Thomas Jordan ausser Kontrolle

SNB-Chef hat sich mit Aktien- und Euro-Käufen von bald 1’000 Mrd. in Sackgasse manövriert. Kopf runter statt Umkehr, so Jordan.

In der Samstagsrundschau von Radio SRF wischte Thomas Jordan jeden Einwand vom Tisch. Die Geldpolitik ist die richtige, basta.

Die umstrittenen Negativzinsen seien nötig, weil nicht jeder Bürger den gleichen Hut trage, lautet ein Argument. Jordan glaubt nun, er könne alle Hüte gleichzeitig bedienen.

Doch da gibt es noch viel mehr. Demographie zum Beispiel, mit immer mehr Alten. Und eine tiefe Produktivität. Und was ist mit dem teuren Schweizerfranken (notabene bei rekordbrechenden Handelsbilanzüberschüssen)?

Mir fällt auf, dass sich Thomas Jordan um zu viele Themen kümmert, die er eigentlich mit dem einzigen Hammer, den er hat – die Zinsen zu manipulieren -, nicht bedienen kann.

Und ganz gewiss auch nicht bedienen sollte. Das kann nämlich nur schiefgehen.

Die Erklärung, dass die Nationalbank nur macht, was der Schweiz grossen Wohlstand beschert, das kann kaum nur mit diesem einzigen Hammer bewirkt werden. Das Thema ist: Jordan sieht überall nur Nägel.

In der „Güterabwägung“ bedient sich der SNB-Chef selber, weil er völlig unkritisch seine Politik beurteilen muss. Würde er kritisch abwägen, dann müsste er endlich aufhören, die SNB-Bilanz in Fremdwährung aufzublasen – gegen Verschuldung (Kredite) zu Negativzinsen im schweizerischen Bankensystem.

Jordan kommt nicht mehr aus dem Loch heraus, in das er sich eingegraben hat. Würde er die Zinsen nur leicht weniger im Negativbereich festlegen, könnte ihm der Markt einen Crash andienen, und vor diesem fürchtet er sich wohl Tag und Nacht.

Sinkende Preise (in einer Verkaufswelle) sind höhere Renditen, und seine Politik würde sofort leckschlagen und möglicherweise unkontrolliert Wasser ansaugen. Dazu kämen noch Sturmböen.

Kann Kapitän Jordan mit solchen Verhältnissen umgehen?

Jordan findet bei seiner Suche nach den Gründen von tiefen Zinsen das Thema nicht, das alles entscheidend ist: rekordhohe, einmalig rekordhohe weltweite Überschuldung.

Nicht um sogenanntes Wirtschaftswachstum zu fördern, nein: um die Spekulation anzuheizen und Preise für Schulden, Risikokapital und Immobilien in den Himmel zu schiessen.

Diese „Werte“ sollen nämlich die immer neuen Schulden eher bedienbar machen dank höherem Belehnungswert. Die Unterlassung des Thomas Jordan ist wirklich unverzeihlich, weil er das ganz genau weiss.

Darum auch seine Atemlosigkeit im Gespräch, sein sich unablässig auf die Schulternklopfen, seine haarsträubenden Geschichten, die er im Interview auftischt.

Die Inflation in der Schweiz ist viel höher als die offizielle, und die Geldentwertung durch steigende Preise ist für ein Monatseinkommen von 5’000 Franken nicht dieselbe wie für ein Monatseinkommen von 20’000.

Und: Trotz rekordtiefen Negativzinsen (das hat es in der ganzen Zivilisationsgeschichte noch nie gegeben und ist sehr gefährlich und schädlich) sind Wohnungsmieten auf dem höchsten Stand. Auch die Verschuldung des Privatsektors in der Schweiz wächst.

Schliesslich noch die, Herr Jordan: Die Schweiz ist eine Demokratie, und deren Machtträger in Politik (die ja den Volkswillen vertreten sollen) müssen von der Bevölkerung durch die bekannten Instrumente legitimiert werden.

Ein einzelner Herr Bundesrat kann total überzeugt sein von der Migrationspolitik, die er für die Schweiz richtig und gut findet und deshalb alles andere in Bausch und Bogen verwerfen.

Er muss aber schliesslich eine Mehrheitsmeinung in Parlament, Justiz und Volk (inklusive Plebiszite und Wahlen) in die Praxis umsetzen.

Für einige mag das stimmen, was dieser Bundesrat meint, für andere nicht. So läuft das nun eben in einer Demokratie. Doch Mister Jordan befindet und entscheidet, was dem Schweizervolk gut tut und was nicht. Ganz allein.

Ich finde ,Jordan „talks his book“. Er bedient mit scheinheiligen und fadenscheinigen Behauptungen seine bahnbrechende Umverteilungspolitik von Gläubigern zu Schuldner. Sparbucheinleger in der Schweiz haben unter Jordans Regime Milliardenverluste eingefahren.

Und da die Geldentwertung durch steigende Preise für tiefe und mittlere Einkommen für die vergangenen 10 Jahre zwischen 2 bis 5 Prozent im Jahr liegen dürfte, schichtet der Jordan zum Wohle des Volkes, wie er so selbstherrlich von sich gibt, schichtet also der Jordan Vermögen und Einkommen um, ohne dass das Volk etwas dazu zu sagen hätte.

Wohlverstanden von unten nach oben, wenn oben reich oder unanständig superreich bedeutet.

Die Autonomie der SNB, sie sei zentral. Ja. Nur: Der Gesetzgeber hat wohl kaum an eine SNB gedacht, die mit Facebook-, Apple-, General Electric-Aktien spekuliert; die Hunderte von Milliarden Euro Staatsanleihen aufkauft mit geborgtem Geld in Schweizerfranken.

Da müsste doch die Politik eingreifen. Genau gleich wie beim Thema der Eigenkapitalvernichtung von Publikumsgesellschaften (Novartis, Nestlé, ABB, Gross- und Privatbanken und viele mehr).

Ich meine, das, was da der Herr Jordan herauslässt, ist wirklich unverschämt und ein eigentlicher Skandal.

Wann kommt endlich ein Weckruf? Was muss geschehen, bis diese skandalöse Hochrisikopolitik in jeder Beziehung beendet wird und ein Audit der SNB stattfindet mit Rekursmöglichkeiten vor dem Bundesgericht, der abklärt, in welcher Weise Jordan seine Kompetenzen überschritten hat?

Die Grosswetterlandschaft dürfte durch die US-Notenbankpolitik in sehr absehbarer Zeit zu einem weltweiten Inflationsschub führen. Die Fed schmeisst alleine für die nächsten 4 Wochen fünfhunderttausend Millionen Dollar in den Markt, um zu ermöglichen, dass die rasend steigenden Defizite der Trump-Administration und gigantisch gehebelte Positionen der Spekulanten bei rekordtiefen Zinsen refinanziert werden können.

Der US-Dollar ist abwertungsgefährdet und zwar, wie der frühere Chefökonom der BIZ der NZZ erklärte, ziemlich allernächstens; unter anderem, weil Trump das so will, insbesondere weil er die Fed an der kurzen Leine führen will.

