CS-VR hat Hunderte Mio. für CEOs verlocht

Brady Dougan ging mit 150 Millionen, Nachfolger Thiam mit 90, Mitstreiter wurden auch vergoldet: Wann endet der Wahnsinn?

Brady Dougan hielt viel zu lange an einer riesigen Investmentbank der Credit Suisse fest. Das führte nach dem Abgang des Amerikaners an der operativen Spitze zur Rosskur bei der Schweizer Grossbank.

Wurde Dougan dafür bestraft? Im Gegenteil, er wurde so reich wie kaum ein CEO in der Alpenrepublik. Total rund 150 Millionen nahm der Investmentbanker ein – in 8 Jahren als Konzernleiter.

Dicht auf Dougans Fersen ist dessen Nachfolger Tidjane Thiam. Der Franzose und Ivoirer läuft am Donnerstag, wenn er seine Arbeit bei der CS beendet, mit geschätzten 90 Millionen aus dem Haus.

Bilanz von Thiam: Aktienkurs halbiert, Asienziele nicht erreicht, verbrannte Erde in US Private Banking, weiterhin überdimensionierte Investmentbank.

Thiams Entgelt ist fast noch höher als das von Dougan. Es entstand in der Rekordzeit von rund viereinhalb Jahren, also nur gut der Hälfte der Arbeitszeit des Vorgängers.

Plus: Bei Dougan gab es im Frühling 2010 einen Extra-Bonus von 70 Millionen. Der verzerrt das Bild. Ohne diesen „Zustupf“ wären es beim US-Amerikaner „nur“ 80 Millionen gewesen – für 8 Jahre Arbeit.

Humor im Netz (IP)

Auch bei Thiam gab es einen Sonder-Bonus, nämlich rund 14 Millionen als Willkommensgeschenk im 2015. Damit wurde der neue Chef schadlos gehalten für verfallene Ansprüche am alten Ort, beim englischen Versicherer Prudential.

Doch es bleibt beim Befund: Thiam stellt Dougan in den Schatten. Und zwar deutlich. Er verdiente aufs Jahr umgerechnet und unter Berücksichtigung des Reibachs als sogenannter Good Leaver pro Jahr 20 Millionen.

20 Millionen, Jahr für Jahr. Nach viereinhalb Jahren weg – mit 90 Millionen in der Tasche. Wie sagt man dem?

Es fehlen die Worte. Thiams Weggefährten kassierten mit. Peter Goerke, der Personalchef, der mit Thiam von der Prudential zur CS kam, erhielt ebenfalls einen Golden Hello, und zwar über 1,9 Millionen.

Villa, Ferrari – Antrittsgeschenk sei Dank (CS)

Peanuts, muss man schon fast sagen. Thiam holte Adam Gishen, den Medien-Strippenzieher, und Pierre-Olivier Bouée, den Spy-Mann, zur CS. Auch sie erhielten in den letzten Jahren Millionen – Jahr für Jahr.

Schuld sind nicht die operativen Spitzenleute Dougan, Thiam, Goerke, Bouée und wie sie heissen. Sie nehmen, was sie kriegen.

Die Verantwortung trägt der Verwaltungsrat der CS, allen voran die Präsidenten des Aufsichtsgremiums. Im Fall der CS sind das vor allem die beiden Langfrist-Präsidenten Walter Kielholz und Urs Rohner, zwei Schweizer.

Kielholz, der die CS als Präsident von 2002 bis 2009 lenkte, ermöglichte das Konstrukt mit dem Namen PIP, das zum Wahnsinns-Einmal-Bonus von 70 Millionen bei Dougan und von vielen weiteren Millionen für Walter Berchtold und Co. geführt hatte.

Rohner, seit 2011 Präsident und davor 2 Jahre lang Vollzeit-Vize im VR, trägt die Verantwortung für die Antrittsgeschenke für Thiam und Goerke im 2015, für die jährlichen Entschädigungen von rund 10 Millionen für Thiam seither und dafür, dass Thiam für 2019 nochmals viel Geld erhält und die aufgeschobenen Vergütungen mitnehmen darf.

Dafür kriegst Du Kohle (IP)

Kielholz und Rohner gaben für ihre beiden wichtigsten Leute, den Amerikaner Dougan und den Franzosen Thiam, gegen 250 Millionen aus. Eine Viertel Milliarde.

250’000’000 Franken. Was lieferten diese für das Geld? Eine Aktie, die tief gefallen ist. Eine Firma, die sich stets neu aufrappeln muss.

Daraus folgt: Der Verwaltungsrat der CS und dessen Präsidenten müssen die wahnwitzigen Vergütungen beenden. Tun sie das nicht, vergiften sie das Klima in der Bank. Sie nehmen dann ihre Verantwortung nicht wahr.

Das Argument des Konkurrenzkampfs um die besten Leute verfängt nicht. Dougan und Thiam hinterlassen eine Bank im Strudel. Wenn Jamie Dimon bei der JP Morgan noch mehr verdient, dann darum, weil dort das Resultat überzeugt.

Gute Leistung, guter Lohn. Schlechte Leistung, keine Geschenke.

Werden Rohner und seine Kollegen im CS-Verwaltungsrat ein Zeichen setzen und die Vergütungen des operativen Spitzenpersonals reduzieren? Der neue CEO Thomas Gottstein könnte darauf hinwirken.

Kommentare

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  1. Er hat nur kleine Teil bekommen und sollte Mund halten, aber ober das hält ist besondere Frage. Es wird sich die nechste Monaten zeigen.

  2. Und was haben die reingewaschenen VR’s kassiert für das Durchwinken von Thiams 90 Mio ? Das ist ein Beleidigung und Ohrfeige für jeden auch nur halbwegs anständignen Arbeitnehmer in unserem Lande.

  3. Ein einziges Nachtessen des Trios Thiam, Goerke, Bouee (auf Spesen natürlich) entspricht etwa dem Bonus einer CS Arbeits-Ameise.

    Die CS Arbeits-Ameisen werden unglaublich verarscht.

  4. So beruhigend und schön wenn man nichts mit den Grossbanken zu tun hat, vor allem nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis ist.

  5. Also ich finde Dougan und Thiam zusammen mit Kielholz/Rohner und den übrigen Kumpanen sind ein Sonderangebot für die CS-Aktionäre. Die Leistung war zwar nicht so toll, aber diese ist ja eben auch nicht garantiert.

    Wie das?
    Darf ich rechnen?

    Die CS hat noch immer eine Marktkapitalisierung von 32 Mrd. CHF.

    Ich erlaube mir nun den Vergleich mit einem Hinz und Kunz Anlagefonds in der Schweiz. Das Verwalten von 32 Mrd. Franken würde dort ca. 1,5% kosten. Pro Jahr versteht sich.

    Ergo 480 Millionen. Hoffentlich habe ich die Nullen richtig gezählt 😉 Ja, man könnte dies auch anders auslegen…

    Ich denke, dass der gemeine Bürger noch andere Probleme hat als diese „Abzocker“ (nicht im juristischen Sinne aber doch umgangssprachlich gemeint).

    Falls der Vergleich zu stark hinken sollte, dann bitte kommentieren…

    • Eine Vermögensverwaltung in dieser Grössenordnung kann nicht durch zwei, drei Personen bewältigt werden. Es bedarf hierzu einer professionellen Infrastruktur. Räumlichkeiten, IT, Analysten, Personal – genannt „Overhead“. Hier hinkt Ihr Vergleich. Aber die Fragen stellen sich durchaus.

  6. Die Abzocker-Initiative ist nach wie vor schierer Verfassungstext. Das Parlament hat bei der Anpassung des Aktienrechts die Schwerpunkte politisch korrekt und publizitätsträchtig auf die Genderfrage in den Teppichetagen gelegt. Eine aktienrechtliche Korrektur im Sinn und Geist der Minder-Initiative ist nicht in Sicht, das Parlament ist blockiert, weil man hüben wegen einschlägiger Verbandelung Beisshemmung hat und drüben von Raubtierkapitalismusphobien geplagt wird. Die Schlupflöcher, welche die Lobbyisten diskret und geschickt in die bundesrätliche quasi-notrechtliche Verordnung eingebaut haben, bewähren sich… Es gibt nur eine Lösung: Künftig dürfen in parlamentarischen Kommissionen keine Personen Einsitz nehmen, welche mit Organisationen verbandelt sind, die ein Interesse am Traktandum haben. Würde es auch mit sich bringen, dass es dort wieder vornehmlich Vertreter der Interessen des Volkes und weniger fremdgesteuerte Marionetten hat.

