Ermotti: In Italien auf Knie, in France Waterloo

UBS-Chef kooperiert mit Süden, zahlt Strafe – Nun jagen die Italiener Kunden und Banker – Warum nicht fighten wie in Paris?

Sergio Ermotti und seine UBS haben in Italien rasch einen Deal gemacht. Sie zahlten kürzlich 111 Millionen Euro und befreiten sich damit aus der Umklammerung des Südnachbars rund um Schwarzgeld.

Nun nutzen die Italiener die Gunst der Stunde. Laut Tages-Anzeiger haben sie soeben eine sogenannte Gruppenanfrage bei den Steuern in Bern eingereicht. Sie wollen damit Kundennamen.

Das Vorgehen erinnert an Frankreich. Doch dort haben sich Ermotti und die UBS quergelegt. Bisher mit Pleite auf der ganzen Linie: 40’000 Franzosen werden offengelegt, in Paris droht in einem Strafprozess zudem eine Riesenstrafe.

In Italien auf Knie, in Paris ein Waterloo – das Verhalten könnte kaum weiter auseinander liegen. Warum das?

Zunächst ist wichtig, was in Italien passiert. Dort gehen die Behörden laut einem Schweizer Anwalt und Ex General Counsel einer hiesigen Privatbank clever vor.

Sie wollen von den Banken für die Zeit bis 2017 wissen, wer von ihren Bankern in Italien wo und wie genau italienische Kunden betreut hatte.

Heisse Post aus Milano: Banken müssen alle Aktivitäten offenlegen (IP)

Dafür braucht es gemäss Vorschrift eine Lizenz. Doch die hatten die Schweizer Geldhäuser in der Regel nicht. Ihre Offshore-Banker reisten aus Helvetien nach Italien und zurück, trafen ihre Kunden klandestin in Hotels, boten ihnen Konti und Services aus der Schweiz heraus an.

Das übliche Swiss Offshore-Banking halt.

Nun sagen die Italiener nicht, dass dies alles ganz schrecklich und schlimm sei. Sondern einfach, dass die Schweizer Banken dafür geradestehen sollen.

Sprich: Für all das Business auf unserem Grund und Boden wart Ihr steuerpflichtig. Also sagt uns, was genau Ihr alles für Geschäfte getätigt habt, dann schicken wir Euch die Rechnung dafür.

„Die Italiener sind pragmatisch“, urteilt der Schweizer Steueranwalt, „sie wollen rasch Geld und dann zur Tagesordnung übergehen.“

Striptease bis 2017: Einnahmen, Services, Namen der Banker (IP)

Will heissen: Zahlen und in Zukunft bei uns das Business erledigen.

Somit dürften UBS & Co. neu ihre Angebote nicht mehr aus der Schweiz heraus anbieten, sondern sich in Milano niederlassen.

Onshore statt Offshore – mit allen Folgen für den Standort und das Personal.

Soweit, so klar. Der zweite Punkt ist heikler. Es geht um die Frage, warum Ermotti, seine UBS und die dortigen Koriphäen im Rechtsbereich sich mit Italien rasch einigen wollten, mit den sozialistisch geprägten und damit ideologisch weniger flexiblen Franzosen aber nicht.

Ob die Nähe Ermottis zu Italien eine Rolle spielt? Was für Beziehungen unterhält der UBS-Chef zum südlichen Nachbarland?

Sicher ist, dass Ermotti vor seiner steilen UBS-Karriere bei einem italienischen Finanzmulti die Nummer 2 war. Unicredit heisst das Unternehmen, Ermotti leitete dort das Investmentbanking und die Expansion Richtung Osteuropa.

Als der CEO der Unicredit darüber stolperte, war auch Ermotti bald Geschichte. Er fand die Chance zum Wiedereinstig im Frühling 2011 bei der UBS, die sich damals aus dem Absturz von 2008 und 2009 versuchte aufzurappeln.

Im Herbst 2011 sprang dann Oswald Grübel nach einem Derivate-Milliarden-Verlust über die Klippe, und weil sonst keiner in Frage kam, übernahm Ermotti das Steuer – nach nur einem halben Jahr in Diensten der UBS.

