Fed Vos Jeux

Die Zentralbanken inflationieren die Geldmenge und hebeln freie Marktkräfte aus. Die Aktienmärkte sind nur noch Casino.

„There are times to worry about the return on your money and there are times to worry about the return of your money“, lautet ein Börsensprichwort.

Frei übersetzen könnte man sagen: Der Normalfall ist, dass man sein Geld gerne vermehren möchte durch Dividendeneinkünfte, Zinseinnahmen oder Mieteinnahmen. Im Idealfall sogar noch Kapitalgewinne auf das Investment.

Also Rendite erzielen – the return on the money. Aber es gibt auch Zeiten, da sollte man sich auch Gedanken machen, ob man sein investiertes Geld überhaupt zurückbekommt: the return of the money.

Welche Zeiten durchleben wir gerade? Normale Zeiten oder ausserordentliche Zeiten? Sollten wir auf Rendite fokussieren oder auf Sicherheit beziehungsweise Vermögenserhalt?

Diese Frage sollte einfach zu beantworten sein. Eine globale Pandemie führte zu einem weltweiten Shutdown und in Friedenszeiten noch nie dagewesenen staatlichen Massnahmen.

Noch immer sind hunderte Millionen Menschen im Quasi-Hausarrest, trotzdem summiert sich die Zahl der Toten bereits auf über 350’000.

Fast 40 Millionen Amerikaner melden sich in den letzten 9 Wochen arbeitslos, alle Zentralbanken befinden sich im extremen Krisenmodus. Staaten, Firmen und Privatpersonen schreien alle nach Nothilfen, die ganze Welt steht Kopf.

Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind unbestritten. Die zukünftigen Firmengewinne werden niedriger ausfallen, als gedacht.

Der Preis einer Aktie ist eine Funktion der zukünftigen Gewinnerwartungen abgezinst auf den jetzigen Zeitpunkt.

Das heisst, sinken die Gewinnerwartungen, muss der Aktienkurs normalerweise auch sinken. Die Indizes sollten also heute deutlich niedriger sein als im Februar.

Rebound bei Aktien trotz Absturz der Gewinnerwartungen am Beispiel Dow Jones (Quelle: Zerohedge)

Wieso haben sich die Aktien aber stattdessen erholt? Ein erfolgreich entwickelter Impfstoff scheint praktisch schon eingepreist. Und die jetzigen Bewertungen setzen voraus, dass die Unternehmensgewinne schnell wieder zurück auf das Vor-Corona-Level steigen.

Das ist schon möglich. Aber wer weiss es schon? Es ist eine Wette. Eine unwahrscheinliche noch dazu.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass der amerikanische Consumer mehr als zwei Drittel des amerikanischen GDP ausmacht.

Und die Arbeitslosigkeit auch im 2021 noch auf über 9% gesehen wird, im Vergleich zu 3% im 2019 (gemäss aktuellster Studie des Congressional Budget Office CBO).

Wer soll denn die amerikanische Wirtschaft antreiben, wenn nicht der Consumer?

Aber egal. Die Federal Reserve, der wichtigste Cheerleader des weltweiten Finanz-Casinos, möchte mittels Eingriffen in den Markt möglichst viele süchtige Glücksspieler zurück an den Roulette-Tisch holen.

„Faites vos jeux“, machen Sie wieder Ihr Spiel. Geldmangel soll es nicht geben. Wir erschaffen neues Geld aus dem Nichts, kaufen dafür Assets auf – und alle können mit dem frischen Cash spielen gehen.

Auch die einfachen Retail-Zocker scheinen die Rally anzutreiben. Das in den USA populäre Trading App Robinhood verlangt keine Trading-Gebühren und hat bereits über 13 Millionen Nutzer.

Als Standard-Account bekommt man einen Margin Account. „When you sign up for a new account, you’ll automatically start with a Robinhood Instant account, which is a margin account„.

Die gleiche Menge Geld, die man einzahlt, erhält man gleich auch von Robinhood geliehen und kann damit loslegen.

Unter dem Menupunkt „Investing“ lautet der erste Absatz „Investing with Options“. Reinstes Casino.

Und die grösste Ironie: Viele Amerikaner haben teilweise das Geld des 1200 Dollar Corona-Schecks dafür benutzt.

Aber das Krisen-Programm der Fed und der amerikanischen Regierung war nicht nur für die Aktienmärkte da, sondern kommt doch auch den Arbeitslosen und betroffenen Bürgern zugute?

Kaum. Jeder Amerikaner bekam zwar einen 1’200 Dollar-Scheck. Sogar ein in Amerika lebender Schweizer bekam Geld, so auch der Blick-USA-Korrespondent Nicola Imfeld, der sich dafür artig bedankte.

Aber der insgesamt für diese Massnahme ausgegebene Betrag von 220 Milliarden Dollar ist nur ein Bruchteil eines insgesamt mehr als 3 Billionen Dollar grossen Rettungspakets.

Also 7% Schweigegeld an die einfachen Bürger, 93% an überschuldete Firmen, die keine Reserven gebildet haben, stattdessen aber grosszügige Boni und Dividenden ausgezahlt und oftmals auch eigene Aktien rückgekauft haben, um den Aktienkurs zu pushen.

Firmen, die für Krisen vorgesorgt haben und Ersparnisse hatten, werden durch das Bailout von Schuldenmachern indirekt bestraft, anstatt direkt von ihrer Vorsicht zu profitieren durch weniger Konkurrenz in der Zukunft.

Was dabei besonders schlimm ist: All dieses Geld für Rettungspakete hat Amerika gar nicht. Amerika hat Schulden.

Diese sind in den letzten Monaten auf gigantische 25.6 Billionen Dollar angeschwollen. Die zusätzlichen Schulden sind aus der Zukunft ausgeliehen.

Geld, das mit Zins und Zinseszins aus Steuern eingenommen werden muss.

Oder ist der Plan vielleicht nun doch, die Fed-Bilanz nicht mehr zu reduzieren und das neue Geld einfach durch reduzierte Kaufkraft von Sparern zu „finanzieren“?

Die klassische Geldmengeninflation?

Dass sich diese Inflation noch nicht in den offiziellen Consumer Price Inflation-Zahlen gezeigt hat, heisst nicht, dass sie nicht da ist.

Während der letzten 12 Wochen ist die Fed Bilanz um 2.88 Billionen Dollar gewachsen, 240 Milliarden Dollar pro Woche, 1.4 Milliarden pro Stunde.

Die Fed Bilanz explodiert. 10 Billionen am Jahresende nun sehr wahrscheinlich. (St. Louis Fed)

In diesen 12 Wochen wurden aber nicht plötzlich auch Vermögensgegenstände für 2.88 Billionen Dollar geschaffen.

Im Gegenteil. Grosse Abschreibungen mussten gemacht werden und stehen noch an. Das heisst, jeder Dollar kann nun weniger Sachwerte kaufen als vorher. Das betrifft vor allem Sparer.