  7. Peanuts…Hey die haben 12 Jahre gearbeitet für 250 Mio….

    Es gibt Hedgefundsmanager die 1000 mio IM JAHR verdienen
    https://www.cash.ch/news/top-news/bloomberg-billionaires-index-fuenf-hedgefondsmanager-verdienten-2019-ueber-1-milliarde-dollar-1477969

    Was regt ihr euch über diese Minisaläre auf? Wer noch arbeitet ist sowieso blöd, irgendwann merkt es auch der letzte noch wie die Bürger abgezogen werden.

    In der Schweiz wird mit Mitwissern die haöbe Welt auspioniert, und unsere Polizei, jagt Kiffer….und gibt dafür Jährlich 1 Mrd aus… dafür das einige sich selbst schädigen…Hey das ist persönliche Freiheit…

    Die Dekadenz erreicht jedes Jahr neue Höhepunkte, es wäre mal Zeit die Bastille zu stürmen und die Könige zu köpfen…wie man es früher tat…aber heute lässt sich die Bevölkerung alles gefallen, und lacht sogar noch wenn Sie ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans….

  8. Was heisst hier verlocht? Investiert, gespendet, saniert ist die richtige Bezeichnung
    So etwas nennt sich Altersvorsorge, Wirtschaftsförderung, Freudenfeuer. Der CS-VR verteilt Wohltaten ohne Ende, noch dazu mit Mitteln, die ihm gar nicht selbst gehören, und wird dafür selber fürstlich entlohnt.
    „Alle Dinge haben ihre Gründe“ (Zitat aus dem Buch der Weisheit, 6.Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung)

  9. Vermutung: Mit der Abgabgsentschädigung an Thiam hat sich die CS den Verzicht auf die Prozessflut erkauft, welche von den Thiam-Freunden angekündigt worden war.

  10. Im Hintergrund von Rohner die Allmacht Kielholz.
    -50% Aktienkursfall mit letztem CEO
    -offiziell anerkannt als straffällig in USA
    -Aufpasser der USA im Tagesgeschäft
    -10% Sonderdividende an arabische Geldgeber
    -Mosambique eine Milliarde ist verschwunden
    -IT fehleranfällig, aufgeblasen und veraltet
    -Keine glaubhafte Strategie
    Welcher internationale Banker schwafelt nicht von Asien. Wenn jedoch China den AIA ernst nimmt, warum soll jemand zu einer viel zu teuren schweizer Bank kommen. Also sicher nicht wegen der Performance.

  11. Dummes Zeug. Grübel war der erste grosse Abzocker. Der hat bereits 2006 in einem Jahr über 30 Kisten abgeholt, obwohl dafür weiss Gott kein Grund bestand. Die Leistung der Bank war schwächer als die der gesamten Konkurrenz. Alles schon vergessen? Hört auf den Alten so zu vergolden!

    • Grübel ist auch nur ein Klugscheisser, bei jedem Interview sagt er: Da müssen Sie mich fragen, da komme ich draus.

  12. Bei Barnevik/ABB war es noch mehr. Beim Abgang alleine für PK-Beiträge rund 140 Millionen.

    Daraus folgert: Konsequent allen Mitgliedern des Compensation-Committees im VR die Wiederwahl und die Decharge verweigern!

  13. Schon erstaunlich, wie naiv und weltfremd hier kommentiert wird. Seit wann interessiert mich als Aktionär irgendwelche Innereien der Unternehmung. Interessant ist lediglich die Dividende, der Aktienkurs und wenn ich privilegiert bin die Kickbacks und sonstigen Vergütungen für das halten der Aktie.

    • Weltfremd und naiv scheinst nur du zu sein. Wen als Investor die Interna einer Investition nicht interessiert um die Glaubwürdigkeit und Strategie einstufen und somit die Entwicklung des Aktienkurses und der Dividende abschätzen zu können, sollte lieber Lotto spielen und die Kommentare unterlassen.

  14. Es gibt einfach keine Worte 😶. Was kann jemand überhaupt zu solchen Summen nur sagen? Nichts, einfach nichts.
    Alle Kommentare, alle Artikel darüber, sind wertlos.

    Ich habe vor über 15 Jahren eine Masterarbeit zum Thema Managerlöhne und deren Leistung (inkl. nach deren Abgang) geschrieben und mit Theorie hinterlegt. Eben diese Theorie (basierend auf fachlicher Literatur) hat mich zum Schluss gezwungen, dass diese Umstände nicht angeprangert werden können, sei es unter wirtschaftlichen wie auch ethischen Aspekten.

    Daraus lässt sich schliessen:
    – Die Wirtschaftstheorie lässt den Faktor Mensch vollkommen aussen vor und bedient sich des Homo Ökonomikus (den es de facto gar nicht gibt!).
    – Demzufolge lässt der freie Markt solche Umstände zu, da gesetzliche (wohlbemerkt globale) Rahmenbedingungen gänzlich fehlen.
    – Diese Rahmenbedingungen fehlen, weil von der Mehrheit der Menschen nicht erwünscht.
    – Recht entwickelt sich durch Einstellungen und und langjähriger Wertvorstellungen, was die Wurzel in der Ethik darstellt.

    Es gibt nichts zu rütteln, wir haben das so gewollt, alle. Und wieso? Weil jeder in seinem kleinen von diesem System profitiert, womit wir wieder bei. Homo Ökonomikus landen ….

    • Sie sind anscheinend noch zu Jung…
      Bis vor 25 Jahren war der höchste bezahlte Bänker in der Schweiz mit 3 Mio. zufrieden…und es gab keine Abschied- oder Entrittbonus. Die Banken waren Kerngesund…also keine lange Tradition hier.
      Dieses System ist weltweit von 1 % der Leute indoktriniert und gewollt worden, also der rest 99% kann gar nicht dafür sein…
      Somit ihre Aussage sind schwach und zeigt wie die Wirtschaftwissenschaft gar nicht erklären kann…vergessen ihre Theorien und machen Sie Prognosen aufgrund ihre Beobachtung….haben Sie schon von Ruintheorie gehört? Eben, wenn die CH – GB so weiter machen, in 20 Jahren existieren nicht mehr! Bei Wahrscheinlichkeit 1!

    • & Nachdenk Lich
      Ich bin eher der Meinung der Büezer und Anleger blickt es nicht und das ist gewollt. Auch bin ich der Meinung dass die Finma im Abgang von tt die Finger im Spiel hatte. Andernfalls hätte die Ontourage Bonn tt diesen geschützt.
      Ich frage mich immer noch, wo bleibt die Volkspartei, was unternimmt ein Finanzminister, was der Bundesrat. Diese werden ihr Waterloo erleben, sollte es dieses Jahr zu den Vorhersagen von Herrn Krall kommen.
      Siehe CDU im Nachbarkanton!
      Überlassen es diese den Grünen, Roten und ihren Bünzli, dann gute Nacht Helvetia.

  15. Was regt ihr euch so auf heute?
    Sie werden es wieder zulassen und demnächst sogar in noch ganz anderen Dimensionen.
    Lernen oder verstehen haben die Gesellen im Verwaltungsrat spätestens nach ihren Uniabschlüssen und dem Eintritt in den Nobelgolfclub aufgehört.

  16. Aus der Bankkriese haben die Bankfachleute gar nichts gelernt im Gegenteil.ihre Geldgier ist noch gestiegen und weil viele Bank und Indestriebosse Ausländer sind hat das gutschweizerische und solide Arbeiten in diesen Bereichen Wie man sieht Seltenheitswert deshalb, schickt doch auch den unfähigen und unsoliden Verwaltungsrat in die Wüste.

