Ex-CS-Digitalchef floppt mit IP-Strafanzeige

Marco Abele wollte hoch hinaus mit einem neuen Finanz-Startup für Luxus. Als sein Vorhaben crashte, zeigte er das Medium an.

Nie den Hauch von Schwäche zeigen, nie sich selbst in Frage stellen. Sondern immer nach vorn, immer angreifen.

So machen es die Grossen der Welt. Und auch Marco Abele, ein Mann, der einst die CS im Digitalen auf Vordermann bringen sollte.

Als er wegging, gründete er Tend, ein Startup mit dem Versprechen, jedermann den Luxus eines Ferraris und eines Weinguts zu ermöglichen – wenn auch nur für ein Wochenende.

Dafür stellte Abele ein gutes Dutzend Leute an. Bis zuletzt versprach er diesen das Blaue vom Himmel herab.

Fühlt sich in seiner Ehre verletzt: Abele (Twitter)

Dann plötzlich sassen sie auf dem Trockenen. Keinen Lohn mehr. Abeles Tend hatte letztes Jahr Schiffbruch erlitten, die Mitarbeiter mussten selbst schauen, wie sie ihre Rechnungen beglichen.

Hier wurde darüber berichtet. Abele liess Fragen unbeantwortet. Er tat derweil anderes.

Nix da: Justiz sieht kein Verbrechen (IP)

Bei den Justizbehörden reichte Abele Strafantrag gegen das Medium ein. Dessen Berichterstattung würde ihn persönlich verunglimpfen.

Firma am Boden, Mitarbeiter auf dem Trockenen – darüber berichten soll man nicht, oder wenn, dann nur zurückhaltend.

So offenbar die Ansicht des Startup-Unternehmers mit dem einstigen Direktorenjob bei der Grossbank.

Die Behörden gingen nicht darauf ein. Obwohl Abele sogar noch nachdoppelte und seine Strafanzeige nach einer zweiten Story ergänzte.

Die zuständige Staatsanwaltschaft entschied vor ein paar Wochen, dass es keinen Grund gebe für ein Ermittlungsverfahren. Die Berichte seien wohl hart, aber nicht illegal.

Bezahlen muss den Leerlauf nicht der Anzeigeerstatter, sondern der Steuerzahler. Die Kosten seien laut Ermittler auf „die Staatskasse“ zu nehmen.

Kommentare

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  1. 400 Mietern kündigen nur um sich den Bonus zu erhöhen, aber die UR und TT wussten ja von nichts. Das Spiel wird immer grausamer.

  2. Marco Abele ist auch einer dieser Clowns, die unter dem Mantel einer geldvernichtenden Bank es sich gut gehen lassen konnte! Dieses Beispiel zeigt glücklicherweise auch auf, dass solche Leute in der realen Wirtschaft voll, aber richtig voll auf die Nase fallen warum, sie haben überhaupt wenig Ahnung von Geschäfte machen!
    So gesehen, sehr gut gemacht seitens Mr. Hässig

  3. Wenn jemand die Situation so blumenreich und schön schildert wie hier im Video in dem er immer mit dem Blick ausweicht ((https://www.youtube.com/watch?v=p7LJaD6P06M) und es gleichzeitig in Zürich schon lichterloh brennt und Löhne geschuldet werden usw., dann ist das auch relevant sofern jemand aufgrund der (falschen) Schilderungen noch Geld investiert hat.

    Das Video hat nur gut 400 Sichtungen aber. Wovon ein großer Teil von IP stammen dürften.

  4. Ein klassischer Rohkrepierer, diese Aktion vom Adele. Ist der Mann nicht Jurist? Offenbar lassen seine Fähigkeiten auch dort zu Wünschen übrig.
    Hoffentlich melden sich nun noch ein paar Geschädigte mit saftigen Insider-Storys bei Hässig.
    Das würde ich sehr gerne lesen.

  5. Wie blöd kann man eigentlich sein ?

    Anstatt Gras über die Sache wachsen zu lassen, lässt sich Abele zu einer Strafanzeige gegen IP hinreissen und erzeugt nur weitere Negativschlagzeilen…

  6. Die Elite der CS ist um eine Person reicher geworden. Scheinbar werden da nur noch Nieten erzeugt. Man müsste mal ein Ranking der Skandale erstellen, da würde bestimmt die CS am besten abschneiden. Alle stolpern über ihre eigene Arroganz und Dummheit.

  7. Wartet mal was mit solchen Belndern passiert, wenn wir den Rahmenvertrag haben. Die Schweizer müssen immer bezahlen, die haben ja Kohle, denken die in Brüssel.

    • Abele-Zitat hier im Vid:

      „Die Schweiz hat soviele vermögende Bewohner…“

      (https://www.youtube.com/watch?v=hIAQDNdQhT8)

      Rahmenvertrag:
      Den EU-Planwirtschaftern (und auch den Pro-EU-Kreisen Kräften innnerhalb [!] der Schweiz) drängt es jetzt deshalb so, weil der Brexit vollzogen wird.

