen. Das wenigstens ist dann ausgleichende Gerechtigkeit. In 20 Jahren gibt’s dann aber überhaupt kein Geld mehr für die.

  8. Besten Dank für die Ü45/50 Artikel auf IP von Frau Isabel Villalon und Herrn Professor Hans Geiger.

    Vor knapp sechs Jahren bin ich nach Mexiko ausgewandert. Ich war dort als unabhängiger Unternehmensberater tätig und habe nebenbei Vorträge an Universitäten im Süden des Landes gehalten und schreibe Artikel für eine Fachzeitschrift. Als Ü45 hatte ich dabei guten Chancen dort.
    Leider musste ich aus Sicherheitsgründen (Bedrohungen, etc.) in die Schweiz zurückkehren. Was ich hier erlebe in Bezug auf «Innländervorrang» ist unglaublich negativ.

    Ich habe durch Geburt einen britischen Reisepass. Bei einigen Vorstellungsgesprächen wurde mir durch die Blume geraten, ich solle versuchen mit meinen 49 Jahren eher als Brite denn als Schweizer hierzulande nach Arbeit oder Mandaten schauen oder besser, eher in England auf die Suche gehen, dort hätte ich mehr Chancen.

    Als Selbständiger Auslandschweizer bekommt man auch bei der Arbeitslosenkasse nichts, dafür nach einem Monat die erste Steuerrechnung der Gemeinde.
    Somit bleibt mir im Grunde nur der Schritt in die Selbständigkeit.

    Ursprünglich meinte ich, ich komme in ein Land der ersten Welt zurück, aber es scheint mir, es gäbe hier eher eine gefährliche Rückentwicklung.

    • (1): Sie bekommen keine Arbeitslosenunterstützung, weil sie innerhalb der letzten Jahre keine Beiträge haben; das steht im Gesetz und hat nichts mit Nationalität zu tun [diese Information hätten Sie sich vor der Rückkehr gratis im Internet beschaffen können]. (2): Sie bekommen kaum nach 1 Monat eine Steuerrechnung, weil man Sie noch gar nicht eingeschätzt hat, sondern die Aufforderung, eine Steuererklärung einzureichen. Ihr Beitrag weist noch weitere Ungereimtheiten auf. Vermutlich Fake.

  9. Wahnsinn … – wir haben uns mit der Personenfreizügigkeit den kompletten eigenen finanziellen Ruin angelacht.

    Wohl den letzten Einheimischen, die dank Land und Erbe das Fiasko mit Würde überleben. Für den Rest die Sozialhilfe.

    Die aktuell Geborenen erwachen auf finanziellem Niveau eines verarmten Europäer & wissen zum Glück nicht wie es vor der Personenfreizügigkeit war.

    Wahnsinn…

  10. Ich habe mal 1 Jahr bei einer bekannten Firma in Altenrhein gearbeitet.

    Dort sollte ich immer mehr Überstunden leisten, in den Spitzenzeiten von Morgens 6 bis Abends um 20°°.
    Es gab umfangreiche Garantiearbeiten.

    Gleichzeitig entliess man andere Arbeitnehmer, erst die mit 63. Es hiess dann, die könnten ja noch für den Rest zum RAF und Arbeitslosengeld beziehen.
    2 Monate kamen die 62 Jährigen dran, bei denen sagten sie …..das könnten die schon irgendwie überbrücken.
    Bloss das eine Jahr.

    Weitere 2 Monate später trudelten die Kündigungen bei den 60 Jährigen ein. Da sagten sie uns nichts mehr…….

    Daraufhin stellte ich das Überzeitarbeiten ein.
    Ich sagte denen, das es nicht angehe die Alten zu schicken und die anderen 13 Stunden am Tag arbeiten zu lassen.
    Mir erschien das ohne jede Logik zu sein.

    Tja, 1 Monat später hatte ich dann die Kündigung…..

    Gottseidank, ich habe nun einen guten Job.

    Wenn man nun eine Überbrückungsrente einführt, so wird das die Entlassungen anz klar fördern.
    Es ist wie die Absolution im Beichtstuhl….. die werden wissen das es unrecht ist was sie tun, aber die Entlassenen können ja eine Überbrückungs-Rente beantragen.

    Ich vergass noch zu sagen, das in der Firma in Altenrhein zeitgleich etliche Ausländer, vor allem Deutsche Zeitarbeiter
    eingestellt wurden.

    Effektiver wäre es wohl, das Pensionskassensystem zu ändern.

    Einen Ausgleich zwischen den niedrigen Beiträgen der „Jungen“ und den hohen Beiträgen der „älteren“ einführen.

    Seit 20 Jahren ist allen dieses Problem bekannt, aber es wird nicht verändert.

    Vielleicht wäre es eine Lösung, die Pensionskassenbeiträge der Arbeiter ab 60 zu übernehmen, anstatt ihnen eine Überbrückungs-Rente zu gewähren die zu deren Entlassung beiträgt.

    Sollte man die Millionen der Ü-60 Rente anders einsetzen….???

  11. ‚Die Wirtschaft‘ könnte die ‚jus primea noctis‘ bei uns verlangen – denn das würde arbeitsplätze schaffen. bin mir sicher, das dies an der urne angenommen würde….
    ps: gebe zu, dass es eine provokation/übertreibung ist. die richtung stimmt aber…

  12. Wieso ist es so schwer, jede Firma die Ü45 entlassen bezahlen bis 65 Jahren den Lohn weiter so wie alle Sozialabgaben. Dazu kommt das diese Firmen dafür sorgen müssen das der entlassene wieder eine Stelle bekommt. Das SECO muss dann noch eine Strafzahlung erheben welche aus dem doppelten des Angestellten Lohnes ist.
    Die Firmen müssen in die Verantwortung gezogen werden. Sie nutzen die Allgemeinheit wieder aus, man holt günstige jüngere neue Arbeiter. Wenn dann die merken das sie unterbezahlt sind und mehr lohn wollen, stehen sie auch wieder auf der Strasse. Und wer bezahlt dann wieder? Wir alle nur die Firmen nicht und das ist falsch. Wie war noch das mit dem Verursacher Prinzip.

