Von Finews bis WOZ: Hau den Ermotti

Branchenseite, Linksblatt – Alle hinterfragen den scheinbar unantastbaren UBS-Chef – Einzig Bilanz steht brav Fuss.

Bei UBS nichts Neues, hiess es gestern. Die Aktie der Nummer 1 der Schweiz schwächelte. Einmal mehr. Am Abend lag der Preis bei 10 Franken 37 Rappen.

Finews, sonst nett, kritisiert, unter Chef Sergio Ermotti sei der Kurs wieder dort, wo er zu dessen CEO-Start vor 8 Jahren gestanden habe.

Die linke Wochenzeitung, kurz WOZ, verkörpert das andere Extrem im Meinungsspektrum. Auch sie haut den Sergio.

„Das Grossmaul der Nation“, titelt das Blatt und zeigt den Grossbanken-Chef mit hochgerecktem Kinn. Was wollt Ihr da unten, so die Botschaft.

War da nicht mal die Idee „Ermotti als Bundesrat“? (WOZ)

Verstummt sind Stimmen wie jene von Tito Tettamanti. Der hatte vor Jahresfrist im UBS-Chef einen fähigen Bundesrat gesehen.

„Lieber als Ignazio Cassis hätte er seinen alten Geschäftsfreund Sergio Ermotti für die FDP im Bundesrat gesehen“, meinte die NZZ, und zitierte Tettamanti: „Ermotti will nicht gefallen.“

Von Bundesrat kann keine Rede mehr sein. Immerhin kann sich Ermotti noch auf einen anderen Meinungsmacher verlassen.

Bilanz-Chef Dirk Schütz zitierte letzte Woche die Finanz und Wirtschaft, die Ermotti bei der englisch-asiatischen HSBC als neuen Chef ins Spiel gebracht habe.

Schütz zeigte Verständnis für den UBS-Boss. Das Bundesgericht hatte mit der Freigabe von 40’000 Frankreich-Kunden ihm und der Bank das Leben schwer gemacht.

„Wenn UBS-Chef Ermotti hier zu Verbalinjurien greifen würde, könnte es ihm keiner verdenken. Frankreich wird für ihn langsam zum Trauma – wenn auch in diesem Fall vollkommen unberechtigt. Reicht es ihm irgendwann?“

So die Bilanz. Sie hält Ermotti die Stange. Wenn er geht, dann, weil er genug hat.

Eine eigenwillige Interpretation. Der Rest, von Finews bis WOZ, sieht die UBS und ihren obersten Chef zunehmend anders.

Und die Aktionäre der Schweizer Grossbank, sie sind schon lange der Meinung, dass es bei der UBS Handlungsbedarf gibt.

Dringend. Die Aktie sagt nicht alles. Doch langfristig ist der Kurs der beste Indikator. Die UBS-Aktie ist nun sehr nah bei 10 Franken. Das ist eine Schallmauer.

Ära Ermotti: SMI +72%, UBS -1% (Swissquote)

Sie war schon einmal darunter, bei gut 8 Franken. Das war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise vor 10 Jahren. Damals musste der Schweizer Steuerzahler einspringen.

Nun ist die Bank wieder das grosse Thema auf dem Finanzplatz geworden. Und weil das so ist, ob verschuldet oder nicht, wird ihre oberste Führung hinterfragt. Kann sie noch das Steuer herumreissen?

Wer die WOZ liest, kommt zur Antwort: Nein, es braucht einen Neuanfang ganz oben bei der grössten Schweizer Bank.

Das Blatt zeigt, wie Ermotti und seine UBS ständig Hilfe vom Staat fordern, gepaart mit der Drohung, der Schweiz den Rücken zu kehren.

Dies sei mehr als fragwürdig, so die Zeitung.

„Ermottis Auftritte sind umso deplatzierter, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die UBS 2008 so grandios versagt hat wie kaum jemals eine Bank vor ihr“, schreibt die WOZ in ihrer Titelstory.

Vor 10 Jahren retteten Bund und Nationalbank die UBS vor dem Untergang – mit dem Geld des Schweizer Bürgers. Grund: „(Die UBS) hat sich auf dem US-Immobilienmarkt um Milliarden verzockt.“

Und nun legt sich Ermotti mit allen an. Er kritisiert die SNB wegen ihrer riesigen Bilanz, er schiesst auf die Kantonalbanken, weil die weniger harte Auflagen hätten als die UBS und die CS.

