Paradeplatz zittert nach Razzia in Spy-Selbstmord

Beim Sicherheitsmann, der sich in Khan-Affäre Leben nahm, hat Polizei mehrere Laptops beschlagnahmt. Was findet sie dort?

Heute berichtet der Tages-Anzeiger von einer neuen Wendung im Fall Khan. Die Inhaber der Sicherheitsfirma Investigo, die für die CS deren Ex-Spitzenmann observiert hatten, haben nun ihrerseits Strafanzeige gegen Iqbal Khan eingereicht.

Doch es geht noch weiter. Die Polizei hatte auch bei T., jenem Sicherheitsmann, der zwischen der CS und der Investigo gestanden hatte, eine Razzia durchgeführt.

T. hatte sich das Leben genommen, nachdem sein Name via CS bei den Medien gelandet war. Er macht die ganze Affäre zur Tragödie.

Bei ihrer Hausdurchsuchung beschlagnahmten die Ermittler bei T. in dessen Räumlichkeiten 8 oder 9 Computer, wie eine Quelle ausführt.

Auf den Laptops könnte Brisantes zu finden sein. Nämlich, für wen T. alles gearbeitet hatte, was für Aufträge von Banken und anderen Firmen ihm erteilt worden waren, wer alles observiert wurde.

Die Sache ist offenbar brisant. Jedenfalls sind mehrere Gerichtsverfahren am Laufen. Bei diesen geht es um Siegelungen.

Abgründe in heiler Welt (IP)

Die betroffenen Auftraggeber von T. haben beim zuständigen Zwangsmassnahmengericht in Meilen solche beantragt. Der Richter muss nun entscheiden, was er den Ermittlern vorenthält und was er diesen für deren Untersuchungen freigibt.

Laut der Gesprächsperson wird von Seiten der Auftraggeber von T. nichts unversucht gelassen, die auf den verschiedenen Computern des Verstorbenen lagernden Daten geheim zu behalten. Heerscharen von Anwälten seien dafür mandatiert.

Die Entscheide des Meilen-Richters finden laufend statt. Einzelne Sigelungen sind offenbar bereits aufgehohen worden. Die Betroffenen werden wohl gegen den Beschluss rekurrieren.

Die Juristen-Schlacht um die beschlagnahmten Informationen auf T.’s Computern zeigt, was auf dem Spielt steht. Rund um die Beschattung von Iqbal Khan könnten weitere Fälle zum Vorschein kommen, bei denen mit Sicherheitsleuten spioniert und allenfalls eingeschüchtert wurde.

Swiss Banking, ein Eldorado für die Spy-Szene. Nun zittert der Paradeplatz vor zu viel Licht in die trübe Welt.

Kommentare

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  1. Man kann ja auch etwas beschlagnahmen um Beweise zu unterdrücken. Sind wir sicher dass die Zürcher Staatsanwaltschaft im Auftrags des Rechts arbeitet? Oder wie die Vergangenheit zeigt eher im Auftrag der Finanzwelt von Zürich. Noch nie ist diese Staatsanwaltschaft von sich aus gegen eine grössere Finanzfirma eingeschritten. Auch der Fall Vincent ist noch nicht entschieden (ist ja auch kein Zürcher und die Bank auch nicht). Tippe auf bedingte kurze Gefängnisstrafe und Entschädigung für die lange Untersuchungshaft.

  2. Meine Kommentare werden gestrichen, da sie unangenehme Fakten enthalten.Also überlassen wir die Rubrik Hässig den Amateuren und Kindergärtnern.Es ist sinnlos.

  3. Im extrem breiten Spektrum der Kompetenz, was Rechtschreibung bei Leserkommentaren angeht, bin ich doch immer wieder verblüfft, aber bei kaum einem Medium kommt es mir so „gschpässig“ vor wie bei IP. Wohlverstanden: Den erweiterten Spielraum für Helvetismen empfinde ich als absolut passend und habe auch meine Freude daran. Aber da gibt es so Sachen, die sehe ich nur mit der Auffassung: „Logik für Programmieren ist das Ding“, doch für die Logik der natursprachlichen Syntax und der daraus resultierenden Rechtschreibregeln verschwendet man nicht mal einen halben Gedanken.

  4. Die waren aber schnell mit der Beschlagnahmung der Laptops. Durften vorher noch die Homburger-Anwälte und die Weisse Weste die Festplatten löschen in den vergangenen Wochen, bevor die Laptops nun beschlagnahmt wurden?

