CS-Computer versagt bei Verkauf von Puts

Leichtes Beben an Börsen, schon annulliert das System der Grossbank Aufträge von Kunden – Auch Swissquote langsam.

Ein Kunde der CS hat Puts, also Verkaufsoptionen, auf Aktien der Bank. Nun rechnet er nicht mit weiteren Verlusten bei der CS-Aktie, sprich, der Moment für den Verkauf seiner Optionen scheint ihm günstig.

Eingabe ins System, Puts verkaufen – so die Order. Doch dann traut er seinen Augen nicht. Der CS-Computer macht nichts. Kein Verkauf, kein Deal.

Stillstand. „Vom System annulliert“, steht auf dem Auszug. Nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals verweigerte die Maschine ihren Dienst.

We’re Closed: CS-Auszug (IP)

Da stürmt es ein wenig an den Börsen – der Dow Jones in den USA verlor gestern rund 3 Prozent, in der Schweiz sanken vor allem die Finanztitel um drei und mehr Prozent -, und schon macht der CS-Computer schlapp?

Vor kurzem gab es Meldungen, wonach die hochgelobte Swissquote, die sich als beste Online- und Tradingbank im Markt zu etablieren versucht, sich durch lange Wartezeiten „auszeichnet“.

Damals war von 4 Minuten die Rede. Vorgestern, als die Märkte nach einem ersten Kursfall zurückschossen, stand das Swissquote-System laut einem Nutzer erneut still.

Diesmal seien es sogar 19 Minuten gewesen. Warten, auf den Bildschirm starren, hoffen – und nichts passiert.

Swiss Quality, Version 2019

Ein CS-Sprecher sieht keinen Fehler auf Seiten seiner Bank. „Unsere Handelssysteme und -anwendungen funktionieren einwandfrei. Aufträge können dann nicht prozessiert werden, wenn Informationen fehlen oder wenn sie Instruktionen beinhalten, die nicht ausführbar sind.“

Die zwei Beispiele werfen die Frage auf, wie gut die Computer und Handelssysteme von bekannten Finanzhäusern sind – und was passiert, wenn es an den Märkten dann einmal wirklich scharf nach unten geht.

Dann wollen alle raus, die Verkaufswelle überschlägt sich, nix wie weg, alle rennen zum Exit: Und die Systeme, halten die dem Ansturm dann stand?

Bei der Swissquote kam es am 15. Januar 2015 zu so einem Stresstest. Damals hob die Nationalbank ihren Mindest-Eurokurs auf.

Swissquote-Kunden wollten rasch ihre Euros verkaufen, bevor die Einheitswährung talwärts saust.

Vielen gelang dies nicht. Es folgten Grossverluste, Klagen, Anzeigen.

Bei der CS wirft der aktuelle Fall die Frage auf, warum die Aufträge nicht ausgeführt wurden. Es ging um Optionen, die an der Eurex, der Derivateplattform der Deutschen Börse, gehandelt sind.

Die CS gilt als besonders grosse Traderin, was Transaktionen über die Eurex angeht. Entsprechend handelt sie direkt, es gibt keine Partei dazwischen.

Das heisst: wenig Komplexität, direkter Draht, viele Deals, hohe Liquidität. All das, was schnelle Ausführung – Execution – garantiert.

Sollte man meinen. Doch gestern war dem nicht so. Es hiess stets „annulliert“, „offen“, „unbekannt“. Und das an einem Tag, an dem der Stress erst leicht zu spüren war.

Kommentare

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  1. Dazu gehören ebenfalls die Zürcher Kantonal und Vontobel etc.
    Banken verkaufen Warrants und wenn es darum geht, den Kurs zu stellen, ziehen sich die Händler zurück und die Kunden lässt man am ausgestreckten Arm im Regen! Leider die Wahrheit aber ein Tatsache mit den meisten Banken auf dem Platz Schweiz.

  2. Will noch Jemand ungedeckten wertlosen virtuellen Manipulations-Schrott wie Blockchain, Fintech, Digitalgeld, Krypto…..???????

    GOLDPREIS IM JAHR 1971 = $ 35.-
    GOLDPREIS IM JAHR 2020 = $ 1’500.-

    Noch Fragen??