    • @ Ruedi Hammer….

      Ich glaube auch an die Marktwirtschaft.

      Aber so eine haben wir seit Jahrzehnten nicht mehr.

      Sehen sie sich das weltweit regulierteste Gewerbe in der Schweiz an…. die Landwirtschaft.

      ist das Markt ?

      Gleichzeitig ist es nahezu unmöglich denen den freien Markt zu geben, denn das könnte man eben nur wenn die Regulierungen aufhören würden.
      Die Bauern haben ein Bäuerliches Land und Erbrecht.
      man hat sie damit faktisch teilenteignet zu Gunsten der im Gegenzug ausgerichteten Subventionen.
      Bis in die 70-iger Jahre gabs noch keine Subventionen.
      So ist es auch mit den anderen Dingen hier.
      Wir haben mit dem zunehmenden Einfluss linker Politik unseren Staat schon beinahe mit all den Regulierungen erdrosselt. Myriaden von Gesetzen und Regelungen erlassen.
      Nichts ist mehr frei…. und darum spielt hier auch keine freie Marktwirtschaft mehr.

      Bauen Sie ein Haus…. sie werden sich wundern.
      Würden sie das einem Amerikaner antun, der müsste sich übergeben.

      Und genau darum können wir den Imaginären freien Markt auch nicht irgendwo spielen lasen, anderswo aber nicht.

      Der freie Markt wäre erstrebenswert, aber nicht Grenzenlos.
      So wie der Euro nicht in ganz Europa funktionieren kann, kann der freie Markt immer nur in Grenzen stattfinden.

      Die EU ist ein sozialistisches Projekt….. niemals aber ist es ein freier Markt, auch nicht wenn wir dazugehören würden.

  13. Hans Geiger schätze ich als originellen, intelligenten Kopf sehr. Die Probleme der älteren Arbeitnehmer hat er bisher aber nicht begriffen, nicht einmal ansatzweise. Statistik greift da viel zu kurz.
    Ältere Arbeitnehmer werden häufiger zu immer schlechteren Konditionen zwangspensioniert. Ich kenne das sehr gut von internationalen Grosskonzernen. Das sind gute Arbeitgeber bis 50. Danach kriegt man kaum mehr Lohnerhöhungen, ist in vielerlei Hinsicht ausgeliefert. Einen neuen Job findet man nur schwer, öfter auch zu schlechteren Konditionen. Diese Diskriminierung lässt sich m.E. nur staatlich regeln. Wenn da nichts kommt, wird Politik in diesem Bereich sehr schwer, z.B. Pensionierung mit 70. Zu recht. Aber die Parteien wollen das Problem nicht lösen, es ist für alle ein Asset, den man bewirtschaften kann.

  14. Sehr geehrter Herr Professor Geiger,

    Sie schreiben Zitat:
    „Die Einführung zusätzlicher Überbrückungsleistungen und der Ausbau des Kündigungsschutzes müssen vermieden werden. Sie gäben den Arbeitgebern und Arbeitnehmern falsche Anreize. Kontraproduktives Verhalten beiderseits und eine Schwächung des schweizerischen Arbeitsmarktes wären die Folge.
    Ende Zitat.

    Unwürdig?

    Hinter dieser Aussage stehen eine Ideologie und knallharte Interessen die Lebensrealitäten relativieren und Fakten ignorieren. So hat vor allem bei den 50 bis 64 Jährigen die Sozialhilfequote überproportional zugenommen. Die Anzahl der Ü50-Sozialhilfebeziehenden stieg, in Widerspruch zu Ihrer Beruhigungspille, zwischen 2011 und 2017 von 38’484 auf 54’615 Personen, also um satte +42% an, während die Schweizer Wohnbevölkerung in der gleichen Altersklasse und im gleichen Zeitraum lediglich um 14% zunahm. Tendenz explodierend!

    Quelle: SKOS, Bfs

    Das Seco zählt nach nationaler Definition ausschliesslich nur jene Arbeitslose, die sich selber bei einem der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet haben. Ausgesteuerte und ältere Stellensuchende fallen somit aus der Arbeitslosen-Statistik. Ich habe in den 80er in UK und USA für einen CH-Konzern gearbeitet und kenne diese verlogene Methodik die von Margaret Thatcher eingeführt wurde. Auch das Kampfblatt NZZ konnte das nicht mehr unerwähnt lassen und musste Ende 2018 folgendes attestieren:

    Quelle: https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/in-der-schweiz-gibt-es-doppelt-so-viele-arbeitslose-wie-registriert-sind-ld.1410685?reduced=true

    Die Schweiz hat im Jahresmittel eine nahezu doppelt so hohe Arbeitslosenquote wie vom (Seco) offiziell berechnet. Diese Zahlen sind auch deutlich höher als die nach dieser Methodik berechnete Arbeitslosigkeit in Ländern wie Deutschland, UK, Niederlanden. Zugegeben, andere und diese Länder tricksen und manipulieren ebenso sehr wie hier bei uns. Immerhin werden in diesen Ländern diese Machenschaften auch als Mystifikation und Volksverdummung klar benannt! Die nächsten Zahlen (neusten) bis Ende Jahr werden einen Tsunami gleichkommen, deshalb vor den Wahlen „schnell“ und medienwirksam etwas in der Diskussion einwerfen. Das man sich

    Quelle: Seco, ILO

    Dazu schiessen die Bundesratsparteien FDP und SVP volles Rohr direkt auf Behinderte und Betagte in der Schweiz, denen sie 700 Millionen an Ergänzungsleistungen (EL) zusammenkürzt haben (bei 9,1 Milliarden Franken Überschuss). Breite Bevölkerungskreise kämpfen bereits heute mit einer ungenügenden Rente im Alter. Die Quote der Neurentner, die EL zur AHV beziehen müssen, um über die Runden zu kommen, ist zwischen 2005 und 2017 von 7.6 auf 9.6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sinkt und sinkt das zukünftige Niveau der Pensionskassenrenten – besonders stark in den letzten Jahren mit minus 11 Prozent zwischen 2015-2018.

