CS Schweiz: Billigbank statt Private Banking

Thomas Gottstein, der Chance auf CEO der Gruppe hat, hat neuen Liebling: Informatiker – Privatebanker Serge Fehr entmachtet.

Thomas Gottstein ist seinen grossen internen Widersacher los. Der heisst Iqbal Khan und hilft in einem Monat, der UBS aus dem Tief zu gelangen.

Gottstein nutzt die Aufregung um den fliegenden Wechsel seines Intimfeinds, seine CS Schweiz fitzutrimmen. So will er seine Chance auf den Sprung auf den CEO-Thron der Gruppe verbessern.

Wie er das macht, das wurde letzten Montag klar. Da hatte der bis anhin wichtigste Mann in Gottsteins Truppe, Serge Fehr, sein grosses Townhall.

Fehr ist Westschweizer und leitet das Private Banking innerhalb von Gottsteins SUB, der Swiss Universal Bank. Mit den Reichsten unter den Schweizer CS-Kunden hat Serge Fehr eine besondere Rolle.

Machtbewusst, selbstsicher und … abgesägt? Fehr (Facebook)

Er ist Gottsteins wichtigster Mann. Oder besser: Er war dies. Bis zum 2. September.

An eben diesem Auftritt vor seiner Mannschaft wurde klar, dass Fehr nicht mehr der Günstling und Liebling von Big Boss Gottstein ist. Vielmehr hat ihn dieser mehr oder weniger entmachtet.

Sichtbar wurde dies am Aus für die sogenannte Elite-Kundschaft der Schweizer Unternehmer und Spitzenmanager.

Dafür war ein UBS-Gewächs zuständig. Unter der Obhut von Fehr baute dieser eine grosse Truppe auf, extra für das lukrative Kundensegment, zu dem Inland-Erfolgsunternehmer zählen, die Spuhlers des Landes.

Nun ist Schluss damit. Gottstein, der Ober-Sheriff, hat dem Entrepreneurs-Team den Stecker gezogen. Serge Fehr, der bisherige Primus inter Pares in Gottsteins Truppe, musste dies nolens-volens umsetzen.

Finews berichtete darüber letzten Donnerstag.

Laut einem Teilnehmer des Mitarbeiter-Events habe man Serge Fehr angesehen, dass er nicht amüsiert war. Statt cool zu bleiben, habe der bisher Unantastbare Einblick in seine Stimmungslage gegeben.

Wie? Indem er allen gedroht habe, die Kosten zu senken. Ausser sie würden sofort zu ihrer betuchten Kundschaft rennen und dieser margenträchtige Mandate verkaufen.

Zuerst Digi, dann Discount: Gottstein (Twitter)

Sprich: Rundum-Wohlfühl-Pakete statt Einzelprodukte.

Fehr zeigt Nerven. Der Mann galt in den Augen vieler Private Banker im Bereich Schweiz als Sonnyboy. Er strahlte das aus, was man von Siegern erwartet: den unbedingten Glauben an sich und den eigenen Plan.

Die Gewichte haben sich verschoben. Und das ganz schnell und weitgehend unbemerkt von der grossen Öffentlichkeit.

Gleichzeitig mit dem Eingeständnis, mit der Entrepreneurs-Elitetruppe Schiffbruch erlitten zu haben, musste Serge Fehr nämlich zusehen, wie er nicht mehr erste Wahl bei seinem Chef Gottstein war.

Gottsteins Gunst geniesst jetzt ein Anderer: ein Informatiker.

Mario Crameri. Der einstige Programmierer von Grossapplikationen hat den Auftrag von Gottstein gefasst, eine Antwort auf Revolut, N26, Paypal und die übrigen aufstrebenden Computer-Banken zu finden.

„Digital Banking“ heisst die Operation von Crameri. „Discount Banking“ wäre präziser. Crameri baut auf der grünen Wiese mit weniger als 1000 Leuten nichts weniger als eine neue Bank. Eine Billig-Bank.

Crameri, Dr. (Xing)

Dort landen eine Million Schweizer Privat-Kunden und 60’000 Schweizer Firmenkunden. Es ist das mit Abstand grösste Vorhaben in der Ära von Thomas Gottstein als Chef der CS Schweiz.