Die Alarmglocken müssten bei jedermann läuten.

Spätestens nach dem gemeinsamen Video-Auftritt des Finanzministers Steve Mnuchin im Doppelpack mit dem „unabhängigen“ Zentralbankchef Jerome Powell vor dem Senate Banking, Housing and Urban Affairs Committee am 19. Mai 2020.

Wo stehen wir mit der Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank? Werden hier Staatsausgaben direkt durch die Fed monetarisiert?

Das ist nun ganz offiziell so. Wer sonst sollte der amerikanischen Regierung jetzt und in Zukunft das ganze Geld leihen?

Das Staatsdefizit für 2020 wird auf 18% des BIP geschätzt. Im 2021 nochmals 9%.

Enorm hohe Neuverschuldung kann nur in Zusammenarbeit mit der Fed bewältigt werden. Ansonsten würden die Zinsen auf die amerikanischen Staatsanleihen massiv ansteigen.

Jerome Powell steht Gewehr bei Fuss. In der Prime Time Fernsehsendung 60 Minutes gab er ohne mit der Wimper zu zucken zu, die Fed könne Geld „digital drucken“ und damit die Märkte fluten durch den Aufkauf von Vermögenswerten.

Kein Wort eines geplanten Abbaus der Bilanz in der Zukunft.

Fed Chairman Jerome Powell im Interview mit CBS 60 Minutes: „We print it digitally“ (ab Minute 5)

Die Federal Reserve hat eine Druckerpresse. Schöner noch, sie kann „digital drucken“, und den Takt gibt die amerikanische Regierung und die US Treasury vor.

Gekauft wird alles, das dem Fed in die Quere kommt. Neuerdings auch Corporate Bonds und Junk Bonds.

Das treibt die Kurse hoch und die Zinsen runter. Gleichzeitig beflügelt es den Aktienmarkt.

Die Kräfte des freien Marktes sind komplett ausgehebelt. Man kann „auf die Federal Reserve wetten“, indem man Aktien kauft.

Mit normalem Investieren hat das wenig zu tun.

Ist man skeptisch, hat man nach der starken Erholung der letzten Wochen nun eine historische Gelegenheit, den Roulette-Tisch und am besten gleich das ganze Casino mit wenigen Verlusten oder sogar schönen Gewinnen über die letzten Jahre zu verlassen.

Einfach mal Pause machen. Das ist jetzt noch möglich, obwohl schon bekannt ist, wie schlimm die wirtschaftliche Entwicklung werden wird.

Was man dann aber mit dem Cash macht, ist ein anderes Thema.

Kommentare

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  1. Man vergleiche mal die Bilanzassetmenge der deutschen Reichsbank ab vor allem ab 1936/37 mit denjenigen von FED, BOJ, EZB etc
    .
    https://newworldeconomics.com/the-reichsbank-1924-1941/
    .
    Damals wurde auch schon kräftig getrickst unter dem Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht, der die Weimarer Rep. schon im November 1923 von der Hyperinflation befreite mit der Rentenmark und ab Aug. 1924 mit der Reichsmark und den Job bis 1930 machte und dann von 1933-39, bis er vom Schnäuzli aufs Abstellgleis befördert wurde.
    Das war noch ein richtiger abgezockter Finanzmagier und hat es dann auch noch geschafft 1946 bei den Nürnberger Prozessen in allen Anklagepunkten freigesprochen zu werden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hjalmar_Schacht

    Das ganze Wirtschaftswunder damals war eigentlich nur eine Illusion, die AL-Zahlen gingen ab 1933 relativ bald mal kräftig zurück, aber auch nur dank sozialistisch anmutenden Beschäftigungsmethoden finanziert durch Enteignungen und Finanztricksereien wie den MEFO Wechseln und natürlich auch zunehmend Zwangsarbeit.
    .
    Na dann hoffen wir mal, dass die Bilanzaufblähungen der weltweiten Zentralbanken nicht so enden wie damals.

    • Claire, danke für die konzentrierte Geschichtslektion. – Letzthin habe ich eine Note der Bayerischen Staatsbank über 500 Milliarden Mark gesehen. Die Note war von zwei Bänksters unterzeichnet, datiert 23.10.1923.
      Ja, die Mefo-Wechsel, ein riesiger Beschiss. Wenn ich so an die Billionen von neuen Schulden denke….das Schneeballkredit(betrugs)system…digital wird der Beschiss noch viel leichter.

    • Clairlie….

      Ich stimme ihren Worten ausnahmsweise mal zu.

      Schacht war wirklich der Mann zur rechten Zeit.
      Warum hätte man ihn aburteilen sollen….?
      Er hat nahezu alles richtig gemacht.
      Also aburteilen, ja dann hätten auch Churchill und andere auf die selbe Anklagebank gehört. Die waren immerhin echte Kriegstreiber.
      Bevor sie jetzt aufheulen, ich habe immerhin Churchills Memoiren gelesen…..12 dicke Bände, und natürlich äusserst positiv für den alten Intriganten.

      Der Nationale Sozialismus war ein echter Sozialismus.
      Er war eine andere Spielart des selben Unsinns.
      Des Unsinns den unsere Sozis in der Schweiz heute noch wollen und wie alle anderen behaupten auch die, unter ihnen bräche das Paradies der kleinen Leute aus.
      Ja das tat es wohl auch immer unter den Roten ……. aber eben nur das Paradies für die Würmer die sich über deren Opfer hermachen durften.

      Ansonsten, man vergleiche die Bilanz der FED mit der unserer SNB im Heute.
      —————————————————-
      FED ca. 3.5 Billionen, unsere SNB bald 1 Billion.
      USA = 330 Millionen Einwohner, Schweiz 8 Millionen.
      —————————————————-
      Es braucht keine weiteren Erklärungen dazu, oder ?

    • Der Unterschied zu heute ist der daß die Geldmengenausweitung der deutschen Reichsbank bis 1945 mit Mefo-Wechseln für Rüstung und Krieg völlig nutzlos war vergleichbar den deutschen Kriegsanleihen bis 1918.

      Beispielsweise kostete der Panzer III RM 100.000,00, also den Gegenwert von 10 Einfamilienhäusern. Es wurden 5.700 Stück dieses Panzers hergestellt für RM 0,57 Mrd., wofür man 57.000 Einfamilienhäuser hätte errichten können, jedem 10. Deutschen einen VW Käfer hätte schenken können, der RM 1.000,00 kosten sollte oder jedem einzelnen der 70 Mio. Deutschen damals einen Volksempänger VE 301 Dyn zu RM 76,00.

      Panzer, Flugzeuge, Schlachtschiffe, U-Boote, u.s.w. – Spitzentechnik der damaligen Zeit überwiegend für den Schrottplatz kurze Zeit später.