      Und dann wird sich zeigen:
      Das ehemalige EU-Land das auch wie die Schweiz finanzstark ist, wird mit der EU eine sehr gute Vereinbarung aushandeln.

      1. ohne RAHMEN, sondern in vertraglicher Freiheit

      2. ohne AUTOMATISCHER Übernahme von EU-„Recht“

      Daher wollen die EU-Turbos in der Schweiz jetzt noch so dringend den Rahmenvertrag durchpressen.

  8. Ja genau richtig, immer die Banker, Notenbanker, Politik, aber auch die Justiz angreifen, denn sie haben ein betruegerisches Kreditschneeball-Finanz-System eingerichtet, von dem sie selbst profitieren, dass aber gegen die Erdbevoelkerung gerichtet ist.

  9. Wieso soll das der Steuerzahler berappen?
    Der Pleitegeier hat bestimmt vorgesorgt und sich noch was auf die Seite gelegt!
    Scheinbar kann heuter jeder gratis eine Anzeige erstatten. Eine ungeheure Entwicklung…

  10. Ein Beweis mehr dass nicht jeder der von Norden her über den Rhein in die Schweiz kommt automatisch eine Fachkraft ist auch wenn unser Bundesrat immer wieder bemüht ist uns das Gegenteil zu verkaufen. Herr Hässig sollte eigentlich Herrn Abele verklagen wegen offensichtlich und nunmehr bewiesener Verleumdung.

    • Weil der nicht genügend Kohle locker hat.
      Das Gericht ist da pragmatisch … will sich nicht noch mehr aufladen wie die Schulden eintreiben.

  11. Womit der Rechtsanwalt Abele dem geneigten Publikum auch sein überragendes rechtswissenschaftliches Spezialwissen demonstriert hat. Ernsthaft: hätte dieser einem teuren Mandanten so was empfohlen, müsste er jetzt wohl seine eigene Berufshaftpflichtpolice konsultieren! Besser er geht wieder zu einer Schweizer Bank, denn nur dort suchen sie solche juristische Überflieger.

  12. Das TEND crashen würde, war mir damals (2018) schon lange klar. Wir haben uns damals darüber überhalten und ich teilte seiner Leiterin P.S. für „Projects und Partner Relations“ mit, dass sie mit dem Geschäftsmodell langfristig keinen Erfolg haben werden.

    Dies vor allem, nachdem ich ihm anfänglich gar Geschäft besorgen wollte und bekam dann tiefere Einblicke in sein Business. Was fehlte waren u.a. Vertriebsmodelle, diese existierten definitiv nicht.

    Finders Fees wollte er nicht zahlen, auch, wenn es ihm in einer InitialTransaktion alleine rd 75 mn LuxusAssets zur Komplettverwaltung gebracht hätte und nochmals 35 in dem darauffolgenden Jahr. Man wollte dieses Geschäft später unbedingt, hat es aber nicht mal für notwendig gehalten sich selbst darum zu kümmern, sondern leitete direkt weiter an seine Mitarbeiter. Er war auf Funding Runde. Vermutlich Geld einsammeln, dass er dann wieder grosszügig rausschmeissen kann um seinen Lebensstil aufrecht zu halten.

    Bin heute sehr froh darum, dass ich diese Kunden nicht weiter vermittelt habe und den Fehler im Geschäftsmodell frühzeitig erkennen konnte – sehr froh.

    Dazu kommt einfache Arroganz….man erinnert sich an einen Sternekoch, der aber entscheidet jemand anderen Kochen zu lassen und er zählt abends nur die Kasse und geht am nächsten Tag mit seinem Schatzi essen und shoppen.

  13. Solche Blender haben wir hier genug und brauchen wir definitiv nicht. Die geld- und statusgeilen Abele und Konsorten schaden auch ihren fleissigen und guten Landsleuten, welche ebenfalls ihr Glück in der Schweiz suchen.

  14. Danke Marco Abele für die verursachten Kosten. Die Arroganz aus dem grossen Kanton hat es nicht zugelassen, die Niederlage mit Anstand hinzunehmen. Solche Blender brauchen wir hier nicht. Allez-retour.

    • Vorsichtig lieber Walliser. Ohne die Gelder aus dem Ausgleichsfonds, die meist aus Zürich, Zug und Schwyz kommen, gibts es euch nicht mehr.

      Ihr schafft es ja nicht aus eigener Kraft und seid die Bettelweltmeister im Land. Sogar vor dem Kt. Bern.

  15. Aha. Kann ich den Herrn Grosskotz also auch vor den Kadi zerren mit irgendwelchen wilden Anschuldigungen und wenn es dann wider Erwarten doch nicht für eine Anklage reicht, zahlt der Steuerzahler???
    Ich fasse nicht, was wir mittlerweile für eine idiotische Justiz haben…

  16. Ein Gummihals! Die können eh nicht einstecken, obwohl sie es immer und immer wieder betonen müssen, wie kritikfähig sie sind. Hatte auch so einen Chef bei einem grossen Rückversicherer. Ein absoluter Versager, der immer andere als Grund für sein eigenes Versagen sah. Quintessenz – von seinem ehemaligen 29 Frau/Mann grossem Team sind heute nur noch 5 MitarbeiterInnen dort, alle anderen 24 haben in den letzten 3 Jahren das Unternehmen verlassen. Was für eine tolle Leistung – der Versager ist immer noch dort, weil er wohl einen Götti hat.