  17. Ich sehe das wie folgt: Die Aktionäre bestimmen den VR und damit auch alles was der VR vorgibt. Solange also die Aktionäre (Inhaber) zu ihrem VR stehen wird sich nichts ändern. Wenn Schweizer Pensionskassen Ihre Gelder von CS Akteuren verwalten lassen dann stellt sich nur die Frage hat es sich für die Versicherten gelohnt? Wenn Pensionskassen Aktien an der CS halten – dann müssen sie die Verluste eben mittragen – zum Wohle ihrer Versicherten? Die Aktionäre, welche stillschweigend das alles hinnehmen sind eben Masochisten und Masochisten wissen wieso sie für die Quälerei bezahlen müssen. Daher der Rat an jene die nicht mitmachen wollen – verkauft die Aktien. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

  18. Können solche Leute die im so ein geschenk machen noch schlafen? Er hoffentlich auch nicht. Verdienen kann das kein Mensch! Hat er wenigstens Arbeitsplätze geschaffen? Das wäre ein ponus. Nein, entlassen und tiefen Löhne drücken sind an der tagesordnung. Er ja hat gar nichts erreicht! Pfuui!

  19. Nach meiner Meinung, ist das Abzocke an der Bank! Sogar dann wenn es ihr gut geht, aber ganz sicher, wenn die Aktienkurse fallen! Wo steht da das Salär im Verhältnis zur Leistung?

  20. Selber schuld. Klagen und Wehklagen ist vergeblich. Aber bei der BI Abstimmung müsst Ihr handeln.Einreisestopp für all jene, die sich am Kuchen beteiligen wollen ohne etwas geleistet zu haben.Das Gesetz von Angebot und Nachfrage gilt ganz besonders für qualifizierte Angestellte.Je eher die unbeschränkte Einwanderung gedrosselt oder gestoppt wird, desto höher die Nachfrage nach Euch und das bedeutet höhere Einkommen.Eigentlich ganz einfach für Leute ohne Anti SVP Scheuklappen.Lohnerhöhungen für alle, nicht nur für Levrats Truppen.Nur so könnt Ihr mehr vom Kuchen Eurer Bank erreichen.

  21. Hände weg so lange noch VRP Rohner an der Spitze ist und dieser auch noch von Seiten FINMA Support hat.
    Das Problem: Credit Suisse und FINMA decken sich, weil keiner ein Interesse daran an, dass Versagen, Versäumnisse und Mauscheleien ans Licht kommen!

  22. Wenn sich die Verwalter von Pensionskassen nicht endlich zusammen raufen und die Interessen ihrer Versicherten, also die Angestellten, ernsthaft durchsetzen ist es höchste Zeit, dass Angestellte ihre Pensionskasse frei wählen können. Erst wenn diese den PKs davon laufen können, wird sich etwas ändern.
    Zudem wäre es an der Zeit, dass die Vergütungen, welche angeblich durch die Leistungen und Verantwortung der Manager bestimmt sind, den Leistungs- und Verantwortungsfakten entsprechend angepasst werden.
    Neben den kassierten Millionen haben diese Herren auch noch 1000 von Menschen zu arbeitslosen gemacht, welche bis zu einer neuen Anstellung auf Kosten der Allgemeinheit durchgefüttert werden müssen. Diese Kosten dürften ebenfalls in die hunderte von Millionen gehen.
    Und was macht die Politik – sie lässt sich durch diese Firmen mit Spenden hofieren.

  23. Der Dougan-Bonus von 70 Millionen im 2010 sei ein „Fehler des Bonussystems“ gewesen. Man habe das korrigiert. Das sagte W. Kielholz, VR-Präsident, in Tele Züri zu W. Gilli im Interview. Nichts weiter, damit war die Sache abgehackt, 70 Millionen einfach so weg. Dougan dürfte sich gedacht haben: Mol, mol, ich komme wieder mal ins Schweizerländle, die sind ja so generös, paradiesisch !

  24. Es ist um einiges schlimmer, als wenn eine Kioskverkäuferin in die Ladenkasse greift. Einfach schändlich. Diese masslosen und unverschämten Abzocker sind für die Neidkultur verantortlich,die sich immer mehr verbreitet. Warum soll sich da jemand für einen normalen Lohn noch anstrengen.

  25. Die oberste Verantwortung tragen die Aktionäre (Eigentümer) dieser Bank. Sie haben es in der Hand – diesem unsäglichen Trauerspiel – endlich ein Ende zu bereiten. Punkt!

  26. Es heisst, der ein bekannter Basler Pharmakonzern, der einen grossen Einfluss auf die Credit-Suisse ausübt und einen Sitz im Verwaltungsrat hat, wird von sogenannten „Basler-Rasputin-Zuflüstern“ beherrscht. Die einen begrenzten Stadt-Basler-Horizont und keinen Dunst haben, wie eine globale Zürcher Bank funktioniert, aber scheinbar magischen Kräfte besitzen die Politik der Paradeplatz-Grossbanken zu beeinflussen und sich an Groundings erfreuen und ereifern können, sorgen dafür, dass die Kohle sinnlos verbrannt wird, damit der Untergang schneller kommt, um wieder sagen zu können: „äee scheene Absturz“
    Gunther Kropp, Basel

  27. Ich bin kein Terrorist, aber bei solchen Geschichten wünsche ich mir die RAF zurück. Dass sie 2 bis 3 dieser Schwerkriminellen kassieren um ihnen zu zeigen, dass sie nicht machen können was sie wollen. Reden nützt da nämlich gar nichts. Wie lange wollen wir noch über dieses Thema diskutieren? Was hat sich in dieser Zeit geändert? Gar nichts und es wird sich auch nichts ändern, weil diesen Hyänen nie etwas passiert. Das ganze Gerede ist überflüssig.

  28. Eindeutiges Nein! Die Verantwortung dieser ausufernden Bonuskultur trägt letztlich der Eigentümer. Der VR muss das vom Eigentümer absichern lassen, deswegen gibt es ja auch dieses Vergütungsgremium im VR.

    Ob uns diese Exzesse gefallen oder nicht, wenn die Aktionäre das absegnen, ist das genauso in Ordnung, wie wir das in unseren kleinen Firmen tun.

    Ich glaube nicht, dass Sie alle in einem Wirtschaftssystem wohnen wollen, in dem Ihnen eine Aufsicht, der Staat, eine Finanzpolizei, die Kirche, … sich in Ihre Geschäfte und Geschäftsführung einmischen kann.

  29. *quote*
    Werden Rohner und seine Kollegen im CS-Verwaltungsrat ein Zeichen setzen und die Vergütungen des operativen Spitzenpersonals reduzieren?
    *unquote*
    Hahahahaha, nein, warden sie nicht. Im Gegenteil, es wird bei den kleinen unten gespart, die die Arbeit machen, sich langsam schämen zu sagen, dass sie bei dieser Bank arbeiten und den Allerwertesten aufreissen. Die bekommen noch weniger und das jedes Jahr. Nicht einmal mehr den Teuerungsausgleich wird vergütet. Schande! Aber wer Ü50+ ist, getraut sich ja nichts zu sagen. Der ist froh überhaupt noch einen Job zu haben. Nochmal Schande!

  30. Es ist erstaunlich, dass der Verwaltungsrat solche Auswüchse zulässt. Hunderte Millionen werden schlichtweg verlocht. Dies ist nicht nur unanständig und arrogant, sondern reine Geldgier oder einfacher gesagt Abzocke von Bankkundengeldern.
    H. Peter Zellweger

    • p. Zellweger: Leider ist das nicht erstaunlich. Denn der VR besteht selber aus solchen Geldbezügern in der Grössenordnung. Nur schon die VR-Tantième ist etwa 4-5mal so hoch wie der ganzjährige Durchschnittverdienst in der Schweiz. Solche Leute haben gar kein Interesse plötzlich auf ehrenhaft und vernünftig bei den Bezügen zu machen. Das ist, wie wenn Casanova für das Zölibat geworben hätte. Nein, da braucht es eine politische Initiative um das abzustellen.

    • Weil der ganze VR keinen Deut besser ist als die 2 Versager!
      Sie kriegen die Taschen selber auch vollgestopft- und gewähren deren nicht nachvollziehbares Handeln….

      So einfach ist das!

