Die lachhaften Prognostiker

Chefökonomen, ETH-Forscher, Think Tanks versuchen sich wohlbezahlt daran, in die Zukunft zu schauen. Ergebnis? Useless.

Sozusagen die Taschenausgabe dieser Hellseher ist der Bankberater, soweit es ihn noch gibt. Natürlich muss der sein überlegenes Wissen auf seine Kunden regnen lassen, denn die fragen sich bei Nullzinsen immer lauter, wieso sie eigentlich Vermögensverwaltungsgebühren zahlen.

Wo doch ETFs, als passive Fonds, meistens gleich gute oder sogar bessere Performance liefern als gemanagte Geldanlagen. Kein Wunder, da muss ja zuerst einmal die Fee für die Klugschwätzer bezahlt werden.

Dann erfreut natürlich jede Bank, die etwas auf sich hält, ihre HNWI und UHNWI mit besonders ausführlichen, das Fussvolk mit eher kursorischen Ausblicken in die Zukunft.

Obligatorischer Bestand des Vokabulars sind immer Schaumgummi-Begriffe. Also „aus heutiger Sicht“, „ist nicht auszuschliessen“, „könnte, sollte, müsste, dürfte“, „wenn nicht“, „unter der Voraussetzung“, „in der Annahme“.

Das Nähere regelt dann noch das Kleingedruckte in den AGB, wo sämtliche Verantwortung und Haftbarkeit, die einem juristischen Hirn einfallen kann, wegbedungen wird. Mit anderen Worten: schade ums Papier, schade um die Bytes.

Aber steigen wir doch mal hoch in den wissenschaftlichen Turm. Nach ganz oben, wo Überblick und grosse Kompetenz regieren.

Nein, da müssen wir leider die HSG in der mittleren Etage übersteigen und direkt zum KOF auf die Plattform klettern. Denn die Konjunkturforschungsstelle der ETH ist doch wohl das Höchste des Möglichen in der Schweiz.

60 Mitarbeiter, unermüdlich im Einsatz, angeführt von Jan-Egbert Sturm. Professor für angewandte Wirtschaftsforschung, also kein Eierkopf, sondern zutiefst mit der Praxis verbunden.

Könnte man meinen. Nun ja, der holländische Wissenschaftler hat nun sein ganzes akademisches Leben in der Forschung verbracht. Oder als Dozent an Unis. Unternehmerische Verantwortung, Behaftbarkeit, Praxiskenntnisse? Null.

Seit 2005 lenkt Sturm nun die KOF. Auf die Frage, ob er inzwischen eigentlich seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt hat, mag er nicht antworten.

Er ist sicher damit ausgelastet, in die Zukunft zu schauen. Das ist gar nicht so einfach, wie man sich vorstellen kann. Denn auch da ist es leider so, dass bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von halbe-halbe, es geht rauf oder runter, die Trefferquote dieser Prognosen leider sogar unter 50 Prozent liegt.

Selbst Pfeile auf eine Scheibe werfende Affen – wurde getestet – hatten eine grössere Trefferquote als mit ihnen konkurrierende Analysten. Obwohl zumindest die Affen gar nicht wussten, um was es hier geht.

Aber das passiert der KOF doch sicher nicht. Schliesslich hat Sturm noch Zeit, Mitglied der Taskforce to the Bundesrat zu sein.

Die Chance, auch mal mediale Scheinwerfer auf sich richten zu können, vielleicht sogar 15 Minuten Ruhm abzuholen. Aber womit nur? Natürlich, mit Warnungen, Forderungen und unqualifiziertem Geschwafel.

Denn Sturm weiss, dass er nur mit ökonomischen Themen doch eher langweilt. Also verwandelt er sich flugs in einen Virologen, Epidemiologen und Corona-Spezialisten.

So befürchtet er, dass die Spitäler „noch diese Woche an ihre Grenzen kommen werden“. Diese haltlose Prognose äussert er in einem Interview mit der NZZ – am 12. November. Abgefedert natürlich mit einem „wenn nicht“, logo.

Gut, ist vielleicht doch nicht seine Kernkompetenz. Also begeben wir uns doch in seine Hände, was das Zukunftgucken wirtschaftlich betrifft.

Da fangen wir gleich gross und oben an, denn dafür gibt es doch den „European Economic Outlook“. Ein „Gemeinschaftsprojekt zwischen dem ifo Institut, dem Istat und der KOF“. Natürlich reiner Zufall, dass Sturm auch schon mal beim ifo arbeitete.

Hier sprechen wir nun also von einer länderübergreifenden, geballten Forscherkraft. Die kann sich ja nun nicht irren.

Ausser, wenn sie sich irrt. So veröffentlicht das KOF, in der nicht unberechtigten Hoffnung, dass das in den traurigen Weihnachten untergeht, am 22. Dezember die Mitteilung:

„Ausblick für das Eurogebiet nach unten korrigiert“. Das ist eine wunderbare Formulierung, fast noch gesteigert vom ersten Satz: „Führende Forschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das Eurogebiet kräftig gekappt.“

Das könnte ein begabter Sprachveredler nicht besser schnitzen. Allerdings gilt auch hier: Man kann Scheisse zwar golden anmalen, aber sie stinkt weiterhin.

Denn bei den angeblich führenden Forschungsinstituten handelt es sich natürlich um niemand anderen als dieses Trio Infernal.

Korrigiert ist ein euphorischer Euphemismus, „kräftig gekappt“ ist immer noch euphemistisch.

Denn die Realität ist: Ende September hatten diese Cracks mit einem Wirtschaftswachstum „im Eurogebiet von plus 2,2 Prozent gerechnet“.

Okay, an der Kernschmelze glühende Computer, Algorithmen, die sich zweimal ums Gebäude schlängeln, und dann erst der analytische Sachverstand, da kann man sich trotzdem ein wenig verhauen.

Kann man so sehen, denn nur drei Monate später lautet die neue Prognose: 2,7 Prozent. Aber ist doch eine gute Nachricht, wieso meckern.

Nun, die neue Prognose ist „minus 2,7 Prozent“. Wir haben hier also einen klitzekleinen Fehler von fast 5 Prozent. Ist das viel oder wenig?

Das BIP der Eurozone betrug 2019 rund 12 Billionen Euro. Also ist ein Fehler von 5 Prozent der läppische Betrag von 600 Milliarden.

Um ungefähr das gesamte BIP der Schweiz danebengehauen. Aber was ein richtiger Wissenschaftler ist, lässt sich von solchen kleinen Rückschlägen nicht aufhalten; der nächste Absatz ist dermassen komisch, dass er es verdient, vollständig zitiert zu werden:

„Für das erste Quartal 2021 erwarten die Institute nun nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent, nach 1,5 Prozent, wie noch im September gedacht. Erst im zweiten Vierteljahr 2021 sehen sie dann 3,0 Prozent Wachstum.“

„Das dritte Quartal 2020 hingegen verlief besser als erwartet. Dafür betrug das Wirtschaftswachstum des Eurogebietes nun satte 12,5 Prozent und nicht nur 8,2 Prozent, wie noch Ende September gedacht. Das bringt das Gesamtjahr 2020 auf minus 7,3 Prozent.“

Aber immerhin, eine gewisse Lernfähigkeit ist diesem Rudel hochbezahlter Koryphäen nicht abzusprechen, denn bereits im nächsten Absatz werden die ganzen Unsicherheiten aufgezählt, inklusive Brexit, die natürlich solche Vorhersagen „überschatten“.

Nach einem minimen Irrtum von 5 Prozent sehen die Forscher also nicht mehr in eine leuchtende Glaskugel, sondern in eine verschattete. Das ist bedauerlich, ändert aber hoffentlich an ihren Salären überhaupt nichts.

