Löst SNB-Minuszins modernen Bank Run aus?

Negativzins ist Dauerzustand geworden – Banken lassen Mittelstand zur Ader – Bank-Run vor der Tür?

Am Donnerstag, den 15. Januar 2015, fiel der Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro. An dieses Datum erinnert sich jeder am Paradeplatz.

Weniger präsent ist, dass nur knapp vier Wochen vorher die Schweizerische Nationalbank eine andere drastische Waffe nutzte.

„Die Einführung von Negativzinsen macht das Halten von Frankenanlagen weniger attraktiv und unterstützt damit den Mindestkurs“, so die SNB Medienmitteilung vom Freitag, den 18. Dezember 2014.

Ein letzter verzweifelter Versuch, die 1.20 zu halten. Jordan kämpfte, er schwitzte.

Der Swiss Notenbanker ging „All in“ mit einer bisher kaum genutzten Geheimwaffe, die die klassische Volkswirtschaftslehre überlisten sollte.

Nichts nutzte etwas. Jordans Mindestkurspolitik war gescheitert. Was jedoch blieb, war der Negativzins.

Heute, fast fünf Jahre später, verkündet Thomas Jordan vor Arbeitnehmervertretern von Pensionskassen, er könne „keinen Zeitpunkt nennen, ab dem der Negativzins nicht mehr nötig sein wird“ (SRF Beitrag vom 1. November 2019).

Aus einer verzweifelten Notmassnahme zur Rettung eines zum Scheitern verurteilten Mindestkurses wurde ein jahrelanger Dauerzustand.

Hatten zu Beginn einige Banken wohl gehofft, die ihnen bei der SNB verrechneten Negativzinsen schlucken zu können und nicht an die Kunden weitergeben zu müssen, so fällt jetzt eine Bank nach der anderen um.

Die möglichen gravierenden unbeabsichtigten Folgen einer Weitergabe von Negativzinsen an alle Kunden waren den Banken sicher von Anfang an bewusst. Daher hatten sie ja auf die Weiterverrechnung ans Gros der Kunden verzichtet.

Aber Milliardenbeträge jedes Jahr an die SNB und nun schon 5 Jahre Asymmetrie sind einfach zu viel – und das zu lange.

Die Negativzinsen müssen jetzt auch von kleineren Bankkunden eingesammelt werden. Die Beträge, ab wann Guthaben belastet werden, sinken entsprechend.

Die staatliche Postfinance, die Nummer 4 oder 5 im helvetischen Bankgeschäft, erregte letzte Woche Aufsehen mit der Nachricht, bereits ab Guthaben von 250’000 Franken Negativzinsen zu verlangen.

Es sei aber nur „eine tiefe vierstellige Anzahl Kunden betroffen“, die Ende Oktober per Brief informiert worden sei. So der Postfinance-Sprecher Johannes Möri zu 20 Minuten am 7. November 2019.

Alles kein Thema. Wir haben vor ein paar Tagen „bereits“ einige tausend Briefe mit der Hiobsbotschaft verschickt. Kein Grund zur Panik, das betrifft fast niemanden und ist schon alles erledigt.

So die Message.

So einfach ist das nicht. Es hat sich etwas geändert: Eine bisher abstrakte „Bedrohungslage“, nämlich dass der Negativzins, der nur für Grossbanken oder Multi-Millionäre mit riesigen Cash-Bergen relevant ist, eventuell einmal für weniger Wohlhabende auch gelten könnte, ist für Tausende Bankkunden plötzlich zur Realität geworden.

Und praktisch alle werden handeln. Denn warum sind Kunden überhaupt bei der Postfinance? Weil sie keine horrenden Gebühren zahlen möchten, und weil sie ihr Geld sicher versorgt haben wollen. Bodenständig.

Nun heisst es: Ab einer gewissen Grenze knöpfen wir Dir 750 Franken pro 100’000 jährlich ab. 7’500 Franken in 10 Jahren. #sorrynotsorry.

Du zahlst so lange, bis Du kapiert hast, dass wir Dein Bargeld nicht wollen. Investiere in Aktien oder Obligationen, ziehe Dein Geld ab, kaufe etwas. Aber einfach nur Geld sparen, nicht mit uns.

Wie gravierend die neue Massnahme der Postfinance ist, wird sich zeigen. Man kann davon ausgehen, dass die tausenden Kunden reagieren werden.

Es gibt Leute, die wechseln ihre Bank, um 20 Franken Jahresgebühren zu vermeiden. Hunderte oder gar Tausende Franken „Strafzinsen“ jedes Jahr lassen sich nur die wenigsten aufbrummen.

Ende Oktober kamen die Briefe an. Das heisst diese Tage werden gerade Bargeldbestände von der Postfinance an andere Banken überwiesen (per Mausklick, es dauert nur Sekunden).

Oder es werden Wertpapiere oder Edelmetalle gekauft. Oder grössere Geldbeträge werden in bar abgehoben und in ein Schliessfach gelegt.

Praktisch alle anderen Banken werden nachziehen müssen. Und die „Freigrenzen“ werden fallen.

Bald könnten also auch viele weitere Schweizer Banken ihre Kunden ab einer Cash-Höhe von 250’000 Franken bestrafen. Und dann, nicht mehr lange in der Zukunft, vielleicht schon ab 100’000 oder tiefer?

Das Überweisen zu einer anderen Bank wird als „Lösung“ nicht mehr funktionieren. Kein Geldhaus will mehr Cash.

Es wird also zu einem erzwungenen „Run“ heraus aus den liquidesten Giro-Mitteln hin zu anderen Assets oder physischen Geldscheinen kommen. 

Paradox: Eigentlich hatten Banken doch immer Angst vor einem Bank Run. Was, wenn alle Kunden ihre Giroguthaben abziehen und in Cash umwandeln?

Bank Run auf die Northern Rock Bank im Jahr 2007 (Foto von Alex Gunningham aus London, Perfidious Albion – Northern Rock Customers, Golders Green., CC BY 2.0, Wikimedia Commons)

Heute herrscht verkehrte Welt: Eine Schweizer Bank drängt ihre Kunden, allen „überschüssigen“ Cash abzuziehen. SNB sei Dank.

Ist ein von der Notenbank „Top-down“ provozierter erzwungener Bank Run weniger gefährlich als ein „Bottom-up“ Bank Run, der aus Angst vor dem Scheitern eines Geldinstituts entstanden ist?

Möglicherweise nicht. Denn beide Male könnte die Lage ausser Kontrolle geraten.

In jedem Fall wird weniger risikoarme Liquidität im System sein, dann, wenn sie gebraucht wird. Lassen sich viele Kunden nicht in Wertpapiere zwingen, kann es zu Bargeldabhebungen in grossem Stil kommen.

Und der Cash ist dann nicht mehr als Zahl auf der Bankenbilanz, sondern liegt als Papier im Bankschliessfach, im Tresor oder in der Matratze. Dort ist das Bare träge und kommt nicht mehr hervor, bis die Negativzinsen aufhören. 

Dies ist unter Umständen fatal. Gerät ein Finanzinstitut in Schieflage, hat es weniger des gemäss klassischer Lehre „sichersten“ und liquidesten Assets verfügbar: Es hat zu wenig Cash. 

Selbst wenn es nicht zu massenhaften Bargeldabhebungen kommen sollte, so kommt es trotzdem zu einer Verlagerung. Die Postfinance schreibt in ihrem aktuellen Halbjahresbericht:

„Tendenziell ist eine Verlagerung von Sparkonten in Anlageprodukte wie Fonds und Aktien zu verzeichnen.“

Anlageprodukte haben im Gegensatz zu reinem Cash auf einem Sparkonto natürlich ein ganz anderes Risikoprofil. Ist das im Sinne der Bankenstabilität?

Thomas Jordan warnte vor ein paar Tagen die Arbeitnehmervertreter von Pensionskassen mit deutlichen Worten vor den Risiken seiner Politik:

„Wir sind extremen Schwankungen unterworfen. Wir haben eine sehr grosse Bilanz. Diese Bilanz hat Wechselkursrisiken, die hat Obligationskursrisiken, Aktienrisiken. Wir haben jetzt vielleicht einen hohen Gewinn, der kann über Nacht wieder wegschmelzen.“ (SRF Beitrag vom 1. November 2019).

Hat Jordan aber auch die unbeabsichtigten Folgen seiner schon viel zu lange anhaltenden Negativzinspolitik im Blick, wenn es um die Banken geht?

