Vincenz im Adria-Pool, Staatsanwalt in Klausur

Baldige Anklage lässt Ex-Banker scheinbar kalt: Ferien in Yachtclub bei Split. Derweil wälzt Ermittler tonnenschwere Akten.

Pierin Vincenz ist ein Phänomen. Da steht die grösste Wirtschaftsanklage gegen das einstige Aushängeschild der Schweiz vor der Tür, und was macht der Mann? Grübeln, verzagen, sich verkriechen?

Nichts dergleichen. Vielmehr zeigt sich Vincenz zufrieden und selbstbewusst in der Öffentlichkeit, sei es in seiner Heimat in den Bündner Bergen, sei es im Sommerurlaub am Meer.

Dieser findet heuer an der Adria statt: in der Marina neben Split, der grossen Stadt an der kroatischen Küste.

Als gäbe es nichts zu befürchten, zeigt sich Vincenz cool und locker. Ob er das auch ist, bleibt sein Geheimnis.

Life’s A Beach (IP)

Auf jeden Fall könnte der Kontrast zum Gegenspieler kaum grösser sein. Dieser ist der zuständige Staatsanwalt der Zürcher Wirtschafts-Kriminalabteilung und trägt einen elend langen Namen.

Marc Jean-Richard-dit-Bressel, seit Jahren im Amt, Kenner der Materie, gibt nebenbei Kurse an der Uni, wo man sich mit der Kurzform Jean-Richard das Leben einfach macht.

Häscher Jean-Richard verbringt seinen Sommer nicht im Pool, sondern in der Klausur. Er geht ein letztes Mal über die Bücher, liest mit der Lupe den Entwurf seiner Anklage gegen Vincenz & Co., prüft die Akten, die sich zu einem Hochhaus türmen.

Jäger mit langem Namen (UZH)

Es ist Jean-Richards Fall des Lebens. Er, der auch schon für den europäischen Schlager-Wettbewerb kandidierte, hat in den letzten zweieinhalb Jahren alles um den Ex-Chef der Raiffeisen zusammengetragen, was er finden konnte.

Es gab einiges. Vincenz hat nicht nur heimlich sich an Firmen beteiligt, die dann später von Übernahmen durch die Raiffeisen und deren Beteiligung, die Aduno, für viel Geld übernommen wurden; Klimpern in Vincenz‘ Privatschatulle.

Sondern der scheinbar Unantastbare hat auch auf den Putz gehauen, mit Spesen zulasten seiner Arbeitgeber, in Nachtclubs, wo der Champagner floss.

Das Leben als Genuss, die Rechnung den Anderen – den braven Genossenschaftern der Raiffeisen. Wer sich auf Vincenz‘ Tanz einliess, der geriet jetzt in die Fänge von Jäger Jean-Richard.

So ein externer Kommunikationsmann, der zu Vincenz‘ Zeiten und danach unter Nachfolger Patrik Gisel die Raiffeisen in günstiges Licht stellte. Die SonntagsZeitung brachte den Fall als Erste.

Kurz bevor Vincenz beim Genossenschafts-Riesen seinen Rücktritt erklärte, liess sich der PR-Mann vom grossen Zampano zum Luxus-Reisli nach Dubai einladen.

Fünfstellig. Zulasten der Raiffeisen. Staatsanwalt Jean-Richard fand die Belege, knöpfte sich den Berater vor. Der hätte wissen müssen, dass Plausch-Ausflüge nicht unter Geschäftliches fielen, so der Ankläger. Also hätte er die Einladung ausschlagen müssen.

Der Berater sieht das anders. Nicht im Traum sei es ihm in den Sinn gekommen, dass Vincenz solche Spesen nicht sauber und korrekt mit seiner Raiffeisen abgeklärt hätte.

Der Berater hätte nun mit einer Geldstrafe davonkommen können; einen solchen Ausweg offerierte ihm Jäger Jean-Richard. Der Beschuldigte lehnte dies jedoch ab, nun muss er ebenfalls vor dem Richter antanzen.

Es ist ein Nebenschauplatz, gleich wie die Spesen von Vincenz. Diese füllen zwar ganze Ordner und lesen sich wie ein Führer für Nacht-Schwärmer mit Hang zu etwas Wild-Life.

Doch im Kern geht es in der Causa des lebensfrohen Alpen-Haudegen um seine versteckten Beteiligungen. Die könnten die Anklagebank zum harten Pflaster machen.

Kommentare

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  1. Staranwälte werden nicht Staatsanwälte. Zudem gilt die Unschuldsvermutung. Herr Vinzens ist nicht vorbestraft. Die Obrigkeiten, die innert 30 Minuten Corona Kredite verteilten verursachen dem Steuerzahler noch einen weiteren Schaden in einigen Jahren, ohne dass jemand je zur Rechenschaft gezogen wird…

  2. Vincenz ist genau genommen ein Produkt unserer Gesellschaft. Grossspurigkeit und Blenderei gehören heute immer mehr zum Alltag der heutigen halbseiden Möchtegern Upperclass. Über Jahrzehnte haben Ihm diverse Steigbügelhalter aus erlauchten und illustrieren Kreisen seinen Weg geebnet. Sein grossspurige Verhalten wurde dadurch gefestigt und sogar gestärkt. Das hatte zu Folge, das sein Hirn einen kompletten Realitätsverlust erlitt und er, durch seine dreiste Selbstüberschätzung abstürzte. Sein Hofstaat, gespickt mit Stiefellecker, Arschkriecher und Jasager konnten ihm keinen Einhalt gebieten, da diese ja selber mit dem gleichen Virus infiziert wurden. Geld ebnet jeden Weg zur Macht. Als weiteres Beispiel „amtet“ der umtriebige Anwalt Patrik Stach. Mit dem Bentley in den Untergang. Nur, unsere Gesellschaft will es so. Und manche „Unis“ uns Hilfs-Schulen unterstützen dieses Blendwerk noch. War ja fast klar, wo der liebe Pierin und der Patrik ausgebildet worden ist.

