Ermotti wird mit UBS-Debakel 150-Mio-Millionär

Bankboss steigt in „300 Reichsten-Bilanz“ in Kategorie der Super-Krösus des Landes auf – Sinnbild für gierige CEO-Kaste.

Sergio Ermotti kam vor 8 Jahren ans Steuer bei der UBS. Zuvor hatte er den Job bei der Unicredit, einer italienischen Grossbank, verloren. Ermotti war verantwortlich für Grossausfälle in Osteuropa.

Er brauchte also dringend etwas Neues. Dann war ihm das Glück hold. Oswald Grübel suchte den Absprung. Der Heilige des Finanzplatzes fand diesen im 2-Milliarden-Verlust eines Junior-Traders.

Niemand sonst im Haus: So wurde Ermotti nach wenigen Monaten vom Stellensucher zum CEO der grössten Schweizer Bank.

Das machte sich bezahlt. Er habe 100 bis 150 Millionen, schreibt heute die Bilanz in ihrer 300 Reichsten-Ausgabe.

Von null auf 150 in 8 Jahren: Ermottis Aufstieg in die Liga der Schweizer Superreichen wird zum Sinnbild für eine CEO-Kaste, die auf die eigenen Kosten kommt.

Cüpli? (Bilanz)

Und zwar ohne unternehmerisches Risiko. Ermotti ist ein Angestellter. Er führt aus. Er befiehlt. Aber er riskiert nicht sein eigenes Geld.

Und doch wird er reicher als die meisten Unternehmer im Land. Wie geht das?

Der Aufstieg des Tessiners macht das Problem von Managern, die keine Grenzen kennen, akut. Ermotti verkörpert den Chef, der ohne grosse Erfolge gefüllte Taschen erhält.

In den acht Jahren an der Spitze hat Ermotti die UBS zur Lame Duck gemacht. Die einst stolze Bank ist im Wettbewerb mit den globalen Häusern hoffnungslos in Rückstand geraten.

Ist die UBS wenigstens sicher? Auch das trifft nicht zu. Die Bank muss zusammen mit der CS in den kommenden Jahren auf Geheiss des Bundesrats 20 Milliarden zusätzliches Eigenkapital schaffen.

Der Steuerzahler könnte sonst in einer nächsten Krise erneut zum Handkuss kommen, so die Überzeugung der Regierung. Ein zweites 2008, als die Schweiz die UBS retten musste, wollen die Schweizer Politiker um allen Preis verhindern.

Hat Ermotti etwa die Altlasten bewältigt? Erneut Fehlanzeige. Sogar das Gegenteil ist der Fall.

Das zeigt der Prozess von Paris. Ermotti ist wie ein heissblütiger Revolverheld, der sich in seiner Ehre betupft fühlt, gegen die sozialistischen Franzosen in die Schlacht gezogen. Nun droht seiner UBS eine Milliardenstrafe – plus obendrauf noch ein Eintrag im Strafregister.

Hat das Folgen für Ermotti? Nein. Zwar sind die Aktionäre schon lange nicht mehr „amused“. Ihre Anteile sind auf historische Tiefststände abgerutscht.

Im Frühling platzte ihnen dann wegen Paris der Kragen: Verweigerung der Decharge für Ermotti&Co. Eigentlich die Höchststrafe für ein Management.

Ermotti kassiert aber unbeeindruckt weiter. Er erhielt im letzten Jahr die sagenhafte Summe von 14 Millionen Franken.

Genau gleich viel wie im Jahr zuvor. Paris, Decharge, Lame Duck? Who cares. Habs doch verdient, ist ja kein Zuckerschlecken.

Die Haltung ist verbreitet unter den Göttern des weltweiten Bankings. Nun ziehen aber die Engländer die Schraube an. Der Chef einer der Grossbanken auf dem Platz London musste eine Kürzung akzeptieren.

Zuvor protestierte er laut dagegen. Gleich wie Ermotti, der an einem Podium vor einiger Zeit einem ehemaligen Notenbankchef in die Parade fuhr. Kritik an unseren stolzen Löhnen sei purer Neid, so Ermotti.

Die Episode zeigt, wie uneinsichtig die obersten Bankenchefs des Globus sind. Sie finden Kritik an ihren Gehältern frech und ohne Substanz. Alles Pöbel.

Damit entpuppen sich die höchstbezahlten Banker wie Ermotti als nicht geeignet für ihr Amt. Sie setzten sich aus nachvollziehbarem Ego-Interesse über Entscheidendes hinweg. Dass einige wenige obszön reich werden, während die Mehrheit schauen muss, wie sie alle Rechnungen zahlen kann.

Nicht, dass viel verdienen falsch wäre. Ein Unternehmer riskiert alles – er soll so viel erhalten, wie das Geschäft hergibt.

Doch Ermotti ist kein Unternehmer, sondern er wurde von den Aktionären und deren Delegierten, den Mitgliedern des Verwaltungsrats, mit einer wichtigen Aufgabe betraut.

Stünde die UBS heute schlechter da, wenn sie einen obersten Angestellten hätte, der sich mit jährlich 3 Millionen zufrieden gäbe? Soviel hatte Oswald Grübel von 2009 bis 2011 erhalten.

Vermutlich nicht. Erstens, weil die UBS nicht gut dasteht. Unter Ermotti hat sie zu wenig aus den 3’000 Milliarden Kundenvermögen gemacht. Die Nummer 1 der Schweiz sollte die best rentierende Geschäftsbank der Welt sein.

Selbst wenn man findet, Ermotti habe in seinen 8 Jahren an der Spitze gut gearbeitet, gibt es einen zweiten Punkt, der 3 Millionen für den UBS-CEO als genug erscheinen lässt.

Banking hat viel von einer hoheitlichen Aufgabe, ähnlich der Stromwirtschaft. Es geht um die Verteilung des Rohstoffs Geld in der ganzen Volkswirtschaft.

Geld überall hinbringen, wo’s Sinn macht: eine Art Kraftwerk-Job. Man könnte das auch Beamten anvertrauen.

Kommentare

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  1. Da hat ein Unternehmer wirklich mehr Risiken zu bewältigen, als Herr Ermotti, welchem ja die ganze McKinsey u.a. Truppen zur Verfügung stehen. Man sollte die Kosten dieser Einflüsterer dem CEO abziehen und ihm nur ein Netto ausbezahlen. Ich glaube, dann müsste er noch „bringen“!

  2. Ermotti ist ja nur die Spitze des Eisberges. 675 „Key Risk Taker“ bewundern ihren CEO und erhalten dafür in der UBS durschnittlich 1.9 Mio. USD. In der Credit Suisse verdienen sogar 1030 „Risk Taker“ unfassbare 1.6 Milliarden Franken!

    Diese „Risk Taker“ tragen NULL Risiko. Sie haben kein eigenes Kapital im Unternehmen. Es sind ganz normale Angestellte, die jeden Monat ihren Lohn erhalten. Das einzige Risiko: Sie können die Kündigung erhalten. Wie die Putzfrau auch.