Wieder dort, wo’s begann (Swissquote)

Der Rest ist bekannt. Der Aktie tat die Wahl des CEOs bis jetzt nicht gut. Gestern Abend lag der UBS-Valor noch bei 10 Franken 58.

Tendenz sinkend. Wann reagiert der Verwaltungsrat der UBS? Die Aktie signalisiert, dass es dringend Massnahmen braucht.

Der Deal mit Italien zeigt vor allem eines: Die UBS kann sich ohne Juristen-Krieg und negative Publicity aus der Vergangenheit herauswinden.

Doch jemand zahlt dafür den Preis. Es sind die Mitarbeiter. Who else?

Die Italiener wollen nämlich die Namen der Berater der Schweizer Banken. Je nachdem, wie die Behörden im Süden die Lage dann einschätzen werden, können sie mit den Daten Jagd auf jeden einzelnen Banker machen.

Die Offshore-Banker aber haben nur ihren Job gemacht – auf Geheiss von oben, sprich des Managements. Nun werden sie geopfert, so wie in letzter Zeit immer. Die USA machten es vor, die Europäer ziehen nach.

Kommentare

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  1. Ermottis Strategie, mit 111 Mio. SFR. Italien dazu zu bringen, dass sie keine weiteren Forderungen stellen werden, ging total in die Hose. Das Bundesgericht hat kürzlich im Fall Frankreich eine Präjudiz geschaffen. Diesen Braten haben nun natürlich auch andere Länder gerochen und werden nun die UBS angreiffen. Es ist von daher nur noch eine Frage der Zeit, bis diese dubiose Bank Geschichte ist. Jedenfalls wird sie kein 2. Mal von den Steuerzahlern gerettet. Und das ist gut so.

    • Frei, was meinst du damit? Ja, die UBS ist keine Schweiz Bank und auch kein Mitglied von hier sympathisiert. Aber was meinst du mit dubios! Meinst du etwa andere banken sind sauberer? Deutsche, Gold Mann, Citi, etc? Junge, wach auf!!!!

  2. Ich finde mal sollte den Topmanagern rund um Ermotti, Weber unbedingt die Boni erhöhen. Diese Jungs sind wirklich die Besten, alle aus dem McKinseystall und daher natürlich absolute Bankingcracks (kann man einlagiges Toilettenpapier nicht durch was billigeres ersetzen?).

    Freue mich dann schon wenn die Chinesen/Russland ihre Sammelanfragen stellen …. da meint man ja bis heute man könne das alte Versteckspiel unbelangt betreiben.

    – interessant alleine, dass einige Privatbanken (noch?) von diesen Untersuchungen unbelangt sind (Hallo Genfersee und Bärliclub)-

  3. Und Novartis macht es auch nicht besser. Sie werden wohl eine riesige Klage am Hals haben durch den Bschiss beim Medikament Zolgensma. Novartis hat die Tochter Avexis, die Zolgensma herstellt erst 2018 gekauft. Die Verfehlungen gehen also mit grosser Wahrscheinlichkeit auf die Zeit vor dem Erwerb zurück. Ich verstehe nicht, warum nun Novartis dafür verantwortlich sein soll. Aber die dummen Schweizer müssen immer den Kopf hinhalten.

    • Auf diese Masche der Amerikaner sind schon viele Europäer hereingefallen. Erinnert sei an ABB, die 2006 1.5 Mia USD an Asbestopfer nach Erwerb der Combustion Engineering hinblättern mussten und das laufende Verfahren gegen Bayer-Monsanto mit Klagen im zweistelligen Milliardenbereich.

  4. Bei 111 Millionen sagt man schneller si als bei 5 Milliarden; dort bleibt einem das oui im Hals stecken. Abgesehen davon hätte die Strategie von Ermotti auch aufgehen können. Das BuGer-Urteil zur Herausgabe von 40’000 Kundendatensätzen an die Franzosen fiel knapp aus. Der letzte abstimmende Bundesrichter Yves Donchallaz, ausgerechnet von der SVP aufgestellt, sagte ja. Damit haben die Franzosen nun Daten in der Hand, die sie zwar gegen die UBS nicht nutzen dürfen (Verbot des BuGer), es aber trotzdem tun werden. Wie will denn das BuGer oder die Schweiz diesen Missbrauch verhindern ? Die 5 Milliarden lassen sich die Franzosen nicht entgehen. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.