Aber wir wollen diesen Ausflug in Zukunftsdeutung nicht ohne ein letztes Zitat beenden, nach dessen Lektüre man sich die Lachtränen aus den Augen wischen muss. Wir zitieren nämlich die Zweckbestimmung:

„Die KOF liefert fundierte Informationen im Bereich der Wirtschafts-​ und Konjunkturforschung. Sie erstellt eine Vielzahl von Prognosen und Indikatoren zur Konjunkturbeobachtung.“

Ich kann das immer wieder lesen und muss mich wegschmeissen. Was wohl besser mit diesem Institut geschähe.

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Kommentare

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  1. Seit 2005 ist dieser Jan-Egbert Sturm nun mit seinen „Prognosen“ wie eine Fahne im Wind am Drücker und verdient sich mit seinen Konjunktiven eine goldene Nase. Ich frage mich schon seit einer Dekade wie der das macht und wie es ihm immer wieder gelingen mag so eine völlig nutzlose Institution zu führen. Er ist aber nicht allein. Sein Meinungsforscher-Pendant war lange Claude Longchamp. Die vom Steuerzahler finanzierten Abstimmungsumfragen waren kaum je für etwas gut sondern waren nur ein Abstimmungstool für die Parteien die so ihren Abstimmungskampf optimieren konnten. Longchamp ist weg aber seine Nachfolger schwafeln immer noch Dinge die auf der Hand liegen und keinen Mehrwert bieten.

  2. Die KOF ist wie die Meteo nach der Tagesschau, die aber nur mit 1 Mio. Fr. Gebühren p/a auskommt. Liegt im Nachhinein auch richtig und in der Prognose mehrheitlich auch falsch.

  3. Nun, man könnte dieses Thema vermutlich noch beliebig erweitern, um die Wetterprognosen, die Klimaprognosen, die Krankheitsprognosen und dann schreiben uns andere Gelehrte, dass sich die Wirtschaft zunehmend in den Dienstleistungsbereich verschieben wird. Natürlich wird sie das, gibt es doch bald für jeden Blumenkohl ein eigenes Amt, einen eigenen Chefbeamten und dann zuoberst allenfalls noch eine Klavierspielerin, welche den produzierten Mist dann noch politisch verkauft. Dass immer noch die Bauern, die Kartoffeln aus dem „Feuer“ holen, wird zunehmend vergessen. Am Schluss wird die Klavierspielerin dann VR bei einem Grossverteiler und lernt dann noch, wie man die Bauern am besten übers Ohr haut. Die Welt will es offenbar so, mindestens solange es überhaupt noch Kartoffeln geben wird. Gut, dass wir noch die Finanzminister haben, welche mit gedruckten Moneten noch möglichst viele Menschen glücklich machen!

  4. Wie jede kaputte Uhr jeden Tag zweimal die richtige Uhrzeit anzeigt, wird auch jeder Wirtschaftsaugur frueher oder spaeter zum Helden. Je weiter seine Prognose zeitlich vom Zeitpunkt des Eintreffens entfernt war, umso mehr wird er fuer seine „Weitsicht“ gefeiert, dabei hat er nur ueber Jahre fest an seiner Prognose festgehalten und damit in der Zwischenzeit Opportunitaetsverluste verursacht. Leider laesst sich die Gesellschaft immer noch von akademischen Titeln und einem geschliffenen Maul – am besten in einer Hochsprache – blenden.

  5. Mei hab ich gelacht. Irgendwie alles wahr, aber wer die halbe Wahrheit sagte, sollte auch Lügner genannt werden. Tatsache ist: Ja das KOF revidiert seine Meinung wenns Anlass dazu gibt. Ich hab noch keinen „alternativen“ Wahrsager gesehen der das tut. Meinungen werden nicht Verboten (die lustigen Demos und die etlichen Blogs sind Zeugen), aber der Irrglaube dass jemand Recht hat nur weil er eine andere Meinung hat, ist auch etwas naja… fragil ? Wer macht denn viel bessere Vorhersagen? Es steht jedem frei sein eigenes Orakel aufzumachen und damit sein Geld zu verdienen. Mal sehen wieviel das sein werden nach den letzten Debakeln der „offiziellen“ Wahrsager. Mir ist eine Stelle die nach wissenschaftlichen Prinzipien irrt lieber als eine die nach Bauchgefühl irrt. Geschmackssache. Steht jedem frei das anders zu sehen. Aber von Banausen kritisiert zu werden, das ist eine besondere Art der Belustigung. Ich bin sicher viele haben schon immer gewusst dass all diese Vorhersagen Schrott sind und weil mans besser gewusst hat sind jetzt alle Millionäre und schreiben hier nur zum Spass…. aber bald ist 2021, neues Jahr, neues Glück, was wird uns das Jahr des Ochsen bringen ? Ah ja, vermutlich noch mehr falsche Prognosen, und ich glaube damit liege ich richtig 🙂

    • Alles klar – aber ich im Mittelstand will diese Schmierenkomedianten nicht bezahlen – capito?

  6. Wie kommen Sie auf einen Verhauer von 0.05? Ich kriege da gerundet 2.23 raus, also 223%.

    (2.2-(-2.7))/2.2

    Oder meinten Sie 5 Prozent_punkte_?

    Bei Leuten die im Wirtschaftsbereich tätig sind würde ich diese Differenzierung durchaus erwarten.

  7. Jan-Egbert Sturm war auch einer jener „Ja-Sager“ Oekonomen am sogenannten Frankenrütli, in dessen Anschluss der Bundesrat der SNB den Auftrag erteilte, am Devisenmarkr zu intervenieren.

    Die SNB gerät dadurch immer tiefer in ihren Devisensumpf.

    Marc Meyer, SNB-Beobachter

    • Von was für einem Devisensumpf phantasieren Sie denn schon wieder Dottore Meyer?
      Selbst mit dem Schwund-Dollar hatte die SNB Ende Oktober noch 172 Mrd CHF Eigenkapital und selbst falls es zum Jahresende noch einige Mrd weniger EK sein sollten, das mag die SNB noch lange verkraften, dafür ist die Portokasse noch gross genug.
      Und falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, seit Ende Oktober hat die SNB praktisch nicht mehr interveniert, im Gegenteil, sie hat sogar 4 Mrd der Giroguthaben der CHF ABGEBAUT! Vielleicht haben die US Drohgebärden, dass wir jetzt offiziell ein Währungsmanipulateur neben Vietnam sein sollen auch einen Einfluss gehabt.
      Aber ansonsten souverän wie Dr. Jordan diese US Vorwürfe nach diesen kleinkarierten US-Kriterien mit planwirtschaftlichen Vorgaben, dass wir nur einen Handelsbilanzüberschuss von 20 Mrd $ mit den Amis haben dürften, oder sonst unseren Leistungsbilanzüberschuss nur 2% des BIP haben „dürfen“ cool abprallen liess!
      Wenn die Amis uns vorschreiben wollen, wie erfolgreich wir sein dürfen, das ist doch Wirtschaftsimperialismus der billigsten Sorte, zumal der CHF versus deren US$ Schwundwährung 2020 noch gut 9% aufgewertet hat!
      .
      Befreien Sie sich doch mal zuerst aus Ihrem eigenen Sumpf in Ihrem Kopf Dottore Meyer – vielleicht klappts ja 2021 – ich hoffe es zumindest für Sie.
      In dem Sinne wünsche ich Ihnen ein erkenntnisreiches 2021!
      Claire

    • @*Claire“

      Doch. Devisensumpf.

      Soll doch Ihr Idol, der „souveräne““Dr. Jordan“ dem „Dottore Meyer“ bitte erklären, wie er die Schweiz aus diesem veritablen Devisen-Sumpf wieder herausführt. Das konnte er nämlich bislang die vergangenen 10 Jahre noch nie.