Gelingt die Übung, dann gilt Mario Crameri als Superheld der Swiss Universal Bank. Und Thomas Gottstein, der einstige Investmentbanker, könnte Tidjane Thiam als CS-Gruppen–CEO beerben.

Für Serge Fehr, der sich in diesem Szenario Hoffnungen auf eine Ablösung von Gottstein als Schweiz-Chef gemacht haben dürfte, spricht dann nicht mehr viel.

Die CS betont, dass das Entrepreneurs-Geschäft im Bereich von Serge Fehr kein Flop sei.

„Die Behauptung, dass das Geschäft mit Unternehmern Schiffbruch erlitten habe, ist falsch. In den letzten drei Jahren hat Credit Suisse Schweiz konstant in das Geschäft mit Unternehmern investiert. Es ist substanziell ausgebaut worden und weist heute über doppelt so viele Standorte auf und verfügt über 50% mehr Berater.

„Wie Ende August angekündigt, werden über die nächsten Monate weitere Stellen in der Kundenberatung geschaffen, um die Position der Credit Suisse als führende Bank für Unternehmer weiter zu stärken.“

Kommentare

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  1. Billig-Bank, Billig-Geld..Billig-Kredit…an der Börse werden sie auch immer billiger. Interne Hahnenkämpfe und die Gier auf höhere Bonis sind wichtiger wie die Bankkunden. Viele Jahre dürfte es nicht mehr dauern.
    Immer billiger kann nur in der Wertlosigkeit enden.

  2. Bleibt doch mal bei der Wahrheit. Mario mag einige Qualitäten haben, Informatik- und Programmiererfahrung gehören NICHT dazu. Mario hat mindestens seit seinem Studium vor mehr als 20+ Jahren keine einzige Zeile Code geschrieben, analysiert, gewartet, gereviewed oder auch nur vom nahe gesehen. Von modernem Software Engineering hat er vielleicht vom Hören-Sagen Kenntnis, sicher nicht aus der Praxis.

    Die letzten 20 Jahre hat Mario damit verbracht sein Machtnetzwerk und Powerplay aufzubauen. Per Zufall ist er derzeit für Gottstein nützlich. Wir werden sehen wie lange.

    • Da kann ich Ihnen nur Recht geben. Der gute Mario kennt die Informatik nur vom Hörensagen. Dafür aber versteht er es hervorragend, sich im Windschatten anderer im Irrgarten der CS zu bewegen. Gut, damit ist er nicht der einzige. Wir schauen gespannt zu…….

  3. Wer braucht eigentlich diese Entrepreneur-Desks. Sowieso alles nur heisse Luft. Diese Leute sind viel zu teuer bezahlt und verkaufen aber eine super Wachstumsstory. Dumm wer‘s ‚noch’ glaubt.

    • Diesen Desk braucht es definitiv nicht. Leute wie F, die Zigarre rauchend durch St. Gallen schlendern, sich mit der SAQ Zertifizierung Individualkundenberater brüsten, beraten Unternehmer –> vermeintlich besser als andere Banken/Berater!? Mehr Schein als Sein!

    • @ Alfredo di minchia
      Du bist vermutlich ein erfolgloser Banker und ziemlich frustriert, zudem ein riesengrosser Feigling, ohne Ehre und charakterlos!

  4. Was ist mit dem Versprechen von Gottstein, eine ordentliche Führungsspanne in der CS durchzusetzen? Zu anstrengend etwa? Zu lästig? Es wimmelt von überflüssigen Chefs in der CS, die zwei, drei Nasen führen und damit ihren Tag ausfüllen und sich Menedscher nennen. Schluss mit diesen Mini-Chefs, die nur die ganze Organisation aufblähen und den Arbeitern die Haare vom Kopf wegfressen. Jeder CS Chef hat mindestens 8 Direktunterstellte. Er darf auch mehr haben, das sowieso.
    Wir ziehen das jetzt durch, ja?

  5. So wie es aussieht wurdne in diesem Bereich steinreiche Kunden betreut. Leider wollen die aber in der Regel nichts bezahlen und so war das Geschäft wohl nicht interessant. Was nützen grosse Assets, wenn man nichts verdient ? Anzahl Mitarbeiter und Standorte sind dabei nicht wichtig. Man muss etwas verdienen und nicht möglichst viele Mitarbeiter oder Standorte auflisten können. Es bestätigt sich somit einmal mehr, dass steinreiche Kunden eben nicht unbedingt auch interessante Kunden sind.