Und ich würde noch anfügen, weil die USA ihre kreditpolitische (und andere) Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.

Was macht Thomas Jordan, wenn plötzlich überall die Inflation deutlich und weit über das falsch ausgewiesene Niveau ansteigt (mit begleitenden Volksaufständen)? Wenn die Spekulanten, die mit den Eidgenossenanleihen rauschend Geld verdienten, plötzlich sich von ihren Positionen trennen (müssen) – von wegen Margincall – und die langfristigen Zinsen anziehen?

Dann steht Jordan der Hammermann (sein einziges Instrument, die Zinsen) mit abgesägten Hosen da und kann nur noch zuschauen, wie Verluste sich kumulieren und die SNB nicht nur illiquide wird, sondern pleitegeht.

Genau dies sehe ich als Endstation auf der Reise, der dieser einsame, selbstherrliche, völlig überforderte Hammermann entgegensteuert.

Wir werden es möglicherweise sehr bald erfahren. Die 72’000 Milliarden Dollar Totalschulden der USA (gemäss Fed Stand September 2019) können nur noch mit Inflation vermindert werden. Und dies mit selbstherrlichen Zentralbanken, welche Märkte dann abschaffen und Zinsen oktroyieren müssten?

Das wird sehr wahrscheinlich nie möglich sein, und Märkte werden keinen Moment zögern, wenn es Zeit wird, „auszuladen“ und sich in die Büsche zu schlagen. Gibt es doch kaum noch Investoren (solche, die in eine grüne Ökonomie investieren), sondern nur noch Spekulatoren. Das weiss doch Jordan wohl besser als irgendeiner.

Kommentare

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  1. Paul Solange die globalen Assets (Real Assets und Papierli) mit rund 750 Billionen im Verhältnis zu den Schulden aller Akteure von aktuell um die 255 bis 265 mit rund 3:1 sind, wird das System nicht so schnell kollabieren. Inflation wird sich angesichts der ungeheuren Abundanz an Waren auch nicht einstellen.
    .
    Und Jordan macht einen guten Job, denn mit einem Anteil von 66% (inkl. Gold) resp. 58% ohne Gold der Waren & DL Exporte ist die Schweiz nun mal extrem anfällig durch einen zu hohen Franken.
    Hätte die SNB seit 2009 einfach wenig bis nix gemacht,dann hätte das die CH kumuliert sicher zw. 100 bis 250 Milliarden durch AL, Sozialleistungen, Steuerausfälle, Firmenabwanderungen oder Pleiten geringes Wachstum oder gar Negativwachstum gekostet in den letzten 10 Jahren. Und was mal abgewandert ist, kommt meist nie mehr zurück!
    Mit 174 Mrd Eigenkapital hat die SNB inzwischen ein ganz gutes Polster, dazu kommt noch die Notengeldmenge von rund 80 Mrd, die sie ja auch nie zurückzahlen muss (einen Tausender kann man bei der SNB nur gegen einen anderen Tausender eintauschen, Gold gibts dafür nicht)- selbst wenn der € und der US$ je 20% tauchen würden, hätte die SNB immer noch ein EK von 56 Mrd – also in etwa soviel wie um 2007! Plus die 80 Mrd Quasieigenkapital aus der Notengeldmenge.
    Pleite kann eine Zentralbank sowieso nie gehen und gekauft hat sie bislang auch keine Billion sondern um die 620 Mrd an Oblis und Aktien, 127 Mrd hatte sie schon Ende 2007 und dazu sind nochmals 110 Mrd an Wertsteigerungen der Anlagen gekommen seit 12/2007.
    Solltest ein bisschen besser rechercherieren – erscheint mir etwas oberflächlich schluddrig Dein Kommentar. Lehrt man das an der London School of Economics nicht genauer zu sein? Dünkt mich doch ein Armutszeugnis!
    Darum haben wir uns vermutlich auch nicht verstanden, ich bevorzuge fundierte Gesprächspartner die nicht einfach etwas hysterisch unbedarft mit Phantasiegrössenordnungen um sich werfen!
    Gruss aus Colonia Uruguay!

    • Notenumlauf und Girokonti inländischer Banken können komplementär betrachtet werden. Einen Tausender kann man bei der SNB nur gegen einen anderen Tausender eintauschen. Eine Belastung des einen Girokontos führt zwangsläufig zur Gutschrift auf einem anderen Girokonto, ausser die SNB ist Gegenpartei.

    • Günter: Es geht jetzt einzig und alleine um die knapp 80 Mrd ausstehenden Franken in Form von Banknoten. Die werden bei der SNB pro Forma richtigerweise als Fremdkapital ausgewiesen, aber faktisch sind die Quasieigenkapital, denn Gold bekommen Sie für den Tausender nicht und etwas anderes auch nicht.
      Höchstens bei einer Währungsreform bekämen Sie dann neue Geldscheine dafür, aber wenn die CH eine Währungsreform nötig hätte, dann wäre die Situation wirklich schon sehr katastrophal.

    • Wenn also Banknoten Eigenkapital der SNB sind, so gehört die SNB den Banknotenbesitzern.

      Werden Sie beide doch einmal realistisch.

      Nicht einfach alles Jordan nachplappern. Der erzählt Märchen. Nicht glauben.

      Marc Meyer

  2. Wenn ich die Kommentare lese und den Verriss vom Interview mit Herrn Jordan, bin ich doch sehr erstaunt, wie viele ‚hochqualifizierte‘ Banker wir in der Bevölkerung haben, die sich bestens auskennen über Geldpolitik, Nationalbanken, etc., alles besser wissen aber dann trotzdem keine qualifizierten, brauchbaren Lösungen haben! Chapeau!
    M. Schenker

  3. Blick….

    Im Blick äusserte sich Jordan zum Geldkurs der SNB.

    Und wie zu erwarten erwähnte er natürlich nur was seine Sicht der Dinge stützen soll, selbstkritisch ist der Mann jedenfalls nicht.

    Zitat aus dem Blick.

    Nationalbank-Präsident Thomas Jordan hält an der Niedrigzinspolitik der SNB fest. Eine Anhebung der Zinsen würde zu seiner starken Aufwertung des Franken führen. Problematisch sei auch, dass zu viel gespart werde.

    «Die Teuerung würde negativ, das Wachstum würde deutlich verlangsamt», warnte Thomas Jordan. Dies würde weder dem Sparer noch den Pensionskassen nützen, sagte der Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am in der Mittwochsausgabe des «Blick».

    Der SNB-Präsident erwartet mit den Negativzinsen nunmehr nicht, dass viel Bargeld gehortet wird. «Die Aufbewahrung von Bargeld ist anspruchsvoll. Man muss nur wenig verlieren, damit die Kosten viel höher sind als möglicherweise die effektiven Negativzinsen», erklärte er.

    Als eine der Ursachen für das niedrige Zinsniveau gibt Jordan zudem an, dass derzeit zu viel gespart werde. «Die Menschen leben länger, sie sparen viel mehr. Das lässt die Zinsen sinken», sagte er. Die Lebensphase nach der Pensionierung werde immer länger und für diese Zeit müssten die Menschen mehr sparen.