    Quelle: OAK, BSV, Bfs

    Es nimmt immer wie mehr faschistoide Züge an.

    Beweis:

    Im Rahmen der (Weiterentwicklung der IV 17.022 siehe Quelle) wird die Zulage für Eltern um -25 Prozent gesenkt werden von 40 auf 30 Prozent der Rente. Und zwar sowohl in der IV wie auch in der AHV (Art. 38 IVG und Art. 35ter AHVG). Über 90’000 Kinder sind davon betroffen. Pro Monat und Kind wird die Kürzung auf -230 Franken beziffert.

    Quelle:
    https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2019/20190307112515685194158159041_bsd085.aspx

    Nachfolgend die detaillierte Liste aller Nationalräte, die sowohl für die Kürzung der IV-Kinderrenten gestimmt haben als auch für den Steuerabzug von Geldstrafen für Unternehmen.

    Aebi, Andreas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Aeschi, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Amaudruz, Céline SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Ammann, Thomas CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Amstutz, Adrian SVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Barazzone, Guillaume CVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Bauer, Philippe FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Béglé, Claude CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Bigler, Hans-Ulrich FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Brand, Heinz SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Bregy, Philipp Matthias / Amherd, Viola CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Brunner, Hansjörg FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Büchel, Roland Rino SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Buffat, Michaël SVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Bühler, Manfred SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Bulliard-Marbach, Christine CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Burgherr, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Burkart, Thierry FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Campell, Duri BDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Candinas, Marin CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Cattaneo, Rocco FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Chevalley, Isabelle GLP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Chiesa, Marco SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Clottu, Raymond SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    de Courten, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Derder, Fathi FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Dettling, Marcel SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Dobler, Marcel FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Egger, Mike / Brunner, Toni SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Egloff, Hans SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Eichenberger-Walther, Corina FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Estermann, Yvette SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Feller, Olivier FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Fiala, Doris FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Flückiger-Bäni, Sylvia SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Frehner, Sebastian SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Geissbühler, Andrea Martina SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Genecand, Benoît FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Giezendanner, Ulrich SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Glarner, Andreas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Glauser-Zufferey, Alice SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Gmür, Alois CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Gmür-Schönenberger, Andrea CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Golay, Roger SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Gössi, Petra FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Grin, Jean-Pierre SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Grüter, Franz SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Gschwind, Jean-Paul CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Guhl, Bernhard BDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Gutjahr, Diana SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Hausammann, Markus SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Herzog, Verena SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Hess, Lorenz BDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Hess, Erich SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Hiltpold, Hugues FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Humbel, Ruth CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Hurter, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Jauslin, Matthias Samuel FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Keller, Peter SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Keller-Inhelder, Barbara SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Knecht, Hansjörg SVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Köppel, Roger SVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Kutter, Philipp CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Landolt, Martin BDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Lohr, Christian CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Lüscher, Christian FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Marchand-Balet, Géraldine CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Markwalder, Christa FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Martullo-Blocher, Magdalena SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Matter, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Merlini, Giovanni FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Moret, Isabelle FDP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Müller, Walter FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Müller, Thomas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Müri, Felix SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Nantermod, Philippe FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Nicolet, Jacques SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Nidegger, Yves SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Paganini, Nicolo CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Page, Pierre-André SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Pantani, Roberta SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Pezzatti, Bruno FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Pieren, Nadja SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Portmann, Hans-Peter FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Quadri, Lorenzo SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Regazzi, Fabio CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Reimann, Lukas SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Reimann, Maximilian SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Riklin, Kathy CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Rime, Jean-François SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Ritter, Markus CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Roduit, Benjamin CVP Enthaltung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Romano, Marco CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Rösti, Albert SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Ruppen, Franz SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Rutz, Gregor SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Sauter, Regine FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Schilliger, Peter FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Schneeberger, Daniela FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Schneider-Schneiter, Elisabeth CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Schwander, Pirmin SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Siegenthaler, Heinz BDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Sollberger, Sandra SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Stamm, Luzi SVP Hat nicht teilgenommen Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Steinemann, Barbara SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Tuena, Mauro SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Vogler, Karl CVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    von Siebenthal, Erich SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Walliser, Bruno SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Walti, Beat FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Wasserfallen, Christian FDP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Weibel, Thomas GLP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Zanetti, Claudio SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne
    Zuberbühler, David SVP Für Kinderrenten-Kürzung Für Steuerabzug von Geldstrafen für Konzerne

    Quelle:
    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/abstimmungen/wer-hat-wie-abgestimmt-im-nationalrat

    Im Oktober können wir diese verlogene und infame Politik gegen die eigene arbeitende Bevölkerung (zur welcher auch die ausländischen Mitmenschen zählen) ein Ende setzen.

    Liebe Mitmenschen wacht endlich auf!

    • @Platon
      Danke! für diesen Kommentar – auf diese Punkte wollte ich ebenfallst aufmerksam machen.

      freundlicher Gruss

      Christian Fischer, Avenir50plus, Basel

    • @ Platon

      Wen sollen wir den noch wählen? Aussser den EDU-Politikern sind ja alles verlogene Typen die gegen das Volks sind!