  6. CS ist für Kunden und Mitarbeiter eine schlechte Wahl.

    Kunden und Mitarbeiter bei CS werden laufend rumgeschoben wie ein Stück Holz in dieser Bank.

    Keinerlei Verantwortungsbewusstsein – keinerlei Wertschätzung – Keinerlei langfristige und tragbare Beziehungen.

    Es zählt bei CS nur die kurzfristige Gewinnmaximierung.

    CS hat nicht mehr viel zu tun mit Schweizer Werten und Tugenden.

  7. Damals hatte CS PB ein revolutionäres Kundenprogramm (genannt „Client Centricity“) angekündigt.
    Dutzende Sitzungen, hunderte Mitarbeiter involviert, Experten (outsourced), Programme, Kontrolle . . .
    Die interne Verantwortlichen wurden in 12 Monaten in anderen Abteilungen der Bank transferiert, alles wurde vernichtet. Ein riesiges Flop, ausser Spesen nichts gewesen.
    Dann kamen Digipigi und UHNWI CH . . .
    Was ist los bei CS ? Haben diese Herren und Frauen eine, sage eine kluge Idee ?

  8. BRESSSEL! Dit-Bressel! A-dit-Bressel! Sera-dire-Bressel!

    Get off your butt! Do something! Anything!!

    Was ist jetzt mit Pierin Vinzenz?!

    Is it time to hold’em? Or to fold them?

  9. Da kann man ja an einer Hand ausrechnen, was das bedeutet. Wie viele Filialen sind dann noch notwendig, wie viele Berater werden plötzlich überflüssig? Ein Aderlass wird so sicher wie das Amen in der Kirche folgen! Der Kunde hingegen muss sich fragen, was ihm wichtig ist? Benötige ich einen Berater oder nicht? Ein Grossteil vermutlich nicht, die werden dort gut aufgehoben sein, ein anderer Teil nicht? Vermutlich ist die Entwicklung nich so schlecht, diese wird auch mit einem Bewusstsein einhergehen, dass Dienstleistungen und Beratungen auch wieder was kosten dürfen/sollen. Ich bin überzeugt, dass eine Expertenmeinung auch in Zukunft gefragt sein wird. Alles lässt sich eben nicht digital regeln bzw. sind hier die Risiken versteckt. Sicherlich lässt sich eine Immobilie auf den digitalen Känälen finanzieren, kaufen und verkaufen, wer sagt mir aber, ob der Preis stimmt, ob Goodwill enthalten ist, wer berät mich über Renovationskosten und ob diese Sinn ergeben, über Fallstricken in den Vertägen etc – wohl kaum ein Chatbot. Sicherlich geht es auch ohne Berater, nur zu welchem Preis? Letztendlich muss das der Kunde für sich selber entscheiden! Am Ende des Tages ist es eine reine Abwägung von Chancen und Risiken!

  10. Andreas A. ist weg und was passiert mit seinem Steigbügelhalter? Einfach nur traurig zu sehen, was wenige Personen in kurzer Zeit anrichten können. Schlimm daran finde ich, dass die Heuschrecken vermutlich weiterziehen und ihr ach so tolles Businessmodell der nächsten Bank „verkaufen“. Der CS kann ich nur gratulieren, dass sie zumindest einen Blender losgeworden sind.

  11. Dass A. Arni die Bank verlassen hat ist keine negative Nachricht. Im Unternehmerladen ging es teilweise drunter und drüber mit vielen Abgängen von langjährigen Beratern. Zudem hat seine interne Parallelorganisation und von der UBS geholte Salestruppe zwar zu Geschäften aber viel internen Grabenkämpfen geführt. Dass diese nun „eingefangen“ werden und unter einheitliche Führung gestellt werden, ist ein lange überfälliger Schritt und wird den Laden von Fehr eher stärken als schwächen!