  5. Zitat aus der FuW von heute:
    „Weltfremde Richter (in Lausanne) könnten für den hiesigen Rechtsstaat gefährlicher sein als fremde Richter“.
    Noch Fragen?

  6. Ui, die Schweizer Deppen und Versager in Führungspositionen und Politik lassen sich von allen Seiten niedermachen. Ich schäme mich schon bald Schweizer zu sein.

    • Die CH-Politiker und die Versager in den Führungsetagen schämen sich schon viel länger als sie, Schweizer zu sein.

  7. LASST DOCH DIESE BANKEN ENDLICH GESCHICHTE WERDEN !
    —————————————————
    Ausser SCHULDENBERGEN produzieren sie nichts.
    Nicht mal die Bankkredite sind mit Banken-Geld gedeckt.
    Damit Zinsen und Zinseszinsen für die Bankkredite bezahlt werden können, muss man wiederum das Bankenkartell fortlaufend um neue Kredite anfragen.
    Ein glasklares Kreditschneeball-System das sie betreiben.
    Irgendwann steht der angebliche Kaiser nackt da.
    Kein Wunder schielen sie jetzt dem Untergang entgegen.

    • @Tor Pedo:
      Wenigstens sagen Sie selber, dass Sie ein Tor sind.
      Dass Sie aber offenbar Zusammenhänge nicht verstehen, die über das Beispiel Wolken -> Wasser hinausgehen, schreit ihr Text geradezu hinaus!

    • Man nennt dieses System FIAT-Money und es hat noch nie funktioniert, die Golddeckung des US-Dollars wurde durch Nixon am 15. August 1971 „vorläufig“ aufgelöst und seit dem haben wir das Theater. Suche auf google nach „NIXON-Schock“

  8. Im August 2015 hatte die UBS Aktie einen Höchstwert von mehr als CHF 22.30. Mehr als Halbierung des Kures bis gestern sagt genug aus über den Leistungsausweis und Fähigkeit des UBS Managementcircles. Für diesen Erfolg haben sie die Boni für sich selber vervielfacht seither, als Belohnung.

    • Bravo. Und wenn sie noch einige Jahre zurück blicken, war die UBS mal über Fr 60.-
      wert!! Eine Schande, ganz einfach eine Schande. CEO & VR haben aber keine Skrupel, denn die Bussen können ihnen ja nicht schaden…

  9. Ermotti führte die UBS in ein veritables Desaster. Etwas zuviel Macho und etwas zuwenig Cleverness. Wohin nun: Lohnkosten massivst runter, jährlich müssen dadurch mind. 3 Mrd. zusätzlicher freien Cash-Flow generiert werden. War im 2008 noch Singapore und die Eidgenossenschaft bereit einzuspringen, steht die UBS alleine da. Sie muss Kapital bolzen, bis alle Offshore Schweinereien abgewickelt sind. Natürlich braucht es dazu nicht Ermotti und auch nicht Weber. Die UBS muss als Bad Bank und als Good Bank organisatorisch völlig getrennt geführt werden. Investoren müssen endlich wissen, was die Good Bank leisten kann. Die Bad Bank wird mit den jährlich 3 Mrd. aus Lohneinsparungen sowie einem anfänglichen 10 Mrd. Kapitalpolster alimentiert. So kommt das Vertrauen zurück.

  10. Der „schöne“ Sergio weiss natürlich wie die „Amici del sud“ so im Allgemeinen ticken, vielleicht ist das aber nicht alles auf dem Miststock des „schönen“ Sergio gewachsen und er hatte, vielleicht, einen gescheiten weit denken Consiliere (bekannt aus dem Mafiaepos „Der Pate“) der ihm möglicherweise den Ratschlag gegeben hat, bevor wir wieder, wie weiland in Frankreich, unseren „summa cum laude“ Juristen Diethelm von der Leine lassen und dann im Rom eventuell auf die Nase fallen, probieren wir es mit dem „111 Mio Euro-Angebot, das man auch in Italien nicht so ohne weiteres ablehnen kann. So dürfte für’s Erste die Rechnung aufgegangen sein, fragt sich wie sich die „Fortsetzung“ gestaltet ? also für alle die fleissigen MA im Back-Office die immer wieder „all den Scheiss“ der zuviel und höchst Bezahlten „ausfressen“ müssen ?

