Hinter Khans Anzeige steckt Justiz-Chefbeamter

Banker liess sich vom Vize des Zürcher Strafvollzugs einen Termin bei der Polizei verschaffen, um gegen seine Häscher vorzugehen.

Als Iqbal Khan am Nachmittag des 17. Septembers, einem Dienstag, zusammen mit seiner Frau einem Zürcher Polizisten schilderte, wie er zuvor verfolgt und eingeschüchtert worden sei, war nicht viel von Panik zu spüren.

Die Anzeige, die das Ehepaar Khan erstattete, war vielmehr minutiös geplant – von einem mit privilegierten Beziehungen zur Polizei.

Jérôme Endrass. Der Mann ist Vizechef des kantonalen Zürcher Amts für Justizvollzug. Dort geht es um Bestrafung und Wiedereingliederung von Sträflingen.

Endrass gilt als Experte für die Frage, wie gefährlich ein Straftäter wirklich ist. Er gibt dazu oft Interviews.

Als Kadermann der Zürcher Justizdirektion ist Endrass ein Kenner des Justiz- und Polizeiapparats. Sein Engagement auf Seiten Khans rund um die Strafanzeige des Bankers wirft Fragen zu Interessenkonflikten auf.

Kenner menschlicher Abgründe (Nau)

Eine Sprecherin des Amts für Justizvollzug wollte nicht konkret zur Rolle von Endrass Stellung nehmen. „Wie Sie wissen, handelt es sich hierbei um ein laufendes Verfahren, welches nicht kommentiert werden darf“, meinte sie einleitend in einer Email-Antwort.

Dann führte sie aus: „Generell lässt sich zu Ihrer Frage sagen, dass sich Herr Endrass in seiner Rolle als forensischer Psychologe auf die Beurteilung der Ausführungsgefahr bei Drohungen, Stalking und Extremismus spezialisiert hat.

„Im Umgang mit angedrohter Gewalt gilt dabei das Prinzip, dass als bedrohlich erlebtes Verhalten vom Dunkel- ins Hellfeld gebracht werden muss.

„Konkret bedeutet dies, dass jede Form der Drohung, Nachstellung und Belästigung grundsätzlich zur Anzeige gebracht werden sollte.

„Es ist dann Sache der Polizei, das im konkreten Fall vorliegende Risiko zu beurteilen und die entsprechenden Schritte zu unternehmen, um die Ausführungsgefahr zu verhindern oder zu reduzieren.“

Aus dem Umfeld von Iqbal Khan heisst es, dass Endrass dem Banker beratend zur Seite gestanden sei. „Khan fragte Endrass, was er tun soll. Endrass empfahl ihm, Strafanzeige zu erstatten“, so der Khan-Vertraute.

In der Folge geriet die Beschattung von Khan durch die CS-Spitze ausser Kontrolle. Die Bank musste die operative Nummer 2 entlassen, die Bankenaufsicht ermittelt.

Gratwanderer (UBS)

Auch Khan selbst ist in den Strudel geraten. Bei seiner neuen Bank, der UBS, sei man nicht erfreut über die anhaltenden medialen Verwerfungen, schrieb schon früh die SonntagsZeitung.

Khan habe Endrass noch zu Zeiten seiner CS-Spitzentätigkeit kennengelernt, sagt der Khan-Vertraute. Damals habe Endrass in Khans Division, dem internationalen Wealth Management, bei einem konkreten Fall mitgeholfen.

Als dann Khan am 17. September bemerkt hätte, dass er beschattet würde, habe er Endrass sofort um Rat gebeten.

Gemäss der laufenden Strafuntersuchung rund um die Beschattung von Iqbal Khan war es der hohe Justizbeamte Endrass, der die polizeiliche Einvernahme von Khan organisierte.

Und zwar, indem Endrass den Fall den zuständigen Kollegen in der Justiz meldete. Darauf rief ein Polizist Khan auf dessen Handy an.

Khan sass zu jenem Zeitpunkt mit seiner Frau in der Zürcher Innenstadt beim Mittagessen. Er hatte sich nicht selbst um den Termin bei der Polizei bemühen müssen – das hatte Endrass für ihn übernommen.