  3. Der Champagner fliesst auch bei fast allen Krankenkassen. Sie lassen die Korken auch knallen, trinken Weinflaschen von über CHF 100.- gleich für mehr als CHF 10’000.- an ihren Anlässen, die CEO’S der Krankenkassen kassieren 1,5 und mehr Millionen pro Jahr, die Stellvertreter der CEO mit einem KV-Abschluss (siehe z.B. Helsana) zocken ebenfalls fast eine Million pro Jahr von den Versicherten, den Prämienzahlern ab.
    NIEMAND KONTROLLIERT DIESE ABZOCKE DER OBLIGATORISCHEN KRANKENVERSICHERUNGEN.DAS BSV Bundesamt für Sozialversicherungen UNTERSTÜTZT DIESE FEHLBARE, KORRUPTE BEREICHERUNG AN DER ALLGEMEINHEIT, JEDEM EINZELNEN VERSICHERTEN. DIE PRESSE GIBT SICH LIEBER MIT DEM FILU EINER BANK AB, DER AM ENDE STRAFLOS IN FREIHEIT LEBT. DIE DRITTE GEWALT DER SCHWEIZ IST EINE GEKAUFTE BRAUT, EINE ABSOLUTE FARCE, WAS AUCH DIE BERICHTERSTATTUNG BETREFFEND CORONA-VIRUS ODER DER DURCH DIE PRESSE, DIE MEDIEN VERSCHWIEGENE DIEBSTAHL AN DER ALLGEMEINHEIT, DER AHV/IV BEWEIST.
    SHAME ON THE SWISS PRESS AND MEDIA!!! THEY ARE REALY NOT INDEPENDENT!!!

    • Es kontrolliert niemand ernsthaft die Tarmed Abrechnungen, wo nur noch Maximaltarife eingesetzt werden. Wenn man dann bei der Krankenkasse erstaunt nachfragt sagen sie, es entspräche der Usanz.
      Die hocken doch alle unter einer Decke auf Kosten des doofen Prämienzahlers.

    • Hr. Heutschi hat’s erkannt.
      Hr. Hässig verkennt das Potenzial von NeoSana und über die umtriebigen Herren B und Co zu berichten.

  4. Was NUR Kroatien? Juan Carlos hat es auf der Flucht vor der Justiz immerhin bis ins Emirates Palace in Abu Dhabi geschafft. Hat PV keine wirklich reichen Freunde im Süden?

    • @Sozialdetektiv
      Sie wundern sich, dass der ehemalige Raiffeisenbank-Angestellte seinen Urlaub in Kroatien verbringt. „Die Presse“ schreibt am 13.01.2020: „Kroatien – Korruption grösste Plage“ Es soll Zeitgenossen geben, die fühlen sich sehr wohl in einem Land, in dem mit Kohle fast alles machbar ist.

  5. Mindestens in St. Gallen ist es sprichtwörtlich, dass viele Zeitgenossen die Strassenseite wechseln, wenn der Pierin gerade wieder mal um die Kurve kommt.

  6. Der Pierin V. kennt gar nix: Mal taucht er plötzlich beim Kultbeizer „Köbi“ mit seiner noch etwas neueren Flamme, genannt „die blonde C“, am späteren Abend auf; mal protzt er braungebrannt in der Bündner Geröllhalde herum… Hauptsache, er kann den empörten Anwesenden den völlig „Unbetroffenen“ vorgaukeln!

  7. Ich wünsche dem zuständigen Staatsanwalt mit dem elend langen Namen viel Biss und auch Glück, damit der selbsternannte Alpen-Sheriff bald ein gemütliches, ruhiges Leben führen kann. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ist ja bisher nicht bekannt dafür, fähige und initiative Leute mit solchen Fällen zu beauftragen. Rey, Swissair…

  8. Habe gemeint, der Staatsanwalt habe ihn die Konten gesperrt. Würde mich nicht erstaunen, dass er noch Schwarzes hat.er der Saubermann, der im Konzert mit der ex Bünndner Bundesraetin Eveline Widmer Schlumpf massiv gg die Schwarzgeldsünder gewettert hat

    • Auch Kaufmann (ex SVP NR) hat gegen die Insider gewettert. Da gibt es keine Unterschiede, wenn’s um Kohle geht und dem naiven Bürger die weisse Veste vorgeführt wird.
      Ablenkung ist seit Jahren eine gute Taktik.

  9. Das Modell PV ist in der schweizer Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sehr verbreitet.

    Sei es Blocher, Gössi, Pfister, Schawinski, Giacobbo: Keiner würde sich darum scheren einer Kritik demütig entgegenzutreten. Die Offensive ist nach wie vor die beste Verteidigung. Und das ist nicht sprichwörtlich gemeint. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Nomeklatura der Schweiz existiert und komplett unfähig und unwillig ist dem entgegen zu treten.

