Handelsdeal USA-China: Böse Überraschung droht

Signieren am Mittwoch ist plötzlich nicht mehr in Stein gemeisselt. Der Text des Phase 1-Deals bleibt weiter unbekannt.

Allzeithoch über Allzeithoch. Nichts kann Aktien mehr etwas anhaben. Die zwei Hauptgründe, warum die Finanzmärkte in Rekordhöhen schweben, sind einerseits die neuerliche Liquiditäts-Flut der amerikanischen Zentralbank und andererseits die erzielte erste Einigung im Handelsstreit mit China, der Mitte Dezember verkündigt wurde, dem sogenannten „Phase 1 Trade Deal“.

Die Unterschrift unter dem Vertrag schien nur noch eine Formalität. Bis jetzt.

Nun stellt es sich heraus, dass die Inhalte der Teil-Vereinbarung noch immer nicht abschliessend feststehen und – noch viel überraschender – dass US-Präsident Trump sogar das Datum der Unterschrift unter den Deal (den 15. Januar 2020) nicht in Stein gemeisselt sieht.

Wie kann das sein? Was ist da los?

Blenden wir zurück: Donald Trump ist seit jeher bekannt für seine ruppige Art, mit politischen Gegnern umzugehen. Das mussten schon viele spüren.

Anfang 2018 knöpfte er sich China vor. Der Handelsstreit hielt seither die Märkte in Atem. Meistens wurden positive News vermeldet, und Aktien legten zu, es gab aber auch Enttäuschungen. Trump genoss es sichtlich, den Gegner blosszustellen und mit seinen Tweets die Märkte zu bewegen.

Mehrere Male schockte Trump regelrecht. Ein angeblicher Riesen-Durchbruch wurde im Mai 2019 plötzlich abgesagt und auf die Chinesen geschoben („The Chinese broke the deal„). Neue Tarife waren die „Strafe“.

Im Oktober 2019 behauptete Trump auf Twitter, den besten und grössten Deal aller Zeiten für seine „Farmers“ verhandelt zu haben („The deal I just made with China is, by far, the greatest and biggest deal ever made for our Great Patriot Farmers in the history of the Country“).

Dies stellte sich jedoch als Falschmeldung heraus. Trump musste zurückrudern. Die grosse Einigung kam einfach nicht. Zu gross die Gräben zwischen den Verhandlungsparteien.

Dann der Geniestreich: Trump erfand die „Phase 1″. So konnten Teilaspekte verhandelt werden und doch noch ein „Sieg“ verkündet werden. Am 13. Dezember 2019 war es soweit: Einigkeit, endlich.

„Amazing deal for all“ – oder doch wieder nicht? (Quelle: Twitter)

Nicht nur konnten beide Parteien so vermeiden, dass es am 15. Dezember 2019 zu einer weiteren Eskalation des Streits durch die zusätzlich angekündigten Tarife gekommen wäre, Trump hatte von nun an auch etwas mehr Zeit, sich um sein Impeachment zu kümmern.

Und letztlich konnte er die Verhandlungen über die komplizierteren Themen auf einen späteren Zeitpunkt schieben, ohne sein Gesicht zu verlieren, womöglich sogar nach der Wahl.

Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte gleichentags in einem Interview mit CNBC: „We have phase 1. It is done. It is completed. It begins today, at least in the technical spirit of the thing. It will be signed as soon as possible and Phase 2 begins. This is a tremendous accomplishment.“

Alles super. Alles fertig. Fantastisch.

Inhaltlich war zwar nicht viel bekanntgeworden, angeblich habe die Vereinbarung aber 86 Seiten. Es fehle nur noch die Übersetzung ins Chinesische. Heutzutage reicht das den Algo-Trading-Computern anscheinend, um weiter Vollgas Aktien zu kaufen.

Die Menschen unter uns verwundert es aber doch ein wenig: War der Phase 1-Deal nun fertig oder nicht? Die Übersetzung der wichtigsten Inhalte wäre doch wohl bereits während den Verhandlungen gemacht worden.

Und überhaupt? Ist die Übersetzung eines so wichtigen Dokuments nicht über Nacht möglich? Steht den beiden grössten Wirtschaftsmächten der Welt nur ein einziger Übersetzer im Teilzeitpensum zur Verfügung?

Oder bestand Einigkeit womöglich doch nur „im Prinzip“, nicht aber über ein Dokument?

Am 31. Dezember verkündete Trump, die Unterzeichnung des Deals würde am 15. Januar 2020 im Weissen Haus in den USA stattfinden.