      Die gesamten Kosten Kosten des zweiten Weltkriegs werden für Deutschland auf US$ 40,0 Mrd. oder RM 100,0 Mrd. geschätzt (davon RM 66,0 Mrd. für reine Rüstungsausgaben), dem Gegenwert von 10 Mio. Einfamilienhäusern (bei einer Bevölkerung von 70 Mio. damals).

      https://tinyurl.com/yco36oed

      Lese dazu auch das preiswert antiquarisch erhältliche Buch von Günter Ogger: Die Gründerjahre.

    • @ Der Rückbauer:

      Der feine Unterschied ist der, ob man durch einen Weltkrieg eine Volkswirtschaft wirtschaftlich ruiniert und in Jahren in Form von Rüstungsgütern überwiegend für den Schrottplatz arbeitet.

    • Beispielsweise kostete das nach gerade zwei Jahren im Dienst versenkte deutsche Schlachtschiff Bismarck RM 200,0 Mio., dem Gegenwert von 20.000 Einfamilienhäusern zu RM 10.000,00, 200.000 KdF-Wagen zu RM 1.000,00 oder 6 Mio. DKE-Empfängern zu RM 35,00 welche ihren Besitzern jahrzehntelang den vorgesehen Nutzen (Behausung, Fortbewegung und Information) gestiftet hätten:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bismarck_(Schiff,_1939)

    • Walter Roth
      12 Bände Churchill-Memoiren — das wäre mir etwas zuviel, habe nur mal die Biographie von Hjalmar Schacht gelesen. Er war sicher nicht einer der übelsten, aber er hat eben doch wesentlich mitgeholfen als Reichsbankpräsident (1923-30 und 1933-39) und zeitenweise auch Reichswirtschaftsminister 1934-37 bei der ganzen Kriegsvorbereitung. Glück hatte er sicher auch, dass er ab 1939 zunehmend in Ungnade fiel bei AH.
      .
      Zu den Goldmarkentschädigungszahlungen: Schon der junge Keynes hat 1919 bemerkt, dass es Wahnsinn ist was vor allem die US Delegation in Versailles bestehend tw. aus Wall-Street Bankern von D als Reparationszahlungen verlangte.
      Eine Goldmark entsprach 0,358423 Gramm Feingold.
      Zuerst wurden 20 Mrd Goldmark verlangt, was also rund 7’168 Tonnen Gold entsprach (etwa 7 x der akt SNB Restgoldbeständen), als D 1920 nicht zahlen konnte, wurden es dann auf sagenhafte 269 Mrd GM zahlbar in 42 Jahresraten angehoben, also umgerechnet 96’415 Tonnen Gold!
      Was diese Vollpfosten von Siegermächten aber nicht bedachten, damals gabs auf der ganzen Welt erst rund 23’000 Tonnen Gold! D hätte das gar nie begleichen können, auch nicht in Raten.
      Kein Wunder liess dann Reichsbankpräsident Havenstein die (Papier)-Mark inflationieren, in den ersten Jahren nach dem Krieg ist er damit noch ganz gut gefahren, die AL ging stark zurück, aber 1923 ging die Inflation dann richtig ab (auch noch wenn dem Angebotsschock infolge grossen Streiks nach der Rheinlandbesetzung)
      Die Forderungen wurden zwar 1921 wieder auf 132 Mrd GM gesenkt, aber das war immer noch viel mehr als es Gold auf der Welt gab.
      .
      1953 bei der Londoner Schuldenkonferenz waren die Siegermächte von WK II dann etwas gescheiter geworden.
      .
      Na ja, die Sozialdemokraten mit den Nazionalsozialisten oder der KPDSU vergleichen zu wollen, da übertreiben Sie wieder mal masslos in Ihrem Linkenhass Herr Roth.
      .
      Im übrigen was sind diese spätkapitalistischen Gelddruckrettungsaktionen von ZB und Staaten denn noch viel anderes als eine andere Form von Sozialismus in Reinkultur – einfach unter einem kapitalistischen Deckmänteli!
      .
      Die FED hat übrigens schon 7.1 Billionen Assets per gestern.

    • Frankreich mußte nach dem verlorenen Krieg 1871 Reparationen in Höhe von 5 Milliarden Francs und 1.450 Tonnen Feingold leisten, wodurch in Deutschland nach Rückzahlung fast sämtlicher, auch für diesen Krieg aufgenommener Staatsschulden durch das so freigesetzte Kapital die Gründerzeit mit Gründerkrach später entstand.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg

      Lese dazu Günter Ogger: Die Gründerjahre.

    • Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben.

      Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein.

      Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.

      Dwight D. Eisenhower
      * 14. Oktober 1890 † 28. März 1969

    • der parkplatzwächter von der olma wieder *!*

      „stimmt heute ausnahmsweise mal zu“ @rott at its best)))

    • @Claire

      Mir scheint die Sache heute etwas komplizierter zu sein. Wie schaut’s eigentlich mit (ausländischen) Finanzanlagen der US-Unternehmen und ihrer bilanziellen Handhabe aus? Was, wenn der ganze Unternehmenssektor dort schon längst in einem einzigartigen Spekulationsprozess verwickelt ist, der mit steigenden Aktienkursen auch die Aktivseite des Unternehmenssektors hebt?

      Wie stehen Sie eigentlich zu den aktuellen Bilanzierungsregeln? Kommen Ihnen die nicht selbst schon manchmal sehr merkwürdig vor? Werden hier nicht, vor allem börsennotierten Unternehmen, Tür und Tor zur Selbstinterpretatition geöffnet. So oft habe ich es in den USA erlebt, dass gesunde Unternehmen binnen weniger Monate in Konkurs waren (z.B. Worldcom). Dann schrien immer alle: Betrug! wo doch jahrelang die Bilanzen scharf kontrolliert wurden. Der Selbstbetrug scheint ganz woanders zu liegen: in dem Wunsch des Systems weiterzuleben…bis die Illusionen platzen…insbesondere hier bei uns…

  2. Manipulierte Märkte verlieren ihre Existenzberechtigung, denn sie sind keine Märkte mehr – Punkt!

  3. die zentralbanken sind unsere…tschuldigung ‚deren‘ casinos
    die banken ihre croupiers und wir idioten sind die jetons….

    endlich wacht gar auf ip auf, echt cool herr hässig gratulation

    *grüsse an ihren hausclown stöhlker.

  4. Was sind die Alternativen? Liegenschaften? Rohstoffe, Gold und Mondgestein?
    Solange die Zinsen nicht drehen, und das tun sie bei wackliger Wirtschaft sicher nicht, wird die neu geschöpfte Liquidität in Unternehmensanteile fliessen.
    Ausser natürlich last man standing Trump wird kennedysiert, dann kommt der Krach ganz sicher, und der wird dann auch final sein.