  11. Herr Hässig

    Sind Sie eigentlich rechtsradikal orientiert, dass Sie so etwas Dummes wie „sozialistisch geprägten und damit ideologisch weniger flexiblen Franzosen“ schreiben?
    Wenn Sie nur etwas Intelligenz hätten und sich daher gut informieren könnten, würden Sie wissen, dass sich Frankreich seit nun mehr als ein paar Jahren vom vermeintlichen Sozialismus verabschiedet hat.
    Was die UBS für ein System sowohl in Frankreich wie auch in Italien und bestimmt vielen weiteren Ländern umgesetzt hat, ist nichts Anderes als „Organisée“. Dass sie nun für die Arroganz und die Blödheit ihrer Manager bezahlen muss, ist sie selber Schuld.

    Freundliche Grüße

    • @ Ex-UBS

      Lieber Ex-UBS-Mann

      Kein Wunder das Sie frustriert sind, wenn sie mal bei der UBS waren.

      Die ganze EU tendiert doch Richtung Sozialismus, und betreibt auch Geldsozialismus.
      Sie wollen doch wohl nicht behaupten, dass dieser Französische “Theater-Macaroni“, mit seinem blonden Pony, nicht Sozialismus betreibt.
      Das ist doch auch nur ein “Schuldenverteiler“, wo die Einen begünstigt, und die Anderen belastet werden.

      Besonders flexibel sind die Franzosen, wenn es um die Schuldenverteilung zu Lasten Anderer geht. Das haben die schon damals in Versailles bewiesen. Die Versailler-Schulden-Knüppelverträge zu Lasten des Deutschen Reiches waren einer der Hauptgründe für den 2.ten-Weltkrieg!
      Aufgrund der auferlegten, riesigen Schuldenlasten, gab es damals doch kaum noch eine andere Lösung als Aufrüstung und Krieg zu führen. Schon damals wurden viele Dinge absichtlich von den Medien verfälscht, sodass es für Hitler praktisch keine anderen Möglichkeiten mehr gab, wie loszuschlagen. Dies, weil das Deutsche Reich mit den Versailler Verträgen, in eine praktisch aussichtslose Schuldenfalle getrieben wurde.

      Es drehte sich schon damals alles um Notenbanken, Banken und um deren Finanzsystem – Kredit-Knüppelverträge gegen Zinsen.

      Die Lobbysten des Finanzsystems waren schon immer gute Kriegstreiber im Hintergrunde der Politik.

      Ist doch lukrativ, wenn man Aufrüstung, Kriege, Zerstörung mit Krediten finanzieren kann, und dafür Zinsen kassiert.
      Um dann danach lächelnd wieder dazustehen, um den Geschädigten wiederum neue Kreditverträge anzubieten, gegen Zins und Zinseszins, für den Wiederaufbau.

      Wer sind die grössten Kriegstreiber, Kriegsfinanzierer und Kriegsverbrecher auf Erden??

      Wir verweisen hier auf ein Schreiben von Peter Boehringer (ein guter “Kenner“ des Finanzsystems) vom 29.5.2016, auf goldseitenblog.de, indem er eine Aussage von ex Bundesbank-Chef Axel Weber (heute UBS!) zitiert :

      “ ZENTRALBANKEN WURDEN EINGEFÜHRT, UM DIE KRIEGSFINANZIERUNG ZU SICHERN.“
      =========================================================================

      Lesen Sie die Darstellungen von Peter Heisenko /www.anderweltonline.de,
      dann werden Sie vieles besser verstehen.

      Auch in vergangenen Zeiten zeigten sich französische Regierungen dann aber wenig flexibel, wenn’s ums kassieren. Das spührt nun auch die UBS. ….und immer dreht sich alles um Falschgeld!! Eigentlich eine idiotische Welt.