    • @Platon:
      Guter Kommentar, vielen Dank!

      Die Problematik die ich dabei sehe ist die, dass Sie den Anschein erwecken, dass die links angesiedelten Parteien sich für die Stimmbürger und Ü50-jährigen einsetzen würden, was leider absolut absurd ist…

      Dass ein Grossteil der Nationalräte für die Reduktion von IV-Kinderrenten gestimmt haben, als auch für den Steuerabzug von Geldstrafen für Unternehmen, zeigt einmal mehr deutlich, für welche Interessen man sich da in Bern einsetzt! Hört endlich auf dieses Pack (um das selbe Wort wie Sigmar Gabriel, SPD Deutschland zu verwenden, allerdings nicht als Bezeichnung für den Souverän, sondern für diejenigen, die in Bern gegen den Souverän arbeiten!)zu wählen! KEINE PARTEI vertritt die Interessen des Souveräns!!!

      Schaut man den Kündigungsschutz für Arbeitnehmer z.B. in Frankreich an, kann man beobachten, dass die Firmen gar keine neuen Mitarbeiter mehr einstellen, da sie ihnen im Fall eines Geschäftsrückgangs überhaupt nicht kündigen, oder auch gegen effizientere Angestellte auswechseln können. Damit wird mögliches Wachstum von sich selbst heraus im Vorherein abgewürgt.

      Die angebliche Lohnungleichheit zw. weiblichen und männlichen Angestellten würde ich gerne mal im Detail analysiert haben. Wird bei dieser Gegenüberstellung gleiche Ausbildung, Anzahl Dienstjahre und Arbeitspensum mit einbezogen, bin ich ziemlich sicher, dass der überwiegende Teil der Arbeitgeber dem auch Rechnung trägt.

      Der Faktor Lohn ist auch von anderen Faktoren wie Persönlichkeit, Aussehen, Vitamin B und vor allem, wie gut sich ein Kandidat selbst verkauft, bestimmt. Es gibt also auch Lohnunterschiede bei Männern, die die selbe Arbeit verrichten. Somit ist es definitiv nicht zielführend, Angestellte gegeneinander auszuspielen…

      Anstatt hier Männlein gegen Weiblein auszuspielen und Quotenregelungen und ähnlichen Schwachsinn zu implementieren, wäre es viel hilfreicher, bspw. eine Quote für Ü50-jährige einzuführen (bspw. ab einer bestimmten Firmengrösse), zumal das Rentenalter ja näher und näher zum Friedhof verschoben wird!!! Frau gegen Mann ist jedoch medial viel wirkungsvoller und gleichzeitig dividiert es uns einmal mehr auseinander, so dass erfolgreich eine Vereinigung verhindert, und schwachsinnige, ausbeuterische Gesetze implementiert werden können…

    • Lieber @Plato

      Sie sprechen einen fundamental entscheidenden Punkt an: Demokratie ist ausschliesslich in einem System möglich, bei dem die Rückkopplung greift: also dort, wo die Verantwortung (Politiker/Partei) für Handlungen direkt zugeordnet und sanktioniert (Wahlen) werden kann.

    • Hallo Platon

      Der Prof. in „Banking“ scheint keine Ahnung davon zu haben, wie sich solche Diskriminierungen auf die Solidarität einer Gesellschaft auswirken. Die Generation Smartphone checkt nur nichts mehr. Selbst diese einfachsten Zusammenhänge. Sie rennen über die Wiese, schauen auf die alten Ochsen, die ihr Gras wegfressen und rufen nach dem Schlachter. Dass sie auch einmal Ochsen werden, begreifen sie nicht mehr.

    • @Platon
      Ich persönlich vermute dass der Staatsterror zunehmen wird. Sie werden uns genau mitteilen dass wir sie noch „benötigen“.

      Lübke gehört m.E. in diese Kategorie, eventuell auch das Attentat auf das Oktoberfest 1980 in München. Und wer sich noch erinnert: Die Bande von Nivelles. https://de.wikipedia.org/wiki/Killerbande_von_Brabant

    • @Benny,

      die Frage kann ich leider nicht beantworten. Was ich Ihnen sagen kann nach jahrelanger Recherche i.S. Pensionskassen, Justiz und politischen Strukturen in unserem Land ist folgendes: Die Lage ist sehr ernst und macht ein unverzügliches Handeln, in Widerspruch zu den Behauptungen des Professors, notwendig.

      Parteien ergreifen die Kontrolle der Gesetzgebung zur Umsetzung der Interessen ihrer Zielgruppe. Es geht also nicht um das Interesse der Allgemeinheit, sondern um die Interessenvertretung eines Teiles des Volkes, wodurch logischerweise bei entsprechenden Gesetzgebungsverfahren ein grosser Teil der Bevölkerung gar nicht berücksichtigt wird, wenn nicht sogar geschädigt wird. Das würde den Rahmen sprengen…aber das was ich hier ansatzweise skizziert habe ist nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs. Was ich persönlich tue ist: Initiativen zu unterstützen die oftmals auch parteiübergreifend sind.

      Es ist nur eine Frage der Zeit bis die UBS&.Co bekanntgeben werden, sie würden gerade an einer Bad-Bank arbeiten, um ihren selbst fabrizierten Schrott auszulagern, die der schweizer Steuerzahler „wieder“ schultern darf. Und dann?

    • Wen sollen wir den noch wählen?

      @Benny Fuchs, Nationalökonom

      Ein neuer Versuch in Bern: du-Bern.ch.

      Melden Sie sich doch in Zürich an, dort gibt es noch keine Sektion.

      Das Problem ist aber wirklich, dass Sie als Politiker ihren Job, ihren Ruf oder sonst etwas verlieren, wenn Sie einfach nur vernünftige Sachen vorschlagen und damit anderen in die Quere kommen.