Er könne nun vorbeikommen und Anzeige erstatten, so der Polizist zu Khan am Telefon. Dieser ging in der Folge zusammen mit seiner Frau auf den nahegelegenen Posten in der Innenstadt.

Wer kam auf „Todesangst“? (Blick)

Dort gaben die beiden jene Wörter zu Protokoll, die später um die Welt gingen.

Sie hätten „Todesangst“ gelitten, sagten Khan und seine Frau dem Polizisten. Bedrohung und Einschüchterung waren das Thema ihrer Schilderungen – die juristisch „korrekten“ Begriffe für eine solche Strafanzeige.

In ihrer dreiteiligen Serie zeichnete die NZZ vor 2 Wochen ein weniger dramatisches Bild der Beschattung. Demnach gab es ein Gerangel zwischen Khans Beschatter und dem Banker um dessen Handy.

Dass Khan das Wort „Todesangst“ bei seiner Anzeigeerstattung brauchte, könnte auf Empfehlung von Justiz-Kadermann Endrass erfolgt sein. Dieser weiss, welche Worte am meisten Wirkung für eine solche Strafanzeige entfachen.

Der Fall landete bei der Staatsanwaltschaft in Uster – auf dem Pult einer jungen, als ehrgeizig geschilderten Ermittlerin. Sie sorgte dafür, dass Khans Beschatter kurz nach Aufliegen der Operation, am frühen Morgen des Folgetags, von der Polizei abgeführt wurden.

Dies, obwohl keine Fluchtgefahr bestand. Die Ermittler stammten von einem bekannten Schweizer Investigativbüro mit den entsprechenden Registrierungen.

Doch mit der Verhaftung wurde die Affäre endgültig zum Krimi. Der Fall explodierte.

Laut NZZ sagte Khan dem CS-Sicherheitschef, den er nach Auffliegen der Beschattung sofort angerufen hatte, dass er nötigenfalls die Sache bis zuoberst in der Zürcher Polizei eskalieren würde.

„Am Morgen des 18. September telefoniert Boccali (der CS-Sicherheitschef, AdR) erneut mit Khan“, schrieb die NZZ im 2. Teil ihrer grossen Khan-Serie.

„Laut Protokoll bestätigt er, dass er zufrieden ist mit dem neuen Personenschutz. Dann aber habe Khan gesagt: ‚Remo, ich weiss, dass du mehr weisst, als du sagst. Wenn du mir hilfst, werde ich dir das nie vergessen.’“

„Doch Boccali bleibt gegenüber seiner Arbeitgeberin weiterhin loyal und gibt die CS nicht als Auftraggeberin der Beschattung preis“, fuhr die NZZ fort. „Daraufhin habe ihm Khan gesagt, dass ‚die Höchsten in der Kantonspolizei involviert wurden‘ und es ‚eine Riesengeschichte‘ gebe.

„Khan habe zudem mehrmals gesagt, dass ‚alles rauskommen‘ und er sich ‚freuen werde, zu sehen, wer alles involviert‘ war. Das Ganze ‚werde einschneidend für den Finanzplatz Schweiz sein‘.“

Kommentare

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  1. Wer „Todesangst“ hat, steigt nicht aus dem Auto aus, um seine Verfolger zu fotografieren und mit diesen zu rangeln. Es sei denn, er sei so arrogant, dass er sich für unverletztlich hält – aber hat er dann Todesangst?

  2. Danke Lukas Hässig, dass Du dran bleibst. Diese Story ist noch nicht durch, sie stinkt gewaltig. Der Finanzplatz muss gesäubert werden. Vertrauen und Diskretion wird in Zukunft wieder eine grosse Rolle spielen. Hoffentlich ohne diese Protagonisten, Khan inklusive.

  3. Khans Bedrohungsgeschrei: alles nur gestellt um alten Arbeitgeber ins schleckte Licht zu rücken.
    UBS soll auf den Mann aufpassen.

  4. Schumacher-Kinn und Oberlippe schmal wie ein Strich, dazu Behausung neben die seines Chefs wählen, was sagt uns das? Das hier ein Oberehrgeizling am Werk ist.
    Wollen wir doch hoffen, dass er und sein weibliches Pendant bei der Staatsanwaltschaft Uster, den Preis dafür bezahlen, ihre Interessen vor die des Arbeitgebers, ohne Rücksicht auf Verluste, gestellt zu haben.
    „ Todesangst?“ Am Arsch, ja!

    • Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden anthropologischen Ableitung!
      Ich werde meinem Haus-N**** anordnen dass er, nach unserer gemeinsamen Nashornjagd, die Werkzeuge für die Schädelmessung bereit legt.

      Eine Frage noch: Sind meine Füsse so gross damit ich besser übers Wasser laufen kann, oder damit sie nicht so einfach stecken bleiben – in ihrem prähistorischen Rumpfende?

      Ein frohes 1920!

  5. Warum LH dies alles jetzt noch aufbauscht, dramatisiert; unverständlich. Kahn I S T doch das Opfer und dass sich dieser noch v o r seiner Anzeige beraten lies ist doch nur logisch, selbstverständlich. Die Hypothese mit der angeblichen so „jungen, ehrgeizigen Ermittlerin in Uster“ (lt.LH) ist unseriös mit billigstem Boulevard-Beigeschmack. Unverständlich solches hier lesen zu müssen.

    Thiam (CS) hat seit wenigen Tagen erst (!) einen neuen, zusätzlichen und hochbezahlten Mann zur Seite, der einzig Aufgabe hat seine (Thiam`s) Publicity allüberall zu verbessern, zu beschönigen, alle Mittel erlaubt. Es wird also auch versucht werden Kahn`s Name, neu bei UBS, irgend wie und mit aller Gewalt zu beschädigen, alle Mittel erlaubt.

    LH`s journalistische Nachforschungen in Causa hier geben mir (sehr leider) langsam Anlass zur Sorge..

  6. Kahn und CeÄs. Sauhäfeli und Saudeckeli!

    Sowohl die Institution als auch das Individuum sind ganz offensichtlich Karakterproblemhaufen! Und die UPS grad auch, wie kann man nur so einer Person eine derart wichtige Schlüsselposition anvertrauen!

  7. Also – jetzt mal halblang. Diese Machenschaften mit Bespitzelungen, Seilschaften, Vetterliswirtschaft, goldenen Fallschirmen und dergleichen sind doch in dieser Liga der Spitzenverdiener ganz normal. Unter anderem werden die Manager auch dafür so fürstlich abgegolten. Und häppchenweise werfen sie den Medien und uns Normalos die Klöschen zu. Schliessen wir doch die ganze Sache noch im alten Jahr ab. Das Einzige, was wirklich problematisch ist und auch im 2020 zurückbleibt, sind TT und UR auf oberster CS-Ebene (und deren Supporter aus dem …raum).

  8. Wemn man bedenkt, dass all die Leute zur angeblichen Elite gehören – dann sollten wir eigentlich wissen, wohin die Reise geht.

    • Elite hin oder her, Kahn tat sehr gut daran Anzeige zu erstatten, mit vollem R E C H T! – He, wo sind wir denn??

      Endlich Zeit, dass diese ausländische CS-Eiterbeule aufgestochen und geplatzt wurde.

  9. Alle diese höchstbezahlten Banker verhalten sich wie im Kindergarten, das zeigt diese Geschichte. Da trieft es von Häme, Schadenfreude, Vitamin B, Berechnung, Rachegelüste, eine TV-Soap ist ein Dreck dagegen. Vielleicht gibt es ja eine über diese Geschichte. Die heisst dann „Der Beschatter“, an Stelle des abgesetzten „Der Bestatter“. Hohe Zuschauerquoten garantiert.

  10. Mit Verlaub – ja, und?

    Zwar sehr gut recherchiert und spannend zu lesen, aber dieser LH Schuss droht daneben zu gehen, bzw. ins eigene Knie zu treffen. Warum?

    Khan machte doch alles richtig: weil er wohl nicht alltäglich mit der Polizei zu tun hat, lässt er sich aufklären. Informieren. Manipulieren? Kaum, er ist alt genug.

    Auf jeden Fall nimmt er mit dem gewählten Vorgehen den CS KL & VR Augiasstall direkt ins Visier. Und ja, das forderte Opfer!