  5. Die westlichen Zentralbanken haben die sowjetischen Gosplan mittlerweilen überholt. Orwell’s Animal Farm ist „alive and well“ MITTEN im Herzen des „westlichen“ Finanzsystems, lange vorbei die Zeit als sie noch als Parabel zur Stalinistischen Sowjetunion diente. Das ganze IMF-gesteuerte Zentralbanksystem hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun sondern es handelt sich um ein Totalitäres System.

    Was 2008/09 stattgefunden hat war ein Staatsstreich auf Zentralbank-Ebene. Die Akteure welche vom Markt aus dem System hätten gespült werden müssen haben die Zentralbank übernommen. Seither haben sie für sich Risiko und Wettbewerb eliminiert und materielle Benefits maximiert.

    Wer nach 2010 in den Arbeitsmarkt gekommen ist, kann diese künstlichen Assetpreise nicht zahlen, er kann auch nicht sparen. Er ist auch nicht mit einer boomenden Wirtschaft konfrontiert (eher mit billigen Arbeitskräften aus dem Osten). Hier ein Chart aus den USA, dürfte aber für Europa/Schweiz ebenfalls gelten:

    https://twitter.com/Schuldensuehner/status/1212729502901702657?s=20

    Um einen S&P500-Anteil zu kaufen muss der durchschnittliche Arbeitnehmer in den USA heute rund 126 Stunden arbeiten. Mitte der 80er Jahre waren es 20 Stunden!!! Das hebt auch die Rentendiskussion und Umverteilung zwischen Alt und Jung auf ein ganz anderes Niveau…

    Nichts gegen Dividenden, Rekordgewinne, Milliardäre etc. wenn dies durch unternehmerische Leistung / kreatives Genie / Wirtschaftlichen Boom zustande kommt. Die letzten 12 Jahre kam es aber durch eine sehr visible, umverteilende Zentralbank-Hand zustande.

    Kotierte Grossunternehmen (in vielen Fällen Oligopole/Monopole) haben von der Zentralbank in den letzten 12 Jahren durch die Ausserordentliche Geldpolitik:

    A) Den Konjunkturzyklus geglättet gekriegt, mit dem Nachteil, das weite Bevölkerungsgruppen dabei enteignet wurden

    B) Geld gratis oder gar mit Negativzinsen nachgeschmissen gekriegt und haben damit nichts ausser Financial Engineering (Dividenden, Aktienrückkäufe) gemacht
    https://www.reuters.com/investigates/special-report/usa-buybacks-pay/

    C) Mit direkten Aktienkäufen durch Zentralbanken, isolieren diese auch das Management von den Folgen Ihrer Fehlentscheidungen

    Was wir mittlerweile auf der Teppich-Etage von Grossunternehmen haben, sind verwöhnte Kinder welche von einer übervorsichtigen Mutter (Zentralbank) die Eiscreme beidhändig in den Rachen geschoben bekommen.

    Hier noch die Eiscreme für Hildebrandt/Fink und Blackrock:

    https://www.thewealthadvisor.com/article/blackrock-unofficial-fourth-arm-government?mkt_tok=eyJpIjoiTXpnME56WmxOVGc1WVdNMyIsInQiOiJNcG4zNzJyU1RTK05GQ2J6TWRlZkVPcjBCdFwvaUJPNHJJaElTa3gwSWNcL2hETFg4ME1jM05GMG9MUzg4V09hN3JVdXJHV2poVkJNcmN3NWxcLzhjRFwvRVpDYnFLcVIrb2ZLdSs4aGdNckpxdGRITHlwR001WElyb3RZUVFKWjE3Mm8ifQ%3D%3D

    Die Ironie dabei ist, ohne die FED wäre die Blackrock mit ihren High-Yield, Corporate und Emerging Market Bond ETFs an die Wand gefahren…

    Wenn man die Reaktionsfunktion und das Resultat der Zentralbanken über die letzten 10 Jahre anschaut wird deutlich, dass sie bedingungslos die Interessen von grosskapitalisierten, kotierten Unternehmen, Multinationalen (angelsächsisch dominierte) Organisationen und Vermögenden Familien schützt. Unabhängigkeit, Inflationsziel und Gesamtinteresse des Landes ist lediglich Tarnung.

    “Give me control of a nation’s money and I care not who makes the laws.” (Mayer Amschel Rothschild)

    In diesem Sinne wäre es vielleicht langsam angezeigt herauszufinden, wer hier was Steuert. Eine Crypto-AG hatten wir ja schon…

    • @ Havenstein.

      Super….. das denke ich auch.

      Ein Kommentar mit Nährwert.

    • Nun Havenstein, was waren denn die Grundsteine für das heutige Dilemma?
      .
      – Der Big Bang 1986 mit der Deregulierung der Finanzmärkte und der Schaffung von einem Paralleluniversum
      – In den USA der Garn-St. Germain Depository Institutions Act 1982, der dann zur Savings and Loan Crisis 1990 führte
      – Die Aufhebung des Glass Steagall Acts (gut der war schon so löchrig wie eine Emmentaler) durch Clinton untezeichnet aber ausgearbeitet durch drei stramme Reps mit der damaligen Mehrheit in beiden Kammern: Gramm–Leach–Bliley Act 1999
      – Und noch fataler der Commodity Futures Modernization Act 2000, wieder ein rep. Machwerk, der es ermöglichte die Hypotheken mit Zeitbömbeliderivaten auszustatten, die dann v.a. ab 2004/05 in Mode kamen bei den NiNjNa’s und pünktlich nach drei Jahren ab 2007/08 dann massenweise hochgingen und in Foreclosures endeten
      – Dazu noch „Innovationen“ wie die CDS-„Versicherungen“ und vielen anderen komplexen Konstrukten, die nur Mathematiker, Physiker voll und auch ich noch immerhin noch halbwegs verstehen
      .
      Ja der Greenspan hat diese unselige Entwicklung mit seiner Zinspolitik auch noch begünstigt, resp. dann mit dem steilen Anstieg ab Ende 2004 dann auch ziemlich abgewürgt.
      Und auch das Volk im Immowahn hat fleissig mitgewirkt, die Ratingagenturen auch und die dummen deutschen, isländischen, irischen etc. Provinzbanker, die diese Schrottpapiere alle gekauft haben ebenfalls.
      .
      Es war also ein Mix aus vielen Elementen, die zur Finanzkrise 2008/09 führten.
      Aus der rechtsbürgerlichen Betrachtungsweise wird dann noch auf Jimmy Carter mit seinem „Ghetto Act“ und Bill Clinton mit seinem Housing Act verwiesen. Nur waren das im Prinzip gute und soziale Ideen, die dann einfach aufs übelste missbraucht wurden so wie die Finanzindustrie schon so manches missbraucht hat.
      .
      Solange wir noch so eine mächtige Finanzindustrie haben, die zudem als systemrelevant eingestuft wird, werden wir noch viele Krisen erdulden müssen.
      .
      Die quasi alleinige Schuld auf die Zentralbanken abwälzen zu wollen dünkt mich doch etwas sehr undurchdacht und jetzt im fortgesetzen Krisenstadium können die eh nur noch reagieren anstatt wirklich zu agieren.
      .
      Die Lender of Last Resorts wie die FED wurde 1913 ja mal gegründet weil, das Finanzsystem bei der Panic of 1907 schon mal kurz vor dem Kollaps stand und J.P. Morgan dieses quasi im Alleingang rettete (gut er hat dann auch andere Marktteilnehmer an Bord gezogen).
      .
      Und weil man sich bewusst war, dass es beim nächsten mal vielleicht keinen J.P. Morgan mehr geben könnte, hat man im Dezember 1913 die FED gegründet, die inzwischen aber schon x-mal reformiert wurde. J.P. Morgan starb übrigens schon im Frühjahr 1913.