  12. Das Mengengeschäft der Schweizer Volksbank hat am Ende der Ära Brady die Credit Suisse gerettet. Die profitabelste Akquisition der CS in den letzten 50 Jahren. Nun wird dieses Mengengeschäft der CS mit Hilfe der Automation so verkauft wie Fahrkarten der SBB. Die Kantonalbanken werden sich freuen, wenn die CS-Kundschaft bei einer solchen unpersönlichen Beratung das Weite suchen und die UBS ebenso, weil sie erneut ihre Gewinne im Schweizer Retail-Geschäft steigern kann, um das US-Geschäft noch mehr zu subventionieren.

    • Kann für einen Teil der Kunden stimmen, aber für eine gute Onlinebank hat es sicher noch Platz in der Schweiz.

      In der Zukunft gilt:
      1. 24/7
      2. Sofort
      3. Überall
      4. Preiswert

      Wer das hinkriegt, wird auf dem Markt gewinnen können.

    • Sie meinen wahrscheinlich das Massengeschäft, was zwar eine Menge einbringt, aber noch profitabler wird ohne die ohnehin nicht in Anspruch genommene persönliche Beratung. Sie werden sehen…

  13. Das gelingt der CS nie. Dazu braucht es eine Kultur aus Computer Nerds und Freaks – diese besitzt die CS nicht!
    Die CS wird als Fossil auf der Müllhalde der Geschichte landen- auch die UBS gehört dazu. Die Zeiten wo sie meine Bankkonten blockieren konnten und mir mein Geld stehlen konnten sind vorbei!
    Für diese Fossile beginnt jetzt der atomare Winter. Die neuen Billigbanken haben bereits übernommen! Und das ist gut so!

    • Einfach so Konti (Eigentum) blockieren, geht in der Schweiz nicht. Das wissen Sie selbstverständlich auch. Dazu brauchts einen richterlichen Beschluss und / oder einen sehr aussergewöhnlichen Konflikt mit der Justiz. Auch das Wissen Sie selbstverständlich. Daher ist Ihre selbstgewählte Opferrolle komplett unangebracht.

    • @hans von almen, was für ein drama ihr comment.. muss sehr lachen. „atomarer winter“.. etc.etc….

    • Ich plädiere schon lange für:

      a) Portierbare Kontonummern, analog der Telekommwelt
      b) Direkt die Telefonnummern unter dem BC 000 als lebenslängliche und PORTABLE Kontonummer.

    • Und dieser Kommentar wird über 50mal mit einem Daumen nach oben „belohnt“…es geht bergab mit den Lesern hier. Und Hans – auch bei den Billigbanken werden Deine Gelder schneller blockiert als Dir lieb ist. Mit einem Unterschied: das Geld wird dann ziemlich sicher weg sein. Ich hoffe Du bist dann wenigstens so ehrlich, uns nicht auf der Tasche zu liegen.

  14. Endlich! Die Credit Suisse hatte schon immer ein hervorragendes UHNWI-Geschäft, das international auf Augenhöhe mit den anderen Bigshots der Branche mithalten kann. Dann kam (aus dem Nichts) der nach ziemlich genau drei Jahren (hatte er eine entsprechende Zielvereinbarung?) entmachtete A. Arni. Er wollte integrierte Lösungen im Miniaturformat anbieten. Seine Versuche, ein halbherziges 1e-Produkt in den Markt zu bringen brachten ihm mehr Spott als Kunden ein. Als er erkannte, dass er seine Luftschlösser im Rahmen der SUB nicht bauen konnte, startete er eine „Zusammenarbeitsinitiative“ von Firmen- und Privatkundengeschäft. Dabei sollte Liquidität von Firmenkonten in Privatvermögen (sprich NetNewAssets) umgewandelt werden; bei einem KMU würde so etwas als Bilanzmanipulation genannt. Wer da nicht mitmachte, wurde gnadenlos rausgemobbt.
    Konsequenz: die guten Leute sind weg, die Kunden ebenfalls und das was übrigbleibt wird jetzt in Crameris Billigbank integriert.Mit viel Glück kann sich das UHNWI Schweiz in die Zukunft retten, im dümmsten Fall zahlen auch noch diese Leute die Zeche für dieses missglückte Experiment.