Das einzige Problem: Die chinesische Delegation unter Vize-Premier Liu He wollte eigentlich schon in der ersten Januarwoche kommen, und die Verschiebung und Festsetzung des neuen Datums wurde wohl „unilateral“ von Präsident Trump gemacht.

Ein Affront. Ohne Zweifel hat dieses Verhalten von Präsident Trump zu massivem Gesichtsverlust bei hochrangingen Politikern und Beamten in China geführt.

Details darüber sind zwar nicht bekannt, aber plötzlich konnte man letzte Woche in mehreren chinesischen Zeitungen lesen, dass es wohl doch noch Unsicherheiten gäbe. Würde die Unterzeichnung überhaupt am 15. Januar 2020 stattfinden?

Das Chinesische Staatsblatt Global Times kommentierte gar: „China, US shouldn’t rush Phase 1 deal„.

Chinesisches Staatsblatt Global Times, und Hong Kong Zeitung South China Morning Post (im Eigentum von Alibaba) plötzlich skeptisch gegenüber Phase 1

Auch der Umfang des Kaufs der landwirtschaftlichen Erzeugnisse könne wohl nicht so hoch ausfallen, wie die Menge, auf die man sich in dem „Phase 1 Trade Deal“ geeinigt hatte. Dies bringe Schwierigkeiten für Phase 1, so die South China Morning Post.

Auch Goldman Sachs rechnete vor, dass China im Jahr 2017 für 27 Milliarden Dollar in den USA landwirtschaftliche Produkte einkaufte, 2018 und 2019 waren es aber nur noch knapp die Hälfte wegen dem Tarifstreit. Und nun sollen es auf einen Schlag 40 Milliarden pro Jahr werden? Wo soll denn das ganze Gut plötzlich herkommen?

Kauf von 40 Milliarden Landwirtschaftsgütern ab 2020 unrealistisch (Quelle: Zerohedge)

Trotz all dieser Diskussionen und Unklarheiten bestätigte das Chinesische Handelsministerium Ende der Woche offiziell, dass eine Delegation unter Vizepremier Liu He vom 13. bis 15. Januar (von heute Montag bis Mittwoch) nach Amerika zur Unterzeichnung des Deals reisen würde.

Es können wohl doch alles nur kleinere Stolpersteine sein, für die noch eine Lösung gefunden wird? Keine der beiden Seiten kann sich doch jetzt leisten, die „Phase 1“ nochmal in Frage zu stellen?

Oh doch, Trump kann. Der Phase 1 Trade deal könne „kurz nach dem 15. Januar unterzeichnet werden“, sagte er nun in einem Interview völlig überraschend. Was? Nun also doch nicht am kommenden Mittwoch?

Das passt überhaupt nicht mit seinen bisherigen Ankündigungen zusammen und schon gar nicht mit dem von der chinesischen Delegation angekündigten Reiseplan. Brüskiert Trump seinen Verhandlungspartner Liu He ein zweites Mal massiv?

Was spielt sich da hinter den Kulissen ab? Geht es um den Kauf von Agrarerzeugnissen? Oder fühlt sich Trump mit Rekordständen an den Aktienmärkten unbesiegbar und taktiert und provoziert weiter, weil er damit innenpolitisch ziemlich gut fährt?

Lässt er gar die „Phase 1“ wieder komplett platzen und schiebt China die Schuld in die Schuhe? Letztes Mal hatten ihm die „Märkte“ ja schnell vergeben. Und überhaupt ist die Jahresendrally 2019 dank dem 13. Dezember bereits eingetütet. Jetzt ist 2020, ein neues Aktienjahr.

Hinzu kommt der Wahlkampf. Markiert er „den starken Mann“, kommt das bei den Amerikanern sicher gut an.

Seine Überheblichkeit und Unberechenbarkeit könnten ihn in diesem Fall jedoch teuer zu stehen kommen. Der Phase 1-Deal ist in die Märkte voll eingepreist. Das Kriegsbeil zwischen den USA und China war begraben – so die Einschätzung aller.

Enttäuschen die Inhalte des Deals auch nur ein wenig, geht’s nach unten. Wird der Deal ganz abgeblasen, droht ein grösserer Absturz.

Und vielleicht das Wichtigste bei der ganzen Geschichte: China, die zweitgrösste Wirtschaftsmacht der Welt und der einzig verbliebene wirkliche Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, mag keine Gesichtsverluste.