      Oder soll doch Ihr grosses Idol Jordan mal erklären, wo der Franken stünde ohne SNB-Interventionen? 10 oder 20 Prozent höher?

      Ihr Idol wäre bestimmt optimistisch und meint: 20 Prozent höher.

      Ist Ihm und Ihnen dabei auch klar, dass dann das SNB-Portefeuille um 20 Prozent überbewertet ist – die SNB also kein Eigenkapital mehr hat? Und ist ihm auch klar, dass bei einem Verkauf der SNB-Devisen der Franken dann noch höher steigt – und dass dann die kreditgebenden Grossbanken und Kantonalbanken Konkurs gingen?

      Die SNB befindet sich also in einem veritablen Devisen-Sumpf. Das ist der richtige Ausdruck.

      Und noch eine Frage an Sie – Claire: Von wem werden Sie bezahlt? Von der SNB oder von den Exporteuren? Und warum geben Sie sich hier als Frau aus, obwohl Sie ein Mann sind?

      Haben Sie so grosse Angst davor, dass Ihre wahre Identität auffliegt?

      Es ist schon erbärmlich, wenn die Irrlehre unseres Zentralbankchefs und unseres obersten Oekonomen in der Schweiz („Geld aus dem Nichts“) nur noch von einem Chaoten wie Sie unterstützt wird. Aber auch so kommt die SNB nicht aus ihrem Devisensumpf heraus.

      Für das Neue Jahr wünsche ich Ihnen und der SNB, dass es Euch gelingen mögen, von Eurem „hohen Ross“ herunterzusteigen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer, SNB-Beobachter

    • Meyer — akutell 2 Monate ohne Eingriffe und der Franken steht gegenüber dem € NICHT 10% oder 20% höher – wie auch schon von Mitte 2017 bis das Ausnahmeereignis Corona kam und die Aengstlicheren im Ausland leider wieder rund 120 Mrd CHF in FX in die CH verschoben haben!
      Der Schwund-US$, das ist eine andere Geschichte, weil niemand mehr deren Schulden kaufen will, muss es die FED tun, damit Amiland nicht noch einen Default anmelden muss.
      .
      Mit den 172 Mrd EK bin ich zuversichtlich, dass die SNB den Devisenhaufen ganz gut unter Kontrolle behalten kann, einfach all diese Umverteilungs- und Staatsfondsphantasien wie neulich wieder vom Strahm und anderen PolitikerInnen müssen mit aller Entschlossenheit bekämpft werden.
      Sogar Ueli Maurer findet, dass das nicht Sache der SNB ist, die Schulden der CH zu bezahlen, wo ich für einmal mit Maurer einverstanden bin.
      Und nochmals für Sie, werter Dottore, ich bekomme keinen Rappen von der SNB oder sonst irgeneiner Lobbyorganisation – ich mache das alles aus freien Stücken — wie Sie ja glaub auch, oder? Wir sind nun mal beide etwas „Getriebene“ – nur ziehen wir jeweils am unterschiedlichen Ende des Stricks!
      .
      Mit ebenfalls freundlichen Grüssen und es guets Neus
      Claire

    • Blödsinn Meyer — habe Ihre wesentlichen Fragen beantwortet – wenn Sie halt blind und taub sind, da kann ich auch nichts dafür!
      .
      Und auf so spekulativen Schwachsinn von Ihnen, dass alle SNB Assets 20% überbewertet seien und die SNB quasi pleite, muss ich ja wohl eh nicht eingehen! Das sind einfach Ihre kranken Wunschphantasien, weil Sie meinen es besser zu wissen als der Jordan & Co und sonst nichts.
      Sie meinen wohl in Ihren kläglichen Grössenwahnvorstellungen Sie würden es besser wissen als der Markt, der die aktuelle Situation auch ohne SNB Interventionen so bewertet!
      Typischer Lehrergrössenwahn — seien Sie froh, sind Sie nie mein Lehrer gewesen – mit Ihren Schwachsinnsargumentationen hätten Sie mich nicht überzeugen können! Ich habe in der Regel soviel Wortmeldungen in der Hochschule gehabt wie der gesamte Rest der Studenten und war dem aktuellen Stoff der Dozenten immer eine Viertelstunde voraus. Auch Sie hätte ich doch liebend gerne in den Wahnsinn getrieben mit quälenden Fragen zu Ihrem Nötzlihalbwissen!

  8. Man muss eben verstehen, was die Aufgabe solcher „Forschungstellen“ ist. Die Vorhersagen sind immer derart, dass sie das Publikum positiv stimmen und zu produktiven wirtschaftlichen Verhalten animieren sollen. Ganz bewusst wollen sie nicht „objektiv“ sein, sondern im Sinne einer funktionierenden Wirtschaft „optimistisch“.
    Kurz: Es wird nicht vorhergesagt, wass passieren wird, sondern die Erwartung darüber gemanagt, was nach Meinung der Forscher passieren soll.
    Ist man sich darüber im Klaren, wird plötzlich alles „logisch“.

    • Hat man auch prognostiziert, dass das „beste Ausbildungssystem der Welt“ Bürger und Bürgerinnen hervorbringt, die sich so leicht manipulieren lassen? Basiert die geplante Herabsetzung des Stimmalters auch auf solchen Prognosen?

  9. Man kann es tatsächlich nur noch mit Humor nehmen was da abgeht.
    Danke für eine gute und mit Sachkenntnis geschriebene weitere Bestätigung, dass sich die Abkoppelung von der Realität auch in dieser Beziehung längst vollzogen hat oder aber durch ungewollte Realsatire dem aktuellen Geschehen ein wunderbarer Diener ist.

  10. Die in den mittleren und unteren Etagen müssen in ihren Business Case Präsentationen ja irgend eine Annahme treffen und sind dann froh auf die Zahlen vom KOF zurückgreifen zu können, sonst müssten sie selbst in das Risiko gehen und mit gesundem Menschenverstand die Zukunft voraussagen. Das kann in die Hosen gehen und ihren Bonus schmälern. Das KOF agiert sozusagen als nationaler Risikoableiter für alle von denen Zahlen in der Zukunft verlangt werden. So gesehen sind doch die Leute im KOF unsere Steuergelder wert, oder nicht? So oder so, die Zukunft ist unsicher, vor allem in der Zukunft.

  11. Nachdem die Prognostiker, wie Sie festhalten, wirklich durch die Branchen hindurch (zu?) gut bezahlt werden, müssen sie ja etwas von sich geben. Hellseher existieren seitdem es Menschen gibt. Immerhin helfen Prognostiker, den Heerscharen von überbezahlten Managerlis, ihre PowerPoint – Präsentationen noch weiter aufzublähen.

  12. … eine Wohltat dieser Artikel. Tut aber weh, weil Dummheit so hoch bezahlt wird. Je höher angesiedelt, desto teurer bezahlt. „Junge, glaube dem Professor nicht, auch wenn er’s von der Kanzel spricht“

  13. Im Artikel werden Bankenberater mit Mitarbeitern des KOF’s in einen Topf geworfen.
    Da gibt es doch einen wesentlichen Unterschied. Während Prognosen von Bankenberater von Provisionen und in Aussicht gestellte Boni gesteuert sind und daher in der Pfeife geraucht werden können, beruhen Prognosen des KOF’s auf Modellrechnungen mit zugrunde gelegten Szenarien. Dass dabei Abweichungen zur Realität immer wieder vorkommen, liegt in der Natur der Sache. Zitat: „Prognosen sind äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“. Dass die Materie schwierig ist und immer wieder Abweichungen vorkommen , heisst allerdings nicht, dass wir uns keine Gedanken über künftige Entwicklung machen sollten. Denn nur mit Blick auf die Zukunft ist innovatives Handeln möglich.