    • Den Arbeitern ab 35 Jahren in den Skoda-Werken / Tschechien wird nicht mehr gekündigt…

    • Hallo Platon

      Sie hetzen hier gegen Bürgerliche, verschweigen aber, was mehr
      Rotgrüne bringen würden wie z.Bsp. eine Verdoppelung der Abgaben auf Heizöl, viel höhere Benzinpreise und Strompreise, was auch Sie im Portemonnaie spüren würden. Ausserdem verteuert das die Transportkosten. Zudem bringt es Steuererhöhungen und mehr Abgaben besonders schmerzhaft für den Mittelstand sowie allgemein mehr Verbote und Einschränkungen, was kaum in Ihrem Sinn sein kann.

  15. (…)“Niemand weiss, wie viele arbeitslose und ausgesteuerte Ü50 noch nicht von der Sozialhilfe leben, sondern vom bestehenden Vermögen zehren. Gut möglich, dass die Zahl der sozialhilfebeziehenden Ü50 in 2 – 3 Jahren explosionsartig zunimmt.“(…)

    Zeitgleich noch eine schwere Immobilienkrise und „Die Schweiz“ (Slogan FDP, „DIE SCHWEIZ WILL“) kann auf den Müllhaufen.

  16. Bei diesem Bericht kam mir spontan dieser Satz in den Sinn: „Gewinne Privatisieren – Verluste Sozialisieren“.
    Ich finde es eine schöne Geste von Bern mit der überbrückungsrente, ich persönlich möchte aber lieber einer Arbeit nachgehen und niemanden auf der Tasche liegen.

  17. Und jetzt können sie das sogar noch mit gutem Gewissen. Gut gemacht, Frau Keller-Suter! Die Unternehmen werden Ihnen für den Persilschein danken.

    • Na ja, wer von dieser KV-Lehrerin Keller etwas anderes erwartet hat, ist selber Schuld.

  18. Sehr geehrter Herr Prof. Geiger, vielen Dank für Ihren Beitrag, der eigentlich aufzeigt um was es grundsätzlich geht. Die von BR Keller-Sutter aufgebrachte Idee einer „Überbrückungsrente“ ist – wie ich es in einem Kommentar erwähnte – eine moralische und soziale Schande, ein weiteres Zeichen für den kaltschnäuzigen, erbarmungslosen und überheblichen Umgang mit Menschen. Aber: es wird immer deutlicher, dass unsere feinverästelte und bis in alle Kleinigkeiten ausgefeilte überbordende Gesellschaftsklempnerei am Ende ist: in der Krankenversicherung hätten wir längst einen Volksaufstand, gäbe es keine staatlichen Prämienverbilligungen, wie es kürzlich Prof. Tilman Slembeck in einem Interview unmissverständlich darlegte. Vielleicht erinnern sich die Stimmbürger bei den nächsten Wahlen wieder, wer ihnen diese Sauce, diesen Selbstbedienungsladen für sämtliche Akteure eingebrockt hat? Im BVG werden die Umwandlunssätze nach unten korrigiert, weil in dieser gigantischen Geldvernichtungsmaschinerie die versprochenen Renten in dieser Höhe nicht bezahlt werden können. Fazit: unsere Politiker sollen endlich aufhören, sich in alle Lebensbereiche einzumischen und meinen sie müssten von der Wiege bis ins Grab alles regeln: das Resultat ist ein bevormundeter, unselbständiger, unreflektierter und sich nur noch um Brot und Spiele kümmernder Bürger. Und in den Schulen soll endlich klar und ausführlich über unser Geldsystem und den Staatsaufbau sowie die Interventionsmöglichkeiten der Bürger unterrichtet werden, damit jeder Bürger selbständig sein Leben vor finanziellem Ungemach so gut es geht schützen kann.

    • Ich finde die Überbrückungsrente allemal besser als jahrelang sinnlos Bewerbungen schreiben zu müssen ohne Aussicht auf Erfolg.
      Ich hatte eine Kollegin welche ihre Stelle wegen Auslagerung nach Ungarn verloren hat – sie ist in der Psychiatrie gelandet. Kommt das etwa billiger? Ist das vielleicht besser?

  19. Die BVG war seit der Einführung die grösste Abzocke zulasten der Bürger. Von diesem Geld haben vor allem Institutionen, die gesamte Finanzbranche und immer mehr die Baubranche, profitiert. Jeder etwas Intelligente Mensch weiss das Zins/Profitvorhersagen auf lange Dauer keiner aktuellen Realität standhalten kann. Die BVG kann jetzt schon nicht mehr die Versprechen von damals erfüllen. Einzig die Generation die ab den letzten zehn Jahren Pensioniert wurde, profitiert noch davon. Die Millenials glauben schon lange nicht mehr daran. Auch ich habe schon bei der Einführung der BVG, als Teenager nicht daran geglaubt.
    Es braucht eine disruptive Lösung für das zukünftige Leben im Alter welche nicht auf eine „finanzielle Vorsorge“ basiert.

  20. Es wäre interessant zu sehen, wie hoch der Altersschnitt der Betroffenen der Massenentlassung bei Raiffeisen ist.

    Ist ja eine Genossenschaftsbank mit sozialem Gewissen. Angeblich.

