Coronavirus, Zentralbanken und Wertschriftenmärkte

Notenbank-Bürokraten gebärden sich als Masters of the Universe. Dabei drucken sie einfach Geld – und gefährden die Welt.

Die Zentralbanken haben die Preisbildung an den Finanzmärkten zur Chefsache erklärt und mit vollen Händen Geld in den Markt geschmissen, auf dass sich auch ja eine „Brave new world“ einstellen möge, in der Preise rein gar nichts mehr zu tun haben mit dem, was diese Preise bestimmen sollten.

Dabei ragt besonders der glücklose Fed-Chef seit seiner Amtseinführung im 2017 heraus. Sein Beispiel zeigt überdeutlich auf, dass da ganz grundsätzliche Fragen über die Rolle der Zentralbanken gestellt werden müssten.

Diese Leute verstehen ihre Rolle wohl falsch. Sie sind nicht Masters of the Universe, nein, sie sind Bürokraten und haben ganz gefährliche Steuerungselemente in ihren Händen. Sie können nämlich nach Belieben „Geld drucken“. Und das hat Folgen.

Eine der Folgen ist eine besonders perverse: je grösser das Risiko einer Geldanlage, desto tiefer die Entschädigung für dessen Risiko. Im breiten Publikum versteht kaum jemand diesen Zusammenhang.

Schulden wurden in Wertpapiere verbrieft und auf Märkten handelbar gemacht. Damit sind Schulden ganz grundsätzlich geldnahe geworden – und in einer Welt ohne Grenzen als Folge der uneingeschränkten Mobilität durch die Globalisierung können sie in jedem Moment zu ihrem Marktwert „eingetauscht“ werden: gegen Ferraris, Fremdwährung, Kreuzfahrten, Wohnungskäufen, Kriegsführung, neue Autobahnen, Festivals.

Entscheidend dabei ist der Tauschwert dieser Schulden, das heisst der Marktpreis, weil ein immer grösserer Teil dieser Schulden von Spekulanten zu Nullkosten erstanden und gehalten werden (können) – den Zentralbanken sei es gedankt.

Die Bemühungen der Zentralbanken konzentrierten sich also darauf, diesen Marktpreis künstlich durch „Gelddrucken“ hochzuhalten. Sie versprachen sich dabei, dass so das strukturell rückläufige Wirtschaftswachstum beflügelt würde.

Das ist auch geschehen.

In der Folge und seit über 10 Jahren ist ein Drittel aller Unternehmen in Europa, den USA und wohl auch in Japan in dieser „Brave new world“ zu einem so genannten Zombie geworden und müsste seine Tore schliessen, wenn die Kapitalkosten (für die Refinanzierung der zu grossen und unbezahlbaren Schulden) steigen und das Solvenzrisiko abbilden würden.

Ähnliches kann auch von öffentlich-rechtlichen Schulden angenommen werden. Das wissen natürlich die Zentralbanken.

Sie wissen auch, dass nur schon die Erneuerung dieser Schulden bei Verfall unmöglich würde bei etwas anderem als der aktuellen Zinsstruktur.

Sie sind die heutigen „Lausbuben“, die einst mit Nitroglycerin spielten und ums Risiko wussten. Das Kartenhaus der Zentralbanker würde sofort zusammenfallen – mit ungemütlichen Folgen, sobald sich etwas am aktuellen Dispositiv ändern sollte.

Sie sind die Gefangenen ihrer Schöpfungen geworden und haben schrecklich Angst. Als die Nummer 2 des amerikanischen Fed auf diesen Zusammenhang angesprochen wurde, verweigerte Richard Clarida am Freitag jede Antwort auf diese Frage.

Was heisst Gefangene ihrer Schöpfungen? Die Märkte brauchen ständig mehr Kokain (sinkender Grenznutzen), um ihren Papierreichtum nicht in „wahres Geld“ umzuwandeln. Auch das wissen die Zentralbanken-Bürokraten ganz genau.

Ohne Koks würden die Zinsen für bestimmte Risiken sehr schnell ansteigen und über „Knock-on“ Effekte, wie wir sie ja auch aus dem Klimawandel kennen, in Kürze einen Flächenbrand auslösen.