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    So sieht er das also.
    Als erstes, Negativteuerung / Deflation ist per seh noch nicht schlecht, gefällt den Finanzern aber natürlich nicht.

    Und der Dummkopf weiter…… es werde zu viel gespart !
    Tja hätten wir in der Zeit gespart, wäre jetzt keine Not.
    Also sein Rezept heisst Geld auseben, ausgeben, ausgeben…… das was alle tun und genau das was die Krise von 2008 ja auslöste und nun weiter antreibt. Er kennt also nur das weiter so…… es ist genau das weiter so, welches kein Problem zu lösen vermag.
    Würde der Franken aufwerten, wäre das für die Schweiz jedenfalls sehr viel besser wie die Negativzinsen.

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    In der Hauptsache aber wäre eine Frankenaufwertung sehr schlecht für Jordan und die SNB.
    Denn steigt der Franken, fallen die Devisen die er in den Bilanzen hat. Die Folge, unsere SNB macht Verlust.
    Und das in einen durchaus möglichen Umfang von 20-30%.
    Wir reden da von möglichen 2-300 Milliarden Franken.
    Es droht der Konkurs.
    Darum muss Jordan weitermachen…. er kann nicht mehr aus der Sache raus.
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    Jordan ist ratlos….. das ist mein Fazit zu der ganzen Eurostärkungspolitik.

  4. Die SNB kann weder illiquide werden, noch kann sie pleite gehen. Illiquide nicht, weil ihre Verbindlichkeiten in einer Währung sind, über die die SNB das Monopol hat (CHF). Und pleite gehen nicht, weil das SNB Gesetz kein positives Eigenkapital erfordert, sondern auch ein negatives ermöglicht. Und die SNB wäre auch bei einem negativen Eigenkapital voll funktionsfähig.

  5. Jordan macht das richtig. Eher gehen 20 Hetschvohs über den Jordan, als dass die SNB notfalls bewusst Aktien verkauft und mit Futures den Big Waterfall nicht absichert.

  6. Zwischen Experten mit konträrer Meinungen über die Auswirkungen massiven Geldschleusen herrscht aber grosse Einigkeit darüber, dass diese Massnahmen einen hohen Kollateralschaden für die Jugend und ihre Zukunft zementieren wird. Durch die Enteignung der Bevölkerung durch die Negativzinspolitik und massive Bevorzugung der Vermögenden bei der Vergabe der Gratiskredite, wird eine radikale Umschichtung der Vermögen von unten nach oben durch die SNB erzwungen. Damit entsteht nicht nur eine Preisexplosion bei allen Sachanlagen, sondern auch das Dilemma, dass die Jugend in Zukunft keinen genügenden Zugang mehr zu Risikokapital für Innovationen etc. haben wird.
    Davon abgesehen ist gerade die Aufhebung der Golddeckung es international möglich dass z.B. auch China mit gedrucktem Geld sich gratis das westliche Knowhow einverleiben kann, wie es aktuell gerade bei/mit Mercedes passiert, indem chinesische Staatsbetriebe über diverse Kanäle (Vermeidung Meldepflicht) versuchen sich den wichtigsten Westkonzerne (aktuell bei Mercedes aufgedeckt) habhaft zu werden.
    Und unsere Politiker? Wenn man schon bei der SNB keinen Intelligenztest absolvieren muss um leitend tätig zu sein, ist es in der Politik üblich, dass jedermann/frau sich ungeschult über das Schicksal unseres Landes hermachen können. Das nennt sich dann eben Demokratie, was ja dann auch einen Preis hat.

  7. Hier gezh5ts zwar um die NB….. aber die Politik ist das Element welches auch Jordan zu seinem Selbstmörderischen Geldkurs antreibt.

    In der Frage sollte man sich vor Augen führen was in den letzten Tagen in Deutschland gerade passiert ist.

    Das hier habe ich aus dem blog von Wolfgang Prabel.

    Zitat :
    Nun ist es raus, wie sich CDU, Grüne und SPD auf dem Rücken der Bürger geeinigt haben. Hier ist nachvollziehbar dargestellt, wie hoch die CO2-Steuer bei einer Höhe von 55 € pro t CO2 ausfallen wird. Die Zahlen zum Energieverbrauch in Gigajoule (GJ) sind aus den Tabellen der AG Energiebilanzen entnommen:

    838 Mio. Tonnen CO2 mal 55 € = 46,1 Mrd. €.
    Im Gegenzug wollen Bundestag und Bundesrat die EEG-Umlage um 5,4 Mrd. € senken. Bleiben 40,7 Mrd. € Mehrbelastung plus die Umsatzsteuer die darauf entfällt, also 48,4 Mrd. €.

    Das sind 590 € Mehrbelastung pro Kopf der Bevölkerung, für eine vierköpfige Familie 2.360 € im Jahr.

    ————————————–

    Also diese 590 Euro kommen auf jeden Deutschen Einwohner zu. Den Flüchtling der sie eh nie bezahlen kann, ebenso wie auf das Baby und den Pflegeheimbewohner.
    Die Realität wird also sein das der arbeitende Teil der Bevölkerung noch weit massiver wird bluten müssen.
    Alles wird teurer, der Strom den sich in Deutschland schon zehntausende nicht mehr leisten können, das Pflegeheim das jetzt schon fast unbezahlbar ist usw. usf.

    Und ratet mal wie das in der Schweiz kommen wird ? (((-:

  8. „Die SNB ist nur ein Vasall im Globalen Zentralbank-Kartell. Dessen Führung untersteht einem Regime, welches dieses durch Schulden getriebene System propagiert hatte.“

    Eigentumsbesicherung bedingt die organisierte Gewalt welche vorfinanziert werden muss. Eigentum ist ohne Gewalt gar nicht definierbar.

    Deshalb nehmen die Konzepte „Eigentum“ und die „organisierte Gewalt“ in der allgmeinen Erklärung der Menschenrechte eine herausragende Stellung ein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Erkl%C3%A4rung_der_Menschen-_und_B%C3%BCrgerrechte

    Das Dreieck auf der Erklärung sagt auch gleich wen die Zauberlehrlinge gerufen haben.

  9. Ich finde es bedenklich wenn jemand schlecht kommentiert aber keine gute Lösungen bringt. Kritisieren ist einfach, aber bessere Lösungen bringen doch nicht?

  10. Das Jordan-Interview geht schon eher in Richtung Komödie (Zentralbanken und Klima…). Zentralbanken gehören zu den umweltfeindlichsten Institutionen indem sie über den Zins Kapitalkosten künstlich tief halten und falsche Investitions- und Konsumanreize setzen…

    Wir haben jetzt ein Wirtschaftssystem das nicht mehr funktioniert, wenn nicht permanent neue Schulden die Nachfrage nach irgendwas antreibt. Die Ansprüche aus bestehenden Schulden können niemals realwirtschaftlich befriedigt werden. Wir haben Rekord-Bewertungen auf Vermögenswerten, die nicht nachhaltig sind und sehr schnell instabil werden, sollten Zinsen steigen.