  14. Der Prognosetotalversager 2020 war für mich dieser „Mr Corona“ Daniel Koch, als er noch um den 23.2. gross behauptete für die Schweiz bestehe überhaupt keine Gefahr und «Grenzschliessungen sind keine sehr effizienten Massnahmen und werden sicher auch nicht ins Auge gefasst.»
    Wenn Personen bereits infiziert seien, aber keine Symptome zeigen würden, dann kämen sie sowieso über die Grenze und könnten später andere anstecken. «Das ist alles sehr hypothetisch.»“
    Vom ganzen Maskendesaster wollen wir gar nicht reden, weil diese Schlafmütze es verpasst hat die CH schon im Januar damit einzudecken — die Maskenkids vom Züriberg hat dessen absolute Unfähigkeit hingegen gefreut – die haben Millionen mit Kochs grenzenloser Blödheit „verdient“!
    .
    Dieser abgehalftere Beamte kurz vor seiner Pensionierung dazu noch in einem völlig unfähigem Amt, dem BAG war wirklich etwas vom schrecklichsten was der Schweiz passieren konnte!
    Und dann macht dieser billige Coronaprofiteur auch noch ein Buch und verkauft sich sauteuer für Vorträge.
    Und sein Nachfolger war auch ein überforderter Versager, der sich jetzt als überteuerter Freelancer bei BAG anbiedert und fett Kohle macht!
    .
    Wir hätten eine Persönlichkeit wie den Vizepräsidenten Chen Chien-jen aus Taiwan haben müssen, auch ein ausgebildeter Epidemiologe, dem die Glocken schon am 31.12.2019 geschrillt haben und der sofort Massnahmen einleiten liess!
    .
    Taiwan hat bislang gerade mal 0.3 Tote pro Mio EW — die CH 840!!!

  15. Ein Narr fragt mehr als 1000 Weise beantworten können. Das wussten die Chinesen vor langer Zeit schon. Ernsthaft: Der ganze Artikel dünkt mich doch etwas übertrieben. In unserer gut organisierten Gesellschaft spielen Begriffe wie „Planbarkeit“ und „Planungssicherheit“ eine wichtige Rolle. Man kann die KOF schon frontal angreifen so wie Sie das tun, aber so genau haben Sie deren Tätigkeit ja auch nicht analysiert. Und wieso sollte es Ergebnisrelevant sein, ob der Herr Sturm den Wohnsitz in der Schweiz hat oder nicht?

  16. Schaumschläger und Glaskugeln sind bei Coop preiswerter zu kaufen.
    Fehlt nur noch der Bundesrat, der nach gosser Bruder-USA-Manier, das Volk zum Konsum auffordert.

  17. Das sind eben Akademiker wo sich im Rot /Grün Regiertem Land ihre Speck Höhle gefunden haben. Gegen solch Irrsinnige Institutionen wird sich nichts machen lassen, denn diese braucht der Staat um bspl die Klima Katastrophe vorher zu sagen
    und sich rechtfertigen zu können das dabei die Wirtschaft zu Grunde geht und 95% der Bürger verarmen. Das Volk führt sich selber auf die Schlachtbank und denkt es rettet sich und den Planeten! Selbst wenn es umgekehrt ist.

  18. Ja, es stimmt. Es gibt keine seriösen Prognosen und noch weniger seriöse Prognostiker. Um dies wohlwissend zu übertünchen, hauen sie ab und zu eine Schlagzeilen-Prognose hinaus, um aufzufallen. Und dennoch sucht fast jeder, einen Prognostiker, der die selbst gemachte Meinung bestärkt, um so die Verantwortung abgeben zu können. Nicht um sonst gibt es so viele gut bezahlte Prognostiker. Deren Aufgabe war es noch nie, gute Vorhersagen zu machen sondern lediglich Sündenbock für den Fall zu sein, dass die eigenen, auf die Prognostiker abgeschobenen Fehlentscheidungen Geld kosten.

  19. Der selbsternannte „Bestsellerautor“ hat mal wieder einen völlig unqualifizierten Text bei IP platzieren können. Aus jeder Zeile dieses Textes spricht der Neid auf diejenigen, die erfolgreicher sind als er und im Rampenlicht stehen und die er wohl nur deshalb hier schlecht macht, und das in einem Ton, der absolut unter der Gürtellinie ist.
    Kann er irgendetwas besser? Wieviel Bestseller mit was für Auflagen hat er denn schon geschrieben? Ehemaliger Sprecher der Schweizer Lehmann-Opfer – ce sont les neiges d’antan ….
    Er sollte besser aufhören und die Welt nicht mehr mit solchen „Elaboraten“ belästigen. Herr Hässig, mit solchen Schreibern disqualifizieren Sie IP!

  20. Interessant finde ich, dass man so gut wie nie Werbung solcher Prognostiker sieht, die auf zurückliegende „Volltreffer“ verweist. Jeder Metzger oder Bäcker stellt doch heraus, wie oft in den vergangenen Jahren seine Produkte prämiert wurden. Da sollten die Prognostiker nicht zurückstehen mit ihren Meriten, ungefähr so stelle ich mir das vor: „Unsere Vorhersage am 15.11.2017: Wirtschaftswachstum 2.157% im kommenden Jahr. Tatsächliches Wirtschaftswachstum: 2.161%“, natürlich mit exakten Quellenangaben. Das würde Seriosität demonstrieren und das Vertrauen des Publikums stärken. Aber nichts dergleichen …

  21. Wissenschaftlich heisst das adverse selection, die lautesten Marktschreier, z. B. der Task Forces, Virologen, Zukunftsforscher und Sterndeuter werden am ehesten gehört. Anderslautende Meinungen verboten und mit Sanktionen belegt. Hierbei kommt es zu nicht-pareto-optimalen Entscheidungen. Oder weniger wissenschaftlich ausgedrückt, weil sich kaum noch einer selbst Zeit nimmt für eine fundierte Meinungsbildung als Entscheidungsgrundlage, vertrauen wir Politikern, die stellvertretend unsere Entscheide auf Basis der am lautesten schreienden Propheten treffen. Und diese Entscheide sind schlecht.

  22. Herr Zeyer, haben Sie je den KOF-Konjunkturbericht gelesen?

    Meines Wissens liefert das KOF nicht Punktprognosen, sondern prognostiziert Durchschnittswerte, und zwar nicht nur auf Basis von ökonometrischen Modellen, sondern auf Basis von Umfragen bei Unternehmern, die aufgrund des BESTELLUNGSEINGANGS Aussagen über die zu erwartende Wertschöpfung machen. Dies sind doch hard facts.
    Und ERTEILTE BAUBEWILLIGUNGEN führen in aller Regel zu 90% zu darauffolgenden Aufträgen in der Bauwirtschaft.

    Über die VORAUSEILENDEN KONJUNKTURINDIKATOREN hat jeder, der KV abgeschlossen hat, Kenntnis und weiss, dass diese Indikatoren sich zeitlich verzögert im BIP niederschlagen. Das sind die Grundlagen der Trendanalysen.

  23. Schaut euch doch mal die Website der KOF an (https://kof.ethz.ch). Diese Leute machen nicht nur Prognosen, sonder publizieren auch zu vielen anderen relevanten Themen. Wie wäre es, da ein bisschen zu stöbern und wenigstens etwas davon zu lesen? Und erst nachher zu kritisieren, wenn man sich schlau gemacht hat?
    (Aber für einige ist das ja viel zu anstrengend)

  24. Hallo zusammen, im Controlling gilt seit über 50 Jahren ein weiser Spruch:

    ALLE Progosen gehen in die HOSEN, deshalb soll man NICHT auf sie LOSEN.