    -Wo steht der Goldpreis wenn :

    -das Bankenkartell unterwasser taucht?
    -der Konkursrichter eben eingefahren ist…
    -der nächste Stromausfall bei den “Digitalgeldfritzen“ eintritt?
    -der Nordkoreaner und seine Hacker-Spezialisten die Bitcoins abhe……
    -der CIA seine Einnahmen mit…..
    -mit einem vorgetäuschten, getarnten Kraftwerkausfall die schönen
    elektronischen Zahlen in schwarzer Farbe aufleuchten und auf schwarzem
    Hintergrund zu sehen sind.
    -verkündet wird ; Oohhh! Entschuldigung liebe Kunden unsere Software wurde
    durch einen Trojaner komplett zerstört…
    -Unsere Hardware ist ausgefallen, bitte melden sie sich wieder nach dem
    Crash….
    -Sorry, aber auch unsere Telefonleitungen können nicht mehr besetzt
    werden……

    Kein Problem, träumt einfach weiter, und glaubt fest daran, dass Euch bald auch noch digitale Ernährung am Leben erhalten wird.
    Digitaler Gartenbau, mit virtueller Gemüseerzeugung am Smartphone wird Euch gut, ja sehr gut schmecken. Zum Dessert noch ein Softeis aus dem 3D-Drucker.

    Digitale Träumerei wird Euch im Leben noch lange digital bereichern!
    Also nicht vergessen Smartphone auch vor dem Einschlafen direkt im Ohr verkabeln.

    Gute Nacht dann liebe gläubige Gläubiger!

  3. Sicher ein unschönes Vorkommen, aber was solls? Dann verkauft man halt einen Tag später. Wer supernervös ständig alle Kurse beobachtet und obskure Derivatw daytraded hilft am Ende eh nur den Banken. Wer ein paar zuverlässige Aktien kauft und über 10 Jahre liegen lässt, und sich bei vorübergehend sinkenden Kursen unbeeindruckt zeigt, macht längerfristig Gewinn. Und stressfrei ists auch noch.

    • Michi bringt es auf den Punkt. Die Kurzfrist-Traders potenzieren die Volatilität und sorgen für schädliche Verwerfungen am Markt. Aber es ist letztlich ein Nullsummenspiel für diese spezielle „Berufsgruppe“: Einmal zahlt der eine dem anderen den Gewinn und viceversa. Und infolge des dauerhaft erhöhten Pulses erhalten sie eine Reduktion der Lebenserwartung gratis dazu.

  4. Und darum werde ich weder UBS noch CS Aktien kaufen, auch nicht bei 9.- ich möchte mit dieser seit nun über 10 Jahren anhaltenden Tragödie nichts zu tun haben.

  5. Leider hatte ich noch nie Einsicht in ein solches System (würde mich aber brennend interessieren)

    Ich vermute aber mal ins Blaue dass es etliche Schnittstellen gibt, die Dokumentation inexistent ist und Sicherheit zu teuer war.

    Externe Audits über die „Unbefangenheit“ dürfe es auch nicht geben. Ich könnte Horrorgeschichten aus einem ganz anderen Bereich erzählen. Kann eine simple Überlastung sein, aber auch Absicht.

    Reich kann man mit diesen Plattformen als Werkzeug wohl kaum werden.

    Vor ca. 9 Jahren hat ein Netzwerkomponentenhersteller seine Verteiler beworben: Wir schalten im Nanosekundenbereich.

    (…)Arista Networks, Inc., the pioneer of next-generation data center switching for cloud networking, today announced the Arista 7124SX, the fastest switch in the world with standard SFP+ interfaces. With sub-500 nanosecond latency, the Arista 7124SX is ideal for financial trading and ultra low latency applications as a leaf or access top-of-rack 10Gigabit Ethernet switch.(…)

    Millisekunden oder Nanosekunden dürfte schon einen Unterschied machen…

    • Glauben Sie mir, Sie wollen auch keine Einsicht in Systeme die Sie nicht kennen.