Darum wohl halten sie Hof mit ungezählten „Ökonomen“; um den Puls der Wirtschaft praktisch im Minutentakt zu nehmen und um ja „vorbereitet“ zu sein auf die kleinsten Anzeichen von Veränderung (will heissen: mehr „Geld zu drucken“).

Ja. Sie haben Angst. Dabei erzählen sie die haarsträubendsten Geschichten und manipulieren die Zahlen, dort wo diese Ungemach versprechen mögen.

So kommen die USA auf die tiefste Arbeitslosigkeit, obwohl rund 104 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten im Alter von 16 bis 64 Jahren (von einem Total von 240 Millionen) kein regelmässiges Lohneinkommen haben; dies bei einer Messmethode, bei jeder, der 1 Stunde pro Monat arbeitet, als beschäftigt registriert wird.

Globale Arbitrage der Lohnkosten (Auslagerung in Billiglohnländer) haben den Kostendruck durch steigende Löhne weltweit stark vermindert, und die Zentralbanken nutzen diesen Zusammenhang, um ihre Politik der 2% jährliche Inflation zu rechtfertigen.

Wie wenn wir zu wenig Inflation hätten.

Natürlich geht es diesen Jokers nicht um den Lebenskosten-Index, sondern um das Preisrisiko der völlig unsinnig überbewerteten Wertpapiere.

Welch eine Schizophrenie, sind es doch gerade diese Zentralbanken, die als Einziges genau diese Überbewertung anstreben. Verlogener und einfältiger geht es wohl nimmer.

Eine der Folgen sind steigende Preise in den Risikomärkten, insbesondere bei allen gehandelten Aktien. Das wiederum dient kleptokratischen Managern, die sich ihre Taschen mit Kaufrechten füllen, die ihnen bei steigenden Aktienkursen und nach einer Halteperiode ausbezahlt werden.

Dazu haben sie in den letzten 9 Jahren weltweit rund 10’000 Milliarden US-Dollar an Aktienkapital vernichtet. Sie halfen den Zentralbanken, indem sie das Total der im Markt gehandelten Aktien verminderten – in der Hoffnung auf steigende Preise.

Die Solvenz dieser Unternehmen hat sich durch die Rückkäufe eigener Aktien radikal verschlechtert. In einer globalen Nachfrage-Krise wird dies das Aus sein für viele von ihnen.

Das Manöver der Corporate-Kleptokratie war erst durch die abenteuerliche Politik der Zentralbanken ermöglicht worden. Die Aktienkapital-Vernichtung passiert stets auf den neusten Höchstkursen, weil ja nur dort die jährlich zugeteilten Kaufrechte der Manager die Chance bieten, nach Ablauf der Halteperiode etwas wert zu sein.

Wenn der Aktienkurs um 30% einbricht, dann hört auch die Aktienvernichtung sofort auf, weil die Kaufrechte sowieso wertlos auslaufen.

Die Zentralbanken schmeissen erst recht viel Geld auf den Markt und hoffen dabei auf den Maslow-Effekt des Schwanzes, der mit dem Hund wedelt. Dabei wissen sie, dass die Zeit möglicherweise abgelaufen ist für diesen unsinnigen und abenteuerlichen Auftritt.

Einerseits ist ein (zu) grosser Teil der Schuldner hoffnungslos überschuldet, andererseits besteht ein wachsendes Risiko, dass die opportunistisch handelnden Käufer dieser Schulden (ebenfalls mit Schulden bei den Zentralbanken) auf die „falsche“ Idee kommen könnten zu verkaufen.

Sinkende Preise, steigende Renditen und die von den Zentralbanken orchestrierte Fata Morgana löst sich ins Nichts auf, sprich: Flächendeckende Insolvenz wird Tatsache.

Darum – und nur darum – muss die Ökonomie schöngeredet und der Herdentrieb des Konsumenten auf Kurs gehalten werden; auf dass die Schuldner noch mehr Schulden machen.

Bei den Konsumenten ist aber das Problem, dass deren Schulden nicht von den tiefen Zinsen der Zentralbanken profitieren (können). Nein, deren Zinsen sind auf dem höchsten je registrierten Stand.

