UBS erhöht nächste Gebühr: Rich by Zitrone

Für Europa-Kunden kosten Steuerauszüge ab 2022 bis zu 900 Franken. Zuvor schon Ausland-Schweizer zur Ader gelassen.

Die führende Schweizer Bank saniert sich über immer höhere Gebühren. Dies zeigt das jüngste Beispiel aus dem internationalen Wealth Management.

In der Paradedisziplin verlangt die Bank von europäischen Kunden ab 2022 horrende Preise für simple Steuerauszüge. Bereits zur Kasse kamen die Schweizer, die zahlen seit diesem Jahr für ihre Tax-Reports bis 250 Franken.

Neu zahlen nun die Italiener für ihre Steuerauszüge made by UBS Wealth Management 900 Franken, bisher waren es 500.

Bei den Deutschen sind es ab übernächstem Jahr 500 Franken, gleich stark werden die Österreicher zur Ader gelassen.

Israelis kommen leicht günstiger davon, ihnen belastet die Bank jährlich 400 Franken – für eine simple Auflistung für den Fiskus.

Wer zusätzlich einen Bericht mit Gewinnen und Verlusten benötigt, der kann einen „Generic Plus Report“ bestellen: Macht 400 Franken.

Wem das zu viel scheint, der kann sich mit dem einfachen „Generic Report“ begnügen; diesen gibts zum Sonderpreis von 300 Franken.

Wo gibt’s noch was zu holen? (UBS, IP)

Betroffen sind die Kunden aus den jeweiligen Ländern, die ein „UBS Advice Light“-Mandat haben, sowie jene, welche lediglich ihr Geld bei der Bank haben und selber schauen, was sie damit machen.

Sie laufen unter der Bezeichnung „Service Access Fee Clients“.

Der Gebührenwucher im Wealth Management hat schon früher begonnen. Die Kunden aus Spanien, Belgien, Griechenland und England müssen bereits jetzt für ihre Steuer-Auflistungen bezahlen.

Ein Sprecher bestätigte gestern Abend die neuen Gebühren, beschwichtigte jedoch: „Diese Gebühr tritt erst 2022 in Kraft und gilt für weniger als 1% der Kunden, die diesen Bericht erhalten.“

Mit ständig neuen Gebühren macht die UBS klar, dass sie mehr aus den Kunden herauspressen will, ohne dafür etwas zu bieten.

Die Grossbank geht diesen Weg seit ihrem grossen Absturz in der Finanzkrise vor 12 Jahren konsequent. In den letzten Monaten hat sie dann das Tempo erhöht.

Die Schweizer Kunden, die im Ausland leben, müssen ab Januar 2021 neu fast 4’000 Franken im Jahr für ihren „Wealth Management Service“ bei der UBS berappen.

Das führte zu Protesten in Bern. Dort aber zeigte man wenig Musikgehör.

Wie der Blick schrieb, sei der Bund nicht ermächtigt, „in die privatrechtlichen Kundenbeziehungen der Schweizer Banken einzugreifen“.

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Kommentare

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  1. Man ist freiwillig Kunde bei der UBS. Bei z.B. Swissquote kostet der Steuerauszug 100.–. Zudem sindderen Handelsplattform und Gebühren erst noch besser.

  2. Diese Gebührenerhöhung halte ich ausnahmsweise für richtig. Jede Bank sollte für alles, wozu sie von Staaten gezwungen wird, horrende Gebühren verlangen und jede Kundenüberwachung transparent machen. 1’000 Franken für eine Steuerauflistung, 2’000 Franken für das Verlangen der ID, 5’000 Franken für KYC, 100 Franken für jede Analyse des Kunden und seiner Transaktionen, da kommen schnell allein dafür 100’000 bis 1’000’000 Franken im Jahr per Kunde zusammen, 500 Franken für jede Datenweitergabe, das werden auch schnell 20’000 Franken im Jahr, 500 Franken für jede weitere Complianceanforderung…

    Vielleicht merkt das Stimmvieh dann endlich, dass es zum Staatssklaven geworden ist.

  3. Wo bleibt der Preisüberwacher? Allerdings ist jeder selber Schuld, der mit der UBS eine Geschäftsbeziehung unterhält, habe da zero Bedauern.

  4. Dann soll es doch so weit gehen, dass die Leute wie früher das Geld in einem Cover in Bar erhalten. Dann brauchen wir diese Abzocker nicht mehr.

