Last Exit Switzerland: Wer wird unser Bischof?

Martin Grichtings geistige Brillanz ist unbestritten, dafür wäre Jesuit Christian Rutishauser umgänglicher. Wie entscheidet Rom?

Dreimal darf geraten werden, wo sich das Zentrum der römisch-katholischen Welt befindet: in Chur, in Zürich oder am Heiligen Stuhl im Vatikan?

Zwei Wochen vor der Weihnacht, die ein Fest der Liebe und des gegenseitigen Vertrauens sein soll, spielen sich in diesem „heiligen Dreieck“ Kämpfe und Auseinandersetzungen ab, die eines Umberto Eco würdig sind.

Der Kampf um den wichtigsten Schweizer Bischofssitz, den in Chur, ist in vollem Gange.

Im Zentrum steht der bedeutende katholische Kirchenrechtler Prof. Dr. Martin Grichting, eine jugendlich wirkende Persönlichkeit. Seit über 30 Jahren ist Grichting ein bekennender Gegner jener Schweizer Staatskirche, die als Sonderform überlebt hat.

Deren Niveau ist heute massiv abgesunken. Synodalpräsident Felix Caduff beschimpft Grichting als „erbarmungslosen Hardliner“. Er will, dass die Zürcher Katholiken in Chur das Ruder selbst in die Hand nehmen.

Aufsicht und das Geld aus den Kirchensteuern sind bisher in Privathand, die Geistlichkeit bis hinauf zum Bischof in Chur wird nach meist langen Konsultationen von den Kirchenbehörden bis hinauf zum Papst vorgeschlagen und erst dann von den staatlichen Kirchengremien bestätigt.

Oder auch nicht, wie jetzt in Chur geschehen.

Als aktiver römisch-katholischer Christ kann ich bestätigen, dass dieser Zustand in den letzten 50 Jahren der Schweizer Kirche, mit Ausnahme ihrer staatlichen Funktionäre, wenig genutzt hat.

Die Kirchenbänke sind meist leer und oft nur von 60- bis 90jährigen besetzt, die sich kein anderes religiöses Leben mehr vorstellen können.

Es sind die berühmten „Chillebank-Christe“, die nicht selten während der Gottesdienste in ein sanftes Dämmern versinken. Nur die Schellen am Altar kann sie aus ihrem sanften Schlummer wecken.

Gut, einige Junge gibt es auch, aber sie zeigen sich immer seltener.

Hätten wir nicht viele katholischen Zuwanderer aus Portugal und den Ländern des Balkans, die das reformierte Zürich zu einer katholischen Bastion gemacht haben, sähe es mit den „Kathos“ so schlecht aus wie mit den Reformierten.

Das Bistum mit Zürich im Zentrum braucht daher nach Jahrzehnten bitteren Streits einen glaubwürdigen, charismatischen, hoch intelligenten kirchlichen Führer und Besänftiger.

Die Lage ist misslich, da die Personaldecke durch jahrzehntelange Misswirtschaft dünn geworden ist. Das gilt nicht nur für Chur, sondern auch alle anderen Schweizer Bistümer.

Martin Grichting wäre gesetzt, weil seine Treue zur Kirche und seine geistige Brillanz unbestritten sind.

Der Chef der Schweizer Jesuiten, Christian Rutishauser, wäre eine nicht minder glaubwürdige Wahl. Er pilgerte einmal vom Lassalle-Haus in Kanton Zug nach Jerusalem zu Fuss.

Rutishauser ist vielleicht eine Spur umgänglicher als Grichting. Auch der Papst ist Jesuit. Wer das Rennen macht, ist völlig offen. Alle Katholiken wünschen sich einen neuen Bischof noch vor Ende dieses Jahres.

Der Papst alleine hat jetzt ein Vorschlagsrecht.

Weil seit Monaten die Schweizer Bischöfe, Äbte und andere kirchlichen Gremien, mit und ohne Auftrag, im Vatikan für ihre eigene Lösung lobbyieren, wird es auf jeden Fall Enttäuschte en masse geben.

Die letzte Auswahlsendung des Heiligen Stuhls, die in Chur abgelehnt wurde, war tatsächlich wenig überzeugend.