  31. Das ist nicht schamlos, was da abgeht, das gehört untersucht, und ich kann nicht verstehen, dass die Grossaktionäre wie Pensionskassen nicht rigorose Massnahmen treffen, um diesen Selbstbedienungsladen der CEOs und der VRP blitzartig zu schliessen! Und – was wohl kaum möglich ist – Rückforderungen stellen.
    Sirius

  32. Der einzige tüchtige und taugliche CEO in den vergangenen Jahren (Jahrzehnten?) war Oswald Grübel. Und dann noch viel länger her stösst man auf Robert Jeker. Und sonst? Fazit: Der VR hatte bei der Wahl des CEO eine sehr unglückliche Hand, um nicht mehr zu sagen.

  33. Erinnerungen an die Swissair werden wach, da wurde auch erklärt man brauche solch gut bezahlte Manager, welche etwas vom internationalen Fluggeschäft verstünden. Ganz offensichtlich werden immer wieder Schaumschläger angestellt um die eigene Unfähigkeit zu kaschieren. Hätte man nämlich eigene gute Leute würden diese den Job noch so gerne, auch für weniger als 1 Mio im Jahr machen. Rohner als „Göttibub“ von Kielholz ist offensichtlich überfordert !

  34. Dabei gibt es 2 ganz grosse Verlierer:

    A) Als grösster Verlierer steht der Kunde da mit immer höheren zum Teil auch neuen Gebühen, die ihm belastet werden

    B) Der Aktionär, dessen Aktien von ca. 80.00 auf aktuell 12.00 CHF gefallen sind und der in manchen Jahren nur eine ganz kleine Dividende erhielt.

    C) Die ganz grossen Gewinner sitzen in der Geschäftsleitung und dem Verwlatungsrat der CS. Die haben sehr viel Geld bekommen in den letzten Jahren

    • Zu B) wäre noch zu ergänzen besonders die Zwangsaktionäre, welche via Pensionskasse und AHV in diese Firmen investieren MÜSSEN, weil sich nichts zu sagen haben und auch nicht zu einer anderen Versicherung wechseln können.Es wäre an der Zeit, dass die Pensionskasse frei gewählt werden kann wie die Krankenkasse auch. Nur wenn Versicherte wechseln können, wird sich beim Stimmverhalten der PK^s etwas ändern.

  35. die Hauptsache ist doch TT ist weg, hoffentlich fegt Thomas Gottstein mit dem eisernen Besen auch noch TT’s komplette Entourage aus dem Laden, es soll nichts übrig bleiben, nachher nach vorne schauen. Es bringt nichts den Millionen nach zu trauern, nur die Zukunft zählt. Ich bin sehr guter Hoffnung mit Thomas Gottstein, er bringt die Swissness wieder zurück und nur das zählt für eine Schweizer Bank nach innen für die Mitarbeiter wie nach aussen für die Kunden.

    • Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wieviele von diesen haben wir in der Vergangenheit schon gesehen. Und jeder wurde über den grünen Klee als der super Manager gelobt, welcher alle Probleme der Firma lösen wird. In Tat und Wahrheit ist bei fast allen das Gegenteil eingetreten, nach ihrem Abgang begann das grosse Aufräumen.

  36. Jeder Bankräuber ist ein Kindergartenschüler dagegen. Das ganze Abzocksystem ist einfach nur noch hochgradig verwerflich.

  37. Depotstimmen abschaffen und wieder vinkulierte stimmrechtsbeschränke Namenaktien einführen wie bei Basler Grosschemie – und das Problem ist gelöst.

    So einfach.

    Marc Meyer

  38. Bei solch einem VR hätte ich genau das Gleiche gemacht wie Thiam, Dougan & Co…! Ursli, pack doch schon mal deine Koffern. Pfiati

  39. Ich bin in der letzten Zeit nicht so viel einverstanden mit IP, aber diesen Artikeln ist Hammer!
    Tja, Neokolonialismus in der Swiss – banking? Normalerweise waren die europär, die diese System in Afrika lange betrieben haben…jetzt ungekehrt: Amerikaner und sogar selber Afrikaner tun das in der Schweiz mit der Bewilligung von VR, BR, Finma und die Gesellschaft! Wir sind verblödet….das ist der Preis…
    Aber nicht alle! Zum Glück…man macht immer das gleiche und man hofft bessere Resultate zu erzielen…ich habe keine Neid, sondern nur Pietät für diese Leute: tun sie etwas gutes für die Gesellschaft! UR und WK sollten für Schweizer Kindern mit tief Einkomnen Eltern spenden hingegen TT das ganze Paket fur afrikanisch Projekten spenden…Gott sei Dankbar…😨😭😤

  40. Es wird sich nichts ändern! Die Schweizer Politik ist so aufgelistet, dass sie trotz der sichersten Währung der Welt und trotz einer Nationalbank, die aus dem vollen schöpfen kann, alles erlaubt, was Ausländer und besonders Angelsachsen mit unseren Großbanken veranstalten. Wenn sich die Aktienkurse von CS und sogar von der UBS nicht erholen, sind beide Großbanken zum Abschuss frei. Mit unserem Amerikaner-Wahn, der auf einer furchtsamen Bewunderung basiert, wird unsere SNB solche ausländischen Übernahmen dieser Banken voll zustimmen. Sie wird lieber Aktien der übernehmenden ausländischen Großbank kaufen, am liebsten von JP Morgan und Bank of America, aber auch Deutsche Bank oder BNP sind nicht zu verachten, als dass sie sich zur einer Abwehr solcher Offerten aufraffen würde. Bei einem Übernahmepreis von CHF 17 kann man getrost beide Schweizer Großbanken an die obgenannten Banken verscherbeln. Diese kommen dann noch bei einem Zusammenbruch der Trump Konjunktur in Genuss der Garantie unserer Nationalbank. Die Nationalbank wird so den ausländischen Großbanken wegen ihren beiden großen Töchtern in der Schweiz eine Garantie abgeben wegen „to big to fail“ und das für ihren ganzen Konzern im In- und Ausland. Wir Schweizer sind halt weltoffene Patrioten, aber Chuzpe haben wir bestimmt nicht.

  41. Ja, das weckt ungute Erinnerungen an Brady Dougan, z. B. als er im Februar 2014 in Washington vor einem Senatsausschuss unter Carl Levin aussagen musste. Halb „weinend“ und grosses Mitleid erweckend rechtfertigte er zusammen mit drei Kollegen das jahrzehntelange CS-Geschäftsmodell „Steuerbetrug“. Es gelang ihm! Von der CS landete niemand im Gefängnis. Es gab nur eine Milliardenbusse. Dieselbe Masche funktionierte später wohl auch vor dem CS-Verwaltungsrat. Sie sprudelte für Dougan insgesamt 150 Mio CHF. Thiam konnte das sicher genau so gut.

  42. Wird er Präsident in der Elfenbeinküste, und arrangiert sich mit dem Militär, gibt es noch viel mehr zu holen. Herr Hässig mal in TTs Familiengeschichte graben.
    Nur interessiert das leider niemand. WÄRE die Aufgabe der CS gewesen, aber der Support gewisser Kreise für TT vor knapp 5 Jahren war zu gross, und die CS hatte anscheind nicht soviel Zeit. Hätte sie sich soviel Zeit genommen wie bei der Ueberwachung vom kleinen Kahn, wäre es nicht zu einer Anstellung von Kahn gekommen. 250’000’000.– SFR für 2 Personen, welche kaum was wirklich außerordentliches bewirkt haben, schmerzt nicht nur jeden Aktionär, auch 90 Prozent der Angestellten und auch jetzt die noch loyalen Kunden. Geschweige würde man noch die Bussen dazuzählen. m Dann noch der Verkauf von etlichen Immobilien, welche Handlungen doch auch ein grosses Fragezeichen verdienen würden! Lassen wir das und hoffen auf vernünftige Zeiten. Schickt doch alle grossen Kunden nach Nevada, Montana, Delavare oder Florida, dann bestehen keine regulatorischen Gefahren mehr. Dieses heiße Eisen wagte ja die europäische Politik auch nie auf den Tisch bei den juristischen Verhandlungen mit den USA in die Waagschale legen.