    Die SNB ist nur ein Vasall im Globalen Zentralbank-Kartell. Dessen Führung untersteht einem Regime, welches dieses durch Schulden getriebene System propagiert hatte. Das Regime hat bisher grössere Liquidationen der Schuldner durch immer tieferen Zinsen und QE vermieden. Die Angst dieses Regimes vor einer ungeordneten Liquidation ist mittlerweile sehr gross. Die FED scheint übrigens gerade die Kontrolle über einige Aspekte ihrer Geldpolitik zu verlieren… (Repo…)

    Jordans Hut-Analogie ist ein sehr harmloses Bild der aktuellen Situation. Sie unterschlägt aber vor allem wie man in die Situation gekommen ist und die Moral-Hazard-Orgie, welche die Zentralbanken begünstigt haben. Die Umverteilungen, Vermögenskonzentrationen, Schuldenberge und nicht zuletzt die Umwelt sind eine direkte Folge der Zentralbankpolitik der letzten 30 Jahre.

    • Was hat das mit der Nationalbank zu tun? Das wo Sie beschreiben heisst Kapitalismus! Das ist unser liebstes Kind wo die Reichen reicher werden und die Armen ärmer. Die Nationalbank ist nur 1 Player im ganzen Kranken sich zu Ende neigendem Spiel.

    • Wir haben keinen Kapitalismus…

      „Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht. (Wikipedia)

      Betonung auf Markt, nicht Zentralbankbilanz…

  11. Es gehört wahrscheinlich nicht zum Mandat der SNB, dass Aktien an der Wallstreet gekauft werden dürfen. Trotzdem ist das die bisher beste Strategie: die Börse steigt dort seit über 200 Jahre.

  12. Die langfristigen Zinsen werden in absehbarer Zeit NICHT nennenswert ansteigen. Wenn der Markt solche Anleihen nicht mehr kaufen will, dann kauft sie einfach die Zentralbank. So einfach ist das. Die FED hat es so gemacht und wird es notfalls wieder machen. Die EZB macht es schon die ganze Zeit im großen Stil.
    Wann dieses finanzielle Irrenhaus zusammenbricht, kann keiner sagen. Es dauert wahrscheinlich noch viele Jahre.

    • Liebe Daisy

      Danke.

      Aber ich habe es hier doch schon -zig mal erklärt.

      Die SNB und ihre Trolls hier wollen nichts lernen. Meine Zeit ist auch beschränkt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  13. Jordan (wie auch Epstein/Hildebrand) Mitglied im CFR, als auch in der BIZ soll unabhängig entscheiden können, wie denn? Sowohl CFR als auch BIZ werden von den gleichen Institutionen/Hintermännern gesteuert, die sich das Monopol auf Geldausgabe gesichtert haben und diese möchten einen Systemwandel = totale Verschuldung.

    Wie zwingt man eine CH in die Knie, welche jedes Jahr auf Bundesebene Überschüsse produziert, mit kolossalen Wertberichtigungen auf Kapitalanlagen der Nationalbank, welche dann als „systemrelevant“ vom Steuerzahler mit PK-Geldern etc. „retten muss“.

    Das scheint die alleinige Mission vom Lehrbuchgläubigen zu sein.

  14. Die Thematik ist hoch aktuell und hoch brisant und betrifft uns alle. In der Schweiz, der EU, den USA. Gleichzeitig sind es nur Wenige, sehr wenige die sich darin auskennen, egal ob Politiker, Oekonomen, Bankiers, Journalisten oder normale Bürger. Mir geht es nicht besser.

    Wer und wie könnte endlich etwas bewegen ? Politiker, Medien, Bürgerinitiativen ? Bevor es zu spät ist.

    Hans

    • @ Hans Uttinger

      Es ist zu spät….. denn nur eine Initiative könnte Jordan wirklich stoppen. Die Politik will offensichtlich nicht.

      Aber bis so eine Initiative gewonnen und Umgesetzt ist dauert es sicher 5 Jahre und weil unsere Politiker da gar nichts geändert haben wollen, werden Typen wie Kurt Flury auch so eine Initiative abwürgen.
      Ich aber denke das in 5 Jahren der Zug abgefahren, ein Crasch schon da ist.

  15. Das Problem ist, dass ich unser Staat zu einem „Mischler“ und Verwalterapparat verändert hat, der von eben diese Klientel monetär gesteuert wird. Die produktiven Wirtschaftszweige, die echte Produkte mit Wertschöpfung herstellten, wurden entweder ins Auslad verhökert (um das Geld in den Börsen zu vernichten) oder von unserem Verwaltungsstaat platt gedrückt – natürlich immer mit der Ausrede, dass immer alles komplexer werde. Es wir der Zeitpunkt sehr schnell kommen, dass das unselige Gelddrucken ohne irgend welchem Gegenwert nicht mehr funktioniert, dass es nichts mehr zu verwalten und zu „Mischeln“ gibt, da die ganze CH-Produktion untergegangen ist. Glaubt dieser Jordan wirklich an das, was er schwafelt. Der finale Knall kann nur abgewendet werden, wenn wie erkennen, das „Mischlerei“ und Verwaltung keinen inneren Wert hat und der Wirtschaft nur Schaden zufügt.

  16. Ei ei, logo das Finanzsystem steht am Abgrund.
    Sobald grössere Einbruchschübe durch und über den Planeten schwappen,verlangen alle nach begleichung
    von Ausständen. So Vorderungen kommen mit Garantie
    auch auf die Schweiz zu.
    Dann kann die SNB aus dem angehäuften ,,Schatz,, einspringen, das gibt zumindest auf Zeit Luft.
    Zb.Euro oder US-Dollar Vorderungen eben in der entsprechenden Währung abgleichen.Wenn die dann ihre eigene Währung oder anderen Wertverschreibungen wie Aktien usw. nicht mehr wollen, Hmmmm dann sollen die das dann eben lassen?!!Grins dann eben schnauze und das wars,Ende des Stänkerns.Punkt.
    Zudem würde die SNB die mit geschöpfter Liquidität
    gekauften ,,Werte,, nicht Horten und nach Muster und Vorderung SNB-Kritiker zusätzlich in den Innenwirtschaftlichen Kreislauf drücken, ei ei ist Das sooooo schwehr zu verstehen die Geldmenge würde mit Supperturbowirkung regelrecht explodieren.
    Ach je gleichzeitig wird von Schneeballsystem und und herumschwadroniert, oh je noch mehr Liquidität im Kreislauf die keine ertragreichen Anlagen findet heisst im Endeffekt noch viel viel mehr Negativzinsen.
    ( Negatievzinsen sind letztlich eine Variante von Inflation= reduktion der Kaufkraft,je Währungseinheit.
    So nebenbei in der Endphase eines Wirtschaftskollapses
    kann man eh alles Monetäre glatt vergessen. DANN kommen ganz andere Mechanismen zum ,,tragen,, und wirken. Na ja eher ungemühtliche.