    Bei allem Respekt: Khan ist hier nur Symptom, aber nicht die Ursache! Also nicht den Botschafter der Nachricht in die Pfanne hauen…

    • @Zaungast

      Wären Sie doch einfach weitergeflogen.

      Wenn ein Revisor ausserordentlich Karriere ausserhalb seines Kerngeschäftes macht, dann nutzt er geschickt Insiderwissen.

      Khan‘s Karrieremodell hat schon Nachahmer gefunden.

    • Seit wann bist du mit dem Herrn Hässig, Journalist, per du! Benimmt dich du Bengel!

  11. „Khan sass zu jenem Zeitpunkt mit seiner Frau in der Zürcher Innenstadt beim Mittagessen. Er hatte sich nicht selbst um den Termin bei der Polizei bemühen müssen – das hatte Endrass für ihn übernommen.“

    Zuerst also das Mittagessen in Ruhe beenden. Dann Anzeige erstatten. Demnach war alles doch nicht so dringend.

    Für die Erstattung einer Anzeige braucht man bei der Polizei keinen Termin! Da kann jeder zu jeder Zeit einfach hin gehen und jede Anzeige wird von jedem Polizisten sogleich und juristisch korrekt aufgenommen. Ein Service der keine Bank auch nur annähernd bietet!

    • Für solche Abklärungen geht man normalerweise auch zu seinem Anwalt, der übernimmt das dann für einen. An der Geschichte ist nichts sauber…

  12. Langsam wird’s langweilig hier auf IP. Nutz- und inhaltloses Geschreibsel ….. Gab’s nicht mal eine Zeit, wo man hier noch etwas informative Berichte lesen konnte?

    • Blödmann! Ist doch spannend, auch wenn wir die Geschichte schon lange kennen! Es lesen viele Leute den Blog. Also, Blödmann! Schweig!

  13. Heute ein ziemlich schwacher Blog, und so sind es auch die meisten Kommentare. In dieser Affäre gibt es im Moment nichts Neues mehr zu erfahren. Warten wir die Ermittlungen von Amtes wegen ab.
    Und mal grundsätzlich: hätte der Herr Endrass anders handeln können? Die Empfehlung, Strafanzeige zu erstatten war die einzig mögliche. Hätte er Khan ohne weitere Prüfung einfach davon abraten sollen, Todesangst hin oder her?

  14. Wie kommt LH, den ich übrigens super finde, die Lügner zu verteidigen oder zumindest nicht dran zu nehmen.

    Bocali und Bouee und wer auch immer haben mehrfach gelogen und getäuscht. Wartet LH mit der wirklichen Story noch ab. Das hier ist etwas weit hergeholt. Bin wirklich gespannt. Da kommt noch soviel von diesen Machenschafften bei diesem Regime aus. War im übrigen auch in dieser Zeit bei der CS. Spies, lies and more fun. Finma is gefragt!

    • @Alexandra

      Bitte beachten Sie,

      1) dass Khan bis kurz vorher auch noch Teil des Kader-Systems der CS war – also die Überwachungspraktiken kannte.
      2) Khan zumindest in den Medien als Nachfolger von Thiam portiert wurde.

      Darum hat die Geschichte von Khan ein spezielles „Gschmäckli“.

  15. Gute Nachricht zum Jahresende für Bänker ab Stufe MdD, bei Problemen hilft Jérôme Endrass, Vizechef des kantonalen Zürcher Amts für Justizvollzug der auch die notwendigen Verbindungen knüpft!

    • Jérôme Endrass… Auch wieder so eine ausländische Lusche! Kriegen wir hier in der Schweiz rein gar nichts mehr auf die Reihe!

  16. Supergute Recherchen, lieber LH. Gratulation.Es zeigt, dass die CS in Ihrer Spitze Bubis aus zwei Macho Kulturen hat, die hier Ihren Kindergarten abziehen und die CS zur Lachnummer der Schweizer Bankenwelt machen.Dass hier noch ein hoher Justizbeamter involviert wird, um es zu eskalieren, zeigt, wie marode nicht nur die Kultur der CS inzwischen geworden ist. Nochmals die Empfehlung: Thiam und Rohner ersetzen durch glaubwürdige Schweizer. Khan wird mit seiner pubertären Art zur Belastung für die UBS werden und wird dort in Kürze rausgeschmissen. LH – bleiben sie dran. Und der Kommentator, der dies alles in Frage stellt, ist sicher ein Troll der CS oder des Justizapparates.

