Wirtschaft der Schweiz steht weitgehend still

Für den Bundesrat sind das lediglich Nebenwirkungen. Nie kam es ihm in den Sinn, nur die Corona-Gefährdeten zu isolieren.

Das Corona-Virus ist hoch ansteckend. Wenn sich Menschen räumlich nahe kommen, ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Infizierten auf Nichtinfizierte hoch.

Es gibt gegen die Ausbreitung oder mindestens für deren Verzögerung zwei Wege: Bei Methode A versucht man, infizierte Personen von Nichtinfizierten fern zu halten. Unter den Nichtinfizierten müssen vor allem diejenigen geschützt werden, welche bei einer Infektion sterben oder stark leiden.

Methode B besteht darin, alle Menschen, ob Coronaträger (ich verwende das generische Maskulinum) oder nicht, davon abzuhalten, sich räumlich nahe zu kommen.

Der Bundesrat hat sich unter der Federführung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für die Methode B entschieden. Offensichtlich hat der Bundesrat die Methode A nie geprüft und damit keinen Vergleich der Vor- und Nachteile der beiden Methoden in Betracht gezogen.

Das ist für jeden, der einmal die Offiziersschule oder einen Managementkurs besucht hat, unverständlich. Frau Bundespräsidentin Sommaruga schreibt in ihrem offenen Brief an die lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger „nur so können wir Ansteckungen vermeiden und die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamen“.

Mit Verlaub, das stimmt nicht. Tatsache ist, dass man keine anderen Wege geprüft hat, zum Beispiel Methode A. Der Bundesrat findet seine Methode offensichtlich „alternativlos“.

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen ihrer Therapie hat unsere Landesregierung nicht in Betracht gezogen. Swissmedic würde selbst ein einfaches Schmerzmittel niemals zulassen ohne Beipackzettel, der die Nebenwirkungen beschreibt.

Aber der „Ruck“, den die Bundespräsidentin dem Land verordnet hat, ist halt kein Schmerzmittel, und dessen Nebenwirkungen scheinen unsere Landesmütter und -väter wenig zu interessieren.

Um die Möglichkeiten der Methode A, infizierte Personen von Nichtinfizierten fern zu halten, zu beurteilen, müssen wir uns ein paar Eigenheiten der Corona-Virus Epidemie in Erinnerung rufen:

Die Inkubationszeit, die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, liegt zwischen 1 bis 14 Tagen.

Die Reproduktionsrate, die Anzahl der Zweitinfektionen, die von einem Fall ausgehen liegt zwischen 2,4 und 3,3.

Der Manifestations-Index beschreibt den Anteil der Infizierten, die auch tatsächlich erkranken. Er liegt je nach Alter im Bereich von 50% bis 80%.

Leichterkrankte realisieren häufig gar nicht, dass sie infiziert sind.

Am Leben gefährdet sind gemäss einer neuen Studie aus Italien vor allem ältere Menschen: von 2003 untersuchten Todesfällen betrafen 88 Prozent Menschen über 70 Jahre. Rund die Hälfte litt bereits vor der Ansteckung an drei oder mehr chronischen Erkrankungen.

Bei dieser Sachlage braucht man kein Hochschulstudium, um herauszufinden, wie eine Methode A aussehen könnte. Nötig ist vor allem eine frühzeitige Erkennung von Virenträgern. Und das heisst „testen, testen, testen„.

Spätestens seit vor 4 Wochen der erste Fall im Tessin auftrat, verlangten Experten genau dies: Dr. Andreas Widmer vom Unispital Basel forderte beispielsweise: „Zentral sind nun schnelle Tests“.

Haben wir vom Bundesrat oder dem BAG je etwas über die Teststrategie gehört? Wahrscheinlich nicht, aber sehr viel vom „social distancing“. Das kann man als „räumliches Distanzhalten“ übersetzen, aber auch als „soziale Entfremdung“.

Der Corona-Verantwortliche im BAG findet das toll und stellt dem Bundesrat ein positives Zeugnis aus: Er betreibe eine „gute und weitsichtige Politik“. So tönt eine Qualifikation von unten nach oben. Kunststück.

Nur so viel zu den gesellschaftlichen Nebenwirkungen der bundesrätlichen Strategie. Zu den ganz groben Nebenwirkungen gehören die wirtschaftlichen Konsequenzen.

Die Wirtschaft der Schweiz steht weitgehend still. Die Bundespräsidentin verspricht „wir kümmern uns um Betriebe und Arbeitsplätze. Der Bundesrat hilft Unternehmen, Angestellten und Freischaffenden, die um ihre Existenz kämpfen.“ Tönt doch ganz nett.

Immerhin, die Wirtschaft bekommt mehr Geld: Mit 32 Milliarden Franken beschliesst der Bundesrat das grösste Konjunkturpaket der Schweizer Geschichte. Insgesamt stehen vom Bund rund 42 Milliarden Franken zur Verfügung.

Die Idee der neuesten Geldzusage ist, der Wirtschaft Liquidität zuzuführen. Wenn eine Firma mangels Liquidität die Rechnungen nicht bezahlen kann, dann erhält der Lieferant das Geld nicht und kann seinerseits seine Rechnungen nicht bezahlen.

Damit hätten wir neben der Corona-Epidemie auch eine Liquiditäts-Epidemie. Das wäre das Allerletzte für die Schweiz. Immerhin, dank sorgfältigem Finanzgebaren kann sich die Schweiz dies im Gegensatz zu vielen anderen Ländern leisten.

Aber bezahlen tun es am Schluss natürlich trotzdem die Konsumenten und die Firmen. Die bundesrätliche Methode des Geldverteilens ist richtig. Die Banken geben ihren Kunden Kredit, und der Bund garantiert den Banken diese Überbrückungskredite. Das dürfte funktionieren.

Die Nebenwirkungen in Form der wirtschaftlichen Schäden der vom Bundesrat verfolgten Methode B dürfte ein Mehrfaches dieser Überbrückungskredite ausmachen. Nachdem sich der Bundesrat geweigert hat, die Kosten und Nebenwirkungen seiner Politik vorab abzuschätzen, wird er es wohl auch im Nachhinein nicht tun.

Und ob dem bundespräsidialen „Ruck“ in Bevölkerung und Wirtschaft allenfalls auch ein Ruck personeller Art im Bundeshaus und der Verwaltung folgen wird, scheint auch eher unwahrscheinlich.

Kommentare

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  1. Ich schätze Herrn Geiger sehr. Aber er beschreibt ja selber, dass die Isolation infizierter nicht so einfach möglich ist. Tests sind trügerisch. Das Virus wird wahrscheinlich schon weitergegeben, bevor ein Test positiv ist. Man müsste flächendeckend in wochenabständen testen. Soviele Tests sind aber nicht verfügbar.
    Sobald genügend Tests verfügbar sind, ist das eine erfolgsversprechende Strategie. Nun mal erst Chauffeure, Verkäuferinnen, Magaziner, Bauarbeiter und alle, die noch ihrer Arbeit unter Leuten nachgehen müssen – und beim besten Willen nicht ständig 2m Abstand einhalten können – wiederholt testen, müsste Priorität haben.
    Und dann auf möglichst breite Teile der Bevölkerung ausdehnen.
    Immerhin ist die Schweiz nach Südkorea die Nation, die per capita diemeisten Tests macht. So falsch ist die Strategie also auch wieder nicht.

  2. Ich bin normaler Büezer, und arbeite ganz normal jeden Tag mitten in den noch anwesenden Menschenmassen. Schön zu hören das unsere Arbeit wirtschaftlich gesehen keinen Wert hat, von jemandem der vermutlich im home office die Texte raushaut. Im prinzip haben sie recht, warum nicht einfach nichts tun, und weiterarbeiten, bei einer Mortalitätsrate von ein bis 2 Prozent sind wirtschftlich gesehen ja nur 80 bis 160 tausend unbedeutende Menschen zu beklagen. Die Variante B, die Ansteckungsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, das genügend Akutbetten zu verfügung stehen, ist ein Witz uns bringt wirtschaftlich nichts. So jetzt n Kaffe im homeoffice, und ich muss auch wieder los.

  3. Luzide Analyse. Massenscreenings à la Korea sind überlegenswert. CoV-2 verbindet hohe Kontagiosität bekanntlich mit geringer Pathogenität. Das heisst: Ansteckungsrisiko ist relativ hoch, das Risiko einer schwereren Erkrankung für die Bevölkerungsmehrheit ist jedoch äusserst gering. Nur Infizierte mit statistischen Co-Faktoren haben diesbzüglich ein signifikant höheres Risiko: Personen mit Vorerkrankungen und Hochbetagte. Für eine Ausgangssperre inkl. Ausgangsverbot light mit all den desaströsen sozialen und ökonomischen Folgen für die Gesamtbevölkerung gibt es deshalb keine Rechtfertigung. Die kurzsichtig knappen Kapazitäten im CH-Gesundheitswesen gehören hingegen situations- und bedarfsgerecht ausgebaut.

  4. Lieber Hans,

    ich muss dir betreffend angeblich gefährlichen Corona absolut wiedersprechen. Es sieht so aus, dass du nie den direkten Kontakt
    mit bestimmten Wesen in sehr hohen Positionen hattest. Ich kann dich beruhigen, denn Coronapropaganda dient den geheimen und denen die vor kurzem in Italien eingetroffen sind.

    Falls du dich schützen möchtest, dann empfehlen ich dir, um deinen Immunsystem zu stärken, dass hochdosierte Vitamin D3 und Vitamin C zu konsumieren. Das heisst, dass die Schutzmaske, Händewaschen und Distanz absolut nutzlos sind.

    Der Lukas ärgert mich manchmal mit seiner Naivität betreffend Coronapropaganda, aber ich verzeihe es ihm immer wieder. Irgendwann, werde ich mich im vorstellen, damit er lernt, wie das intrasparente Finanz- und Rechtssystem tatsächlich funktioneren.

    Betreffend so genannten Bundesrat muss ich dir sagen, dass er keine massgebende Rolle habe. Das Geldschöpfungsmonopol haben die Banken und die so genannten Politdarsteller sind lediglich Schauspieler. Du solltest bis auf das Jahr 1913 zurückblicken, damit du dir einigermassen eine kleine Übersicht betreffend Finanz- und Rechtssystem verschaffen kannst. Bleibe gesund und Vitamin D3 und C nicht vergessen.

    • Vit. D und C zu sich nehmen, ist wie beten. Sicherlich hilfreich, aber nicht ausreichend. Gegen eine Seuche bei man noch keine Heilmittel oder Impfstoffe hat hilft nur Abstand halten und Hygiene,

  5. Eine Kosten-Nutzen-Analyse (gestützt auf die heute verfügbaren Informationen) würde eine Isolation der Gefährdeten (Personen über 65 Jahre und Menschen mit gesundheitlicher Vorgeschichte, namentlich bez. Lungenschwächen) nahelegen. Diese müsste ausnahmslos durchgezogen werden. Der Rest der Menschen, sogar wenn infiziert, hat nach heutigem Informationsstand, ein bloss 0.1%-Risiko von akuter Lebensgefahr.