Es sieht so aus, als wolle man in der Schweiz Kandidaten für einen Bischofssitz unterbringen, die am Ende ihrer Laufzeit sind oder sonst keinen Platz finden. So werden offensichtlich auch Bankpräsidenten für die Schweiz gefunden.

So werden seit Jahrzehnten deutsche Botschafter für die Schweiz ausgewählt. Last Exit Switzerland.

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Kommentare

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  1. Bischof Gmür hat meine letzten Zweifel beseitigt mit seinem KVI-Kurs. Zuerst mit aller Macht und Moral dafür und danach ein Gewinsel um Entschuldigung womit er wieder bei den Siegern zu sein hofft. Solch falsche, scheinheilige Typen und damit meine ich deren gesamtes Bodenpersonal, braucht keiner. Die Kirche soll hier wählen wen sie will, mich interessiert das nicht mehr. Ich bin per Ende 2020 raus bei denen.
    Herr Stölker, tun Sie Gutes und widmen Sie sich interessanteren Themen.

  2. Sieh an der politische Theologe KS in allen Gassen. Verständlich der Unmut eingefleischter Gläubiger der blühenden Schweizer Wallstreet-Kirche in diesen Spalten. Gefragt wären jedoch blitzgewitzte Brückenbauer*innen. So wie die Berliner Niki-de-Saint-Phalle-Anchela im Bereich der europäischen Ordnungspolitik. Rutishauser wäre zweifelsohne der Einleuchtendere.

  3. Als die Jesuiten die Titanic versenkten – Gott braucht keine Kleriker

    Im Zuge der Coronakrise boomen Verschwörungstheorien. Auch in katholischen Kreisen. Dass sich sämtliche Verschwörungstheorien aus einem anti-katholischen oder aufklärerischen Geist speisen, ist heute selbst den meisten Katholiken, die sie verwenden, kaum noch bekannt.

    Die Patin aller „neuen Weltordnungen“ ist damit die Katholische Kirche selbst.
    Sie ist die älteste internationale Organisation der Welt. Dass sich sämtliche Verschwörungstheorien aus einem anti-katholischen oder aufklärerischen Geist speisen, ist heute selbst den meisten Katholiken, die sie verwenden, kaum noch bekannt. Die Renaissance der Verschwörungstheorie verwundert in einem säkularen wie anti-christlichen Milieu wenig.
    Und dass der Papst Jesuit ist – sowieso nicht.

    Mit der Moderne treten Verschwörungstheorien im heutigen Sinn auf den Plan

    Erst mit dem Beginn des modernen Verwaltungsstaates sind Verschwörungstheorien im heutigen Sinne auch denkbar. Sie sind eng mit der Reformation verbunden: Die Protestanten nehmen die katholische Kirche als anti-christlichen Widersacher wahr. Rom ist das Babel der Apokalypse – und damit ein übermächtiger Feind, der global seine Netzwerke unterhält. Die Jesuiten mit ihrer hierarchischen, elitären und weltumspannenden Organisation sind der Prototyp des perfekten Geheimbundes, die „Jesuitenverschwörung“ wird zur Mutter der modernen Verschwörungstheorie, die vom „papistischen Ausland“ gesteuert wird.

    In der gesamten angelsächsischen Welt besitzen anti-katholische Verschwörungstheorien Kontinuität, von der frei erfundenen Papisten-Verschwörung von 1678 bis hin zu der anti-katholischen Hysterie in den USA des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1563 brachte John Foxe mit dem „Book of Martyrs“ nicht nur eine Hagiographie anglikanischer Opfer der römischen Kirche heraus, sondern füllte es mit den absurdesten anti-katholischen Vorwürfen, die das englische Publikum aufnahm; Samuel Morse, der Erfinder des gleichnamigen Gerätes, behauptete 1835, der österreichische Staatskanzler Metternich schleuste Jesuiten in die USA ein, um einen habsburgischen Kaiser zu installieren; gekrönt wurden diese Behauptungen von dem Vorwurf, der Kapitän der Titanic sei Jesuit gewesen und habe das Schiff mit Absicht versenkt, um politisch unangenehme Geschäftsleute zu töten.