    Verjähren, vertagen, delegieren, abwägen sind der Authoritäten liebste Verbündete im Kampf gegen die selbst betriebenen Windmühlen.

    Sollte der PV ungeschoren davon kommen, wird bestimmt kein Schaf einer Krähe ein Auge aushacken. Der schweizer Staat wird nicht leiden, weil ein Jörg verkackt. Die Dummen werden die Unfähigen weiter in ihrer Selbstgefälligkeit unterstützen und auch den nächsten, ähnlich gelagerten Fall ermöglichen und sich fragen, wie so etwas nur passieren konnte, während sie die Unfähigen auf den nächsten Wahlzettel schreiben.

    • Herr Hügin einv im Grundsatz mit Ihren Ueberlegungen. Aber Sie dürfen einen Vincenz unisono mit Blocher, Giacobbo, Gössi ect nicht in einen Topf werfen.

  10. Der „Jäger“ mit dem elend langen Namen wird hier sehr wohlwollend dargestellt; man meint Bewunderung zu spüren. Nur so als Ergänzung und zur Erinnerung: Im Verfahren gegen Martin Ebner betr. angebliches Insiderdelikt mit Pirelli-Aktien gab es vor BG Zürich eine derbe Klatsche. Richter Aeppli (Grüne) hielt ihm vor, dass er es besser nicht zu einem Prozess hätte kommen lassen sollen; die Anklage habe den Beweis in mehreren Punkten nicht führen können. Der Freispruch blieb unangefochten. Ebners Anwalt: Ein gewisser Lorenz Erni ….

    • Es ist im Raum Zürich bekannt, das JRDB ein Schaumschläger und ein Theoretiker ist. Verbeisst sich gerne in Fälle und sollte Jean Richard dit alucinatio heissen!

  11. Merkwürdig, wenn Jemand wirklich ein Geschädigter mit mächtig viel Flieder ist, dann macht der doch auf Diabolo komm raus viel mehr Druck- und das an mehreren, bzw. allen Fronten!

  12. Alle sind vor Vincenz auf die Knie gegangen und haben ihm, dem scheinbaren Halbgott, die Füsse geküsst. Auch er ist wie die meisten seiner Zunft ein Schaumschläger.

    • Würde man ihm eine Adlerfeder in den Po stecken, dann ginge er auch als Bergindianer durch.

    • @Michael Görlitz

      Einverstanden. Englisch sagt man dem „brown nosing“. Wobei gewisse Leute mindestens bis zur Hüfte braun werden. Und nein, braun har hier nichts mit Politik zu tun. Sondern mit HS – Human Sh.. !

      Aber jedem (und jeder) das seine. Für einen Gisel etwa scheint sich das durchaus ausgezahlt zu haben. Wie schon die Lateinersagten: „Non olet pecunia“.

  13. Auch in dem Fall gilt: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird das Herr Richard sein.

  14. Es mag sein, dass Pierin Vincenz in cooler Sicherheit wägen mag….
    Wetten, es gibt da drausse mehrer die enorme Geduld besitzen. Diese holen ihn dann ein…..

  15. Wenn ich wüsste, dass ich in meinem Alter ins Kittchen wandern könnte, würde ich nochmals “die Sau rauslassen”. Richtig geniessen könnte ich das nicht. P.V. ist sicher abgebrühter…

  16. Eine Frage Herr Hässig: Warum haben Sie den Post vom 21. Juli 2020 „Suizid überschattet Vincenz-Verfahren“ still und heimlich gelöscht? Ist Ihnen da der Staatsanwalt mit dem langen Namen auf die Füsse getreten oder die Witwe des Verstorbenen?

  17. PV hat mit Lorenz Erni einer der besten Anwälte auf diesem Gebiet geholt. Eigentlich kann die Staatsanwaltschaft jetzt schon aufgeben.. wird ziemlich sicher in einem Freispruch enden.

    • Lorenz Erni in Ehren; er kocht auch nur mit Wasser. Wir lesen / hören immer nur von seinen Erfolgen. Die Liste seiner „Niederlagen“ ist jedenfalls ansehnlich.

  18. Wieder einmal typisch der Schweizer.

    Anstelle die Arbeit eines Unternehmers zu würdigen, welcher aus einem Sammelsurium von Provinzbanken eine führende Schweizerbank aufgebaut hat, werden ihm nun Fehlverhalten vorgeworfen, welche aus dem operativen Geschäft entstanden.

    Kein erfolgreicher Unternehmer hat eine blütenweisse Weste, da der Unternehmer Entscheidungen fällt und der „Verwalter“ zuerst Compliance und Legal zu Rate zieht und am Schluss das Geschäft derjenige macht, der schneller war.

    Ich bin kein Freund von Herrn Vincenz, ich verurteile nur die Neider und Möchtegern Unternehmer, welche nun den Dreck hervorkehren und die Leistungen nicht würdigen.

    • @Martin

      Ich verstehe Ihr Argument. Wer viel Verantwortung trägt kann auch grosse Fehler machen.