  6. Und die (hochüberschuldeten… Europäer sind keinen Deut besser.

    Die Innovations-Power von USA ist jedoch gewaltig:
    – Tesla (baut jetzt auch in D…
    – Biotech
    – Tech-Giganten
    – etc etc

    Wann übernimmt der neue Uhrengigant Apple die Swatch-Gruppe mit gerade mal einem Monatsgewinn… ?

  7. Bei vielen Sätzen könnte man „Federal Reserve“ auch durch „SNB“ ersetzen und es würde voll zutreffen.Z.B. „…die SNB-Bilanz nicht mehr zu reduzieren und das neue Geld einfach durch reduzierte Kaufkraft von Sparern zu finanzieren“ oder „gekauft wird alles, das der SNB in die Quere kommt“ oder „die SNB Bilanz explodiert“ oder „wo stehen wir mit der Unabhängigkeit der Schweizerischen Nationalbank“ oder „man kann auf die SNB wetten, indem man Aktien kauft“ usw. Die SNB ist der Oberzocker unter den Nationalbanken. Ihr unverschämtes Gebaren, geht nur solange gut, wie das Ausland davon profiert. Sollte das nicht mehr der Fall sein, zeigen alle den Finger auf uns. Somit sollten wir zuerst unser Nationalbank in die Schranken weisen.

    • Nur werter Fritz Walter, wenn der € nur noch 60-70 Rappen wert wäre, der US$ ähnlich, dann hätten wir über der ganzen Schweiz bald mal tiefschwarzes „Fritz Walter Wetter“, aber diesmal gäbe es vermutlich kein zweites „Wunder von Bern“!
      .
      Denn dann würden wir bald mal jämmerlich an einer seltenen Sonderform der „Dutch Disease“ eingehen, weil infolge hohem Franken fast niemand mehr unsere Produkte kaufen würde.
      Gut mit der Zeit würde dann dadurch der Franken auch wieder abschwächen, aber das wäre ein unnötiger Weg durch ein schlammiges Verlendungsterritorium, ein tiefes, schwer bespielbares Feld wie damals am 4. Juli (!! „Born on a Fourth of July“) 1954 in Bern, als Deutschland wieder neu geboren wurde. „Wir sind wieder wer“!
      BIP Wachstum D 1955 über 14%!!!
      .
      Da ist die SNB Bilanz doch noch das einiges kleinere Uebel und bislang machten sie es ja ganz gut.
      Man darf einfach keine Begehrlichkeiten aus der Politik aufkommen lassen, denn das sind primär Schwankungsreserven, die vielleicht dereinst noch bitter benötigt werden könnten.

  8. Ähnlich wie in Japan seit nun 30 Jahren ersetzten in Amerika und Europa gerade die Regierungen mit Hilfe der Notenbanken die krisenbedingt weggefallene private und gewerbliche Nachfrage mit mittelfristig ähnlichen wirtschaftlichen Folgen wie dort:

    https://www.fuw.ch/article/die-aktien-und-immobilienblase-in-japan/

    Der Vorteil aktuell ist nur der, daß keine vergleichbar extremen Überbewertungen an den Vermögensgütermärkten bestanden wie 1989 in Japan mit einem KGV von 60 bis 80 und völlig überbewerteten Immobilien.

    Es ist nur die Frage, inwieweit die nun folgende Bilanzrezession den technischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt lähmen wird angesichts überbordender Verschuldung durch Aktienrückkäufe speziell bei vielen amerikanischen Unternehmen, während es in Japan heute einige erfolgreiche Unternehmen gibt trotz einer Eigenkapitalquote bis 80%.

    Beispiel:

    https://www.boerse.de/aktien/Daiichi-Sankyo-Aktie/JP3475350009

    https://www.finanzen.net/bilanz_guv/daiichi_sankyo

    Es ist hier historisch interessant japanische Geschäftsberichte zu lesen, wie man in den 00er Jahren nach über einem Jahrzehnt zu Dividendenzahlungen zurückgefunden hat um nachfolgend auch dank dem wirtschaftlichen Wachstum von China ab den 10er Jahren als nun global aufgestellte Unternehmen wieder wirtschaftlich zu expandieren.

    Witzig ist auch, daß in der japanischen Wirtschaftsberichterstattung immer gefragt wird, wer nun japanische Aktien kauft oder verkauft: entweder japanische oder ausländische Investoren oder die Notenbank.

  9. Solange die privaten Vermögenswerte höher sind als staatlichen Schulden und die Banken den Zugriff auf die realen – Vermögenswerte Immobilien, Edelmetalle, Kunst, etc – der hochgeschätzten Kundschaft haben ist das System sicher. Vereinfacht ausgedrückt: Die Notenbanken müssen ständig sehr viel elektronische Kohle produzieren, damit das Vermögen grösser bleibt, als die Schulden.
    Gunther Kropp, Basel

  10. This is the end, my friend. Wer nicht den Jordan runtergespült werden will rettet sich (z.B.) mit der Arche Noah. Sound money is your life jacket.

  11. Nun ja, die Aktienmärkte steigen weil es eben riesige Milliardenbeträge gibt die irgendwo landen wollen….
    Geld sucht sich immer ein gutes Plätzchen und das ist eben nicht das Sparkonto, denn dort verliert es nur am Wert.

    Also, das Geld landet eben zu grossen Teilen bei den Finanzern.

    Wenn die FED, die EZB und alle anderen einfach Geld in die Märkte pumpen…… hat das Auswirkungen auf die Aktienmärkte.

    Zudem, Trump ist ja an sich kein Freund der FED, ja man munkelte lange, er würde das FED Konglomerat unter Umständen abwickeln, es deregulieren.
    Kein Wunder sind die Trump nun gefällig, wollen die sich unentbehrlich machen.
    Das ist Politik….

  12. Denken Sie wirklich daß die großen amerikanischen Indizes in den verbleibenden 7 Monaten dieses Jahres weiterhin mit ca. 10% monatlich steigen werden wie in den vergangenen beiden Monaten?