    Happy New Year

    PS: Uriella, Mike S., KOF, IFO … alles dasselbe

  25. Herr Zeyer! Das Christchindli hat wohl Ihre Erwartungen enttäuscht und die persönlichen Erwartungen nicht erfüllt. Was nun? Rundumschlag ins Nichts, um etwas Aufmerksamkeit zu heischen. Vorschlag: ab in die Ecke und heulen. Das Publikum braucht Ihre wirren Ergüsse nicht. Frohes Neues Jahr!!!

  26. Sehr guter Kommentar. Dieses Institut ist nicht glaubwürdig und haut schlimmer daneben als die Affen, die auf die Dartscheibe werfen. Arbeiten Sie mal was richtiges Herr Sturm, etwas was Mehrwert generiert und nicht bloss unsere Steuergelder sinnlos verbrannt.

  27. prognosen sind eh nur hochrechungen der vergangenheit. muss man dazu studiert und ganze teams um sich haben, damit man ende jahr bei falschen voraussagen läppisch bemerken kann, man sei halt von anderen voraussetzungen ausgegangen, nur um die nächste fehleinschätzung anzugehen?

  28. Lieber Herr Zeyer,
    die Menschen brauchen Prognosen und die Prognostiker leben seit Jahrtausenden (Orakel von Delphi) gut davon. Da wir unsere Universitäten mit Steuergeld überschütten, ohne eine wirklich unabhängige Kontrolle eingeführt zu haben, kommt oft genau jener Unfug heraus, den Sie soeben wunderbar beschrieben haben.

    • „…ohne eine wirklich unabhängige Kontrolle eingeführt zu haben,…“

      Was Herr Stöhlker hier propagiert ist brandgefährlich:
      Der Staat müsse die Kontrolle über die Wissenschaft einnehmen (inkl. Grundlagenforschung).

      Dies ist doch die Einbahnstrasse zur Inquisition.

      Falls Herr Stöhlker dies anders meint, möge er sich hier zwecks Klärung bitte kurz äussern.

  29. Traurig – wenn auch alles schon bekannt ist.

    Einzige Unterlassung im Artikel ist die Anmerkung, dass wer seine Steuern brav bezahlt, quasi der Mittäterschaft bezichtigt werden muss. Damit wird der unnütze Schmarren auch noch finanziert.

  30. Das mit aktiv passiv ist ein Alter Hut, entweder netto Alpha oder passiv.

    Wo allerdings mal unabhängig davon geschraubt werden darf sind die horenden Kontoführungsgebühren. Bei 0.4-.07 ist auch bei fixed Income ETF nix mehr da

  31. Nützliche Wirtschaftsprognosen sind unmöglich, im Gegensatz zu Wetterprognosen, die immer besser werden. Wirtschaftsprognosen sagen das Verhalten von Menschen voraus. Wenn die Menschen die Prognosen lesen und glauben, ändern sie ihr Verhalten. Damit stimmen Grundlage und Resultat der Prognose nicht mehr. Lesen und glauben die Menschen die Prognosen nicht, sind sie auch nicht nützlich. Wer das Prognostizieren nicht lassen kann, merke sich: Sag nie, für welchen Zeitraum deine Prognose gilt. Vielleicht erhältst du irgendwann doch noch recht.

    • Punktprognosen gibt es nicht mehr; das war früher so.

      Heute wird vorwiegend mit Szenarien gearbeitet und diese werden auch zur mehrjährigen Planung bei Unternehmen (auch Banken) herbeigezogen und laufend angepasst. Die Bewertung der Szenarien basiert auf Wahrscheinlichkeiten. Somit ist die Auseinandersetzung mit der Zukunft eine rollende Angelegenheit. Da mit verschiedenen Szenarien gearbeitet wird und die entsprechenden Massnahmen im voraus je nach Szenario besprochen, bzw. festgelegt werden, kann bei Strukturbrüchen rasch gehandelt werden ohne das Ganze nochmals aufzugleisen.

      Insofern sind Szenario-Methoden etwa mit Checklisten zu vergleichen, um die Fragen zu beantworten „wo stehen wir, was erwarten wir, was ist zu tun“.

      Der Anspruch, dass sich eine Prognose punktgenau erfülle ist unwissenschaftlich und zeugt von einem falschen Verständnis von „Prognose“.

      Dagegen ist die Auseinandersetzung mit Zukunftsszenarien heute ein verbreitetes Instrument in der unternehmerischen Praxis. So befasst sich z.B. auch jede gut geführte Bank laufend und vorausschauend mit der Zinsentwicklung, die je nach Wirtschaftsszenario unterschiedlich ausfallen kann. Davon abgeleitet dann ergeben sich die Budgets z.B. fürs Kommerzgeschäft. Auch Unternehmen der Maschinenindustrie z.B. stützen sich bei der Budgetierung auf Szenarien ab. Jede Unternehmensführung ist doch zukunftsgerichtet.

      Wenn man sich für alle Szenarien die erforderlichen Massnahmen im voraus überlegt und IM VORAUS festgelegt hat ist im Falle von Strukturbrüchen oder intuitionswidrigen Real-Verläufen der Wechsel von Szenario A nach Szenario B rascher machbar und die Adjustierung der Geschäftspolitik auch. Das Gegenteil wäre laisser-faire.

      Bei multinationalen Unternehmen wird zudem die Szenario-Methode pro Land oder Region angewandt.

      Aber klar: wenn Herr Geiger meint, eine Pandemie lasse sich nicht voraussagen hat er selbstredend natürlich recht. Aber dies hat nichts mehr mit Prognose zu tun, sondern mit dem Orakel von Delphi. Und diesen Einwand kann man nun immer bringen und mit diesem Argument die Auseinandersetzung mit möglichen Megatrends der Zukunft unter den Tisch wischen.

    • @Hans Geiger
      Voraussagen sind schwierig zu machen, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

    • Die Problematik von self fullfilling-Prognosen ist nicht neu. Ist jedoch kein Argument, sich nicht mit der Zukunft zu befassen.
      Das Verhalten von Menschen kann al mit gewissen Anreizsystemen beeinflusst werden.
      Behavior Analysis befasst sich z.B. mit dem Verhalten von Anlegern unter bestimmten Börsenkonstellationen. Viele Händler setzen z.B. auf die Chart-Analyse, wo das Anlegerverhalten der Trader bei Über- oder Unterschiessen eines bestimmten Kanals zur Käufen oder Verkäufen führt. Da spielt natürlich die von Geiger erwähnte Verhaltensbeeinflussung, bzw. Verhaltensänderung deutlich mit. – Dann können negative Prognosen auch durchaus positive Verhaltensmuster provozieren.
      Hochrechnungen im Vorfeld voni Wahlen können auch ein bestimmtes Wählerverhalten beeinflussen. Auf beide Seiten!
      Dies alles spricht m.E. nicht pauschal gegen jegliche Form einer Vorhersage oder Trendanalyse.

      Dass Punktprognosen nichts taugen weiss zwischenzeitlich eigentlich jeder.

    • Ehrlich gesagt bin ich weniger an besseren Wetterprognosen interessiert als vielmehr an besserem Wetter.

    • Wetterprognosen mit Konjunkturprognosen zu vergleichen ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
      Wetter ist ein Naturphänomen. Wirtschaft ist – wie Herr Geiger anmerkt – ein soziales Verhaltensphänomen.
      Wetterprognosen im drei-Tagesbereich haben eine hohe Trefferquote, da „berechenbar“, jedoch nicht lokal präzis. Wenn’s über eine Woche geht, dann sind es nur noch Trendaussagen über eine Region.
      Bei Wirtschaftprognosen gilt: je kürzer der Prognosezeitraum, desto genauer. Das KOF macht die Prognose rollend und quartalsweise, sodass Anpassungen jeweils enthalten sind. Diese werden auch für die Unternehmen verwendet und nützen in der Beurteilung der nächsten 3 Monate.