Für die WOZ hat Sergio Ermotti mit seiner Dauerkritik den Bogen überspannt. „Zeit, zu schweigen“ lautet ihr Titel.

Zu Recht legt die Zeitung am Ende ihrer langen Story den Finger auf den wunden Punkt namens Pariser Prozess. „In seiner Selbstüberschätzung hat es Ermotti verpasst, mit Frankreich auf einen Vergleich einzusteigen.“ Nun drohe eine 5 Milliarden-Busse.

Frankreich könnte Ermotti zu Fall bringen. Die Frage ist: Wer kann übernehmen? Unter Ermotti sind mögliche interne Nachfolger rar geworden, nachdem einige das Weite gesucht haben.

Bleibt einer von aussen. Das aber macht eine Bank nicht gerne. Letztmals kam mit Oswald Grübel ein Externer. Damals herrschte grösste Not.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Die beiden Banken UBS und CS wirken auf mich wie zwei Nussschalen auf offener See im Kampf gegen einen ausgewachsenen Orkan.

    Man mag der alten Zeit nachtrauern, als die Schweizer Banken noch einen Hort der Sicherheit ausstrahlten. Das Bankgeheimnis, die Diskretion, vieles brachte Wohlstand, aber auch Gelder von Despoten, Kriegstreibern und Steuerhinterziehern. Gewinne kamen also zumindest ethisch und moralisch auf ziemlich fragwürdige Weise zusammen. Es ist zu begrüssen, dass damit seit längerem Schluss ist.
    Ganze Heerscharen von Rechtsabteilungen in den Banken müssen sich heute mit den Sünden der Vergangenheit herumschlagen. Warum? Ganz einfach, die EU braucht Geld. Wie viele andere Staaten auch. Und die Hoffnung, dass es bald vorbei ist, ist unwahrscheinlich und gleicht vielmehr einem Blick in die Kristallkugel.

    Die Globalisierung und Digitalisierung verstärkt die ungemütliche Lage noch mehr.
    Sam Walton gründete seinen Wal Mart 1962. Gemäss gestriger 20 Minuten Ausgabe soll das Vermögen der Familie inzwischen auf etwa 140 Milliarden angewachsen sein. Sie brauchten dazu knapp 60 Jahre.
    Wer das Buch „Die Abwicklung – eine innere Geschichte des neuen Amerika“ von George Packer gelesen hat, weiss, was für Auswirkungen Grösse und Globalisierung auf die Länder und ihre Bevölkerung haben kann.
    Bei Jeff Bezos wäre das Vermögen ohne seine Scheidung schon heute, gerade mal 25 Jahre nach Gründung von Amazon, höher, als das der Familie Walton. Über die Auswirkungen durch die Digitalisierung im Detailhandel brauche ich nicht zu schreiben. Banken sind gleichermassen davon betroffen.

    Globalisierung ist per se nicht schlecht. Und ein freier Markt ist zu begrüssen. Aber die Auswirkungen führen zwangsläufig zu Gewinnern und Verlierern. Firmen überleben, wenn sie die kritische Grösse erreicht oder einen Nischenplatz gefunden haben. Die Frage ist, haben die CS und die UBS die kritische Grösse und wenn nicht, können sie diese erreichen?
    Ich habe meine Bedenken. Dafür müsste zuerst einmal die Politik von links bis rechts wie eine Eins dahinterstehen. Banken müssen entsprechend nicht die bürgerliche Seite bei Laune halten, sondern die Linken dazu gewinnen. Ich zweifle ob sie dazu bereit sind. Mit immer neuen Gebühren und Entlassungen von Älteren einerseits, hohen Salären im Kader andererseits, wird das nichts. Wer aber bereits im Heimatland unter Druck steht, wird sich international kaum durchsetzen können.

    Zu guter Letzt das Vertrauen. Als Kunde für mich entscheidend. Mit viel Geld überlege ich mir zweimal, ob ich nicht besser eine freie und unabhängige Vermögensverwaltung beauftrage die das Geld auf kleine, unscheinbare Banken verteilen muss, oder ob ich zu einer Grossbank gehe. Die CS hat sich an die Saudis und die Kataris verkauft die dafür bekannt sind, dass ihnen Menschenrechte nichts wert sind. Die UBS musste von den Schweizer Steuerzahlern gerettet werden. Nicht, welche Lösung besser ist, sondern welche Optionen standen sonst noch zur Auswahl, wäre hier die Gretchenfrage. Heute darüber zu diskutieren ist irrelevant. Es ist wie es ist. Als Kunde aber interessiert es mich ebenso, durch welche Gebiete die Reise schon führte und wohin die Reise in Zukunft gehen soll. Die Hauptaktionäre bestimmen diese Reise. Als Kunde müssen mir die wichtigsten Aktionäre passen. Ansonsten bleibt die Bank unberücksichtigt.