    Beide Institute jammern aber der Basis vor, man müsse eben wahnsinnig sparen. Beide Institute stellen heimlich Arbeiter auf die Strasse und entsorgen sie beim RAV. Die Öffentlichkeit soll die Kosten tragen.

    Und der Bund hält schützend seine Hand über die Einkommensmillionäre.
    Gruusig.

  3. Liebe Zürcher, UBS Debakel hat mit dem „Tessiner Ermotti“ nichts zu tun. Die Realität schmerzt: Schweizer Banken sind ohne Schwarzgeld nichts Wert und Schweizer Bankers (auch die Züzis) können ohne periodische „Frischschwarzgeld“-Spritzen nichts zustande bringen. Die Märkte lügen nicht.

  4. Seit fast 20 Jahren gibt es keine Lohnerhöhungen, noch Bonus für die Mitarbeiter. Bei Banken schreiben die CEO weil toll alle gearbeitet haben und das die Mitarbeiter das wertvollste Kapital der Bank sind. Heisst nächstes Jahr erwarte ich noch eine bessere Leistung, denn mein Bonus muss wachsen. Wenn es um die Löhne der Mitarbeiter geht wird gejammert wie schlecht die Wirtschaft im Moment ist und das es im nächsten Jahr zur Krise kommt (seit 20 Jahren). Kommt der Moment wo es um die Löhne des Managements geht, heisst es plötzlich wie gut gearbeitet wurde und die Zukunft seher gut aussieht. Damit kann man sich dann gleich noch ein paar Mio. Mehr auszahlen. Die Bonis werden erhöht, die Spesen Konten werden größer usw. Mitarbeiter ist nicht gleich Mitarbeiter. Muss es so weit kommen das die Mitarbeiter mit schlechten Löhnen diesen pseudo Manager absetzt und ins Arbeitslager stecken damit sie lernen was Arbeit wirklich heisst.

  5. Sergio Ermotti hat sich schon bei der Citibank als noch für die Japanischen Warrants verantwortlich war, den Grundstein für sein heutiges Vermögen geschaffen. Es ist eigentlich sonderbar, wieso genau dieser Arbeitgeber in keinem Artikel erwähnt wird. Auch da hat er sich eigentlich nicht mit Ruhm bekleckert!

  6. Leider hat die sog. Abzockerinitiative von Th. Minder, die deutlich angenommen wurde, nicht das gebracht was wir Normalos gehofft haben. Weshalb ? Weil viele Grossfirmen wie die UBS im Besitz von wenigen Superreichen sind, die kein Verhältnis zu Geld mehr haben. Unsere sozialen Gerechtigkeitsgefühle sind für solche Leute nur lächerlich. Sie bestimmen an den GVs und wenn es hoch kommt, so wird die Vergütung von GL und VR mit „nur“ noch 80% durchgewinkt. Vor Minder waren es 99% ! Immerhin.

  7. Welche „Vitamine“ waren das wohl, die ihm geholfen haben diesen Job damals zu erhalten, ohne Leistungsausweis…? Man könnte fast meinen, dass jemand von seinen Unterstützern nicht Mal das Interesse daran hat, dass es der UBS besonders gut geht und dass sie ein gefährlicher Konkurrent für andere ist.. Aber wahrscheinlich, da nicht Bänker, liege ich da ganz falsch..

  8. Wenn’s mit der Mittelschicht im Westen weiter so bergab geht kommt ohnehin bald der 3. Weltkrieg. Mal schauen, was dann die Millionen noch Wert sind und wieviel Nahrungsmittel, Heizmittel, Strahlenschutzanzüge und Medikamente man sich mit dem ganzen Papiergeld oder Bitcoins noch kaufen kann. Im 2. Weltkrieg haben die meisten damaligen Superreichen in Europa auch alles verloren (inklusive ihr Leben). https://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-russia-nuclear-war-trump-putin-simulation-europe-nato-a9109116.html

  9. Michael Schumacher hat 150 Mio. in 3 Jahren verdient ohne die Verantwortung eines Grosskonzern zu haben. Er würde dafür bejubelt…Roger Federer verdient mehr als Ermotti in dem er einen Ball über ein Netz schlägt…das wird nicht jedes Jahr hinterfragt

    • Finde ich auch nicht toll. Immerhin ist Roger Federer und war Michael Schumacher absolute Weltspitze.
      Ermottis gibt es tausende – diese Manager können ausgewechselt werden, ohne dass sich wesentlich etwas verändert.
      Es sind die Mitarbeiter an der Basis, die die Firmen am Laufen halten.

    • Der entscheidende Unterschied: die machen das gut, so dass alle das sehen und Sponsoringverträge abschliessen wollen. Würde Federer so spielen wie diese Leute wirtschaften, würde er wohl in irgend einer Hobbyliga landen und keine 5 Rappen verdienen.

    • „Verantwortung“, dass ich nicht lache, Verantwortung bedeutet doch für diese Personen einen goldenen Fallschirm. Das sind angestellte Arbeitnehmer und sie haben kein eigenes Kapital in der Firma. Ausbaden müssen es bei Fehlern immer andere. Auch ein Rücktritt hat mit „Verantwortung“ nicht viel zu tun.

  10. Was bezahlt wird entscheidet der Aktionär, nicht das Volk, darüber gibt’s keine Abstimmung. Solange Grossunternehmen keine eigentlichen Eigentümer haben, gebärden sich das Management und VR als solche. Querbesetzungen über Unternehmen hinweg halten die Seilschaft fest im Sattel. Trotzdem sei gesagt – während der heilige Roger zehn Millionen in einer Woche macht und dabei auf den Tennisplätzen im schönen Südamerika herumturnt und den Ball schlägt, ist Sergio Chef von einer Organisation, die volkswirtschaftliche Grössen wie US$ 3’101 Milliarden Anlagegelder bewegt, die weltweit 68’000 Leute ordentlich entlöhnt, davon 1/3 in der Schweiz, die ihrerseits die lokale Volkswirtschaft und „Gwerbler“ mit ihren Konsumausgaben zu oft überrissenem Preisniveau erfreuen und staatliche Abgaben finanzieren. Ist der Unterhaltungsstar mit seinem PR-Wert mehr wert als der CEO, wer hat mehr Verantwortung? Steuern zahlen beide Herren, wahrscheinlich pro Jahr dutzendmal mehr als die Kommentarschreiber hier in ganzen Generationen nicht verdienen können, geschweige denn der Allgemeinheit als Abgaben abliefern könnten. Nehmen Sie sich ein Beispiel und hören Sie auf zu Lamentieren. Dieses IP ist ein Sammelbecken der Frustrierten und Ausgesteuerten ohne Ambition und Ziel. Die Echokammer dieses Jammertals ist das Gold des Herrn H, eigentliche eine clevere Art Journalismus zu betreiben.