  32. Krankhaft komisch? Ich beziehe mich auf drei Ihrer Gedanken – die in sich nicht kohärent sind:

    Titel: „Die lachhaften Prognostiker“
    (Sie wollen kritisieren, weil Sie offensichtlich den Sinn von Prognosen nicht verstehen.)

    „… nicht ohne ein letztes Zitat beenden, nach dessen Lektüre man sich die Lachtränen aus den Augen wischen muss.“ (Sie lachen also Tränen über die von Ihnen gelesenen Prognosen, denen Sie nichts abgewinnen können.)

    „Ich kann das immer wieder lesen und muss mich wegschmeissen. Was wohl besser mit diesem Institut geschähe.“

    Frage: Also nicht totgelacht, eher depressiv ums Jahresende? Herr Zeyer? Oder einfach etwas überfordert in einer kritischen Analyse?

    • Sie sind lustig, schon fast so wie die angesprochenen Prognostiker, die schon längst nicht nach dem Sinn und der Präzision ihrer Aussagen, sondern nach der Blendkraft und dem Unterhaltungswert ihrer Aussagen bezahlt werden. Wir haben schon seit einiger Zeit wieder in die Zeit arabischer Märchen und der Märchenerzähler zurückgefunden.

  33. Der amerikanische Präsident Abraham Lincoln meinte: „Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

    Die Prognostiker, Berater, Politiker und sonstige Seelenverdreher haben die Aufgabe die Schafe zu täuschen, damit die ruhig und friedlich bleiben und der Rubel für den Machterhalt einer kleinen verklemmten, verkorksten und verblödeten Oberschicht gesichert bleibt, die nur noch an das Fressen glaubt.
    Gunther Kropp, Basel

    • Der Gunther hat sich wohl selbst ein Zitate Buch auf Weihnachten geschenkt. Lass es doch künftig beim Zitat, den Rest kannst Du Dir sparen

    • @Kunther Gropp, Leiter Spezialeinheit G.K.
      Leiter Spezialeinheit gesetzlose Kumpaneien
      Was möchten Sie mitteilen zum Thema „Die lachhaften Prognostiker“ von René Zeyer?

      PS. Haben Sie schon die Beichte bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt abgelegt?

  34. 60 hochbehazlte Leute „arbeiten“ alos im KOF. Bürofluchten braucht es um Zahlen zu produziern, die zwei, drei Menschen mit gesundem Menschenverstand mindestens so zuverlässig beschaffen könnten.
    Es tut weh das als Steuerzahler lesen zu müssen. Man fühlt sich verarscht aber völlig hilflos. Ich bin überzeugt, in der öffentlichen Verwaltung gibt es noch haufenweise solche überflüssigen Königreiche.
    Kein Wunder geht die Hälfte der Stellenzunahme der Schweiz der letzen 15 Jahre auf die öffentliche Verwaltung. Das wäre mal eine Untersuchung wert durch die Mainstreammedien. Leider decken die aber alles zu, denn der Staat ist in linker Hand und da dürfen keine Fragen gestellt werden.
    Man fragt sich, wie lange unsere Bürger diese feudalen Staats- Kasten noch mittragen können.

    • Die einzige Partei die hier einen Riegel schieben würde ist die SVP. Gemäss dem FDP Spruch:Weniger Staat mehr Freiheit.
      Leider steht die FDP nicht mehr dazu.

    • Hatte auch mal jemanden im Bekanntenkreis, der nach dem Studium SEIN GANZES BERUFSLEBEN im KOF verbracht hat. Zuletzt unter dem deutschen Vorgänger (der mit den schönen Halstüchern) des Holländers. Immerhin verschaffte er sich mit Rennvelo- und Töfffahren einen gewissen Kick.

  35. Der liebe Herr Zeyer tappt in die gleiche Falle wie viele:

    Er verwechselt Prognosen mit Wahrsagerei. Und meint, die Zukunft sei punktgenau vorhersagbar.

    Dies behauptet kein einziger Prognostiker.

    Es geht darum, sich in verschiedenen Szenarien mit der Zukunft auseinander zu setzen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit dann ein Szenario eintrifft ist meist eine politische Frage.

    Die Wissenschaft kann nur aufzeigen, was eintreffen könnte, wenn Szenario XY einträfe. Mehr nicht.

    Und da wir alle die Zukunft nicht kennen ist dieses Feld ein willkommener Tummelplatz für jene, die ohnehin generell der Wissenschaft – aus was für Motiven auch immer – misstrauen; damit die dann ihren Frust an der nicht eingetroffenen Prognose absondern können.

    • @Überhöhte Erwartungen an die Prognostiker sind das Problem der User,

      Sie haben das sehr schön mit wenig Worten auf den Punkt gebracht. Von daher bin ich auch ein bisschen enttäuscht, dass Herr Zeyer – den ich sehr schätze – es bei dem obigen belassen hat und die drohende Rechenaufgabe nicht noch weiter analysiert hat. Es war/ist mir (immer) ein Rätsel, wie Leute mit intellektueller Selbstachtung (KOF) sich so weit versteigen können, dass sie dieses gefährliche Experiment Modell-Schweiz auch noch verteidigen. Die Frage ist m.E. übrigens nicht, ob diese Geldpolitik für ein paar Jahre funktioniert – daran zweifle ich nicht so sehr – sondern was für einen Staat und was für gesellschaftliche Verhältnisse wir zwangsläufig mit dieser ultraliberale Wirtschafts-Ideologie bekommen die sehr stark von diesen „Annahmen“ gelenkt wird. Nun, jedem dürfte klar sein, dass ein Staat, der dies zulässt und fördert, nichts, aber auch überhaupt nichts mehr mit der freiheitlich-demokratischen Ordnung und mit ihrer Marktwirtschaft zu tun haben wird – sondern den Weg ebnet für einen neuen Feudalismus – und diese Annahmen – erhärten sich immer wie mehr mit gelebter Realität.

    • Natürlich können Prognosen keine präzise Aussagen machen -Sie nennen es Wahrsagerei -. Die Steuerzahler sind nicht so dumm, um dies vom KOF zu erwarten! Aber ein andauerndes „Danebenhauen“ auf hohem Level (ETH) ist auch für den Steuerzahler nicht akzeptabel; die Mehrheit der Steuerzahler müssen ihren Job mit Sorgfalt, Präzision und grossem persönlichen Einsatz ausführen, denn ansonsten können sie mit beruflichen Massnahmen rechnen, was leider beim KOF nicht der Fall ist. Als Steuerzahlerin erwarte ich vom KOF eine sorgfältige und zuverlässige Arbeitsausführung und eine 50%Reduktion des überflüssigen Personalbestandes. Sie haben mit dem reduzierten Mitarbeiterbestand noch genug Möglichkeiten, sich auf ihrem „wissenschaftlichen Tummelfeld“ zu betätigen und werden zu geringeren Kosten noch einen effizienteren Job machen, da all die unnötigen Redundanzen wegfallen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an wirtschaftlich geführten Unternehmungen.

    • Ich erinnere mich noch sehr gut an den Versuch mit drei Investment-Profis und drei Kindergartenklassen welche jeweils die Zukunft beurteilen sollten.
      Die Kinder machten das Rennen.

      Sollte die Erste Garde versagen, gibt es auch noch Alternativen. Das Potential zum Versagen wird nicht grösser sein.

      Leider ist der Vor-Corona-Status der Finanzmärkte mindestens seit 2008 das Ergebnis der Ersten Garde…

      Ich hätte da einen möglichen Lösungsansatz für Professorenstühle an Kaderschmieden.

