Raiffeisen-Duo verpulvert Millionen mit Klagen

Neue Spitze verliert ersten Prozess im Fall Investnet – Anwälte kassieren, Kunden blechen – CEO Huber: Nett und weg.

Die Raiffeisen-Gruppe müsste jeden Franken zwei Mal umdrehen. Ihr Gewinn ist von Januar bis Juni um 15 Prozent eingebrochen.

Statt dessen schmeisst die neue Führung ihren Anwälten Millionen in den Rachen – auf Kosten ihrer Kunden. Die sind meistens auch Genossenschafter und zahlen die Prozesswut.

Grund ist die Strategie des neuen Führungsduos. Raiffeisen-Präsident Guy Lachappelle und -CEO Heinz Huber, den man laut Insidern wenig spürt, führen einen Juristen-Feldzug gegen die Ex-Partner des Vehikels Investnet.

Dieses steht nicht nur im Zentrum der Strafuntersuchung gegen Ex-Raiffeisenboss Pierin Vincenz. Sondern es sticht auch aus allen Zivilverfahren der Raiffeisen-Gruppe heraus.

Lachappelle und Huber kennen beim Thema Investnet nur ein Motto: volle Härte. Sie haben die zwei Gründer des Private Equity-Vorhabens vor den Richter gezerrt.

Nun haben Lachappelle und Huber eine erste Schlappe erlitten. Das Handelsgericht St.Gallen ging nicht auf ihre Klage gegen einen der beiden Investnet-Pioniere ein.

Die Richter folgten dem Argument der Beklagten, wonach alles Zivile rund um Investnet zusammenhänge und von einem einzigen Gericht behandelt werden soll: dem Kreisgericht St.Gallen.

Für die Raiffeisen ein Dämpfer. Doch statt ihre Prozesswut zu überdenken, überlegt sich die Genossenschaftszentrale Anderes: den Gang nach Lausanne.

„Das mit einem Zivilverfahren im Kontext Investnet befasste Handelsgericht des Kantons St.Gallen hat über zwei prozessuale Vorfragen entschieden und diese nicht im Sinne von Raiffeisen Schweiz beurteilt“, sagte gestern eine Sprecherin auf Anfrage.

„Raiffeisen Schweiz analysiert derzeit die Begründung des Gerichts und prüft einen allfälligen Weiterzug an das Bundesgericht.“

Gewinn-Crash: Raiffeisen-Gruppe

Auch wenn es sich nur um den Auftakt im Grossverfahren rund um Investnet handelt, ist die Niederlage vor dem ersten Gericht aufschlussreich.

Sie zeigt, dass die Raiffeisen mit ihrer Behauptung, die ganze Investnet-Geschichte beruhe auf einem Irrtum, nicht so leicht durchkommen dürfte.

Das ist eigentlich nicht weiter überraschend. Umso mehr erstaunt, wie unnachgiebig sich Präsident Lachappelle und CEO Huber geben. Sie wollen prozessieren, à tout prix.

Die Raiffeisen sei nie auf Vergleichsangebote eingegangen, ist in Gesprächen zu hören. Sie habe bei entsprechenden Vorstössen stets sofort abgeblockt.

Warum? Der Grund liegt in der Brisanz des Falls Investnet und in dessen finanziellem Umfang. Es geht insgesamt um einen dreistelligen Millionenbetrag.

Der Deal sah vor, dass die Investnet-Gründer ihr Wissen und die Raiffeisen ihr Geld – respektive jenes ihrer Genossenschafter und Kunden – für Beteiligungen an Schweizer KMUs einbringen würden.

Viel Geld: 100 oder noch mehr Millionen.

2012 zimmerte man das Konstrukt. Da kam Ungeahntes zum Vorschein. Einer der Investnet-Gründer, Ex-Valora-Chef Peter Wüst, schrieb Pierin Vincenz, dieser habe einen Interessenkonflikt.

Hintergrund war, dass Vincenz‘ langjähriger Geschäftsfreund Beat Stocker sich an der Investnet beteiligte – im Geheimen, via Treuhandverhältnis.

Vincenz reagierte cool. Patrik, übernimm! Vincenz‘ Stellvertreter Patrik Gisel führte von da an die Verhandlungen rund um Investnet, später kam der dritte enge Raiffeisen-Spitzenmann dazu, Finanzchef Marcel Zoller.

Man wurde sich handelseinig. Im Frühling 2012 nahm die Raiffeisen 60 Prozent an der Investnet, 40 Prozent blieben bei den Gründern, davon versteckt ein Drittel bei Stocker.