    Die meisten Verschwörungstheoretiker sind aus der gebildeten Mittelschicht

    Den Zenit erreichten die Verschwörungstheorien im Zeitalter von Aufklärung und Französischer Revolution. Die Überzeugung, alle Geheimnisse der Welt mit der eigenen Vernunft zu lüften, löste die christliche Demut der vorherigen Jahrhunderte ab. Auch heute gehören die meisten Verschwörungstheoretiker – wie in der Aufklärung – dem gebildeten Mittelstand an. Die Motivation „aufzuklären“ bricht heute in den sozialen Netzwerken als Mission durch.

    Schicksalsreich sollte die historische Verschwörungstheorie sein, dass die Eliten im Jahr 1789 die Nahrungszufuhr absichtlich kappten. Der Große Terror der Guillotine ging Hand in Hand mit Verschwörungsvorwürfen gegen jeden, der möglicherweise mit dem Ausland konspirierte. Gleichheit für alle bedeutete auch: jeder war gleich verschwörungsverdächtig. Royalisten und andere Reaktionäre münzten dagegen jene Vorurteile auf Freimaurer und Illuminaten um, welche die liberalen Gegner vorher den Jesuiten und der Kirche angehängt hatten.

    Mit der jüdischen Emanzipation und dem grassierenden Antisemitismus um die Jahrhundertwende folgte ein neues Verschwörungskapitel, das bis in den Zweiten Weltkrieg Bedeutung hatte. Die „Protokolle der Weisen von Zion“ als Beleg für eine neue Stufe des Verschwörungswahns ist auch deswegen bemerkenswert, weil sich die elementarsten Vorwürfe kaum von denen gegen die Jesuiten unterscheiden. Sie stehen in einer direkten Linie zu den „Monita Secreta“ von 1614 – eine antijesuitische Schrift und Urgroßmutter aller verschwörungstheoretischen Handbücher.

    Quell: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/als-die-jesuiten-die-titanic-versenkten;art310,209032

  4. Dass ein grosser Teil der mehrheitlich nicht sehr intelligenten Kommentare von Schreibern mit teutonischen Wurzeln kommt, ist evident. Inhalte und Wortwahl verraten dies.

    Wenn vielleicht auch nicht in den Grossagglomerationen, so sind in der Schweiz – im Gegensatz zu Deutschland – Sonntagsmessen noch immer weitgehend gut besucht; vielfach sogar sehr gut, besonders da, wo es Pfarrer gibt, die wissen, wie man einen Gottesdienst attraktiv – aber nicht zeitgeistlich populistisch – gestalten kann!

    Von leeren Kirchen zu reden, ist Mumpitz und dumme Verallgemeinerung! Das einzige, was stimmt, ist die Tatsache, dass es heute in den Messen weniger Kinder und Jugendliche hat, als früher. Die Internet-Generation funktioniert auch hier anders als ihre Vorgänger!

    Es grenzt aber an ein Wunder, dass es nicht mehr Kirchenaustritte gibt, nachdem die , einer ursprünglich deutschen Verlegerfamilie gehörende, grösste Print-Mediengruppe seit etwa 40 Jahren systematisch eine militante Katholikenbe-kämpfung betreibt, auf allen möglichen Schienen.

    Fraglos haben ernst zu nehmende Fehler auf Kirchenseite den dortigen manisch cathophoben Schreiberlingen viel an Angriffsfläche geboten. Konkrete Vorfälle wurden aber massiv übertrieben und mit Zeitabständen immer wieder aufgekocht – gleichsam als neue Fakten. Auch Gerüchte wurden als Tatsachen serviert.

    Wurde das Ganze als „Ente“ enttarnt, erfolgte die Korrektur später als kleine Fussnote.

    Die mittlerweile schon recht in die Jahre gekommene Schallplatte von den klerikalen „Buben-Vernaschern“ wird – wie in den deutschen Partner-Postillen des Konzerns – immer wieder aufs Neue abgespielt.

    Ziel der Zürcher Mediengruppe und ihres, übrigens evangelischen, Vatikan- und RK Kirchen-Experten ist unverkennbar, einen ganzen Berufstand in Verruf zu bringen und das Fussvolk aus den Gotteshäusern zu treiben.
    Man sagt sich: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

    Im reformierten Religionsunterricht wurden die Jesuiten bis in die 60er Jahre als das absolut Böse dargestellt, als die Inkarnation ultramontaner Machtansprüche. Sie waren das ultimative Feindbild, eine Gefahr für unsere Demokratie.