    • Hallo Herr Max G! Da vergleichen Sie ja munter Zitronen mit Orangen. Wenn Federer Millionen verdient, hat das vor allem mit seinem einmaligen Können zu tun und wir schauen ihm gerne und in Scharen zu. Sein Verdienst ist nicht abhängig von dubiosen Seilschaften in Wirtschaft und Politik, die nur Besitzstände bis zum Erbrechen verteidigen. Und zu behaupten, vor allem Ausgesteuerte und Frustrierte lassen ihren Dampf über Ermottische Saläre aus, ist weit gefehlt. Aus diesen Kommentaren spricht berechtigter Ärger und Wut – auch seitens von UBS-Angestellten, deren UBS-Aktienbesitz sich in den letzten 10 Jahren nur noch in Richtung “South” bewegte. Fragen Sie sich einmal über ihren angestammten Bekanntenkreis hinaus, um fundierter mitreden zu können.

  11. Nicht nur in Banken. Ulrich Spiesshofer, ABB? Genauso ein Abzocker. Nichts erreicht, Milliarden aus dem Fenster geworfen, MA verlieren ihren Job, Aktienkurs seit Jahren flach und trotzdem Jahr für Jahr Millionen kassieren. Zum Glück für ABB ist er weg. Leider hat die Firma viel zu spät die Reissleine gezogen.

  12. Sergio Ermotti kannte ich in meiner Zeit bei der Citicorp Investment Bank. Er arbeitete in Zürich Reitergasse. Ich in Genf. Ich kann nichts – aber auch gar nichts – Schlechtes über ihn sagen. Er war korrekt, freundlich und beliebt.

    Ich denke, es liegt hier ein Problem des Systems vor: Angenommen, Ermotti würde sagen: Ich will nur noch 2 Millionen im Jahr. Was würde passieren? Seine ganze oberste Mannschaft würde gegen ihn rebellieren. Es ginge ja nicht, dass der Chef weniger verdient als sie.

    Selbst der Verwaltungsratspräsident müsst dagegen sein. Er müsste dann ja auch weniger verdienen. Die engsten Leute um Ermotti würden ihn abservieren. Er wäre weg vom Fenster.

    Ich denke, man müsste das Aktienrecht ändern. Es dürfte nicht vorkommen, dass institutionelle Investoren an der GV gegen ihre eigenen Interessen stimmen.

    Es kann nicht sein, dass der ganze Saal (oft Pensionäre) gegen die hohen Löhne brodelt und dann entscheiden wenige Grossaktionäre (u.a. Pensionskassen) gegen den Willen jener, die sie letztlich vertreten.

    Das sollte ein Offizialdelikt werden.

    Deshalb schlug ich bereits vor Jahren in einer Initiative
    (leider zuwenig Unterschriften) vor, dass die Pensionskassen nach dem Willen ihrer Versicherten abstimmen müssen.(sie müssten diesen im Hinblick auf die GV ermitteln)

    Marc Meyer

    • @ Marc Meyer Dr.

      Aktienrecht ändern, das haben wir hier auch schon vor längerer Zeit vorgeschlagen. Aber das Echo hier war leider Null!
      So ist es halt leider.

    • @ Marc Meyer

      Ihr geschätzter Kommentar beweist zugleich, dass im Bundeshaus keine Volksvertreter an den Sesseln kleben.

      Gute Politiker und echte Volksvertreter hätten das Heft schon längst in die Hand genommen, um Änderungen im Aktienrecht vorzunehmen.
      Aber schon in den politischen Parteien, sowie im Bundeshaus herrschen eine ganz falsche “Kultur und Mentalität“.
      Lobbysten, Badges-Verteiler, Medien.-/ Verbands.-/Grosskonzernvertreter, Karrieristen, Kuchenesser und Kaffeetrinker geben sich gegenseitig die Hand, und lösen jeweils einander ab.
      Die machen keine Politik zugunsten der Bevölkerung. Das Gegenteil trifft zu!

  13. Abzocke der übelsten Sorte…. Warum überhaupt Bonus bezahlen bei so einem miserablen Geschäftsgang? Wahrscheinlich auch noch in Cash sonst wäre er nicht zu einem solchen Vermögen zu gekommen. Für eine Nullleistung, nein noch schlimmer siehe Aktienkurs. Bereits bei Dougan konnte man sich nur noch an den Kopf greifen, aber da waren die Zahlen auch noch besser und die Bank war auch weit besser aufgestellt. Aber das hier toppt alles. Herr Ermotti, in statistisch 22 Jahren ist es so weit: das letzte Hemd hat keine Taschen, sie können nichts mitnehmen. Aber eine kaputte Bank und einen Ruf als Versager und Abzocker hinterlassen, das schon.

  14. Cette situation est complètement ridicule, une large partie de cette création de valeur est la conséquence du sauvetage par la Confédération de la Banque. Ce sauvetage fut offert sans nationalisation, les actionnaires qui auraient dû être rincés ne le furent pas. Pour un coût dérisoire UBS a pu continuer ses activités.
    Les actionnaires auront du mal à se plaindre la banque vaut un peu plus de 40 milliards (on ne sait plus si ce sont des francs ou des dollars), il n’ont pas tout perdu.
    La performance qui justifie cette fortune, c’est le jonglage artistique depuis 10 ans, des milliards de provisions consommées et reconstituées, des risques contentieux portant eux aussi sur des milliards non provisionnés (quelle banque de niveau mondial pourrait se permettre une telle désinvolture ?).
    Les provisions manquantes expliquent largement la course faiblarde de l’action, le passage du bilan à la paille de fer justifierait probablement de porter ces provisions avec un multiple (mais lequel ?). Une politique de provisionnèrent élevée est rassurante pour les actionnaires, et les reprises de provisions potentielles les bénéfices futurs.
    Il est clair que le multimillionaire n’a pas choisi cette stratégie qui aurait obligé son employeur à lever des milliards sur les marchés.
    C’est le côté tragique de l’histoire, une gestion à court terme est visiblement très bien rémunéré. Ceci montre qu’il n’y a pas de contrôle de l’actionnariat, et que le pouvoir est certainement mieux surveillé dans une banque cantonale ou mutualiste …

  15. Weshalb / wieso ärgern? Es sind doch die Aktionäre, die S.E. und Konsorten das exorbitante und vollkommen unangemessene Gehalt bezahlen. Und so ein aufgeblähter Verwaltungsrat, deren Mitglieder sich die lukrativen Jobs in verbandelten Firmen zuschanzen. Es fängt nämlich im VR an, eine typisch schweizerische Unart, zulasten der Qualität den VR aufzublähen. Damit wird nicht Kompetenz eingekauft, sondern lediglich Verantwortung auf unzählige und unfähige Schultern aufgeteilt. Auch die Sitzungen machen mehr Spaß, wenn aus “jedem Dorf ein Hund” dabei ist.