Gemäss Nationalbankgesetz ist eine der Aufgaben der SNB, zur Stabilität des Schweizer Finanzsystems beizutragen.

Tut sie mit ihrer verfahrenen Politik nicht das Gegenteil? Erhöht die SNB nicht die Risiken eines veritablen Bank-Runs in der Schweiz?

Kommentare

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  1. Falsch
    Die PostFinance knüpft nicht jedem Kunden ab 250K die Minusspesen ab, sondern nur solche, welche dort ausschliesslich ihr Geld parkieren. Also trifft es sicher nicht die sogenannten „Normalkunden“.
    Zudem: Würde die Politik der Postfinance faire Rahmenbedingungen gewähren, würde das auch deren Kunden zugute kommen. Diese Hoffnung besteht, da bei den letzten Wahlen wohl ein paar Bankenlobbyisten rausgekickt wurden.

  2. So ein Bank Run wäre für die Schweiz nur positiv. Dieser würde die durch die gigantischen Eurokäufe erzeugte ebenso gigantische Liquidität reduzieren. Die SNB könnte dann noch mehr Euros und mit diesen noch mehr FANG-Aktien kaufen. Die überschüssigen Franken würden dann wenigstens teilweise unter den Matratzen eine Ruhestätte finden. Die Schweiz sollte deshalb dieses Szenario durch Ausgabe von 10.000 und später 100.000 Franken Scheinen unterstützen. Natürlich würde die Schweiz dann wieder zur Schwarzgeld-Oase werden, allerdings nicht bei den Banken sondern bei den Matratzen. Der Franken würde zu einer mehr als wertstabilen Zweitwährung in der Eurozone werden, was natürlich der EU überhaupt nicht gefallen würde.

  3. Wenn das eigene Geld dem Negativzins unterliegen würde, gäbe es den Bankrun.
    Da oft nur das Geld anderer Menschen/Unternehmen Gegenstand dieser Enteignung ist, bleibt der Bankrun noch aus.

    Schon heute kann es schwierig sein von einer Filiale ohne Vorankündigung einen 5 oder 6 stelligen Betrag abzuheben.
    Wir haben uns daran gewöhnt, dass Geld keinen Wert mehr hat, sondern nur noch eine Zahl auf einem Display ist.

  4. Zitat:
    „Jordans Mindestkurspolitik war gescheitert. Was jedoch blieb, war der Negativzins.“

    Die Nagtivzinsen allein auf ein Handeln der SNB zu münzen erscheint mir komisch.

    Denn:
    Negativzinsen gibt es auch im EU-Raum.

    Bei aller berechtigten Kritik an der SNB sehe ich nicht, warum das etwas spezifisch schweizerisches bzw. etwas auf das Handeln der SNB Zurückzuführendes sein soll?

    Und anstatt Deviseninterventionen á la Hildebrand verbunden mit einer Koppelung des Franken an den Euro erscheint es eine viel bessere Maßnahme, den Franken als weltweit begehrte Anlagewährung durch Minuszinsen unattraktiver zu machen.

    Es hat zudem den Vorteil, daß billigst Projekte finanziert werden können.

    Und der Franken scheint derart begehrt, daß sich dies auch nicht in absehbarer Zukunft ändert, denn die ausländischen Kapitalanleger scheinen lieber homöopatische Negativzinsen in Kauf zu nehmen als auf Anlagen in Schweizerfranken verzichten zu wollen.

  5. Würden alle Inhaber ihre Sichteinlagen in Schweizer Franken (466 Mia. CHF, Stand September 2019) in Banknoten umtauschen, würden sie direkt an den Devisenverlusten/-gewinnen der Schweizer Nationalbank partizipieren. Für den Umtausch ist genügend Liquidität in Form von Sichtguthaben inländischer Banken (479 Mia. CHF, Stand Oktober 2019) vorhanden. Die riesige Bargeldnachfrage würde aber ein riesiges logistisches Problem für die Banken und die Orell Füssli Sicherheitsdruck AG mit sich bringen.

    • Immer dieser Unsinn mit den Verlusten oder Gewinnen der SNB. Diese sind komplett obsolet für den einzelnen Bürger. Die SNB kann so viele sFr herstellen wie Jordan für richtig hält. Und es sind seiner Ansicht nach noch nicht genug. Daher ja auch die Negativzinsen, das Geld muss raus, soll auf keinen Fall gebunkert werden, die Geldschwemme ist das Ziel, nicht das Sparen. Sparen wird bestraft. Wenn die SNB Geld an den Bund und die Kantone ausschüttet, dann ist das letztlich auch ein Instrument zum Erzeugen von Inflation. Diese mit Gewinnen der SNB zu begründen und bei Verlusten in Frage zu stellen, ist Augenwischerei, eine blosse Comedy für die Medien und Ahnungslosen. Ist ihnen noch nie aufgefallen, wie die SNB munter jedes Jahr weiter Geld ausschüttet, auch wenn sie sogenannte Verluste gemacht hat! Manchmal bin ich fassungslos, wie wenig Leute diese simplen Zusammenhänge verstehen. Dabei reichte eine Schulstunde, um es zu erklären. Oder lassen Sie mal Ihre und die Nachbarskinder in der Garage mit Papiergeld spielen. Einer macht die Bank und “druckt” die Noten und bringt sie fair in Umlauf. Da werden Sie ganz schnell ganz viel begreifen. Uebrigens, was auch verrückt ist: während Jordans Mannen bald schon versuchen, das Geld auf der Strasse zu verteilen, spart der Bund (Schuldenbremse) wie ein Vorzeigestreber. Ha, also wenn das nicht absurd ist, dann… Aber gut, es beweist wenigstens, dass die Gewaltentrennung in der Schweiz tatsächlich funktioniert. Und bis der Bundesrat gemerkt hat, dass er auch Fenster und Türen öffnen müsste, ist whs. der Eurosüden konkurs gehangen und der €Währungsraum wird zweigeteilt.

  6. Die Altersvorsorge steuert auf eine Katastrophe zu: Sparen lohnt sich nicht mehr, die Pflegekosten steigen und bereits ab 45 Jahren wird es für Arbeitslose schwierig, eine Stelle zu finden.

  7. Kreditschneeball-Finanzsysteme beruhen immer auf Labilität. Wenn dann Notenbanken auch noch zu Spekulanten werden und riesige Summen durch Bilanzverlängerung erzeugen, um an den Börsen riesige Aktienpositionen aufzukaufen, und sich wie hochspekulative Hedge-Fonds benehmen, dann muss man sich nicht wundern wenn dann bei einem Börsencrash der Schuss nach hinten los geht.

    So wie es aussieht, wird die FED in den nächsten Monaten die Zinsen nochmals weiter senken, etwas verdeckt werden zusätzlich weitere luftige USD (QE’s) ins System gepumpt, wie bereits jetzt. EZB wird weiter Papiere aufkaufen. Vielleicht wird das alles nochmals zu einer finalen Börsenhausse führen. Jeder Crash wird erst in der Hausse ausgelöst, dann wenn die Hände zittrig werden, und der Jordan im SNB-Gebäude schwitzt wie in einer Sauna.
    Wenn er dann seine Aktien nicht rechtzeitig verkauft, wird seine spezialgesetzliche SNB AG in die Tiefe rauschen und mit ihr der Schweizer Franken. Dann werden der Jordan und die Exporteure ihren tiefen CHF haben.
    Die SNB wird dann aber so gut wie pleite sein, und mit ihr die Schweizer Bevölkerung, die sogenannten Eidgenossen. Mit geniessen wäre es dann leider vorbei. Dann werden nicht mal mehr schöne Landschaften etwas nützen.

    Aber vielleicht kann der Hedge-Fonds-Manager Jordan in abwartender Haltung, in seiner SNB-Sauna, seine rettenden Gewinne noch einfahren und die Champagnerkorken knallen lassen.

    Niemand sollte sich aber zu früh freuen, denn der Zusammenbruch des Weltfinanzsystem wartet auch dann noch im Hintergrunde.

    Für die grosse träumende Masse der Bevölkerung wird es leider so, oder so kein erfreuliches Ende geben.