    Sollte Christian Rutishauser SJ zum Churer Bischof gewählt werden, so dürfte in den TA Medien kaum das gewohnte Gezeter ausbrechen. Auch die reformierte Seite dürfte sich kaum ärgern. Inzwischen hat der Orden massiv links-marxistische Schlagseite bekommen, fern von transzendentaler, resp. religiöser, Indoktrination der Gläubigen. Heute gleicht er eher einer NGO-Organisation mit spiritueller Ausrichtung.

    Traditionell ausgerichteten Katholiken dürfte Grichting lieber sein. Den genannten Medien dürfte er aber bald ein ideales Feindbild sein. Denn ein „Zeitgeistler“ und Anpasser ist er nicht. Ihm wäre dann eine sehr dicke Elefantenhaut zu wünschen!

  5. Pierre Vincenz wäre ein guter Repräsentant als Bischof, er glaubt an ein gut gefüttertes Spesenkonto und hilft der lokalen Wirtschaft im horizontalen Bereich. Vielleicht finden
    wir in seinem Stammbaum noch einen Borgia oder Medici, dann wäre es perfekt.
    Spass beiseite: ehrlich, welcher Schweizer interessiert sich noch für diese Frage ?

  6. Wenn man immer noch dieser sklerotischen Männervereinigung, die keine Frauen zulassen, dafür überall mit kleinen Buben „spielen“ , angehört, ist man a priori disqualifiziert. Welcher Oberhirte diese scheinheiligen Gutmenschen anführt, ist völlig unerheblich, den deren Zeit ist mehr als abgelaufen.

  7. Herr Stöhlker

    ist instruiert von kath. Grinsekatzen Synodalpräsidentin Franziska Driessen.
    War ein schönes Kaffekränzchen mit Ihr?

    Wievielt GELD haben sie von Landeskirche erhalten für Artikel?

    NEIN der Artikel gehört nicht hierher IP!!!!!!!

    http://www.kirchen-austritt.ch

    • guckst du 5 Kommentare weiter unten
      hat allerdings nur minimale Zustimmung erhalten
      niemand hat ihn vermisst
      die 1 Stimme vielleicht noch von Ihnen?
      en schöne Sunntig

  8. die kirchendiener sollen mal richtig arbeiten gehen!
    unsere gesellschaft braucht diese …. nicht mehr.
    kann doch jeder glauben, was er wolle.
    aus den religionen sind nur kriege und perversionen
    entstanden.

  9. Hoffentlich erlebt nicht wieder dieses ultrakonservative Opus Dei ein Revival. Das wäre ein kapitaler Rückfall in eine fundamentale Doktrin.

    Die Jesuiten sind in der Katholischen Kirche m.E. die glaubwürdigsten Wegbereiter für die Zukunft. Nicht nur intellektuell und disziplinarisch, sondern auch bezüglich Vorbildfunktion.

  10. Warum um Himmels Willen ist Klaus Stölker immer noch Katholik?
    Was soll das?
    Offenbar ist es nicht so weit mit selbständigem Denken…

  11. Interessante Hinweise über die viele katholischen Zuwanderer aus Portugal und den Ländern des Balkans. Sofern die Italiener, Spanier, Latein- und Südamerikaner vergessen worden sind, gehören sie auch dazu. Nebenbei Herr S., verkörpern laut Statistik nach den Deutschen die Italiener die zweitgrösste ausländische Gemeinschaft in der Stadt Zürich.

    In der Corona-Zeit herrscht viel Not. Anstatt die Kirche zu politisieren, wäre ist nicht besser, die Kirche zu den Menschen zu führen? Wozu dient eine Kirche und/oder religiöse Gemeinschaft eigentlich? Die einfachen Leute, die in säkularen Sorgen baden, wären eigentlich eher mit seelsorgerischen Gaben dankbar.