  5. Der Niedergang von CS und UBS schreitet weiter voran. Mittel-/langfristig wird es, wenn überhaupt, nur noch eine CH Grossbank geben. Die alten Seilschaften werden durchschnitten und Personen mit Sozialkompetenz und Charakter werden diese neue Firma führen; leider dauert es noch ein Weilchen, weil die Zeit dazu noch nicht reif ist.

    • Genau.

      Es gibt genug CH Top Banker mit jahrelanger Erfahrung im Ausland. Diese verstehen die verschiedenen Kulturen der Kunden, vor allem wichtig im PB und in Asien wo Beziehung und sozial Kompetenzen entscheiden. Alles basierend auf soliden CH Grundwerten (welche noch immer sehr angesehen sind).

  6. Ich war stets der Überzeugung, dass das Verhalten von Khan problematisch war in dieser Angelegenheit (aber nicht nur seines). Die Story passte einfach nicht.

    Ich hoffe sehr, dass die wahren Hintergründe aufgedeckt werden, so dass es nicht nur bei den bisherigen Bauernopfern bleibt.

    Und als ehemaliger UBS-Zöglich hoffe ich ebenso sehr, dass sich meine alte Ausbildungsstätte auf ihre wahren Kernwerte zurückbesinnt, den einzig richtigen Entscheid in dieser Angelegenheit fällt und sich von dieser Person schnellstmöglich distanziert. Standen die drei Schlüssel im Logo nicht mal für Vertrauen, Sicherheit und Verschwiegenheit? Wie viel Vertrauenswürdigkeit geht von solchem Spitzenkader aus? Wie sicher ist die Bank vor ähnlich gelagerten Eskapaden, wenn Herr Khan nicht bekommt, was er sich in den Kopf gesetzt hat? Und wie ist die resultierende Publicity vereinbar mit dem zugrundeliegenden Geschäftsmodell und dem Bedürfnis der Kunden? Für mich (und alle mit intaktem moralischem Kompass) ist ein Unternehmen mit solchen „Leitfiguren“ ein absoluter No-Go. Das gilt auch für die Credit Suisse.

    Schade, diese beiden Banken sollten doch eigentlich als leuchtende Beispiele der Schweizerischen Bankenindustrie vorangehen. Um diese scheint es wahrlich nicht mehr weit bestellt. Most admired banks!? Die jährlichen Rankings der attraktivsten Arbeitgeber sprechen da inzwischen eine etwas andere Sprache…

    • Geldgetriebene Abzocker an der Macht und Eigentümer, welchen alles egal zu sein scheint? Miserabler Geschäftsfang, zerstörter Ruf und Aktienkurs im Keller? Who cares. Was ist da anderes zu erwarten?

  7. Die Frage ist auch wie weit und wie lange man zurück geht. Nur 2019 ? Oder auch mal gleich die Jahren 1999-2019 ? Da kommt dann natürlich auch einiges zusammen.

  8. Es ist doch schwer anzunehmen, dass die CS dahinter steckt und der Dedktei die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, damit diese alles unternehmen kann um den Fall zu verschleiern.

  9. Kollege Hässig: Schreib ein Drehbuch für ein Zürich-Tatort. Besser als der Paradeplatz gibts doch kaum den Dreh-Ort – wo das und jenes gedreht wird, oder mindestens versucht. Der Tote haben wir ja schon. mkG

  10. Überwachung, Stalking und Einschüchterung haben im Schweizer Finanzsektor Tradition. Da waren die Spitzen der Julius Bär Bank, die vor 10 Jahren die Tradition begründeten und mit der Ryffel Detektei den whistleblower Rudolf Elmer und Familie einschüchterten. Gross zittern muss der „Paradplatz“ nicht nur wegen die Razzia in Spy-Selbstmord. Von dem, was man hört, gibt es andere vergleichbare Fälle, die bei der Staatsanwaltschaft Zürich anstehen, nicht nur wegen Credit Suisse. Es ist zu erwarten, dass weitere Beschattungen zu Tage kommen.

  11. Das „Oberservationsgeschäft“ der Schweizer Banken ist für die Privatdetektei ein gewaltiges Geschäft und nach meinen Kenntnissen wird bei verschiedenen Zürcher Banken observiert und weitere Skandale werden folgen.

    Mit diesem Geschäft werden nicht nur Bankmitarbeiter, sondern auch unangenehme Kunden, welche die Bank vor den Richter ziehen wollen unter Druck gesetzt.