      Es ist zu hoffen, dass sich die Menschen mehr Gedanken darüber machen, in was für einem Zwangssystem (mittels Falschgeld von Banken finanziert) sie leben. Nur dann kann eine Besserung und Freiheit, ohne endlose Schuldenberge Zinsversklavung erfolgen.

    • @Torpedo, wann und warum wurde die BIZ in Basel gegründet und wer waren die Gründungsmitglieder?

  12. Maduro, Castro, Ortega, Morales, Putin, Kim Jong-un, Xi, od. frühere Verbrecher wie Ceaușescu, Ulbricht, Honegger & Co. waren alles Linke… Norbert Walter-Borjans reiht sich perfekt in dieses schmierige Kabinett des Schreckens.
    Aber über dies wird kaum berichtet.
    Unsere Linken in BE sind nicht viel besser. Ein Grossteil arbeitet seit Jahren an der Demontage der Schweiz! Anstatt Jobs od. „Lösungen vor Ort“ f. z.B. all die jungen Afrikaner zu schaffen, kosten sie uns nur Geld u. zerstören unsere wichtigste Dienstleistungs-Industrien.

    • Ach was Hr Oehen, so stimmt das jetzt auch nicht.

      Die grösste Dienstleistungsindustrie ist doch seit Jahr und Tag in stetigem Wachstum begriffen, und sie wird von den Herren (etwas weniger) und Damen (sehr viel mehr!) kräftig befeuert!

      Belege? Les voilà:

      Bundesausgaben CH 2007 – 2017 nach Gebiet (in Mio):

      Armee&Sicherheit : 2007 – 4’931 2017 – 5’592 => +13%
      Ausl. Beziehungen: 2007 – 2’274 2017 – 3’529 => +55%
      Gesundheit : 2007 – 264 2017 – 232 => -12%!
      Verkehr : 2007 – 7’349 2017 – 9’053 => +23%
      Soz. Wohlfahrt : 2007 -16’933 2017 -22’908 => +35%
      Landwirtschaft : 2007 – 3’601 2017 – 3’652 => + 1%

      (Quelle: https://www.efv.admin.ch/efv/de/home/finanzberichterstattung/daten/zeitreihen.html)

      Hier sehen Sie, dass v.a. die Bereiche Soziales (Migration, AHV/IV, EL, ALV etc.) und Auslandsbeziehungen (Entw.hilfe, Polit. & Wirtschaftl. Bez.) derart wachsen, dass immer mehr Fach-Leute gebraucht werden!
      Während die Ausgaben bei IV und soz. Wohnungsbau rückläufig waren seit 2007, kann dies für Migration (+136%!) und Ergänzungsleistungen (+116%!) wahrlich nicht behauptet werden!
      Bei den Auslandsbeziehungen ist der Nettoanstieg von CHF 1’255mio zu 77% (=968mio) sogar allein auf die Entwicklungshilfe zurückzuführen! Also Wachstum allenhalben, Hr Oehen!
      Dass die Ausgaben von Frau Leuthards Lieblingsbereich Energie zwischen 2007 und 2017 um lächerliche 423% gewachsen sind, mag verblüffen. Dass dieser sich aber per 2018 ggü. Vorjahr noch einmal verdreifacht, macht sprachlos! Also auch hier: explosives Wachstum!

      Ob die Zahlen im CH-Haushalt wohl die wahren Kosten der Energiewende und des allgemeinen Gretatums entlarven?
      Dass nun ein paar Banken mehrere Tausend bis anhin gute Steuerzahler entlässt, ist nun angesichts obiger Beträge wirklich nicht schlimm! Die können sich ja alle umschulen lassen als Asylbetreuer, KESB-Mitarbeiter, Sozialfachfrau und Genderbeauftragtes. Alles kein Problem, Hr Oehen; Sie malen da viel zu schwarz.

      Hauptsache, die Kids feiern Freiday for Fjutschr und das tumbe Volk darf über den Bachelor und die Bettwanzen von Frau Laeri lesen!
      Panem et circensis – im Westen nichts Neues!