      Wenn Vincenz als Unternehmer (Eigentümer) sein eigenes Geld verjubelt hätte oder sich die zusätzlichen Millionen transparent und ehrlich „erspekuliert“ hätte, dann würden mich seine übrigen „Chrämpfli“ zwar immernoch (Bsp. Beteiligungen) aber weniger stören. Stichwort: Manager, Stichwort: Arroganz, Stichwort: Verlust Sinn für „Grenzen“

      Die Ära Vincenz der Raiffeisengruppe hat von der Finanzkrise profitiert (das wissen Sie genau), resp. vom schlechten Ruf der übrigen Banken. Vincenz hat Raiffeisen sichtbar (rotes Logo) gemacht und er hat die Bankengruppe vermehrt zentralisiert.

      Profitiert hat Raiffeisen aber vor allem von dem Guten Ruf, welche die „echten“ Raiffeisengenossen vor Vincenz erarbeitet hatten.

      Das Geld unserer sparsamen Vorfahren wird auch anderorts verpulvert.

  19. Warum sollte sich Pierin nicht etwas entspannen. Ist ja Ferienzeit. Vermutlich wird bei der ganzen Geschichte eh nicht viel herausschauen. Die Raiffeisen kann von Glück reden, wenn ein Freispruch 2. Klasse aus der ganzen Geschichte resultiert, dass nicht noch von Pierin und all den abgesetzten Mitstreitern Schadenersatzklagen in Millionenhöhe eingehen. Vermutlich wird die ganze Kausa zu einem Rohrkrepierer!

  20. Dass das Verfahren gegen Pierin Vincenz so lange dauert, ist auf die Versiegelung, einen «legalen Rechtsmissbrauch» zurück zu führen: Für seinen Verteidiger Lorenz Erni gehört die Versiegelung zum Standardrepertoire.
    Durch die Siegelung wird der Fortgang von Verfahren bei Wirtschaftsdelikten erschwert, verzögert, erstickt. Es gibt im Schweizer Recht kein kostengünstigeres und einfacheres Verfahren, um eine Strafuntersuchung zu verschleppen.
    Es ist allerhöchste Zeit, im Rahmen der laufenden Revision der Strafprozessordnung die Siegelung mit ihrem erheblichen Missbrauchspotenzial abzuschaffen.
    https://insideparadeplatz.ch/2019/05/28/vincenz-staranwalt-erni-versiegelung-a-gogo/

    • Sehr geehrter Herr Geiger

      Sie weisen mit Recht auf eine wunde Stelle im Prozessrecht hin.
      Darf ich Sie daran erinnern, dass auch Ihr Parteichef, Herr Blocher, damals in der Affäre Hildebrand zwecks Abwehr und Hinauszögerung von der Versiegelung Gebrauch machte:

      „Am 19. März 2012 hatte die Staatsanwaltschaft bei einer Razzia aus Blochers Büro und Privaträumen Akten, Computer sowie Handys abtransportiert, um dessen Rolle bei der Enthüllung der privaten Devisen-Transaktionen Hildebrands abzuklären. Vorgeworfen wird ihm Anstiftung zur Verletzung des Bankgeheimnisses. In der Folge setzte BLOCHERS Anwalt, der die Rechtmässigkeit dieser Aktion anzweifelte, durch, dass sämtliche Materialien VERSIEGELT werden, bis deren Verwendbarkeit für die Untersuchung entschieden sei. In einem ersten Schritt mussten alle Daten, die durch das Amtsgeheimnis (etwa nationalrätliche Akten) oder das Anwaltsgeheimnis geschützt sind, ausgeschieden werden…“

      Quelle:
      https://www.presseportal.ch/de/pm/100009535/100771914

      Sehen Sie dies allenfalls anders?
      mfG
      T.S.

    • aber aber Herr Geiger, neben der CS Koriphäe UR hat doch auch Christoph B von der Versiegelung Gebrauch gemacht.

      Wenn es den Mächtigen hilft unternimmt niemand etwas. Oder starten Sie nun eine Initiative gegen diesen „legalen“ Rechtsmisbrauch?

    • Ich traue keiner aktuell relevanten Partei, schon gar nicht Bundesratspartei, einen echten Willen zu Reformen zu, in dieser immerwährenden Koalition. Man braucht sich gegenseitig. Asylwesen, Gesundheitsbereich, Justiz, überall fette Katzen, und keiner bringt eine vernünftige und notwendige Diät zustande, schon gar nicht die Parteien. Sie haben sich überlebt.

    • Aus meine Erfahrung kann ich sagen, dass die Versiegelung insofern Sinn macht, wenn es um Korrespondenz zwischen Beschuldigtem und seiner Verteidigung geht. Diese Korrespondenz darf nicht von Staatsanwälten und Polizei eingesehen werden. Insofern macht das Versieglungsinstrument Sinn, doch nach ein paar Wochen, muss das Entsieglungsverfahren zwingend abgeschlossen sein d.h. in meinem Fall war das Entsieglungsverfahren drei Monate nach meiner Verhaftung abgeschlossen. Eine Verfahrensverzögerung lag somit nicht vor aufgrund der Versieglung. Doch ich kann mir vorstellen, dass in der „Causa Vincenz“ auch andere mehrparteiliche Interessen reinspielen und das Entsieglungsverfahren dann Jahre dauert! Thema: Verjährung der Straftaten!

    • Wenn der SVP-Leithammel dasselbe tut, dann zeigen seine Jünger jeweils auf die andern, die dasselbe tun. Der Leithammel kann tun was er will; nur wenn es die andern gleich tun, dann zeigen seine Jünger mit dem Finger darauf.