    Die Medien prügeln seit Jahren auf die Banken, Verwaltungsräte und oberstes Kader ein. Mal zu recht, mal zu unrecht. Aber alleine, dass sie dauernd im Fokus stehen ist nicht gut fürs Geschäft. Und seien wir doch einmal ehrlich. Die Leitung einer Bank wie der CS oder der UBS gleicht für mich einem Himmelfahrtskommando. Egal wie entschieden wird, eigentlich kann man fast nur verlieren. Denn egal wie entschieden wird, allen Recht getan ist eine Kunst die niemand kann.

    In diesem Sinne habe ich durchaus ein gewisses Verständnis, wenn Herr Ermotti jammert. Auch wenn es sicher alles andere als förderlich ist für das Geschäft und die WOZ korrekt erkennt, dass es vielleicht mal Zeit zum Schweigen wäre.

  2. Hier gibts so viele Empfehlungen von den besten Experten. 🙂

    Frage: Warum seid Ihr denn nicht CEO dieser Bank?

    Und a propos Bilanz: Ist das Magazin wirklich noch wichtig oder eher zum PR Auftragsgefäss für die Unternehmen geworden. Inhaltlich dürfte die Bilanz mal wieder etwas sexier werden. Erinnert mich mehr an ein Lifestyle-Magazin. Ein Magazin auf das man jeweils eine Woche wartet, sollte schon ein paar sprizigere Geschichten bieten, als es das heute tut. Viel Luft nach oben.

    • Die Frage ist extrem einfach zu beantworten. Experten Wissen kommt erst an dritter Stelle. Also untergeordnet. An erster Stelle kommt, ist man einer von Ihnen? Gier vor Gewissen. Man muss die WOZ (pfui) verteufeln und die NZZ (heil) aufs allerhöchste Huldigen. Am Morgen mit der NZZ unter dem Arm ins Büro gehen genügt für den Anfang auch schon. 😉 Aber bitte nicht vergessen. Sie haben keinen festen Arbeitsplatz mehr, die Ritterschläger von McKinsey haben so entschieden. Bei denen müssen Sie sich auch noch anbiedern.

      Alles andere sind Querschläger die man in „Unsereins“ nicht duldet. Wenn dem so ist, kann man evtl. in ihr Netzwerk aufgenommen werden. Aber nur dann. Das ist der zweite Punkt. Gutes Beispiel für all das; George W. Bush, nicht grad der Intelligenteste, nicht grad der Talentierteste, dafür Mitglied vom Bush Clan und „Skull and Bones.“ Ich denke bei ihm kommt auch noch Mont Pèlerin Society dazu.

  3. Es liest doch kein normal gebildeter die WOZ – die kommunistische Zeitung unserer Sozis. Unsere Cüplisozialisten scheitern ja immer wieder in der Privatwirtschaft – siehe alt BR Leuenberger. Die massive Kritik an Ermotti ist massiv überzogen. Er kann ja nichts dafür, dass die Staatsorgane ihm und dem Finanzplatz dauernd in den Rücken fallen und die Erpresser noch hofieren !

    • Im Gegensatz zu Postillen wie NZZ oder Weltwoche kann sich die WoZ seit Jahren an steigenden Abo-Zahlen freuen.
      Aber wer Ermotti die Stange (sic!) hält und meint, der Staat müsse weiterhin straffällige Unternehmen unterstützen, wird das kaum zur Kenntnis nehmen wollen …

    • Ist die WOZ unabhängig? Ja
      Ist die NZZ unabhängig? Nein
      Welche Zeitung hatte und wohl auch hat allgemein mehr nicht ganz richtige, weil (stark) beeinflusste Storys? Beispielsweise bei unserem ehemaligen Nationalheiligtum, rund (= Mehrzahl) um die Swissair? Oder immer noch aktuell rund um die 2. Säule? Oder welche Zeitung übt auf Bundes-Bern diesbezüglich (es geht um Milliarden und den Lebensabend aller Versicherten) oder ganz allgemein mehr Druck um im Sinne der Geldgeber aus?