Trump spielt – wie so oft – mit dem Feuer.

Kommentare

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  1. Genau wie die Ukraine wird China erpresst. Das einstige chinesische Flaggschiff Huawei ist nur noch ein Schatten von sich selbst. Ziel ist ganz klar die wirtschaftliche Vernichtung von China. Verzweifelt sucht sicht das chinesische Regime mit Onkel Sam gut zu stellen, doch alle Bemügungen werden vergebens sein! Mit Onkel Sam ist nicht gut Kirschen essen, das haben auch die Iraner gecheckt, die haben noch gleich ein Kopfgeld ausgesetzt!
    Am besten ist die Schweizer Politik, die haben sich alle totgestellt und hoffen sie werden so vergessen!

    • Hans von Almen…..

      Eine derartige Verkennung der Situation habe sich schon sehr lange nicht mehr gelesen.

      Sie scheinen keinen blassen Schimmer zu haben was China wirklich ist.
      Sogar die Chinesin in meiner Familie macht sich da keinerlei Illusionen.
      Sie sagt dann jeweils….. „es gibt ja genug davon“…… von den Chinesen.
      Diese wie sie sagen verzweifelten Chinesen unterhalten eine Armee welche die der USA übertrifft, von überaus nationalistisch gesinnten Generälen geführt wird welche unter sich von Eroberungen träumen.
      Wir haben es da mit einem Regime zu tun welches seit 1949 über 70 Millionen der eigenen Bürger ermordet hat, die seit 40 Jahren im Ausland massivste Industriespionage betreiben, ja alles Wissen einfach im Ausland stehlen.

      China hat aufgeholt…… auf den Grundlagen unserer Forschungen, unseren Patenten, unserem wegsehen bei diesem gigantischen Diebstahl.

      Haben sie mal den Film über den Gartengeräte Hersteller Stihl gesehen….. schauen sie sich den mal an, das zeigt ihnen wie China denkt und handelt.
      Wollen wir hoffen wir fallen nie unter den Einfluss des Islams…. und Chinas.

  2. Trump will wiedergewählt werden. Deshalb wird es heuer keine neue Zölle geben, vielleicht werden sogar welche abgebaut. Ob da jetzt am Mittwoch unterschrieben wird, ist deshalb irrelevant. Wenn die Märkte eine Good-News-Spritze brauchen, wird man auch das machen. Momentan brauchen die Märkte das nicht. 2020 wird noch Mal ein gutes Börsenjahr werden, zumindest in den USA. Trump wird wiedergewählt werden. Der Dow wird über 30.000, der NASDAQ über 10.000 gehen, und die SNB wird auch wieder fast 50 Mrd. verdienen.

    • Kassandro……………..

      Sehr viele US Unternehmen leiden stark darunter das China der Werkplatz der Welt werden will und die US Landwirtschaft ist sehr froh über diese Zölle.

      China exportiert sehr viele Landwirtschaftsprodukte in die USA, lässt aber kaum solche in ihr eigenes Land zu, beziehungsweise, sie belegen diese Importe mit hohen Zöllen.

      Die KMU und die Landwirtschaft sind auch Wähler von Trump.

  3. Vielleicht sollte der Donald mal schauen wie die Schweiz das macht und dies ganz ohne Soyaexporte:
    CH Exporte nach China 2018 29.6 Mrd CHF – Importe 14.4 Mrd – Handelsbilanzüberschuss 15.2 Mrd (ziemlich genau 50% des gesamten Handelsbilanzüberschusses der CH von 30.5 Mrd)
    Und wenn man dann noch die chinesische Sonderzone Hongkong dazu nimmt mit CH Exporten von 15.7 Mrd und Importen von nur 3.8 Mrd, dann sieht die Gesamtbilanz mit dem gelben Riesen noch besser aus!
    Gut auch bei den Amis haben wir ein Handelsbilanzüberschuss von fast 20 Mrd.
    Was der Trump hier macht ist doch vor allem Showtime um seine Wähler zu blenden, substanziell wird er das Handelsbilanzdefizit nicht runter bringen, er schafft es nicht mal diesen unter den Wert des letzten Amtsjahres von Obama zu bringen 2016 mit 347 Mrd! (2017 375 Mrd, 2018 419 Mrd und 2019 vermutlich um 350-360 Mrd)

    • @Claire

      ganze Industriezweige in den USA spüren die Auswirkungen der US-Zölle bereits jetzt schmerzhaft, da sich durch die Zölle die Importpreise in die USA für zahlreiche Waren erhöht haben. Somit haben sich die Kosten für genau diejenigen Unternehmen erhöht, die durch die Zölle geschützt werden sollten. Die US-Industrie schrumpft weiter und in weiten Teile ist sie marode – so wie – die Grund – Infrastruktur. Die Zölle von Trump waren für mich ein Signal der Hoffnung machte. Protektioniesmus ist nicht schlecht, wenn es durch fiskal, umwelt – und industriepolitik begleitet wird. Alles nicht der Fall bei America-First-Politik.