    Was die Zürcher Justiz betrifft, ist zu sagen, dass es bedauerlich ist, wenn dann u. Umständen herauskommt wie in meinem Fall, dass bereits Kontakte zwischen den Behörden (Staatsanwaltschaft, Bundesanwaltschaft) und den Privatdetektiven bestand bevor die „Observierung“, welche ja ein massives Stalking war, aufflog.

    Meine „Obseriverung“ bzw. meiner Familie und Angehörigen wurde von der KAPO und Bundesanwaltschaft geschützt, obwohl diese weit über eine Million Schweizer Franken kostete gemäss Top-Manager von Julius Bär!

  12. Iqbal Khan ist ein Blender und mein(te), das Rad neu erfinden zu können, bla bla und nochmals bla.
    Ermotti, oje, wie die Bank UBS selbst- ja nicht zu neuen Zielen aufbrechen und immer schön die eigenen Taschen füllen!

    Ungeachtet aller Drittmeinungen, die UBS hätte liquidiert werden müssen und niemals nie durch gewaltige Summen aus dem schweizer Steuertopf!

    Im Grunde genommen, sind CS und UBS am langen Ende des Tages die ganz gleichen Modelle was das Geldvernichten angeht!

  13. Ausmisten, diesen Saustall. Dieser Fall gehört schonungslos aufgeklärt. Die weiteren Abklärungen werden Thiam, Khan und Co. wohl noch einige schlaflose Nächte bereiten. Bei diesem Gehalt und Boni können die Herren sich aber ganz bestimmt ein gutes Schlafmittel leisten.

  14. Willkommen im Reich der Dilettanten. Man stelle sich vor ein Handwerker vom Bau würde seinen Job auf diesem Level erledigen ………….

    • Na ja, ganz ehrlich? Viele Handwerker erledigen ihren Job leider genau auf diesem Level.

  15. Jetzt wird es interessant, ev werden noch einige Fälle auftauchen von denen das Management natürlich „keine Kenntnis“ hatte.

  16. Verantwortung zuschieben, CS Spezialität. Bermuda Policen, Ivanishvili- Fall, Mozambico usw sind nennenswerte Beispiele.
    Matrosen wurden rausgeschmiessen, involvierte MD Oberstufen wussten natürlich nichts davon. Kompetenzüberschreitungen ? Unmöglich: Compliance, Sicherheitsdienst, First Line of Defense sind täglich am Front aktiv !
    Die Wahrheit ist aber ganz anders …

  17. Für die Juristen ist die ganze Sache natürlich ein gefundenes Fressen.
    Am Ende wird das gesamte Verfahren dann eingestellt, aber ein zweistelliger Millionenbetrag wird zu den Anwälten gewandert sein.
    Nur wird der Tote dadurch nicht wieder lebendig.

  18. Die Polizei wird ziemlich sicher Informationen erhalten von den Laptops, die einigen Leuten MDs und TopKadern um die Ohren fliegen werden.. Mit Sicherheit nicht nur Bespitzelung ausgeschiedener Mitarbeiter wie im aktuellen Fall Khan, sondern auch gegenseitige Bespitzelung von noch aktiven! Kader Mitarbeitern. Wenn das rauskommt gibt es riesige Skandale.

    • Dilettanten!
      Die werden sicherlich nichts finden auf die Notebooks.
      Diese Razzia kommt einfach zu spät so wie alles andere auch. Danach sind alle schlauer und besser.
      Lächerlich!

  19. Alles was mit dem konkreten Fall nichts zu tun hat, muss selbstverständlich versiegelt bleiben. Überwachungsaufträge von anderen Auftraggebern gehen niemanden etwas an.

    • esmacht auch nichts wenn die ganze Scheisse auffliegt und wir mal sehen, wie weit wir es alle gebracht haben.

  20. Was dein Feind nicht wissen soll,
    das sage deinem Freunde nicht.

    Arthur Schopenhauer
    * 22. Februar 1788 † 21. September 1860

  21. Delinquieren, Spionieren, Abkassieren.

    Wer soll das bezahlen? Wir leben in einer total verrückten Welt.

    Während der Sparer und Häuschen-Besitzer von eben diesen A.löchern von Banken-Lenkern um die Ohren geheuchelt wird, sind Heerscharen von Stab-Fuzzis dabei diesen Oberen krumme Touren zu erfüllen.

    Dabei gehen Millionen von Franken an Anwälte, Spione, Kriminelle und Helfers-Helfer. Nicht eingerechnet die Boni und Saläre dieser gegeelten Taugenichts.