      Zugegeben, ich schreibe hier gerne provokativ. Was meine Fragen aber nicht weniger interessant macht. Bitte nichts für ungut.

  4. Sehr interessant das lesen der Kommentare.
    Da haben offenbar nur wenige den Hintergrund
    für das absaufen der Banken und das nicht wieder
    auf die Beine kommen geschnallt.
    Banken und Börsen bilden verkörpern das Finanzsystem.
    Das ist nun einmal bei dem Globalen Verschuldungsstand
    Toxisch, dazu die Zinsen bei Null oder Minus.
    Ja woooo sollen können den die Banken noch Ertrag
    erwirtschaften heisst Geld verdienen???
    Kredite Vergeben gegen Minizinsen?
    Warum sollten den Kunden einen Kredit,Anleihe usw.
    annehemen wenn in der Realwirtschaft eine Verzinsung
    oder Amortisation von Krediten und Anleihen nicht mehr
    möglich ist.Ja sicher die Gehälter der Spitzenleute
    sind sicher störend,doch das ist nicht das Kernproblem. Das ganze Wirtschaftsgefüge ist längst aus den Fugen das ganz klar, Finanz UND Realwirtschaftsgefüge.Diese beiden Faktoren Finanzen und Realwirtschaft sind untrennbar ineinander Verflochten.Die Vorstellung diese Beiden Faktoren liessen sich getrennt bearbeiten,oder unabhängig ,,Retten,, oder was auch immer, ist schlicht Schwachsinn.

    • Genau. Und darum erhalten die obersten Führungskräfte dieser Banken so hohe Vergütungen….weil sie keine weiteren Ideen haben; für das von Ihnen erwähnte Absaufen. Wenn schon kein hoher Ertrag erwirtschaftet wird so verstehe ich nicht warum immer noch diese hohen Saläre & Boni ausbezahlt werden.
      Oder haben Sie dazu eine Erklärung?

  5. „Einzig Bilanz steht brav Fuss.“
    Bilanz, eine Marke der Ringier Axel Springer Schweiz AG.

    Lukas Gähwiler (52), Verwaltungsratspräsident der UBS Switzerland AG, seit Juni 2017 Verwaltungsrat der Ringier AG.

    Kürzlich gelesen: „Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise.“

  6. „Lieber als Ignazio Cassis hätte [Tito Tettamanti] seinen alten Geschäftsfreund Sergio Ermotti für die FDP im Bundesrat gesehen“

    Wenn ich bei der Besetzung eines Jobs die Wahl zwischen Ignazio Cassis und Sergio Ermotti hätte, dann würde ich diesen voller Überzeugung mit Vakant Niemand Lücke besetzen!

  7. Mann kann vom UBS CEO halten was man will, ihm aber den Aktienkurs vorwerfen zeugt nicht gerade von Sachverständnis der Lage. Auch Jaime Diamon würde hier in Europa und speziell der Schweiz nicht glänzen können. Wir sehen ja auch, wie die CS Prinzessin mit seinem Versprechen nicht wirklich was zuwege bringt; spannend wird es hier bei unter 10.

    Hier wirken Kräfte, die keiner, auch keine Zentralbank wirklich begegnen kann. „Late cycle slowdown“ beginnt nun mal mit den Financials, so wie sie beim Anspringen immer die ersten Gewinner sind. Hierin ist auch der Grund zu suchen, warum die schwächsten im EU STOXX Bank bei „Ebbe“ tiefer tauchen als andere und bei „Flut“ sich nicht so weit erholen ..