      Seien es die PCs von Kweku Adoboli unter seinem Bürotisch (Oder Gefängnis Pritsche? Was macht der eigentlich im Moment?) oder die privöööt Kläuuud Sääärvöörs von Amazon/Facebook/Google/Microsoft (agile professionelle nennen die auch gerne ‚Pksääääää‘) – es ist immer der Selbe hingeschmisse schnelle Schleim, der die Poren des Buissnäsmänägers befruchtet und zur kurzfristigen unbesonnenen Ärfolgsschtorieeee einzaaahlt…

      Jedes Javascript Kind kann mehr, wie das was auf den magischen 1001 Nacht Server läuft…

  6. Neben Interacive Brokers sieht Swissquote wahrhaftig alt aus.Ich glaube ncht, dass Interactive Brokers in Extremfällen versagen würde, da hier der in jeder Bezihung starke Grossaktionär seine Hand ins Feuer legt. Bürki ist wohl zu alt und verbraucht… Und wen er nicht mehr kann schauen nur noch arrogante Banausen….Schweizer Banker eben… eingebildete Schnösel…. Dr. Peter Buser http://www.drbuser.com

  7. Haften die Banken eigentlich für die dadurch verursachten Verluste? Rechtlich gesehen wird ha ein erteilter Auftrag einfach nicht ausgeführt.

  8. Die Bank könnte auch einfach eine verständliche Statusmeldung anzeigen, warum der Trade nicht klappt, dann müssten der Kunde und wir weniger spekulieren.

  9. Können CS Puts an Deutschen Börsen überhaupt noch verkauft werden? Schweizer Aktien können jedenfalls, weil die EU und die Schweiz sich gegenseitig die Börsen Äquivalenz aufgekündigt haben, nur noch in der Schweiz gehandelt werden.

  10. Das ist das einzige, was im Optionshandel nicht passieren darf, daß Orders nicht ausgeführt werden bockstur.

    Sicher berufen sich dann die Leute der CS darauf, daß irgendwo im Kleingedruckten der langen AGB steht, daß die Bank für solche Ausfälle nicht haftet.

    Daher ist es gut, sowas publik zu machen.

    Daß auf die Börsenhandelsplattform der CS kein Verlaß ist.

    Unglaublich.

    • Greta hätte Riesen-Freude, wenn Tidjane die AGB neu drucken liesse nach dem Motto: „Wir sagen Ihnen jetzt, wofür wir überhaupt noch haften; alles andere ist Ihr Problem!“

      Das könnte die CS auf die Rückseite der Business Cards ihrer Rileyschnschip Mänätschrs drucken lassen. In Arial 38!

    • Habe im Jahr 2001 selbst an den neuen AGB der CS mitgewirkt. Gegen meinen Willen wurde selbst dann die Haftung ausgeschlossen, wenn der Fehler bei der Bank liegt. Das gilt heute noch.

  11. die comments sind einzigartig… und sagen viel aus über die schreibenden menschen die sich hier als x-trem kompetent geben.. aber zwischen puts und inputs wohl keinen grossen unterschied sehen.. lol uiuiui weiss jetzt gar nicht wir seriös das ganze hier ist

  12. Können CS Puts an deutschen Börsen überhaupt noch gehandelt werden? CS Aktien können auf jeden Fall nur noch an schweizerischen Börsen gehandelt werden.

  13. Nach Y2K habe ich bei einem internen IT-Anlass der CS den Vorschlag unterbreitet, ein Projekt zu starten um die Legacysysteme zu ersetzen. Antwort CIO: Wir machen Evolution und keine Revolution. Das war vor 19 Jahren. Viele sahen das Desaster kommen, nur fehlte den Verantwortlichen der Mut, das Richtige zu tun. Und tatsächlich: Das Wissen ist weg, das für eine Migration unentbehrlich ist. Dumm gelaufen. Wie lange noch können die Zauberlehrlinge bei CS und UBS schalten und walten???

  14. Um einen Schadenersatzforderung zu stellen braucht es klare Beweise, dass die Aufträge im Markt ohne Systemversagen ausgeführt wären. Daher Zeit der Ordereingabe notieren.

    Wurde nach Order-Eingabe dieser Preis von 2 CHF bezahlt, ensteht ein Anspruch auf die Ausführung, ausser der Zeitabstand zu knapp war und man beruht sich auf „Kommunikationsprobleme“. Oft gibt es bei allgemeinen Bedingungen ein „Gummiparagraph“ diesbezüglich.