    Warum ist der Bundesrat nicht diesen Weg gegangen? Das Ziel eines Politikers ist die Wiederwahl. D.h. er wählt die heute populärste Variante. Dies ist die Option „wir schützen jedermann heute mit weitestgehenden Massnahmen“. Die möglichen wirtschaftlichen Nachteile, die erst in wenigen Monaten, aber dafür sehr lange, entstehen, können durch einen Politiker ignoriert werden.

    • Die Gastrobranche würde ich zu Ihrem Vorschlag unterstützen, gezielt und mehr als 2 Monate.

      Die restlichen Branchen werden Wege zurück zum Umsatz finden – die Staatshilfe = Entschädigung Teil von Löhnen (ohne AG Beiträge für BVG, KTG etc.) reicht da nirgends hin, besonders wenn die Margen tief sind.

      Die nachhaltigen Lösungen werden seitens der PRIVAT Wirtschaft kommen – Auch für die Seniorenbetreuung ;-).

      PS: habe keinen persönlichen Bezug zur Gastrobranche

    • Laengerfristig waere der Wegfall eines Teils der alten bis sehr alten vorbelasteten Bevoelkerung mit Kostenersparnissen verbunden. (AHV, Spitalkosten etc.) Nicht schoen, aber Fact. Mal sehen, wie die „dank“ der getroffenen Massnahmen kuenfigt joblosen Jungen (verlorene Generation) dieses Landes auf die heutige Handhabung der Situation zurueckschauen werden. Man erinnere sich an die Stimmen der Jungen wenn es um die Finanzierung der AHV ging. Da hat kein Mensch vom „Schutz der Alten und Solidaritaet“ gesprochen. Was hat sich daran geaendert?

  6. Genau so würde man es ,,normalerweise,,machen, aber die Interessen unsere oder algemein die globale Wirtschaft an die Wand zu fahren, wird von höheren Mächten gesteuert. Es wird ein Globaler Wandel injiziert und der Totale Wirtschafts crash ist das Ziel. Indem man es mutwillig zugelassen hat, das der Virus den Ganzen Globus Infiziert und das Gesundheitswesen Lahmlegt. Daher werden auch diese Massnahmen legimitiert ein Full Lockdown auszusprechen. New World Order.

  7. Werter Herr Geiger

    …. da man weiss wie sich das Virus verhält, kommt die Variante testen,testen,testen gar nicht in Frage.

    Wie soll sonst ihre geliebte Wirtschaft (goldenes Eck?) noch ethisch dafür argumentieren können mit Arbeitssklaven am Leben gehalten zu werden, wenn jedermann die wahren Infisziertenzahlen zugänglich wären? (200’000/400’000?)

    Nein es wird explizit aufs testen verzichtet, damit das 1% noch ein bissi Kohle scheffeln darf.

    Jeder halbwegs mit der Sache betraute Virologe wird Ihnen nämlich eine Infektionsrate von 60-70% bei einer Letalitäts-rate von 3-4% voraussagen.

    Wie wollen Sie da das Volk noch ans Fliessband bewegen?

    Der Versagerrat in Bern wird IMMER im Interesse der 1% entscheiden, egal was es kostet.

  8. Das Vereinigte Königreich hat genau das probiert. Ist fanal gescheitert weil auch ohne die Risikogruppe das Gesundheitssystem bereits nach einigen Tagen der ungebremsten Ansteckungen an ihre Grenze kommt.

  9. Ich habe den Artikel von Hans Geiger mit Interesse gelesen. Die Suche nach dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis von Massnahmen ist legitim und notwendig. Neben den Varianten A und B hätte dabei auch eine Variante C evaluiert werden können: massiver Ausbau der Beatmungsmöglichkeiten auf den Intensivstationen, damit für die kritischen Fälle mehr oder sogar genügend Kapazitäten zur Verfügung ständen. Allerdings hätten die Verantwortlichen dafür sich besser vorbereiten und früher handeln müssen.

  10. Herr Geiger – Besserwisser
    Schuster bleib bei deinen Leisten.
    bitte nicht sie auch noch mit solchen Dummheiten.
    Ein Dankeschön an unseren Bundesrat wie er in dieser Krise gehandelt hat.

  11. Ihre Variante A läuft eine Strategie der Herdenimmunisierung hinaus.
    Würden Sie mir einen anerkannten Epidemiologen / Virologen nennen, der diese Strategie empfiehlt?

    • Lesen Sie bitte mal das da:
      https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

      Variante A ist die Strategie der Herdenimmunisierung. Variante B ist kann leider auch nur funktionieren, wenn Herdenimmunisierung erreicht wird. Denn das Virus wird nicht einfach so verschwinden, sondern sich bei einer Lockerung der Massnahmen wieder ausbreiten. Man kann dann diese Übung solange wiederholen, bis Herdenimmunität erreicht ist und das unter enormen Kosten.

    • Prof.Dr.Karin Mölling.
      Global anerkannte Vorscherin.
      ( Sehr breite Erfahrungswerte ua.HIV usw.
      div,Stationen ua. ETH.)
      Weitere finden sich im Netz.

  12. Da hier ja viele Bankster rumlungern:
    Könntet ihr mir einen Gefallen tun und bitte folgendes mit Euren Vorgesetzten erläutern:

    Könnte man die Limite von 40 CHF bei kontaktloser Bezahlung mit Maestro- und Kreditkarten bitte überprüfen?

    Ich muss jetzt bei jedem Bezahlvorgang Pins eingeben? Dabei sollte mich die Nutzung der Karte schützen?

    Das ist absolut nicht logisch und lässt sich innerhalb weniger Stunden ändern. Ich habe meine Kantonalbank und Six Systems angeschrieben aber es wäre gut, wenn noch mehr Leute etwas unternehmen.

    Bitte weiterleiten! Herzlichen Dank!

    • Digitale Karte auf Handy laden. Freigabe erfolgt dann auf dem eigenen Handy – Problem gelöst!
      Freigabe Limite ist zudem oft konfigurierbar. Bei der PostFinance kann sie z.B. auf bis zu 500CHF erhöht werden.

    • Das ist mir noch nie aufgefallen. Wahrscheinlich weil mein Kontostand selten über 40 CHF ist …

    • Statt Finger, Schlüssel oder einen Stift verwenden. Gibt ja auch Pens für touch displays…

  13. Guter Analyse, beruhen auf gesundem Menschenverstand. Der war leider noch nie gross vertreten in unseren politischen Gremien. Lieber viel Aufregung machen, jeden Tag zudem was anderes. Man sieht auch nicht, dass die Damen und Herren in ihren eigentlichen Kerndossiers seit langem nichts zustande bringen, so z.B. Berset im Gesundheitswesen. Dort ist ihm bisher nichts gelungen, aber jetzt ist er fein raus.

    • Ich wäre etwas zurückhaltender mit so einem Mund voll Kritik.
      Die Aufgabe eine Gesellschaft in dieser Situation zu führen, damit es allen passt, ist ja unmöglich.
      Mit scheinen Punkte sehr geglückt, wie bspw das Abstandnehmen gegenüber der Ausgangssperre und das somit Einbeziehen der EinwohnerInnen in die Verantwortung, die wir ja in der Demokratie und als Eltern stets wahr zu nehmen haben!

  14. Mit der Variante A müssten sämtliche als nicht infiziert geltende Bürger schon nach 1 bis zwei Tagen wieder getestet werden. Sie können sich nämlich schon unmittelbar nach dem Test wieder anstecken von jemandem der auf dem Weg zu Testen ist und noch nicht weiss dass er Virusträger ist. Halte diese Methode nicht als zielführend.

  15. Wie soll man Nicht-Infizierten und die Infizierten im ganzen Schweizer-Volk unterscheiden. Natürlich ist es richtig, so viele Leute als möglichst zu testen. Aber der Test ist nur eine gegenwärtige Situation. Der Test kann nur aussagen, dass die entsprechende Testperson nicht infiziert ist. Sie kann sich immer noch später anstecken. Der Vorschlag A von Herrn Professor Geiger berücksichtigt nicht den Zeitfaktor. Solange kein Impfstoff vorhanden ist und kein zielgerichtetes Medikament bleibt im gegenwärtigen Zeitpunkt nur Methode B. Natürlich kann man dies nur höchstens einen Monat durchhalten.

  16. Lieber Herr em. Professor Geiger

    Wir produzieren arbeitsteilig und damit sehr effizient. Doch die arbeitsteilig erzeugten Güter müssen verkauft werden, sonst sind sie wertlos. Warum die von uns erzeugten Güter in Krisen plötzlich unverkäuflich sind, wollte Ihre Gilde nie erklären. COVID19 ist lediglich ein Brandbeschleuniger mit ultimativen „Kopfschuss“ für dieses krankes Systems „Modell Schweiz“. Die Privaten sind mit 131% des BIP verschuldet. Die Privaten werden jetzt bei ihren Entscheidungen keine Rücksicht auf makroökonomische Zusammenhänge nehmen und sich gegenseitig immer tiefer ins Elend sparen, oder in den Konkurs gehen müssen. Die beschlossenen hilflos wirkenden Massnahmen durch den Bundesrat sind bereits verpufft! COVID19 hat die bereits bestehende monetäre Krise – Ursache in unserem Land in sich implodieren lassen. Die B-Schweiz wird von dieser bevorstehenden verheerenden Wirtschaftskrise voll getroffen werden; ihre Einkommen und Ersparnisse werden sinken und Konsumverzicht wird Investition in den Kapitalstock austrocknen lassen, und dies führt zu einer doppelten Kapitalvernichtung, (2. Säule – Immobilien), die nebenbei bemerkt; durch die hohe Leerstandsquote seit Jahren bereits in vollem Gange ist. Sollte die Zuwanderung einbrechen, davon ist auszugehen, wird dieser irreversible Prozess schneller und dramatischer über die Bühne gehen. In Glaspaläste und PR-Luftschlösser investiert zu haben rächt sich jetzt für die achselzuckenden B-Schweizer. Über die Mutter aller Systemrisiken – die SNB – breiten wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens aus.
    Herzlich

  17. Es ist auch die Konsequenz, die fehlt bei der Durchführung. Andere Länder haben Flüge aus dem Ausland verboten oder testen rigoros die ankommenden Passagiere. Letzten Samstag kamen wir mit einem der letzten SWISS Flüge aus Brasilien. Keine Kontrolle, NICHTS ! Nicht mal Fieber messen. Im Zug bis Zürich HB ein riesen Gedränge. Von wegen 2m Abstand !
    Danach wundert sich die Obrigkeit woher wohl die vielen neuen Fälle kommen !