  17. Feuermann als Brandstifter
    Habe im ganzen Artikel keine wirklich griffigen, fundierten Argumente gefunden. Viel Spekulation, viel Polemik (Wording..). Beispiel: „Nicht um sogenanntes Wirtschaftswachstum zu fördern, nein: um die Spekulation anzuheizen und Preise für Schulden, Risikokapital und Immobilien in den Himmel zu schiessen.“
    SOGENANNTES Wirtschaftswachstum? Spekulation anzuheizen..??
    Wer verdammt nochmal hatte Spekuliert bis es gekracht hat??? Nicht die Nationalbanken.. Die durften nachher den Scheiss aufwischen!
    Preise für Schulden in den Himmel schiessen? Ist ja völliger Chabis.. Schulden sind nie billiger als bei tiefen Zinsen….
    Mir fällt in jüngster Zeit auf, dass die Banken aus allen Rohren auf die SNB schiessen. Denke an die die jüngsten Auftritte von Daniel Kalt … Halte sonst sehr viel von ihm, aber hier hört man „His Masters Voice“ deutlich!
    Thomas Jordan ausser Kontrolle? In dem Sinn, dass die SNB eigenständig agiert finde ich das absolut i. O.
    Es ist überhaupt nicht nötig, dass die SNB auch noch zum Selbstbedienungsladen der Neoliberalen und Banken wird!! Ich denke eher das „globale Finanzlaboratorium“ ist völlig ausser Kontrolle. Von Trump erwarte ich keine Besserung. Vielleicht von Frau Lagarde…Mal sehen.
    Jordan macht vieles richtig…wir können nicht die (Finanz)Welt retten durch voreilige Entscheide. Abwarten und Tee trinken!

    • @Nordlicht
      Echt wohltuend das, lesen Ihres Kommentares.
      Lagarde, auch das vergessen die kann nur noch
      weitermachen oder noch zulegen mit der Geldpumpe.
      Die EZB wird denn wohl kaum nach dem Vorbild
      der SNB das geschöpfte Geld gegen ,,Werte,, Tauschen
      sondern blanko in den Kreislauf drücken.
      Und was macht die EZB? Die Rückversicherung läuft über die Target 2 Salden. Der EZB Filiale DZB bleiben dan nur noch nicht eintreibbare Schuldverschreibungen.
      Die SNB kann dann zumindest mit Buchgeld begleichen.
      Angesichts der aktuellen gigantischen Geldblase noch
      von ,,Werthaltigem,, Geld zu ??? Eh längst ein 1zu4.5.6? hahahah eben Witz.An dem Faktum, kann auch
      Vollgeld und oder andere abenteuerliche Geldkonstruktionen nix ändern.

    • Vielen Dank, Nordlicht.
      Die ökonomischen Rohrbomben (Feuermann, Meyer, etc. mit ihren Stamm-Kommentatoren) nerven mitunter schon ziemlich.

    • Ja Sie Schlaumeier und wer trägt das Risiko der 1000 Mia.
      Ist ja alles kein Problem weiterhin alles auf Pump und weiterhin Schulden machen komme was wolle. Aber vielleicht haben Sie ja eine Antwort wie diese einmal zurückgefahren werden

    • @ Nordlicht….. Sie sind eher ein Irrlicht…..

      Zitat:
      Von Trump erwarte ich keine Besserung. Vielleicht von Frau Lagarde…Mal sehen.
      ——————-

      La Gardere soll also eine Besserung bringen…?
      Niederschmetternd wenn es Leute gibt die sowas glauben, diese Person derart verkennen.

    • @ Nordlicht

      Feuermann ist kein Brandstifter!

      Die Zeit ist reif die Verbrecher zu enttarnen.

      Die Brandstifter und Betrüger sind die Notenbanken und Banken selbst.
      Verbrecher sollte man nicht schützen, auch nicht eine spezialgesetzliche AG, die sich den Namen “Nationalbank“ vor langer Zeit übergestülpt hat und ständig Bilanzverlängerung betreibt.

      Die Notenbanken und Banken (Finanzkartell / Schuldenkartell) betreiben zusammen nichts anderes wie ein betrügerisches Kreditschneeball-Finanzsystem, welches von ebenso betrügerischen Staatskonstruktionen für legitim erklärt wurde.

      Das was allgemein als Geld bezeichnet wird ist tatsächlich Kredit und eben nicht Geld. Für die Kredite fehlt den Notenbanken und Banken das Geld, um das zu verdecken, haben diese Notenbanken und Banken ständig ihre Bilanzen verlängert. Dies ist leicht zu belegen. Im Verhältnis zu ihren Bilanzen weisen deshalb diese Institutionen der kriminellen Grossbetrügerei, immer weniger Eigenkapital aus!
      Deren Zahlenbuchungen auf Konten sind leere Versprechungen, für die das Geld fehlt!
      Jetzt mit den Negativzinsen versucht dieses betrügerische Finanzkartell auch noch ihre leeren Versprechungen wieder einzusammeln.
      Sie betreiben ein Finanzsystem, dass gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gerichtet ist. Was die Arbeitenden zuvor verdient haben, wird ihnen durch Negativzins wieder geklaut (Diebstahl).

      Die Wahrheit ist:

      Das hochverschuldete Finanzkartell, bestehend aus Notenbanken und Banken, sowie deren betrügerisches Kreditschneeball-Finanzsystem sind definitiv im Endstadium angekommen.

      Was jetzt noch stattfindet ist, dass sich diese idiotische, lächerliche, betrügerische, unglaubwürdige Verbrecher-Finanzmafia gegenseitig beschuldigt.

      Das kommt davon wenn alles auf Krediten, Schulden und Ponzisystem aufgebaut ist.
      Der Pleitegeier des Geldsozialismus ruft.

      GELDSOZIALISMUS, Roland Baader, http://www.resch-verlag.com

  18. Herr Feuermann…..

    das sin die richtigen Fragen….

    Zitat :
    Was macht Thomas Jordan, wenn plötzlich überall die Inflation deutlich und weit über das falsch ausgewiesene Niveau ansteigt (mit begleitenden Volksaufständen)? Wenn die Spekulanten, die mit den Eidgenossenanleihen rauschend Geld verdienten, plötzlich sich von ihren Positionen trennen (müssen) – von wegen Margincall – und die langfristigen Zinsen anziehen?

    Weiter :
    die SNB-Bilanz in Fremdwährung aufzublasen – gegen Verschuldung (Kredite) zu Negativzinsen im schweizerischen Bankensystem.

    Weiter :
    Sinkende Preise (in einer Verkaufswelle) sind höhere Renditen, und seine Politik würde sofort leckschlagen…

    Weiter
    Was macht Thomas Jordan, wenn plötzlich überall die Inflation deutlich und weit über das falsch ausgewiesene Niveau ansteigt (mit begleitenden Volksaufständen)?

    ————————————–

    Die Lösung Herr Heuermann haben sie auch beschrieben….