  8. Es geht nicht nur um Personen, es wird sich von nun an entscheiden, wie sich die beiden Grossbanken aufstellen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Bundesrat zusammen mit der SNB im Steuerdossier mit der EU total die Führung übernimmt, so wie er dies mit den USA auch getan hat. Es wäre besser herausgekommen, wenn er sich früher darum gekümmert hätte. Auch ein solches Abkommen würde auch diese Spionage-Tätigkeit unterbinden, die die Deutschen praktizieren und die Franzosen und Italiener weniger, was sehr sympathisch ist. Wir verfolgen unsere Banken-Sünder und nicht die EU und die USA tun dies für uns.
    Chefs der Grossbanken, die dem Bundesrat und der SNB ihre Politik vorschreiben, gehören entsorgt. Die leiden alle unter Grössenwahn und sind unfähig, die allgemeinen Interessen unseres Landes zu erkennen. Es sind politische Laien. Auch die politischen Parteien und da ist die SVP prominent, soll nicht eine Politik verfolgen, die nur als Job-Garantie von diesen unfähigen Chefs der beiden Grossbanken dient. Wieviel Geld bekommen sie dafür?
    Was wir brauchen, ist ein Abkommen mit der EU bezüglich der hintergangen Steuern ihrer Bürger durch Schweizer Banken. Die Eidg. Steuerverwaltung hat gezeigt und ist durch unser höchstes Gericht bestätigt worden, in welche Richtung der Schweizer Finanzplatz seinen Frieden mit der EU findet. Was wir dringend brauchen, ist ein zusätzlicher Vertrag mit der gesamten EU, der Steuerdelikte ihrer Bürger mit Hilfe der Schweizer Banken in der Vergangenheit ad acta legt. Natürlich wäre ein spätes Stichjahr wie 2015 ein Segen für unsere Banken und allgemein für uns alle. Mit einer EU-Mitgliedschaft würden wir dies garantiert bekommen und andere Mühseligkeiten würden gleichzeitig gelöst. Aber wir wollen nicht eine leichte Sommer-Wanderung, sondern eine harte Tour durch Schnee im Winter, wo wir Gefahr laufen unsere Finger und Zehen zu verlieren, weil sie erfrieren.
    Ob wir zwei Grossbanken in der Schweiz benötigen ist ein anderes Szenario. Dieses ist wie in Deutschland zwischen Deutsche Bank und Commerzbank nicht beliebt, wegen dem sicheren Verlust von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Dagegen sollten UBS und CS dringend überlegen, wo sie sich im Ausland zusammenschliessen und wo der eine dem anderen den Vortritt überlässt. Die beiden haben ein US-Geschäft, dass bei der einen kriecht und bei der anderen am absaufen ist. Die meisten Analysten sind von dem Rückzug der Deutschen Bank aus den USA nicht überzeugt, aber es kann durchaus sein, dass gerade dies der Deutsche Bank aus ihrem Schlammassel hilft.

    • @ Rolf Zach

      Herr Zach Sie können ja gerne selbst EU-Mitglied werden.
      Aber die Schweiz braucht das nicht. Und schon gar nicht wegen den Banken.

      IN DER EU SIND DIE PROBLEME NICHT KLEINER, WIE IN DER SCHWEIZ, SONDERN NOCH GRÖSSER! SIE WERDEN DAS BALD NOCH SELBST ERKENNEN.

      Das Problem für die Menschheit ist das Kreditschneeball-Finanzsystem das die Notenbanken und Banken betreiben, und der damit zusammenhängende drohende Systemkollaps wegen der hohen Verschuldung weltweit. Auch die EU, die Schweiz und viele andere sitzen alle in dieser Falle.
      Eine EU-Mitgliedschaft verbessert daran gar nichts, im Gegenteil, alles würde noch schlimmer.
      Wenn Sie sich gerne von der Diktatoren-Zentrale in Brüssel regieren lassen, dann ändern Sie doch rasch Ihren Wohnsitz.

  9. echt jetzt Herr Hässig ? die WoZ zitieren und deren linke Meinung in Sachen UBS übernehmen ? WoZ und Finews = die Schweizer (Wirtschafts-)presse ???
    das Niveau Ihrer Beiträge sinkt immer tiefer…

    • Der WOZ-Artikel lohnt die Lektürezeit. Eines der besten Stücke über die UBS und Ermotti seit langem. In der Analyse sind die Linken messerscharf. Gilt seit Karl Marx (auch den kann man lesen, und zwar mit Gewinn, ohne mit ihm inhaltlich übereinstimmen zu müssen).

  10. Wäre Sergio der Chef einer Airline mit vergleichbarem Leistungsausweis, so würden nach Vorfällen bei einem halben Dutzend Flugzeuge wohl nur noch wenige ein Ticket buchen.
    Bei einer Bank sind die Konsequenzen seines Versagens nicht derart unmittelbar spürbar, so dass es immer noch genug, nun, wie soll man sagen: Ignoranten gibt, die der UBS die Stange halten, sei es als Mitarbeiter, Aktionär oder gar als Kunde!