  8. Es zeigt sich einmal mehr, dass schnell nach der Poltik gerufen wird- wenn längst Feuer unter dem Hut brennt! Und, genau da liegt das Problem. Politbern ist nicht euer Freund- genau die sind es die es ja so richten zulassen, dass das Volk derart enteignet wird!
    Und genau diese bezahlten Null Nummern definieren den Wohlstand auch noch durch Zuwanderung……
    Der etwas ältere Zeitgenosse hat noch sehr genau in Erinnerung, als der Euro eingeführt wurde, explodierten die Preise- und welche Nationen hatten Jahrzehnte lang auf Kosten von Euro Subventionen es sich gut gehen lassen? exakt, es sind genau diese Staaten, welche den EURO im Schritttempo in’s Grab bringen werden, was notabene einher geht mit dem EZB Finanzkollabs. Jeder, nur einigermassen normal denkende Mensch weiss, dass ein Korb voller Währungen ein unberechenbarer Mix aus toxischen Indikatoren darstellt- welcher nie auch nur im Ansatz geniessbar sein wird…..

    Man ist ja auch da schon auf der Zielgeraden- Frau Lagarde wird ihre Jahre als Chefin der EZB schön ruhig absitzen und ihre eigenen Interessen schützen… Sie hat alles andere als eine weisse Weste!
    Sie ist genau eine solche Person, auf die es gilt sehr genau zu beobachten!

  9. Vielleicht eine dumme Frage, aber vielleicht kann mir das jemand vernünftig erklären?! Warum bezahle ich für einen Privatkredit dann so hohe Zinsen oder auf meine Kreditkarte, wenn die Banken doch das Geld loswerden wollen und ich nicht sparen, sondern konsumieren soll? In Deutschland sind die Zinsen für einen Privatkredit (meine nicht Hypo) wesentlich tiefer?

    Vielen Dank für die Erklärung!

    • Sparmarge = -0
      Transformationsmarge = quasi 0
      Zinsmarge = hoch (Ausfallrisiko)
      ——————————–
      Kleinkreditzins = +hoch
      ================================

  10. Es dürfte wohl klar sein, dass Kreditvergabe bald nicht mehr möglich sein wird. Dann wird das gesamte Kreditschneeball-Finanzsystem der Banken und der SNB in der Schweiz vielleicht schon bald zusammenbrechen.
    Vielleicht werden die “gescheiten“ Eidgenossen dann gleich noch zum Crashauslöser für den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems!

    Herr Jordan, Bundesrat und Parlament werden sich dann rühmen können mit “Worldfinancialcrash made in Switzerland“.

    Da liegt dann bestimmt der UNO-Präsidentensessel in eidgenössischer Reichweite, um die neue Weltfinanzordnung mit einer Weltzentralbank einzuführen. Wer schon die Schweizergarde für den heilgen Papst zur Verfügung stellt, der soll doch bitte auch gleich (“neutral“) die neue Weltordnung präsentieren dürfen.

  11. Aus den ganzen Debaten kann man eines herauslesen.
    Offenbar haben das nur wenige geschnallt, oder können es schnallen,die klassische Ökonomie, Lehre und Forschung hat sich in facktisch Luft aufgelöst, DIE lebt nur noch in den Köpfen weiter.
    So etwas wie ein ,,Netter Begleiter,, neben einer mehr als unerfreulichen knallharten übermächtigen Realität.
    Auf dem Hintergrund einer schleichend absaufenden Realwirtschaft,mehr schlecht den recht, mit steigender
    Geldmenge knapp am laufen gehalten.
    Innzwischen sind die Globalen Schuldverschreibungen auf 400% eines Jahres Welt-BIP angewachsen.
    Da ist innzwischen eine gigantische Schuld-Geldblase.
    Innzwischen ist ALLES globalisiert Realwirtschaft und
    das ganze Geldsystem.Aus dem üblen Megakuchen aussteigen,schön wärs ,glatt vergessen.
    Das eine Einzelfirma mit Schuldverschreibungen, mit dem 4 fachen eines Jahresumsatzes, sackpleite ist, na ja das passt grad noch in die etwas naiven Birnen.
    Das ganze hochgerechnet und übertragen auf die Globale Ebene??? Damit sind vor allem die Globalistenhirne offensichtlich wie es scheint, hoffnungslos übervordert.
    Auf dem Hintergrund mit deeeeen Fakten.Hmmmmm???
    Realwirtschaftswachstum mit der Möglichkeit von positiever Kapitalverzinsung zu rechnen. Hmmmmm???
    Da sind jetzt gaaanz viele anderer Meinung.
    Das ist den doch knallhart nüchtern besehen,eher putzig naiv.
    Da lauft längst ein Megaexperiment an der gesamten Menschheit, harmloser Fachbegriff Globalisierung.
    Ergebnis noch offen.Ein positieves Endergebnis wird
    knallhart nüchtern besehen, immer unwahrscheinlicher.
    Nicht so schön, der Mensch gibt sich heute ,,Modern,,
    schlauer ist der nicht geworden, jedoch etwas
    ausgefuchster beim ,,Triksen,, gege die Naturgesetze.
    Auch die Ökonomie,und damit das Geldwesen,unterliegt
    nicht aushebelbaren Naturgesetzen.
    Realwirtschaft und Geldsystem sind absolut untrennbar ineneinander verwoben.Auf dem Hintergrund einer schleichend absaufenden Realwirtschaft, kann und wird
    es unter dem Strich keine positiven Kapitalerträge geben, resp.sehr deutlich mehr Verlierer als Gewinner.

  12. Aha, die Banken wollen kein “Geld“ mehr.

    Wahrscheinlich wollen sie erst dann wieder “Geld“ wenn sie gerettet werden müssen!

    Sehen Sie nicht, in was für einer idiotischen, betrügerischen Welt wir leben müssen, dank idiotischer unfähiger Politik, Banken und Notenbanken?

    Langsam sollte auch der letzte Idiot realisieren, dass man echtes Geld nicht digital mit einer Tastatur und Computer erzeugen kann, sondern nur durch echte Arbeit und Leistung!
    Die Digitalzahlen sind beliebig vermehrbar, und deshalb als Geld nicht brauchbar!
    Letztlich kann ja auch niemand digital essen!

    Den Bankern, Notenbankern und Politikern auf dieser Welt darf man kein Vertrauen schenken.
    Ihr Finanzsystem beruht nicht auf Vertrauen, sondern auf Betr…g.

  13. “Moderner Bankrun“ – gibt es auch altmodische Bankruns?

    “Jordan kämpfte, er schwitzte“

    – also, es schweisselt bereits in der ganzen Schweiz von Jordans
    Schweissausbrüchen. Dabei sitzt er doch nur hinter einem Computer und
    vergrössert an seiner Tastaur die Zahlen der Bilanz der
    spezialgesetzlichen SNB AG.

    Halten Sie mal eine Tausender Schweizer Franken Note unter die Nase, die stinkt ja regelrecht zum Himmel, vor lauter jordanischen Schweissausbrüchen!

  14. Es wird zwangsläufig zu Bank Runs kommen, auch in der Schweiz. Die Banker sollten sich jetzt schon mal ganz warm anziehen und ausreichen Cash vorhalten um den ganzen Kunden beim Bank Run dann auch tatsächlich die ihnen rechtlich zustehenden Guthaben bar auszuzahlen.
    Ich werde auf jeden Fall kurzfristig meine 120‘000 CHF abheben und in ein schliessfach legen. Alle meine Freunde wollen auch ihr Bargeld kurzfristig abheben, keiner wird Negativzinsen an seine Bank zahlen und schon gar keine überrissenen Bankgebühren.

  15. Die zwingende Konsequenz aus Minuszinsen wird das Bargeldverbot sein. Nur noch eine Frage der Zeit, bis die neue EZB-Domina dies im Alleingang beschliesst. Und les petits Suisses werden gehorchen, unsere europhilen Roten und Grüninnen sogar vorauseilend.

  16. Bisher war unsere Familie noch nicht von Negativzinsen betroffen. Allerdings wurden bei unseren Banken entweder neue Kontogebühren eingeführt oder die bestehenden Kontogebühren erhöht. Im Prinzip ist das ja nichts anderes als Negativzinsen einfach über die Hintertüre eingeführt. Was machen wir jetzt ! Nun wir haben etliche CHF Konten bei verschiedenen Banken inzwischen geschlossen und beschränken uns auf nur noch auf wenige Konti. Sollten die Gebühren weiter steigen, werden wir dafür sorgen, dass wir am Schluss als Familie nur noch ein CHF Konto haben werden. Die Konti der Kinder werden wegen der Spesen ebenfalls vollständig aufgehoben und das Geld geht zu uns Eltern. Wir führen für die Kinder dann einfach eine private familieninterne Buchhaltung. Das Problem wird für die Bank aber sein, dass sie jetzt die Kinder hat und somit die Zukunft. Werden die Kinderkonto vollständig saldiert ist auch ein Teil der Zukunft für die Bank weg. Aber eben soweit denken die meisten Banken gar nicht.