2015 kam es zur ersten Gewinnverteilung. Die Raiffeisen zahlte zwei Mal 20 Millionen an Wüst und seinen offiziellen Partner Andreas Etter, einen Ostschweizer Unternehmer.

Diese leiteten je einen Drittel weiter an Stocker, insgesamt rund 13 Millionen. Stocker wiederum schickte kurz darauf Millionen an Vincenz. Wegen dieser und weiteren Zahlungen landeten Stocker und Vincenz in U-Haft.

Weitere 60 Millionen sollten noch von der Raiffeisen an die Investnet-Minderheitsaktionäre fliessen. Total also 100 Millionen – in einer ersten Runde.

Dann kam die zweite. Sie begann 2015, bei ihr geht es nochmals um gegen 100 Millionen.

Jetzt beteiligte sich Vincenz offiziell mit 15 Prozent am Vehikel. Er durfte dies im Namen des VRs der Raiffeisen Schweiz zum Nennwert machen.

1,5 Millionen für die 15 Prozent Aktien der Investnet schienen günstig. Vincenz liess sich dafür erst noch einen Kredit der Raiffeisen geben.

Zuvor hatte Vincenz vom VR-Präsidenten der Raiffeisen einen Abgangsbonus gewünscht. Der wurde ihm verwehrt.

Wenigstens konnte er sich an Investnet beteiligen – und erhielt als deren Präsident erst noch auf Jahre hinaus fix versprochen ein stolzes Honorar.

Von all dem will die neue Raiffeisen-Spitze heute nichts mehr wissen. Sie sagt, sie habe nichts von Stocker als Geheim-Beteiligter der Investnet gewusst. Und schon gar nicht, dass Vincenz Geld von Stocker erhalten habe.

Alles nichtig. Grundlagenirrtum. So die Raiffeisen-Chefs. Sie wollen nicht nur nichts mehr zahlen. Sondern auch die bereits überwiesenen 40 Millionen zurück.

Deshalb die Anwälte, die Prozesse, die Forderungen, der Druck. Erste Verliererin ist die Investnet. Dem Vehikel wurde von der Raiffeisen erbarmungslos der Stecker gezogen. Büros geräumt, Mitarbeiter auf die Strasse.

Nicht einmal die geschuldete Miete im Herisauer Geschäftsgebäude wollten die Genossenschafter zunächst zahlen. Schliesslich einigte man sich mit dem Vermieter auf einen Abschlag.

Kommentare

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  1. Ein Grund für die Klage-Freudigkeit dürfte auch sein, daß Huber und Lachapelle als Saubermänner sich in Szene setzen möchten.

    Vor allem Lachapelle hat das bei seiner zweifelhaften Vergangenheit mehr als nötig.

    Und:

    So sehr auch Aufräumen und Transparenz schön sind, so sollte doch Lachapelle einmal selbst Transparenz und Aufräumen anhand seiner eigenen Fälle vorleben:
    https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/verfahren-gegen-basler-kantonalbank-wie-transparent-ist-der-scheidende-ceo-lachappelle-133519881

    Das wäre schön.

  2. 5 Milliarden neue Kundengelder, einfach fantastisch!
    Raiffeisen geniesst das grösste Vertrauen unter den Schweizer Banken.

  3. Ja logo man kann auf die Banken Schimpfen,in so einigen Punkten ohne Zweifel zu recht.
    Dabei vergessen offensichtlich zu viele, die Banken betreiben im wesentlichen nur Geld-Kapital-Handel.
    Das die auch Kapital Dumm bis Oberdumm verbraten ist auch ein Faktum. Nun auch das hat wiederum einen Hintergrund der Markt seit 2008 zunehmend auch noch die Notenbanken pressen den ,,Stoff,,( Geld ) den Banken regelrecht in den A.
    Damit wieder zum Anfang, die Produzieren selber direkt nix bis wenig Reales.Die Leben von dem was andere Real erwirtschaften.Nur eben in der Realwirtschaft wird das auch immer Dünner mit Erwirtschaftetem und erwirtschaftbarem Ertrag.Gewinn,Ertragseinbrüche und Pleiten, fressen sich zuerst in die Bilanz der Banken, logo damit in den Ertrag Gewinn.Na ja schnallen einfach viel zu wenige das Gesamtsystem.
    Da wird schon lange mit steigender Tendenz drauflosgewurstelt, das sich die Balken längst biegen.
    Das Gesamte ist längst verbastelt, ein fast echtes Wunder das die Balken noch nicht durchgebrochen sind.
    Phuuuuu das gibt denn mal ein Megading wenn die Balken durchbrechen und das mit einem max. an aufgebauter
    ,,Kynetischer Energie,, gegen die Wand geht.
    Na ja neu sind so Entwicklungen nicht das zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte, neu ist NUR eines, die absolut und total Irren Dimensionen.
    Der Markt wird es immer und unerbittlich richten.
    Idealerweise permanent in kleinen verträglichen Schritten.Angesichts dieser irren Masse an aufgelaufener Masslosigkeit und Dummheit geht
    das nur noch in Vorm einer Megalawine.