Nun kommt noch das Corona-Virus. Das ist möglicherweise das Armageddon für diese Zentralbanken-Bürokraten.

Die Weltwirtschaft bricht ein. Wie stark und wie lange, ist noch nicht absehbar. Aber das fein auf der Spitze des Fingernagels ausbalancierte Dispositiv der Zentralbanken passt schlecht in die Landschaft.

Ja, die Chinesen haben das probate Mittel des „Gelddruckens“ voll ausgeschöpft, deren Börsen haben einen Riesen-Satz nach oben gemacht. Die europäischen und die US-Börsen haben „aus Solidarität“ noch einen darauf gesetzt.

Heuer ist ein Umkehrmoment. Die seit 9 Jahren dauernde Trickserei der Taschendiebe (sprich Zentralbanken-Bürokraten, die die Kaufkraft von 95% der Bevölkerung schwächen) hat wohl ausgedient.

Ich meine, die Folgen sind schwerwiegend. Aus „Anything goes and nothing matters“ wird in rabiatem Tempo „Nothing goes and anything matters“. Der Preis gehandelter Schulden (festverzinsliche Obligationen) wird sich abschwächen, und die Renditen werden steigen in einem Moment rückläufiger globaler Nachfrage und riesigen Überkapazitäten.

In kürzester Zeit steigen Arbeitslosigkeit, Firmenkonkurse, Inflation stark an. Das aktuelle Geschehen in den Edelmetallen hat bereits diese Konsequenzen im Visier.

Statt etwas Munition für einen gefährlichen Kollaps in petto zu haben, kriegen es die Zentralbanken-Bürokraten mit einer Situation zu tun, in der es nur noch viel, viel schlimmere Entgleisungen gibt von der Art, wie sie in den vergangenen „7 fetten Jahren“ begangen wurden – ohne Anlass und Grund.

Ich erwarte einen Sturz der Preise an den Wertschriftenbörsen, der sich perpetuieren und jahrelang wirksam bleiben wird, dies in einem dialektischen Feed back-Loop mit der Wirtschaft, die Gleiches tun wird.

Herr Jordan: Was machen Sie mit ihren Aktien, die ja sowieso nichts auf der Bilanz einer Zentralbank zu suchen haben („Gelddrucken“, will sagen Schulden machen, um Aktien zu kaufen)?

Es ist der Zeitgeist, und dieser hat einen Geruch vom Ende einer Epoche. Es mag dann auch wirklich schrecklich riechen. Aber um uns vor dem Corona-Virus zu schützen, brauchen wir ohnehin Masken.

Kommentare

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  1. Wenn ich diesen Text studiere, dann packt mich schon ein sehr mulmiges Gefühl. Denn der Inhalt des Textes ist verdammt real und zeugt vom tiefen Verständnis des Autors über das globale Finanzsystem.

    Ein Fazit: «Die Weltwirtschaft bricht ein. Wie stark und wie lange, ist noch nicht absehbar. Aber das fein auf der Spitze des Fingernagels ausbalancierte Dispositiv der Zentralbanken passt schlecht in die Landschaft.»

    Besser ins Schwarze hätte der Autor nicht treffen können, wenn er das Resultat der jahrelangen Finanzmanipulationen der Zentralbanken – voran die US-Zentralbank – schildert. Selbst das Corona-Virus-Spektakel kann die geschilderten Fakten nicht übertünchen. Und wer diesen Entwicklungen massgeblich Vorschub leistete, weiss auch jeder, der sich ein wenig mit der Materie auseinandergesetzt hat. Die dümmste Rolle dabei spielen die Westeuropäer, die den Superlativ-Schwätzern auf der anderen Seite des Atlantiks auf den Leim gekrochen sind, indem deren gekaufte Oberschichten schön mitgespielt haben. Wohl in der Hoffnung, dabei ansehnliche und gutdotierte Jobs ergattern zu können. Das wurde in früheren Zeiten als „Verrat“ gegen das eigene Land und die eigene Bevölkerung gewertet.

    Zweiter heftiger Ausverkaufstag
    https://www.goldseiten.de/artikel/441668–Zweiter-heftiger-Ausverkaufstag.html?seite=2

  2. Ein grosser Fehler ist, dass die Menschen und insbesondere die sogenannten Ökonomen und Professoren regelmässig (durch jahrlange Medien-Gehirnwäsche) die Bezeichnung “Geld“ verwenden.