    • Ich möchte ihr Geschrei nicht höhren wenn der BR sämtliche Flüge aus dem Ausland verboten hätte. Da würden sie jetzt in Brasilien hocken und könnten von dort aus ihre blöden Kommentare schreiben. Zuerst vielleicht etwas überlegen und dann schreiben…oder dann vielleicht eben nicht. Wer im Glashaus sitzt…,

  18. Methode A wäre grossartig, wenn man nur wüsste, wer schon angesteckt ist und wer nicht, was man aber eben nicht weiss. Herr Professor, mit theoretischen akademischen Modellen (und dem dazu gehörenden Dünkel) ist der Pandemie wohl kaum der Garaus zu machen.

  19. Der Bund hilft……

    So so tut er das…. mit 4214 Franken pro Monat für selbständig Erwerbende. ( maximal 196 Franken pro Arbeitstag bei statistischen 21.7 Arbeitstagen pro Monat für insgesamt 30 Tage )

    Selbständige haben eine Werkstatt, eine Familie, eine Wohnung….. da kann man sich vorstellen wie weit da ein Maximum von 196 Franken pro Arbeitstag reicht.

    Zu den Tests :

    Also die sogenannten PCR Tests sprechen auch auf ganz wenige Viren an und zudem sagt man, sie würden auch auf jene Corona Viren ansprechen die bloss einen Schnupfen verursachen.
    Es soll 4-5 Corona Virentypen, von ca. 20-30 geben die den Menschen krank machen können.

    Der Test besagt also lediglich das wir mit Corona Viren in Kontakt gekommen sind, nicht unbedingt das es Sars-Covid-2 Viren sind und auch nicht ob wie genügend Viren haben um Krank zu werden.

    Aber mir ist klar, der Bundesrat hat lange nicht reagiert, und nur beobachtet, beobachtet, beobachtet, wie er das immer tut, nun will er mit Brachialmethoden erzwingen was nicht mehr zu erreichen ist.

    Offenbar ist eine Schweizer Firma daran erste Impfungen zu testen, wie mir ein Arzt sagte.
    Aber im normalen Verfahren dauert die Zulassung eines neuen Impfstoffes mindestens 1 Jahr.

    Also, werden wir die Anforderungen für dessen Zulassung senken oder bis Mitte 2021 warten ?

    Wie dem auch sei…. vorderhand müssen wir krank werden um eine Immunität aufzubauen, denn ich hoffe der Unsinn mit den Corona Massnahmen wird schnellstens beendet.

    Ich war sehr für Schulschliessungen, vor 6 Wochen und diese noch einen Effekt gebracht hätten.

    Risiko Personen sollte man hingegen schützen, ganz klar, aber es sollte diesen Personen jedoch überlassen bleiben wie weit sie dazu gehen wollen. Zwang darf es nicht geben, denn diese Risikopersonen haben nach einem langen Leben absolut die Kompetenz selber zu entscheiden.

  20. Statt die Intensivstationen sollte man eher die Klapsmühlen aufstocken. Kaum auszuhalten das Theater, wegen ein paar Schwerkranken, die sowieso in den nächsten 2 Jahren gestorben wären. Ein unglaublicher Frechheit, was da abgeht…

    • Ihnen und Ihresgleichen müsste man ein „I“ wie Ignorant auf die Stirn tätowieren und sie nach einer allfälligen Ansteckung weder testen noch behandeln!

  21. Bei dieser Analyse geht ein Umstand vergessen: Viele haben überlebt weil sie auf der Intensivstation gut versorgt wurden. Es sind aber bereits jetzt schon wenige Betten übrig. Wprde man die Nichtrisikogruppe ihrem Schicksal überlassen würde es auch unter ihnen massig Tote geben. Der Bundesrat hat die Aufgabe das Volk zu schützen und macht es in der Hinsicht schon richtig. Auch ist eine weitere Mutation, die tödlicher sein könnte nicht auszuschliessen. Das Einzige was man bemängeln kann, ist, dass man Pendler aus Italien gewähren liess. Ansonsten machen die Damen und Herren ihren Job souverän.

    • Wenn man auf der Intensivstation eine Top-Versorgung erhält, überleben 95 % diesen Scheiss. Wenn man auf der Intensivstation schlecht oder gar nicht versorgt wird (wie es in der Schweiz wahrscheinlich der Fall sein wird, ohne Beatmungsgerät usw.), sind es noch 30%. So sieht es aus.

  22. Happy new week! This is my personal opinion and I don’t intend to hurt anyone with this. However, I beg you to have a look, reflect, and if it makes any sense to you, share!

    There is one questions I want answered by today’s worldwide politicians and national banks: WHEN ARE YOU GONNA SET US FREE AGAIN?

    What might the answers be? a) when there are no more COVID-19 cases around the world anymore? Make no sense! b) when there is only XY worldwide cases left? Then all we are doing right now makes no sense either! c) when there will be a vaccination available? Makes no sense either, unless there is a miracle, it might take (at least) 12-18 month for a vaccination to be available if at all. Should we stop the world waiting in the meantime? Please answer the question, they probably didn’t even think about that yet, they have no plan!

    Please watch this video before proceeding:

    https://www.youtube.com/watch?v=ohO8eAwi_po&feature=emb_logo

    The contagion/death rate numbers we are presented with by the highest authorities are rigged!

    In Switzerland we currently have (Mar 22nd 10:27 AM) 6652 confirmed cases and 80 deaths. Calculated like this a mortality rate of 1.2%. BUT, the infected cases might be so many more already. We are not even testing anyone anymore, we stopped doing so (officially) two weeks ago, there are so far not even enough test to test everyone who should be tested. For instance, a tenant we know, had all the symptoms of a very bad flu, probably COVID-19. He went to the hospital. They sent him back home, told him to quarantine himself and call the doctor if it gets even worst. They did NOT even test him (helloo, in Switzerland!)! We are most probably already 10s of thousands who had been infected (and are probably immune in the meantime). Compare the deaths to the right number and the % will become almost irrelevant.

    Yes, this might be (or maybe not) a brand-new virus, so the problem is that mostly no one is currently immune.

    How can we defeat the virus? By being immune. How do we get immune? a) by being infected and recovering (developing antibodies), b) by getting the vaccination (when it exists if ever).

    I personally believe that by comparing apples to apples (based on official data already out there!), this virus is not much more dangerous than the seasonal flu, eventually even less than that. THE PROBLEM IS that having basically no one immune, the first contagion wave will be huge in numbers and consequently in critical cases, thus creating a problem for the health care system, particularly in terms of needed respiratory/ventilators machines. That will be the biggest issue.

    Italy is all over the place with its TERRIBLE statistics. BUT as of March 17, average age of death is 80.5 years and 75% of deaths have at least 2 or more serious pre existing conditions, 99.2% 1 or more serious pre existing conditions! Why was Italy hit so hard? Older population, demographic and culture of the region where it started spreading AND an invasion of (mostly illegal) Chinese workers working in terrible conditions, in cellars and on top of each other’s … that went undetected and uncared for way too long.

    https://www.zerohedge.com/health/covid-19-evidence-over-hysteria

    So, what should we do? Shut down the earth and the entire life on earth based on the above? This is a folly that will eventually shut down and reset the monetary experimental alchemic folly (of the same politicians and national banks) of the last 30+ years. Is it coincidence or not? Are we just letting this happen to us? The longer these shutdowns will last, the more probably it is that we will never recover into the same system anymore. What will follow? A new system (not sure they have that playbook yet)? Civil wars and a new war? Very possible.

    Remember, to get out of this, we need to be immune. To be immune we either need to be infected and generate antibodies or have a vaccination available. While waiting for a possible vaccination why don’t we:

    MAKE SURE THAT ALL PEOPLE AT RISK BY AGE AND/OR SEVERE PRE-EXISTING CONDITIONS REMAIN IN QUARANTINE IN SAFE PLACES AND WE MAKE SURE THEY ARE SAFE AND RECEIVE ALL THEY NEED. IN THE MEANTIME, EVERYBODY ELSE WILL CONTINUE TO WORK AND KEEP THE WORLD GOING. EVENTUALLY MOST OF US (40-70%) WILL GET INFECTED. MOST WILL NOT EVEN DEVELOP SYMPTOMS (IT IS REPORTED THAT AS MANY AS 4/5 DO NOT EVEN DEVELOP MORE THEN VERY LIGHT SYMPTOMS!), SOME WILL HAVE MILD FLU, OTHER WILL HAVE HARDER FLUS (WE ALL HAVE THAT ONCE IN A WHILE, DON’T WE?). THIS WAY WE WILL GET IMMUNE (WHILE WAITING FOR AN EVENTUAL VACCINATION). WITH A BIG PERCENTAGE OF THE POPULATION IMMUNE, THE SPREAD OF THE VIRUS WILL SLOW DOWN DRAMATICALLY BY NATURE!

    Here a link even from CNN (usually fake news):

    https://edition.cnn.com/2020/03/20/health/covid-19-recovery-rates-intl/index.html

    DO WE REALLY WANT/NEED TO SHUTDOWN THE WORLD, THE EDUCATION OF OUR KIDS (BASICALLY NOT AT RISK!), THE ECONOMY AND LIFE/SOCIETY AS WE KNOW IT BECAUSE ALL OF THE ABOVE?

    Let’s stop this and let’s start thinking the other way around and make sure that the world is up and running again, rather sooner than later!

    The End of Civilization?

    Now, governments all over the world want us to give this up. Abandoning the international division of labor will hit Africa, dependent on trade for bare survival, especially hard. To what end is the world’s carefully wrought economic system being dismantled? Does the spread of COVID-19 require us to destroy the world’s economy? Here we can learn from another outstanding thinker, Ron Paul, who is a medical doctor and can give an expert analysis of government medical propaganda.

    http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2020/march/21/the-end-of-civilization/

    • I get your idea and see your concerns, but all this writing is as helpful as our great president in the USA, who denies, then get 180 degrees back. Your message seems to me like yesterday’s press conference in D.C. Please don’t underestimate the results of making every thing small. Concerns are good, but see the results.

  23. Über Konzepte zur Virenbekämpfung soll und darf man diskutieren.

    Jedoch:
    Es geht hier nicht um eine Bankenprognose, sondern um epidemiologische Fakten.
    Es geht auch nicht um Politik, sondern um Sachkonzepte.

    Die meisten Standpunkt- und Kommentarschreiber benützen leider die Plattform hier um viel zur Politik zu sagen und wenig bis gar nichts zu den epidemiologischen Fakten und Massnahmen.

  24. Herr Geiger,

    Die von Ihnen propagierte Methode A (infizierte von Nichtinfizierten fernzuhalten) setzt logistisch und infrastrukturell voraus:
    flächendeckendes Testing Konzept (z.B. Drive-in Verfahren um Spitäler zu entl.)
    standardisiertes einheitliches Testing
    unmittelbare Auswertung
    genügend Labors
    Quarantänenkontrolle per App

    Ihnen schwebt wohl das Konzept Konzept Südkoreas vor, das nach dem Ausbruch der Krankheit Mers vor fünf Jahren entwickelt wurde.
    Allerdings sind auch dort mittlerweile die Fallzahlen des Corona-Testings nach anfänglichem Erfolg sprunghaft angestiegen, denn man kann trotz eingespielter Infrastruktur nicht alle Einwohner gleichzeitig testen. Zudem sind sog. „Zweitrundeneffekte“ oder „Nach-Effekte“ noch nicht erforscht und könnten das Konzept in Frage stellen.