    • Die katholische Kirche unterhält nachweislich weltweit mehr humanitäre Institutionen, Spitäler und Schulen als das Rote Kreuz, die „Médecins sans Frontières“ und all die NGOs zusammen.
      Geht da und dort einmal etwas schief, was leider auch vorkommt, so wird medial ein riesiges Tam-Tam gemacht. Von den enormen Leistungen – auch dort, wo sonst keiner hingeht – wird kaum geredet! So ist die Welt!

  12. Wieder mal Stölker. Er betet immer die gleiche Leier von leeren Kirchenbänke etc. etc. etc. Er war wohl schon lange nicht mehr in einem Gottesdienst, tut aber so, als wüsste er Bescheid. Ärmlich…

  13. http://www.kirchen-austritt.ch

    Gläubige sind Mittäter an den Gräueltaten Ihrer Kleriker!!!!
    Männer in Frauenkleidern und „Pädophilen und Homo Vereine“ braucht es nicht … der Vatikan als Geldwäschemaschine … Missbrauch vor Gottes Augen … weg mit dieser Institution … sollen beten … beten … wo und wie sie wollen … aber keine STEUER GELD mehr … auch nicht für den Selbstdarsteller Gross Münster … soll in POLITIK … Gott ist ja nach Ihm neutral …

  14. Für all jene, die es nicht interessiert: Andrzej Wajda schrieb vor 10 Jahren: „Eine Gesellschaft ohne Erinnerung ist nicht mehr als ein Menschenauflauf“.

  15. Gebe mein Geld lieber einer Institution für heimatlose Hunde. Eines weiss ich sicher: Tiere sind immer zu 100 Prozent ehrlich….

    • @Auf den Hund gekommen
      du siehst es so ganz richtig

      @Pascal Hekto
      kann wohl mit meinem Vermögen machen was ich für richtig finde. Es verschwindet einfach ohne Spuren zu hinterlassen…..

  16. Trennung von Kirche und Staat?
    Trennung von Kirche und Wirtschaft?
    Trennung von Kirche und Politik?

    Trennung von Kirche und ihren Mitgliedern?
    Ja, und zwar mit atemberaubenden Tempo. Der Abstimmungskampf für die KVI vom letzten Sonntag hat das ihre dazu beigetragen.

    Unabhängig davon, wer neuer Chef wird in Chur, der Mitgliederschwund ist – wie auch bei den Reformierten – nicht zu stoppen. Dann fehlt früher oder später auch das Geld.

    Erstaunlich, welches breite Themenfeld IP bearbeitet.

    IP = Inside Petersplatz

  17. Das sind eben die Kirchen heute. Sie politisieren, ihre Bankiers unterschlagen Vatikan Gelder und andere sorgen für sexuelle Skandale. Kein Wunder die Kirchen sind leer. Mein Respekt vor Religion ist vorbei. Sie sind keine Wegweiser mehr. Leider.

  18. Es braucht einen Bischof, der die Diözese im Sinne von Wolfgang Haas weiterentwickelt, sich zum echten Katholizismus bekennt und die dauernden Streitereien vom Tisch wischt. Es ist zu hoffen, dass das auch der Heilige Vater so sieht.
    Bei dem Satz mit dem Botschafter musste ich schmunzeln.

    • Falsch. Es braucht keinen Bischof. Und keine Kirchensteuern für Unternehmen. Und keine alten, in ihren Ansichten verknöcherten Greise in lächerlichen Kleidern.
      Sonst sollten wir auch die Religion des Spaghettimonsters finanzieren… (google it, das gibt’s!)

    • Die Kurie in Rom wird sich wie immer durchsetzen, auch gegen den Willen von Herrn Bergoglio und des Kirchenvolkes. Und je länger das dauert, desto mehr Schäfchen wird die katholische Kirche verlieren bis hin zur reinen Institution Vermögensverwaltung, die hoffentlich irgendwann enteignet oder wegen der Schnäbelireiberprozesse insolvent wird.

  19. Eine Alternative wäre Martin Werlen, ehemaliger Abt des Klosters Einsiedeln. Ein Walliser, durchtrieben und mit Ränkespielen vertraut, konziliant und weltoffen!

    • Ein weltoffener Abt???
      Also so wie ein einsichtiger Trump, ein schwarzer Schimmel oder trockenes Wasser?