  21. Das schweizer Vorsorge- und Sozialsystem stammt aus einer Zeit, als man noch von 16 bis zur Pensionierung bei derselben Firma am selben Ort arbeitete und es auf den Arbeitsmarkt wesentlich weniger Druck gab, da dieser praktisch rein schweizerisch war.
    Heute ist das ganz anders. Der Arbeitsmarkt ist international und die Stellen werden heute öfters gewechselt im Leben, auch mit mehrfachen Umzug muss man rechnen.
    Nun schaden diese System mehr als sie nützen und diskriminieren Arbeitnehmer über 50 per Gesetz. Kommt noch hinzu, dass die Schweiz wegen ihrem kleinräumigen Kantönligeist schon Mühe hat mit Leuten die in einem Kanton leben und im anderen arbeiten. Das ist komplizierter als in die EU zu gehen und dort zu arbeiten.
    Die Politik interessiert sich dafür nicht, sie ist zum Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft geworden, auch wenn sie damit Dinge tut, welch gegen die Verfassung und Grundrechte verstossen.

  22. Danke Herr Geiger! Wir müssen unseren Politikern endlich auf die Finger schauen und sie an der Wahlurne sanktionieren, wenn sie nichts tun und uns für dumm verkaufen wollen! Unsere frischgebackene SVP-Zürcher Regierungsrätin NATALIE RICKLI hatte noch im Wahlkampf erklärt, sich künftig für die ü50-Jährigen einsetzen zu wollen! Wie sie das als Zürcher REGIERUNGSRÄTIN bewerkstelligen möchte, bleibt schleierhaft, denn im NATIONALRAT wäre sie für dieses Thema besser platziert gewesen! Aber das war wohl nie ihr Ziel, denn sie hat sich in den letzten Jahren auch im Nationalrat nie für die ü50 eingesetzt. Wahrscheinlich verdient sie als Regierungsrätin einfach viel mehr … bei gleicher Kündigungsfrist (4 Jahre). Wir haben die Politiker, die wir verdienen!

  23. Soweit ich weiss, muss man sich bei Entlassung vor dem Rentenalter auch die Pensionskasse auszahlen lassen. Dieser erzwungene Kapitalbezug hat den Vorteil für die Pensionskassen, dass keine hohen Renten mit teurem Umwandlungsfaktor bezahlt werden müssen. Kann dies auch ein Grund sein für die Entlassungen? Ob es PK gibt, die dies nicht verlangen, weiss ich nicht. Dann habe ich noch von der Auffangeinrichtung gehört, aber ob die Leistungen dort identisch zur bisherigen PK sind, ist eher unwahrscheinlich.

    • ja es gibt eine Auffangstiftung BVG. Leider informieren die RAVs aber darüber meistens nicht. Soweit mir bekannt muss man sein Kapital innerhalb dreier Monate nach Kündigung/Arbeitsplatzverlust dorthin überweisen, danach ist es nicht mehr möglich.

      Hier der Link:
      http://www.chaeis.net/

    • @BVG: Danke für die Info. Ja, das mit den drei Monaten habe ich auch gehört und wenn man die verpasst, muss man ein Freizügigkeitskonto auswählen und hat damit nicht die Option auf eine Rente. Was jetzt aber tatsächlich besser ist, weiss man erst im Nachhinein.

  24. Seit der BREXIT Hängepartie, sind die Ü50 die begehrteste Altersklasse in GB.
    Ich erinnere mich noch an die Zeit vor der PFZ, als Betriebe Ehemalige Mitarbeiter mit temporären Verträgen aus dem Rentnerdasein (ü65) holten, um Spitzenauslastungen zu überbrücken.

  25. Das sehe ich ähnlich Herr Geiger, nur den letzten Absatz hätten Sie weglassen können.

    Die ehemalige Bezeichnung für unsere Tätigkeit war „Beruf“, von „Berufung“ abgeleitet. Heute reden wir von Jobs, und bei denen geht es leider eben doch fast ausschliesslich um den Broterwerb. Die Burnout-Rate spricht ein klare Sprache, und wer keinen Job hat wird vom Konsum abgeschnitten, was in unserer „modernen“ Welt das zentrale Element darstellt, leider.

    Fehlende Arbeit führt nur zu Langeweile und Not, weil sie keine Berufung mehr ist. Auf die heutige Situation bezogen liesse sich die Aussage von Voltaire nur noch mit dem Nazi-Slogan „Arbeit macht frei“ toppen…

  26. Das alles hat doch mit den Medien zu tun. Frauenstreik, Klimaaktivismus etc. wird in den Medien gefeiert. Ue 50 sollen selber schauen, die sind keine Zeile wert. Leider.

    • ich wünsche dir einen völlig einsamen lebensabend ab 50, verlassen, arm und arbeitslos – plus ein sehr langes leben mit minimal ahv dazu…
      das wird dann auch absolut keine einzige zeile wert!

    • @godspeed
      Ich glaube Anna meint den Satz betr. Ue 50 ironisch. Sie schriebt also extra das Gegenteil.

  27. Sehr gute Analyse. Vielen Dank.

    Einzig das Wort: „Selbstverwirklichung“ würde ich, besonders in der Schweiz, mit dem Wort „Identität“ ersetzten.

  28. Um eine gesamtwirtschaftlich vernünftige Lösung zu finden, müssten die wirtschaftlichen Grundlagen von Parteien und Politiker transparent werden. Politik ist heute Business. Gesetze und Änderungen zum Wohl von Arbeitnehmern, zu Lasten der Unternehmen werden durch die Gewinnmaximierer verketzert. Der Wille zu einer gemeinsamen Schweiz ist seit dem Niedergang des Kommunismus Makulatur.

    • Ich kenne bereits einige, die in der Schweiz arbeitslos und ausgesteuert waren.Bezogen ihre PK und leben jetzt wie ich in Thailand. Nach 1 Jahr in diesem Land, bin ich froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Zahle in die freiwillige AHV ein und warte dann auf meine AHV in 6 Jahren

  29. Niemand weiss, wie viele arbeitslose und ausgesteuerte Ü50 noch nicht von der Sozialhilfe leben, sondern vom bestehenden Vermögen zehren. Gut möglich, dass die Zahl der sozialhilfebeziehenden Ü50 in 2 – 3 Jahren explosionsartig zunimmt.
    .
    Die Personenfreizügigkeit ist grundsätzlich positiv, wird jedoch von Unternehmen und auch von Staatsbetrieben verantwortungslos genutzt. Unternehmen und die Politik müssen ihre Verantwortung zwingend wieder wahrnehmen. Andernfalls wird die Personenfreizügigkeit untragbar.