    • @barbara

      „Als Steuerzahlerin erwarte ich vom KOF eine sorgfältige und zuverlässige Arbeitsausführung und eine 50%Reduktion des überflüssigen Personalbestandes.“

      Also Effizienz steigern, senken die Kosten und reduzieren den Personalbestand?. Da haben wir – als Nation – ein unüberbrückbares Dilemma. Denken Sie nach; wie soll die schweizer Bevölkerung, der Personalbestand der „Schweiz AG“, sozialverträglich denn Ihrer Ansicht nach abgebaut werden? Welche Regierung (Bund, Kantonal, Kommunal) kann einen schweizer Staatsbürger in der Schweiz entlassen, damit die verbleibenden es wirtschaftlich besser haben? Erkennen Sie in welcher gefährliche Lage uns das neoliberale Menschenbild geführt hat?

      „Nehmen Sie sich ein Beispiel an wirtschaftlich geführten Unternehmungen.“

      Sie verwechseln die Zielsetzungen betriebs- und volkswirtschaftlichen Handelns. Diese weit verbreitete Miopie in unserem Land wird uns Kopf und Kragen kosten. Im Wettbewerb von Volkswirtschaften geht es nicht um Marktanteile sondern um private Investitionen, geht es nicht um Kosten senken, sondern darum, die verfügbare Kaufkraft zu erhöhen, geht es nicht um die Maximierung von Privateinkommen, sondern um die Optimierung des Volkseinkommen. Halsschreierisch wird von bestimmten Interessengruppen „schlanker Staat usw. usf.“ gefordert, diese Kreise und Personen (Professoren, Publizisten, Politiker und Unternehmer) sind ideologisch so verblendet und verstrahlt und erkennen nicht wie es auch um Kooperation, Solidarität, Verantwortung und uneigennützige Hilfeleistungen in einer Volkswirtschaft geht. Sie wollen z.B. verbriefte Ansprüche und Rückzahlungsversprechungen in Taschengeld umwandeln, und uns in Geiselhaft in einem neuen Fedudalismus überführen.

  36. Guter Bericht Herr Zeyer
    Der Inhalt wäre auch echt lustig, wenn ausgeblendet wird, dass der geistige Erguss (den Begriff (gekaufter?) „Blödsinn“ möchte man in der gepflegteren Sprache ja nicht verwenden)dazu benutzt wird, die menschenverachtenden politischen Entscheide zu begründen.

  37. Sie schreiben: „Sturm weiss, dass er nur mit ökonomischen Themen doch eher langweilt. Also verwandelt er sich flugs in einen Virologen, Epidemiologen und Corona-Spezialisten“.
    Aber auch da verbreiten die Mainstreammedien Angst und Schrecken mit zweifelhaften Zahlen.
    Um die „Angstzahlen“ über Angesteckte und Tote etwas zu relativieren geht nun eine Spitalkette in Deutschland in die Offenive.
    Man will die Oeffentlichkeit besser informieren und schreibt auf der Homepage:

    „Um einen Beitrag zur Transparenz und einer zahlengestützten Beurteilung der aktuellen Situation in unseren Kliniken zu leisten, veröffentlichen wir ab sofort täglich die Zahlen zur Betten-Auslastung in unseren 89 Kliniken in Deutschland“

    Dabei staunt man nicht schlecht, wie wenige Patienten effektiv die Spitalbetten und die Intensivstationen belegen. Es ergibt sich ein völlig anderes Bild, als uns die Medien täglich einpauken.

    https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

    • Lesen Sie einfach die Berichte aus den Schweizer Intensivstationen: Zum X-ten Mal es fehlt nicht an Betten und Beatmungsgeräten, aber am Personal.

  38. Ein Prognose- oder auch ein Zukunftsinstitut ersetzt nicht den eigenen Verstand: Das KOF ist nur ein Beispiel dieser unnötig Steuergelder fressenden Institute welche am Laufmeter Papier produzieren, die kaum einer liest und sich von Prognose zu Prognose korrigieren müssen. Sturm neigt zudem dazu, sich gerne in Szene zu setzen. Da empfehle ich doch eher das trockene und kurz gefasste SECO.

  39. Lachen tun vor allem diejenigen,

    welche Prognosen nicht mit Wahrheiten oder Voraussagen verwechseln, sondern mit dem was sie sind, systematische Annahmen.

  40. Nun, Prognosen sind mit Unsicherheit behaftet, speziell wenn sie die Zukunft betreffen! Allerdings, was sie hier zusammenschreiben hat keinerlei Neuigkeitswert.

    Die systemische Vernetzung, Interaktion und Geschwindigkeit ist so hoch, dass die früher einigermassen griffigen Regeln (ceteris paribus) schon längst obsolet sind. Leider hat niemand den Mumm zuzugeben, dass man es nicht weiss. Menschen suchen immer Sicherheit und glauben diese in der Voraussage des Eintreffenden zu finden. Das wurde – und wird auch immer wieder – von Scharlatanen ausgenutzt. Früher waren es Seher, Zauberer und sonstige mythische Gestalten, heute nennen sie sich halt Professor o.ä., haben ein privat oder öffentlich finanziertes Institut und beraten als Consultants oder in welcher Rolle auch immer Firmenleitungen, Regierungen, etc. Dies erfolgt möglichst einheitlich, womit sich bereits ein neuer Trend aufgrund von Korrelationen und Regressionen ergibt.

    Die selbsterfüllende Prophezeiung ist damit geboren.

    Nun hilft Bashing allerdings auch nicht weiter, lieber Herr Zeyer. Was ist denn ihr Vorschlag für die Verbesserung der Situation? Was ist ihr konkreter Beitrag? Wann dürfen wir mal von Ihnen etwas lesen, das Hand und Fuss sowie Nutzen hat?

    • Ich sehe es ganz gern, wenn man eingebildete und selbstverliebte, leicht käufliche Elfenbeinturm Besetzer vom mit sanften Kissen umringten Podest stürzt. Das Problem ist, dass das Kissenpolster dazu führt, dass das Podest sehr schnell wieder mit ähnlichen Typen besetzt wird. Das liegt in der Natur der Sache. Kochrezepte sind lesenswerter als die meisten Elaborate solcher Blender.

  41. Sie erstellt eine Vielzahl von Prognosen…. Auftrag erfüllt. Niemand darf erwarten, dass die Ergebnisse dieser Kaffeesatzleser auch zutreffen müssen. Was sollen die ca. sechsmaligen Korrekturen während eines Jahres. Ziemlich für die Füchse.

    Das ganze ist sowieso eine Selbstbefriedigungsübung. Wer braucht den schon diese Erkenntnisse. Während meiner langen beruflichen Tätigkeit habe ich kein einziges Mal auf dieses Geschwurbel geachtet. Die Budgets waren längst gemacht. Die Lohnerhöhungen festgelegt. Wenn ich meiner Funktion mit meiner „Vorschau“ so weit daneben gehauen hätte, ich wäre den Job los gewesen.

    Nach dem Abgang von Mike Shiva wäre ein Platz frei für einen Produzenten von warmer Luft. Der fliegende Holländer JES hätte dafür die besten Voraussetzungen.
    Happy Newyear!
    Es kommt wie es kommt.

  42. Mittelalterliches Kaffeesatzlesen wurde durch digitale Algorithmen Alchemie ersetzt
    mit dem gleichen Erfolg : sowie die Amsterdamer Börse vor Jahrhunderten crashte
    bahnt sich auch bei uns der nächste Crash an. Wichtig ist es INTUITIV den richtigen
    Zeitpunkt zu erspüren um dann vor dem Crash die Positionen zu liquidieren und die
    Schäfchen ins Trockene zu bringen.