    • Herr von Atzigen, bevor Sie sich zum nächsten Kommentar anschicken, empfehle ich Ihnen, einen Deutschkurs zu absolvieren.

    • Ja logo die Bauern wussten ja noch wie man realen
      Ertrag erwirtschaften muss.
      Und die heutigen Supergescheiten???
      Ich höre auf bauchweh vor Lachen!!!

  4. Wann kommt endlich eine Klageerhebung zum Fall Vicenz? Ist ja absolut lächerlich von den Strafuntersuchungsbehörden, dass nach so langer Zeit noch keine Klage geführt wird. Die Kläger scheinen unfähig und unwillig oder sie haben nichts klagefähiges gefunden (dann sollen sie es auch bitte so kommunizieren). Einfach hoch peinlich.

  5. jetzt aufhören zu prozessieren und grosstuerisch vergangenheits-
    bewältigungsübungen durchzuziehen. jetzt muss das topmanagement endlich die „bude“ führen und sich über die geschäftsergebnisse beweisen. aber eben; man hats ja schon im voraus gewusst; den ceo spürt man offenbar wenig. dies ist jeweils immer der fall, wenn man nicht weiss wo den hebel ansetzen. hier können wir uns auf eine kurze, aber unangenehme geschichte einstellen. erneut eben wieder raiffeisen 🙂

  6. Schöne Geschichte. Und was würde Herr Hässig schreiben, wenn Raiffeisen gerichtlich nichts gegen Vincenz & Co. unternehmen würde???

  7. Im Selbstbedienungsladen Raiffeisen nimmt halt jeder noch mit, was geht. Vincenz hatte scheinbar die Taschen voll. Mit und nach Gisel wurde der ganze Laden offenbar unkontrollierbar zum Abräumen freigegeben. Da macht ein jeder nur noch, was er will.

  8. Der ganze Raiffeisen-Laden in St. Gallen bleibt, was er schon immer war: ein Hort für wenig fähige Bankmanager, die sich von einem Tag in den nächsten hangeln. Einfach nur lachhaft, was sich die Genossenschaften für Pappnasen leisten, die letztlich nur Eigeninteressen verfolgen und einen überaus geringen Mehrwert für die Basis schaffen – bestes Beispiel sind der blasse CEO und der untalentierte VRP.

    • Wäre ja schön, wenn dies nur auf Raiffeisen zutreffen würde. Leider ist dies heute bei vielen grossen Unternehmen (ob Bank oder andere) so.

  9. Das Ganze verwundert nicht bei dieser Führungsclique (Lachapelle und Huber). Sollten sich besser um die echten Risiken der Bank kümmern (Hypotheken!)

    • @Däbeli. Klar sind Hypotheken der R. problematisch. Brechen die Immopreise 30-40% ein, dann gute Nacht R. Das Szenario ist nicht abwegig. Schauen sie mal ein bisschen in der Geschichte zurück

  10. Also was man liesst hat nichts mit einer schlappe zu tun, Zusammenhängende Fragen müssen wegen der Prozessökonomie ubd der Rechtssicherheit von einem einzigen Gericht beurteilt werden. Wenn dies unklar ist wählt man ab und zu die Variante an mehreren Orten zu Klagen um keine Zeit zu verlieren, aber ein Begrehren darf auch nur an einem Ort anhängig gemacht werden oftmals sind solche Vertragswerke aber sehr komplex und oftmals verschiedene Gerichtsstände bezeichnet manchmal kommen noch zwingende Hinzu, das hier Prozesual Vorfragen über den Gerichtsstand abgelehnt wurden heisst gar nichts insbesondere 1. Instanzlich nicht, wenn es um Unentscheidene Grundsatzfragen geht, kann man vor dem BGE auch nicht mit ordentlicher Rechtssprechung rechnen, dies zu mindest meine Erfahrung die unteren Gerichte und vorallem die Behörden setzen sich laufend über Gesetze hinweg die Kantonalen Gerichte Urteilen dann stets im Sinne der Verwaltung da muss man immer ans BGE gelangen….