  16. Das scheint ein cooler Typ zu sein. Seit Jahren schreibt Hr. Lukas gegen die CEOs, aber die CEOs lassen sich von Herrn Lukas‘ Nervosität nicht beeindrucken, kassieren munter weiter und unterhalten ihre Weiber. Das ist die wahre Coolness; so möchte man sein !

  17. Was für ein Profiteur, dieser Ermotti. Weshalb nimmt der noch Geld, wenn die Decharge verweigert wurde? Aber auch sein letztes Hemd wird keine Taschen haben.

  18. Erstaunlich, auf diesem Forum wurde Ermotti schon vor ein paar Monaten als „erledigt“ apostrophiert. Nun, wie gehabt, Totgesagte leben länger. Das Stänkern bringt nichts, siehe die USDemokraten mit ihren Amtsenthebungsübungen.

  19. Da kann der Herr Ermotti ja dann, falls die UBS ein zweites mal Pleite gehen sollte, mit seinen 150 Millionen zur Rettung der Bank beitragen, und allenfalls entstandene LÖCHER BEI DEN KONTOGUTHABEN DER BANKKUNDEN SELBER STOPFEN.

  20. Herr Ermotti konnte 150 Millionen durch die UBS verdienen, das kann man als grossen Erfolg bewerten. Es gibt wenig Angestellte in der Schweiz, die das schaffen. Glückwünsch, Herr Ermotti und viel Spass beim Geldausgeben in Marbella, falls noch hingehen.
    Gunther Kropp, Basel

  21. Nachdem ihm die Decharge verweigert wurde, würde ich mit einem goldenen Fallschirm in Frührente gehen. Warum: Wenn meine Spekulation zutrifft,dass der Prozess UBS-Frankreich nicht zu gewinnen ist, dann was?
    PS: Schade, dass Hr. O.Grübel wegen einem lumpigen Dieb in London zu viel Charakter zeigte und zurück trat.

  22. Sergio Ermotti hat mit Erfolg eine Banklehre bestanden. Jetzt ist er diplomierter Bankfach-Experte. Wenn man auf der Internet-Seite der Schweizerischen Bankiervereinigung nachschaut, was denn ein Bankfachexperte sei, so landet man bei deren PDF-Datei mit dem Glossar der eidgenössisch anerkannten Titel in der Aus- und Weiterbildung bei Banken. Der „Bankfach-Experte“ ist die erste Weiterbildungsstufe nach dem „Bankfachmann“. Genaueres erfährt man dazu nicht, weil der von der Bankiervereinigung angegebene Link http://www.bvf-bap.ch tot ist: die Seite gibt es nicht; es ist halt ein verschlafener Verein zur Hege und Pflege der jetzigen Interessen.

    Sergio Ermotti hat sich noch ein bisschen weitergebildet. Bei der Oxford University (eigentlich heisst die Universität „University of Oxford“) hat er das „Advanced Management Programm“ abgeschlossen, wie die Wikipedia unter Hinweis auf seinen CV auf der UBS-Site angibt.

    Das „Oxford Advanced Management & Leadership Programme“ ist gemäss der University of Oxford ein 21 Tage dauernder Kurs, „a 21-day transformational leadership and general management programme for experienced senior leaders“. Nicht allzu anstrengend, aber immerhin transformierend. Und teuer: der Kurs kostet £891 pro Tag „plus accommodation“, also die Unterkunft von nochmals gut 100 Pfund.

    Dort lernt man Folgendes:
    • Die Herausforderungen und Möglichkeiten für die Aufrechterhaltung überlegener Leistungen in einem globalisierten Kontext des 21. Jahrhunderts entdecken und diskutieren.
    • In Zusammenarbeit mit einer vielfältigen Gruppe von Gleichaltrigen und Dozenten, die weltweit an der Spitze von Organisationen und Industrien steht, werden Sie Ihre Führung verändern und profitables und nachhaltiges Wachstum für Ihre Organisation schaffen.

    Ausbildungsvoraussetzungen? Keine
    Abschlussprüfung? Keine
    Abschlussarbeit? Keine
    Sonstige Voraussetzungen? Wenigstens 10 Jahre in höheren Führungsrollen. Das Kürslein ist offensichtlich ein reiner Netzwerker-Anlass ohne Leistungsvoraussetzungen oder ­-anforderungen.

    Das ist also der ausbildungsmässige Hintergrund von Sergio Ermotti, weniger als ein Grossteil der Klienten der RAV.

    Aber Sergio Ermotti ist nicht Klient eines RAV, sondern CEO der UBS. Im letzten Jahr bekam er 14 Milliönchen Schweizer Fränklein.

    Wie hat er das gemacht? Mit seiner Ausbildung wohl eher nicht. Dann also mit Fleiss.

    Das jährliche Median-Einkommen in der Schweiz beträgt ungefähr 32’000 Franken. Das Medianeinkommen ist das Einkommen in der Mitte der Rangliste: 50% der Leute verdienen mehr und 50% verdienen weniger. Das Durchschnittseinkommen beträgt etwa 79’000 Franken. Weil manche Leute enorme Beträge verdienen, drückt das den Durchschnitt hinauf. Beim Medianwert gibt es diese Verzerrung nicht.

    Wie auch immer, wir sprechen hier nicht von Otto und Lisi Normalverbraucher, sondern von Bänkern. Und die verdienen halt besser.
    Wie hilft uns das bei Sergio Ermotti und seinen 14 Millionen im Jahr weiter? Seine Ausbildung ist durchschnittlich (und der Erfolg seiner Bank in schwieriger Zeit folglich sehr unterdurchschnittlich). Und trotzdem verdient er 177 mal mehr als das durchschnittliche Einkommen in der Schweiz. Dafür gibt es nur eine Erklärung: Sergio Ermotti muss 177 mal fleissiger sein. Wo andere mit Vollzeit-Stelle nur 2’000 Stunden im Jahr arbeiten, arbeitet der CEO der UBS 354’000 Stunden. Das sind bei 11 Ferientagen tausend Stunden pro Tag. Nehmt euch ein Beispiel, ihr faulen und neidischen Säcke.

    Für die Aktionäre der UBS: Wir haben gelernt: fürchtet euch vor dem Fleiss der Dummen.

  23. Das ist ein doofer Blog heute von LH. Man kann doch realistischerweise nicht erwarten, dass Ermotti selber um einen signifikanten Salärcut bittet!

    Das Problem sitzt im VR bzw Compensation Committee. Es ist nicht so, dass die glauben, keinen gleichwertigen Ersatz zu tieferem Lohn zu finden. Die wollen gar keine tieferen Compensations, denn das Ganze hat System. Worldwide.

  24. Das System ist bankrott. Die Hauptaktionäre, die das Gehalt von Ermotti abnicken, machen in ihren Unternehmen genau das Gleiche und werden umgekehrt, von „Grossaktionären“ gestützt. Als normaler UBS-Aktionäre steht man diesem Raubzug machtlos gegenüber. Einzige Möglichkeit Aktien verkaufen… und das machen immer mehr.