  5. Es ist reine elektronische/ digitalevArbeit mit einer Zeiterfassung von ca 5 Min. pro Aktion.
    Diese horrente Aufschlaege sind in keinerweise gerechtfertigt.
    Die Banken UBS / CS unfvbei uns Banco Santander mit 3 Niederlassungen in der Schweiz, Banco BBVA deren 2 zeigen ihre Arroganz und Verantwortunglosigkeit.
    Ich habe meine Konsequenzen gezogen und fuer die Saldierung
    descKontos wurden noch happige Spesen erhoben.

  6. UBS ist völlig überteuert und der Service ungenügend ( z.T. falsche Steuerauszüge, Spesen z. T. doppelt abgerechnet ), insgesamt kein Mehrwert gegenüber einer guten Online- Bank – bei mehrfachen Kosten. Zudem sind die gesamten Bankkosten in manchen Ländern steuerlich nicht absetzbar- schlecht für die Netto – Performance.
    Lebe im Ausland und habe alle UBS- Konten saldiert. Überhaupt sollte man als Schweizer im Ausland unbedingt im Land des Wohnsitzes das Bankkonto für den Aktienhandel eröffnen. Damit erspart man sich viel steuerliche Komplexität und Ärger und Kosten für Steuerexperten. Ein Kontowechsel ist zwar sehr mühsam und auch da langt die UBS nochmals kräftig zu – aber lieber ein Ende mit Schrecken.

  7. Die Boni müssen irgendwie sichergestellt werden. Solange es Kunden gibt, die sich gerne unverschämt abzocken lassen, solange wird diese Strategie der Bank auch funktionieren.

  8. Sorry. Dieser Bank würde ich einmal eine Lektion erteilen. Wäre ich Millionär. Und mein ganzes Vermögen auf eine seriösere Bank bringen. Das man etwas zahlen muss ist ok. Aber keine Abzockerei. Nur das gewisse Herrn. Sich bereichern lassen

  9. Mehr denn nur unfair!
    Erst lässt dich die Bank vom Staat helfen, jetzt sowas…..
    Wenn keine positiven Zinsen an den Kunden gehen, fragt man sich doch mit was diese abnormalen Löhne gezahlt werden.da bleiben sehr wichtige Fragen offen…… wie dum ist man , wenn man Geld auf der Bank lässt….

    • Beim Hilfspaket könnte der Bund eingreifen. Wenn es aber um den kleinen Mann geht lassen die diesen hängen. Nicht mal die linken interessieren sich. Dann für die sind diese Leute sowieso farbenprächtige die sich vom Staat nicht mehr abzocken lassen wollen.

  10. Genau da mache ich (saldieren). Die UBS soll das ruhig machen dürfen, sie sind ja ein privates Unternehmen und die Schweiz ist nicht China. Die UBS muss dann halt die Konsequenzen ausbaden.

    Selber Schuld wer es nicht macht, auch wenn ein Bankenwechsel sehr mühsam ist.

  11. Das ist Markt. Würde ein Bundesrat aus Bern den Gebührenbefehl verordnen, wär’s auch nicht richtig. Wer zu faul ist, seine Steuererklärung Zeile für Zeile selber mit Hilfe der Listen der Bundesverwaltung auszufüllen, der zahlt. Hie mehr und da weniger. Und wer die Steuerwerte nicht selber einsetzt, riskiert mit einem Zuschlag eingeschätzt zu werden, also auch zu zahlen.
    Wir degenerieren zu faulen Säcken, und einige versuchen, die Schuld grossen in- und ausländischen Banken in der Schweiz zuzuschieben. Das eine faule Art, populär aufzutreten.

  12. Die UBS erhöht nicht nur für die Auslandkunden die Gebühren. Ab 01.11.2020 kostet die Debitkarte 50.- (+20%), der Steuerauszug für über 5 Positionen (wer braucht schon einen Steuerauszug für weniger Positionen?!?) kostet neu ab 01.01.2021 satte 250.- (war lange Zeit für WM-Kunden kostenlos). Das lohnt sich dann wirklich nur noch, wenn man sehr viele und/oder komplexe Produkte im Depot führt. Zudem sind auch die Depot- und Handelsgebühren sehr hoch bei UBS. Sie vergraulen so langjährige gute Kunden…

    • …bei vielen komplexen Produkten waren dann die STAUs auch noch falsch und es kam zu Korrekturen (habe mal eine solche im Juni erhalten…). Konsequenz gezogen: Wertschriften abgezügelt!