    Allerdings handelt es sich um Juni 2020 Optionen. Die Liquidät hängt von der Anzahl der offenen Kontrakte ab. Im Gegensatz zum Augustverfall gibt es hier keine Eile, ausser für den Leerverkäufer: er kann jederzeit ausgeübt werden.

    Im Übrigen bei Puts ist es wichtig entsprechende Basiswerte zu besitzen. Würde die Firma Pleite gehen, müsste man die Aktien liefern, schwierig wenn man kann Aktien besitzt und der Handel ausgesetzt wäre (Fall Swissair)…

    Summa Summarum: Alles genau dokumentieren. Es lohnt sich allenfalls, Marktspezifikationen sowie Derivatenverträge genau zu studieren. Ich würde standardisierte Optionen u/o Futures eher an qualifizierten Anlegern sowie Derivatenspezialisten überlassen…

  15. So ist es leider wirklich, natürlich nicht überall, aber an doch noch mehreren kritischen Stellen in der Applikationslandschaft der CS und UBS. In einer dieser Banken werden zB immer wieder mal ältere IT-Experten/Freelancer mit Taxi oder Helikopter von irgendwo „eingeflogen“, um eine Emergency im Host-Bereich zu lösen (PL/1, Cobol, IMS, DB2, etc). Nichts gegen Mainframe, das ist immer noch notwendig, aber die Grossbanken haben versäumt, die Skills und das K-H entsprechend sicherzustellen. Junge wollen die oben erwähnten Sprachen und Datenbanken nicht mehr lernen da nicht so sexy wie AI, Augemented Reality usw.

    • Blödsin ich bin ex UBS Host Entwickler und noch jung sprich 24 Jahre alt gibt no viele junge und eingeflogen wird auch keiner

    • Völliger Blödsinn, die Applikationsverantwortlichen sind alle hier in der Schweiz, das geht nämlich aufgrund der Bankdatengesetz gar nicht anders.

      Wir haben x-Lehrlinge gehabt, diese lernen sowohl Java sowie PL1 und entscheiden sich dann am Ende der Lehre wo sie weitermachen wollen.

  16. Leider, muss ich sagen, bin ich auch ein Kunde von Swissquote. Einerseits ist es tatsächlich so, dass das System extrem langsam, wenn überhaupt, reagiert. Zudem wurde vor einigen Monaten die Swissquote-App „modernisiert“. Ein wahres Wunderwerk! Was vorher zu 95% tadellos funktioniert hat, ist nun zu einem Ärgernis geworden. Weshalb muss man Dinge, die eigentlich recht gut funktionieren immer wieder „Verschlimm-Bessern“.

    Ich bin kein IT-Freak, und evtl. gibt es wirklich Gründe, dass man die Software an die „neue Landschaft“ anpassen muss. Nur, ist dies nicht so möglich, dass zumindest der vorherige Zustand gehalten/erreicht werden kann?

    Falls jemand gute Alternativen zu Swissquote kennt, dann bitte hier einen Kommentar hinterlassen. Besten Dank!

    • Interactive Brokers. Ich bin wirklich sehr zufrieden, schon seit mehreren Jahren Kunde. Mit grossem Abstand die besten Finanzierungskosten & Gebühren sowie ein riesiges internales Universum an Instrumenten, inkl. Währungskonten. Ab 100K gibt es Portfolio Margin. Top Verfügbarkeit und Top Ausführung. Es ist aber eher die Plattform für die grossen Jungs, d.h. Ex-Profi-Trader & Family Offices und sagen wir „ambitionierte“ Retail Trader. Ideal für Shortseller und Leverage aufgrund der geringen Leihgebühren und Finanzierungskosten. Wer international Long/Short Aktien, Optionen, Währungen, Warrants, Futures & Futures Options, CFDs, Bonds handeln will, mit Abstand die beste Plattform. Man sollte bereits Erfahrung haben und sich wirklich gut auskennen und keinen Support benötigen, nicht geeignet für nur Long Aktien Schweiz und Kontogrösse < 100K. Ein IB Kunde hat im Schnitt eine Kontogrösse von 239K USD.