      Wie war das doch damals als auch unbedingter Gehorsam die Devise war?

  21. Nur mal im Psychiatrielexikon unter Soziopath googeln, dann weiss man, was da abläuft. Der Bergbueb hat übrigens dutzende Kollegen, die genau gleich ticken. Nur ein paar Beispiele: Rohner, Thiam, Ospel, Kielholz, Barnevick, Mühlemann, Collardi, Scheith, Staub, Weber etc. usw.

  22. Wäre ich Vincenz wäre ich genau so unbesorgt! Die Anklage wird entweder:

    a) versanden
    b) verjähren
    c) in einem Freispruch in allen Punkten

    enden und anschliessend

    d) Gegenklage von Vincenz gegen Raiffeisen, Gott und die Welt
    e) Raiffeisen Gott und die Welt werden Schadenersatz leisten müssen
    f) Vincenz wird in Splitt mit einem Teil der Kohle eine Jacht kaufen können und
    sich über uns System kaputtlachen.

    • @Berner: ja, würde mich nicht überaschen, hier in der Schweiz, das ist so typisch! Die „Kleinen“ macht man kaputt, wenn sie eine Rechnung zu spät bezahlen oder Zinsen nicht rechtzeitig überweisen etc etc.

      und den Vincenz und Co lässt man einfach laufen. Hmm, wo ist jetzt schon wieder der Werner K. Rey? auf den Bahamas, Bermuda, Grenada?

    • Möglicherweise ist mit einer substantiierten Gegen-Klage wegen Un-Verhältnismässigkeit der 106 tägigen U-Haft zu rechnen. Die könnte sogar vor dem EGMR enden. Diese Dauer der U-Haft war wohl einmalig in der Geschichte von Wirtschaftsdelinquenten (es gilt die Unschuldsvermutung). Möglicherweise hat hier die Behörde überzogen, um ein Exempel zu statuieren. Das ist Verfahren und hat nichts mit den materiellen Klagepunkten zu tun.

    • So wird es sein. Danke für Ihre Ausführungen. Währenddessen der Kleinkriminelle geplagt wird.

  23. Auch in seinem Umfeld herrscht keine Einsicht wenn was verbockt wird, es sind immer die anderen schuld. Und so wie ich es einschätze glauben diese echt es sei so.
    Einfach frech und immer schön hochnäsig sein, nur nie was zugeben andere geben immer vorher auf!
    Würde wetten PV wird nicht verurteilt und bekommt noch Entschädigung, falls doch so max. was bedingtes und Geldmässig max. 3000.- vermutlich auch bedingt. Wenn man gewisse Sachen kennt ist es einfach zum Kotz..

  24. Wenn Pierin Vicenz nicht so wäre, wie er ist,hätte er niemals bei der Raiffeisen so wirken können bis die Genossenschaftsbank in Probleme kam. Erst dann wurde er entlarvt. Vorher wurde ihm gehuldigt. Das Ergebnis: Vincenz ist vermögend geworden auf Kosten der Genossenschafter. Da aber die Margen im Bankgeschäft immer noch hoch sind, ist der Schaden für Raiffeisen bald abgeschrieben. So üblich in der Schweiz bei privaten und öffentlichen Unternehmen.

    • Und das soll jetzt eine Rechtfertigung für unmoralische und kriminelle Taten sein? War ja immer so in der Bananenrepublik Schweiz, weil alle das so machen denen sich die Gelegenheit bietet. Jeder ist ein Dieb, get used to it… Na dann, gut‘ Nacht you dreamer du!

    • @Wassertierjäger Johannes

      Sie argumentieren also, dass Stehlen ok ist, so lange man bei Reichen (insbesondere bei reichen Firmen vit vielen Aktionären bzw. Genossenschaftern) klaut?!

      Wie Christoph Mörgeli sagen würde: „Sind Sie vom Aff bisse?“

  25. Ausser Spesen alles gewesen.
    Jean-Richards wird den Schlager singen: Justitia ist nicht nur Halbblind, sondern Blind. Vincent lebt das Leben, das systemrelevante Promis so leben.
    Wie am Hof des Sonnenkönigs flaniert das neidische, dümmliche und bunte Hofvolk durch die Gärten des Hofes und applaudiert insgeheim dem Sonnenkönig.

  26. Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!!! Schreiben Sie wieder über Vincenz, wenn der Prozess abgeschlossen ist.

  27. unsere gerichte sind doch ein witz!
    zuerst streiten sie jahrelang, wer zuständig ist.
    es könnte ja arbeit geben und kosten.
    und dann verjährt die hälfte oder grad alles.
    denke, die müssten dringend mal reformiert werden,
    wie die landwirtschaft.

    • Interessant wäre, was eigentlich mit der
      Chefjuristin und Ehefrau passiert ist,
      die von allem nichts gewusst hat!?
      Studiert sie immer noch in den USA oder so?

    • @Joe Achermann

      Soviel ich weiss ist Nadja Ceregato nun in der Geschäftsleitung der Aebi Schmidt Holding AG, einem Unternehmen von Peter Spuhler.