  13. Wie von vielen vorausgesagt! Jetzt geht es erst richtig los. Ich hoffe die UBS verweigert die Auslieferung aller Daten und lässt es darauf ankommen! Datenschutz – basta! Denn was ist nun die Folge?

    Die Italiener streben nun einen Präzedenzfall an mit einer sog. Gruppenanfrage. Macht dies Schule, können unsere Banken auch nachts die Türen einfach offen lassen! Unser Finanzplatz ist am Ende!



    • am besten die UBS stellt eine Liste der werten Italienischen Politikern zusammen inkl. Angabe der Steuerverluste für Italien für die letzten paar Jahre und publiziert dies auf einen Schlag in der Italienischen und internationalen Presse sowie im Internet.
      Damit wird Italien für Jahre mit sich selbst beschäftigt sein und Ruhe ist im Hause Schweiz. Endlich mal auf die Hinterfüsse stehen und nicht jedes mal einknicken ist bei unseren Banken sowie Politikern angesagt. Das wird eine grosse Bunga Bunga Party werden für die Italiener und deren Regierungsdarsteller.

  14. Der UBS wird ihr Vorgehen vorallem ab den Zeitpunkt der ‚Weissgeldstrategie‘ zum Verhängnis. Wie schon der Prozess in Frankreich bzw. die Zeugenaussagen gezeigt haben, wollten die UBS-Verantwortlichen die ganz Schlauen sein und Kunden von anderen Bankhäusern die dort ‚unerwünscht‘ waren ins Boot holen, koste was es wolle bzw. ohne Rücksicht darauf, dass man ausl. Recht bricht. Man kann schon diese Strategie als grobfahrlässiges Handeln bezeichnen, nur haben dann Weber/Ermotti noch einen drauf gesetzt, dies indem man die Aufarbeitung vernachlässigte, was einer weiteren Grobfahrlässigkeit gleichkommt. Früher oder später wird auch der letzte UBS-Aktionär feststellen müssen, dass die UBS diese fahrlässigen Handlungen wenn überhaupt nur mit Mühe und Not überleben wird.

    • nicht nur der UBS Aktionär wird das feststellen, dieses mal werden alle Steuerzahler es fühlen, ausser die SNB druckt die benötigte Kohle und versorgt damit die UBS statt Apple Aktien zu kaufen. Wär ja mal was oder nicht oder doch?
      Wer es bis jetzt noch nicht gecheckt hat; wir bewegen uns Richtung Sozialismus/Kommunismus. Siehe was die EZB und all die Nationalbanken schon alles aufkaufen mussten, damit das System nicht zusammen bricht. Wie hoch ist die Entwertung des Euro seit der Einführung? Die Antwort sagt alles. Target-Schulden die im EU System von den jeweiligen Nationalbanken via Druckerpresse und Anschreiben lassen bei der EZB getätigt haben, sind NULL wert. Und all die Spielchen von unseren Banken sind nur noch Kleingemüse. Wie hoch sind die Derivatebestände (und was sind die überhaupt wert?) bei der CS im Verhältnis zu deren Eigenkapital? Sorry but the game is over.

  15. Dieses Brief wurde Ende 1918 von Guardia di Finansa an 25 (mindestens) Tessiner Banken zugesandt. Antwortermin: 30 Tage.
    Befindet sich derzeit im Eimer, Schuhblade oder WC.
    Ob in der Vergangenheit (bis 2015) Kontakt mit Kunden (nicht nur in Italien) die Regel war ist keine dumme Frage. Herr Ermotti wird sicher eine gute Antwort finden: zum Beispiel „friendly / amical contacts around a golf tee“ …

  16. Das Bankgeheimnis war für Ausländer eine Einladung zur Steuerhinterziehung (heute auch noch in der CH). OHNE Bankgeheimnis wären alle diese Probleme mit dem Ausland von USA bis heute (Frankreich grüsst!) nicht entstanden und der Ruf der CH wäre auch nicht ramponiert worden.