  15. …mal gute News! Wer die IT Landschaft und IT Prozesse kennt, weiss schon lange, dass es so nicht weitergehen kann. «Auf der grünen Wiese» neu zu beginnen ist der einzig richtige Ansatz. Drücken wir die Daumen, dass sie es richtig machen.

    • Man könnte sich auch die IT zumieten und zuerst die Bank dazu erfinden …

  16. Private Banking – das war einmal persönliche Anlageberatung von intelligenten Mitarbeitern mit Einfühlungsvermögen. Kein Vergleich mit den Gurken die heute noch geblieben sind – billig in jeder Hinsicht.

    • Na ja, Es mag solche gegeben haben. Viele Private Banker haben den Zeitwandel und den Paradigmenwechsel schlichtweg verpennt. Die Leistungsmerkmale haben sich schon lange geändert, es muss mehr geboten werden, als nur ein sicherer Hafen für Gelder, Performence ist gefragt! Da wird heute auf hohem Niveau gejammert und den alten Zeiten nachgetrauert – die Zeiten der opulenten Essen und Gebühren kassieren ohne wirkliche Gegenleistung sind vorbei. Zudem wird über die Regulierung geflucht und gebetsmühleartig die Dolchstosslegende der bösen Evelyne propagiert, die schuld an der Abschaffung des Bankkundengeheimnisses ist. Da stellt sich doch die Frage, wer hat denn die Gelder aquiriert, wer war denn so oberschlau und hat diesen Leuten bei der Optiemierung namens Steuerhinterziehung geholfen. Der Schuss ist nach hinten los, es galt die Meinung alle anderen seien dumm und merken nichts. Nun ging es in die Hose und es wird auf hohem Niveau gejammert.
      Die Zeiten haben sich geändert, viele dieser Damen und Herren befinden sich aber immer noch im Dornröschenschlaf!

    • @F. Rausch

      Grossartiges Assessment über diese sehr private Gurkentruppe.

      Die „Dolchstosslegende“ der bösen Evelyne war im wahrsten Sinne ein dreistes Ablenkungsmanöver.

      Neustart auf Feld 1 – und aber mit ECHTER Wertarbeit.

  17. Ein Oberschnuri und Blender (fast) weg – dahinter stehen zehn weitere in der Schlange. Eine kleine und unbedeutende Rochade im Spiel namens „wie ziehe ich den Kunden – möglichst ungestraft – das Geld aus der Tasche“. Wann merkt die Welt – oder besser die Aktionäre – dass es genau diese schmierigen Typen nicht braucht?

  18. Die beiden teuersten großen Banken waren bzw. sind UBS und CS in der Schweiz (Privatbanken bzw. Semi-Privatbanken wie Julius Bär, Pictet usw., die noch viel teurer sind exklusive).

    Die Frage ist, wie ein Image-Wechsel bei der CS klappen soll.

    Wenn die CS eine Billig-Bank werden soll, dann muß sie eine ziemliche Wandlung vollziehen, um glaubwürdig als „billig“ nach außen austrahlen zu können.

    Zudem vergrault sie ihr klassisches Klientel, das bewußt CS oder UBS wählt, weil sie als teuer gelten, ähnlich wie Leute in Starbucks das x-fache für einen normalen Kaffee gerne zahlen, nur um zu zeigen, sie können sich das leisten (das ist das Geschäftsmodell von Starbucks).

    Die FDP Schweiz beispielsweise versucht aktuell, die Grünen links zu überholen und Gössi hat den Klimawandel zum neuen Thema Nr. 1 erklärt.

    Damit vergrault sie womöglich mehr bisherige Wähler als sie neue gewinnt.
    Denn: Warum soll einer, der grün will, FDP wählen und nicht das Original, die Grünen oder den Zwitter (den es ja auch schon gibt), die Grün-Liberalen?

    Es fragt sich also bei der CS, ob sie nicht auch mehr Kunden durch sowas verlieren würde als sie gewinnt.

    Sollte sie sich wirklich in der Markenstrategie neu so positionieren wollen.

    • Die CS ist die coolste Schweizer Bank. Dort zu arbeiten ist mal süss, mal bitter. Die Aktie liegt seit Jahren, wie eine Leiche, im „Zürisarg“. Aber gerade als Ultra Low Net Worth client ist man bei der CS gut aufgehoben.