    • Sie haben völlig recht, ich gehöre ebenfalls zu dieser Spezies, Teilbezug PK aber nicht beim Sozialamt angemeldet!

    • Ganz genau! Es braucht etwas Zeit, bis die Lebensersparnisse aufgebraucht worden sind, so ein Paar Jahren bestenfalls, in der Schweiz geht das schnell, und erst dann ist dieser sozialer Tod in den Statistiken ersichtlicht. Zwischen Aussteuerung und Sozialamt ist eine Zeit des erzwungenen Ertrinkens und des Ausblutens ausserhalb der SECO-Zahlen und Statistiken.

  30. Ich lebe seit einigen Jahren in den USA, und bin in NY aber auch in LA tätig. Das Alter spielt hier bei der Beschäftigungsthematik – zum Glück – keine große Rolle. Bei Bewerbungen werden Alter, Zivilstand etc. ausgeschlossen, es ist sogar strafbar während Interviews danach zu fragen. Vorsorgeabgaben sind altersneutral, eine PK nach Schweizer Vorbild gibts nicht. 401k heißt die Alternative, ist der 3. Säule gleich und wird vom Arbeitgeber häufig co-finanziert – aus freiwilliger Basis. Das heißt, finanziell gibts keine Anreize, jemanden jungen einzustellen, außer man nimmt auch weniger Erfahrung in Kauf. Aber das ist ja nicht das Thema hier. Gleiche Erfahrung, Performance etc sind vorausgesetzt, wollen wir Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Ich behaupte nicht, dass das US system der Weisheit letzter Schluss ist. Aber die Schweizer Politik muss schleunigst die Rahmenbedingungen, sprich Lohnnebenkosten, sowie Rekrutierungsspielregeln (keine Fotos, Alter, Zivilstand, etc) anpassen. Warum nicht ab 50 den PK-Beitrag von AG reduzieren, dafür 3. Säule Abzüge bis 20k von der Einkommensteuer befreien? Risiko geht zwar mehr zum Arbeitnehmer, dafür werden die nicht teurer sondern günstiger bei gleichbleibendem Lohn. Nur so ne Idee. Meine Schwiegermutter ist Ende 60; hat sich gerade nen neuen Job geangelt, mit einem Jahressalär von 90k USD. Sie hat nein 401k, und kriegt Social Security – das Pendant zur AHV. Will noch arbeiten, und kann noch arbeiten.

    • Es gäbe auch noch die Möglichkeit, wenn Ältere, egal ob Mann oder Frau vermehrt Teilzeit arbeiten. Gibt dann zwar etwas weniger Lohn aber in einem gewissen Alter hat man ja seinen Lebensstandard erreicht?

  31. Zitat: „Die Ausgestaltung der Beruflichen Vorsorge mit wesentlich höheren Prämien für ältere Arbeitnehmer macht deren Ersatz durch jüngere selbst bei gleichem Lohn finanziell attraktiv.“

    Diese Aussage höre und lese ich bereits seit einigen Jahren. Warum werden die Prämien in der Beruflichen Vorsorge denn nicht angepasst? Diese sind ja nicht in Stein gemeisselt!

    • Durchaus sinnvoll Ihr Ansatz aber in der Konsequenz ein ganz heisses Eisen: Eine ganze Generation Ü50 würde bei gleichbleibender Pension substantiell weniger in die PK einzahlen und dafür müssten die Jüngeren nicht nur für die eigenen höheren PK-Abzüge aufkommen, sondern auch noch Abzüge füre die wegfallenden PK-Beiträge der Übergangsgeneration Ü50 erdulden (vorausgesetzt man will die PKs nicht in massive Unterdeckung gehen lassen). Das widerspricht auch dem Prinzip, dass Pensionskassenrenten auf dem angesparten Kapital beruhen und nicht auf dem unsäglichen Umlageverfahren wie bei der AHV. Statt die Lasten nur den Jungen aufzubürden, könnte nun für die Kosten der Übergangs-Generation Ü50 auch die Bundeskasse in Anspruch nehmen. Nur hat dies den Nachteil, dass damit die Besserverdienenden Ü50 mit den höheren Renten mehr profitieren als die Anderen.
      Die Linke wird voraussichtlich alles blockieren, da sowieso Umlageverfahren wie in der AHV bzw. Bundesgelder nötig sein werden, hier wiedereinmal die Auflösung der PKs und integration in die AHV fordern, da die PKs in diesen Kreisen sowieso auf der Abschussliste stehen, da eine „gerechte“ Einheits-AHV für alle finanziert über Steuergelder angestrebt wird. Die Rechte will nichts machen, will höhere Steuern bzw. Lohnabzüge unumgänglich sein werden. Die Übung wird nämlich Milliarden kosten. Ob dies schon jemand ausgerechnet hat entzieht sich meiner Kenntnis.
      Kein Politiker will sich (noch) an diesem Lösungsansatz die Finger verbrennen. In solchen Fällen bewegt sich deshalb erst etwas, wenn der Druck „von der Strasse“ noch grösser und damit das politische Risiko des Nichtstuns grösser wird als das, etwas zu unternehmen. Es werden also noch Jahre ins Land gehen und Tausende Ü50 auf der Strasse gestellt werden, bis am Schluss ein Kompromiss rausschaut, bei dem alle Federn lassen müssen: Kürzungen Renten Übergangsgeneration Ü50 (v.a. bei Besserverdienern), erhöhte Beiträge der Jungen und abgestufter Beitrag Bundeskasse Abfederung (nichts für Besserverdiener und mehr für Wenigverdiener, namentlich Frauen). Die 2. oder 3. Fassung dieses Kompromisses wird dann an der Urne angenommen.