    • Die geldgeilen UBS Manager mit NULL Skrupel haben ihre Leute angetrieben weit über die Grenzen hinaus zu gehen, um ihren Bonus, Aktienoptionen und Leasing Auto zu sichern. Den Kunde suggeriert man – we care – und die Mitarbeiter haben sich illegalen Praktiken im Zielland hingegeben. Man hat damals ohne Lizenz Büros geführt wo Schweizer tätig waren. Die reisenden Berater auf Touristen Visas haben sich dann dort die Auszüge abgeholt und Cash zwischen den Kunden ausgetauscht. Und all das mit dem Segen des Senior Management. Schlimm genug, diese Senior Manager sind heute noch bei UBS angestellt!

    • …und wenn der Prinz Dornröschen nicht geküsst hätte, würde sie heute noch schlafen.
      Get real & a fucking life!

    • Der historische Hintergrund, des Bankgeheimnises, scheint sich bei Ihnen nicht manifestiert zu haben – ich verstehe Sie, Sie waren damals noch nicht einmal geplant. Übrigens, viele Nachkommen von politisch verfolgten SPD-Mitgliedern im Dritten-Reich, sind der Schweiz bis Heute dankbar, davon können Sie ausgehen. Heutige, kleingeistige SPD-Mitglieder, beschmutzen die Schweiz gerade wegen des Bankgeheimnises – muss ich das verstehen?

  17. Wie sagen die Berner „Mir wei nid grüble i de Vergangenheit“.
    Diese Geschichten mit Frankreich und Italien und überhaupt mit der EU als Gesamtheit, hätten wir nie gehabt, wenn unsere Politik auf Pragmatismus aufgebaut worden wäre und nicht auf Ideologie.
    Der grösste Fehler der hiesigen Politik ist, wenn die Poltik sich von der Geschäftswelt, die meistens von der Politik in ihren sämtlichen Zusammenhängen nichts versteht, vorschreibt, wie sie zu agieren hat. Natürlich muss die Politik die Interessen der Geschäftswelt vertreten, aber nicht als ihr Sklave und Papagei, sondern als ihr Senior Partner, der die Leitlinien festlegt.
    Aus diesem falschen Verständnis der Aufgabe der Politiker, sind wir bei schwerwiegenden Veränderungen, unfähig aus diesen Gegebenheit, die für uns alle notwendigen Massnahmen zu treffen.
    Im Zweiten Weltkrieg funktionierte diese Zusammenarbeit im grossen und ganzen. Zum Beispiel übernahme die SNB die Goldpolitik von den Geschäftsbanken und dies war richtig so.
    Diese Zusammenarbeit funktionirete bereits nicht mehr so ideal nach 1945, aber dies machte nichts, wir hatten ja den Kalten Krieg und da haben wir unser ungestörtes Plätzchen gefunden.
    Seitdem sind wir auf Kriegskurs mit unseren Nachbarn, die alle EU-Staaten sind. Deutsche Bundeskanzler wie Kohl und Schröder waren uns noch wohl gesonnen, die Merkel braucht uns mehr und findet uns komisch, wenn nicht sogar lästig.
    Wenn wir etwas im Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis von Kunden mit den demokratischen Rechtsstaaten, wie mit unseren Nachbarn retten wollen, ist es absolut notwendig ein Abkommen mit der gesamten EU abzuschliessen, die ihre Mitbürger für ihre Steuersünden in der Vergangenheit begnadigt.
    Verhandeln wir doch mit der EU einen gleichen Vertrag aus, wie dieses FATCA-Abkommen EU-USA. Dieser Vertrag ist nicht der gleiche Unterwerfungsvertrag wie unser FATCA-Abkommen mit den USA, die EU hat sich nicht derart knebeln lassen wie die Schweiz. Wir wären niemals als EU-Mitglied von den USA so behandelt worden, wie wir schlussendlich von den Amerikanern (gleichgültig ob Obama oder Trump) als gerupftes Huhn herumgeschubst wurden. Dies hat natürlich in der EU diejenigen zum Leben erweckt, die auch einen solchen US Raubzug wiederholen möchten. Solange der Bundesrat und die Aufsichtsbehörden es aus politischen Gründen nicht wagen, unseren Banken den Marsch zu blasen und diese einzeln im Zeug herumstochern, wird es keine Ruhe geben.
    Also ein Abkommen mit der EU, dass die Vergangehheit ruhen lässt und wir Zukunft den Umgang ihrer Bürger mit unseren Banken streng regulieren.
    Vergessen wir nicht, der € ist eine Reservewährung wie der $, die EU braucht unseren SFr nicht mehr. Die EZB macht sowieso was sie will. Natürlich schreien hier viele Leser, der € wird nächstes Jahr untergehen, ich warte seit 20 Jahren auf ihre Prophezeiung. Salvini hetzt in Italien gegen die Flüchtlinge und natürlich gegen die deutschen Rettungsschiffe, aber nicht gegen den €. Die Mehrheit der Italiener wollen nichts wissen von der Schwundwährung Lira.
    Aber solche Vorschläge sind zu spät und das Unglück nimmt seinen Lauf.