  43. Es ist eine Krux mit den Prognostikern. Doch nur die Unwissenden lassen sich davon blenden.

    Jetzt, wo Mike Shiva bei den Engeln ist, kann nicht einmal er der KOF mehr die Karten legen oder einen Blick in die Glaskugel werfen. Ob er die KOF wohl im Hintergrund immer beraten hatte?

    Ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen, Herr Zeyer, und bedanke mich für Ihre immer wieder lesenswerten Beiträge.

  44. Wieder einmal eine hervorragende Analyse von René Zeyer. Sturm steht endlich auch in ein paar anderen Medien im Wind. Dennoch ist es haarsträubend wieviele Journalisten die Keimung von Experten, Forschern, Prognostiker, Analysten unreflektiert übernehmen und erst noch publizieren. Ein bisschen Nachdenken über solche Aussagen würde nicht schaden.

  45. Einmal mehr auf den Punkt gebracht. Unnützes Geschwafel der sogenannten Experten unter Verschwendung von Steuergeldern. Früher war es der Kartenleger, Wahrsager oder Medizinmann und jetzt üben hochbezahlte Beamte das Kaffeesatzlesen.

  46. Es ist einfach, seit EZB Draghis „What ever it takes“ sind leider die Volkswirtschaftslehren (Güter-/Geldkreislauf/Inflation ….) ausser Kraft gesetzt worden. Eine unheilvolle Allianz der nicht unabhängigen EZB zwingt alle anderen Geldinstitute, ebenfalls zu schwemmen… Draghi ist ein Italiener, die können es nicht besser… – leider blasen die Nachfolger ins gleiche Horn. Wie lange dies gut geht? Keine Ahnung… kann man das 100-200 Jahre so machen? Bestimmt nicht…
    => in diesen Zeiten sind – es stimmt leider – die Lehren der „alten Schule“ (und die meisten Forscher und CIOs sind leider noch damit aufgewachsen) makulatur und überflüssig!

  47. Herr Zeyer zieht in typischer Klugsch…manier über alles her, was sich Mühe gibt, seriös und in informierter Art und Weise einen Blick auf die mögliche Zukunft zu werfen. Das ist sicher mit vielen Unsicherheiten behaftet und selbstverständlich auch nicht vor Misserfolgen gefeiht. Auf jeden Fall immer noch besser, als ideenlos, unvorbereitet und willkürlich einfach zuzuwarten auf alles, was uns die Zukunft bringen könnte.
    Wie einfach und armselig ist es doch, aus der eigenen warmen Stube über alles mögliche herzuziehen, in grandioser Selbstüberschätzung und ohne sich zu hinterfragen. Thomas Mann hat einmal von „Kritiker in seinen bespritzten Hosen“ geschrieben – ein passendes Bild…

    • Bei Mann gings aber um Literaturkritik. Und nicht um lächerliche, sinnlose und zudem teure (Fehl-)Prognosen und Kaffeesatzlesen. Also völlig schiefes Bild, lieber Patrick.

  48. Erfrischend, Herr Zeyer, dass endlich mal von berufener Seite – unterlegt mit vielen interessanten Fakten und Zahlen – gesagt wird, was viele denken, wenn sie die regelmässig korrigierten, eigenen Zahlen des KOF zu lesen oder hören bekommen.
    Mir wird jedes Mal Sturm im Kopf, wenn ich diesen Jan Egbert fabulieren höre. Und sauer werde ich zusätzlich, wenn ich bedenke, dass dieses bundesrätlich abgesegnete Hornbergerschiessen mit unseren Steuergeldern völlig unnötig durchgeseucht wird.

  49. Millionen von Toten nicht eintreten in der C „Pandemie“, werden halt eben zusammen mit den MSM, die mit ihren Prognosen übrigens genau so falsch lagen wie die Politiker und WHO, BAG, die Fallzahlen/Neuinfektionen künstlich hochgetrieben. Auch wenn diese nichts über Krankheit oder Mortalität aussagen. Hier kippt dann Fehlprognose zur bewussten Manipulation, kippt die Unwissenheit zur Kriminalität. Das ist beängstigend, wie Fehlprognosen umgedeutet werden. Wir haben keine exponentiell steigenden Todeszahlen, wie prognostiziert, dann basteln wir uns eben exponentiell steigende Fallzahlen/Neuinfektionen. In diesen irren Zeiten werden uns Fehlprognosen zu nicht vorhandenen „Pandemien“ verkauft. Da fragt man sich ob es noch verrückter werden kann. Ich wage keine Prognose, die Aktualität ist schon verrückt genug.

    Und zum Thema „lachtränen aus den Augen wischen“, das passiert mir jeweils wenn jemand sagt; „ich habs in der Tagesschau gesehen und es stand in der Zeitung“.

    Danke Hr. Zeyer für diese wohltuend klaren Worte und danke Lukas Hässig für die Publikation solcher Wahrheiten. In diesen Zeiten, wo man Medial meist mit Müll nur noch so zugeschüttet wird, eine Wohltat.

  50. Berater, Analysten, Experten und wie sich alle nennen, braucht es für Aktienanlagen nicht: ETF sind erste Wahl, auch weil ein ETF mehrere Aktien enthält und somit viel weniger Risiko birgt als eine einzelne Aktie. Zudem sind die Gebühren bei ETF verschwindend klein….

    • …sagen sich alle Leminge.
      und was passiert wenn alle das gleiche tun?Nein, ETF’s sind bei weiten nicht das gelbe vom Ei. Als Zusatz ok, aber nicht mehr.

  51. Den Nagel auf den Kopf getroffen. Diese total überflüssigen Heissluftabsonderer sind sowas von lachhaft, aber wir bezahlen diese hohlen Eierköpfe noch mehr als fürstlich und da hört der Spass definitiv auf. Wieso eigentlich noch Steuern bezahlen für all diesen Schwachsinn, Corona lässt grüssen.

  52. Es ist ganz banal: bei komplexen Systemen sind Prognosen schlicht und einfach nicht möglich. Sollte jedem klar sein, der mal den Wetterbericht geschaut oder «Die Grenzen des Wachstums» gelesen hat. Die Politik benutzt Prognosen wie «50’000 Corona Tote in der Schweiz» (März 2020), um ihre Ziele durchzusetzen. Der grössere und denkfaule Teil der Bevölkerung glaubt diesen Schwachsinn. Oder begeht Selbstbetrug durch Glauben an Prognosen, welche gut ins simpel gestrickte Weltbild passen.

    Richtig gefährlich und teuer wird es, wenn die links-grüne Klimakatastrophensekte die Prognose des IPCC zur Klimaerwärmung benutzt, um unsere Wirtschaft zu zerstören und die Gesellschaft in den Kommunismus 2.0 zu führen (Green Deal). Das IPCC benutzt den Durchschnitt von 27 Modellen und ist damit so treffsicher, wie wenn Mike Shiva oder Elisabeth Teissier eine Zahl in den Raum werfen würden. Wer das glaubt ist selber schuld und hat es nicht besser verdient.

  53. Begonnen wird mit dem Rundumschlag gegen die Finanzbranche der Privatwirtschaft, um sich nachher gründlich an der KOF zu weiden.

    Damit bleibt der säuerliche Nachgeschmack, die Finanzbranche sei in denselben Topf zu werfen wie KOF. Und diese Schreibart ist suggestiv verallgemeinernd und an sich nicht René-Zeyer-like.

  54. Gabs keine Lobreden mehr zum Pierin zu schreiben in der Ostschweiz?

    Mir fehlt bei Ihrer Personenbeschreibung: Winkelried des Pierin 😂😂 wussten Sie das solches Verhalten (Master of the Universe Gebahren) am Schluss auch für die Lehmanns Opfer Vernatwortluch war?

    Irgendwie Schizophren….