    • @ Oliver Brunner

      Nächste Möglichkeit: Bankkonten auflösen, oder Kontoguthaben in echtes Geld tauschen, in Gold und Silber.
      Echtes Geld, wie Edelmetallgeld ist nicht beliebig vermehrbar, wie USD, YEN, EURO, CHF-Schrottwährungen.

      Null-, Negativzins-Diebstahl, und Währungsvermehrung führen in die Enteignung.

      Die Eigentumsgarantie gemäs Art. 26/ Bundesverfassung ist schon lange nicht mehr gewährleistet.

      Wir haben kein Weissgeld, aber Falschgeld!

      Adios Boni-Banksters-Banditen!

    • Ermotti geht es blendend, für geringe Leistung gut kassiert, während die UBS eine „lame duck“ ist. Verständlich während sich die Manager-Gilde um ihre Boni kümmert können sie nicht noch zum Wohl der Bank arbeiten! Eine wirklich soziale Bank, nicht Leistung zählt sondern die Anzahl abgewetzter Hosen der Sesselkleber!

  25. Also gibt es einen Zusammenhang zwischen dem schlechten Geschäftsgang, den Negativzinsen einerseits und dem Vermögenszuwachs von Eremotto andererseits? Wäre ich nicht darauf gekommen…

  26. Da freu ich mich schon wieder auf das nette Bonusgespräch mit meinem Chef…

    Sicher wieder wie jedes Jahr die gleichen Ausreden……

    Oben Abzocke pur.. pfui…

  27. Einmal mehr:

    solange die UBS Kunden hat, denen es offenbar völlig egal ist, dass sie mit ihren überhöhten Gebühren für unterirdische Dienstleistungen solche Abzocker-Typen finanzieren, denen es vermutlich nicht mal gelingen würde, einen Kiosk erfolgreich zu führen, solange ist alle Aufregung umsonst.

    Der Sergio wird sich auch weiterhin vergolden lassen, da es ganz offensichtlich zu viele Idioten hat, die Kunde bei diesem Laden sein möchten.

  28. Als Ospel mit einem Jahressalär von 30 Millionen die UBS in eine 65 Milliarden Wand fuhr, dachte man dieser Wahnsinn hätte ein Ende. Mit dem Angestellten Ermotti sieht man, dass diese Abzocker-Gilde, die sich risikolos in gegenseitigen Salärkommissionen aus den Kassen der eigenen Firmen bereichert, wieder Luft unter den Flügeln hat. Es ist nicht der Neid Herr Ermotti, der den ehrlichen Bürger dermassen irritiert, sondern es sind die mafiösen Strukturen, die es den masslosen Charakteren erlaubt dermassen zuzugreifen.

  29. Die Problematik liegt in der Struktur. Bis die CEOs nicht persönlich mit ihrem privaten Kapital für Fehlentscheidungen haften wird sich nichts ändern. Es ist wohl sonnenklar, dass diese Führungskräfte keine Moral besitzen und sich wie Sonnenkönige verhalten. Der Verwaltungsrat sitzt im gleichen Boot und versucht Konflikt mit der Leitung zu umgehen. Es ist halt die Aufgabe der Aktionäre diese CEOs zu entmachten.

  30. Aber, aber Herr Hässig. Sie kennen die herausragende Leistung von SE nicht? Jahre lang fähige ü55jährige entweder zu entlassen oder dann in die Frühpensionierung zu „nudgen“. Aber nur jene ü55jährige, die es aufgrund fehlender Seilschaften nicht in den erlauchten Kreis der GMD „geschafft” haben.

  31. Klar ist es eine riesige Schweinerei – aber wenigstens krallt sich noch ein Schweizer die Kohle – und nicht wie üblich ein Ami, ein Brexit-Boy oder ein sogar noch ein Ziegenhirt.

  32. Was ist eigentlich aus der Dechargeverweigerung geworden? Ist diese immer noch nicht erteilt worden?
    Herr Hässig könnten sie das abklären und das Resultat veröffentlichen in den Medien. Danke

  33. Mr Sergio verdient 13.000.000 pro Jahr. Bei 223 Arbeitstage sind das 58000 pro Tag. Angenommen arbeitet er 10 Stunden, ergibt es einen Stundenlohn von 5800.Geht er für 5 Minuten auf die Toilette, verdient er dort, auf dem Pissoir 485 Fr.
    In Großraum Büros mit Käfig-Bodenhaltung, werden die WC sekunden abgezählt, die dann als Abwesenheit beim Quali-Gespräch erwähnt werden.Es stinkt zum Himmel.

    • Wer sein Geld verbrennen will, kauft die Aktie.

      Oder UBS-Kunde.

      Wer noch mehr Geld verbrennen will, wird beides.

  34. Sie nehmen Geld wie Unternehmer, aber sie tragen kein Risiko wie Unternehmer, die Weissen Westen. Und? Aktionäre? Fehlanzeige. Strafzinsen, warme und kalte Enteignung der Sparer? Gelbwesten? Den Neo-Feudalisten den Garaus machen? Soziale Verwerfungen? Die kleinen Feuerchen, die rund um den Erdball zu lodern beginnen? Ein Anfang? Oder löst sich das Problem von selbst, durch einen Kollaps des Systems?
    Minder: Die Initiative war durch die Finanzindustrie schon ausgehebelt, bevor sie angenommen wurde. Deshalb wurde sie auch nicht bekämpft.

  35. Hr. Hässig, ich habe schon hochstehenderes von Ihnen gelesen. Also das ist ja nun wirklich ein vollständiger Quatsch, was Sie hier schreiben.

  36. Nicht nur im Bankenmanagement, sondern auch in der Spitzenpolitik herrscht sichtlich Vollkasko Mentalität.
    Es läge am Souverän, dies zu ändern. Der aber gönnt sich sich seit längerem den demokratischen Dornrösschen Schaaf. Während seine (Alters-) Konten klamm und eimlich regelrecht geplündert werden.
    Bedenke: Irgendwas oder wer muss ihn dorthin verführt haben. Was? Ist das die Farage.

    • Es hat viel zu viele Politiker und wenn 2/3 abgeschafft würden, wäre das System viel effizienter und der teure Staat mit massenweise zu vielen Beamten billiger mit dem Fazit tiefere Steuern usw. Wenn die ganze Masse von Politikern und Beamten betrachtet wird, so ist schnell klar, dass Aenderungen in der Schweiz fast unmöglich sind und im bestens Fall nur „Plästerli“ gemacht werden können.Bei den Politikern ist ja bekannt, dass sie nur für sich selbst schauen.

  37. Es braucht eine „Minder“-Initiative 2.0 – diesmal eine, die das Ziel auch erreicht. Die erste gipfelte darin, dass sich die Ober-Selbstediener – inklusive der VR-Mitglieder – heute nicht mehr schämen, wenn sie das dringend benötigte Eihenkapital als Bezüge und Boni in die eigenen Taschen stecken.
    Der Vergütungs-Bericht ist heute beinahe so umfangreich wie der ganze restliche Geschäftsbericht. Trotz Transparenz ist es moralisch verwerflich. Deshalb darf es auch „Minder“ (weniger) sein.