    Südkorea verfügt mittlerweile zwar über 50 Drive-in-Teststationen. Durchschnittlich werden in Südkorea 12000 Menschen täglich auf Covid-19 getestet. Die Testkapazität der Labors liegt bei 20000 Tests täglich. Heisst bei einer Bevölkerung von z.B. 8 Mio., dass es theoretisch etwa 400 Tage ginge bis alle getestet sind. Ausser man begnügt sich mit einem Sample. Zum Vergleich: Hatte Südkorea am 10. März bereits 210.144 Tests durchgeführt, waren es in Italien 60.761 in Großbritannien 26.261 und in den USA lediglich 8554.

    Ob Methode A oder B besser ist, lässt sich erst eindeutig feststellen, nachdem die Pandemie „Covid-19“ als besiegt erklärt werden kann. Dann ist Manöverkritik und vergleichende Evaluation angesagt mit entsprechenden Massnahmen.

    Alles andere ist Spekulation und bewegt sich im „hätte“ und „wenn..dann“. Das haben hierzulande auch die Parteispitzen begriffen, jedoch viele Kommentarschreiber hier auf IP noch nicht!

    • Ich bin absolut mit Ihnen einverstanden. Darüber hinaus vergisst Herr Geiger leider auch ein ganz anderes Faktum:

      Auch wenn jemand zum Zeitpunkt T negativ getestet worden ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er zum arbiträren Zeitpunkt T+20 immer noch negativ getestet würde. Anders ausgedrückt: Die Methode A kann nur theoretisch mit einem einmaligen Testzyklus funktionieren, müsste in der Praxis aber höchstwahrscheinlich in mehrfachen Iterationen erfolgen. Das Zeitproblem im Zusammenhang mit solchen Iteration haben Sie bereits erwähnt. Und es gäbe noch eine Reihe weiterer Probleme mit den offenbar diesem Artikel zugrundeliegenden „modelltheoretischen“ Annahmen.

      Da Herr Geiger ja aber über die notwendigen methodischen Grundfertigkeiten verfügt, dürfte es für ihn sicherlich ganz einfach sein, ein fundiertes wissenschaftliches Modell vorzulegen (inkl. der zugrundeliegenden Annahmen), welches seine Behauptung zu validieren vermag. Bis er ein Solches vorlegt, bleibt seine Aussage nichts anderes als eine persönliche Meinung, eine nicht validierte Hypothese und ein „irgendwie“ motiviertes Normativ. Bezüglich Letzterem: Die Motivation hat er im letzten Abschnitt seines Artikel klar offengelegt. Was man davon halten will, ist Jedem / Jeder selbst überlassen.

      Man muss Herrn Geiger aber etwas Positives zugutehalten: Im Gegensatz zu Stöhlker spielt Herr Geiger aber wenigsten nicht die Rassen-Klaviatur.

  25. Und wieder ein verkappter Virologe und selbsternannter Fachmann. Natürlich gibt es mehrere Methoden zur Bekämpfung der Situation. Zum Beispiel ein Experimentieren á la Blondschopf auf der Insel (was bereits nach Tagen als Schwachsinn erkannt und Gottseidank revidiert wurde), oder ein Negieren vom weiter im Westen agierenden Cowboy mit fatalen Folgen? Wenn es so einfach wäre, würden wohl kaum ganze Nationen derartigen wirtschaftlichen Impact in Kauf nehmen. Anerkannte und seit langem in der Forschung agierende Kapazitäten haben grossen Respekt und geben zu, dass man nichts / viel zu wenig weiss über das Verhalten und die weitere Mutationen des Virus. Gerade deshalb ist die Situation so schwierig und Folgen der Massnahmen nicht vorhersehbar. Und da wollen unverantwortliche Populisten und selbsternannte Fachleute Ratschläge abgeben und Wissen suggerieren, wie und welche Entscheide gefällt werden müssen? Warum sich der Bundesrat, wie so viele andere vernünftige Staaten auch für die derzeitige Variante entschieden hat, ist nachvollziehbar, ob es die richtige Wahl ist, weiss derzeit zu 100% niemand auch Sie nicht. Ausserdem bin ich überzeugt, dass der Bundesrat die Grundregeln der Entscheidungsfindung kennen. Anstatt jetzt derartige Diskussionen vom Zaun zu brechen und wertvolle Ressourcen zu verbraten, sollten alle einen Beitrag leisten – humanitär, physisch als Helfer, finanziell als Spender. Lasst die wirklichen Fachleute arbeiten und mit einem gesunden Mass Vertrauen werden wir das noch nie dagewesene Problem meistern.

  26. Dass Kredite den Gewerblern – Wirten, Coiffeurs, Ladenbesitzern – nichts nützen wird, sollte mit einem Beispiel klar werden.

    Angenommen ich habe Fixkosten von monatlich 20000 Franken (Coiffeursalon mit 3 Mitarbeitern), dann habe ich mit 25000 Franken Umsatz knapp 5000 Franken Gewinn. Wenn ich nun 2 Monate dicht mache, entsteht ein Verlust von 40000 Franken. Dafür arbeitet man 8 Monate lang gratis. Und der nicht gemachte Umsatz kommt nicht wieder.

    Wer das Gefühl hat, dass jedes Geschäft so etwas verkraften können muss, soll sich nur mal überlegen, wie lange er seinen Alltag aufrecht erhalten kann (inkl. zur Arbeit gehen und arbeiten), während er auf den Lohn verzichten muss. Wie viele Einwohner können das? Wie lange? Wer hat drei Monatslöhne bar zu Hause oder auf dem Konto?

    Ich gehe von einer Konkurs- und Entlassungswelle aus. Im Sommer werden Bewerbungen geschrieben statt am Strand gehockt.

    • Wer sagt das Strandferien überhaupt möglich sind dieses Jahr?

      Vermutlich werden die Leute konsumängstlich, verschieben Anschaffungen auf irgendwann später, behalten was haben, auch Geld.
      Aber so lernen aich die Milleniens das es nicht immer nur aufwärts geht.

    • Genau. Oder anders gerechnet: Es bräuchte 20’000 pro Monat nur damit diese Firma nicht Konkurs anmelden muss – und damit türmen sich die Schulden. Kehren die Einnahmen danach nicht massiv zurück, muss trotzdem Konkurs angemeldet werden – mit massiv höheren Schulden als zuvor. So was bezeichnete man bis vor kurzem als Konkursverschleppung und es war strafbar – heute: Who cares.
      Mit den insgesammt vier Leuten ihres Beispielbetriebes sieht man, das ein UBI von CHF 3500 pro Monat (=14’000) günstiger wäre, Einkommen darstellt und für Konsum und Lebensunterhalt ausgeben werden kann.
      Man könnte damit gleich mehrere wirtschaftliche, soziale und ökologische Probleme lösen – macht man aber nicht, man macht lieber eine weitere Schuldenorgie.
      Dumm geboren und nichts dazu gelernt… 🤷

    • Bewerbung auf welche Stellen? Die gibt es dann leider auch nicht mehr. Interssant find ich auch, dass man von unserer super FDP nicht viel zu hören bekommt, jetzt wo man mal etwas sagen könnte, zur economischen Lage der Schweiz. Vorallem haben Sie sich an ihrem angeführten neoliberalem System gesund gestossen und könnten jetzt in der Notlage wieder etwas zurückgeben. Wollten Sie doch sogar das Trinkwasser teilprivatisieren.

    • Lieber Seppi ich weiss, es tönt zynisch und die wenigsten haben das aber: die Selbständige können ja jetzt auch fröhlich Wertschriften oder Ihren Goldvorrat verkaufen. Zu tiefen Preisen! Ich denke, die Preise für solche Vermögenswerte sind ja schon so tief, eben weil es bereits passiert…

      Dein Beispiel ist aber eindrücklich. Vielen Leuten mit recht stabilen Einkünften (z.B. Beamte) ist nicht wirklich bewusst, was es für Selbständige bedeutet, wenn 40-100% der Umsätze einbrechen aber weiterhin Fixkosten gezahlt werden müssen. Beim Coiffeur ist es inbesondere schlimm, weil die Mietkosten fürs Geschäft konstant bleiben und Angestellte existieren. Intelligente Vermieter verzichten freiwillig die paar Monate auf die Mieten.

      Ich zähle persönlich zur 40%-Kategorie. Ich kann meine Flaute umgehen, indem ich die Selbsteinschätzung bei der AHV korrigiere und vor allem: indem ich im Herbst weniger Steuern zahle. Da würde ich definitiv die Kantone in die Pflicht nehmen und sie bitten, Ihre Verzugszinsen 2020 und 2021 zu streichen! OMG: glücklicherweise habe ich keine Angestellten…

    • @ Seppli: Grundsätzlich einverstanden, dass die sogenannte Wirtschaftshilfe in Form von Überbrückungskrediten für viele Betriebe völlig untauglich ist. Ich werde Sie für meinen Betrieb sicherlich nicht in Anspruch nehmen (auch weil wir die nicht brauchen). Auch bin ich einverstanden, was die Konkurs- und Entlassungswelle betrifft. ABER: Man nennt das unternehmerisches Risiko. Bleiben wir bei Ihrem Beispiel. Nehmen wir an, das Unternehmen existiert seit 2 Jahren und hat eine stabile Ertrags- und Kostenlage, wie oben beschrieben. Bei einem jährlichen Vorsteuerergebnis von 60’000 Franken habe ich folglich 90’000 an zurückbehaltenen Gewinnen (Annahme: 25% Steuersatz). Soweit dieses Geld nicht anderweitig durch Investitionen gebunden ist, kann Ihr Geschäft also bis zu 4 Monate schliessen, bevor der Konkurs droht. Freilich wird es Unternehmen geben, die diese Krise nicht überstehen werden (z.B. Jungunternehmen, Misswirtschaft, Überinvestitionen). Aber das ist nun einmal das Unternehmertum. Es gibt keine Gewinngarantie und man muss mit den Risiken umzugehen wissen.

  27. Sie werden es tun (Methode A) – sobald man feststellt, dass die Quaratänemassnahmen nicht über Monate hinweg aufrecht erhalten werden können.

    • @ Realist
      Und wohin mit den positiv getesteten Personen? Methode A hat diesen Vor-/Nachteil, dass es zwar das Klügste wäre, aber eben wohin mit den positiv getesteten? Die Spitäler wären hoffnungslos überfordert. Und das glaube ich nicht nur, sondern davon bin ich überzeugt. Schlussendlich zieht man aus Methode A und B eine Symbiose und die liegt auf der Hand, nämlich (leider) schrittweise. Tut den Menschen viel Leid an und der Wirtschaft noch dazu, aber wenn wir schon von Realismus sprechen, dann sich doch mit dem ganzen Folgekonsequenzen auseinandersetzen.
      Cordialmente!