  17. Es werden hier Prognosen von weiteren Negativzinsen, resp. deren Weiterreichung getroffen. Dies ist eine reine Panikmache. Es scheint, dass der Autor einen Prozess in Gang setzen möchte, um anschliessend sagen zu können: „Ich habs euch ja gesagt!“ Der Autor, welcher hier, wieso auch immer, nicht namentlich genannt wird, ruft quasi zu einem Banken Run auf. Ist sich dieses Medium, wie es sich gerne selbst nennt, seiner Verantwortung bewusst?

    • An Sandro. Nein, das ist leider keine Panikmache. Schauen Sie die Realität genauer an. Immer wie mehr Banken führen diese Strafzinsen ein. Ausserdem werden den Bankkunden bei immer wie niedrigeren Beträgen schon solche Negativzinsen belastet. Bei verschiedenen Banken betrifft es nicht nur Millionäre. Falls die SNB nächstes Jahr auf minus ein Prozent geht, wird alles noch wesentlich schlimmer für Private, Firmen, Pensionskassen usw.

  18. Man kann sich schon fragen, ob es nicht fahrlässig ist, das Wohl einer Volkswirtschaft dreier Personen zu überlassen. Das Experiment der Negativzinsen, welches uns Bürger als kurzfristige Massnahme zur Stützung der Wirtschaft verordnet wurde, ist definitiv gescheitert. Die Kollateralschäden nehmen bedrohliche Ausmasse an und die Ertragserosion wird für die Banken sehr kritisch. Wann wird Herr Jordan begreifen, dass immer das Gleiche zu tun und in der Hoffnung leben, dass dabei etwas Besseres herauskommt, der helle Wahnsinn ist. Diese Erkenntnis stammt von Albert Einstein!

  19. Sparer sind resistent. Die Wenigsten werden ihr Geld abziehen. Es wäre allerdings an der Zeit die FINMA Tragbarkeitsregeln für die Vergabe von Hypotheken zu ändern. Es ist nicht normal, dass 4,75% Zins + 1% NK, also insgesamt 5,75% als Tragbarkeitsregel für Hypotheken weiterhin angewendet werden müssen und zwar auch dann, wenn die Belehnung des Objektes unter 65% ist. Bei den in Zukunft tieferen Renten werden immer mehr ü55er, Frührentner und Rentner ihr Eigenheim vermieten oder verkaufen müssen und dann aus rationalen Gründen auswandern, weil trotz rekordtiefer Zinsen von unter 1% weiterhin mit absurden 4,75% gerechnet wird. Wegen der Zwangsamortisationen, bedingt durch diese absurden Tragbarkeitsregeln, werden die meisten ü50er, die in der Schweiz bleiben wollen und ihr Haus nicht verkaufen oder vermieten wollen, den Gürtel viel enger schnallen und enorm sparen, um die Hypotheken zurückzahlen zu können, anstatt für die Energiewende in ihr Haus zu investieren oder ein E- Auto zu kaufen oder zu konsumieren, was schlussendlich die Negativzinsspirale weiter verstärken wird.

    Es sollten „Schattenbanken“ entstehen, wo Sparer 1% Zins bekommen und Hypothekarnehmer 2% Zins bezahlen bei einer maximalen Belehnungsobergrenze von 70% des Verkehrswertes. Wer macht den ersten Schritt? Wer meldet sich bei mir, um über die Umsetzbarkeit zu diskutieren und das Startprojekt zu lancieren?

    • 1991 ragten viele Hypotheken über den Kaminrand hinaus. Die Tragbarkeitsregeln waren nicht so rigide wie heute. Innerhalb von zwei Jahren fielen die Marktwerte für Liegenschaften an mittlerer und schlechter Lage um mehr als 30%. Allein die ZKB musste innerhalb eines Jahres 2.3 Mrd. zurückstellen, was sie an ihre Grenze brachte. Eine gewaltige Geldvernichtung war die Folge. Die Beseitigung des Scherbenhaufens brauchte Jahre und wirkt teilweise bis heute nach.
      International gesehen ist die Schweiz rekordhoch privat (hypothekarisch) verschuldet.
      Nein, ich glaube nicht, dass die Lockerung der Hypothekarvergabe in diesem abstrusen Zinsumfeld gut wäre. Die Risiken würden zu hoch. Schon heute ist das Ponzi-System am Anschlag. Der Spielraum für die Vorwärtsstrategie wird immer kleiner. Ich glaube, die Europäer würden sich eine Japanisierung auf Dauer nicht gefallen lassen. In Europa hat es zu viele Individualisten und zu wenig Soldaten.

    • Einverstanden.

      Der Technische Zinssatz von total 5.75 % den gewisse Banken hervorziehen um eine Hypothekarvergabe zu umgehen ist ein Relikt aus grauer Vorzeit und bedarf einer gezielten überlegten Neuanpassung nach unten.

      Sparer von heute sind m.E. nicht resistent sondern geistig träg geworden. Das geäufnete Kapital ist nachhaltig zu investieren.

    • Eine schöne, romantische Vorstellung. Die Schattenbank hätte von heute auf Morgen 1000e neue Kunden, die ihr Spargeld zu 1% anlegen würden! Aber niemand, wirklich niemand würde 2% für die Hyp bezahlen. Erkennst Du den Fehler im System…? Die Tragbarkeitsrechnung ist o.k., wenn diese auch noch gelockert wird, steigen die Immopreise gleich nochmal 10%. Das will/braucht niemand…

  20. Endlich hat es jemand beim Namen benannt! Die Politik des billigen Geldes ist auf dem besten Weg den Wert des Papiers selbst zu zerstören. Was bleibt? Ein Haufen wertloses Papier. Das können die „intelligenten, sachlichen Ökonomen“ wohl nicht nachvollziehen, dass der Mensch aus dem Gefühl handelt und wenn das kippt, dann werden selbst die grössten Sachmenschen zu gefühlsgetriebenen „Entscheider“. Der Minuszins mindert (gefühlsmässig) den Wert des Geldes und wenn wir dann auch noch für Papier bezahlen müssen, dann ist es das nicht mehr Wert was draufsteht. Für die Altersvorsorge war es immer schon eine Schwachsinn und die Politik (von links bis rechts) ist damit überfordert, denn sie hätte bei derartigen Bedingungen handeln müssen. Da klönen die etablierten Parteien über ihren Wählerschwund, dabei hätten sie die Ängste (Altersarmut, Verlust des Sparpatzen durch Entwertung, Arbeitslosigkeit 50+, Digitalisierung, etc.) der Menschen nur besser lesen und praktikable Lösungsansätze (nicht einfach und schon gar nicht auf die Schnelle) aufzeigen müssen, der Wählergewinn wäre ihnen sicher und für die Bevölkerung ein Gewinn!

  21. Der wahre Schuldige an der Misere ist Europa in Form der EZB mit der unsinnigen Einheitswährung Euro.

    Während in den vergangenen zwei Dekaden ganze Kontinente wirtschaftlich stark wuchsen und prosperierten wie Asien und China entwickelt sich Europa zusehends zum ewigen Verliererkontinent, da der Wettbewerb zwischen den Nationen und die Schnittstelle in Form der nationalen Währungen ausgeschaltet wurde, so daß die Schlechten die Guten mit in den Abgrund ziehen.

    Dabei ist die langjährige Japanifizierung und Zombifizierung inzwischen auch in Europa so weit fortgeschritten, daß eine Umkehr fast unmöglich geworden ist.

    Inzwischen dürfte es Allgemeingut sein, daß sich Länder mit stark unterschiedlicher Wirtschaftsstruktur und -geschichte wie Süd- und Nordeuropa eine Währung nicht teilen sollten.

    Das hängt auch damit zusammen, daß Personen aus der Generation, die dieses Desaster politisch verursacht und begleitet haben mit der „Rettung“ und dem „Zeit kaufen“ beauftragt werden wie aktuell in Form der Pensionärin Christine Lagarde.

    Mittendrin in dem Desaster die Schweiz …

    • Der wahre Schuldige ist das weltweite Kreditschneeball-Finanzsystem der Notenbanken und Banken.