    _

    The most money is made when fast moves and extreme fluctuations occur at the end of major cycles.

    William Delbert Gann
    * 6. Juni 1878 † 14. Juni 1955

  13. Dank der unermüdlichen Bemühungen von Dr. Marc Meyer sollte heute eigentlich jedermann wissen, was diese gewaltigen Schuldenorgien für den Einzelnen bedeuten. „Sollte“ ist das Schlüsselwort; leider, leider ist das nach meiner Erfahrung nicht der Fall. „Unsere“ SNB mischt zwar an vorderster Front mit, in dieser unsäglichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“ durch Devisenkäufe zur Schwächung des Schweizer Frankens und Kauf von fragwürdigen ausländischen Aktien (statt durch Investitionen in Schweizer Werte) aber kaum jemand stört sich daran, viele Zeitgenossen kümmert das wenig, auch weil sie mit dem täglichen Überlebenskampf vollauf ausgelastet sind. Eines Tages werden wir alle mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert sein: „Ignorance is a bliss – until reality slaps you in the face“!
    Folgender Link veranschaulicht die erwähnten Schuldenorgien trefflich: http://demonocracy.info/infographics/eu/debt_piigs/debt_piigs.html

  14. Zentralbanken, die flackernden Kerzen.
    Mehr Schein als Sein.
    Dazu Egon von Greyerz:
    „…..Wie kann man nur glauben, dass die von der Fed und den anderen Zentralbanken geschaffene Scheinwelt irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun hat. Wir haben Scheingeld, Scheinmärkte, Scheinunternehmen, Scheinbanken, Scheinzinsen, Scheineinkommen, Scheinrenten, Scheinsozialversicherung, Scheinvermögen, Scheinrettungspakete, Scheingebäude, Scheinurlaube, Scheinautomobile etc, welche in ihrer Gesamtheit für die meisten von uns (besonders im Westen) auch Scheinleben produzieren. All diese falschen materiellen Werte haben zudem falsche moralische wie ethische Werte hervorgebracht.“

    • @ 77 Billionen….

      Wie kommen sie drauf das Trump den Haushalt alleine verwaltet ?
      Nein das ist wie bei uns, um den Haushalt wird immer heftig gerungen.

      Aber richtig, neben dem Staatshaushalt sind auch noch massive Schuldenberge in den Bundestaaten selber, zum Beispiel beim Spitzenreiter …….dem linken Kalifornien.

      Und es gibt auch noch massive Rentenversprechen des Staates….. auch das sind ungedeckte Beträge.

      So….. nun aber zur Schweiz.

      Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Schweizer SNB eine Bilanz von gegen 1 Billion hat und von der nur ca 160 Milliarden Eigenkapital sind, so hat die Schweiz schon dadurch vielleicht 7-800 Milliarden Schulden.
      Die SNB hat die Aktien, Staatsanleihen usw. nämlich mit den Sichtguthaben der Schweizer Banken bei ihr gekauft.

      Und das sind nun Schulden der SNB der keine keine werthaltigen Papiere gegenüberstehen.

      Also nun haben wir gerade ca. 100-150 Milliarden in einer Hosenscheisser-Krise verblödet, dazu kommen noch die anderen schulden, dann die diversen Kantons und Gemeindeschulden etc. und pp.

      Tja, liege ich da falsch wenn ich für unsere kleine 8 Millionen Schweiz von 2 Billionen ausgehe ?

      Nehme ich an ihre 77 Billionen stimmen und denke ich daran das die USA 330 Millionen Einwohner haben, könnte es sei das die Schweiz höher verschuldet ist die die USA ?

      Die USA haben 41.25 mal mehr Einwohner wie wir und also 77 Billionen Schulden.

      Die Schweiz 8 Millionen Einwohner und spekulative 2 Billionen ungedecktes….
      ——————–
      Vergleichen wir mal die Grössenordnungen auf simple weise.
      41.25 x 2 Billionen = 88.75 Billionen, und schon ist die Schweiz Weltmeister aller Klassen…..(((-:

    • …und durch was sollen diese Schulden, die durch ein Kreditschneeball-Finanzsystem eines Verbrechersyndiktes, bestehend aus Notenbanken, Banken, IWF, Weltbank, BIZ-Bank, Staaten, Staatsbündnissen, UNO… zurückbezahlt werden?
      Wiederum vergeben die Politiker/-.innen und Finanzmafia neue Kredite (angebliche Corona-Hilfs.- und Rettungskredite!), und tun so, als ob die Probleme damit gelöst werden könnten. Der Finanzbetrug soll so unkenntlich gemacht werden. Letztlich handelt es sich um systematische Insolvenzverschleppung.

      Das damit die Probleme nicht behoben, sondern immer durch Betrug nochmals vergrössert werden, müsste eigentlich auch der grösste Vollidiot erkennen.
      Nicht so ist das bei den Politiker/-.innen, die immer noch völlig verantwortungslos handeln und ans Märchen glauben das bestehenden Schulden
      mit neuen Schulden zurückbezahlt werden könnten. Die Beweise sind klar ersichtlich erbracht worden, dass dies nicht möglich ist mit dem Kreditschneeball-Finanzsystem des oben genannten Verbrechersyndikats.

      Diese Schuldenberge die nur durch Betrug entstehen und entstanden sind müssen jetzt gestrichen werden, und das Verbrechersyndikat aufgelöst werden. Die Politiker/-.innen, welche dieses Verbrechen unterstützten und fördern müssen wegen Unterstützung und Förderung einer kriminellen Organisation zur Verantwortung gezogen werden. Natürlich auch hierzulande.

    • Na na – jetzt übertreiben wir mal nicht.
      Man muss die Zahlen auch verstehen können, bevor man etwas behauptet! Und scheinbar tun Sie das nicht wirklich lieber Mr. 77 Billionen!!!

      Die US-Debtclockzahl von 77.4 Bio $ umfasst eben die erwähnten Central Gov Staatsschulden von 26.5 Bio. und State Debt 1.2 Bio und Local Debt 2.1 Bio sowie non-fin Corp. Schulden, sowie fin Schulden und Haushaltschulden (die alleine sind 20.5 Bio).
      .
      Auf der anderen Seite haben die Amis immer noch Total National Net Assets von aktuell 143 Bio (die sind nach Schulden wohlgemerkt)
      .
      Hier der Wert für Haushalte und NGO’s (non-fin und fin Corps sind da nicht dabei)

      https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/z1/balance_sheet/chart/
      .

      Das ist ja genau der Grund wieso die Amis sich so hemmungslos verschulden können, es hat immer noch sehr viel mehr Substanz dahinter. Soviel wie in keinem anderen Land der Welt mit Abstand.