    • Tatsächlich ist das ein heisses Eisen, deshalb sollte man es abkühlen, indem man vernünftig darüber spricht und Lösungen sucht. Das alte Parlament macht jetzt sicher nichts mehr aber das neue Parlament sollte diesen Punkt schon ernsthaft aufnehmen. Die aktuelle Definition der gesetzlich geregelten Beitragszahlungen basiert auf Annahmen, welche schon lange nicht mehr stimmen.

      Da die PK eigentlich kein Umlageverfahren hat, müssen die Jungen auch nicht mehr einzahlen für die Alten sondern sie bezahlen mehr ein für sich selbst in der Zukunft. Die Jungen können bereits heute freiwillig mehr einzahlen, jedoch wird das Kapital so extrem schlecht verzinst und der tatsächlich erwirtschaftete Zins finanziert die Renten der Alten, was ein heikles und verstecktes Umlageverfahren in der PK darstellt. Wir hätten also weniger Umlageverfahren von Jung zu Alt und nicht mehr.

      Die Alten würden damit auf dem Arbeitsmarkt günstiger und somit attraktiver. Wenn sie dadurch ihren Job nicht verlieren, können sie eventuell weiter sparen und sogar freiwillig Einkäufe in die PK machen, um die ursprünglich angestrebte Rente trotzdem zu erreichen. Falls nicht ist mit 65 oder 66 etwas weniger Kapital in der PK immer noch besser als eine erzwungene Frühpensionierung mit 58 oder sogar eine Entlassung mit 55.

      Das bisherige Niveau kann nicht einfach so gehalten werden, jeder muss seinen Beitrag leisten. Sonst kreieren wird auch noch einen Generationenkonflikt. Die FETTEN JAHRE sind vorbei!

  32. Mitbürger, wacht endlich auf! Unternehmt endlich etwas gegen diese Entwicklung!

    Aber nein, der dumme, träge Schweizer träumt auch weiter vor sich hin. Jeder verschlossen hinter seinen vier Wänden! Still und leise.

    Es wäre echt an der Zeit diesem Treiben der „Wirtschaft“ Einhalt zu gebieten! Das wäre eigentlich die Aufgabe der „sozialen Parteien“. Aber so sind unsere „Volksvertreter“?

    • Falls Sie Oekonom sind, ist Ihnen klar, dass eine Neuregelung des Problemkreises Sozialversicherungen / Altersvorsorge in erster Linie mit Rechenarbeit und juristischen Ueberlegungen verbunden ist (Demographie, Versicherungsmathematik, Versicherungsrecht). Das ist komplex, bedeutet v.a. Hintergrundarbeit. Wenn Sie sich dagegen vor Augen führen, welche Art von Politik z.B. vom Glarner (SVP) & vom Wobmann (SVP) & vom Tuena (SVP) kommt – Randthemen & Knalleffekte in den sozialen Medien – …. können Sie lange warten.

    • Wieso sollten die Parteien etwas dagegen tun? Sie werden schliesslich von denjenigen finanziert, die aus der jetztigen Lage Profit ziehen. Dort liegt der Wurm begraben. Die Demokratie nutzt niemandem ausser den Superreichen.

  33. Das ist eben FDP Politik. Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren. Das Bashing gegen die Betroffenen würde wieder von vorne beginnen. Die Jungen: „die Alten fressen uns die Zukunft weg!“. Und die Gewerkschaften applaudieren noch diesem Schrott. Besser wäre weniger Belastung der Unternehmer bei den PK Beiträgen, dafür einen strikten Kündigungsschutz und keine billigen Arbeitskräfte aus dem Ausland. Das wäre auch im Sinne der MEI die vom Volk angenommen wurde!

    • Seien wir doch einmal ehrlich, der Mensch altert nun mal, ob er das will oder nicht, so um die 55+, die einigen früher, die anderen später ist man halt weder geistig noch körperlich so fit wie mit 20 und hat mehr Mühe mit dieser nervösen, sich immer schneller ergebenden Veränderungen der Arbeitswelt.
      Vieles was man früher erlernt hat ist heute über dem Verfalldatum hinaus.
      Aber man will ja trotzdem noch gar das Rentenalter erhöhen obwohl bereits heute jede/r siebte das normale Rentenalter nicht erreicht da bereits tot.

  34. CS und UBS sind die üble Täter in der Schweiz beim ‚Ausmisten‘ der U50.

    Mit einer gnadenlosen Arroganz und Selbstgefälligkeit werfen Sie die langjährigen Mitarbeiter zT raus wie ein Stück Holz.

    Null volkswirtschaftliche Verantwortung, obwohl Sie vom Staat im 2008 resp vom Steuerzahler Schweiz gerettet wurden im Fall UBS und CS hat heute ein Aktionariat von über 80 Prozent Ausländer und längst keine Schweizer Bank mehr!

    Eine Schande ohne Ende!

    Sie schieben die Verantwortung einfach weiter an den Staat.

    Die einzige Sprache, welche die CS und UBS verstehen ist wenn man Ihnen die Gelder abzieht resp keine Gelder bringt.

    • Genauso ist es. Und warum tun sie es? Weil sie es können und die Schweizer Lemminge ja noch dafür stimmen! Die Schweizer sind ein Volk der Kopfnicker und Feiglinge. Aber der Grundtenor ist doch:“Uns geht es doch sooo gut!“ Aber zu welchem Preis? Das Älterwerden macht mir wirklich Angst in der Schweiz!