    • Sie sollten nicht vergessen, dass die Ökonomen und Berater derjenigen Personen die das damals entschieden haben, ganz genau wussten was sie taten.
      Nach meinen Recherchen ist die Krise von Anfang an gewollt gewesen, weil man mittels der Krise die Vereinigten Staaten von Europa als Lösung präsentieren kann. Nach und nach wird die Souveränität der EU-Staaten wegen der Krise wegbröckeln und zu der EU übertragen – bis ein Superstaat nicht mehr vermeidbar ist. Die EU-Gründer haben mehrmals öffentlich gesagt, dass sie im Verdeckten vorgehen und so den Superstaat gründen wollen.

      Diese Methoden, mit denen die EU arbeitet, sind mieseste Tricks, aber das Volk fällt immer wieder darauf herein, weil es nicht glauben kann, dass die Regierung so bösartig ist und ihre Probleme – seien es nicht funktionierende Ökonomien, selbst gezüchtete Terroristen, Aufstände oder politische Gegner – selbst züchtet. Um am Ende die gewünschte Politik beim Volk durchzubringen. Ohne das selbst hergestellte Problem, würde die Bevölkerung niemals auf die Wünsche der Politiker eingehen. Dabei sind diese Methoden so alt wie die Menschheit.

      Das nennt man das Hegel`sche Prinzip, mit der These, Antithese und Synthese. Mit der These erzeugt man ein Problem. Mit dem zweiten Schritt, der Antithese schafft man die Opposition oder Gegenreaktion, mit der man Angst, Panik auslöst. Die Synthese schließlich ist die Lösung des selbst geschaffenen Problems. Mit diesem uralten Prinzip der psychologischen Kriegsführung kann man fast alles erreichen.

      Der Kommunismus ist zum Beispiel eine der besten künstlich erschaffenen Antithesen. Auch der arabische Terror war von den Briten geschaffen worden, als man Indien und Pakistan trennte. Durch den selbst geschaffenen Terror, konnten sich die Briten sicher sein, dass die beiden Länder nie wieder in Frieden zusammenleben und die Briten können die Länder bequem lenken, ohne vor Ort sein zu müssen.
      Durch die CO2 Klimathematik kann man eine Weltregierung schaffen, mit dem Argument, dass einzelne Länder nichts mehr erreichen können.

      Um zum Thema Minuszinsen zurückzukommen. Es stellt sich die Frage, ob die Finanzkrise 2007/8/9 nicht eine gezielt geschaffene Krise war, mit der man Minuszinsen einführen kann, die dann zur Bargeldabschaffung und letztlich zum RFID-Chip führen sollen. Für beides wird immer wieder Werbung in den Medien gemacht.

    • Ihre Geschichte beginnt leider etwas früher … die Japaner und die US-Amerikaner haben dieses unsinnige Spiel erfunden. Ich erinnere mich an zwei Schweizer Grossbanken, die wesentlichen Anteil an der Finanzmarkt-Subprime-Krise von 2008 hatten … eine davon ist daran ja faktisch Konkurs gegangen. Zudem erinnere ich daran, dass Schweizer Grossbanken lange Zeit zu den grössten Gläubigern des Griechischen Staates zählten.

      Wenn ich die Bilanz der SNB ins Verhältnis zu jener der EZB oder jener des FED setze, dann haben wir auch ein hauseigenes Problem. Und dieses Problem können wir selber lösen … Wir haben neben einer eigenen Geldpolitik auch eine eigene Fiskalpolitik. Wenn die SNB und die Politik unfähig sind, das Problem zu lösen, dann werden dies eben die Märkte richten.

    • Die EZB trifft keine Schuld. Das Problem ist hausgemacht. Die SNB hat sich die 800 Milliarden Zeitbombe selbst gebastelt. Entschärfen kann man sie nicht, weil Verkäufe die Asset Preise nach unten und den Franken nach oben treiben würden. Jetzt sind wir auf Gedeih und Verderben der EU ausgeliefert. Die EU Turbos und Euro Gläubigen wird’s freuen. Nach dem Crash wird vom 800 Mrd. Berg noch ein Hügel übrigbleiben. Der wird aber bekannter sein als das Matterhorn.

    • So nebenbei ist da auch noch etwas gelaufen mit dem
      offenbar keiner gerechnet hat, oder wollte.
      In Peso.Drachme.oder Lira hätte sich das der eine oder andere Kreditgeber wohl 2x überlegt ob er denn entsprechende Kredite vergibt.
      War ja doch erstaunlich wie schnell so gewisse Strukturschwache Staaten mit dem EURO zu ihrem
      ,,Wirtschaftswunder,, gekommen sind.
      Na ja 2008 verpuffte das ,,Wirtschaftswunder,,die
      Wahrheit kam ans Tageslicht. Das Basierte auf horrenden Schulden.
      Merke: Wenn Schulden nicht im Nachhiein mit Realwirtschaftlicher Leistung unterlegt werden,
      dann sind die Schuldverschreibungen nicht einmal mehr
      das Papier wert.
      Die Möglichkeiten Geld, Kapital zu verbrennen sind recht umfangreich.
      Soooo einfach wie sich das viele vorstellen,ist die Misere NICHT aus der Welt zu schaffen.Das hat Spuren hinterlassen, deutlich mehr und tiever in die Realwirtschaft hinein als den meisten bewusst ist.Wenn die EZB glaubt sie könne das mit ihrer Geldpumpe parieren, dann ist die auf dem Holzweg und kann oder will es nicht schnallen das sie die EZB ein totes Pferd reitet.Grins mal abwarten ob die Lagarde das schnallt.Leute die sich für viel Geld auch in den A. tretten lassen finden sich allemal.Seit bei Versagen nur noch die Entlassung und nicht mehr der Strick oder das Fallbeil droht, wirkt so ein Posten fast wie ein Gewinn in einer Lotterie.

  22. Das kleinstmögliche Volumen einer Million Franken in Scheinen — also tausend 1‘000er Noten — misst 16 x 7 x 10 cm und wiegt gut ein Kilo. Die Mietkosten eines Banktresors in dieser Grössenordnung belaufen sich im Durchschnitt auf 200 Franken pro Jahr (bei der Raiffeisen je nach Standort nicht einmal die Hälfte). D.h. der „Negativzins“ beträgt schlappe 0.02%. Das wäre doch eine Alternative, um der SNB ein Schnippchen zu schlagen… 🤔 Knapp dürfte es mit den Safes nicht werden, alleine die UBS bietet in der Schweiz 240‘000 Schliessfächer an.

    • Ihre Kommentare über die Folgen der desatrösen Politik von EZB und SNB sind unter allem Hunde.

    • Safeinhalte sind durch die Banken nur ungenügend versichert, meines Wissens liegt die Versicherungssumme je Fach deutlich unter CHF 100’000. Man kann über die Wahrscheinlichkeit eines Tresorbrandes, Wasserschadens oder ausgeklügelten Diebstahls spekulieren, aber das Risiko besteht und dessen muss man sich bei dieser Variante bewusst sein. CHF 1’000’000 in Bar am Tag X wieder bei einer Bank auf ein Konto einzahlen zu wollen, ist ausserdem ein Alptraum!

    • Weshalb soll man immer wertlosere Papier-Scheine mit wertlosem Zahlenaufdruck und baldigem Verfallsdatum, auch noch in Banktresoren verwahren?
      Um sie dann zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie nur noch zum anzünden des Heizofens zu gebrauchen sind, wieder dort abzuholen?

      Der Helikopter mit Jordans Helikoptergeld wird so schwer werden, dass er ihn gar nicht mehr wird starten können!