      Moral der Geschicht:
      Bist Du mal oben fällst Du meistens weich. Insbesondere, wenn Du Dir vorher die richtigen Connections erarbeitet hast. Selbst wenn man dabei potentiell eine braune Nase bekommen kann …

    • Wenn man das ruhig und unvoreingenommen anschaut, sieht man ein erstaunlich klares Bild. Es ist ein Kampf zwischen zwei Juristen. Wie in einer Gladiatoren Arena im alten Rom. L.Erni gegen Staatsanwalt. Beide jagen die gleiche Trophäe, Pierin V. Beide sind exponiert, der Kampf ist öffentlich und keiner der beiden kann sich eine Niederlage leisten. Hat Herr Erni je einen Match verloren? Der Gegenspieler? Keine Ahnung.
      Es sieht nach Verständigung/Vereinbarung/Abmachung aus.

  28. Der Typ (Pierin Vincenz) ist ganz einfach eiskalt. Allerdings ist er damit sicher nicht der einzige in dieser Position.

    • @Baumann

      Das Argument berührt mich sehr, weil sie davon ausgehen, dass „Kälte“ erforderlich ist für solche Taten.

      Ich glaube, dass Überheblichkeit, Egoismus, Verblendung, Dummheit und Arroganz völlig ausreichen.

  29. Während Jahren zig Bundesordner mit Papier gefüllt.
    Was nützt dies? —
    Siehe outcome des Swissair-Prozesses, wo hunderte Bundesordner in die Stadthalle Bülach transportiert wurden. Und am Ende: Freispruch für Alle (mangels strafrechtlich relevanter Beweise).

    Bevor daher Staatsanwälte zur kostspieligen Recherche angesetzt werden, müssten die entsprechenden Gesetzesbestimmungen verschärft und konkretisiert werden. Denn man nur einklagen, was klagbar ist. Gilt übrigens auch für Insidervergehen.

    Sonst bleibt es was es ist: ein kostspieliger Papiertiger für den Steuerzahler!
    Oder anders ausgedrückt ein Scheinprozess um die Wut des Mobs zu befriedigen.

    • Schweizer staunen über Swissair-Freisprüche

      Damit hatten die Angeklagten selbst nicht gerechnet: Im Jahrhundertprozess gegen die Verantwortlichen der untergegangenen Swissair sprach ein Gericht alle 19 Angeklagten frei. Sie erhalten obendrein Entschädigungen in Millionenhöhe.

      Zürich/Bülach – Mit einer Minute Verspätung eröffnet Gerichtspräsident Andreas Fischer um 9.01 Uhr die lang erwartete Urteilsverkündung. Im großen, zur Gerichtsarena umgebauten Stadtsaal des Provinzstädtchens Bülach, nicht weit vom Zürcher Flughafen, herrscht Totenstille.

      Kerzengerade sitzen die Angeklagten, die allesamt einst zur Wirtschaftselite der Alpenrepublik gehörten, mitsamt ihren teuren Staranwälten auf harten Holzstühlen und erwarten das Urteil, das über sie gesprochen werden soll.

      Dann, nur zwei Minuten später, folgt jener kurze Satz, der dieses fünf Jahre dauernde Mammutverfahren innerhalb von Sekunden beendet. Der Hauptangeklagte Mario Corti, der als letzter Kapitän am Steuer der gescheiterten Luftfahrtgesellschaft saß, wird „vollumfänglich frei“ gesprochen.

      Was folgt, ist allen klar: Auch die übrigen 18 mit Gefängnis und hohen Geldbußen bedrohten Manager dürften als freie Bürger davon ziehen. Als kleines Geschenk gibt’s obendrauf mehrere Millionen Franken Entschädigung für erlittene Unbill. Allein Corti bekommt umgerechnet 300.000 Euro für die durch den Prozess entstandenen Nachteile. Insgesamt erhalten die Freigesprochenen rund 1,8 Millionen Euro.

      War da was? Eine verdutzte Schweizer Öffentlichkeit reibt sich die Augen. Da zerren Journalisten, Ermittler und Zivilkläger über Jahre jedes Detail der traurigen Unternehmensgeschichte ans Licht, Dokumentar- und Spielfilme zum Ende dieses nationalen Heiligtums werden gedreht, unzählige Bücher verfasst, Tausende von Artikel geschrieben. Kein anderes Wirtschaftsthema hält die Bevölkerung derart in Atem. Die Schweizer haben durch das Aus der einstigen Staatsairline einen kollektiven Schock erlitten und stempelten die Swissair-Verantwortlichen zu Versagern, denen hohe Strafen gebühren.

      Quelle:

      https://lukashaessig.ch/artikel/2007/artikel/schweizer-staunen-uber-swissair-freispruche/

  30. PV weiss halt, dass er von der Schweizer Justiz nichts zu befürchten hat.
    Die Straffreiheit für Wirtschafskriminalität hat in der Schweiz lange Tradition und ist politisch so gewollt.

    • Er ist sich auch bewusst, dass der Steuerzahler diese und alle zukünftigen Ferien bezahlen wird. Denn wenn die Staatsanwaltschaft Schiffbruch erleidet – und das wird sie – wird PV Regress auf den Kanton Zürich nehmen. Und das wird dann so richtig teuer.