    • Alternative wäre Frau Martina Werlen ;-)))) … aber eben Kleriker Männerverein …

      2000 Jahre Unterdrückung, Macht und Friede Gottes auf Erden? Wo? Ich sehe nur fette Klingelbeutel, Immobilien in 1A Lage …Kirchen Funktionäre …. alte Leute in Gremien …. weltfremde Sprache …. hochgezahlte Priester in Beziehungen und homoeroischen Beziehungen, aber all das erschüttert heute keinen mehr …. wiesen wir alles ….. klein gehalten im Namen Gottes …. Mensch wach auf.

  20. Dieser Jesuitenzirkus ist eine brandgefährliche Sache für die Menschen auf dieser Erde. Sie besetzen alle wichtigen Schlüsselstellen. Jeder der Freiheit will sollte sich endlich mal mit dieser negativen, gefährlichen Entwicklung auseinandersetzen und seine Schlüsse daraus ziehen. Die Jesuiten sind nicht Eure Freunde, sondern das Gegenteil! Wer sich über die Jesuiten gut informiert (und es lohnt sich!) wird es erfahren.

    • Da liegt der Hacken, warum war das Jesuitentum in der CH bis 1973 verboten.
      Man siehe den Papst, auch der kommt von diesem imperium.All dies sollte zum Denken anregen.

  21. Diese Frage ist so uninteressant wie sonst etwas. Hoffentlich darf ich das noch erleben, wenn diesen „Geistlichen“, zumindest in der Schweiz, endlich die Geldquelle genommen wird.

    • die sitzen auf unendlich gestohlen und erhaschter realestate…die gehen nicht weg

      vorher frisst musel erdogan eine
      trächtige sau oder stöhlker zieht dahin wo er geistig hingehört…nach bratwurschtland

  22. Mein Gott jetzt macht Klausi auch hier noch mit. Dieser Missbrauch von Kindern seit Jahrhunderten hört nie mehr auf. Als Mitglied dieses Vereins ist man mitverantwortlich und mit den Steuern unterstützt man dieses Verbrechertum. Die Austritte der Gläubigen sind zu unterstützen nehmen immer mehr zu.

  23. Frage: wie relevant ist ein Bischof? Und was hat er mit dem Finanzplatz Schweiz zu tun? Ein völlig unpassender Artikel für IP.

    • Na ja, Ihr Horizont ist ja sehr schmal, aber mal über den Tellerrand schauen ist für Ihresgleichen ja schon eine Herausforderung.

    • Tatsächlich völlig unpassend. Oder bezahlt der Autor, damit er hier seine Religion vertreten darf?
      Für mich beginnt das früher gute IP zu sterben.

    • Wer Vatikan (und untergeordnet auch Bischof) trennt von Wirtschaft, Krieg, Finanzen und Adelshäusern, der lebt nicht in der realen Welt.

  24. Wer mal eine etwas andere Sicht auf die katholische Kirche und insbesondere die Jesuiten erhalten möchte, der kann sich die Denkwerke von Hans Joachim Müller ansehen.

    Man versteht dann die Rolle von Christoph Blocher besser und warum dieser seine Kirchensteuer direkt in Chur bezahlt.

    HaJo Müller ist Sachse aus Leipzig und Prag, der die Souveränität Deutschlands verlangt.

    • @Iim Namen ihrer Majestät

      ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Aber den Namen „Blocher“ kann man immer für irgendetwas gebrauchen. CB ist meines wissens Sohn eines protestantischen Pfarers und selber Protestant. Sein Schwiegersohn Martullo vermutlich Katholik.

      Wo man seine Kirchensteuern zahlt ist gesetzlich geregelt. Es ist der Wohnsitz der massgebend ist.