    • dummes zeug, braucht gar keine initiative oder was auch immer: in einer AG bestimmen die aktionäre, in der UBS die “bestimmenden” aktionäre und die wollen unbedingt und bedingungslos herrn ermotti den allerwertesten vergolden.

    • rk: Ein Aerschchen vergoldet eben das andere Aerschchen, die Wüstensöhne jene der Hedgefondsmanager und umgekehrt, und GL und VR und umgekehrt, oder eben eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus….
      Ich glaube eher, eine neue Minderinitiative wird von den Gelbwesten kommen, nur wann? Wenn’s keine Kuchen für alle mehr gibt. Die Finanzindustrie wird das dann „soziale Verwerfungen“ nennen.

  38. Ihr müsst hier nicht rumjammern.
    Hättet Ihr die 1:12 Initiative angenommen wäre diesen Abzockern den Riegel gestossen worden.
    Kein Chef ist mehr als 12mal soviel Wert wie seine Büezer.

    Ihr seit der Abzockerelite halt auf den Leim gegangen. Nun sehen wir ja wieder mal wie weit es mit der „Eigenverantwortung“ dieser Leute her ist.

    Ihr seit selber Schuld.

    • Lieber 1:12
      Deine Initiative war im Grundgedanken nicht schlecht, jedoch eins zu zwölf war derart realitätsfremd, dass man am Verstand der Initianten zweifeln musste. Das grauenhafte Bachab-Ergebnis war meilenweit vorauszusehen, und es war eine Verschwendung der ganzen Arbeit, die eine solche Initiative fordert.Die Initiative hätte 1:40 oder 1:50 heissen müssen, und sie wäre angenommen worden.

    • Völlig Un-Schweizerisch! Man will sich eigentlich nur dauernd beklagen über Obrigkeit und Elite, aber wenn man dann darüber abstimmen kann, lässt man alles beim alten – Wandel und Veränderungen in der Schweiz gibt es erst, wenn sie woanders jahrzehntelang erfolgreich getestet wurde.

    • Du hast vollkommen Recht.
      Leider hatten alle die Hosen voll als dann die Arbeitgeber damit drohten Arbeitsplätze abzubauen wenn Sie nicht mehr Abzocken dürfen.
      Der Schweizer Arbeitnehmer hat Angst und lässt ziemlich schnell die Hose runter 😉

  39. Dem VR wie auch dem Topmanagement Unter Führung von Ermotto fehlt es von A – Z an Unternehmertum, dafür sind sie Spitze beim Aushöhlen der Bilanz und Abzocken der Aktionäre, wie der desaströs tiefe Aktienkurs deutlich aufzeigt. Charakterschwache Menschen ohne Gewissen……..

  40. Es geht ob so oder so den Ende mit den Schweizerbanken (Bankgeheimnis weg!). Alle Investoren warten auf den Brexit bis London aufmachen kann, dann sind wieder alle Steueroasen offen und dann heisst es – good bye Swiss Bankers RIP!

  41. Ermotti und Weber haben bis heute rein nichts substantielles mit der UBS erreicht, ausser, dass sie sich fürstlich bereichert haben und das auf Kosten der Aktionäre der Bank.
    Leider haben die Kleinaktionäre an der GV mit ihrem Stimmverhalten keinen Einfluss auf dieses Raubrittertum der beiden Protagonisten. Ermotti und Weber gehören dringend abgelöst und mit einem Tritt in den Allerwertesten verabschiedet!

  42. Nicht weiter schlimm.

    Taylor Swift ist 29, blond, ohne Collegeabschluss, hat weder Hosenträger noch Krawatte und verdient in 1 Jahr mehr als Ermotti in 8 Jahren zusammengerechnet (2018 waren es $185m).

    So gesehen ist Ermotti’s Ausbeute erbärmlich und die Welt für mich noch in Ordnung. Alles relativ.

    • Wenn Sergio Ermotti singen könnte, wäre seine Ausbeute ev. auch höher … ein Zuccherli del Ticino ;-)) Die Kernfrage dann, wer ist sein Management und was macht es draus?
      NB: Leute in Firmen rumkommandieren oder Tonträger und Shows verkaufen ist eben der Unterschied zwischen „VR-legitimierte-Kompensation“ oder im Unterhaltungsmarkt richtig Nero verdienen.

  43. „Der Steuerzahler könnte sonst in einer nächsten Krise erneut zum Handkuss kommen, so die Überzeugung der Regierung.“
    Immer wieder wird derselbe Unsinn kolportiert! Die „Rettungsaktion“ hat den Steuerzahler keinen müden Rappen gekostet. Im Gegenteil, es resultierte ein ansehnlicher Gewinn von ein paar Milliarden.

    • @Tschovanni

      Trotzdem muss die Regierung kein zweitens mal mehr versuchen irgendwelche Bankenrettungen über die Steuerzahler abwickeln zu wollen.
      Die sollen sich an ihre Brüder und Schwestern in der SNB wenden. die soll ihre frisch erzeugten Schweizer Franken zur Verfügung stellen. Es ist sicher nicht Sache der Bevölkerung für die Betreiber des betrügerischen Fiananzsystems Verantwortung übernehmen zu müssen. Wer pleite ist, der gehört vor den Konkursrichter, und abgewickelt, fertig pasta!

  44. UBS ist ein privates Unternehmen und es obliegt den Aktionären, hier andere Vergütungsmodelle zu etablieren. Die Saläre dieser CEOs ist far out, klar. Zudem scheint die TBTF-Problematik ebenfalls entschärft. Der eigentliche Skandal spielt sich aber bei der ZKB ab, wo der Regierungsrat allen Ernstes zum Schluss kommt, dass für die GL der ZKB Millionensaläre notwendig sind, um an fähige Leute heranzukommen. Der CEO kassiert mehr als 2 Mio. CHF, jedes andere GL-Mitglied mehr als eine Million. Eine Reduktion der GL-Saläre hätte – so der Regierungsrat – eine Negativspirale zur Folge, und man könnte dann auch Spezialistenfunktionen, z.B. Asset Manager, nicht mehr marktgerecht entlöhnen und rekrutieren. Spinnen die alle? Die Bankbranche konsolidiert sich gerade und die Anzahl Jobs sinken von Jahr zu Jahr. Da herrscht kein Mangel an Fachkräften. Im Gegenteil. Darüber sollte IP einmal berichten und den Druck erhöhen, zumal die Bank im wesentlichen Besitz des Kantons Zürich ist.

  45. Reich ist Ermotti ja geworden aber den Kunden der UBS gehts immer schlechter mit den Negativzinsen.

    Zum Erfolg hat er die Bank nicht geführt.