    • Claire…..

      So lange sie Güter nach China exportieren die denen gelegen kommen ist alles in Butter.

      Aber versuchen sie mal Landwirtschaftsprodukte dorthin zu exportieren…… China schottet seine Märkte überall da wo sie meinen nicht darauf angewiesen zu sein, rigoros ab.
      Den freien Markt nutzen die Chinesen nur zu gerne, gewähren ihn uns aber nicht.

      Die Schweiz kann vermutlich nur hochspezialisiertes dort absetzen….. das ist dort willkommen, alles andere nicht.

      Trump macht es richtig, er lernt die Chinesen gerade das man Partner sein sollte…… Geschäfte auf gegenseitigem Nutzen machen muss, die Einbahnstrasse keine Zukunft hat.

  4. Mein Motto, nur nichts mehr von diesem Trump kaufen (USA).

    Kaufe lieber Made in China, da weiss ich auch, was ich bezahle, das bekomm ich…..

    • Ok…..
      …………und irgendwann bekommen Sie nicht nur die oft minderwertige Qualität, sondern auch noch den Einfluss eines verbrecherischen Regimes auf Europa.

      Hauptsache es ist nicht Trump…. Gäll ?

  5. Unsinn….

    Ich verfolge die Art und Weise wie Chinesische Führer verhandeln schon sehr lange.
    Es sind Asiaten, und da denke ich ist die sehr direkte Art von Trump für diese sicher eher gewöhnungsbedürftig.
    Aber wir müssen und an die ja auch gewöhnen…. fifty / fifty… oder ?
    Vor allem ist das für die Chinesen ungewohnt, weil wir die seit Jahrzehnten nicht so angefasst haben wie sie es verdient hätten.
    Wir liessen uns 40 Jahre lang von denen bestehlen, ausspionieren unsere Patente klauen und meinten dann dazu auch noch, China sei eben ein Entwicklungsland.

    Das hat zu einer ungeheuren Arroganz der Chinesen geführt und die muss Trump endlich einmal brechen.
    Ich habe eine Chinesin in der Familie und die weiss um die Arroganz dieser Führung und gerade auch von deren Militärs.

    Um da was zu verändern ist Rump genau der richtige Mann.
    Er zeigt den Chinesen das wenn man Werkplatz der Welt sein möchte, man auch ein Partner dieser Welt sein muss.

    Bislang ist es in der Realität nämlich so, dass die Chinesen keinen freien Zugang zum chinesischen Markt erlauben, bei uns aber genau das weitgehend geniessen dürfen.

    Trump will nun endlich das wir alle Zugang bekommen.
    Die Gleichberechtigung ist nicht nur zwischen Mann und Frau wünschenswert.
    Nun, vollkommene Gleichberechtigung wird es nie geben, aber etwas was dem nahe kommt wird es sein.
    40 Milliarden an US Produkten sind gar kein Problem, denn die Chinesen kaufen lieber ausländische Produkte, denen trauen sie weit mehr wie dem Einheimischen, auch und gerade was Nahrungsmittel angeht.
    Aber wer aus dem Ausland Produkte in China verkaufen will, soll sie laut der Chinesischen Führung auch in China herstellen, wobei man dann wiederum gleich alles schön ausspionieren kann.

    Seit Jahrzehnten sind die Chinesen harte Verhandlungspartner…… ja klar, sie haben auch Gewicht.
    Aber das selbe gilt für die USA …… sogar noch mehr.

    Die Chinesen müssen sich daran gewöhnen den Markt mit anderen zu teilen, das die Abnehmer Kunden sind wenn sie in alle Welt ihre Massen an Gütern verkaufen wollen.

    Was ist daran falsch ?

    Das selbe gibt es übrigens auch Richtung EU, dort berappen die US Firmen oft höhere Zölle wie umgekehrt.
    Auch das wird Trump beenden und ich sehe auch nicht ein was daran falsch sein soll.
    Warum kostet der Zoll für einen US Wagen der in Europa eingeführt wird, das doppelte ?