    • Wir haben mit den USA das viel schlechtere FATCA Abkommen als dasjenige der
      der EU mit den USA. Dies sollten sich mal alle EU-Gegner und Amerika-Bewunderer ins Stammbuch schreiben. Aber weiterhin investieren die UBS und CS in den USA, wo sie weiterhin Geld verlochen und die dortigen Manager
      bewundern, aber auch fürchten, obwohl sie hoch bezahlt sind und nichts bringen. Aber eben, die Golfplätze in den USA sind so schön und man kann dort in den erlauchtesten Kreis seine Runden drehen.

    • Und was ist mit denen die in Fonds, Investmentgesellschaften, ETF’s, … investiert sind, wie stimmen die ab?

    • De facto sind es die PK-Verwalter, die mit kleinen Geschenken bei der Stange gehalten werden für ihre Depotstimmen!!! Siehe auch Beitrag von R. Zeier vom 9.2.2020

    • Ich glaube da liegt der Punkt. Aber nicht die Kleinaktionäre, sondern die institutionellen Anleger. Was bekommen die für diesen groben Unfug?

  43. Frech-schamlos, was sich die beiden Versager Kielholz und Rohner leisten!
    Sie führen und kassieren wie in einer Bananen-Republik.
    Gibt es immer noch Claqeure und Schleimer, die den beiden in der Kronenhalle zu-hecheln? Oder gibt es Leute mit Rückgrat – die sie mit laut hörbaren Verachtung strafen?

    • Unfassbar – Schockiert – Wut – über diese Zustände bei CS.

      Sie haben nie aus der Finanzkrise und den sonstigen CS Krisen irgendetwas gelernt.

      CS ist eine Krisen- und Skandalanstalt ohne Ende.

    • Was heisst hier Frech-Schamlos: ein alter Professor
      der Psychiatrie in Verona IT war schon immer der Meinung , dass 80% der Menschen nicht normal sind.

      Matto ist überall , vor allem auf den Hochetagen der
      Grossfirmen!

  44. Ueberall grasiert die heute nur Sparwut bei den Banken, Versicherungen, Detailhandel (Globus, Migros), bei den Gemeinden,Bund, Schulen, Spitälern eigentlich egal wo.

    Aber der Grund ist überall eigentlich deselbe.
    Ein völlig überdimensionierter unproduktiver ohne direkte Wertschöpfung agierender überbezahlter Overhead zu Deutsch Wasserkopf. Dazu kommen noch eine Unzahl völlig unnötiger Stabsfunktionen. Entschuldigung keiner ist mehr als
    effektiv CHF 500’000.00 wert.

    • Genau so ist es. Ein Heer von Akademikern und sonstigen Altklugen bevölkern diesen Wasserkopf. Liefern eigentlich keinen wirklichen Deckungsbeitrag ans effektive Ergebnis bzw. fahren eher das Ganze noch an die Wand. Ihr eigener (Ein-)Deckungsgrad muss nur stimmen der Rest ist ihnen scheissegal.

      Der Bund bläht seinen Beamten-Apparat auch weiter auf.
      Das kostet. Und wer bezahlt das alles? Das Volk. Glaube kaum, dass Monsieur Thiam seine 30 Mio. noch in der Schweiz versteuern wird.

      Auch auf diese Art kann man die Beschäftigung im Land erhöhen.

  45. Jeder VR-Präsident einer Grossbank, der die Boni massiv beschränken will, begeht genauso Selbstmord, wie jeder Politiker, der die Steuern massiv erhöhen will.

    • @antrophos. sie scheinen ein auslaufmodell zu sein, haben die zeichen der zeit nicht erkannt. seien sie nicht erstaunt wenn sie sich eines tages auf der strasse sitzens wiederfinden und sich die augen erstaunt reiben… weil sie meinen je mehr verluste desto höhere boni

  46. … dieser angelsächsische Bonus-Wahnsinn endet erst, wenn die Bank wieder in Schweizer Händen ist.
    Dies ist jedoch in Zeiten der Globalisierung keine realistische Option mehr. Oder doch???…
    Oder gibt es dann keine Fachkräfte mehr???

  47. Abzockerei wird diese ungerechtfertigte Bereicherung meist leichtfertig genannt. Zocken kommt vom Spielen und erscheint deshalb relativ harmlos. Ich empfinde die Zahlungen über 1 Mio pa. an Manager und VRP’s allerdings als Diebstahl an den Eigentümern (hier vor allem an den Versicherten von Pensionskassen). Gehilfenschaft und Beihilfe zum Diebstahl leisten die Verwaltungsräte und Aktionäre der geschröpften Firmen. Solche Entscheidungsträger und Schröpfer gehören geächtet.

  48. Dieses Geschäft mit den CEO’s ist für die Vermittler ein gutes Geschäft. Für die Aktionäre meist ein schlechtes. Viel Vetterliwirtschaft wird da betrieben.

  49. Die Gehälter sind nicht das Problem. Wir sind das Problem. Denn wir fördern diese Dekadenz ohne dass wir es wollen.

    Ganze Jahrzehnte lassen wir uns vom Glauben an den Aufstieg verführen. Jeder kann es schaffen. Man braucht nur fleissig und willig als Rädchen im Getriebe zu funktionieren. Die Frustgesicherter am Montagmorgen in den Strassenbahnen zeugen von Resignation. Zur Elite gehört, wer nur schon arbeitet bei der Bank, so sagte man mir schon als Kind. Die Banken hatten es leicht. Sie konnten wählen unter den Besten. Doch auch von der Industrie und Gewerbe wurden wir als Kinder tagtäglich mit dem „Geschmack von Welt und Stil“ konfrontiert. Eine glanzvolle Karriere war das Ziel. Ob Superstar, Spitzenkraft oder Verwaltungsrat. Alles möglich.

    Wir haben uns verkauft an Firmen und Konzerne. Schon ganz jung, von klein auf darauf getrimmt. Sind nicht besser wie Nutten auf der Strasse. Gutbezahlt vielleicht, doch gefangen im System. Der Speichellecker im Büro nebenan regt uns auf, ebenso wie die Millionengehälter. Doch sind wir besser? Ohne Wimperzucken würden wir die Millionen nehmen.

    Wir haben uns verführen lassen in all den Jahren. Du bist dabei wenn du das Spiel mitspielst. Die Wirtschaft kurbelt kräftig, damit wir konsumieren. Denn Konsum lässt uns im Glauben etwas Wert zu sein. Und nur wer etwas besitzt, der ist was wert. So wurde es uns eingetrichtert. Auf der Strasse fährt die Unterklasse Oberklasse. Kredit und Leasing macht es möglich. Den Wagen nicht bezahlt, wen interessiert das schon. Mehr Schein als Sein. Die wenigen die nach oben kommen, die zocken ab, was der Markt hergibt. Wir reisen in der Welt herum und nerven uns über Klimakritiker und Greta die zu Beginn nur auf dem Boden sass.

    Vielleicht sollten auch wir einmal nur auf dem Boden sitzen und nichts tun. Uns überlegen ob wir glücklich sind in dem was wir tun und wie wir es tun. Beginnen mit der Verwirklichung unserer Träume. Auch wenn es hart ist ohne Geld. Keiner würde hier auf der Strasse landen. Nicht in der Schweiz. Eine Gesellschaft lässt sich nicht so einfach ändern. Doch nur wenn wir in uns gehen und nicht mehr gieren nach Geld, Konsum und Macht können wir wieder mit Stolz in den Spiegel schauen. Der Ärger über Gehälter fällt weg. Eine Nutte verkauft sich nur so lange, wie sie Geld zum Leben braucht. Wir verkaufen uns für den Schein von Wohlbefinden und Zugehörigkeit aber fühlen uns beschissen und verarscht. Für Abzocker wird es eine Niederlage sein, wenn sie merken, dass wir nicht mehr käuflich sind.

    • Wow!! Ich unterschreibe das…Das gibt mir auch Hoffnungen für diese verkaufte „Nation“…..

  50. Dss wäre Sache der Finma = Bankenkommission den CS – Laden zu kontrollieren und solche „Schweigegelder“ zu stoppen.
    Die Bank wird von innen ausgehöhlt! Zeit, dass die Regierung einschreitet! TT soll seine „Einnahmen“ sofort zurückzahlen!

  51. Das ist eine Frage der Angemessenheit und der Ethik.
    Es wir niemand gezwungen, mit dieser Bank zu arbeiten oder deren Aktien zu halten.
    Ich hoffe, die Steuern werden korrekt abgerechnet.