  31. In den Vereinigten Staaten beobachte man seit Jahren eine abnehmende
    Strafverfolgung von Wirtschaftskriminalität und in der EU ist es sehr schwierig die Verfolgung von Wirtschaftskriminalität auszubauen, da einige Mitgliedstaaten sich mit Verve dagegen sträuben. London macht es sich noch einfacher, es bekämpft nach Gesetzt die Wirtschaftskriminalität, aber gibt den entsprechenden Ämter weder Geld noch Personal. Die Schweiz ist in Sachen Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein seines Finanzplatzes nicht beispielhaft für die USA, EU und UK. Um Gottes Willen, wir dürfen in Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität und im besonderen auf dem Finanzplatz Schweiz ja nicht progressiver sein als die Genannten. Am Besten, wir machen ein riesiges Theater mit vielen Behörden und Leuten, aber am Schluss hat der Berg eine Maus geboren. Die FINMA ist ein abschreckendes Beispiel dafür, eine reine Kuschel-Behörde, die nur quakt und nichts tut. Wir reagieren nur, wenn die USA und die EU auf uns losgehen, denn wir sind heute dank unserer Außenpolitik, die von Blocher bestimmt wird, als Kleinstaat heute ein Ausbund von Machtlosigkeit. Der Fall Vincenz betrifft das Ausland nicht, er wird deshalb eine Strafe mit Bewährung erhalten und am Schluss kann der betreffende Staatsanwalt seine Akten in den Kehricht werfen, denn die Richter wagen es nicht, gegen das herrschende System aufzumucken, sonst ist ihre Wiederwahl gefährdet.

    • @Zach: Das einzige Bemerkenswerte an Ihren stets langfädigen, ausufernden Kommentaren ist, dass Sie bei wirklich jedem Thema den Link zu Blocher/SVP schaffen. „Blocher bestimmt die Aussenpolitik“ – danke für den Lacher. Eine solche Behauptung ist nicht der Hitze geschuldet, da gehts um Wahn. In die EU auswandern wäre eine sinnvolle Therapie.

    • Wissen Sie, man frägt sich in der Schweiz, warum wir derart von anderen Ländern, darunter auch Staaten, die wir im Grunde verachten, derart gepiesackt werden. Dies hat auch etwas zu tun mit der Ablehnung des EWR 1992. Der Bundesrat war damals mit zwei Ausnahmen 100 % für den EWR, aber Blocher verhinderte dies und seitdem wagt sich keine bürgerliche Partei die EU positiv zu beurteilen. Wissen Sie, ich bin nicht für die EU einfach aus romantischer Liebe, sondern weil es um unsere Machtstellung geht, die ständig durch unsere SVP sabotiert wird. Wie sagte mir einmal
      ein SVP Nationalrat bei einer 1. August Feier zu mir. Wir brauchen die EU überhaupt nicht, wir haben ja die Welthandelsorganisation, die regelt alles zu unseren Gunsten. Da ist es mir auch erlaubt, laut herauszulachen.
      Aber wie gesagt, Sie wollen ja Inder mit Service-Verträgen und keine Deutschen mit Arbeitsverträgen mehr, die Deutschen sind leider bereits 75 % entsprechend den Löhnen von Schweizern. Aber diese Differenz genügt Herr Blocher und seiner Tochter nicht. Inder müssen es sein, die kosten nur ein Drittel von Deutschen und sind noch billiger als unsere Schweizer ETH-Absolventen. Vielleicht haben Sie einen Sohn als ETH-Ingenieur, der wird sich bedanken für Ihre Anbetung von Herrn Blocher mit seinem Kontingentierung-System.

  32. Vinzenz ist ein „frecher Siech“: so machte er seinen Aufstieg, so beeindruckte er den VR, so erfrischte der die kleinen Kassen in den Regionen.

    Er kann gar nicht anders als diese Tour weiterführen – selbst eine Verurteilung für ungetreue Geschäftsbesorgung würde daran nichts ändern. Zu Kreuze kriechen ist ihm unmöglich. Er wird den Zampano weiterspielen. Sein Stolz lässt nichts anderes zu.

    So sieht‘s aus, wenn man den moralischen Kompass verliert (oder nie hatte?).

  33. In Graubünden oder mit Bündnern häufen sich die Ungereimtheiten. Zuerst die Baubranche und jetzt mit Vincenz. Vorschlag: wir tauschen das Südtirol mit Graubünden. Das passt zu beiden Ländern:))

  34. Im August nach Split? Zu dieser Zeit geht man doch nur hin, wenn man an die Schulferien gebunden ist, ist viel zu heiss.

  35. Mein Eindruck ist, dass die Kosten / der Schaden, den Justiz und Vincenz – Nachfolger angerichtet haben, höher sind als allfälliges fragwürdiges Verhalten von Vincenz & Co. Vielleicht könnte das mal jemand untersuchen, die Kosten auf staatlicher Seite, die Kosten bei den Beschuldigten (z.B. Anwälte), entgangene Wertsteigerungen durch aus opportunistischen Gründen geschlossenen, an sich gesunden Firmen, allfällige AlV – Zahlungen für entlassene Mitarbeiter und vieles mehr.
    Wäre noch interessant.
    Einfach so zum Spass, bevor wir unsere glorreiche Justiz glorifizieren. Auch wenn der Staatsanwalt gerne Schlager trällert.