    Was Notenbanken und Banken erzeugen ist nicht “Geld“ sondern BETRUG durch systematische trickbetrügerische Bankbilanzverlängerungen und Kreditverträge / Schulden, welche nicht durch eigenes verdientes Geld gedeckt sind.

    Was allgemein als “Geld“ bezeichnet wird ist eindeutig Falschgeld, erzeugt durch Betrügerei.

  3. Gelddrucken wird irgendwann zu steigenden Zinse führen. Spätestens dann, wenn die USA und China zum Kampf gegen den Euro blasen, die massive Unterbewertung des Exportweltmeisters Deutschland im Auge

  4. Wenn Banker in der Wirtschaft bestimmen wo es lang geht, ist das etwa so, als bestimmte der Quartiermeister den Bataillonseinsatzplan.

    Wer den pommadierten, tessiner UBS-CEO schon einmal einen Vortrag hat halten hören, weiss, dass diese Art von Spitzenangestellten mangels Bildung und Format nicht mehr zum Weltenlenker taugen, als Boris Becker zum Vorzeige-Kaufmann.

  5. Pragmatisch, zusammenfassend und schlicht genialer Artikel: Leider Alles wahr!
    Der Höhenflug war lang und steil. Die Landung wird hart und fieser denn je.
    Arme „heile“ Welt.

  6. Unser Finanzsystem hat fertig! Auch das „beste“ Schneeballsystem findet einmal sein Ende – nur schon rein mathematisch bedingt. Die durch Rotschilds, Rockefellers, Black Dragon Societies, etc. kontrollierten Zentralbanken haben alle ihre Möglichkeiten, das Betrugssystem weiter am Leben zu erhalten, ausgeschöpft.

    Rein „zufällig“ bricht in Wohan, dem einzigen Ort in ganz China, in dem sich ein Forschungslabor der Sicherheitsstufe 4 (die Höchste) befindet, eine Virus-Epidemie aus, die sich angeblich weltweit verbreitet. Ich denke die Corona-Story könnte ganz gezielt erschaffen, und ein gezüchtetes Virus in Umlauf gebracht worden sein, um die „Schuld“ am bevorstehenden, weltweiten Finanzcrash, diesem bösen, bösen Virus in die Schuhe schieben zu können, um dadurch vom eigenen ausbeuterischen Verhalten und Unvermögen abzulenken. Wie gefährlich das Bier-Virus tatsächlich ist, lässt sich nur schwer einschätzen.
    Unsere Pseudo-Elite ist am Ende, das wissen die auch ganz genau, wollen jedoch weiterhin den Anschein aufrecht erhalten, dass man alles Griff hat und das Finanzsystem ok. sei! Welcome to reality!

    • @Visionär

      „Forschungslabor der Sicherheitsstufe 4 (die Höchste) befindet, eine Virus-Epidemie aus, die sich angeblich weltweit verbreitet.“

      Es könnte, muss natürlich nicht, auch gut möglich sein, dass in schwierigen Zeiten alles versucht wird, durch bewusst falsch oder zumindest nicht fehlerfrei lancierte Informationen, Panikmache und neue Absatzmöglichkeiten zu generieren – das wäre meine stärkste Vermutung. Können Sie sich an das angebliche Wundermittel „Tamiflu“ erinnern??? Vor wenigen Minuten haben sich schon die „Halsschreier“ der Wall Street gemeldet; die FED möge die Zinsen senken und zwar kräftig!…na gut, nach Vogel, – und Schweinegrippe, Sars und BSE nun der Corona-Virus…P.S. Haben Sie mehr Informationen zu diesem „Forschungslabor der Sicherheitsstufe 4 in Wohan“?
      Herzlich

    • @ Visionär

      Genau so ist es, die Notenbanker, Banker und versagenden Regierungen suchen einen Schuldigen auf den Sie mit ihren Fingern zeigen können.

      Die wahren Schuldigen wollen sich aus dem Staub machen, deshalb werden auch ständig all diese Ablenkungsmanöver organisiert.