    Mit jedem Tag mehr sind die Paradeplatz-Banken im Kanonen-Feuer von Polizei, Gerichten, Geprellten und Bespitzelten. Hört endlich auf mit diesen verdammten Schweinereien.

    Schiesst diese Banken-Lenker auf den Mond und verweigert die Arbeit.

  22. Unglaubliche Zustände im Bankenplatz CH. Es gibt nur 1 Lösung. Khan und Thiam sind zu entlassen – ebenso Rohner.
    Personen mit derart negativen Umgangsformen und unsympathischem Auftreten darf kein Vertrauen entgegengebracht werden. Es ist höchste Zeit, dass in den Banken eine andere, anständige und motivierende Geschäftskultur eingeführt wird !

    • Da könnte man vermutlich die Führungsriege fast aller Grossbetriebe und Ämter entlassen.

    • @Thin Twice: Richtig. Ich würde die allesamt aber erst nach Verbüssung Ihrer Strafe „entlassen“ 🙂
      Angefangen beim Bundes(ver)rat.

  23. Keine Angst, denn die Chef-Juristen und GL-Mitglieder haben auch die Handy-Nummern der hohen Justiz-Vertreter abgespeichert (siehe Bsp. Khan bei Anzeige).
    Wie könnte sonst bloss stehtig die Oberste Kaste durch die Rasterfahndungen hindurch geleiten, wenn man doch bloss der Spur des Geldes nachlaufen müsste???

  24. Kein Mensch ist so vollkommen, daß er nicht zehnmal in seinem Leben den Galgen verdient hätte, wenn er alles, was er getan und gedacht hat, einer strengen gesetzlichen Prüfung aussetzen müßte.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

    • Bitte nicht mein Pseudonym verwenden – oder mögen Sie Dread Pirate Roberts spielen

    • Gut verloren – etwas verloren!
      Mußt rasch dich besinnen
      Und neues gewinnen.

      Ehre verloren – viel verloren!
      Mußt Ruhm gewinnen,
      Da werden die Leute sich anders besinnen.

      Mut verloren – alles verloren!
      Da wär es besser: nicht geboren.

      Johann Wolfgang von Goethe
      * 28. August 1749 † 22. März 1832

  25. CS Spygate zeigt den unguten und falschen Charakter der Herren Khan und Thiam, welche über diese Machenschaften der CS stets informiert waren.

    Sie haben diese Spygate Machenschaften aufgebaut, bestens gekannt und abgesegnet.

    Sie sind jetzt über Ihr eigenes System gestolpert.

    Unser Mitleid mit den Herren hält sich einigermassen in Grenzen.

  26. Gross zittern muss der „Paradplatz“ nicht. Erstens hat der „Paradeplatz“ genügend Anwälte um Entsiegelungen zu verhindern und Verfahrenn zu verschleppen, zweitens ist die Zürcher Justiz nur schnell wenn es darum geht harmlose Klimademonstranten abzuurteilen! PV ist Beispiel wie solche Verfahren ablaufen odereben nicht!

  27. Es ist zu hoffen, dass dabei weitere Beschattungen bei der CS zu Tage kommen und dass dadurch das Duo Infernal Rohner Thiam endlich dorthin spediert werden wohin sie gehören – nämlich auf die Strasse!

  28. Würde mich nicht wundern, wenn am Ende Khan und die KaPo Zürich mit abgesägten Hosen dastünden und die CS kaum beschädigt würde.
    Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel.

    • In Sachen EDV und Forensik hat die KaPo Zürich sowieso einen „besonderen“ Ruf. Siehe illegaler Erwerb und Betrieb der Spionagesoftware „Galileo“ von „Hacking Team“ durch zwei Beamte, welche immer noch bei der KaPo arbeiten. (Einer der beiden kam übrigens auch von einer Grossbank [der Jüngere])… Die Kosten von total ca. Fr. 2 Mio. trägt der Steuerzahler. Filz durch und durch. Bei KaPo und StaPo. Vom Chilli’s und den „kalten Massagen“ in Wiedikon wollen wir schon gar nicht anfangen…

    • 3 Monate spaeter, wie lachhaft und fragwuerdig.

      Die Ablaeufe sind aehnlich wie im Fall
      Raiffeisen/Vincenz.

      Alles wird verschleppt, verzoegert und verschlampt, um die Dinge versanden zu lassen.

      Das ganze System aus Staat Schweiz, Justiz, und Finanzierer ist schmierig, korrupt und unglaubwuerdig.

    • sorry, aber das ist hier in der schweiz noch relativ rasch.
      nur bei „sexuellen“ übergriffen, gehts ganz schnell…