    • Na ja auch Geld in Papiervorm hat sich zu allen
      Zeiten entwertet,unterliegt der Inflation.
      Wenn die Geldmenge schneller wächst als das Realwirtschaftsergebnis, dann sinkt der Realwert des Geldes immer und nicht aushebelbar.
      Ob das Geld in Banknötli oder Digital gelagert oder im Kreislauf rollt oder als Kapital angelegt ist.
      Grins ist schnurzegal.
      Einfach etwas Wirtschaftsgeschichte inhalieren.
      Die Grosse Inflation in Deutschland, hmmmmm???
      Damals gab es noch kein Digitalgeld.
      Nur Schuldverschreibungen Aktien usw.
      Und eben schöne Nötli in rauhen Mengen für die es jeden Tag im Tausch gegen Reales immer weniger Reales gab.Die Negatievzinsen sind schlicht und ergreifend schleichende Geldentwertung=Inflation.Das mit Banknötlie aufhalten. Na ja Glaube mach wie eh und je Seeeeelig und mit Verfallsdatum Glücklich.
      Na ja seit dem Wechsel vom Nachfrage zum Angebotsorientierten Kapitalistischen Wirtschaften,
      ist das halt etwas komplizierter geworden mit dem Einordnen und Bewerten von Abläufen und Ergebnissen.
      Der Kernhintergrund bleibt der Gleiche es gibt den Soliden,segensreichen und den Lotterie-Larivari-Kapitalismus, leider stecken wir innzwische bis über den Scheitel in einem übel riechenden Lotterie-Kapitalismus.
      Freundliche Grüsse

    • Der overkill liegt darin, dass Banken mit freien Fächern eine Bargeldeinlage verlangen. Wir bekamen das zweitletzte!Fach vor zwei Jahren nur gegen eine Kontoeröffnung von 20kg…

    • Nun ja, die Preisanpassung bei den Schrankfächern haben die Banken halt bisher auch verschlafen. Insbesondere weil die Nachfrage klein war und Fächer nur noch als notwendiges Übel für solvente und spezielle Kunden angeboten wird. Die Preise sind niemals kostendeckend und werden quersubventioniert. Aber sobald die Negativzinsen im Retailsegment kommen, wird die Nachfrage sprunghaft steigen und die Preise verzehnfachen sich. Zudem wird die EZB solange Druck auf die NB machen, bis die 1000er Note aus dem Verkehr gezogen wird. Dann verfünffacht sich die Kosten vom Halten von Cashbeständen.

    • Die Eidgenossen sind selber schuld. Das was Ihr wählt,auf die hört Ihr, und das habt ihr dann!

      Wenn man sich nur durch stänige Medien-Desinformation und Gehirnwäsche und grün-sozialistische Wohlstands-Schönredner leiten lässt, braucht man sich nicht später zu wundern, wenn einem graue Haare wachsen.

  23. Zitat:
    Wir sind extremen Schwankungen unterworfen. Wir haben eine sehr grosse Bilanz. Diese Bilanz hat Wechselkursrisiken, die hat Obligationskursrisiken, Aktienrisiken. Wir haben jetzt vielleicht einen hohen Gewinn, der kann über Nacht wieder wegschmelzen.“ (SRF Beitrag vom 1. November 2019).

    ———————————-

    So so, aber Ausschüttungen an die Kantone werden trotzdem gemacht…… auf realisierte Bewertungsgewinne von denen Jordan hier immerhin selber zugibt das es Luftnummern sind.

    Der Dummkopf ist gefesselt an seine Devisenberge die ihm keiner mehr abkauft ………. ausser zu einem Bruchteil des ehemals gezahlten Betrages.

    Nun ja, diese weitergabe der Negativzinsen, ich finde das sehr gut.
    Denn nur so fangen Herr und Frau Schweizer endlich mal an darüber nachzudenken, was unsere SNB eigentlich tut.

    750 Franken….. nein besser 5000, und Freigrenze auf 10ooo herabsetzen ……denn je mehr umso effektiver wird es zum nachdenken anregen.

    • Korigenda….…

      Es sollte oben heissen.

      ….auf „un“realisierte Berwertungsgewinne….

  24. Ganz schlimm ist auch die ätzende Wirkung der Negativzinsen auf die Moral. Was hier vermittelt wird, ist dass Sparen – also der Grundsatz des Verzichts um Morgen mehr zu haben – bestraft wird. Dem Menschen wird gesagt: Warum sparen, hau den Klotz raus, konsumiere, kaufe alles – wenn nötig auf Kredit. Das befeuert den ohnehin schon vorherrschenden Drang zur Instant-Gratifikation noch viel mehr.

    • Man kann auch in US-Dollar sparen, US-Treasuries und viele amerikanische Anleihen gibt es in Stückelungen von US$ 100,00.

      Man muß nur etwas über den Tellerrand sehen, was einigen recht schwer zu fallen scheint …

    • @Herätiker
      Natürlich kann man sich auch einmal fragen, wie lange der (inflationsbefreite) Sparer darauf zählen kann, dass laufend frische Waren und neue Produkte auf Kredit produziert und präsentiert werden, bis er sich einmal für den Kauf eines solchen entschliesst.

    • @Bondholder: Ja genau, 1.5% auf 10 Jahre, abzüglich Gebühren, Abzüglich Umtauschkosten, Depotgebühren etc. und dann noch ein Währungsrisiko tragen…? Super. Wenn dann der Minuszins wirklich abgeschafft wird (was ja hier fast alle fordern), ist der USD noch 90 Rappen oder weniger wert. Was dann mit den Treasuries??

  25. Der Autor hat vollkommen recht. Thomas Jordan jagt mit Scheuklappen seinem Wechselkursziel hinterher und ist offenbar unfähig oder unwillig die immensen Kollateralschäden zu sehen, die sein Wirken anrichtet. Deshalb sehe ich keine andere Möglichkeit, als ihn durch eine kompetentere Person mit mehr Umsicht zu ersetzen.

    • Ganz im Gegenteil Herr Jordan weiß genau was er macht, die Frage ist nur un wessen Auftrag? Weil eines ist gewiss, für die CH Bevölkerung arbeitet er ganz gewiss nicht.

    • @frutiger, und wer soll das sein… ??? hr. kurer 🙂 hr. ermotti 🙂 oder sie frutiger

  26. Die SNB bereichert sich an den Negativzinsen. Dies ist Diebstahl am Volk. Wann reagiert der Bundesrat und die Politiker endlich.

    • Das ist einfach zu beantworten,weil der bundesrat , snb ,und die mehrheit der politiker noch immer den miserablen € stützen wollen auf kosten der pensionskassen ahv arbeiter unternehmer sparer und rentner…..

    • Negativzins ist Enteignung durch Diebstahl und illegal;

      verstösst gegen die Bundesverfassung Art. 26/ Eigentumsgarantie!
      ================================================================

      Die Finanzverbrecher und Betreiber des Kreditschneeball-Finanzsystems sind am Ende ihres Lateins!

      Das Justiz und Polizeidepartement hätte schon längstens eingreifen müssen.
      Das tun sie aber nicht. Deshalb die Frage:

      Vertreten der Staat und seine Politiker/-.innen wirklich die Interessen der Bevölkerung, oder nicht eher die Interessen der Krediterzeuger, der Banken und Notenbank?

    • Danke, das sehe ich auch so. Leider bereichert sich nicht die SNB, sondern sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass sich einige wenige Private bereichern können.

    • Das muss das Volk schon selbst in die Hand nehmen: Eine griffige Lösung und 100‘000 Unterschriften sind für eine Initiative gefragt.

    • Warum sollte denn der Bundesrat und/oder die Politiker reagieren?! Kann es sein, dass Sie der Ansicht sind, dass Ihre Interessen dort vertreten werden? Im Ernst??

    • die grosse Lüge dem Volk gegenüber ist: die Nationalbankinterventionen werden ausschliesslich mit Fiatgeld getätigt…

  27. Warum braucht es zum Stabilisieren des CHF einen SMB Chef, der entscheidet wie er grade will. Jeder Regelungstechniker beschreibt Stabilität mit einer Formel und ein Computer setzt sie um. Warum haben Politiker und Bänker so wenig Ahnung von Mathematik?

    • @ Ingenieur

      Was ist denn eigentlich ein SMB-Chef?

      Ist denn das ein Schweizerischer-Masturbations-Beamten-Chef, oder was?

    • @Ingenieur
      Offensichtlich können Bankfachleute Kompliziertheit und Komplexität besser unterscheiden. Das wird auch der Grund sein, weshalb ein Ingenieur nur Regelungstechniker und kein Kybernetiker ist.

  28. Das Geld in seriöse Schweizer Aktien anlegen ist immer noch das beste. Nur keine Strukkis und Grossbanken, dort steckt der Wurm drin und stiehlt das Geld. TT lacht sich kaputt und denkt wie blöd der VR ist und ihn vergoldet.

    • Was sind heute noch seriöse Schweizer Aktien?

      Die globalen Gewinnerunternehmen aus Internetwirtschaft, Elektronik, Chip- und Softwareherstellung, Biotechnologie und Medizintechnik finden aktuell sich fast allesamt in Amerika.

      Die Schweiz hat glückliche Nebenwerte, beispielsweise Lonza, Ems-Chemie, Interroll, Kardex, Partners Group, lastminute.com, etc.

    • Der gesamte schweizer Aktienmarkt besitzt die Marktkapitalisierung der zwei größten Aktien Amerikas, Apple und Amazon.

      Für ein Volk von 8 Millionen Einwohnern ist das sicher nicht schlecht, aber eben nicht der Mittelpunkt der Welt.