      Sie werden dann sagen das Coronavirus ist Schuld am Zusammenbruch des Finanzsystems.
      Sie wollen natürlich nie zugeben, das dieses betrügerische
      Finanzsystem lediglich auf der Grundlage eines kriminellen Kreditschneeballsystem aufgebaut ist.
      Die Bevölkerung darf doch nicht wissen, dass sich diese Staaten, Regierungen, Banken, IWF, Weltbank, BIZ-Bank-Basel und Notenbanken auf dieser Erdkugel nur durch Betrug am Leben erhalten haben. Und die von Ihnen erwähnten, absolut “superreichsten Familien“ ihre Kassen lediglich durch ein betrügerisches Kreditschneeballsystem weiter aufgefüllt haben.

  7. Sehr gut beschrieben. Super!

    Die Schlussfolgerung ist jedoch anders, meiner Ansicht nach:
    Die grossen Zentralbanken werden anfangen, Aktien zur Preisstützung zu kaufen (wie es Japan seit Jahren macht). Somit wird der Einbruch langsamer und weniger heftig. Und notfalls kaufen die auch noch Immobilien, damit es dort keinen schweren Einbruch geben wird.

    • @Kurt
      Natürlich werden die Notenbanken-Verbrecher versuchen noch möglichst viel mit ihrem eigens durch ständige Bilanzverlängerungen erzeugten Falschgeld, aufzukaufen, bis sie sich schlussendlich selbst fast alle “Vermögenswerte“ angeeignet haben werden.
      Das Betrugssystem führt sie schlussendlich aber selbst in die Sackgasse!
      Wenn ein Einziger alle Vermögenswerte mittels Falschgeld geklaut hat ist Ende mit Betrug.

  8. Lieber Herr Paul Feuermann

    Sie sind Ökonom waren tätig für Bankverein, Stefan Schmidheiny, Vontobel und UBS und zitieren und kritisieren Zentralbanken und ihre Gouverneure/Direktoren. Die Finanzindustrie und ihre Profituere als Veranstalter von Geldwetten unterziehen Sie jedoch zaghaft oder gar nicht einer kritischen Würdigung. Wir beide wissen wieso, oder? Die Akteuere für die Sie nämlich gearbeitet haben, – haben die Realwirtschaft zu einer marginalen Restgrösse der Finanzwirtschaft (Spielwiese für das Kapital) verkommen lassen. Sie unterlassen es zu erwähnen, dass die Profituere für denen Sie für sehr gutes Geld tätig waren, es geschafft haben den Finanzsektor durch angepasste Bilanzierungsregeln und statistische Konventionen – medial, juristisch und buchhalterisch auszublenden und zu schützen; während die Realwirtschaft und Staatskasse ausgeplündert wird. Ihre ex-Arbeitgeber und deren politischen Wasserträger haben dafür gesorgt, dass das Geld nicht in den realen Wirtschaftskreislauf eingespeist wird und dort verbleibt, damit auch Schuldenkrisen hätten ausgeschlossen werden können, sondern haben Lottoscheine ausgefüllt und verkauft. Nochmals mein Rat an Sie: Bevor Sie Vorwürfe und Prophezeiungen abgeben, kehren sie lieber vor Ihrer eigenen Haustür in Montevideo.
    Herzlich

    • Die Vorwürfe sind berechtigt, aber unfair, denn es ist ja nicht verboten, gescheiter zu werden.

  9. Dient die aktuelle Positionierung der SNB noch den Gesamtinteressen unseres Landes? Während die Sparer laufend zwangsenteignet werden, häufen einige wenige dank der Wertsteigerungen in den Vermögenswerten noch mehr Reichtum an.

    Selbst der designierte CEO der UBS geht hart ins Gericht mit der SNB: die tieferen Zinsen führen mittlerweile zu weniger Konsum und Investitionen … die Gründe sind einfach und ökonomisch nachvollziehbar! Leider hat gerade unsere SNB diese desaströse Minuszinspolitik erfunden (kurzfristig war das allenfalls sinnvoll), aber den Ausstieg zusammen mit der Politik verpasst. Es wäre an der Zeit, diesen Unsinn zu beenden.