    • Voll und ganz korrekt werden die Steuern bezahlt, so wie unsere Politik wieder beschlossen hat, dass Bussen als steuermildernder Aufwand über mehrere Jahre zu diskontieren sind und damit zu neutralisieren sind.
      So. Jetzt muss ich aber los, meine Verkehrsbusse begleichen, wegen der ich sogar meine C Bewilligung verlieren kann.

  52. Doughan war ein schlechter CEO, Thiam eine Katastrophe, die Vergütungen eine Frechheit. Alles in allem ein Skandal und ein Hohn gegenüber allen tüchtigen Mitarbeitern in tieferen Chargen, die für diese Manager, die kein Risiko eingehen, den Kopf hinhalten müssen. Diese Politik muss dringend ändern. Ich bin überzeugt, dass nur eine vernünftige Vergütung kompetente, ethisch und moralisch einwandfreie Leute anzieht; Pfeiffen und Raubritter auf dem CEO Stuhl hatten wir genug. Wem das nicht passt, soll eine andere Betätigung suchen.

    • Ethik und Moral sind für viele VRPs, VRs, CEOs, GMDs und MDs Fremdwörter. Und dies leider schon seit Jahren. Es wird fröhlich abserviert und wenn die Kostenschere aufgeht, dann schickt man halt ganz einfach ein paar Mitarbeitende in den unteren Rängen in die Wüste und sichert sich den Bonus.

  53. Wo kann man sich bewerben? Ich würde diesen Job auch mit einem Abschlag von 10 % beim Gehalt machen. Der Laden läuft dank der aufopfernden Mitarbeitenden ohnehin problemlos. Meine globalen Beziehungen würde ich der Bank dann sogar kostenlos zur Verfügung stellen :-). Nein, Spass beiseite:

    Nein ehrlich, der neue CEO Thomas Gottstein hat es in der Hand. Es freut mich ausserordentlich, dass ein Bankprofi mit Schweizer Nationalität, langjähriger und breiter Bankerfahrung, einer soliden universitären Ausbildung und der notwendigen Seniorität die Führung übernimmt. Dies könnte zu einem Modell für andere Banken werden. Die Bank dürfte sich wieder zu einem ernst zu nehmenden Mitbewerber entwickeln.

  54. Und nicht zu vergessen der Müli, alle teuer geholt und noch teurer spediert, da hat die CS ein super Händchen. Und mich würde es nicht wundern wenn der Müli noch Heute kassiert via so einem windigen Beratervertrag ?

  55. Warum nur das alles? Als ob es noch weiterer Fälle bedurft hätte, um zu beweisen, dass mit Unsummen von Geld eben nicht die Besten angelockt werden, wie es gewisse Wirtschaftskreise kolportieren. Stattdessen kommen natürlich nur die Raffgierigsten.

  56. Die CS ist eine Provinzbank mit einem Grössenwahnsinnigen Management. Die spielen dem ganzen Tag Big Business wie sie es Wolf of Wallstreet kennen. Beendet den Wahnsinn.

  57. Genug ist genug!

    Dem sollte endlich und endgültig ein Ende gemacht werden! Jeder und jede, die ein Konto bei solch einer Bank unterhält, hat es in der Hand, diesem Treiben ein Ende zu machen. Wenn sich die Kundeneinlagen oben rechts in einer jeden Bankbilanz reduzieren respektive im besten Fall komplett abfliessen, dann werden die Köpfe auf der Kommandobrücke nicht nur dunkelrot, nein, sie werden platzen. Denn ohne Kundeneinlagen verliert eine jede Bank ihre Daseinsberechtigung! Ich glaube, dies haben die Herren Verwaltungsräte und die Operative Führung vergessen.

    Die kleinen Sparer/Anleger und ‚Krampfer‘ dieser Nation haben es selbst in der Hand, ob sie diesem Treiben tatenlos weiterhin zuschauen oder die Faust im Sack machen, einmal tief Luft holen, zum Bankschalter gehen und ihre Bankverbindung auflösen. Wie heisst es doch so schön „In der Gruppe sind wir stark“.

    Nur wenn genug Druck von ausserhalb entsteht, in Form von Reduzierung der Kundeneinlagen in der Bankbilanz oben rechts, hören einerseits diese ‚lächerlichen‘ spekulativen Geschäfte auf und andererseits kommen diese Schönwetterkapitäne zur Vernunft. Die Banken hätten einen klaren volkswirtschaftlichen Auftrag. Dieser lautet nicht Gewinnmaximierung und maximale Abschöpfung zu Gunsten einzelner Individuen!

    Des Weiteren sollte der Verwaltungsrat ausschliesslich in Aktien ausbezahlt, welche für 3 Jahre gesperrt werden (Stichwort: nachhaltige Geschäftsentwicklung).

    Was die Operative Führung betrifft, sollte max. 40% in Form eines regulären Salärs (genug zum Leben) und der Rest in Form analog des Verwaltungsrates ausbezahlt werden (nachhaltige Geschäftsentwicklung).

    Nur so kann dem Treiben für ein und alle Mal ein Ende gemacht werden!

  58. Wenn man als Kunde heute noch mit Credit Suisse arbeitet muss man sich in Grund und Boden schämen.

    Die DNA dieser CS ist offensichtlich ungesund und völlig unschweizerisch.

    ca. 85 Prozent der Aktien sind in ausländischen Händen.

    • Na ja, lieber Otto Bruderer, Sie haben sich bei Wegelin ja auch nicht mit Ruhm bekleckert…

  59. in 9 jahren hat rohner sich und ein paar leute reich gemacht. das ist das einzige
    was er kann.
    9 jahre verschwendet.
    der mann der während der schwierigsten
    zeit die die cs in der finanzkrise je hatte,
    zeit und mu

  60. Die CS geht in die Jahrhundertgeschichte ein: Die teuersten CEOs und der schlechteste Aktienkurs. Unser Motto: Wir bleiben dran!

  61. Verantwortung für diese absurden Löhne und Entschädigungen trägt der Verwaltungsrat.

    Gewählt wird dieser Verwaltungsrat von den Aktionären – genauer gesagt von den Grossaktionären (meistens ausländische Grossaktionäre). Diese stimmen ab im Sinne des Verwaltungsrates.

    Das ist eine Zweckentfremdung des Stimmrechts und muss nun endlich verboten werden.

    Dass dieser Missbrauch möglich ist, liegt in einem verfehlten Aktienrecht.

    Bereits die Einführung von Stimmrechts-beschränkten, vinkulierten Namenaktien – wie früher – oder bei der Basler Grosschemie – würde das Problem lösen.

    Letztlich tragen also wir Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Verantwortung für diese Missbräuche bei den Grossbanken.

    Es macht keinen Sinn, hier immer zu jammern und aufzuzählen, wie viel die höchsten Manager bei den Grossbanken verdienen.

    Es liegt an den Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, diesem Treiben nun endlich an der Urne Einhalt zu gebieten.

    Vor sieben Jahren lancierte ich eine Volksinitiative „Pensionskassenstimmen nicht missbrauchen“. Leider erhielt ich von keiner Partei Unterstützung. Da kocht jede ihr eigenes Süpplein.

    Also unternehmen wir Schweizerinnen und Schweizer nun endlich einmal etwas Konkretes gegen diese Missbräuche oder wir lassen es bleiben – und müssen dann aber auch nicht mehr immer jammern.

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Meyer

      Sie tun wenigstens etwas und gehören damit zu einer Minderheit von vielleicht 1% oder weniger.

      Andererseits wollten Sie auch für die SR-Wahl unabhängig bleiben und nicht bei DU-Bern.ch mitmachen, was ich verstehen kann.

      Aber was ist die Lösung?

      Im Moment scheint nur Abwarten möglich bis es noch weiter kracht und dann muss man schauen, ob aus den Trümmern etwas Besseres entsteht.

      Sofern Sie eine bessere Idee haben, bitte melden!

      Das Potential wäre durchaus da, wenn sich die verabschiedeten Banker zusammentäten.

      Leider kenne ich persönlich nicht so viele davon.