  29. Es führen viele Wege nach Rom. Der von unserer SNB gewählte Weg ist einer von vielen möglichen Wegvarianten. Jeder Weg ist für die einzelnen Marktteilnehmer mit mehr oder weniger Strapazen verbunden. Es scheint, als ob sich die SNB v.a. darum kümmert, einzelnen Marktteilnehmern die Strapazen zu ersparen, während viele andere auf der Strecke bleiben. Nur hat noch keiner realisiert, dass beim gewählten Weg das letzte Teilstück das Riskanteste ist … stark abschüssig … Willkommen in der Realität.

    Markübertreibungen und -verzerrungen werden irgendwann von der ‚unsichtbaren Hand‘ korrigiert. Das ist nur eine Frage der Zeit; das wissen auch die Verantwortlichen der SNB. Wenn man die Geschäftstätigkeit der wichtigsten Zentralbanken studiert, dann erkennt man relativ schnell, dass unsere SNB m.E. eine sehr kreative und äusserst riskante Variante fährt. Es fragt sich, ob es nicht an der Zeit ist, langsam einen anderen Weg einzuschlagen, der sehr viel moderater nach Rom führt und für alle Marktteilnehmer mit vergleichbaren Strapazen verbunden wäre.

    Der letzte Zinsentscheid der SNB macht indes deutlich, dass ein noch tieferes Zinsniveau unser System kollabieren lassen würde. Die Märkte und das Verhalten der Marktteilnehmer setzen der SNB glücklicherweise eine natürliche Grenze (Gefahr eines Bank Run). Der Zeitpunkt für eine leichte Richtungsänderung wäre optimal.

    • Danke für den vernünftigen Kommentar. Hebt sich wohltuend von all den Besserwissern ab, die sich hier sonst äussern.

  30. Habe ein Bonviva Konto mit einer 3 Monate dauernden Kündigungsfrist.
    Sollte die Bank Negativ Zinsen einführen, kann ich dann per sofort kündigen oder muss ich 3 Monate warten?

    • Lieber Eric

      Vielleicht sollten Sie sich mal die Frage stellen, ob die Bonviva-Bank in drei Monaten wie noch da ist?

    • Sie können immer kündigen.
      Es kostet dann halt eine Strafgebühr, ggf. müssen sie Sparzinsen zurückzahlen oder eine Gebührenermässigung wird rückwirkend wieder einkassiert…

  31. Darum wollen immer mehr Staaten das physisches Geld aus der Welt verbannen und digitales Geld einführen…, dann sind diese Möglichkeiten vorbei und die Steuerkontrolle effizienter. Fragt sich nur was bei einem Blackout passiert, oder Internetkriminelle das Konto plündern…

    • Keine Angst, im Falle eines Bargeldverbotes, werden tausende Tauschbörsen entstehen, wo man den Irrsinn umgeht.

  32. Statt sparen sollten wir konsumieren. Das ist Jordans Message. Aber Konsum ist schlecht fürs Klima, sagen uns die Zeuginnen Gretas. Also auf keinen Fall fliegen, Fleisch essen, Auto oder Töff fahren. Darf man wenigstens eine teure Uhr kaufen? Aber woher kommt denn Ihr Geld, ist es wirklich versteuert? Sie müssen uns dies nachweisen! Beim Tesla-Kauf fragt niemand, ist politisch korrekt, auch mit Schwarzgeld. Bloss, dann fallen die Mineralölsteuern weg. Also müssen die Strompreise rauf. Wobei Letzteres schon nächstes Jahr kommt, bei einigen EWs um satte 10%. Netzausbau und -stabilisierung (pardon: Smart Grid) ist der Grund, macht mittlerweile fast 50% des Preises aus. Wegen immer mehr privaten, subventionierten PV-Anlagen, die Strom einspeisen – im Sommer. Also nicht dann, wenn er wirklich gebraucht würde.

    • Konsumieren konsumieren bis das Konto auf null ist, und wenn man einmal pensioniert wird,- ist auch die Pensionskasse und die AHV pleite..
      Konklusion, traue niemandem: keinem Oekonomen, keinem Bänker, keinem Politiker, und keiner Maisteamzeitung, dies gilt nicht nur für Schwellenländer, sondern auch für die Industrienation Schweiz..

  33. Wer heutzutage grössere Summen auf einem Konto ‚parkiert‘, handelt ganz einfach grobfahrlässig! Das ist dann auch kein Guthaben oder volkstümlich ‚Geld‘, sondern schlichtweg eine FORDERUNG! Diese einzutreiben dürfte problematisch werden, wenn die Bank nicht mehr zahlen darf (staatliche Auflagen), nicht mehr kann (da pleite), oder schlichtweg nicht will…Ja, auch wenn in der Schweiz alles etwas gemächlicher abläuft, wird man sich schnell anpassen müssen! If panic, panic first!

  34. Die Negativzinsen müssen bis Ende 2020 weg und der CHF muss langsam aufgewertet werden!

    Es wird nun immer klarer, dass die SNB und Thomas Jordan ihr Mandat nicht umsetzt mit den Negativzinsen. Weder tragen die Negativzinsen zur Preisstabilität bei (versteckte starke Inflation bei Gesundheitakosten, Aktien, Immobilien, Anleihen) noch erhöhen die Negativzinsen die Stabilität des Finanzsystems (um nicht langsam enteignet zu werden müssen viel zu grosse Risiken eingegangen werden).

    Warum die SNB das macht, kann nur erahnt werden. Wahrscheinlich hat die SNB Angst davor, grosse Verluste einzufahren bei ihren Anlagen. Sie möchten den Beweis in der Realität nicht erbringen, dass die SNB auch mit negativem Eigenkapital weiterbestehen kann. Zudem will die SNB wahrscheinlich auch nicht eingestehen, dass sie im 2017 den Zeitpunkt verpasst hat, sich von den Negativzinsen zu verabschieden. Wenn man aber länger in die falsche Richtung rennen, wird dadurch die Richtung nicht plötzlich korrekt.

    Wenn nicht bald von allen Seiten der Druck auf die SNB erhöht wird, kann dieses Experiment für die Schweiz sehr hässlich enden.

    Sonst sage ich nur:
    UBS-Krise Reloaded
    Aber nun kann auch die SNB nicht mehr helfen, deshalb mindestens 10x schlimmer.

    • Nicht nur die SNB schuldig, sondern auch die Politik, die ja die SNB und
      die Banker immer unterstützt und niemals kritisiert hat!!

    • @Rechner
      Die Gesundheitskosten steigen, weil mehr konsumiert wird, nicht weil die Kosten steigen. Die einzelnen Leistungen wurden nicht teurer. Sie können diesen Konsum einfach nicht steuern, weil er auf die Allgemeinheit überwälzt wird und Sie dies mit der Versicherungsprämie bezahlen.

    • Genau das mach die SNB doch, eine langsame Aufwertung des CHF. Von 1.60 über 1.40, 1.20, 1.10… Aufhalten lässt sich die Entwicklung eh nicht. Aber bis Ende 2020 keine Negativzinsen mehr?? You dreamer you :o)

    • @ Torpedo: Selbstverständlich ist unsere Politik mitschuldig, habe ich ja in anderen Artikeln auch schon beschrieben. Vor allem die Governance der SNB ist katastrophal und unsere Politiker verstehen die Materie leider sehr schlecht oder wollen die Materie nicht besser verstehen. Deshalb muss der Druck auf die SNB steigen, damit auch die Politiker auf den Dampfer aufsteigen werden, da sie ja wiedergewählt werden wollen.

      @ Rogue: Es gibt vor allem Fehlanreize und Ineffizienten, welche dazu führen, dass die Gesundheitskosten immer steigen. Viele unnötige Leistungen werden erbracht, weil sie den Patienten zum Teil aufgeschwatzt werden, da sie ja sowieso nicht selbst bezahlen müssen. Müsste jeder seine Operation selbst bezahlen, könnten nie so hohe „Kosten“ verrechnet werden, es könnte schlicht niemand bezahlen. Der gesellschaftliche Mehrwert dieser Leistungen hält sich zum Teil sehr in Grenzen.