    Zitat:
    Wann kommt endlich ein Weckruf? Was muss geschehen, bis diese skandalöse Hochrisikopolitik in jeder Beziehung beendet wird und ein Audit der SNB stattfindet mit Rekursmöglichkeiten vor dem Bundesgericht, der abklärt, in welcher Weise Jordan seine Kompetenzen überschritten hat?

    Tja, wie ich vor 2-3 Jahren schon schrieb …… entweder wird das Problem von der Politik angepackt, oder das Volk wird sich dem annehmen.
    Das Volk wird es erst tun wenn es viel zu spät ist, dafür wird das Problem dann aber gründlich beseitigt.

  19. Negativzinsen gibt es weder juristisch noch ökonomisch. Gut, letztlich spielt keine Rolle, wie das Kind benannt wird. Tatsache ist, dass eine warme Enteignung („Negativzinsen“, also Enteignungszinsen) und eine kalte (Inflation, wie immer auch berechnet) vorliegt. Für Enteignungen sind die Banken, welche vorgeben, auf Druck der SNB zu handeln, demokratisch nicht legitimiert.
    Es ist unglaublich, wie bewährte Werte aufs Spiel gesetzt werden, um ein Schneeballsystem und den geburtsbehinderten Euro am Leben zu erhalten.
    Wenn Geld keinen Wert mehr hat, dann wird es richtig gefährlich (https://www.cash.ch/news/politik/ceo-graubuendner-kantonalbank-wenn-geld-keinen-wert-mehr-hat-dann-wird-es-richtig-gefaehrlich-1447430). Wenn farbige Papierchen ohne Unterlegung eines realen Wertes das breite Vertrauen verlieren, dann geht das System in die Luft. Stichwort: Eine Million für ein Kilo Brot.

    • Eigentlich kann man nur Eigentum enteignen. Leider wird offenbar, auch nach so vielen Erklärungen und Ausführungen, immer noch nicht verstanden, wie unser Geldsystem funktioniert.

    • @Rückbauer
      Eine Forderung kann per se nicht enteignet werden. Sie müssen genau das tun, was es impliziert…fordern.

  20. Sie sollten sich mit SR Kuprecht zusammentun und den Negativzinsen durch eine Bewegnung à la „No Billag“ von Natalie Rickli entgegentzreten

  21. Da denkt jemand, dass er es besser könnte, nur vergisster, dass er nicht hierwohnt und dass er eine latainamerikanische Brille aufhat!
    Kritisieren ist einfach, besser machen schwieriger.

  22. Sehr gut argumentiert. Deshalb muss der Bundesrat Jordan absetzen und eine kommissarische Leitung einsetzen. Gleichzeitig braucht es eine PUK um die Hintergründe von Jordans Entscheidungen abzuklären, vor allem die Frage „cui bono?“

  23. Und was ist die Position von Herrn Feuermann? Ober-Bedenkenträger?
    Etwas viel Vorwurf gepaart mit Blah-Blah. Lasst die SNB in Ruhe und kommt nicht immer mit Schweiz ist Demokratie, darum darf „das Volk“ mitreden. Im Bereich Zentralbank soll es eben gar nichts mitzureden haben. Darauf haben wir uns eingelassen, und die Erfahrungen der letzten 50 Jahre waren positiv. Nun will ein Herr Feuermann, und er ist nicht der Einzige, plötzlich alles besser wissen?

    • Tja Fritz, Sie erinnern mich an die Appenzeller Witze…… „dä Fritzli hät gsait!“

      Nun ja, auch Sie werden einst ohne Pension dastehen…… immerhin dann zu recht.

    • Fritz hat schon recht, alle die „Klugscheisser“ haben doch nur eines im Kopf, was für sie selber besser wäre und sicherlich nicht das Wohl der grossen Masse des „kleinen Mannes“.
      Begreift endlich mal, dass es an der Eigenständigkeit der SNB nichts zu rütteln gibt.
      Je mehr die Banken die SNB kritisieren, umso besser ist der Job der die SNB macht.
      Und noch zur Erinnerung: Wo wäre die UBS ohne die SNB? Die Klugscheisser haben vermutlich alles schon vergessen!

    • Sorry Walter, Zur Beruhigung, meine Pension ist super…
      Was aber soll Dein Appenzöller-Witzli beitragen?

    • Daniel S und @ Walti…..

      Ihr beiden seid einfach Träumer.
      Und falls schon Pensionsbezüger….. solltet ihr euch nicht dazu versteigen …..zu glauben, dass eure Pension deswegen sicher sei.
      Ihr werdet sie verlieren….. auch aufgrund der SNB Geldpolitik.
      Unglaublich wie Naiv man sein kann……..

      Nach den beiden Deutschen Kriegen gabs dort die Pensionen noch, richtig, aber sie waren nominell nichts mehr wert.
      Zwar wurde mit der Währungsreform die D-Mark wieder stabil gemacht, aber vom Winter 45-46 bis zur Währungsreform waren Hunderttausende Rentner gestorben. Sie starben meist an einer schleichenden Mangelernährung.

      @ Daniel Fritzli…..

      Die SNB unabhängig…… sie haben keine Ahnung, glauben offenbar jeden Witz. Das die SNB unabhängig sei …. nein den Witz haben nicht die aus Appäzöll erfunden.

    • Der Walti deavouiert sich selbst. Zählt man durch, auf wieviele Kommentare er „etwas zu sagen“ hat. Ein Mann mit einer Mission. Und vor denen garust’s mich!

      Ok, der Luki liebr diese Leute … click as you can;-)

  24. Nun, das „Loch“ in dem sich Jordan befindet hat ihm die EZB gegraben. Sein Spielraum ist ja begrenzt und vorgegeben. Die SNB würde es nie öffentlich kommunizieren, aber aus Gesprächen schätze ich, dass sie €/SFr ohne NIRP und Interventionen in den tiefen Neunzigern sehen. Dies würde dem Mandat der Preisstabilität zuwiderlaufen, denn die Preisentwicklung wäre massiv deflationär.

    Zu den „haarsträubenden Geschichten“, die Sie erwähnen: Ja, die SNB lebt vornehmlich in theoretischen Gedankengebäuden. Jordan behauptete am Donnerstag, mit den Negativzinsen sei der Gesamtnutzen für die Schweiz grösser als ohne. Als ich ihn fragte, ob er dies quantifizieren könne (in Franken oder Prozenten) und wie sich dieser Gesamtnutzen aus den verschiedenen Bereichen zusammensetzt (Export, Tourismus, Finanzindustrie) blieb er bei abstrakten Erklärungen aus der Lehrbuchtheorie.

    Ich hatte zumindest nicht den Eindruck, als würde sich die SNB konkret mit handfesten Berechnungen und Projektionen auch für die Altersvorsorge auseinandersetzen. Denn auch hier blieb Jordan bei theoretischen Überlegungen, da ja die vermeintlich geschröpften Bürger genauso von den Negativzinsen mit tiefen Mieten und Hypothekenzinsen profitieren würden.