  17. @ Marco Abele Scholarch:
    „Pleiten, Pech und Pannen“ Attribut für Kurer und für Sie,
    Unterschied: Der Schweizer hat (noch) nicht IP verklagt. Herr Hässig, Gratulation – weiter so.

  18. Interessanter Artikel.
    Das der Startuper Abele den Lukas Hässig einklagte ist der eher lustig spassige Teil der Sache.
    Die teilweise gefeierte Staurtuper-Szene generiert massenweise so Unsinnfirmen, die denn auch wieder entsprechend schnell, wie dieser Fall zeigt, mit unbezahlten Rechnungen verschwinden.
    Die Amtlichen und ,,nachgschalteten,, Publikationen bestätigen das.
    Das ganze hat auch noch ein handfeste Komponente.
    Der erdrükende Teil der vielgepriesenen Startup-Szene kann, muss dem Dienstleistungssektor zugerechnet werden. Da muss sollte man einfach wissen, der Dienstleistungssektor ist nur bedingt realproduktiev.
    Volglich generiert dieser nur bedingt substanzielles Wirtschaftswachstum, oder leistet zumindest einen entsprechenden Beitrag zur erhaltung des Wohlstandes.
    Das sind innzwischen die Fakten in Europa, auch in der Schweiz.In Europa wird zunehmend Schwachsinn ,,Produziert,, die harte Wertschöpfung, Realproduktion hat sich inzwischen nach China verabschiedet.
    Und so als ,,nebengeräusch,,auch noch mit hoch modernen hoch produktieven, Produktionsstrassen, die nur sehr wenig Personal benötigen, daraus ergibt sich eine atemberaubende pro Kopf-Produktivität= Realwertschöpfung.
    Bestehen noch Fragen, warum Europa im Schlepptau der USA zunehmend gegen die Wand driftet???
    EU und USA das läuft innzwischen, Klartext, konsumieren und aus der Notenpresse bezahlen.
    Soll man lachen oder heulen, es ist Fakt, die
    Hardware-Komponenten, des Grünen Wirtschaftswunders das die EU, mit Galionsfigur Flintenuschi aufgleisen will, wird in China produziert.
    Die EU und so Helden wie ein Abele haben eine Gemeinsamkeit die produzieren nur noch heisse Luft,
    na ja heisse, besser umschrieben mit, kalte Luft.

  19. „Nie den Hauch von Schwäche zeigen, nie sich selbst in Frage stellen. Sondern immer nach vorn, immer angreifen.“ Der erste Satz gilt auch für Lukas Hässig.

    • … nicht ganz richtig ist Ihr Urteil. Lukas Hässig stellt auch schlimme Kommentare gg ihn hier ins Fenster. Also läßt er sich in Frage stellen.

  20. Artikel:
    Die Kosten seien laut Ermittler auf „die Staatskasse“ zu nehmen.
    Es wird schwierig mit unserem Rechtstaat wenn die SteuerzahlerInnen die Kosten von unsinnigen Klagen die Banker einbringen berappen müssen. Gibt es Gründe dafür? Ist der Typ pleite oder ist es einfach eine Vorzugsbehandlung?

    • Genau dieselbe Bemerkung, resp. Frage, stellt sich auch mir?
      Ich hätte gerne eine stichhaltige Begründung der Ermittler.

  21. es ist immer noch erstaunlich, was für idioten sich auf den banken tummeln, verstehe nicht, dass man diese nichtsnutze nicht alle rausgefiltert hat, zeit dazu hatte man doch ausreichend,

    • Es war immer so. Nur habe ich es früher 1. nicht für möglich gehalten und 2. Nicht verstanden

    • Der Filter und dessen Quali sind das Problem. Ist oftmals ausserhalb des Betriebs. Und profitiert nie von der internen Goldader … (PS. Unter uns „Aussensicht“ vs. „innensicht“ in etwa – geht in jedem Betrieb)

  22. Nicht alle IT-Leute haben das Zeug zum Unternehmer. Schönes Beispiel eine frustrierten IT-Mannes, der mit IP nicht umgehen kann und es über Anwälte probiert.

    Und wieder sind die Anwälte gescheitert und haben sich an Hässig die Zähne ausgebissen. Grossartig, weiter so.

  23. Marco, das finde ich jetzt aber eine sackschwache Aktion! Schäm di!
    Eine Niederlage muss man mit Anstand und wie ein Mann tragen.

    • IT-Leute sind extreme Egos und kommen mit Niederlagen schlechter klar als andere.

      Eine Erfahrung die ich in den letzten 20 Jahren oft gemacht habe. Sie halten sich für die Grössten.