  17. UBS Verwaltungsrat und verantwortliche Geschäftsleitung sollte zum Schutz des Unternehmens Herrn Khan per sofort freistellen und den Zugang sperren bis diese Sache endgültig geklärt ist.

  18. An wen würde sich wohl Lukas Hässig wenden, wenn er plötzlich bemerkte, dass er beschattet wird? Genau, an Herrn Endrass, weil er ein Spezialist der Kantonspolizei ist und für solche Fälle angefragt werden kann. Wo ist da das Problem? Hässig versucht hier, Endrass in ein zweifelhaftes Licht zu schreiben. Einmal mehr schreibt Hässig einen normalen Tatbestand zu einem Skandal hoch, der ziemlich genau das Gegenteil dessen ist: etwas Stinknormales.

    • Aber sicher, der hilfsbereite Herr Endrass steht der Zürcher Bevölkerung auch an den Wochenenden gerne jederzeit mit Rat und Tat hilfreich zur Seite – Service Public as it’s best.

      Dieter Wiedmer, you are such a dreamer.

    • In der kruden Welt eines Dieter Widmer sind hochrangige Justizbeamte, die sich von einem übersensiblen Bankangestellten vor dessen Karren spannen lassen und es dabei an jeglichem Gespür für einen möglichen Interessenkonflikt missen lassen, möglicherweise etwas Stinknormales – in meiner definitiv nicht.

    • Im Artikel ist ersichtlich, dass nur einer Drohungen ausstoesst: Khan selbst. Er verhaelt sich auch erpresserisch. Im besten Fall hat sich der Justizseppli instrumentalisieren lassen, im schlimmsten Fall ist er Komplize.
      Vielleicht hat Khan doch mehr zu verbergen und die Beschattung war gerechtfertigt. In diesem Game gibt es keine guten und boesen, nur Interessen.

    • Hä, Endrass ist kein Spezialist der Kantonspolizei. Endrass ist beim Amt für Justizvollzug angestellt und das ist der Direktion von RR Jacqueline Fehr unterstellt. Für die Kantonspolizei ist RR Mario Fehr zuständig. Von und wegen normalen Tatbestand, etwas mehr Wissen sollte schon vorhanden sein. Oder meinen sie alle die ein Problem haben sollen sich direkt bei Herrn Endrass melden?

    • Was Sie schreiben, ist nur schon deshalb völlig falsch, weil Sie den Artikel nicht richtig gelesen habn. Endrass ist kein Polizist. Er ist ein gutet Psychologe beim Justizvollzug und – vor allem – ein ganz braver Seilschaftler. Er weiss genau, wie man den Chefs Freude macht.

      Sein Einsatz hier ist sehr bedenklich. Wenn der Justizvollzug des Kantons Zürich den Spitzenmanagern Bütteldienste leistet und das sogar noch als „normal“ verkauft, dann gnade uns Normalos Gott.

    • @ Artikel noch einmal lesen

      Ich sehe das so wie Sie. Es ist sehr bedenklich was dieser Andress hier leistet! Als Staatsbediensteter höchster Ränge sollte er sich nicht so schleimig einmischen!

    • @ Suzana S.

      Der Investigativ Journalist Lukas Hässig macht nur was gut und richtig ist. Er recherchiert neutral und berichtet neutral!

  19. Kahn, Thiam, Rohner, Vinzenz, Ermotti und Co. sind alles die gleichen wichtigen Unwichtigen. Sie alle leben von anderen und wären möglicherweise in einer anderen Sparte wie Du und ich. Von sehr gut bis vielleicht durchschnittlich aber das monetäre wäre normal. Da liegt das Problem, das Schneeballsystem „wie du mir so ich dir.

  20. Hört doch endlich auf mit diesen Räuber und Poli Spielchen. Der Schweizer Bankenplatz braucht nicht noch mehr Negativschlagzeilen.