  28. Was ich nicht verstehe:im Moment ist Fastenzeit, da haben die Gastro- und Unterhaltungsbranche eh geschlossen. Somit gibt’s auch keinen entgangenen Gewinn, wenn jetzt „zusätzlich“ geschlossen werden muss wegen Corona. Oder sind die Schweizer ein Volk von, der Völlerei fröhnenden Sündern;-)

    • Ich faste nicht, feiere keinen Ramadan, gehe oft in Restaurants – sofern ich kann. Jetzt kann ich gar nichts mehr konsumieren.

  29. Lieber Herr Geiger, Das Problem liegt beim Stimmbürger. Der hat nämlich diese Koryphäen gewählt. Die Zerstörung der Schweiz verläuft in der Zeitraffer. Der Kollateralschaden ist bereits gewaltig und ich bin mir nicht einmal sicher ob diese Liquiditätsspritze helfen wird. Die grosse Mehrheit der Schweizer Wirtschaft sind KMU-Betriebe und die werden nicht gleich behandelt wie die Grossunternehmen.Die Unfähigkeit der Politik ist so eklatant, dass einem fast schlecht wird. Gleichzeitig fahren die Meinungsmacher in den Medien die Propaganda hoch und wiegen den meistens unkritischen Bürger in der falschen Sicherheit. Frau Bundesrätin Sommaruga schämt sich für den Schweizer Wohlstand und wollte deshalb eine Abhilfe leisten. Alle diejenigen, die in der Öffentlichkeit zur Wort kommen, schwafeln über die EU und die Globalisierung ohne wirklich die Zusammenhänge verstanden zu haben. Die Schweizer Wirtschaft ist zum jetzigen Zeitpunkt so unselbständig wie geschichtlich betrachtet nie zuvor. Es ist das Resultat der Entwicklung der letzten 20 Jahre. Dieser Wahn grösser = besser hat bereits den Kommunismus im Osten zum Fall gebracht. Warum sollte es hier anders verlaufen? Oder steckt eine gewisse Absicht dahinter, dass man ein angeschlagenes Land in die EU führen kann? Ein Schelm, der böses denkt.

    • @ Kassandra…

      Richtig, die selbständigen hat man erst mal einfach vergessen… nun gibt man denen mit maximal 196 Franken pro Arbeitstag gerade mal ein trockenes Stück Brot ohne Wasser.
      Und, kommen da noch Abzüge weg ?

      Selbständige Arbeiten sehr oft 6 Tage die Woche, bei vielen von denen gelten die Statistischen 21.6 Arbeitstage pro Monat kaum. Zudem ist diese Massnahme auf 30 Arbeitstage beschränkt.

      Die Konkurse werden kommen, aber erst im Herbst, vorher kämpfen sich viele Selbständige, die ja oft extrem flexibel sind, noch durch.
      Einige die einen Werkstattbetrieb haben, die können natürlich auch jetzt arbeiten. Aber die Folgeaufträge bleiben womöglich aus…. deren Krise kommt also verzögert.

      ja, die Swiss will gerettet werden, obwohl die ja quasi Deutschland gehört…. mit Millionen.
      Die Banken wollen gerettet werden….. obwohl die schon vor 10 Jahren Milliarden bekamen.

      Und die Handwerker…… 196 Franken pro Tag.

      Immerhin hat man die „Künstler“ nicht bergessen.
      Klar bei unserem Linken Establishment sind Künstler ja auch wichtiger Wie Leute die Arbeiten, Sommaruga war ja Künstlerin, äh mittelmässige Klavierlehrerein.

    • Der Wähler kann nur wählen, was ihm die Parteien anbieten. Wenn die Auswahl so bescheiden ist, wie es bei den letzten Wahlen war, und wenn die Parteien „rundgelutschte“ Bundesratskandidaten anbietet, welche die Bürokraten in den Ämtern perfekt ergänzen, würde man die Listen lieber in die Tonne statt in die Urne schmeissen.

      Bei den letzten Wahlen habe ich die FDP-Liste genommen und alle Pfeifen gestrichen, damit ich die verbliebenen Kandidaten kumulieren konnte. Am Schluss blieben fünf Zeilen leer. Und das bei einer staatstragenden Partei. Und das trotz Altersmilde. Verheerend.

      Und im Bundesrat? Kein Offizier, kein Geschäftsführer, kein Firmengründer, kein Forscher. Alles nur ehemalige Staatsangestellte oder Subventionsempfänger. Kein Wunder sind diese überfordert wenn sie Visionen und Strategien entwickeln oder Krisenstäbe leiten müssen. Und die Berater können es auch nicht, denn sie sind ja auch nur Angestellte und Hochschulabsolventen ohne Managementerfahrung.

    • Die Bundeszwerge werden aber leider von den Räten gewählt, und nicht vom Volk. Somit wäre dann wenn schon Stände- und Nationalrat zur Verantwortung zu ziehen.

    • Dass sich ein Christoph Blocher, der sich vor Jahrzehnten die Ems Chemie geschnappt und dank China-Expansion Milliarden gemacht hat, für einen Arbeiter, den Mittelstand oder sogar die ganze Schweiz einsetzt, habe ich auch vor der Corona-Krise nicht gedacht. Die „Dreamer“ werden weiterhin die Parteien wählen, die ihnen am meisten schaden.

    • Ich stimme mit diesem Kommentar voll und ganz überein! Gott sei Dank handelt es sich „nur“ um einen Virus! Man stelle sich unsere Regierung und Behörden vor, sollte uns eines der überalterten Atomkraftwerke um die Ohren fliegen! Es würde beobachtet, analysiert und mit Brüssel die weiteren Aktionen zum Schutz der Bevölkerung abgestimmt! Ich habe vor diesen Koryphäen in Bern Angst! Prost!

  30. Ich teile die Meinung von Professor Hans Geiger.

    Die Krisenvorsorge war völlig ungenügend . Und mit dem zögerlichen, EU-fokussierten Verhalten von Bundesrat und Verwaltung – ja nichts machen, was der EU missfallen könnte, im Besonderen keine Grenzkontrollen – wurde der Schweizer Wirtschaft Schaden zugefügt, der das (intelligent organisierte) Kreditpaket um ein Mehrfaches übersteigt.

    Strategische Überlegungen (z.B. Maximin) blieben aussen vor. Mehr als schade.

  31. Alles läuft nach einem Drehbuch ab. Mit tatkräftiger Unterstützung der Medien. Wohin das führen wird, sehen nur Wenige.

    Wenn uns nicht ein „Wunder“ oder Trump rettet, werden sich die, die überleben, in einer Dystopie wiederfinden.

    • Ich möchte NICHT, dass uns ein Trump rettet. Ein solcher macht das Meiste kaputt und denkt noch weniger weit als unsere Regierung.
      Es ist doch so: Die meisten Länder tun nun so, als ob ihnen die Intensivstationen mit den sterbenden älteren Menschen wichtig wären und propagieren Aktionismus. Dann merken sie, dass die Wirtschaft und damit ihre Existenz gefährdet ist und sie werden möglichst schnell wieder zur Normalität wollen, egal wieviele sterben. Die ersten Länder, die wieder die Wirtschaft sausen lassen, werden den kleinsten Schaden erleiden und gegenüber den anderen im Vorteil sein. Jeder möchte dann der erste sein, der wieder Vollgas gibt, egal wie es in den Spitälern aussieht.

    • Ich nehme an dass Sie halt nicht wissen was Sie schreiben. Wenn Sie die gestrige Pressekonferenz hier in den USA gesehen haben, werden Sie nicht mehr so auf Trump bauen. Der hat ja scheinbar ohne Information von China, nur seinem Baugefühl gehorchend, die Flüge nach China verboten. Er hat sich gestern ja wieder als sehr intelligent usw. bezeichnet.

  32. Im Moment scheint jeder Virologe zu sein. Und alle, die zwei Zahlen multiplizieren können, finden bessere Wege, Corona zu stoppen. Weltklasse!!

    • @ Mäxli……

      Nein wir sind keine Virologen, aber wir tun was Menschen immer tun und was sie von den Tieren unterscheidet…

      Wir lesen was andere erforscht haben und welche Erfahrungen die mit einem Problem machten.
      Nur scheint unser Bundesrat sich nicht an der Praxis zu orientieren, sondern an ideologischen Gesichtspunkten.
      Er fürchtete die Signalwirkung welche die Schweiz auf Europa hätte haben können, so wir den sofort regiert hätten.
      das wäre der EU natürlich sehr ungelegen gekommen und genau das war wichtiger wie unsere Gesundheit.

      Mäxli…..
      Zusammengefasst:
      Soldaten sterben nicht erst selber, um sich das Wissen über den Kampf anzueignen, sondern sie lesen die Bücher derjenigen die frühere Kriege überlebten.

  33. Der gute Staat schützt die Schwächsten. Doch wer sind diese? Wirklich die Alten mit einem Lebensstandard, von dem die Jungen nur träumen können? Sind die Schwachen nicht gerade die Jungen, die in eine ungewisse Zukunft zusteuern? Sollen sie jetzt zusätzlich 100 Mrd. Schulden tragen für jene, die auch ohne Corona in 3 Jahren zu 50% bereits gestorben sind?
    Wäre es nicht wichtiger, einem gesunden Volk eine möglichst gute Lebensqualität zu bieten als eine reduzierte Lebensqualität möglichst unbegrenzt zu verlängern?
    Falls durch Corona nur so viele sterben wie bei einer Grippeepidemie in der Schweiz, sind die eingeleiteten Massnahmen viel zu drastisch, ja volkswirtschaftlich unverantwortlich.

    • @ Rüpel Stilz…..

      Die „Jungen“ haben genug Zeit um sich den Lebensstandart der Alten selber zu erarbeiten.

      Mein Vater arbeitete bis 70 zu 100%, dann bis 87 Teilzeit.

      Das haben sie bei ihrer Betrachtung „unserer Alten“ wohl vergessen, deren Bereitschaft zum Arbeiten.

      Also spucken sie in ihre Hände und fangen sie an…. dann werden sie im Alter auch was haben um ihre letzten Jahre gut zu leben.

    • @ Rumpel Stilz
      Schon wieder so ein unverschämtes Wesen, dass weder Respekt, Ethik, Moral und sonst noch was von Menschlichkeit in sich hat. Nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Schamlose, der sich noch dazu in einem Kommentar äussert. Genau solche Wesen werden im neuen Wirtschaftssystem sich „nolens volens“ neu mit Werten orientieren müssen, denn die schamlose Oberflächlichkeit hat nun endgültig seine Grenze erreicht, denn das Geld wird nicht mehr wie Honig fliessen. Und das ist gut so! Frugal Living lautet die Devise und die noch ein bisschen mehr mutieren, die haben die Chance Bohémian zu werden. Alles nur menschliche Qualitäten und keine Materiellen………
      Hai Capito?