  11. Man braucht den Ermotti nicht mehr zu hauen, denn er und Weber sind schon lange geschlagen. Mir scheint, dass die UBS langsam aber stetig dem „Untergang“ entgegen geht, auch wenn der Börsenkurs nicht alles aussagt, so ist der heutige Kurs um 9.20 Uhr) von CHF 10,24 mehr als blamabel. Ermotti wird es nicht mehr auf die Reihe kriegen die UBS aus dem Desaster zu führen! Wo bleibt der weltweit auf allen Finanzplattformen agierende Professor Weber? Ich glaube dem ehemaligen Deutschen Bundesbankpräsident ist das theoretische Wissen abhanden gekommen. Quo vadis UBS?

  12. köstlich – plötzlich prügeln diejenigen medienschaffenden, politiker und co. auf den ubs-ceo sergio ermotti ein, die ihm und vr-präsident axel weber bis vor kurzem noch in den allerwertesten gekrochen sind. peinlich dürfte man bezeichnen, dass man sich nun direkt nur auf ermotti eingeschossen hat, während man anscheinend bemüht ist, es sich mit dem ubs-vr, angefangen bei weber, nicht zu verspielen. die rolle einer vielzahl der medien/medienschaffenden kann man diesbezüglich als äusserst fragwürdig bezeichnen!

  13. Traurig, aber wahr! Dieser Mann hat und wird noch die ganz Finanzwelt der Schweiz beschäftigen.

    Weshalb greift der Verwaltungsrat der Bank nicht ein? Oder hat er eingegriffen, doch dann stützt dieser Mr. Ermottis Eskapaden mit der Justiz, der Nationalbank, der Oeffentlichkeit.

    Es ist eine alte Binsenwahrheit unter guten Banker: „Lass die Justiz nicht ans Bankgeschäft heran, der Schaden wird sonst gewaltig und die Sache läuft immer aus dem Ruder“!

    Wirtschaftliche Sachverhalte sind meistens wichtiger als Rechthaberei im Gerichtssaal, in der Oeffentlichkeit etc. und darum macht gutes Top-Management Vergleiche bzw. entlässt Sturköpfe, die unbedingt und nur aus dem Ego getrieben, Prozesse und die Oeffentlichkeit anstreben!

  14. #FINanzMArktmafia #UBS – auch die Politik angefangen bei der #SVP und die Aufsichtsbehörde stützen @UBS_CEO Ermotti bzw. lassen dessen Ausreden und das in Sippenhaft nehmen unwidersprochen!

    Das Problem ist nicht nur der „gesteuerte“ #Bilanz Dirk Schütz, sondern der #PolitFilz @ParlCH – ist man doch Mitmacher wenn es darum geht die Mauscheleien und Machenschaften der Grossbank #UBS unter den Teppich zu kehren nach dem Motto #FinanzplatzSchweizFirst – da verschliessen wir gerne Mal die Augen vor den Machenschaften.

  15. Die desaströse Entwicklung des Aktienkurses sollte eigentlich den VR und die Hauptaktionäre aus dem Tiefschlaf reissen, damit diese „Lame ducks“ endlich einen Befreiungsschlag unternehmen.

  16. BILANZ, genannt „Prokuristen Annabelle“, muss auf ihre Inserate-Kunden Rücksicht nehmen. 50 % der Postille sind Werbung und Eigen-Inserate 35 % Bla-bla-bla und 15 % fake news, ergibt 100 %.

    Ermotti die „Stange“ zu halten ist etwa gleich wie wenn die Leitkuh beim Alpaufzug ins Tobel stürzt und nur dank ihrer Hörner im Dickicht hängen bleibt. Dieselbe Kuh wird dann in der „Wohlfühl-Presse“ als wegweisendes Exemplar hoch stilisiert.

    Ermotti? Aber ohne Fotti!

  17. Auch Ermottis Zeit läuft ab, der gleiche Abstieg wie die UBS Aktie, sämtliche CEO’s und GD‘s halten sich nur wenige Jahre, sie alle haben von PB Null Ahnung, aber im Abkassieren sind sie Spitze, Bankaktien werden nicht umsonst seit 10 Jahren permanent für sämtliche Losers abgestraft.

  18. Interessant. Aber noch mehr interessiert mich, warum der spannende Artikel von Gestern zum Thema „Erotiktanz und CV-Fake“ verschwunden ist. Sind Sie wieder bedroht worden, Herr Hässig? Bitte geben Sie dazu mehr Infos. Ich habe kein Problem, in dem Laden für Sie Druck zu machen!

    • Ich habe die Fakten genau im Kopf und eine Meinung gebildet.
      Wenigsten den Anstand, die aufgedeckten Falschangaben auf der Website zu ändern könnte man erwarten. Aber offenbar schlägt man lieber auf den Boten ein.