  17. Man kann über directNet der CS Optionen kaufen und verkaufen, sofern man die nötigen Formulare ausgefüllt hat.

    So erwarb ich von Wochen CSJan20,P14 und später nochmal CSJun20,P12 Optionen. Nun sagen meine Daten hier um die 10.90/70 ist erst mal Ende und ich will meinen Gewinn haben und will glattstellen. Niemand redet vom Schreiben von Put Optionen, so auch niemand von short gamma und dergleichen spricht. Einfach simples verkaufen einer bestehenden Position, in CH auch glattstellen genannt.

    Da die CS einer der gößten Handelspartner der EUREX ist und direkte Links dahin bestehen – kein Broker dazwischen – sollte man denken, das geht fix, stabil und wenigstens zu Handelszeiten.

    Pfeifferdeckel, die Antwort der CS ist, die Order wäre nach Handelsschluss eingegangen und deswegen annulliert. So, für die CS ist 18:00 Eurex Handelsschluss.

  18. Ja hallo was soll die Aufregung???
    Das ist doch bekannt!
    Bei krassen Verwerfungen ist das doch seit
    Jahrzehnten Standart das der Handel eingstellt
    wird, entweder für einzelne Titel oder den ganzen
    Platz. Logo das klassische ,,Perket,, ist Geschichte.
    Das ist doch längst in den Digital-Handelsprogrammen eingebaut.
    Da können sich offenbar nicht mehr so viele an die Wilden, späten 90 iger und frühen 2000 Jahre erinnern
    damals wurden und mussten diese ,,Paniksperren,, eingebaut werden.Na ja das muss man den Verantwortlichen hinter den Kulissen den doch zugute halten die unternehmen den doch sehr viel damit
    ein Kollaps ausbleibt.Ob es am Ende den finalen Megakollaps verhindern kann,ist eine andere Ebene.

    • @ Hans von Atzigen

      Die Verantwortlichen wissen ganz genau, dass die Börsen massiv “hochgepuscht“ sind, und sie scheuen den grossen Börsen-Einbruch, und sie wollen ihn verhindern, weil sonst für das Finanzsystem und die Banken grosse Probleme entstehen.

      Die Banker sprechen ständig von Märkten, aber es gibt keine, weil die Banken das gar nicht zulassen wollen.

      Angenommen ein Spekulant hat Puts gekauft, dann werden seine Gewinne mit der Paniksperre verhindert. Hätte man die Märkte spielen lassen hätte er grosse Gewinne eingefahren.

      Panik und Kollaps gehören zu Börsen und Märkten.
      Wer Sperren einbaut betrügt, und macht das System nicht glaubwürdiger.

    • Das ist ja schon fast peinlich… nicht mal EUREX kann man über E-Banking bei den Grossbanken handeln. Was mich noch mehr erstaunt, nicht mal Devisengeschäfte kann ich über E-Banking bei den Grossbanken abwickeln, nur bei Raiffeisen funktioniert das (SWAP, Termin, Kassa).

    • weder sell to close noch irgenderwas geht. Eurex/ewax egal was. Nur warrants.
      Das bieten nur wenige an.
      Dass der kunde die falsche seite erlangt passiert viel zu schnell. Hast wohl noch nie versucht ne offene option zu schliessen. Liess mal deine Bankingtoday ordner erneut durch. Dieses Artikel ist nicht besonders fair. Das factsheet von Directnet zeigt klar was man erfassen kann.

  19. Vielleicht sind wir von der Zeit gar nicht mehr weit entfernt, wo es dann auch heisst: UBS und CS „annulliert, „offen“, unbekannt. 😊

  20. Die Casino-Börsen-SpielerInnen wissen ja, auf was sie sich bei diesen Sekunden-Spielchen einlassen, zumal man nicht zum ersten Mal hört von maroden IT-Systemen. Lächerlich, wenn die Gamer dann bei solchen „Verlusten“ Klagen anstrengen und prozessieren. Wenn bei Spekulationsdeals Kohle „verdient“ wird (was für ein unpassendes Verb in diesem Zusammenhang) sind alle ganz ruhig und bestellen sich den Maserati. Fatal wirds erst dann, wenn IT-Probleme die seriösen Bankgeschäfte beeinträchtigen würden.