  13. Was wollen sie eigentlich???? LH und alle die nach dieser Meldung wieder ihren Frust von den Fingern schreiben.
    99-100% der hier Schreibenden wird dies überhaupt nicht betreffen.
    Aber LH hat wieder eine selige Story!
    Soll die Bank das Geld bei den weniger Reichen Kunden in der Schweiz holen? Wär zwar wieder ne Story für LH.

    Also mir scheint die Gebührenerhöhungen bei diesen Kunden vernünftiger und logischerweise.

    • @ runi; Für gewisse UBS – Jünger scheint alles vernünftig und logisch.
      Hauptsache abkassieren.

  14. … sei der Bund nicht ermächtigt,
    „in die privatrechtlichen Kundenbeziehungen der Schweizer Banken einzugreifen“.
    Wieso macht er es dann aktuell bei Vermietern von Geschäftslokalen?

    • Weil der Markt weniger oder langsamer spielt, sodass Unschuldige unnötig in langfristige Not gerieten.

  15. Verständlich, dass die UBS die Gebühren erhöhen schliesslich muss die Kohle für die Grossboni eingefahren und verteilt werden, damit die Grossmanager standesgemäss repräsentieren können, um die zu zeigen was die willigen Lämmer-Kunden alles ermöglichen.
    Gunther Kropp, Basel

    • Genau daran bin ich. Die UBS soll das ruhig machen dürfen, sie sind ja eine privates Unternehmen, sie müssen dann halt die Konsequenzen ziehen.

      Selber Schuld wer es nicht macht, auch wenn ein Bankenwechsel sehr mühsam ist.

    • Guter Punkt, danke.
      Genau wegen diesen ständigen Prämienerhöhungen bei der UBS haben wir alle 3a Konten an die VIAC transferiert.

  16. Als Auslandschweizer wurde es mir bereits vor 5 Jahren zu bunt. Konsequenz: Hypothek bei der UBS voll amortisiert, alle Konten bei der Bank geschlossen. Für Zahlungen in die Schweiz fahre ich bei diversen Online-Überweisungsdiensten unterm Strich günstiger.

  17. Es ist doch das gute Recht jeder „Bude“, die Preiselastizität an der Kundschaft zu testen …… aber irgendwann reisst bekanntlich jedes Elastik und dann fehlt wohl die Kohle, um das Heer der „risk takers“ (MD’s) zu bezahlen, die Frage ist eigentlich nur noch wann. Der VRP schwadroniert im Augenblick, dass man während der Corona-Krise kein Personal entlassen werde, auch hier ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Prozess nach Corona losgeht (aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben). Im Augenblick werden zwar noch kleine Zückerchen verteilt, um das Fussvolk im Maschinenraum bei Laune zu halten. Aber die Massenentlassungen werden kommen, und es wird wohl leider bei den „kleinen“ Mitarbeitenden so richtig weh tun. Aber auch hier geht es ja nur um Eines: Mittel bereitzustellen, um die vielen und viel zu teuren MD’s zu bezahlen, das ist das aktuell einzig sichtbare Geschäftsmodell von Axcel & Co.! Die UBS verkauft nicht nur die Kunden und Aktionäre für blöd, sondern auch das Personal im Maschinenraum.

  18. Ein absoluter Skandal wie die Banken die Kunden mit ihren Gebühren abreissen ! Ich denke in Zukunft ist das Geld am besten wieder unter der Matratze angelegt, denn dort wird es nicht immer weniger werden !

    • @vEmilio, Haben Sie schon einmal etwas von Inflation und Kaufkraftverlust gehört?
      Damit verliert Ihr Geld unter der Matratze an Kaufkraft dh. Sie können immer weniger damit kaufen.

  19. Nur noch Abzocke, weil die Banker nicht mehr wissen, wie man sonst als Banker Geld verdienen soll.

    Stehlen ist der einzige Weg. Boni sollten deshalb ganz abgeschafft werden.

  20. In einer freien Marktwirtschaft steht es den Kunden frei, den Dienstleister zu wechseln – insbesondere, wenn es kein Dienstleister ist, sondern ein Abzocker.