    • Vergessen Sie nicht, dass es sich bei den beiden Grossbanken um privatrechtliche Firmen handelt und nicht um staatlich geführte Banken. Somit können nur die Aktionäre, denn denen gehört die Bank, etwas gegen die Abzockermentalität etwas unternehmen. Vinkulierung von Namenaktien hilft dagegen rein gar nichts, da ja die jeweilige Bankführung entscheidet wer als Aktionär aufgenommen wird, ua. dient die Vinkulierung auch zur Abwehr einer Uebernahme einer Firma durch Aussenstehende. Besser wäre es, wenn man es so gestalten könnte: ein Aktionär = eine Stimme. So hätten auch die Kleinaktionäre eine Chance und nicht nur die Hedgefonds.

    • Lieber Herr Marthe

      Danke.

      Denken Sie, es hätte etwas gebracht, für Du-Bern.ch kandidiert hätte?

      Sorry, wenn ich etwas vermasselt habe.

      Bitte belehren Sie mich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @peperoni

      Vielen Dank.

      Vielen Dank für Ihren Input. Ich bin Oekonom und nicht Jurist und lerne gerne dazu.

      Das Ganze sollte einmal zu Boden diskutiert werden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Mit Ihrer Kritik an der SNB stellen Sie sozusagen das Erfolgsmodell „Schweiz“ in Frage.

      90% der Bevölkerung lebt aber sehr gut damit und dies will man nicht ändern. Menschlich verständlich.

      Vorsorge zu treffen aus einer Komfortsituation wäre zwar sinnvoll, müsste aber in der Gesellschaft breit abgestützt werden.

      Hier fehlen mir eindeutig Persönlichkeiten, die das glaubwürdig vermitteln könnten.

      Ich kenne etliche Personen in hohen Positionen und die ich für intelligent halte, die aber genau nichs verändern möchten.

      Auf der anderen Seite sehen viele auch deutlich Probleme.

      Ich habe nicht wirklich eine gute Strategie.

      Für eine Veränderung benötigt man viele Personen.

      Geld könnte hilfreich oder auch schädlich sein.

      Ich persönlich versuche mein Netzwerk auszubauen und erst sobald hier eine Wirksamkeit möglich erscheint, kann man eine Umsetzung ins Auge fassen.

      Davon bin ich weit entfernt, so dass mir aktuell nur der familiäre Rahmen zum Handeln bleibt.

      Wenn Sie es wünschen, stelle ich Ihnen mein privates Adressbuch für ein politisches oder auch wirtschaftliches Projekt zur Verfügung, welches ich erstens für sinnvoll halte, zweitens erfolgreich sein muss und drittens nicht viel Arbeit bei meinen Kontakten verursachen darf.

      Wenn Sie eine Empfehlung von mir annehmen wollen, dann würde ich an Ihrer Stelle nicht immer die Buchungsproblematik gebetsmühlenartig wiederholen.

      Für regelmässige IP-Leser wirkt das etwas seltsam bemühend, um es vorsichtig zu formulieren, auch wenn Ihnen sehr viele in diesem Forum wohlgesonnen sind.

  62. Reine Profitmacher, wo ist das Problem ?
    Dazu wurden diese Gelder normal versteuert !
    Wieviel würden sie Herrn XY geben, um eine Bank wie CS zu verwalten ? PTT ist ein Beispiel ?
    Das Fehler liegt nicht im Betrag, sondern in der Zahlkondition: gesperrte Aktien (10J) wäre eine Möglichkeit, no cash !

  63. Da sollte doch der Wettbewerb voll greifen!

    Eine Bankgründung benötigt vielleicht 10 Mio CHF, aber vor allem ehrliche Kunden & ehrliche Mitarbeiter.

    Da herrscht echter Mangel und wäre eine Marktlücke!

  64. Immer eine Frage des Bewertungsmassstabes.

    In % der Anzahl Powerpoint-Folien?
    In % des EBIT‘s?
    In % der VR-Entschädigungen?
    In % Wertschöpfung der Grossbanken?
    In % des Schweizer BIP‘s?

    Das Geld ist da. Wem‘s nicht passt, soll seinen Neid hinterfragen und sich nicht immer bei jeder Lohndebatte kleingeistig aufregen.

  65. So lange unsere Aktionäre nicht endlich erwachen und diesen Wahnsinn an der GV nicht endlich stoppen wird sich nichts ändern!
    Wieso soll der VR etwas ändern, denn diesbezüglich „Sparmassnahmen“ könnten ja auch sie persönlich treffen!

  66. Weshalb traut man Gottstein einen solchen Schritt zu? Er war doch in seiner bisherigen Position ebenfalls ein Günstling dieses Systems und damit mehrfacher Einkommensmillionär.

    • Man hatte keine andere Lösung. Warner, Shitang und wie sie alle heissen sind noch unbrauchbarer für den Topjob.

      Gottstein ist eine Notlösung welche bald entsorgt wird, spätestens nach dem Abgang von UR.

      Zusätzlich hat er sich mit seinem Glencore-Börsengang wohl reputationsmässig ein Ei gelegt. Die CS natürlich auch. Sie demonstriert damit dass sie sich weiterhin gerne im Umfeld von fragwürdigen Gesellschaften bewegt. Ich warte nur auf die nächste Klagewelle bezüglich Rohstoffgesellschaftenfinanzierungen.Dreyfuss lässt grüssen.

      Der VR hat keine Strategie und das ist deckungsgleich mit Gottstein. Arme CS

  67. Der Wahnsinn endet erst, wenn die Rechtschaffenen aufstehen und kollektiv die Arbeit niederlegen.

    Solange Feigheit und Duckmäusertum vorherrschen, werden die Schamlosen weitermachen.

    So einfach wäre es.

    So simpel ist es.

    • Und …

      … haben Sie das schon gemacht?

      Es ist eben unglaublich schwer auch nur irgendeine zweite Person zu finden, die dasselbe tun möchte wie man selbst.

      Und zwei reichen ja nicht wirklich.

  68. Haben wir nicht einmal über die Abzocker-Initiative abgestimmt? War wohl alles nur ein Witz und der Stimmbürger ist wieder einmal mehr vera….. worden.

    • Immerhin wurde Herr Minder dank dieser Initiative Ständerat. Das war dann wohl alles, was die Initiative bewirkt hat.

  69. Mittels 2 Kapitalerhöhungen unter CEO Thiam und VRP Rohner, die zu einer enormen Verwässerung und einer Halbierung der Dividende führten haben die Aktionäre die CS gerettet und auf eine solidere Basis gestellt. Als Dank dafür haben diese Herren inkl. Topmanagement Vergütungen / Boni abkassiert, die in einem krassen Missverhältnis zu den erwirtschafteten Erträgen standen. Die Aktionäre verloren in dieser Zeit (Amtsantritt Thiam) über 50%, das ist nicht korrekt gegenüber den Geldgeber und muss rasch geändert werden. VRP Rohner hat wie auch andere Topbanker (Ermotti, Weber) rein gar nichts aus der Finanzkrise gelernt, die Aktionäre tragen weiterhin die Risiken und die Führungsorgane kassieren als Angestellte ohne unternehmerisches Flair & Verantwortung gnadenlos ab. Solche Führungsorgane sind für mich schon lange nicht mehr tragbar, wann wachen die Aktionäre endlich auf?

    • Wenns nicht um die „too big to fail“ Problematik ginge und die angenommene Mingerinitiative auch im Geiste befolgt würden, wäre es mir nicht so wichtig. Dazu kommt auch, dass mit dem immer grösseren Unterschied zwischen Durchschnittslohn und solchen Vergütungen (nicht nur bei Banken) der soziale Frieden plötzlich auch in der Schweiz wackelt. Das wäre dann wirklich der grösste anzunehmende Schaden für das Land.
      Die Aktionäre haben es in der Hand, schon lange: Décharge verweigern, Vergütungsbericht ablehnen und einen VR wählen, der dies berücksichtigt. Aber: die wollen nicht und lassen sich lieber von VR und GL über den Tisch ziehen oder kochen ein eigenes Süppchen.
      Dann halt die ketzerische Frage: brauchen wir eine solche Firma(en) überhaupt?

    • Wie kreuzdumm sind eigentlich die Schweizer, dass Sie Ihre guten Firmen alle an die ausländischen Investoren verkaufen.