  21. frage mich, was das ganze soll, seitens kahn.
    von todesangst zu reden ist sicherlich weit
    über die realität rausgeschossen.
    irgend eine pseudo hysterie und ich denke
    es geht da, wie immer, vorallem um geld.
    blöd, dass sich eine chefbeamter dazu
    hinreissen lässt, sowas mit zu machen.

  22. Nicht mal eine Straf-Anzeige kann der Super-Banker selbst aufgeben.
    Da hilft es auch nicht, dass dieser jetzt sein Trauerspiel bei der zweiten Grossbank fortsetzt: Ruf und Vertrauen beider (UBS und Super-Banker) sind futsch.
    Für immer und auf Generationen.
    Khan kann’s eben doch nicht.

  23. Wow, Khan kennt ein paar Leute bei der Polizei… Mir schläft das Gesicht ein.
    Sein Ex-Kollege Wahnholdt hätte ja auch sein Pozilei-„Auto“ vorbeischicken können.

  24. Filz und Günstlingswirtschaft bis in das Amt für Justivollzug, Khan ist hervorragend integriert! Ob Herr Endrass jedem bei Schwierigkeiten eine Beratung zukommen lässt? Sollte doch für einen Beamten selbstverständlich sein!

  25. So einfach lässt sich unsere Justiz von den grossen Managern für ihre Zwecke instrumentalisieren. Auf Kosten der der Allgemeinheit.

  26. Die UBS sollte sich von eiskalten Figuren und Profiteuren wie Khan trennen. Sie sollte wieder glaubwürdige und korrekte Manager mit sozialer Kompetenz anstellen – zu einer Person, die motivieren und Freude vermitteln kann. Die amerikanische Hire- und Fire-Politik muss ein Ende haben und Schweizerwerte wieder gelebt werden. Nur so können sich die Mitarbeiter wieder wohl fühlen und sich auch innerlich wieder mit der Bank identifizieren !

    • Sie sollte wieder glaubwürdige und korrekte Manager mit sozialer Kompetenz anstellen!
      Das werden Sie in der Bankenwelt nicht finden!

  27. Lieber Herr Hässig, können wir diese unendliche Geschichte hinter uns lassen ?
    Herr Boccali hat das Hauspensum bereits angefangen,
    Vergessenheit ist die effizienteste Strafe …

  28. eigentlich stellt sich die frage: was für halunken/idioten/charakterlumpen/narzisten etc. spühlt ‚das system‘ (schulen, hochschulen, beförderungsstrukturen, entlöhnungssystene …) an die spitze?

    • Gute Frage Schmied. Wounded leaders von Nick Duffel lesen, dann wirds klar: Menschen mit einer strategic survival personality und hyperrationale Typen mit einer entitlement Illusion.
      Hans Joachim Maaz spricht von Normopathen und der narzisstischen Gesellschaft.
      Minderwertigkeitsgefühle/toxische Scham in der Kindheit und dann overachievers und als ob Persönlichkeit als Reaktion drauf. In der narzisstischen Gesellschaft kommt das oft noch gut an.
      Na passt doch ziemlich gut, übrigens nicht nur auf die Banker vom Artikel.

  29. Und was zeigt sich mit jeder neuen Information zum Verhalten der CS-(ex-)Spitzenleute in diesem Fall immer deutlicher:

    CS = Culture Sucks

  30. Kahn wollte offenbar Druck machen und hat sich eingebildet, dass er mit dem Polizeikader im Rücken bessere Karten hat. Besagter Forensiker wiederum hat sich von Kahn instrumentalisieren lassen – was auf eine gewisse Unbedarftheit desselben schliessen lässt.

    Kahn hat alle Register gezogen, um sich der Welt als Opfer zu präsentieren, das er nie war. Inzwischen dürfte hinlänglich bekannt sein, dass seine Geschichte über weite Strecken massgeblich von ihm selber orchestriert wurde – das müsste eigentlich auch seiner neuen Arbeitgeberin, der UBS, zu denken geben.

    • 1 ) Bingo….. Er hat das gesamte inszeniert um Sich als Opfer darzustellen…

      2) Man bedenke im Normal Fall geht man automatisch zu der Polizei und man ruft einen Anwalt an usw. aber dieser Khan wollte aus dieser Geschichte ganz klar Kapital Schlagen, es kam ihm gerade recht.