    Die Schweiz ist schon lange kein Rechtsstaat mehr, die Prozessökonomie steht der Rechtsstaatlichkeit seit Jahren krass und unüberwindbar im Weg, nur schon das Strafverfahren in 97% aller Fälle vom Staatsanwalt alleine Entschieden werden und im Strafbefehlsverfahren erledigt werden und amit nie vor einem unparteiischen Gericht landen zeigt das Mass an Rechtsstaatlichkeit das hier noch vorherscht, Instanzenrabatt usw tun ihr restliches dazu….

    Der Staatsgläubige wird nun sagen, Strafbefehle seien nur Offerten, aha

    Ich kenne keine Offerte die als Befehl (fett dick) bezeichnet ist und die ich innerhalb von 10 Tagen ablehnen muss, da wählt der Staat extra eine bezeichnung die möglichst wenige Einsprachen nach sich zieht, wäre es eine Offerte (die Fair und ausgewogen berücksichtigt das es kein Rechtsstaatliches Verfahren dazu gibt) könnte man auch erwarten das Starffällige diese Offerten annehmen würden und Sie darum nicht ablehnen müssen….

    Interessant ist dazu auch, wer 3x durch die Anwaltsprüfung fällt kann nie mehr Anwalt werden, vorbei für das ganze Leben, aber Staatsanwalt das kann man dann noch werden, also die die unfähig sind die Anwaltsprüfung zu bestehen, die landen dann beim Staat und sind in 97% Ankläger und Richter in einer Person, fast wie bei der Inquisition….die Schweiz der Rechtsstaat

    • @ Brettenwood – wie recht Sie doch haben – und was die „Staatsanwälte“ betrifft, sind es nicht nur die 3 x an der Anwaltsprüfung durchgefallene Juristen, NEIN – im Kanton AG,LU sind sogar sog. „Staatsanwälte“ am Werk, die noch NIE eine Universität von Innen gesehen haben, keine Matura – gar nichts. In der Staatsanwaltschft Lenzburg-Aarau war der Christoph Müller Polizist und der andere Staatsanwalt Urs Hoppler machte eine KV-Lehre – dieser ist sogar stellvertretender Staatsanwalt der Chefin!! Das das für innige Unruhe sorgte beim Team von studierten JuristenInnen ist wohl klar.

    • Interessant ist der letzte Abschnitt. Muss man jetzt als Normalbürger zuerst abklären ob ein Staatanwalt die Prüfung bestanden hat? Sonst ihn nicht als Ankläger akzeptieren wegen Verdacht auf nicht verstehen der Sachlage.

    • Zu den Fakten:

      Ich lehne die „Offerte“ ab weil ich mit Drogen gehandelt habe, zu schnell gefahren bin oder „vergas“ das Kleidungsstück zu bezahlen. Danach leihe ich mir also 20‘000.- bei der Bank Now für ein aussichtsloses Verfahren?

      Klar.

      Warum wohl führte der Gesetzgeber den Strafbefehl ein? Eben.

      Jede eidg. Prüfung kann man in der CH nur 3x machen und danach ist Schluss. Als da wären: EFZ, FA, HF, HFP (Tertiär B) oder BSc, MSc im Tertiär A.

      Nix da armes Anwalt😂😂😂

    • Frager: Klar. Seien Sie aber konsequent und fragen Sie auch im C&A die Verkäuferin nach Ihrer Ausbildung. Nicht das Sie noch falsch beraten werden.

      Es ist ja nicht so, dass Staatsanwälte nicht ein klares Stellenprofil erfüllen müssten um genau solchem zu entgegnen…

    • @Frager

      Tja also wenn Sie beschuldigt sind können Sie dies auch als Geschenk des Staates betrachten.

      Es ist natürlich klar das der Staat seine Verfahren so nicht gewinnt, wenn Leute wie Pv eine Armada von Staranwälten (die die Prüfung geschafft haben) beschäftigen können und der Staat ein paar Versager ins Rennen schickt.

      Daher auch der Strafbefehl, den unfähigen Staatsanwälten gewisse Erfolgserlebnisse bescheren.