    • Natürlich sind die Massnahmen drastisch, bloss müssen auch 30 oder 40-jährige unter Umständen bereits beatmet werden. Die 0.4% Sterbensquote in der Altersgruppe heisst ja nicht, dass lediglich 0.4% beatmet werden. Das könnte ja auch heissen, dass 4% beatmet werden und dann jeder zehnte stirbt. Kapisch?
      Insofern verstehe ich die Jugendlichen mit Corona-Partis nicht. Das „mir kann nichts passieren“ ist eine fatale Selbsteinschätzung. Ehrlich: wenn ein Vater mit Familie ein Intensivbett beansprucht und dann kommt ein 15-jähriger pickliger Jugendlicher rein, aus einer Grossfamilie mit vielen Geschwistern: wem wird denn nun der Vorrang gegeben? Können Sie das beantworten? Ich nicht. Und ich bin einfach nur froh, dass ich nie diese Frage zu beantworten habe. UND GENAU DARUM TRAGE ICH DIE MASSNAHMEN MIT!

    • Ein beachtlich guter Kommentar wie ich finde. Es ist für jeden Menschen traurig, doch was hier passiert ist einfach nur der Wahnsinn. Etwas über 3000 Tote in einem Land von 1,6 Milliarden in China. Momentan ca 15`000 sogenannte Corona-Opfer bei 13 Millionen welche dieses Jahr schon auf der Welt gestorben sind. Ich kann es nicht fassen, dass die Menschen sich die Rechte nehmen lassen und man keine Vergleiche macht und präsentiert bekommt. Private KMU`s werden zerstört, in die Abhängigkeit getrieben mit der Option sich mit der Bürgschaft des Volkes in einer so unsicheren Zeit verschulden zu dürfen. Wenige grosse Firmen haben Marktvorteile welche man sich kaum hätte vorstellen können. Was passiert da auf der Welt? Darf man noch Fragen stellen, oder verschwindet man irgend wann nur als weiteres Opfer?

    • Man kann das Geldsystem innerhalb von 20 Sekunden ändern, ohne dass alles zusammenkracht. Dann wären die Staatsschulden Geschichte. Alles nur Buchhaltung.
      Für so einen Schritt muss man auch bereit sein. Was unsere Elite offensichtlich nicht ist – weil sie es sonst längst getan hätten.

  34. Der Bundesrat (und deren Berater) haben ziemlich sicher Methode A geprüft. Jedoch hat er noch einen Schritt weiter gedacht und eine Kommunikationsstrategie erarbeitet, sodass die Bevölkerung glaubt, dass die „sozialere“ Methode B umgesetzt wird. Aber betrachten Sie die Umsetzung mal von der Kommandozentrale und nicht vom Feld: die „jungen“ 16-64 jährigen müssen weiterarbeiten und werden langsam durchseucht. Das merkt man kaum, weil die Tests grossmehrheitlich den Risikogruppen vorenthalten sind. Und die Gruppe der Älteren werden unter grossem kommunikativem Engagement/Druck abgeschottet. Hoffe ich konnte Ihnen ohne Besserwissertum die Lage erläutern. Grüsse vom Ingenieur

    • Macht Sinn, gute Analyse – mal sehen, ob Ihre Hypothese bestätigt wird. Dafür müsste die Kommandozentrale jetzt ein Machtwort im Tessin und Genf sprechen…

    • Derartige Gewieftheit passt leider so gar nichts ins restliche Bild: Irrsinnig offene Grenze nach Highest-Risk-Italien, keine (obwohl spottbillig) Schutzmasken, etc.

  35. Die Crux am Corona Virus ist, dass 80 Prozent der Infizierten keine oder nur ganz milde Symptome zeitigen, aber dennoch ansteckend sind. Man müsste also die ganze Bevölkerung der Schweiz flächendeckend testen. Ist der Test negativ, kann sich der Getestete in Zukunft aber doch anstecken.

    • @ Eisenring…..

      Eine Alternative wäre auch, das die ganze Gesellschaft Masken trüge.

      Aber der Köchli aus dem BAG hat ja gesagt, das nütze nicht viel.

  36. Mit Verlaub Herr Geiger, aber Sie sollten wirklich bei der Beurteilung der Wirtschaft bleiben. Dieser Teil Ihres Artikels ist sicher korrekt. Aber wenn Sie schon die Offiziersschule ansprechen, dann sollte Ihnen auch klar sein, dass man nicht mitten in der Schlacht die Generäle infrage stellt. Ich glaube nicht, dass es in Europa ein Land gibt, das genügend Testkapazitäten für Ihre Strategie A hätte, geschweige denn gehabt hätte. Also seien Sie bitte still, oder helfen Sie mit, die Leute zu ermuntern, sich wie empfohlen oder angeordnet zu verhalten.

  37. Ich wäre als Laie (und nein, nicht jeder Offizier ist auch ein fähiger Krisenmanager) einfach mal ruhig und würde die Profis, die sich über Jahrzehnte damit praktisch und theoretisch beschäftigt haben, ihre Arbeit machen lassen.

    • hahaha….

      Also Profis, so wie jene die uns 2008 in die grosse Finanzkrise manövriert haben ?

      Meinen sie solche Spezialisten…?

    • Wie viele „unserer Profis“ haben schon praktisch eine Pandemie gemanaged und sich als Krisenmanager hervorgetan?

  38. Werter Herr Geiger,
    am 14.3.2020 strahlte das Deutsche „Radio eins“ ein interessantes Gespräch aus, mit der bekannten Virologie, Frau Prof. Dr. Karin Mölling, emeritierte Direktorin des Inst. für Medizinische Virologie, Zürich, und Max Planck Institut für molekulare Genetik in Berlin, Autorin des Buches „Supermacht des Lebens – eine Reise in das erstaunliche Leben der Viren“. Viren sind ein Teil unseres Lebens u. Antreiber der Evolution, sie sind Teil unserer Umgebung, nisten sich in unsere Chromosomen ein welche zur Hälfte aus Viren bestehen u. dann als Bestandteil unseres Erbgutes, sind sie nicht mehr ansteckend. Frau Prof. Mölling hat auch einen preisgekrönten AIDS-Therapie-Ansatz entwickelt, kurzum: eine ausgewiesene Fachfrau. Zur heutigen Situation gefragt, meint sie:
    – COVID-19 ist kein gravierendes Kellervirus – wie gelegentlich dargestellt
    – wir haben bereits heute (s. Datum der Ausstrahlung) 2-3000 Tote in der BRD an Influenza und 1,5 Millionen weltweit – darüber reden wir nicht ein Wort
    – die WHO hat die heutigen einschneidenden Massnahmen von den diversen Geschäftsschliessungen nicht empfohlen
    – da sie pensioniert sei u. ihren Job nicht mehr verlieren kann, sagt sie klipp und klar, dass sie mit der heutigen Politik nicht einverstanden sei und als Virologie sich bei der Ehre gepackt fühle: die Schliessung von Schulen, Kindertagesstätten, Restaurants…usw. befürworte sie nicht
    – z.Zt. ist die Panik das Problem, wie kriege ich den Geist der aus der Flasche ist, wieder da hinein?
    – was z.Zt. in der Welt geschieht ist eine der Situation nicht angemessene Angstmacherei, eine Presse-Epidemie die den Bogen überspannt

    Ja, da frage ich mich: wenn wir in unserem Lande derart kompetente und ausgewiesene Fachleute haben, weshalb ziehen wir nicht diese zu Rate? Damit könnten wir auch den jetzt entstehenden schweren wirtschaftlichen Schaden und auch die psychologischen Probleme/Belastungen in der Bevölkerung, vermeiden?

    • @ Peter Meier…..

      Richtig und es ist auch das was Dr. Wodarg sagte.

      Corona ist mit 1-4% Todesrate bei sehr alten Patienten ein „harmloser“ Virus.
      Ebola weisst dagegen eine Todesrate von weit über 90% auf, kann sich wohl gerade darum nicht weit verbreiten.
      Seine enorme Tötungsrate verhindert die Ausbreitung.

      Viren sind Teil der Evolution, sie wollen einen Wirt haben um darin zu leben, nicht den Wirt töten, denn das ist immer auch das Ende ihrer eigenen Existenz.

      Der neue SARS-Covid-2 Virus Subtyp ist eine Mutation oder das Ergebnis eines Labos, wir wissen es noch nicht.
      Mutationen geschehen zufällig, aber sie schiessen mitunter übers Ziel hinaus. Eine Mutation will eigentlich die Abwehr des Menschlichen Körpers überlisten um weiterhin diesen Körper als Wirt benutzen zu können.

      Das heisst, er will eigentlich nicht töten, sondern leben.

      In der Folge von weiteren Mutationen wird sich also das Virus abschwächen und dem Wirt anpassen ….damit er ihn nicht mehr tötet.
      Corona wird schwächer, angepasster und wir Menschen entwickeln eine Immunabwehr gegen ihn.

      Ein Gleichgewicht wird hergestellt…… und in 2 -3 Jahren werden wir mit dem neuen Virus so Leben wie mit tausenden anderen auch,… ohne ihn zu gross bemerken.

    • @ Loomit…..

      Weil die PCR Tests unzuverlässig sind und man auch erst mal 8 Millionen haben muss.

      Zudem muss man ja alle 2 Wochen neu testen, denn der Test besagt ja nichts darüber aus, wann man angesteckt wird.
      Also braucht die Schweiz bei der Massnahme nicht nur 8 Millionen, sondern ein mehrfaches davon.

    • Die Handhabung der Krise durch den Bundesrat macht dann Sinn, wenn im Nachgang folgende Ziele durchgesetzt werden:
      1. Abschaffung des Bargeldes.
      2. Impfung oder Zwangsimpfung , evtl. mit Microchip, d.h. digitaler Identität (ID 2020).
      3. Reduzierung der Selbständigen.
      4. Entwaffnung.
      Möglicherweise braucht es eine zweite Corona-Welle. Das Volk wird dann jede Massnahme akzeptieren.

  39. Sehr guter Artikel, Herr Geiger! Unterscheidet sich wohltuend von den Lobhudeleien, Gefälligkeitsartikeln und Verlautbarungen des Mainstream-Journalismus aus den Büros von SRF/SRG, Ringier-Blick, Coninx-Tamedia, Wanner-CH-Media inkl. Telezüri, die zu reinen Sprachrohren der Behörden verkommen sind.

  40. Herr Geiger

    Bleiben sie bitte bei ihrem Banking. Ihr Kommentar ist komplett daneben.

    Was ist mit den Tausenden von Menschen die nicht zu Hause bleiben können? Den Pflegern, den Ärzten, den Zulieferern, den Mitarbeitern in den Verteilzentren von Migros und Coop, den Mitarbeitern in den Lebensmittelläden, die Mitarbeitern im ÖV, den Lieferdiensten, den Betreibern von Onlineshops etc. diese können sich nicht oder nur bedingt schützen. Die haben Kontakt mit Menschen die ganz sicher Corona haben. Sie lassen weiter aussen vor, dass viele Menschen erst zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Weiter lassen sie aussen vor, dass der Virus wohl erst nach einer gewissen Zeit nach Ansteckung aktiv wird.