    Ansonsten sollten Schadenersatzforderungen gegenüber der SNB auf gerichtlichem Weg durchgesetzt werden; die SNB-Gewinne sind an die Sparer zu verteilen, da sie deren Gelder sind.

  10. Herr Feuermann….

    ….haben sie in den letzten Tagen beobachtet was in Thüringen, ja nach Hanau in ganz Deutschland abgeht ?

    Ein gewählter Ministerpräsident wird seines Amtes enthoben, er wurde mit Stimmen der AfD gewählt……. in der Merkel Diktatur ein Verbrechen.
    Grund, ein Irrer der in seiner Krankheit ein Massaker beging.

    Nach Hanau versucht man alle Skrupel fallen zu lassen und die AfD zu drangsalieren, deren Mitglieder sind öffentlicher Gewalt ausgesetzt und man würde die demokratisch sauber agierende Partei am liebsten verbieten.

    Herr Feuermann, haben sie sich mal die Reden der AfD im Bundestag angesehen ?
    Solche Qualität habe ich seit 30 Jahren nicht mehr erlebt, damals als Franz Josef noch im Bundestag sass, war diese Qualität aber alltäglich. Weidel, Gauland, Curio und viele andere….. ausgezeichnet.
    Wie haben sich Wehner, Barzel, Strauss, Weizsäcker, Graf Lambsdorf und viele andere damals duelliert, hart in der Sache aber wenig auf die Person spielend, das war noch Demokratie.

    Die etablierten Parteien hat man nie aufgrund der diversen Massaker, wie dem am Breitscheidplatz, bestraft.
    Die Parteien die diese desaströse Einwanderung zuliessen sind immun.
    Kausalzusammenhänge konstruiert man nur bei einer Partei…..der AfD und das mit einem an den Haaren herbeigezogenen Ereignis.
    Und machen sie sich nichts vor, unsere Schweizer Sozis sind vom selbem Holz geschnitzt wie die Deutschen.

    Also, wenn sie sich in Europa umsehen……. hoffentlich gibt’s bald einen Crash wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat.
    Es wird mich hart treffen, aber selbst dann begrüsse ich so ein Ereignis, denn anders ist diese kranke Gesellschaft nicht mehr zu retten.

    • Meiner Meinung nach wird auch ein Supercrash diese kranke Gesellschaft retten, sie wird einfach ins neo-Kommunismus umkippen. In Deutschland, speziell in Berlin, ist man schon auf dem Weg, mit Mietendeckel und Kevin Kühnert und Luisa Neubauer als moderne Marx/Engels = aus vermögenden Familien, ohne Arbeitserfahrung und Studien-Abbrecheraber schon mit weitreichende und destruktive Enteignungs- / Verbotsideen…

    • Lieber Walter Roth

      haben Sie jemals von Edward Bernays gehört oder gelesen?

      https://www.nzz.ch/gesellschaft/der-heimliche-verfuehrer-ld.1403103

      Seien Sie kritisch gegenüber allen Konzernen, Parteien und Medien. Was verstehen Sie unter „einen Crash wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat“??? Glauben Sie wenn sich die Luftschlösser auf den sog. Kapitalmärkten auflösen, sei der Crash? Wenn ja, sind Sie auf dem Holzweg….der Crash wird ultimativ angekommen sein, wenn 90% der Menscheit in Müll leben, und Sie für 1L Wasser 20 CHF bezahlen müssen.
      Herzlich

    • DDR-Merkel hat schon lange ausgeferkelt!

      War der grösste Fehler, dass man der die Tür zur Politik öffnete!

    • Sergio……….

      Absolut berechtigt ihre Bedenken.
      Oft kommen in Krisen nur gerade die lautesten Schreier nach oben….
      Es wird sich zeigen welche Völker sich bewähren und welche ganz untergehen.
      Trotzdem zeigt sich in Deutschland gerade, das gegen ein verfilztes Parteienkartell kaum etwas hilft, denn der totale Neuanfang.

      Jedes Land hat die Regierung die es verdient…. daran glaube ich.
      Leider gehöre ich zu einer 30% Minderheit in der Schweiz die den Absturz sehen kommen, aber an der Urne nicht stark genug sind um etwas zu verändern.
      Leider müssen die welche die Fehler erkennen, in der Demokratie alles mittragen, auch das was sie nie wollten.