      @ Michael

      Ja das stimmt mit den Prüfungen aber es ist eben nicht so das ein Arzt der Durchgefallen ist dann am Unispital operiert während dem der bestanden hat eine Praxis eröffnet.

      Es gieng mir vorallem darum aufzuzeigen das hier komplett Systemfremd für die Versager dann doch Tätigkeitsfelder bestehen und dann noch so unglaublich mächtige:

      In der Schweiz kennen wie keinem Richtervorbehalt gegen Zwangsmassnahmen wie Körperverletzungen durch Blitabnahmen, Freiheitsentzug, Schutz der Familie und der eigenen 4 Wände, das sind alles Elementare Grundrechte, die jeder Versagerstaatsanwalt einfach ausser Kraft setzten kann und man selbst muss dann Jahrelang prozessieren damit der Staat zB annerkennt das die Menschenrechte verletzt wurden, jeder der solche Geschichten schon mal erlebt hat weiss wie Ohmächtig und ausgeliefert man sich da fühlt….

      Das so eine Macht (Neben dem das Sie fast alle Verfahren alleine Entscheiden) bei solchen Loosern konzentriert wird, das stört mich, da staune ich…

    • @ Michael

      Bevor jemand von einem Unparteiischen Gericht Verurteilt wurde, ist er Unschuldig, es gilt die Unschuldsvermutung ein anderes Grundrecht.

      Du implizierts das er schon vorher verurteilt ist und gar kein Recht hat die Sache Beurteilen zu lassen.

      Dein Kommentar zeigt exemplarisch worum es geht, Leute die wir schon Vorverurteilt haben, dennen wollen wir keine Grundrechte gewähren und einen fairen Prozess vor einem unparteiischen Gericht, das kostet zu viel und nun sind wir wieder bei der Prozessökonomie

      Grundrechte sind nix Wert zählen tut nur Prozessökonomie, und da wären wir auch wieder bei meiner Grundaussage:

      Das nennen wir Rechtsstaat? Ich nenne es Bannanemrepuplik

  11. Und wenn man bedenkt, dass das alles erst die Spitze des Eisberges ist, dann dämmert dem ein oder anderen, dass Raiffeisen und die Titanic noch mehr Gemeinsamkeiten haben.

  12. Eine Raff-Eisen-Geschichte ohne Ende.

    Wie nun seit Monaten und Jahren absehbar geworden, versumpft die einst währschafte (Gewähr schaffen) Bauern-und Gewerbe-Bank in eine immer groteskere Situation.

    Das Feuerwehr-Team Huber/Lachapelle stellt sich heraus, beisst sich in Prozessen fest, welche nicht nur zig Anwaltskanzleien alimentieren, sondern auch den Raiffeisen-Ruf endgültig beschädigen.

    Das Raiffeisen-Logo im „roten Feuer“ signalisiert: der Totengräber Vincenz hat ganze Arbeit geleistet. Die Verwaltungsräte haben die Maske des Schwätzers und Egomanen P.V. weder hinterfragt, noch ihn beim tollen Abräumen jemals gehindert.

    Selbst die Richter scheinen überfordert Recht zu sprechen……..

    • Selbst die FINMA hat gefliessentlich weggeschaut und bestätigt obendrein noch einen neuen VRP wie Lachapelle, der ebenfalls Dreck am Stecken hat (Häfeli/Deckeli)- man ist halt gut befreundet….
      Raiffeisen vom Regen in die Traufe. Schade um die Philosophie des Gründers, die hier mit Füssen getreten wird.

  13. Wann sind die beiden Clowns endlich weg? Sie führen einen Ego-Krieg zulasten aller Genossenschafter. Klar doch, schlechten Geld noch gutes Geld nachwerfen ist einfach, wenn es nicht aus dem eigenen Sack kommt. Macht bitte Schluss und schickt die beiden in die Wüste. Die neue Führung soll sich auf das Geschäft konzentrieren!

  14. Tja — und wenn nicht geklagt würde, wäre das auch nicht richtig?
    Hauptsache, die ganze Bande ist weg. – Es gäbe nocht andere Banken, welche dermassen aufräumen müssten…

  15. Kein grösser Unrecht wird Juristen angethan,
    als wann ein jeder Recht erweiset jedermann.

    Weil ihnen Unrecht recht.
    Wann Unrecht wo nicht wär,
    wär zwar ihr Buch voll Recht,
    ihr Beutel aber leer.

    Friedrich von Logau
    * 24. Januar 1605 † 24. Juli 1655