  15. Da sah ich doch letzthin eine Banknote der Bayerischen Staatsbank für 500 Milliarden Mark aus 1923.
    Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich dieses Schneeballkreditbetrugssystem heute so lange hält. Es wird zusammenkrachen, und zwar dann, wenn niemand damit rechnet. MMT ist Schwachsinn, die Geschichte wird sich „irgendwann“ wiederholen.
    Beton, Erde, physisches Gold und ein wenig Aktien von Firmen, die etwas produzieren, das existenziell für alle ist.

    • @Der Rückbauer

      Aber warum sollten wir aus der Geschichte etwas lernen wollen, das ist doch uncool? Man muss sich aber ehrlich eingestehen, dass schon vor Ausbruch dieser Corona-Krise unverantwortliche finanzpolitische Grundlagen wie z.B. Negativzinsen, unkontrolliert wachsende Konsum-Privatschulden, schleichende Deindustrialisierung, schleichende Erosion der Realeinkommen und unlimitierte Geldvermehrung etc. geschaffen worden sind. Obwohl die Schweiz in Branchen wie Uhren- und Finanzindustrie federführend ist, wurden Innovationen wie die Smart Watch oder die neuen, digitalen Zahlungsmethoden durch andere Länder und teilweise sogar durch andere Branchen entwickelt.

      Die sich abzeichnende Schuldenkrise und Staatskrise hat noch gar nicht begonnen, sie läuft erst langsam an. Ich halte die Wahrscheinlichkeit für gross, dass die harsche ökonomische Realität bald für Ernüchterung in der Schweiz sorgen wird.

      Welche Alternativen bleiben uns hier und heute?

    • und jetzt haben wir gar einen schuldigen….die chinesen))))

      was hier zur zeit gedruckt wird ist der peddycash um das casinopersonal
      bezahlen zu können, genannt wird dieses dann ‚kredithilfen für den bürger‘

    • Das war weil die Weimarer Republik bei den Siegermächten in Goldmark verschuldet waren, aber nicht genügend Gold zu Deckung für diese gigantischen Schulden hatten hatten.
      Es war die Mark (auch Papiermark genannt und nicht mit der Reichsmark zu verwechseln)die hyperinflationierte!
      Gucken Sie den Schein nochmals genau an – da steht Mark drauf (und nicht Goldmark, auch nicht Reichsmark)
      Der neue Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht hat die Inflation quasi von einem Tag auf den anderen auf praktisch Null gebracht ab 15. November 1923 mit der Uebergangswährung Rentenmark, wo vermeintlich Grundpfand dahinter stand, auch wenns mehr eine Illusion war, die Leute glaubten dran, wie Goldgläubige an Währungen mit Goldstandard glauben — ALLES NUR EINE GLAUBENSFRAGE!
      .
      Sie können das mit heute nicht 1:1 vergleichen, denn die EU ist in € verschuldet, die Amis in US$, die Japaner in Yen — also in ihren Heimwährungen!
      .
      Das damals 1923 ist aber eine ähnliche Situation wie Venezuela (die auch hohe US$ und Yuan Schulden haben – also Fremdwährungen) oder auch Argentinien oder all die vieler anderer Südamerikaner der 80er Jahre mit hoher Inflation!

    • @Claire

      „Sie können das mit heute nicht 1:1 vergleichen, denn die EU ist in € verschuldet, die Amis in US$, die Japaner in Yen — also in ihren Heimwährungen!“

      Irrtum für die EU. Die Krisen zeigen, die Politiker sind ohne Einfluss auf die Geldpolitik, da der Euro für jedes Land der Eurozone praktisch eine Fremdwährung ist. Eine gemeinsame Währung erfordert eine gemeinsame Konjunkturpolitik, bei der nicht ein Land (Deutschland) künstlich seine Löhne und Sozialleistungen (Agenda 2010) senken darf, um dann alle anderen Länder mit den billiger erzeugten Waren nieder zu konkurrieren. Das ist so ziemlich die Grundlage jeder Währungsunion. Der Euro wirkt heute genau so, wie von 1929-33 der internationale Goldstandard: Die ideale Voraussetzung für eine verheerende Krise.

    • Nun ja Clairlie……

      Gold durfte ein privater Bürger im Krieg von 14-18 gar nicht mehr besitzen. Im zweiten Krieg war sogar gewerblicher Goldbesitz verboten, beziehungsweise streng geregelt.
      Das Gold wurde für die Kriegführung und dessen Auswirkungen vorbehalten.

      Wer 1923 noch Goldmark besass hatte kaum Probleme, aber leider waren das nur sehr wenige.
      Physische Goldmark konnten sich auch vor dem Krieg schon eh nur die wenigsten leisten.

      Silber war aber nahezu gleichgut zum überstehen der grossen Inflation.
      Aber wer hatte davon Kiloweise um 3 Jahre zu überbrücken ?

      Mein Grossvater war in Deutschland damals. Er fuhr mit der Kutsche hinüber und kaufte für ein 20-iger Vreneli einen ganzen Wagen voll. Ok damals kostete ein Mittagessen 30 Rappen.
      Es gab alles reichlich, aber nur für Gold oder Silbergeld. Wer Waren hatte und nicht sofort Geld brauchte, der hortete die Waren lieber.

      Gold ist das einzig wahre Geld, die Erfahrung aus vielen existenziellen Krisen zeigt uns genau das.

      Eine blosse Glaubensfrage ist das nicht.

    • @Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz

      „Der Euro wirkt heute genau so, wie von 1929-33 der internationale Goldstandard: Die ideale Voraussetzung für eine verheerende Krise.“

      Bezüglich dem Euro gebe ich Ihnen vollkommen recht. Die Aussage zum internationalen Goldstandard braucht zumindest die Ergänzung, dass es damals keine flexiblen Wechselkurse gab. Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen einzelner Währungsräume (Volkswirtschaften) konnten nicht über Wechselkursschwankungen ausgeglichen werden. Man hat/hätte Goldbarren zum Ausgleich verschiffen müssen.

      Darum betone ich immer wieder: Die Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen haben den Stein erst ins Rollen gebracht. Hier ist die Schweiz pro capita die weltweit grösste Sünderin vor Deutschland und China. Allen drei Ländern ist gemeinsam, dass sie ihre Währungen auf unfaire Weise künstlich nach unten manipuliert haben. Zwar auf völlig unterschiedliche Art, aber mit der gleichen verwerflichen Absicht die Ungleichgewichte Aufrecht zu halten und so wirtschaftliche Vorteile daraus zu ziehen.

      Der Welthandel braucht flexible Wechselkurse. Gleichzeitig verhindert eine (patielle) Golddeckung Währungsmanipulation im heutigen Stil.