  18. Ist doch ganz ok, wenn all die französischen und italienischen Steuerhinterzieher mit ihren Schwarzgeldkonten in der Schweiz von ihren Heimatländern zur Kasse gebeten werden. Schliesslich muss der Normalo auch jeden Rappen versteuern. Mein Mitleid auch mit den Schweizer Bankern, die tatkräftig mitgeholfen haben, diese Schwarzgelder zu verstecken, hält sich in Grenzen.

    • @Steuerhinterzieher (soo luschtig..)

      Du hast wahrscheinlich auch „indirekt“ davon profitiert, dass die Banken jahrelang Milliarden an Steuern, an die Handwerker, ja an die Wirtschaft allgemein bezahlt haben.
      Wenn die Banken draufgehen landest du auch im RAV, „direkt“ nicht mehr „indirekt“.

  19. Jeden Tag reisen Tausende Grenzgänger aus F und I in die Schweiz ein und nehmen Saläre entgegen um im eigenen Land Hypotheken, Mieten, Lebensmittel zu bezahlen.
    Da soll mir jemand erklären warum wir nicht ebenfalls Druck in den Verhandlungen aufsetzen können.
    Sind wir ein Land von Pestalozzis?

    • Naja, Pestalozzi kann man sein, wenn man was zu verteilen hat.
      Wir sind eher ein Volk von Greta-Verstehern, Selbstdemontierern und idealistischer Grouchos, Harpos, Chicos und Zeppos!

    • werte/r frau/herr conti, die franz und ital grenzgänger kommen in die schweiz um zu arbeiten. mit einem arbeitsvertrag einer schweiz (!) firma in der tasche. zudem halten die grenzgänger schweiz recht ein… die schweiz private banker gingen nach italien um ital steuerhinterzieher/-betrüger ein ‚nest‘ (=konto in der schweiz) anzubieten. zudem haben schweiz private banker, im namen von schweiz banken, sich nicht an ital gesetze gehalten… deshalb würde ich sagen, dass ihre forderung fehl am platz ist…
      ps: die ‚pestalozzis‘ waren über die letzten 50/60 jahre unsere nachbarländer. den ländern wurde dank der schwei ‚erfindung, das bankkundengeheimnis, steuersubstrat in mind. dreistelliger milliardenhöhe entzogen… und ja: die steuerpolitik ist sache der länder, und nicht der schweiz…

    • Und jedes Jahr lassen sich 10tausende Schweizer Rentner in Italien nieder, weil sie dort keine Ergänzungsleistungen brauchen. Deshalb lassen sich Grenzgänger nicht als Druckmittel gebrauchen!

  20. UBS zahlt 111 Millionen an die Steuerbehörde.
    Das Finanzblatt „ilsole 24 ore“ ergänzt:
    „Die kriminelle Front mit einer wahrscheinlichen
    Lösung ist noch nicht abgeschlossen.“

    Das kann bedeuten, dass UBS noch mehr bezahlen muss.

  21. War doch klar, dass die 110 Mio an Italien ein Lockvogelangebot waren. So billig kommt man sonst einfach nicht weg (Stichword MD in F: „Marktpreis“ für Bussen). Dass es damit over and out war, war naiv zu glauben und zu schön um wahr zu sein.