    Zu Ihrem Einwand der Schweizer Demokratie und Jordans Alleingang: Die aktuelle Situation entspricht genau den demokratischen Verhältnissen. Wir Bürger wählen das Parlament, das Parlament den Bundesrat, und der Bundesrate das Direktorium der SNB. Das hilft lamentieren wenig. Der einzige Ausweg ist, dass Bürger aktiv werden, Gesetzesänderungen anstreben oder Unterschriften für eine Verfassungsänderung sammeln.

    • Falsch Herr Mettler…..

      Diese sogenannt Preisstabilität nützt Augenblicklich gerade mal dem Tourismus 4% und Exportsektor 13% der Schweizer Wirtschaft.

      Diese 17% werden gestützt, dafür aber 100% der Bevölkerung enteignet.

      Stünde der Euro und Dollar bei 70 Rappen, würden aber immerhin die anderen 83% profitieren, und dazu noch zu 100% die Bevölkerung und sogar der Exportsektor könnte seine Probleme mit günstigen Zukäufen von Rohmaterial und anderem abfedern.

      Bezieht man sich die Lage genauer, so darf man wohl sagen das nur 10% der Schweiz wirklich von den Jordanschen Massnahmen profitieren, die anderen aber finanzieren den Wahnsinn………

    • @Walter Roth

      Sehr geehrter Herr Roth, gehen wir davon aus, dass Sie mit Ihrer Analyse richtigliegen 👍🏻 und 83% der Bevölkerung profitiert heute wegen der Geldpolitik der SNB nicht von einem stärkeren Franken, da €/SFr gemäss Ihren Annahmen bei 0.70 stünde. Solange die Bürger nicht aktiv werden ändert sich gar nichts. Was sollte Thomas Jordan im Rahmen des Mandates gross anders machen? Wenn Lukas Hässig jemanden beauftragt, einen Artikel über Banken mit 5‘000 Zeichen zu schreiben, kann der auch nicht über Pharma mit 10‘000 Zeichen schreiben, oder? 🤔 Seit Jahren werden Leserbriefe geschrieben, in denen die Geldpolitik der SNB beklagt wird, aber der Einfluss auf die SNB ist null. Wenn man diesbezüglich wirklich etwas ändern will, führt kein Weg daran vorbei, selbst politisch aktiv zu werden, beispielsweise mit einer Verfassungsinitiative. Das ist ja der Vorteil unserer direkten Demokratie.

    • @ Herr Mettler…..

      Zitat
      Solange die Bürger nicht aktiv werden ändert sich gar nichts.
      ———————–
      Richtig.
      Da sind wir uns absolut einig.
      Die SVP hat Hildebrandt abgesetzt und sich verbrannte Finger geholt.
      Der Schweizer Bürger glaubt zu grossen Teilen an seine Nationalbank.
      Sie wird als eine der letzten echten Institutionen angesehen, erscheint vielen als grundsolide.
      Das macht eine Veränderung schwierig.

      Aber richtig, das Problem liegt beim Souverän, dem Stimmbürger.
      Ein Initiative wäre nötig, ist aber schwer zu vermitteln.
      Finanzen sind Trockenfutter und die wenigsten versuchen überhaupt zu verstehen wie das dort funktioniert..

      Wenn ich hier Kommentare schreibe, reinige ich meine Gedanken damit, weiss aber das sich nichts ändern wird.
      Es wird einen Crash geben müssen bevor die Menschen reagieren, dann aber ist es zu spät.

      Dort wo Sie offenbar leben, gibt’s dazu ja reichlich Material für Feldstudien.

    • Noch was….

      Eine Initiative kostet mehrere 100-tausend Franken.
      Ein Grund warum diese Instrument meiner Meinung nach viel zu selten eingesetzt wird.

      Es wäre eventuell für die Demokratie eine gute Sache, wenn man den Initianten einer Initiative die Kosten vergüten würde.
      Natürlich müssten gewisse Hürden überwunden werden.
      Zum Beispiel eine Anschubfinanzierung bei Lancierung der Unterschriftensammlung, die Vergütung aber erst beim zusammenkommen der 100oooo Unterschriften.

      Aber mir ist klar, sehr viele unsere Parlamentarier möchten gar nicht mehr Volks-Mitbestimmung haben, die wollen lieber in die EU wo man viel länger ungeniert vom Volk leben kann ohne das der Pöbel viel zu sagen hat.
      Sehen sie sich mal den Lebensweg von so einem saumässigen Typen wie Elmar Brock an, der verbrachte nahezu sein ganzes Leben in Brüssel auf Kosten des Stimmbürgers in Deutschland ……um nur nie etwas nützliches zu tun, dabei aber mit Diäten gemästet zu werden.

    • Achtung Jürg,
      der Walti Roth ist wieder auf der Pirsch.
      Hat er recht mit seinen Einwänden/Bedenken?
      Kaum …

    • Roth: Ihre Wissensdefizite sind einfach eklatant!
      Waren- und DL Exporte betrugen inkl. Gold 2018 455 Mrd und ohne Gold 400 Mrd – das sind 66 resp. 58% des BIP von 689.5 Mrd 2018!
      Und nicht Ihre lächerlichen 17%!
      Prüfen Sie es doch bitte selber mal nach!!

      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/volkswirtschaft/volkswirtschaftliche-gesamtrechnung/bruttoinlandprodukt.assetdetail.9546409.html
      .
      Und bei den Importen geht signifikant viel in den Binnenkonsum (all die SUVs, der Elektroschrott usw usw), wird also nicht wieder exportiert.
      .
      Zum Glück haben wir einen Jordan als SNB Chef und keinen Walter Roth, sonst hätten wir schon längst Massenarbeitslosigkeit und Elend!

  25. Bravo Herr Feuermann…….

    Ich pflichte jedem Wort bei.

    Zitat:
    Schliesslich noch die, Herr Jordan: Die Schweiz ist eine Demokratie, und deren Machtträger in Politik (die ja den Volkswillen vertreten sollen) müssen von der Bevölkerung durch die bekannten Instrumente legitimiert werden.
    ———————

    Und genau das kritisiere ich seit vielen Jahren.
    Das Volk wurde nie gefragt, die Geldpolitik die vor allem den Investoren zudient, wurde geflissentlich nicht dem Volkswillen unterstellt. Die sogenannte Unabhängigkeit der SNB ist eine Schimäre, sie soll lediglich das Volk mit ihrer direkten Demokratie in der Sache aussen vor halten.

    Es ist Zeit eine Initiative zu starten um das zu ändern, solche Typen wie Jordan der Demokratie und Gerichtsbarkeit zu unterstellen.

    Aber machen wir uns nichts vor, dieser arrogante Typ wird erst gestoppt wenn der Crash da ist ….. denn viel zu viele Schweizer Stimmbürger glauben noch immer das unsere SNB gute Arbeit leitet.

    1 Billion Schulden, Gelder die sie zu grossen Teilen den Banken in der Schweiz nun schuldet…..faktisch ist die SNB bankrott.
    Sie ist so Bankrott wie die EZB, denn beide verschleppen den Konkurs nur noch……..