    Wirtschaft vor dem Wert des Lebens? Herr Geiger, finden sie den Fehler in dieser Aussage? Es ist anmassend Leben gegen Wirtschaft abzuwägen, aber genau das tun wir im Namen der System Doktrin.

    Haben sie die Mortalität in Italien gesehen? Corona trifft auf eine überalterte Gesellschaft, 80‘000 chinesische Sklaven (sorry Gastarbeiter) hin oder her. Wollen sie solche Zustände? Die Toten werden in Lastwagen weggebracht. Herr Geiger, unsere Gesellschaft, wir – sind zum kotzen!

    Haben sie die Zahlen in der Schweiz gesehen? Das ist kein kompletter Lock-Down die Zahlen steigen immer noch. Es ging sich darum, das Gesundheitssystem nicht an die Grenzen zu bringen. Also die Betten in den Intensivstationen nicht zu überlasten. Beim x+1. Patienten müsste ein Arzt Gott spielen. Aber ja, das wird keiner aus der A Schweiz sein, die sitzen nun alle zu Hause, wettern über ihre Wirtschafts-Marionetten im Bundeshaus und beklagen den Verlust ihrer Unternehmen an der Börse.

    Solange schwarz weiss denkende Menschen die Regeln in unserem Land machen, haben wir keine Chance den Klimawandel anzugehen oder eine menschlichere, sozialere und vernünftigere Menschheit zu werden. Gerade in der Wirtschaft sollte man die kranken von den gesunden Menschen trennen. Die 1% Menschen, die Choleriker, die Soziopathen, die Psychopathen in Management oder anderen höheren Positionen – von den geistig gesunden, den vernunftfähigen, den umweltverträglichen und den sozialen Menschen trennen. Wetten wir lebten plötzlich ich einer besseren Welt?

    Niemand

    • Sind sie grün? oder rot? oder beides ?
      Sicher kein Homo oeconomicus – ich erkenne keine wirtschaftliche Überlegung in Ihrem Beitrag, genau wie rot-grün…!

    • B.lödsinn , ich bin weder grün noch rot – sorry! Ich bin ein menschliches und kein politisches Wesen.

      Nein, nur versteckt Bezug auf die Wirtschaft. Aber ich habe es ganz schlau versteckt. Weil unsere Wirtschaft nur mit Menschen funktioniert und weil es hier um Menschenleben geht. Das sind diese anderen gleichartigen Wesen, um sie herum. Die sterben im Moment wie die Fliegen und jeder Mensch ist ein Schicksal. Jeder Mensch wird betrauert und um jedes Menschenleben wird im Moment gekämpft.

      Es tut mir leid, wenn sie in dieser Krise Angst um ihre Existenz haben müssen. Ich hoffe für sie, dass es gut kommt.

      Niemand

    • @ Homo oeconomicus: Bin sehr einverstanden mit Ihrem Beitrag. Vor allem wird ausgeklammert, dass es die Wirtschaftslobbyisten sind, die aus unseren gewählten Bürgern versuchen, Marionetten für ihre Zwecke zu machen.

      Stattdessen hätte man jetzt die Möglichkeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie man so wohnen und leben kann, dass „natürliche“ Sicherheitsmassnahmen solche Epidemien verhindern helfen. Insbesondere auf dem Gebiet Mobilität, Wohnen, Elektronik, Bauen und Grünumschwung …. Die „gesunde Distanz“ suchen, welche Eigenständigkeit – aber auch echtes, koordiniertes Miteinander – voraussetzt. Also vielleicht nicht nur irgendwelches Grünzeug an Fassaden kleben, sondern Bedingungen für Pflanzen suchen, die desinfizierende Wirkung haben. Sich überlegen, ob vermehrte Elektronik vermehrte Mutationen in Lebewesen bedeuten, die Kulturlandschaftsinitiative endlich umsetzen usw.

      Aber was träum ich: man muss unseren Leuten ja tatsächlich erst beibringen, sich die Hände zu waschen ….

      @ B.Lödsinn: Ihr Ziel ist also eine Wirtschaft, die auch ohne Homo Sapiens funktioniert?

  41. Die behördlichen Reaktionen und Fähigkeiten und Massnahmen sollen diskutiert und analysiert werden- bezahlen müssen wir sie sowieso.

    Es zeigt sich aber auch wie klein die Selbstverantwortung inzwischen geworden ist. Hier im Tessin gab es vor kurzem eine üppig frequentierte Fasnacht mit viel körperlicher Nähe; jetzt sind wir an der Coronaspitze.
    Der Begriff der Gesundheit sollte breiter verstanden werden: physische, emotionale, emotionale, finanzielle und auch seelische Gesundheit.
    Die verordnete Ruhe könnte noch dauern, wir sollten sie zur Reflexion und innerer Stärkung nutzen, statt Netflix und Co rauf und runter zu spulen.
    Bleiben Sie gesund

  42. 70% der Weltgoldproduktion fällt aus.Alle Tessiner Raffinerien schliessen die Produktion.Jetzt gehts nach oben mit dem Goldpreis, so könnte man denken.Aber das Goldkartell der Nationalbanken wird dies nicht zulassen, denn je höher der Goldpreis desto wertloser das Papiergeld……….Milliarden by Knopfdruck.

    • Lieber Groeg: ich kann Sie beruhigen. Viele Personen müssen Ihre Anlagen Not-verkaufen. Der Goldpreis wird in nächster Zukunft nicht steigen…

  43. Gratuliere, das Thema auf den Punkt gebracht. Man könnte auch die Risikopatienten für eine kurze Zeit isolieren und die gesunde Bevölkerung mit dem Virus durchseuchen und so immun werden lassen. Den mit der Wartezeit auf den Impfstoff und die derzeitige Strategie, werden wir dann leider später eine neue Welle erfahren…

    PS: übrigens müsste man sich einmal die Frage stellen:„cui bono“? Das Virus kommt aus China und die Chinesen werden auch die Profiteure des wirtschaftlichen Fiaskos in Europa und USA sein…

  44. Endlich wieder mal ein Gastautor, der a) schreiben kann und b) was zu sagen hat. Vielen Dank. Genau so ist es.

  45. Wenn wir uns jetzt wegen Corona verschulden (müssen), wozu haben wir uns den früher verschuldet?

    Wenn wir jetzt 100e Milliarden Franken ausgegeben, wozu hatten wir früher Volksabstimmungen über Beträge von 10 Millionen Franken? Selbst 1 Milliarde sieht harmlos aus dagegen.

    Wir sollten entweder unsere Kleinigkeit abschaffen, oder Corona-Beträge. Zusammen macht dies keinen Sinn!

    • Finde ich auch, dann könnten wir uns auch wieder eine Armee leisten, die diesen Namen verdient und optimal ausgerüstet ist. Das wäre Peanuts dagegen.

  46. Es nützt keiner Firma etwas, wenn sie jetzt zinsgünstige Darlehen vom Bund/Kantonen erḧält, denn wegebrochen sind die Einnahmen der Firmen, weil weder im Inland noch Ausland jemand kauft. Mit den neuen Darlehen werden zum Teil wohl auch bestehende Kredite getilgt, was eigentlich nicht nötig ist, denn die Banken werden als systemrelevant sowieso vom Staat garantiert.
    Das alles ist wilder, schlecht durchdachter Aktivismus, für den wir weitere 10 Jahre Krise bescheren wird.
    Da der Staat per Verfassung für die Menschen, die darin leben zuständig und verantwortlich ist (und nicht für Firmenbailouts) ist die einzig logische und zulässige Massnahme die Einführung eines monatlichen UBI für alle natürlichen Personen über 18 Jahre.
    Mit allen anderen Massnahmen wird der Staat immer mehr zum fasischtischen Wirtschaftsdiktator.

    • Die Darlehen sind absolut notwendig, hier der Grund: Würde man diese Unternehmen pleite gehen lassen, würde die Wirtschaft nach der Coronapandemie nicht anspringen und viele Arbeitnehmer könnten nicht sofort die Arbeit aufnehmen. Konsequenz: Massenarbeitslosigkeit und grosse Verwerfungen.

    • – Merksch öppis? Es gibt keine einfache Lösung, bloss eine Problemverschiebung bzw. -transformation. – Mehr Steuern in einem rezessiven Umfeld (kommt immer gut!) oder mehr Staatsverschuldung bzw. Staatsschulden, die bloss mit mehr Steuern später wieder getilgt werden könnten. Wer kommt wieder an die Kasse?: v.a. der doofe Mittelstand.

  47. Das grosse Problem ist ja gerade bei Corona, dass man nicht zwischen Infizierten und Nicht-Infizierten unterscheiden kann. Es gibt auch keine Bevölkerungsgruppe, die daran stirbt und eine die es praktisch nicht betrifft, wie es der Artikel suggeriert. Wie beschrieben könnte man vielleicht mit vermehrtem Testen etwas besser zwischen Infizierten und Nicht-Infizierten unterscheiden. Aber mal abgesehen davon, dass der Artikel die Antwort schuldig bleibt, wie man die dafür nötige Test-Kapazität aus dem Boden stampft: bevor ich dann jeden Tag ne Blutprobe abgeben muss, bleib ich lieber zu Hause und mach Home Office. Der Aufwand ist kleiner. Aber der Vogel abgeschossen, hat der Artikel, als behauptet wird, dass für jeden, der eine Managementschule abgeschlossen hat, offensichtlich ist, dass zuerst Methode A getestet werden müsste. Hier geht es um Menschenleben! Da testet man nicht einfach ein paar Wochen und sagt dann: „Ups war doch falsch.“ Und warum sollte man Methode A vor Methode B testen? Weil die Wirtschaft dann doch wichtiger ist als unsere Gesundheit?

  48. Wir müssen alles dafür tun, die Risikopatienten zu schützen. Dies hat sicher auch den grössten Effekt auf die Infrastruktur der Spitaler.

    Wir anderen hatten alle schon mal eine mehr oder weniger schlimme Grippe und können vernünftig damit umgehen. Ja die Grippe ist wirklich seehr ansteckend, und die vielen Kontakte mit Risikopatienten sind ein Problem, aber wir tragen den Virus auch nicht alle und nicht ewig in uns (Immunität) diese TEMPORÄREN Zustände der Weiterverbreitungsfähigkeit wurden in den exponentiellen Modellen, die ich gesehen habe, so nicht berücksichtigt.

    Wir brauchen eine Strategie welche 6 Monate funktioniert sowie eine, die langfristig funktioniert (speziell für Risikopatienten).

  49. Aus meiner Sicht hat der BR TOTAL versagt und besitzt KEINE Führungskompetenz.
    Dieser BR-Präsidentin hatte ich auch nie etwas zugetraut (play the piano).
    Viel zu lange liess er Züge CH-It fahren.
    Führt das zu 99.99% gesunde CH-Volk vor (die haben alle kein Covid19) in den Stillstand. Und setzt das ganze Gesundheitssystem für alt-kranke-rauchende (Risikogruppen) zur Verfügung.
    Meine Solidarität hat Grenzen.
    BR abtreten bitte!