    • @M.Stadelmann

      die Wettbewerbsprobleme und Leistungsbilanz-Defizite-Überschüsse der Eurostaaten wurden mit voller Absicht geschaffen. Infolge der Agendapolitik in Deutschland stagnieren die Löhne seit inzwischen über 15 Jahren, während sie in den anderen Staaten um 30 Prozent und mehr stiegen. Jetzt will man nicht das Lohndumping in Deutschland beenden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Handelspartner wieder herzustellen, sondern die Euro-Krisenstaaten sollen nach dem Vorbild der Politik von Brüning während der Weltwirtschaftskrise 1929-33 durch Austeritätspolitik mit hoher Massenarbeitslosigkeit ihre Löhne um diese 30 Prozent absenken. Das ist nur mit einer verheerenden und mörderischen deflationären Depression der Ökonomie möglich, beschönigend „innere Abwertung“ genannt. Es kann nicht funktionieren. Der Recovery Fund dient gerade als letzter Versuch diese Politik durchzuboxen, dazu die sehr treffenden Aussagen von Viktor Orban heute:

      „EU recovery fund plan ‘absurd,’ Orbán says Hungarian PM complains scheme would mean ‘financing the rich from the money of the poor.’“

      Quelle: https://www.politico.eu/article/viktor-orban-eu-recovery-fund-plan-absurd/

      Was die Deutschen, Holländer und Österreicher treiben muss verstanden werden. Dieses Spiel wird zu Ende sein, sobald Italien eine interne Parallelwährung einführen werden wird.

    • Nun Herr Roth, dann wissen Sie aber auch, dass der Goldpreis auf 20 $ in planwirtschaftlicher Manier fixiert war. Ab 1933 wurde er dann auf 35 $ fixiert und es wurde in den USA ein Goldhalteverbot eingeführt.
      .
      Die welteweite Goldmenge hat sich von rund 23’000 Tonnen um 1923 auf über 190’000 Tonnen heute auch in etwa verachtfacht!
      Das Zentralbankengold macht nur auch nur etwas 18% allen Goldes aus.
      .
      Die Schweizer sind mit rund 123 gramm pro Einwohner immer noch das Land mit dem meisten ZB-Gold der Welt! Dies mit sehr grossem Abstand – die nächstplatzierten haben nur ein drittel soviel – 40 gramm und weniger!

  16. Das gesamte Finanzwesen und die Schulden-Wirtschaft Amerikas und in den Anglo-Staaten unterliegen Rädelsführern.

    Diese ziehen die Stränge und lassen die Bomben platzen so bald ihre Ziele erreicht sind. Mit Bestimmtheit sind wir nun sehr nahe eines Total-Kollaps welchem eine ungeheure Inflation folgen wird.

    Die Wette gilt!

  17. Was geht uns Europäer das an? Siehts auf dem Alten Kontinent etwa besser aus? Gar nicht, und allein das ist wichtig für uns Schweizer. Dies umso mehr, als unsere Classe politique sogar darum bettelt, weitere Milliarden Steuergelder in den EU-Schlund zu werfen.

  18. Das schlimmste ist, dass die GANZE WELT für diese creepy-dollars Staatsschulden bürgt, während die meisten CH-Topbanker dies weder im Stande sind zu begreifen, noch ihren Kunden endsprechend zu erklären, geschweige zu beraten.
    Bei Hyperinflation wird man sie gleich neben den Politikern am nöchtbesten Baum aufknüpfen, wenn die gewollte Impfplicht- & Virus-Eugenik des auserwählten Volkes nicht klappen sollte.

  19. Ihr Artikel spricht mir aus Herz und Kopf.

    Die Marktwirtschaft wird ausgehebelt. Der Aktienmarkt zum Casino. Die Bewertungen sind abgehoben.

    Vielleicht werden die Bewertungen in den nächsten Monaten noch viel abgehobener, aber irgendwann wird dennoch das Gesetz der finanziellen Schwerkraft greifen.

    Ich gehe davon aus, dass die Zentralbanken ihre explodierten und nach wie vor explodierenden Bilanzen nicht mehr substanziell reduzieren können (ohne einen Börsencrash zu produzieren). Was passiert, wenn die Zentralbanken ihre Bilanzen weiterhin viel mehr ausweiten als die Realwirtschaft wächst?

  20. Vorläufig bleiben die Zinsen tief, weil das FED alles aufkauft. Und die Aktien werden weiter steigen weil es keine Alternative gibt. Irgend ein Ereignis wird die Zinsen plötzlich ansteigen lassen. Z.B. wenn Trump die Wahlen verliert und die Dems wieder an die Macht kommen. Yellen, die seinerzeit von den Dems eingesetzt wurde, hatte ja schon mit Zinssteigerungen begonnen, bevor sie von Trump entlassen wurde und er Powell einsetzte.
    Die steigenden Zinsen werden die Börse krachen lassen. Und die Inflation wird schnell zurückkommen. Und viele Banken werden Pleite gehen weil die Börsen krachen. Und das Geld der Anleger auf diesen Banken ist verloren. Und, und, und.

    • Leider werden Sie recht behalten. Weiters frage ich mich wie viel von den „Coronageldern“ in den Aktienmarkt fliesst !

    • Leider werden Sie nicht recht behalten, denn auch die Notenbanken folgen dem Zeitgeist, was soviel heissen soll wie: die Notenbanken dieser Welt werden nur so lange manipulieren können, solange die Stimmung positiv bleibt. Dreht der Wind, wird der Druck der Politik und der Massen gegen Notenbank-Manipulationen so gross, dass sie es nicht mehr umsetzen können. Dann bricht schlussendlich alles zusammen.

  21. „Ist man skeptisch, hat man nach der starken Erholung der letzten Wochen nun eine historische Gelegenheit, den Roulette-Tisch und am besten gleich das ganze Casino mit wenigen Verlusten oder sogar schönen Gewinnen über die letzten Jahre zu verlassen.“ Und wenn die Kurse noch viel stärker steigen, vielleicht noch Jahre lang? Weil die Fed, EZB und BOJ immer extremer Liquidität in die Märkte pumpen, irgendwann inklusive Käufe von Aktien, um die Aktienmärkte zu pushen? Dann ärgerte man sich natürlich, viel Geld auf dem Roulette-Tisch liegen gelassen zu haben. Es ist klar, dass die Finanzmärkte nicht mehr normal sind, dass das Ganze irgendwann böse enden wird. Aber wann dies sein wird, weiss niemand.

  22. Wir brauchen wenige Investoren und mehr Entrepreneurs. Dann die Frage: was macht man mit dem Geld erübrigt sich! Es gibt soviele Möglichkeiten der Zukunft, aber man will auf die wenigen Firmen, die auf eine Börse kotiert sind fokusieren. Man muss business schaffen und nicht nur Kasino spielen….das wird uns unterscheiden in Zukunft: Schaffer ( Macher) vs. Freerider (Ausnützung der heutige System)…fait vos jeux mensieurs…

  23. Ein guter Bericht, der ein Verhalten erklärt, das in der Geschichte der US-Zentralbanken stets üblich gewesen ist. Was sich heute vor unseren Augen abspielt, hat m.W. schon mindestens vier mal stattgefunden. Das private Fed-System sollte schon längst abgeschafft werden.