    • Der CH-Blocher ist Reformiert.
      Sein Vater war reformierter Pfarrer. (Kein Zölibat.)
      Der Schwiegersohn bezahlt direkt nach Chur.
      So nebenbei der Vatikan hat den Völkerrechtsstatus
      vom Imperium Romanum geerbt.
      Mit der Aufklärung und dem Ende der Monarchien hat der Vatikan die Rolle des Europäischen Imperator verloren.
      Mit der Selbstkrönung Napoleon 1., wurde das Geschichte,der Vatikan zum einfachen Staat zurückgestuft.
      Unter Mussolini wurde der Vatikan in der Fläche massiv verkleinert dafür wurden dem Vatikan in Italien Sonderrechte zugestanden Lateranverträge.
      Auch einige vor allem Innerschweizer-Kantone konnten sich einige kleine Sonderrechte gegenüber dem Vatikan sichern.
      Die angeblichen Geld-Reichtümer des Vatikan sind nicht so bedeutend wie oft vermutet oder unterstellt.
      Der Einfluss basierend auf dem Völkerrechtsstatus ist schwerwiegender.
      Das wirkt auch in die Missbrauchsangelegenheit.
      Römisch Kath. Geistliche sind Doppelbürger Herkunft UND Vatikanbürger. Darum Zb.KEINE Wehrpflicht für Geistliche.

  25. -der edle verlangt alles von sich selbst, der primitive stellt nur forderungen an andere-

    stöhlker wäre mal lieber pfaffe geworden…

    der typ schreibt soviel blödsinn das selbst engel lieber hure wären.

    ‚geld‘ ist doch gott stöhlker und der wohnt in der city of london und nicht im untergehenden rattenloch rom…

    hast wohl gar nichts begriffen in deinem ödfinsteren dasein.

    • Also, primitiv finde ich nur Ihre persöhnlichen Angriffe. Sie haben definitiv ein Mangel an Argumenten und Anstand

    • @paulx

      verstehen ist nicht gleich verstehen…
      was sie ‚finden‘ können sie an mangel ihrer dargelegten
      horizontbelichtung defenitiv nicht argumentieren…aber was solls))

  26. Es muss endlich, endlich getrennt werden zwischen den Kirchen und Staat. Besonders und zumindest allererst mit den Katholischen. Dieses männerdominierende, sexfeindliche (!) Grüppchen, mehr Sekte als anderwas, soll zelebrieren, heilen und schallmeien was will, aber bitte nicht zusammen mit Staat. Der Staat schützt seine Bürger so gut er kann im hier und jetzt, das katholische Grüppchen dann halt für und im Jenseits. Diese absolut, explizit auf Rom und nur Rom bezogene, gelehrte Lehre, mittelalterlicher Abolutissmus und sexfeindlich dazu, gehört schon allerlängst beseitigt. Kommt noch dazu, dass wöchentlich einer dieser Prediger resp. Priester mit Knaben erwischt wird: Wasser predigen; aber selbst Wein trinken. Alles scheinheilig und verlogen, sorry.

    Es geht nur um Macht, um die verlorene Macht welche die katholische Kirche einstmals hatte und damals auch sehr streng und unbarmherzig ausübte. Hunderdtausende Hingerichtete, Verbrannte, übelst gefolterte Menschen sind dieser „heiligen/barmherzigen“ Lehre zum Opfer gefallen. Bestialisch wütende Kleriker, als diese Südamerika überrannten, „bekehrten“.. Alles schon vergessen.. Man spricht nicht darüber da peinlich. Der letzte Papst, der deutsche(!) Benedikt XVI begrüsste die Greueltaten noch: Dies sei geschehen zum Vorteil der dortigen Bevölkerung, diese hätte dies „unbewusst“ (!!) gewollt. Mit solcher Begründung kann man noch jedes und alles entschuldigen inkl. Greueltaten im WWII..

  27. Wichtiger als ein Bischof ist die Schweizergarde im Vatican.
    Ohne die Garde wäre das Papsttum 1527 beim Sacco di Roma erloschen.

    Ohne Schweizergarde keine röm. kath. Kirche und kein Papst.

  28. Zwar ist Christian Rutishauser wohl nicht auf der Wunschliste. Aber … ihn als Bischof zu haben, wäre eine mutiger aber faszinierender Befreiungsschlag.
    Eine – bei aller Kritik an „Chur“ – Persönlichkeit, welche im persönlichen Umgang sehr überzeugt.

  29. „Der Kampf um den wichtigsten Schweizer Bischofssitz, den in Chur, ist in vollem Gange.“
    Der Kampf ums Propaganda-Forum IP ebenfalls. Weder Inside noch Paradeplatz und trotzdem Platz hier!