  50. Den Ruck hat vor über 20 Jahren schon ein deutscher Bundespräsident gefordert. Was ist daraus geworden: Die Deutschen sehen schwarz mit Trulla, die Sozialisten versprechen das Blaue vom Himmel, die Grünen verbieten mehr oder weniger alles, was das Leben lebenswert macht, die Liberalen spielen liberalala und die AfD ist ein blaues Wunder.

    Hans wo bleiben Deine Parteigenossen. Jetzt, wann denn sonst, MUSS ihre Stunde schlagen. Doch ich vernehme nur schweigen im Walde.

    Immerhin ist das o.g. eine Analyse die auch so genannt werden darf.

    In der Eidgenossenschaft sieht es heute nicht besser aus als bei den nördlichen Nachbarn. Übrigens habe ich mir gestern den Film „Das Wunder von Wörgl“ über YouTube reingezogen. Prädikat: Empfehlenswert

    • Warum kommentiert ein aus Deutschland – ohne meine Einladung! – Zugereister, die Zustände in der Schweiz?

  51. Was am meisten stört, um Gleichheit zu schaffen hätte man jeder Person, die über 18 ist, nicht ein Gehalt (Verdienst) beziehen kann und nicht von altersbedingten Vorsorgen leben kann, CHF 5’000 monatlich zukommen lässt, bis zum Ende der Vorkehrungen des Bundes.
    Die getroffene Lösung schafft viel zu viele Verlierer und alimentiert mit Steuergeldern auch Betriebe, die nicht wirtschaftlich sind. „liberté – fraternité – égalité“

  52. Sehe ich eigentlich auch so. Wer sich die verfügbaren Daten ansieht, kann schwer nachvollziehen warum man am aktuellen Approach festhält. Ich erkenne kein Sinn dahinter, Kinder und gesunde Erwachsene vor einem Virus schützen zu wollen, der für sie ungefährlich ist (viel harmloser als eine Grippe). Offensichtlich besteht die hauptsächliche (fast ausschließliche) Gefährdung für alte und bereits kranke Menschen, diese muss man schützen aber in dem man alle anderen völlig undifferenziert festsetzt hat man den wohl einfachsten aber auch ineffizientesten Weg gewählt, derzeit ohne Exit-Strategie außer der Hoffnung irgendwann ein Medikament oder eine Impfung zu finden, was im besten Fall Monate dauern wird. Von einer Durchseuchung gehen ja alle aus aber diese wird sehr lange dauern, je extremer die jetzigen Maßnahmen ausfallen, umso länger. Rettet man damit wirklich Leben oder geht es mehr darum den Leuten zu zeigen, dass man angesichts von vielen Toten handelt und etwas tut auch ? Persönlich denke ich, dass eine hohe Infektionsrate mit entsprechender Immunisierung der wesentlich bessere Weg ist und im Endeffekt mehr Nutzen als Schaden stiftet.

  53. Herr H, lassen sie es jetzt gut sein. Das Bund Bashing ist unangebracht. Der BR macht es sehr gut und hat die volle Unterstützung der Leute.

  54. insideparadeplatz.ch ist eines der wenigen Medien, die unvoreingenommen und auf Fakten basierende Situationsanalysen vornimmt. Die meisten anderen Medien übernehmen die offiziellen Statements ohne diese fundiert zu analysieren. Medien, die Berichte über den aktuellen Status re Corona publizieren und dann ein paar Zeilen weiter unten ein völlig irrelevantes Individum wie Oliver Pocher zitieren, sind sowieso nicht erst zu nehmen. Erschreckend ist, dass diese Medien schon so weit verbreitet sind, dass sie die Stimmung in einem Volk drehen können. Die Politik schaltet dann parallel, weil man ja wieder gewählt werden will. So kommt was kommen muss, wie auch in diesem Artikel hervorragend beschrieben, wird die publizistisch meist verbreitete Lösung ohne Abchecken von Alternativlösungen durchgepeitscht, ohne die mittel- bis langfristigen entstehenden Probleme in Betracht zu ziehen. BTW, die NZZ hat eine gute Zusammenstellung veröffentlicht: https://www.nzz.ch/panorama/die-wichtigsten-grafiken-zum-coronavirus-ld.1542774. Man lese, ich für meinen Teil interpretiere diese Zahlen so, dass der Corona Virus keine Gefahr für die Menschheit ist, eine Meinung, die auch viele anerkannte Wissenschaftler vertreten. Allerdings ist es, dieser Ansicht zu sein, in der Allgemeinheit ziemlich verpönt. Man wird dann auch sofort in die Ecke der Weltverschwörer gedrückt, ohne mit Gegenargumenten zu brillieren ….
    Die Menschheit verdummt leider, der einfachste Ansatz, um das zu erkennen, ist, die meist frequentierten Sendungen auf den TV Kanälen zu betrachten.

    • Korrekt. Politiker tendieren zu Klientelpolitik. Sie wollen wiedergewählt werden. Aktuelle Themen bestimmen die Richtung (siehe 2019 Greta und Vormarsch der Grünen. Etwas was jetzt retrospektiv betrachtet ein gewichtiger Nachteil darstellt, da genau diese Kreise unfähig sind Krisenmanagement zu betreiben). Ebenfalls korrekt: Das Virus ist keine Gefahr für die Menschheit – das ist übrigens der Klimawandel auch nicht. Die Menschheit wie auch der Planet geht deswegen nicht unter und dreht sich weiter. Ebenfalls korrekt: Die Medien manipulieren den durchschnittlich intelligenten Bürger nach belieben. 80% der Leute sieht die Zusammenhänge bzw. kennt sie nicht. Nicht ganz korrekt: Die wirklichen Experten im Bereich Viren nehmen die Sache nicht auf die leichte Schulter – die anderen selbsternannten Experten verbreiten ziemlich viele Unwahrheiten. Der ultimative Beweis, dass die Sache von Anfang an mehr als ernst war, haben die Chinesen geliefert. Wäre es kein Problem gewesen, hätten die Chinesen niemals diese drastische Massnahmen getroffen. Es gab schlicht und einfach kein Grund. Die Chinesen hätten es sich locker 100tsd Tote leisten können – ES GAB ALSO EINEN GRUND – es nicht locker zu nehmen – etwas was übrigens die Europäer schlicht und einfach nicht verstanden haben. Die Menschheit wird also nicht untergehen aber sehr viele Menschen werden sterben….und dies auf eine sehr qualvolle Art.

    • Dem ist nicht mehr viel anzufügen, ausser einem Kompliment für diesen treffenden Kommentar, ebenso wie für den Artikel von Hans Geiger. Nur eine Frage scheint bisher niemanden zu interessieren: In der Lombardei wurden die drastischen Massnahmen zur (vermeintlichen) Eindämmung der Corona-Epidemie bereits vor 5 Wochen ergriffen. Ursprünglich auf zwei Wochen befristet, weil damit – so die damalige Begründung – die Zahl der Ansteckungen abflachen werde. Inzwischen steht ganz Italiens Alltag seit mehreren Wochen still. Und das Resultat? Jeden Tag massiv zunehmende „Fall“-Zahlen. Damit stellt sich m.E. dringend die Frage nach der Wirksamkeit dieser extrem wirtschafts- und gesellschaftsschädigenden Massnahmen in der Schweiz. Das Argument, man müsse hinterher analysieren, ob sie richtig waren, erinnert doch stark an die Geschichte vom Kind, das in den Brunnen gefallen ist.

  55. Sehr geehrter Herr Geiger

    Man könnte Ihrer Kritik durchaus etwas abgewinnen, wenn man die folgende Tatsache ausblendet. Die für eine wirksame Umsetzung der Methode A erforderlichen Mittel für das Testen der Bevölkerung stehen schlicht und einfach nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Weder vor 4 Wochen – und auch nicht heute (die diesbezügliche Kapazität nimmt zwar zu, ist aber immer noch bei weitem ungenügend).
    Vieler Worte kurzer Sinn: Unter den gegebenen Bedingungen hatten unsere Behörden und die Regierung tatsächlich keine Alternative.

    Mit freundlichen Grüssen
    Arthur Baumann

  56. Schonmal daran gedacht, dass um zu „testen, testen, testen“ es massenhaft Tests braucht, die wir nicht haben? Eventuell ist das dem Bundesrat ebenfalls bewusst, sodass diese Alternative rasch ausgeschieden ist? Zudem bewirkt ein negativer Test, dass sich die getestete Person in falscher Sicherheit wiegen könnte und die Schutzmassnahmen nicht mehr streng einhält – ich bin ja gesund.. Ferner ist ein Test (meines Wissens nach) noch länger negativ, auch wenn sich jemand schon frisch angesteckt hat (siehe Tests für Geschlechtskrankheiten. Hier wird sogar eine Wartezeit von 3 Monaten empfohlen). Und zuletzt ist man mit einem negativen Testurteil nicht Immun, sondern kann sich täglich infizieren. Folglich müsste täglich getestet werden, nicht?

    Ich denke wir fahren mit Plan B ganz gut. Die Gesundheit der Bevölkerung hat Vorrang vor Wirtschaftlichen Interessen.

    • Über die langfristigen gesundheitlichen Folgen dieser Massnahmen macht sich, ausser ein paar Psychiatern, die bereits Geschäfte wittern, kaum jemand Gedanken. Massenarbeitslosigkeit und fehlende Wirtschaftskraft führen zu gravierenden Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung, von den steigenden Selbstmordraten ganz zu schweigen. Griechenland in der Eurokrise lässt grüssen.
      Gouverner c’est prévoir…(Emile de Girardin, franz. Verleger und Journalist 1806 – 1881)

  57. Frau Sommaruga hat mit Sicherheit weder eine Offiziersschule noch einen Managementkurs absolviert. Wenn ich mich richtig erinnere, war sie in der Vergangenheit immer damit beschäftigt, ihr Eigenheim zur Aufnahme der vielen „Flüchtlinge“ aus- bzw. umzubauen.

  58. „Haben wir vom Bundesrat oder dem BAG je etwas über die Teststrategie gehört?“

    Haben wir, mehr als einmal.
    Zum „testen, testen, testen“ braucht es Testsets, Testsets, Testsets und Labore, Labore, Labore mit Personal, Personal, Personal.

    Während der Zeit des Aufbaus könnten Politiker, Journalisten und Kommentatoren ihre neunmalklugen Rufe nach mehr Tests gerne für sich behalten. Oder belatschern Sie Verantwortliche eines Hausbaus beim Ausheben der Grube auch ?
    „Haben Sie schon mal an Variante A, den Bau eines Daches, gedacht ?“

  59. Maskulinum/Femininum/Neutrum
    Schreibt einfach in der Weltsprache Englisch.
    Da gibt es diese Unterscheidungen nicht. Nur „The“