  36. Ich verstehe den lebensfrohen Alpen-Haudegen sehr gut, dass er trotz „drohendem Ungemach“ sein Leben geniesst. Die Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität wird wieder einmal mit Kanonen auf Spatzen schiessen und diese auch noch nicht wirklich treffen. Das hat sie bei mir 15 Jahre versucht und sich dabei nur lächerlich gemacht wie es Prof. Dr. iur. Dr. h.c. beide Mark Pieth und Thomas Geiser in ihren Gutachten umschrieben haben. Keine juristische Substanz in 95 Seiten Beschwerden an das Bundesgericht nur ökonomische, sozialpolitische Argumente usw. siehe

    https://www.thekomisarscoop.com/2020/07/was-there-a-conspiracy-by-the-swiss-courts-and-attorney-generals-office/

    Ich hätte gemäss Staatsanwaltschaft 5 1/2 Jahre ins Gefängnis müssen, lebenslanges Berufsverbot usw.. Das Resultat war 14 Monate bedingt, weil ich meine Familie aus Notwwehr mit Drohungen verteidigte.

    Damit wird Vicenz mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer bedingten Strafe, wenn überhaupt z.B. für Spesereiterei davonkommen, denke ich. Obwohl ja Nachtclub-Besuche etc. bei Bankkunden geschäftsbedingt und vertrauensfördern nicht unüblich sind! Lach!

  37. Ein ziemlich gehaltloser Artikel, ist der nicht zu Ende geschrieben? Es geht um Vinzenz‘ mehr oder wenige heimliche Beteiligung, das Einfädeln und Unterstützen der Akquisitions-Deals und danach das Füllen der privaten Schatulle.
    Was nun macht die Anklagebank zum heissen Pflaster? Was wären Konsequenzen für den Zampano, welche Strategien kann die Anklage verfolgen, wo bestehen die Risiken in der Strafverfolgung hinsichtlich ‚zu gut Wegkommenlassen‘ von Vinzenz?
    DAS zu beleuchten wäre Journalismus. Der jetztige Stand des Schriebs eignet sich nicht mal für Boulevard, da er zuwenig auf das Bling Bling des Jet Set Lebens in und um Split eingeht.
    Möge der Autor noch eins, zwei Stunden Arbeit hier rein stecken!

  38. Familie Vincenz: Ein nahtloser Übergang .

    Schon sein Vater war deliktisch unterwegs. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme!“

    Dass ein HSG -Abgänger mit Doktor-Hut im Raiffeisen-Dschungel über viele Jahre hinweg delektieren konnte lag im perfiden Aufbau eines mafiösen Netzwerkes innerhalb des Banken-Konzerns.

    Günstlinge zuhauf frassen sich satt am Trog der unbegrenzten Unterschlagungen, Firmengründungen und Schmiergeld-Zahlungen. In der Raff-Zentrale hauste Abkassieren was das Zeug hält.

    Der gänzlich charakterlose Defraudant – aus dem Bündnerland- versprüht auch heute noch eine „Leck mich am Arsch“ – Mentalität, wie er sie schon Zeit Lebens vorgelebt und ‚spielend‘ zelebriert.

    Ein Fressen für den teuren Verteidiger Erni.
    Der charakterlose

    • delektieren delinquieren.
      Aber delektiert hat es ihn bestimmt auch, das Delinquieren.

  39. Könnte es die grenzenlose Macht der fünf Marbella-Grosskonerne (Credit Suisse, UBS, Roche, Novartis und Nestle) sein, dass Herr Vincent den Urlaub ruhig und entspannt seinen Urlaub geniessen kann, bedingt durch sein Wissen in der Marbella-Sache?
    Gunther Kropp, Basel

  40. ….alles heisse Luft. Am Schluss laufen sie alle frei aus dem Gerichtssaal. Kennen wir doch von xxx anderen Fällen. Der einzige Unterschied : in diesem Fall hat der Staatsanwalt tüchtig gearbeitet.

  41. Es gibt viele Banker, die kennen kein Schamgefühl, keine Ehrlichkeit und finden sich selbst als die Elite der Welt. Die muss man endlich bestrafen und zwar scharf.

  42. Keine Ahnung ob PV rechtlich belangt werden kann. Was aber zu denken geben sollte, ist, dass alle in seinem Umfeld davon wussten oder zumindest schauten sie bewusst weg und hörten nicht zu. Das ist die eigentliche Tragödie.
    PV kann sich ziemlich gut rausreden und behaupten, dass er immer alles transparent dargelegt hat und die Auflagen betreffend Compliance und den Vorgaben des VR immer erfüllte. Dass die Spesen an ihn ausbezahlt wurden, kann man ihm nicht anlasten. Dass der VR eine Tischvorlage im dreistelligen Millionenbereich einfach annahm, ist nicht PV Schuld.
    Dass nun alle ausser PV davonkommen, finde ich einen Skandal.

  43. Na, die Bauernbank, Hauptsache den Genossenschaftern schmeckt das reichhaltige Büfett. Da sind Finanz- und Fachkentnisse nebensächlich.

    • Tut nichts zur Sache, sie funktioniert. Raiffeisen war stets zuverlässige Hausmannskost. Ohne Notenstein wäre sie das noch immer. Das Verlassen dieser Strategie (siehe Urabstimmung vom Spätfrühling 2020) wird die Raiffeisen genau im dümmsten Moment (Corona) hart treffen.

    • Sagen wir es so: über 3 Millionen Kunden, 3. grösste Bank der Schweiz (ohne Auslandeschäft der Grossbanken wohl die grösste Bank der Schweiz), noch nie ein Verlustresultat präsentiert, immer erfolgreich –> da kommt der Neid auf bei der Konkurrenz.