    • Seit wann sind Optionen keine seriösen Geschäfte? Wünsche weiterhin einen gesunden Schlaf!

  21. „Nun rechnet er nicht mit weiteren Verlusten bei der CS-Aktie, sprich, der Moment für den Verkauf seiner Optionen scheint ihm günstig.“
    Bei allem Respekt Herr Hässig, aber entweder der Kunde oder Sie bringen da etwas durcheinander. Wenn man von einer Aktie Markt erwartet, dass die Reise weiter nach Süden geht, verkauft man sicher nicht Puts!, ganz im Gegenteil man würde welche kaufen!

    • Er schreibt ja:“rechnet er nicht mit WEITEREN Verlusten bei der CS-Aktie…“. Also ein Sell Open oder Sell Close der PUT Optionen. Da bringst du wohl was durcheinander.

    • Sie scheinen aber nicht ein grossen Trader zu sein.
      Er ist long put und will einen Gewinn mitnehmen….
      Ich frage mich warum die Aufträge automatisch annuliert wurden. Limite/Collateral ausgeschöpft bei der Eurex?

    • wenn ich nicht mit weiteren verlusten bei einer aktie rechne verkaufe ich die puts!

    • @Trader: Geht denn die Reise weiter nach „Süden“ oder wollte sich dieser Kunden den bisherigen Gewinn, ohne gierig nach einem noch grösseren Gewinn zu lechzen, einfach nicht entgehen lassen? Wäre doch auch möglich, oder nicht?

    • Kolumne besser lesen! Der Kunde war long in puts und wollte sie gestern veräussern und den Profit nehmen.

    • Ich frage mich, woher diese „Thumbs up“ für @Trader kommen. Und die Korrektoren erhalten keine. Finanzkompetenz pur, hier auf diesem Blog.

    • Hässig hat es richtig geschrieben. Er rechnet „NICHT“ mit weiteren Verlusten.

      Ich muß zugeben, daß ich diesen Satz auch falsch gelesen habe und dachte, was soll das für einen Sinn machen?

      Ist Sprachpsychologie.
      Das Gehirn übergeht Wörter wie „nicht“ oftmals.

  22. Für das grosse Chaos haben wir Computer, die restlichen Fehler machen wir von Hand!
    Gilt wohl trotz Digitalisierung auch noch im Jahre 2019.

  23. Als Kleinanleger kaufe ich nie mehr Derivate. Einziges Betrugsmodell der Banken. Bisher nur Geld verloren. Der Betrug läuft folgendermassen ab:

    1. Man kauft Derivate zur Absicherung und wenn es dann Crasht, geht das System nicht mehr, wie oben beschrieben. Mir passiert beim Brexit. Jedes mal, wenn man schön im Gewinn wäre, ist so ein Verkauf nicht mehr möglich. Kann man sich 100% drauf verlassen. In meinen Augen kein techn. Versagen, sondern schlicht Betrug und Absicht!

    2. Wenn man Derivate auf einzelne Aktientitel hat und diese geht in die gewünschte Richtung, heisst schön in den Gewinn, werden von der Gegenpartei einfach keine Kurse mehr gestellt oder extrem miese, heisst ein Verkauf unmöglich oder mit Verlust. Schon mehrmals erlebt. Am schlimmsten ist es, wenn die Gegenpartei der Derivate Vontobel ist. Beispiel, wenn man z.B. das Derivat für 0.15 verkaufen können sollte, wird einfach ein Kurs angeboten für 0.01! Ja auch hier unterstelle ich mal ganz klar Absicht und Betrug.

    Aufgrund dieser Erfahrungen handle ich nur noch direkt Aktien. Die kann man notfalls noch aussitzen, was bei Derivaten nicht mehr möglich ist, wegen Verfall.

    • Die von Vontobel sind die schlimmsten Kursmanipulierer – gestern haben Sie es geschafft, den Kurs von MSMBUV (Mini Short auf den SMI mit Hebel 7) mit 6.37% ins Minus zu befördern)

    • Dann kaufe doch open-End Mini-Futures (long/short). Die haben auch keinen Verfall und sind meist sehr gut handelbar.