    • @ Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz

      Dessen bin ich mir bewusst.

      Trotzdem werde ich den begrüssen und die Folgen für mich ertragen.
      Sollten wir „nachher“ immer noch so blöd agieren wie jetzt, haben wir so ein Ende auch redlich verdient.

      Wenn wir so einfach versagen, dann ist das eben so.

      Haben sie den Film mit Charlton Heston „Soylant Green“ mal gesehen ? Der trifft die Sache ziemlich gut.
      Allerdings sollten die sogenannten „Eliten“ sich das besser verkneifen, denn sie sind und werden immer in der Minderheit sein.
      Aber wie schon Churchill sagte… dieser Meister der Lüge…….
      „Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 5 Minuten Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler“

      Entweder diese „Durchsnittlichen“ lernen es, oder eben nicht……….

    • Ein Crash soll willkommen sein? In der hilflosen Wut mag man schon solche Gedanken hegen. Aber in realiter sollten die Volkswirtschaften einen Plan B erarbeitet haben, damit die Bevölkerungen in solch einem Desaster überleben können. Denn der nächste Crash – sollte er tatsächlich eintreffen – wird unvorstellbar hart sein und viele Menschen in die Armut treiben, auch diejenigen, die glauben, genug auf der Seite zu haben. Solche Zustände wünsche ich niemandem.

      Wäre durchaus sinnvoll, die Ackeranbauflächen zu registrieren und ein Warenaustauschsystem zu erarbeiten. Denn bei einem Crash gibt es für eine Weile kein gültiges Geld mehr.

  11. Das Problem ist eher, daß Volkswirtschaften mit einer Geldpolitik der Null- und Niedrigzinsen zur Absicherung einer staatlichen Überschuldung mittelfristig an Wirtschaftswachstum und Innovationskraft und auf diese Weise auf lange Sicht an Wohlstand verlieren.

    Das langjährige Anschauungsbeispiel dazu ist Japan, inzwischen gefolgt von Europa.

    Das sieht man auch daran, wie viele Weltmaektführer es in dem entsprechenden Währungsraum gibt.

    Siehe beispielsweise die Anzahl der Aktien in S&P 500, Stoxx Europe 600 und Nikkei 225, die sich während der aktuellen, seit 2009 dauernden Hausse wenigstens verzehnfacht (x 10) haben:

    https://www.boerse.de/kurse/STOXX-Europe-600-EUR-Aktien/EU0009658202

    https://www.boerse.de/kurse/Nikkei-225-Aktien/JP9010C00002

    https://www.boerse.de/kurse/SundP-500-Aktien/US78378X1072

    Gemessen am Nasdaq 100 steht die industrielastige Schweiz diesbezüglich ebenfalls nicht gut da:

    https://www.boerse.de/kurse/Nasdaq-100-Aktien/US6311011026

    https://www.finanzen.ch/index/liste/spi

    • @Unsere Arbeit dient dem Wohl der Menschen in Europa:
      Solange Sie sich ausschliesslich mit fiktiven Werten der Finanzindustrie beschäftigen, werden Sie niemals die Zusammenhänge, weshalb es so ist wie es eben ist, erfassen. Was Sie aufzählen sind alles Symptome und Verwerfungen des Systems, jedoch nicht deren Ursachen…

      Glauben Sie mir, all diese Pseudo-Werte werden in naher Zukunft ausnahmslos abkacken…

    • Time is the most important factor in determining market movements and by studying past price records you will be able to prove to yourself history does repeat and by knowing the past you can tell the future.

      There is a definite relation between price and time.

      By studying time cycles and time periods you will learn why market tops and bottoms are found at certain times, and why resistance levels are so strong at certain times, and prices hold around them.

      The most money is made when fast moves and extreme fluctuations occur at the end of major cycles.

      William Delbert Gann
      * 6. Juni 1878 † 14. Juni 1955

    • „Glauben Sie mir, all diese Pseudo-Werte werden in naher Zukunft ausnahmslos abkacken…“

      Pessimismus ist dein Freund an der Börse.

      Warren Buffett