  46. Sorry, hier wird einiges falsch dargestellt. Die UBS hat in diesem Jahr gleich zwei Joint Ventures bekannt gegeben. Und „Angestellter, der das unternehmerische Risiko“ nicht trägt, ist auch falsch. Mit der aufgeschobenen Vergütung ist sichergestellt, dass das Management abhängig von der Aktienperformance vergütet wird.
    Zudem: Die Bank hat gemäss 3Q Bericht USD88 Milliarden verlustabsorbierendes Kapital – ein klares Signal für ihre Kapitalstärke. Zu sagen, die Bank sei nicht sicher, zeugt von mangelnder Faktenkenntnis.

    • Verzeihung, das ist propagandistischer Quatsch.

      1) „Zwei Joint Ventures bekanntgegeben“ in diesem Jahr – wo sind die Resultate daraus? Was wurde in den letzten Jahren gemacht, was wirklich Resultate trug?

      2) Absolute Summen zu erwähnen, auch wenn sie gross erscheinen mögen, ist der älteste Trick der Welt. Beim Verlustabsorbierenden Kapital geht es um einen Prozentwert. Wie sieht dieser aus, und zwar im Verhältnis zum Gesamtkapital, zu den Schulden und zu allen Bilanzpositionen, auf denen mit einiger WAhrscheinlichkeit im Falle einer Krise Abschreiber enstehen.

      Wer so argumentiert wie Sie, war vermutlich schon 2008 dabei und hat nichts gelernt.

  47. Fazit: jeder bekommt ein Konto bei der Nationalbank und UBS & Co. fokussieren sich auf die Mehrwert-Services: Vom normalen Kredit bis komplexe Derivate und … den Support für die Zocker an Marktplätzen aller Art. Sei es Bitcoin, Aktien oder M&A

  48. Ja-jaaaa. Wir wissen’s und sind not amused.
    Weitere Beispiele findet man bei CH-Schoggi-Produzenten und asiatischen Handelshäusern … wo man hinblickt menschelt’s halt.

  49. Lieber Sergio
    ich weiss noch gut als Du bei uns in kurzen Hosen als Banklehrling angefangen hast.
    Du warst sehr schüchtern und im Grossen und Ganzen ein netter Junge. Dass Du später mal zu den Gierigsten dieser Nation aufsteigst hat uns sehr entäuscht.
    Ich hoffe, dass Du trotzdem auch ein bisschen an die Ärmeren in dieem Land denkst und etwas von Deinem zu unrecht bezogenen Gehälter an die Allgemeinheit zurückgibst. Im Rechnen allerdings warst Du nicht bei den Besten darum rechne ich Dir nun vor, dass der Aktienkurs der UBS seit deinem Antritt als CEO um über 50% an Wert verloren hat. Dein kleiner dicker Chef aus Deutschland lobt dich zwar immer noch aber ich sage Pfui, schäme Dich!

    • Ermotti hat ja schon an die armen Büzer gedacht und schlug die Erhöhung des Rentenalters auf 70 vor.
      Das Geld für Kreuzfahrten haben diese ja eh nicht. Anstelle zuhause rumhocken und die Zähne verfaulen zu lassen, weil sie sich den Zahnarzt nicht mehr leisten können, sollen sie doch lieber weiter arbeiten.
      Wo sie einen Job finden sollen drüber schweigt Herr Ermotti- bei seiner Bank jedenfalls nicht.
      Für eine kleine Mahlzeit bleibt dann noch von GV-zu GV zu rennen. Die Aktie bei der UBS lohnt sich für Rentner immer mehr, wo sonst gibt es für 12.- noch was zu Essen und zu Trinken?

    • Er kann es auf die lange Reise nicht mitnehmen. Der Tod wird auch Thiam und Rohner hohlen. Ihre Kinder und Ihre Kindeskinder werden ein schönes Leben haben. Der grosse Marcionne hatte am Schluss viel Geld und wenig Zeit.

    • Was lernen wir daraus? „Löhne“ von Bankern hat nichts mit Erfolg und Leistung zu tun, darum wird teilweise auch von Entschädigung gesprochen. Entschädigen heisst danken dass sie nicht mehr Schaden angerichtet haben!

    • @Büezer

      Die Aktie bei der UBS lohnt sich für Rentner immer mehr, wo sonst gibt es für 12.- noch was zu Essen und zu Trinken?

      Der Essenstipp des Tages!

      Gratuliere!

  50. Na ja, wie schon mehrmals erwähnt: Der CEO der japanischen Mitsubishi UFJ (immerhin No. 8 unter den Banken, UBS No. 30, nach Assets) kassiert bei x-fach höherer Rentabilität ca. 1.4 Mio Franken im Jahr. – Das ist doch mal eine relevante „Peer Group“!

    • Aber aber, die UBS wird sich – zumindest entlöhnungsmässig – doch nicht an einem „Japaner“ orientieren; da liegen die „Angelsachsen“ windmühlenartig deutlich näher. Nur rentieren die eben teilweise auch deutlich besser 🙂

  51. Hätte er sein Vermögen in UBS Aktien angelegt, wäre ihm dieser finanzielle Aufstieg nicht gelungen. Die Aktien standen vor einem Jahr bei CHF 12.24 und gestern bei CHF 12.20. Ah und übrigens bei seinem Amtsantritt als CEO bei UBS lagen sie auch schon um die CHF 12. Wahrscheinlich ist das Umfeld Schuld….

  52. Im Wissen um Stillstand und Abstieg wird genommen, was noch da ist. Jeder MD und höher bei der UBS weiss: es könnte mich morgen treffen, also: sich von Bonus zu Bonus hangeln, schleimen, nach unten treten, Leute entlassen. Agitieren gegen MD Kollegen, damit diese gespickt werden. So sinkt der Bonus-Divisor. Kein Unternehmen floriert so, es fehlt an allem: Freude, Begeisterung in der Kundenarbeit, Hege und Pflege, und ja: Leadership. Die porentief reinen, nichtssagenden, hohlen PR-Botschaften der Bank bezeugen die Leere. Die UBS ist ein Niemand geworden.

  53. Es ist zum kotzen 🤮 auf der einen Seite der halbe Mittelstand der bald die Mieten nicht mehr zahlen kann da sich alle um den letzten Rest Rendite in den ruinösen Preiskampf hinein begeben während dem der Mittelstand sein Traum der eigenen 4 Wände immer weiter begraben kann während der Bank das Hauptgeschäft der Fristentransformation verlustig geht und Sie nur noch mit
    Lustigem Buchungatricks gewinne ausweiEn kann während einer solchen Zeit Stopf sich einer die Taschen mit 150 mio voll….in einer Bank die unlängst vom Steuerzahler gerettet wurde, für was eigentlich ? Damit die Herren weiterhin den Laden ausnehmen können ? Unglaublich? Warum hat man die Bank nicht zerschlagen und die Kunden entschädigt ? To big to fail to big to bail to big to jail….