    • Sind Devisengeschäfte auch Derivate? Aktien etwa auch?

      Die Börse ist ein Marktplatz, wie wenn Sie am Wochenende nach St. Gallen gehen. Wenn alle hysterisch sind, läuft an keinem Markt mehr irgendetwas. Da können die Banken nun mal nicht viel dafür!

    • @Helvetia: Dann laufen Sie in D-E-N Hammer!

      Bei Open-End Derivaten verdient der Issuer am Zins 💸, den er fast selbst bestimmen kann. Passt 5%? – Ja, ist passabel 🤑🤑.

      Wer Produkte ausgibt ist oft auch Market-Maker, wobei die Regulierung eher positiv für den Herausgeber ist 🤔

  24. Als IT Spezi im Finanzbereich kenne ich die Infrastruktur und gewisse Kernsysteme wie auch Applikationen von Banken und Börse sehr gut.
    Überall liest man wie cool und modern diese Firmen sind. Alle sind top in Themen wie Automatisierung und Digitalisierung. Alle suchen nur die Besten Fachleute und Spezialisten.
    Leider sieht es hinter den Kulissen ziemlich düster aus. Die grossen Player haben über mehrere Jahre die IT kannibalisiert. Die Infrastruktur ist veraltet, die Security inexistent. Die Applikationen die für die Transaktionen und Berechnungen zuständig sind, sind über 20 Jahre alt!!!
    Die MA die dahinter stehen werden in naher Zukunft pensioniert. Die dafür eingesetzten Technologien sind so veraltet dass die Jungen keine Ahnung davon haben geschweige jemals was davon gelesen haben.
    Unser Arbeitsmarkt sucht nicht nach Spezialisten die sich mit der Materie auskennen, sondern nach Blendern. Heute ist es trendy im Job Titel „Digital“ zu platzieren. Es hört sich so an ob die Digitale Welt erst heute erfunden wurde.

    Leider ein Volk von veralteten Manager und möchte gern Digis.

    • Kann das nur bestätigen. Arbeitete über ein Jahrzehnt bei einer der Grossbanken.
      Da wurden Millionen an die Wand gebrettert weil, wie richtig erwähnt, Blender neue Systeme errichten wollten, die nur auf dem Prospekt glänzten. Blender, die noch grösseren Blendern aufsassen …
      Eigene Leute, die drängten, endlich auf neuere System zu wecheln und entsprechend die SW anzupassen (was auch zukaufen meint), wurden still gestellt. Einen Plan, wie die IT-Zukunft aussehen soll gab’s nicht. War nicht relevant. Die externen Berater (mit nicht machbaren Lösungen) waren das Mass der Dinge.
      Diese Haltung rächt sich nun brutal!

    • Genau – das zeigt nur, wie grottenschlecht Bankensoftware ist – und warum immer noch Heerscharen von Arbeitsbienen im Back-Office beschäftigt werden müssen, obwohl eigentlich alle Abläufe komplett durchreguliert sind.
      Würde die Industrie mit Systemen auf diesem Niveau arbeiten, würde kein einziges Auto produziert.

    • @nEo: Ich frage Sie dann in 30 Jahren, wenn Sie auch zu einem „veralteten Manager“ werden! Es ist zwar so, dass die älteren Semester teilweise nicht mehr Schritt halten können. Aber gerade da erwarte ich von jüngeren Generationen, dass sie sich einbringen. Die sind jedoch mit „Blenden“ und „Einschleimen“ beschäftigt, und machen sie auch höchst selten Gedanken darüber, wie denn eine neue IT-Landschaft/Software finanziert werden kann. Okay, kein Wunder, dass viele von denen, den Jungen, nicht viel Ahnung haben, schliesslich wurden die in ihrem bisherigen Leben praktisch nur auf Rosen gebettet und das Geld floss/fliesst, Dank Mama und Papa, beinahe endlos. Und falls der Zufluss mal unterbrochen ist, dann wir einfach geleast. Auch eine Möglichkeit!

    • @nEo
      Messerscharfe Analyse: Genau so ist es. Brutal aber wahr.

      Viele wissen es. Solche Aussagen habe ich seit Jahren immer wieder gehört und gelesen. Ich kenne es aus eigener Erfahrung.