    Das Swissair Grounding war dagegen nur eine Lehrlingsarbeit, die Meisterprüfung werden wir mit dem SNB Konkurs ablegen.

  26. Rührend, wie ein umtriebiger Ökonom aus dem für ihn steuerfreien Uruguay sich um unsere SNB Politik kümmert und die Diskussion sozusagen aus seinem frei gewählten Steuerexil befeuern möchte.

    Übrigens: wegen den Tiefzinsen müssen Sie bei Ihren nördlichen „Nachbarn“ anklopfen. Der Auslöser waren die USA nach der Finanzkrise. Die EZB hat nachgezogen, weil ihr nichts anderes übrig blieb. Und Trump verordnet gegenüber dem Fed weiterhin tiefe Zinsen, damit die Zinsen-Last der Staatsverschuldung vor den Wahlen optisch und virtuell etwas weniger ins Gewicht fällt.

    Der Glaube, unsere SNB könne sich dem weltweiten Trend zu Tiefzinsen (Ausnahme wohl Südamerika) widersetzen ist mehr als naiv.

    Solange unser Weltwährungssystem (IMF) am Dollartropf hängt, ist autonome Geldpolitik in einem Zwergstaat zum Scheitern verurteilt. Das können Sie drehen wie Sie wollen.

    Aber das weiss unser umtriebiger Ökonom aus Montevideo selbstredend auch!

    • @ global network (Zürich)

      Aus ihrem Kommentar spricht die Heute in der Schweiz über weite Strecken anzutreffende Geisteshaltung…… ich meine den Defätismus.

      Die Schweiz sollte etwas wagen, nicht nur die bequeme Ausrede vorbringen ……man könne sich dem Trend nicht widersetzen.
      Wäre dem so, wir hätten uns Nazideutschland anschliessen müssen.
      Stattdessen wagten wir einen anderen Weg und überstanden diese Zeit bravourös.
      Nach einer bestandenen Bewährung fühlt man sich sehr viel besser, wie nach dem Kotau vor den Feind.

      Also, würde die Schweiz einen anderen Kurs fahren….. könnten Verluste die Folge sein, aber ohne Risiko kein Sieg.

      Warum nur sind wir solche Duckmäuser geworden…. wo sind sie geblieben die Aufrechten der Schweiz, die aus unserer alten Hymne……..

      ………“Hast noch der Söhne ja,
      Wie sie Sankt Jakob sah,
      Freudvoll zum Streit! „.

    • … schon wieder?
      Herr Roth, Sie müssen nicht auf alles eine Antwort geben. Das Spiel funktioniert nicht so…

    • @Niedrigzinsfalle…Im Klartext man konserviert eine Deflation, sinkende Produktivität und einen aufgeblasenen Staat mit der Tendenz steigend. Als Belohnung bekommt man dafür eine schleichende und immer schneller werdende Inflation, zerstörte Vorsorgewerke, einen unrealistischen Immobilienmarkt und steigende Steuersätze.“Ein super Deal“.

  27. Das die Politik seit der Wirtschaftskrise nur noch Zuschauer ist und es nicht schafft, die notwendigen fiskalischen und wirtschaftlichen Änderungen am Wirtschaftssystem durchzuführen stört niemanden. Stattdessen sucht man jetzt die Schuldigen bei den Zentralbanken, ohne welche die globale Wirtschaft schon 2008 gecrasht wäre mit unvorstellbaren Folgen von Armut, Totschlag, Kriegen und Kampf um Resourcen.
    Wir haben ein Wirtschaftsystem dass nicht (mehr) funktioniert, ändern will daran niemand was sondern man macht einfach weiter.
    Schuld an allem ist Jordan. Okay…

    • @ B. Trogener…

      Richtig, wir haben einen in seiner Gesamtheit überaus unfähigen Bundesrat.

      Aber das würde ein SNB Direktorium an sich nicht daran hindern eine fähige Geldpolitik zu führen.

  28. Wie lange schlafen die Politiker und der Bundesrat noch? Das agieren von Mr. Jordan (SNB)ist Dynamit für die Schweizer Bevölkerung und Diebstahl an den Bürgern und Sparer

  29. Hätte mir gewünscht, dass die eigentlich sehr kluge Moderatorin der Samstagsrundschau Eveline Kobler viel kritischere Fragen gestellt hätte. Thomas Jordan wurde nie wirklich aus der Reserve gelockt. Er konnte in diesem Heimspiel seine Durchhalteparole einmal mehr pflegeleicht durchgeben.

    Leider eine verpasste Chance Frau Kobler. Schade

    • Was erwarten Sie vom Staatsfunk ausser Propaganda für den Deep State? Und dazu gehört die SNB genau wie die SRG. Kritik an der Nomenklatura ist unerwünscht. Früher mussten Radio- und TV-Leute einen Leistungsausweis aus der gedruckten Presse mitbringen, um zur SRG wechseln zu können. Aber das ist sehr lange her. Seit Jahren kommen sog. Journalisten von irgendeinem Lokalradio oder -blatt – oder direkt vom „Blick“. Ein anständiges Studium (ausser Publizistik natürlich) ist ein Hindernis.

    • Die Frau Kobler hat genau das getan, was ihr Sender am besten mag.
      Das SRF ist eben ein rot-grüner Propagandasender, der sich am liebsten in die eigene Tasche moderiert.

    • SRF ist das Sprachrohr der SNB und der Bundeshaus-Politik!
      Da darf es natürlich keine zu kritischen Fragen geben.
      Es handelt sich um im Voraus vereinbarte Gespräche und Fragestellungen.

      Herr Jordan und die blinden Volkszertreter im Bundeshaus sollten sich langsam überlegen, in welchem Land sie Asyl beantragen werden, wenn dann ihre SNB zusammenkracht, und die Genossenschaft des Schulden-Eides in der Pleite endet.

      Die “Bundeshausinsassen“ verhalten sich zum Thema auffällig “mäuschenstill“. Anscheinend sind sie in der Trinkstube Bundeshaus total überfordert beim wichtigsten Thema.

      Die Blindenführer im Bundeshaus unterhalten sich lieber über grüne Themen, Klimawandel, CO2-Steuererhöhungen, WEF-Weissweinaperos, Ehrenbürgerrechte für Klaus Schwab, und Kampfjets-Bestellungen, usw..
      Schliesslich muss man doch die Genossenschaft des Eides schützen, vor äusseren schädlichen Einwirkungen….

      Im Bundeshaus und in den politischen Parteien verhält man sich feige, unglaubwürdig und verantwortungslos. Mit dem heikelsten und wichtigsten Thema will man sich nicht beschäftigen und keine Stellung dazu nehmen.

      Es erinnert an die Situation UBS 2008, wo die Damen- und Herren-Witzfiguren im Bundeshaus vor der TV-Linse erklärten:
      “Ja das konnten wir nicht wissen im Voraus.“

      Was werden die wohl sagen, wenn die SNB und der CHF absaufen, und ihre Bürger buchstäblich in Existenznot geraten werden?