  30. Ob der Bischofssitz in Chur der wichtigste der Schweiz ist, sei dahingestellt. Er ist bestimmt der geschichtsträchtigste. Wichtig ist, dass den Schweizer Bischöfen kein Erzbischof übergeordnet ist. Wie etwa früher teilweise diejenigen von Besançon und Freiburg im Breisgau. Aber der Steigbügelhalter von Martin Grichting, Bischof Haas, hat es mit seiner Spalterei der Gläubigen zum Operetten-Erzbischof von Liechtenstein geschafft. Extra für ihn eingerichtet. Die schräge Operation ging seinerzeit so weit, dass Erzbischof Haas bei der Einsetzung in sein Amt die eher ärmliche Kathedrale in Vaduz nur durch den Hintereingang zu betreten wagte. Vielleicht schreitet demnächst Martin Grichting durch den Haupteingang. Die Fürstenfamilie wird auch ihm huldigen.

    • @Erich Heini

      Den Schweizer Bischöfen ist sehr wohl ein Erzbischof übergeordnet – es ist der Nuntius in Bern – der die Bischöfe überwacht und seine Beobachtungen dem Vatikan meldet. Er hat auch bei der Wahl eines neuen Bischofs eine Sonderstellungf, da er den Papst in dieser Frage berät un ihm Vorschläge macht, wer für eine Nachfolge in Frage kommen könnte.

  31. Als erzogener Katholik, der im Verlauf den Bezug zur Religion vollständig verloren hat, scheint es, dass ich immer noch an den Vorgängen interessiert bin. Erstaunt – aber effektiv erfreut – bin ich deshalb in IP darüber etwas aktuelles und engagiertes zu erfahren. Vielen Dank für die Gedanken.
    Bitte nur so weiter.

    • Buena notta. Jesuiten Legenden. Viele treten aus, heiraten und freuen sich des Lebens, die anderen tun Zen & anderen verdeckten Unsinn.

      Hauptsache die Finanzen stimmen. Die Leute glauben ja alles.

      Der schlechte Ruf der Jesuiten geht mit Sicherheit nicht auf die Inquisition zurück, sondern eher auf den Vorwurf, sie wären eine verschwörerische Gemeinschaft. Wenn dann auch noch Persönlichkeiten wie etwa Weishaupt, der den Illuminatenorden in Ingolstadt gegründet hat, eine jesuitische Ausbildung genossen hat, unterstreicht das diese Theorie. Außerdem waren die Jesuiten sozusagen die Erfinder der Exerzitien, was natürlich auch geheimnisvoll wirkt.
      Da die Jesuiten nur dem Papst unterstellt waren, konnten sie in den Diözesen unabhängig vom Bischof agieren, was sie bei diesen natürlich auch nicht unbedingt beliebt machte. Sie waren an kein Kloster gebunden, wie das bei den übrigen Orden üblich war, sondern konnten mobil eingesetzt werden, wo es eben gerade brannte.
      Ganz klassisch ist hier das Beispiel der Gegenreformation. In der älteren Literatur findet man oft die Aussage, die Jesuiten seien die „Speerspitze der Gegenreformation“ gewesen, was auch immer das bedeuten mag. Fest steht, dass man sie unter anderem zur Rekatholisierung ehemals protestantischer Gebiete einsetzte, weil sie nicht an ein Kloster gebunden waren – und wenn sie ihre Aufgaben dort erledigt hatten, standen sie für weitere Aufträge zur Verfügung.
      Den Jesuiten wird auch Kadavergehorsam vorgeworfen, weil sie den Befehlen des Papstes gehorchen sollten, als wären sie tote Körper.

      1773 wurde ein Verbot des Jesuitenordens erwirkt, dem eine Rufmordkampagne vorausging. Inwiefern die Vorwürfe gegen die Jesuiten stimmen, mag jeder anzweifeln, wie er will. Die Gechichtsforschung ist sich bis heute noch nicht einig und es besteht durchaus noch Forschungsbedarf, denn die einzige beachtenswerte Gesamtdarstellung der jesuitischen Geschichte stammt von einem Jesuiten – was natürlich in diesem Fall eine sehr positive Bewertung des Ordens mit sich bringt. Es bleibt abzuwarten, was da in den nächsten Jahrzehnten noch kommt.