    Steuerauszüge sind alles andere als trivial und Skaleneffekte lassen sich kaum bilden – ausser, man würde es als Dienstleistung auf Ebene Finanzplatz Schweiz ausgestalten. Initiativen dafür gab es, jedoch sind die Schweizer Banken leider zu dumm das zu verstehen. Technisch und rechtlich ist es möglich; der Proof-of-concept dafür besteht. Seit die Gewinne aus dem Schwarzgeld und der Augenwischerei des attraktiven Zinssatzes fehlen wird entsprechend bepreist. Die inzwischen flattrige Kundenstruktur und die unsinnigen Kostenblöcke führen zu solchen Preisen, welche dann erneut die Kundenstruktur ausdünnen.

    Gut so, denn gestern standen wir nur am Abgrund, heute gehen wir einen Schritt weiter!

    Also, lassen wir die UBS ihre Kunden melken und wer nicht gemolken werden will, der/die suche sich eine Bank welche Dienstleistung und Partnerschaft verstanden hat.

  21. Jeder als Masochist Geborener freut sich über diese schönen Gebühren. Die Übrigen zügeln ihre Gelder zu einem Finanzinstitut, wo Gebührenabzockerei nicht oberste Priorität geniesst. Aber aufgepasst, die kupfern gerne ab, da Erträge ohne Leistung eine wunderbare Basis für den überrissenen Bonus bilden.

  22. Insbesondere die E-Steuerauszüge sind super.

    Da wird echt sehr viel Zeit gespart u.a. von Steuerberatern.

    Bei den Steuerauszügen entspricht der Vermögenswert den Wertansätzen sowie den formalen Anforderungen der Steuerverwaltung. Das Beleg kann also 1:1 eingereicht werden.

    Diese Kosten sind pea nuts im Vergleich zu den Stundenansätzen von Steueranwälten.

    Zudem: ein Steuerauszug ist nicht Pflicht. Es kann in der Regel darauf verzichtet werden.

    Also, ich verstehe das Geschrei nicht.

    • @ Mutti; Es ist ein Jammer, dass die Besserwisser zwar alles besser wissen, aber nichts besser machen.

    • @ Mutti; Neunmalkluge Menschen sind vor allem für eine besondere
      Intelligenzleistung zu loben; Wenn sie es schaffen, irgendwie bis zu
      Ihrer Verwirrung vorzudringen.

    • @Vati & Ton

      Tut mir leid, ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen. Tom scheint kar keine Ahnung zu haben, aber gerne Leute zu beleidigen.

      Seit Jahren bezahlen gut betuchte Menschen entweder Steuerberater oder Bank für das Wertschriftenverzeichnis. Auch die Banken verlangen u.a.>1000.– plus alleine für das steuerkonforme Wertschriftenverzeichnis.

    • E-Auszüge = Das sind elektronische Dateien, welche bei gewissen Kantonen direkt ins Steuererklärungstool eingelesen werden können.

      .

  23. In der Schweiz werden ca. 1,5 Mio. Kunden mit Domizil Ausland verbucht. Rund 5 % bzw. ca. 75000 sind Kunden mit Assets von CHF Mio. 1 und mehr, diese Schicht sind die Jahrgänge von 1920 bis 1945, da die Kinder dieser Kunden im Ausland wohnen und auch bereits Mitte 50 sind, werden in den kommenden 5 Jahren nochmals rund 20 Mrd. CHF lediglich dieses Kundensegmentes abfliessen, diese Zahl kann mal 10 multipliziert werden, damit ist der Abfluss von Kunden mit Vermögenswerten bis CHF Mio. 1 auch schon berechnet. Der Kahlschlag von Mitarbeitern steht auf dem Bankenplatz vor der Türe, die masslose Erhöhung der Steuerverzeichnisse zeigt wie brisant die Situation ist. Das Home Office Gebahren verstärkt zudem den Druck MA abzubauen. 30 000 MA dürfen sich in den kommenden 3 Jahren warm anziehen.

  24. „Die Intelligenz von Hedgefondsmanagern ist in der Regel nicht höher als die Kosten, die sie von ihren Investoren verlangen. Langfristig wird man mit passiven und günstigen Indexfonds besser fahren.“

    Warren Edward Buffett [ˈbʌfᵻt] (* 30. August 1930 in Omaha, Nebraska) ist ein US-amerikanischer Großinvestor, Unternehmer und Mäzen. Nahezu sein gesamtes Vermögen ist in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt, dessen größter Aktionär er selbst ist. Im August 2015 hielt er immer noch knapp 19 % der Gesellschaftsanteile, obwohl er seit 2006 kontinuierlich Aktien spendet.