      Nur das höhere Management verschliesst die Augen davor. Will es nicht wahr haben. Denn das können doch nur ein paar ewiggestrige Berufspessimisten so sehen …

    • @Johnny Checarini
      Ich bin auch nicht mehr der jüngste ;-).
      Mir geht es hier nicht um die Grenze zwischen jung und alt. Es geht mehr
      darum dass die IT Manager heutzutage weder über Technologien noch über Prozesse eine Ahnung haben.
      Die Manager die ich als Blender bezeichne sind diese die sich von ext. Berater umzingeln.
      Manager die nicht über genug Brain verfügen um die eigene Systemlandschaft zu verstehen.
      Die jungen Uni Absolventen werden von Uni’s, HSG u.s.w. dazu getrimmt Verkäufer von heisse Luft zu werden. Sobald es ernst wird sind diese schnell wieder weg und hinterlassen einen Berg an Trümmer und leere Versprechungen.
      Tatsache ist dass die CH- IT Szene von Blendern geführt wird.

    • @ nEo: 20 Jahre??? der HOST der CS ist schon über 40 (ja… v i e r z i g) Jahre alt! War zwar anno domini in der Lehre, also im letzten Jahrhundert ein Wunderwerk.

    • @nEo: Danke für die Erläuterungen. Bin mit Ihnen einverstanden. Es kann also nur besser werden.

    • Der Host der CS ist mitnichten 40 jahre alt! Sondern gerade mal 1 Jahr, die neueste Generation der Z-Maschinen, 25% schneller als die Vorgänger.

      Auch die dezentralen Systeme sind keinen Deut besser, die Hauptprobleme liegen da in der Skalierbarkeit, Kapazitäten in der Hinterhand zu haben kostet Geld.
      Aber da auf Teufel komm raus gespart werden muss, sind sie eben nicht vorhanden – siehe Swissquote und ähnliche – will ja niemand behaupten Swissquote hätte einen Mainframe?

      Das Problem liegt im KnowHow Verlust, ich mache seit >10 jahren Offshore-Projekte mit Indien, das kommt je nach Region gut. Weil da ist es wie hier, gewisse Lokationen haben hohe Fluktation andere niedrige.

      Heute wird zuwenig Wert auf KnowHow gelegt, eben die Blender mit den PPT und XLS werden gehuldigt.
      Die verstehen aber die Prozesse nicht, bei der Digitalisierungswelle wurden einfach Automaten vorne dran gebastelt, aber ohne die Prozesse tiefgehend zu hinterfragen und zu vereinfachen ist man nun wieder am Ende der Fahnenstange.

    • Wir kennen uns wahrscheinlich. Genau dort habe ich auch gearbeitet. Nach aussen, alles toll.

      Ich kann mit Hand auf Herzen sagen, dass ich persönlich miterlebt habe, wie Banken nicht Millionen sondern Milliarden in Sand gesetzt haben.

      Die Blender sind geblieben und vermehren sich. Und die IT wird im Hindukusch verteidigt.

  25. Das haben Computer so an sich… sie funktionieren immer dann nicht, wenn man sie am dringendsten braucht. Online Banking ist wirklich was ganz tolles.

  26. Wer braucht schon fähige IT Spezialisten, die aus Indien tuns doch auch. Wie man sieht steigt seither die Qualität und Kundenzufriedenheit stetig an.

    • Genau.

      Boeing (der Flugzeughersteller, dessen Flugzeuge plötzlich wie ein Stein vom Himmel fallen) hat sein Cockpit-Steuerungssystem in Indien u. Bangladesch für $9 / Std. schreiben lassen.

      Die Schweizer Banken bezahlen viel mehr, weil sie sonst die Genies aus Mumbai sonst nicht importieren dürften.

      Der Preis unterscheidet sich, die Qualität jedoch nicht.

      Die Blender meinen jetzt international mit 400 Mann, die Arbeit verrichten zu können, welche früher von 40 Mann lokal erledigt wurde.

      Das schaffen sie aber nicht. Und sie wissen nicht warum.

      Und sie wissen nicht warum alles so teuer geworden ist. Also werden teure, lokale Stellen gestrichen.

      Go Figure!