      Die kommen dann mit ausländischen Söldner Managern und die Schweizer vergolden Ihnen noch die Nase obendrauf.

      Schlimmer geht es nicht.

  70. Von mir aus hätte man auch einfach die CS abwickeln können und dem TGI gleich alles ausbezahlen was noch übrig war…

  71. Ich empöre mich ja auch ganz gerne, aber 90 Mio stimmt einfach nicht! Wäre es zuviel verlangt, wenn IP zuerst etwas Analyse betreibt, bevor die Sau durchs Dorf getrieben wird?

    • Die 72m aus dem Tagi stimmen ziemlich exakt. Das ist tatsächlich viel. Aber 72 über 6 Jahre (2015 bis und mit Kündigungsfrist 2020) sind 12m pro Jahr und DAS wissen wir schon lange. Es könnte auch deutlich weniger sein, wenn die Aktie weiter dümpelt. Es könnte etwas mehr werden, wenn die CS jetzt einen Run hinlegt. Aber im 2. Fall hätte Thiam auch die richtigen Weichen gestellt. Empörend wären dann eher Fälle wie AO bei der andern grossen Bank.

  72. Fragt sich wer perveser ist. Der,der es nimmt oder der, der es gibt. Ist so eine Beziehung, die Hure und der Freier.

    • Was wäre wenn der Freier die Hure ist und die Hure der Freier? Am Schluss gibt doch nur Huren die denken sie seien Freier.

  73. Es ist einfach unglaublich. Warum stellen die Hauptaktionäre an der GV nicht einen Antrag, dass dies au
    Auch sollte jeder vom Kader dem ein Verschulden nachgewiesen werden kann. (bei Bussen) der Bonus Rückwirkend entzogen werden

    • Sie sprechen eines der großen Probleme an. Grossinvestoren (Pensionskassen, Hedge Funds, Banken, Fondsgesellschaften, Versicherungsunternehmen, der Staat etc.) interessiert es ziemlich wenig, was da geschieht. Es geht ja nicht um deren Geld. Ich möchte nicht wissen, was uns diese ‘schwarzen Löcher’ volkswirtschaftlich kosten. Die Kleinaktionäre sind leider zu schwach, um ein Umdenken zu bewirken.

      Es sei denn, dass dank der Digitalisierung auch die Steuerzahler, Versicherten, Bankkunden, Fondskunden, etc. wieder direkt Einfluss auf ihre indirekten Beteiligungen und Investments nehmen können. Träume ich nur, oder sind wir bereits auf dem Weg in diese digitale Welt?!

    • Ganz einfach, weil die Grossaktionäre nicht das kleine Fussvolk, sondern eben die grossen Ausländischen, die hinter TT standen, sind.
      Ganz einfach darum. Die kleinen CH-Aktionäre haben nichts zu melden. Es sind die UAE und andere, welche entweder hinter Rohner oder TT stehen/standen, die das Sagen haben. Wohl keine Ahnung über das CS-Konstrukt, wie?

  74. Der Wahnsinn hat sich aber fortgesetzt bei den Beamten, Funktionären des Staats auf allen Stufen.Das wird konsequent ignoriert.So verdienen jetzt nutzlose Funktionäre in Bern rund 20% mehr als Angestellte und Kader in der wertschö-pfenden Wirtschaft.Und sie erhöhen sich Saläre und andere Pfründen selbst.Ganz einfach mit gefälschten Qualifikatonen.So kann man fast 5% mehr verdienen, während andere am Daumen saugen.Uebrigens, was wenige wissen, an verfügbarer Kaufkraft bleiben dem Steuerzahler bei Fr. 100’000 Bruttoeinkommen Fr. 20’000 mehr in Liechtenstein als in der Schweiz.

  75. wann endet der wahnsinn?….welch naiv abgegriffene fragestellung…

    solange das volk im schnitt schneller verblödet als neusklaven
    eingeschleusst werden geht dies in diesem o_ton weiter,
    erst mit dem bigbang wird die ewig ersehnte reinigung eintreten.

    das selbe gilt überigens für die systemfinanzierten dummhaltemedien, die mit ihrem dückmäusejournalismus eigentlich die hauptschuld an diesen menschenverachtenden fehlentwicklungen sind…soviel steht schonmal fest.

  76. Feudalsystem! Mit Leistung nichts zu tun, bei CS und UBS sogar umgekehrt proportional. Die Schweizer Basis liefert den stabilen Cash flow, welcher im Ausland für strategische Abenteuer verpulvert wird. Die Angelsachsen, Franzosen, Deutsche kommen in die Schweiz oder zur CS/UBS weltweit, kassieren ab, gehen wieder nach Hause und lachen sich den Buckel voll ob so viel Dummheit der Schweizer. Beispiel: UBS erklärte kürzlich, sie wolle 20 MD in den USA einstellen, um im IB zu wachsen. Was werden das für MD’s sein? 2./3. Garnitur der US Banken ggw. Ohne Job, oder nur mit Geld gelockt. So kann nichts entstehen. Und: Der Aktionär hat nichts zu sagen, er ist nicht organsiert als Gruppe, das Depotstimmrecht wird ausgenutzt, um sich die Taschen zu füllen. UBS und CS sind „doomed“, wenn Sie nicht radikal umbauen und wieder zu „guten Bürgern“ werden. Die Kultur wird weiter verfallen, und mit Ihnen die Bank. Schade! Die klassischen CH Qualitäten: Genauigkeit, Fleiss, Bescheidenheit und Innovation wären so hoch angesehen weltweit. Aber wenn man glaubt, jemand anderes sein zu wollen…

    • @Schwiizer-Bünzli
      Wie Sie die aktuelle „Banken-Kultur“ bei UBS und CS beschreiben, genau so ist es und es wird in diesem Stil weitergehen! Ich kann Ihrer Meinung nur beipflichten.

    • Vergleichbar ist es mit einem Casino am Roulett Tisch. Der Unterschied ist nur, dass die “ Gäste“ um den Tisch aus Verwaltungsrat und dem Management besteht, welche auch die Bank präsentieren. Bekanntlich gewinnt die Bank immer sofern man nicht endlich die “ Gästeliste“ aufteilt. Es ist mühselig ständig die gleichen Machenschaften mit zuerleben, ohne das Grossaktionäre wie SUVA oderAHV etc.keine Einsprache erheben. Die Letzten 30 Jahre ein Trauerspiel sondergleichen und es geht weiter in diesem Sumpf!!

  77. Unglaublich! Abkassiert obwohl seit 2009 gewaltig Wert vernichtet wurde und die Kapitalkosten nie verdient worden sind. Die Verantwortung trägt Rohner. Er weiss schon warum er den Löwenenteil der Boni jeweils in Cash bezogen hat. Ownership kennen die Herren am Paradeplatz nicht! Und die ausländischen Grossaktionäre, auch Fondsmanager aus Uebersee, scheinen auch nichts vom Geschäft zu verstehen. In eine derartige Geldvernichtungsmaschine investieren nur Verrückte!

  78. Als Werbeagentur der CS Schweiz haben wir nie solche dicken Boni für top Leistungen erhalten.

    Wir haben wenigstens Leistung für die Bank erbracht aber man wollte überall nur sparen bei uns.

    So bleibt für die Chefs viel mehr. Ein Selbstbedienungsladen, wie es kaum einen zweiten in der Schweiz gibt. Rohner machts möglich.

  79. CS soll Verstaatlicht werden – so geht es wirklich nicht mehr weiter mit dieser unsäglichen systemrelevanten Bank.

    • Wird die CS verstaatlicht, werden die gierigen Banker durch ebenso gierige Politiker ersetzt. Ob das im Interesse der Bank, der Kunden, und der Schweizer Wirtschaft im allgemeinen ist, bleibe dahingestellt.

    • @rominger, und alle die „liken“ wieso soll ein risiko verstaatlicht werden? was sind sie den für einer?

  80. Wachstum bei WertAbschöpfern, Wachstum bei Negativmeldungen, nur die Aktie dümpelt vor sich hin. Bringt nun endlich und dringlichst wieder Ruhe und Stabilität intern und extern ein und es funktioniert! Nicht labern, handeln!