      3) Was hinzukommt Er engagiert einen PR Mann bevor Er die Bank verlässt und danach kommt diese Geschichte und der PR Mann ist schon bereit.

  31. Überrascht ja jetzt nicht einmal. Anscheinend war hier das nicht nicht die Strafverfolgung (es gibt kein Delikt) sondern das mediale Auffligenlassen der Affäre. Klingt eher nach Abteilung für dirty tricks des KP Nachrichtendienstes als nach Strafverfolgung…

  32. CS ist ein runtergewirtschafteter unguter Laden ohne viel Kultur, Moral oder Ethik , welcher jetzt leider ein Systemrisiko fuer den Finanzplatz darstellt.

    Finma muss hier asap die Zügel übernehmen.

    Swissair wurde einst von einem unfähigen Management unter aktiver Beihilfe von McKinsey gegen die Wand gefahren und niemand hat STOP gerufen.

    • An Petra G: Das Problem der Swissair hat sich schon ganz weit vor dem Untergang angebahnt und zwar in den späten 1970-80er Jahren als alle grossen Airlines mit Zusammenschlüssen und Flugmeilen-Bonus einen s.zt. grossen Erfolg verbuchten. Ich war s.zt. Vielflieger und habe Swissair Intercontinental nicht mehr genutzt, denn die Meilen anderer Anbieter und die Tarife waren viel günstiger. Ich bin CH-Bürger aber der Patriotismus hat auch seine Grenzen. Die Swissair war s.zt. die Primadonna und fand es nicht notwendig sich den grossen Konkurrenten gleich zu tun. Resultat am Schluss ist ja bekannt: Nur noch Ramsch-Airlines blieben übrig und Swissair hat sich beteiligt und ging halt unter….

    • Man muss sich in Grund und Boden schämen, wenn man noch eine Geschäftsbeziehung als Kunde mit CS unterhält.

      Man muss sich als Mitarbeiter von CS in Grund und Boden schämen, wenn man noch für eine derartige Bank arbeitet.

      CS ist eine Schande für die Schweiz und CS hat den Schweizer Finanzplatz völlig lächerlich gemacht.

    • Nicht Bänkler: Mit den wärmsten Grüssen und besten Wünschen der Herren Mühlemann und Ospel sowie der Lufthansa.

  33. Herr Khan hat die üblen Machenschaften bei CS mit der Ueberwachung von Mitarbeitern bestens gekannt.

    Er war stets Teil vom CS System und hat aktiv und kritiklos mitgetragen.

    Jetzt ist er selber ‚Opfer‘ von seinem eigenen System geworden.

    Das Mitleid mit Herrn Khan hält sich somit einigermassen in Grenzen.

  34. Iqbal Khan ist ein aufgeblasener Wichtigtuer, welcher in seiner Position menschlich völlig überfordert ist.

    Iqbal Khan ist kein Haar besser als die Herren Thiam und Rohner.

    UBS täte gut daran Herr Khan rasch und elegant noch zu verabschieden.

    Es gibt in diesem CS Skandal nur Verlierer.

    • R. Gehrer: Man frägt sich allerdings, ob bei den Grossbanken menschliche Kompetenz überhaupt noch gefragt ist. Ich denke, die explodierten Gewinne in den Nullerjahren dank den Hinterziehergeschäften haben Menschlichkeit und Anstand dort eliminiert. Das war die Geburt der Gier, das damalige Management von UBS und CS deren Wegbereiter. Gewisse dieser Leute sind heute noch aktiv, andere sind mit ihren Millionen in die Anonymität abgetaucht und lassen es sich dort gut gehen.

    • Ich bin erstaunt, wie man andere Menschen beurteilen kann, ohne diese wirklich zu kennen. Irgendwelche Wichtigtuer erzählen irgendeine Geschichte, ohne den Kontext weiterzugeben.
      Ist mir in diesem Medium selbst mehrfach passiert.

    • … „menschlich völlig überfordert“ …

      Er setzt Macchiavelli mit Insiderwissen konsequent um.