      @ Bänkster: Doch, die SNB ist seit 1.20 die Entwicklung extrem am aufhalten, da sie selbst grosse EUR Positionen bei 1.40 und 1.30 gekauft hat und die Wertberichtigungen nicht vornehmen möchte. Ohne die grossen Interventionen der SNB wäre der EUR schon heute bei CHF 1 (Parität), vielleicht noch tiefer. Was wäre denn so schlimm daran, wenn wir Ende 2020 keine Negativzinsen mehr hätten und der EUR die Parität erreichen würde? Ausser dass die Erfolgsrechnung der SNB nicht mehr so toll aussehen würde. Von diesen hypothetischen Buchgewinnen sieht der normale Schweizer sowieso nie etwas. Sogar die Exportunternehmen sagen ja mehrheitlich, dass sie die Negativzinsen nicht mehr wollen und somit eine kontrollierte Aufwertung der CHF in Kauf nehmen.

  35. Jeder kann seine schweizer Franken in US – Dollar tauschen und im amerikanischen Akktienmarkt sowie allesamt verzinslichen Anleihen bzw. US Treasuries anlegen:

    2009 –> 2019

    Dow Jones, S&P 500: x 4
    Nasdaq: x 7
    sFr: 1 : 1

    Durchwegs in Wertpapieren investiert muß man zudem keine Bankeninsolvenz fürchten, da eigenes Vermögen und keine Forderung gegen das Bankensystem.

    Im Grunde zeigt der Artikel nur, wie fortgeschritten die Japanisierung des Bankensystems in Europa inzwischen schon ist (nur nicht bei der Bezahlung der Spitzenführungskräfte, da ein japanischer Bankvorstand selten mehr als 100 Mio. Yen / Jahr bzw. 1 Mio. sFr. / Jahr verdient) bzw. wie sich Europa mit der Einheitswährung Euro selbst schadet.

    In Japan selbst konnte sich in den letzten drei Dekaden zu den Gewinnern zählen, wer sein Anlagekapital in Haussezeiten im amerikanischen Aktienmarkt bzw. durchwegs in Anleihen investierte.

    • Warum nicht?
      Allerdings hat diese Strategie einige Schönheitsfehler:

      – Die USA haben den massivsten Budgets-Defizits, allezeit & weltweit. Wie soll dabei die USD-Kaufkraft ewig erhalten bleiben, bzw. zum welchen Zins soll ich in US-Treasuries investieren?

      – Wenn ich den S&P 500 kaufe, kaufe ich mich auch bei Rüstungs- (z.B Cluster Bombs Hersteller), Alkohol und Tabak ein.
      – USA distanzieren vom Pariser-Überabkommen und gehört damit zu den grössten Umweltverschmutzern.
      – Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass auch das USD sich massiv abwerten kann

      – Wir brauchen teure CHF, um teurere CHF-Artikel zu kaufen. In anderen Währungen anlegen macht Sinn, aber CHF mehrheitlich in USD eintauschen? Man kann dabei schnell 1 Jahr Negativzins beim Devisenumtausch verpulvern…

    • An the intelligent Investor. Ihre Liebe für amerikanische Aktien in Ehren, aber diese sind jetzt schon ziemlich hoch bewertet und der USD ist momentan überbewertet gegenüber dem CHF gemäss Devisenspezialisten. Ausserdem hat man als Schweizer Anleger bei Fremdwährungsaktien sowieso den Nachteil, dass der Franken früher oder später immer wie stärker wird und es bleibt die Hoffnung, dass der Aktienkurs solcher Aktien stärker steigt als, beim Beispiel USA zu bleiben, der Dollar fällt gegenüber unserer Währung.

  36. Die Grund der Uebels liegt in Pleite-Staaten wie Griechenland und Co. Solange die mit einer Wirtschaftleistung wie manche Entwicklungsländer in Afrika nicht Pleite gehen wollen/können und sich weiter den Wanst vollschlagen mit einem Lebensstandard wie die Schweiz, solange wird es Negativzinsen gehen. Sonst wäre der Euro und vielleicht die ganze EU am Ende. Die SNB ist da machtlos.

  37. Endlich reagiert der träge, wohlstandsverwahrloste Schweizer und wehrt sich gegen die Wahsinns-Politik der SNB mit über 800 Mia CHF in Fremdwährungen!

    • Wer wehrt sich? Und wer reagiert?? Ich arbeite bei einer Bank, es passiert rein gar nichts ausser ein paar Schlagzeilen. Und das wird noch sehr lange so bleiben… Man hat dann halt 2 Konti mit der gleichen Freibetragslimite und gut ist…

  38. Sicher nicht. Migros und Coop wälzen eine MWSt Erhöhung auch direkt auf die Kunden ab. Die Banken sollten also den Negativzins ab dem ersten Franken weiterverrechnen. Nur so kommt das Thema ins Bewusstsein einer breiten Masse und eine öffentliche Diskussion findet statt.

    Wenn man in der Kausalkette zurück an den Ursprung geht, sind es unsere links-grünen EU Beitrittswilligen, welche Mantra artig die Überbewertung des Schweizerfrankens bei 1.40, 1.30, 1.20 vorgebetet haben. Daran glaubte auch viel zu lange die SNB. Heute weiss sie es besser, ist aber wegen der 800 Mrd. Fremdwährungsanlagen handlungsunfähig.

  39. Mitlerweile hat oder schafft keiner mehr reale Werte, es wird alles in die Welt der virtuellen Papierwerte geschoben um dieses am Leben zu erhalten. Mittlerweile dürfte wohl fast jedem klar sein, dass es sich beim westlichen Finanz- und Wirtschafssystem um ein gigantisches, staatlich sanktioniertes Ponzi handelt.
    Alle wissen es, offen zugeben mag es freilich keiner. Sonst müsste man ja noch was ändern am System und am eigenen Verhalten.

  40. Die Realität ist heute schon bei allen Banken so, dass wenn der Kunde zum Beispiel anfang Jahr CHF 10’000.– auf dem Konto hat und keine Kontobewegung das laufende Jahr hat, so wird sein Saldo ende Jahr kleiner als CHF 10’000.– sein. Man belastet ihm Kontogebühren. Man verliert sowieso als Bankkontokunde ob mit Minuszinsen und/oder Gebühren.
    Kleiner Lichtblick: Solange man in der Währung CHF bleibt, hat man wenigstens keine Geldentwertung.

    • Wie messen Sie die Geldentwertung?

      Nach der Höhe Ihrer Krankenkassenprämie oder den Immobilienpreisen?

    • […] Solange man in der Währung CHF bleibt, hat man wenigstens keine Geldentwertung. […]

      Sehe ich anders. Wenn man Gold als einzig stabilen Maßstab der letzten 5000 Jahre nimmt, verliert man mit dem Schweizerfranken in Relation zu Gold fast jedes Jahr mehr an Kaufkraft als durch Inflation, Minuszins oder Bankgebühr. Beim Dollar und Euro ist es noch schlimmer.

      Wenn man zuviel Geld hat, sollte man echtes Gold und Silber usw. als Wertspeicher halten. Am Ende sollte man das Edelmetall jedoch nicht gegen Geld tauschen, sondern direkt in Waren. Dadurch kann man über einen längeren Zeitraum von 20-30 Jahren kaufkraftmässig mehr rausholen als man es mit den besten Aktien je könnte. Dies hängt mit dem stetigen Zerfall der Papierwährungen zusammen.

  41. Ein Bankrun kann und wird niemals von der Politik zugelassen, wenn für die Grosse Masse tatsächlich negative Zinsen realität werden, wird dies begleitet von einer ganzen Massnahmenallee sein.

    zB Kapitalverkehrskontrollen, das heisst man kann pro Tag nur noch 500 abheben, die Banken sind sofort am Ende wenn nur 10% ihren Bestand abheben, wenn ihre Bilanz sinkt sinkt ihre Kreidtvergabefähigkeit womit Sie das Kreditwachstum reduzieren müssen was sofort Ausfluss auf die Realwirtschaft hat.

    Vorstellbar ist auch die von Lagard schon ins Spiel gebrachte Entwertung von Bargeld, da gibts verschieden Gedankenspiele wie zB das man 100 abhebt aber nur noch 95 kriegt 5% Negativzins direkt bei Bezug….

    Handeln muss man jetzt wenn
    Man dies als Risiko sieht, GANZ sicher ist das der Staat nicht zusehen können wird und daher Massnahmen ergriffen werden welche einen Bankrun verhindern….

    Wenn die Negativzinsen für alle Beschlossen sind wird gleichzeitig auch jede Fluchtmöglichkeit geschlossen! Den die Flucht würde sofort zum Zusammenbruch unseres PonziGeldsystems führen

    • Naja, hab jetzt doch noch 1 Like gegeben. Aber Kapitalverkehrskontrollen am Bankomaten??? Wohl eher nicht. Aber ich weiss, was Sie damit gemeint haben.