    Schöne Wirtschaftselite, fast so granios wie die Politikerelite die vorallem damit beschäftigt ist sich Jöblis zu sichern anstatt das Land zu führen….so what man muss schauen das
    Man selbst noch ein paar krümmel kriegt

    • Solches Selbstmitleid-Geheul kann ich nicht mehr hören. Auch wenn Ermotti nur 1 Mio. kassieren würde, ginge es dem Mittelstand und Ihnen nicht besser. Und als Mittelständler kann man ein schönes Leben in der Schweiz geniessen, jährlich mehrmals in die Ferien fliegen etc., und das alles ohne gross Verantwortung übernehmen zu müssen. Das hat auch was. Also wie wäre es abwechslungsweise, wenn Sie für einmal Selbstverantwortung für Ihr Leben übernehmen und sich hier nicht als Opfer darniederlegen? Anderen die Schuld geben ist offenbar sehr in Mode.

    • @brettonwood, wieso kunden entschädigen..? ihr comment scheint mir leicht verwirrt und strotzt nur so vor frust…
      passen sie ein wenig auf sich auf bretton wood, verausagen sie sich doch für wirklich wichtige dinge die in ihrem leben stattfinden

  54. Die 300 reichsten, auch ich und sämtliche Kunden die ich verwalte, wurden reicher weil auch die ihr Geld nicht den Banken die Verwaltung der Vermögenswerte übergeben, die sämtliche Reichen haben ihr Vermögen nicht in Finanzwerte, Derivative, Struckies oder Hedgefunds investiert.

  55. Das fundamentale Problem ist die falsche Anreizwirkung: die Bonitierten konzentrieren sich auf die Absicherung des kassierten Lohnes, auf ihre eigene Vermögensverwaltung und ihre Steueroptimierung. Widmen sie dem alle Sorgfalt, so bleibt für die berufliche Aufgabe nur noch wenig Zeit; der Kopf ist immer woanders, und rechnet pro domo.

  56. „Grab as much as you can and run“ ist an der Stelle wohl menschlich und wenige würden einen UBS CEO-Job ablehnen, wenn man ihnen einen anböte.

    Degoutant hingegen ist, eine Firma zu leiten, die systematisch (!) sein Personal 40+ ausdünnt und auf die Strasse stellt zu Handen der Allgemeinheit aber gleichzeitig Rente ab 70 oder 72 zu propagieren (https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/sergio-ermotti-pladiert-fur-rente-ab-70).

    Vielleicht könnte seine Firma mit gutem Beispiel vorangehen? Bis dahin wäre es jedenfalls angebracht, das dümmliche Managergeschwätz zu unterlassen.

    Walk the talk, Dude, or shut up.

  57. Es ist und bleibt eine Katastrophe, wie sich diese Charakterlumpen bereichern auf Kosten der Aktionäre. Ausmisten ist zwingend.

  58. Es braucht Inside Paradeplatz um die Evidenz au verkünden, dass man in den höheren Etage des Bakings viel Geld ohne Risiko anhäufen kann. Dabei ist die Eigenschaft Risikolos zu unterstreichen ganz im Gegenteil eines Unternehmers. In den letzten 5 Jahren sind EPS der UBS unverändert tief, ca Fr 1 mit einem Verlust in 2012, während sich das Salär des Commandatore mehr als verdoppelt hat. Wie kann der VR der UBS diese Tatsache rechtfertigen?

  59. Die Kreuzzüge der Konzern-CEOs in der Schweiz geht weiter. Ermotti hat in seiner gesamten Amtszeit keinen Mehrwert generiert für die Aktionäre und dennoch vergoldet. Eine Schande, dass dies in der freien Marktwirtschaft möglich ist.

    • @Helvetia

      Die freie Marktwirtschaft existiert ja überhaupt nicht, wenn Notenbanken und Banken aus dem nichts heraus X-Milliarden Schweizer Franken, ohne Arbeit / Leistung erzeugen können.

  60. Ganz generell: Es kann NIEMAND so viel Verantwortung, so viel Kompetenz haben, so gut als Chef sein… dass „Verdienste“ von mehr als 1-3 Mio. gerechtfertigt wären. Der Hinweis, dass dies international kompetitive Saläre seien, ist an den Haaren herbeigezogen. Niemand hat je diesen Beweis angetreten, auch S.E., T.T. etc. nicht.

    • Leistung ist nur die offizielle Version für die Rechtfertigung hoher Gehälter.

      Der wahre Grund für hohe Löhne liegt darin, dass dies Abhängigkeiten erzeugt und die Empfänger erpressbar macht.

      Dies ist auch der Grund warum in staatsnahen Betrieben hohe Gehälter für mittelmässige Manager bezahlt werden.

      Machtsysteme funktionieren nur so und sind daher ein konstitutives Element eigentlich fast aller Länder bzw. Systeme.

    • Als CEO der UBS trägt Sergio Ermotti die Verantwortung. Dafür bekommt er seine 14 Millionen im Jahr. Wenn es schief läuft, bekommt er die 14 Millionen nicht mehr. Zurückzahlen muss er nichts. Haften schon gar nicht. Strafen gibt es sowieso keine.

      Martin Muster arbeitet als Kundenberater. (Eigentlich müsste es „Wertschriftenverkäufer“ heissen, weil er den Bankkunden Aktien und hin und wieder ein Strukki andrehen muss.) Verantwortung trägt er keine und bekommt deshalb auch nur wenig Bonus. Wenn es schief läuft, wird er entlassen und kann sich beim RAV melden.

      Der Unterschied: Verantwortung bringt Millionen und kostet nichts. Die Kleinen tragen nicht die Verantwortung, sondern die Konsequenzen.

  61. Das zeigt doch die ganze Misere. Früher hatte man gearbeitet, etwas bewegt und wurde dafür entlöhnt. Heute, zur rechten Zeit am rechten Ort und der Rubel rollt. Seine Untergebenen schikanieren, entlassen und ins Elend stürzen, selber nichts erreichen und dafür die grosse Kohle kassieren. Die Aktionäre finden das noch absolut in Ordnung, das ist ja die zweite Misere. Ein kleiner Trost, auch bei diesen Schmarotzern hat das letzte Hemd keine Tasche. Sie werden drankommen wie jeder Andere auch.

  62. Nichts gegen den Menschen, auch nicht gegen sympathische Person und das Tessin…., aber der zentrale Punkt wird erwähnt: Dieses System belohnt die Mittelmäßigen, diejenigen, die zu spielen wissen, aber nichts zum Mehrwert der Gesellschaft beitragen…. denn dieser Khan wird ein großer Nachfolger sein….. und denken Sie daran, dass auch im Universum aus dem Nichts alles entstehen kann…. in der Tat ist es bereichert worden…. Ich bin keineswegs eifersüchtig, Glückwunsch und beste Wünsche für den Neo!

  63. Artikel:
    Er habe 100 bis 150 Millionen, schreibt heute die Bilanz in ihrer 300 Reichsten-Ausgabe.
    100 oder 150 Mio, typischer Ringier-Journalismus.