  6. Was Trump sagt und was seine Administration ausführt, sind immer zwei Seiten derselben Sache. Man soll sich an die realen Tatsachen halten und die sind für den angeblichen erfolgreichsten Deal-Maker aller Zeiten nicht immer so erfolgreich, wie er „twittert“. Persönlich halte ich mich an die Kolumnen von Krugman in der New York Times. Wenigstens verstehe ich dann die ganze Sache ein wenig besser, obwohl Krugman über die EU nicht gerade lobenswertes schreibt. Die Chinesen haben nach Krugman für sich mit den USA hervorragend gedealt.

  7. Das gewünschte Hauen und Stechen geht in die nächste Eskalationsstufe und niemand kennt das zu verabschiedente Dokument, in dem einseitig nach Trump Vorstellungen den USA der rote Teppich ausgelegt werden soll. Es sollte aber auch nicht verhindern klar zu sehen, was ist – in jedem der beiden Systeme – trotz des immer größer werdenden Geschrei der von den Finanzmärkten perfekt inszenierten Manipulation (die eigentlichen Drahtzieher). Unser Bild der Welt hat sich oft als kollektive Illusion entpuppt. Auch wenn Medien es leugnen: Die Rezessionsgefahr ist nicht gebannt! In den USA steigt die Arbeitslosigkeit, und in vielen Unternehmen tickt eine Schuldenbombe.

  8. In Devisen gerechnet dürften die USA wohl noch die No.1 sein. In real produzierten Einheiten an Gütern wahrscheinlich nicht mehr, auch auf den in den USA konsumierten vor allem Konsumgütern steht Made in China.
    Das erfassen von Leistungsbilanzen in Geldeinheiten
    ist etwas problematisch liefert ein verzertes Bild.
    Die Börsen, Aktienkurse kennen nur noch einen Weg
    nach oben. Das bei kleichzeitig stagnierenden oder rückläufigen erträgen in der Realwirtschaft.
    Das ,,klemmt,, da bildet sich eine Aktien-Kapitalisierungsblase.
    Aktien gelten und sind es aktuell der ,,letzte,,
    grosse Anlagehafen der zumindest Buchgewinne erzielt.
    Gott gebe das es klebe und hält, das Geld das an den Aktien ,,klebt,,.

  9. „Enttäuschen die Inhalte des Deals auch nur ein wenig, geht’s nach unten. Wird der Deal ganz abgeblasen, droht ein grösserer Absturz.“

    Typischer Anfängerfehler: es wird ausgegangen, der Markt sei „dumm“ und weiss nicht, was ich (ja der grosse Experte) weiss.

  10. Eine Nation welche so stark vom Export abhängig ist, bzw in der Vergangenheit war ist per Definition viel mehr dem Geschäftszyklus unterworfen. Dass Deutsche Sparer in Pfandbriefe investieren, welche in Rezensionen outpreformen, ist daher eine gute Diversifikation bzw Anlageentscheidung. Wie auch bei den meisten Ölstaaten ist die Investition in den USD und US Staatsanleihen nicht nur der Größe des Marktes geschuldet oder der Faulheit der Investoren sondern, wie schon seit 2008 zu beobachten, ein guter Hedge welcher performed wenn die Weltwirtschaft mal nicht so rund läuft.
    Ein aggressive Investitionsform Deutscher Sparer oder Unternehmer würde wohl zu mehr Bankrotten führen, welches nicht im Sinne der Deutschen Wirtschaft wäre. Es ist also alles OK in good old Germany.

    Zu dem Amerikanern lässt sich sagen, dass man sicher mehr Risiko auf sich nehmen kann, wenn man schon seit fast hundert Jahren als ‚Weltpolizist‘ bekannt ist und nicht für seine zimperlichkeit in der Wahrung seiner Interessen.

  11. Ist ja so wie beim Brexit jetzt, dann ende Monat, noch eine Abstimmung, dann noch eine und jetzt, doch nicht erst neue Wahlen
    und und… Das gleiche beim Handelsabkommen jetzt ist es Unterschriftsreif, doch noch nicht jedesmal DJ + 300 dann noch nicht DJ -300 das seit bald einem Jahr. Ich schaue gar nicht mehr in welchem „Status“ der Deal liegt, wenn er gemacht ist erfahren wir es ganz sicher, bis dann ruhig Blut und sich nicht ablenken lassen, dies ist vermutlich ja gewünscht!