Deluxe-Sessel für UBS-Bosse, Yoga für Crew

Grossbank offeriert Büromöbel fürs Zuhause-Arbeiten mit Rabatt – für exklusive Produkte. Für die Crew gibts Online-Lebenshilfe.

Die UBS hat mit Bürofirmen Deals für günstige Möbel abgeschlossen. Diese offeriert sie ihren Mitarbeitern fürs Homeoffice.

Ins Auge stechen die hohen Preise. Bürostühle für 500 bis 1’000 Dollar sind im Angebot – für Normalos ausser Reichweite.

Diesen legt die Bank Online-Kurse zum Durchlüften des Kopfes ans Herzen. Lebenshilfe in Corona-Zeiten zum Nulltarif.

Die App heisst „Headspace“, sie wird den Mitarbeitern der Grossbank gratis offeriert. Yoga per Computer statt Gratis-Stuhl und -Tisch.

Sessel für Heimwerker (UBS, Teo Jakob)

Die Deals mit den Luxus-Lieferanten lesen sich umgekehrt wie ein Who is Who der Möbel-Szene.

Teo Jakob, Vitra, Herman Miller, Haworth, Wohnbedarf und weitere finden sich auf der Liste.

Es fände sich trotz Rabatten kaum „Erschwingliches“ unter den Angeboten, meint ein Insider. Wer über Online-Plattformen bestelle, mache den besseren Deal.

Für die 2’000 Managing Directors und die gut 100 Group Managing Directors der UBS kann sich ein Kauf mit Rabatt der Bank hingegen lohnen.

Es locken Angebote von Herman Miller, wo man sein Stuhlmodell individuell konfigurieren kann. Preis in dem Fall: rasch über 1’000 Dollar.

Alu-Chair von Vitra: 3’243.90 (Cairo.ch)

Immer noch ein Schnäppchen, wenn man das nötige Kleingeld hat. Der Originalpreis liegt höher.

Auch Modelle von Vitra, bei der man für einen Bürostuhl je nach Modell über 3’000 Franken auf den Tisch blättert, scheinen einzig für UBS-Direktoren im Homeoffice attraktiv – Rabatte sei Dank.

Früher gabs „Fit mit Jack“ (Headspace.com)

Für Otto Normalbanker sind solche Luxus-Sessel in der Regel ausser Reichweite.

Schon beim Hauptsitz-Neubau an der Zürcher Bahnhofstrasse fühlten sich manche UBS-Leute als Banker zweiter Klasse.

Vom exklusiven Fitnessstudio für die Group Managing Directors und dem Kingsize-Flach-Screen für die Verwaltungsräte konnten die Bodentruppen der Bank nur träumen.

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Kommentare

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  1. Einfach nur widerlich, wie abgehoben diese UBS Banker sind. Und dann heulen sie, wenn sie entlassen werden und sich beim RAV anmelden müssen.

  2. Achtung, Homeoffice verschlingt 16% mehr Stromkosten… Das bezahlt der kleine Mann selber.
    Macht im Jahr etwa CHF 180.- aus.. Jede Lohnerhöhung darunter ist ein Defizit-Geschäft… NAJA, die Bänker können das ja selber sicher besser berechnen 👀🧐😂

    • @Hansueli

      Das ist eine einfache Rechnung: Eingesparte Kosten beim Arbeitsweg, der Pausen- und Mittagsverpflegung, und allenfalls Reinigungskosten für den Anzug und davon zieht man dann die horrend höheren Stromkosten ab……

  3. Also den Vita sehe ich bei uns überall, ich sitze auf so einem Stuhl. Vorher hatte ich einen anderen Stuhl der konnte sogar noch mehr verstellt werden da ist mir aber die Armlehne gebrochen dann hat der Hausdienst mir den Vita gebracht.
    Und ich bin ein einfacher kleiner Mitarbeiter bei UBS.
    Für ZuHause habe ich mir einen Gamer Stuhl von Razor gekauft

  4. Da berät sich der Bund über eine Loslösung der Postfinance aus dem Postkonzern und der ‚Insider‘ auf dem Finanzplatz Schweiz berichtet über die Bürostühle der UBS…

  5. Wieso braucht eine Schweizer Bank 300 Direktoren? Was haben die Angestellten die sauber arbeiten fuer einen Titel?

  6. Es ist nicht so beleidigend, wie die Coronamaske der Marke UBS, die Iqbal all seinen Wealth-Management-Mitarbeitern zu Weihnachten statt einer Party anbot!

  7. Findi vernünftig. Die Bossen sind meist gewichtiger, darum müssen sie ein bequemer, stablier Sessel haben wo nicht zusammenkracht beim ersten Wind !

  8. 500 bis 1000CHF finde ich auch nicht zu teuer für einen guten (!) Bürostuhl. Da habe ich schon vor vielen Jahren mehr ausgegeben, noch bevor das mit „Homeoffice“ losging, es ist ja eines der wichtigsten Arbeitsinstrumente und Qualität zahlt sich aus. Kleiner Tipp: es gibt jede Menge reduzierte Angebote. Ich kaufe (nicht nur bei Bürostühlen) gern ein sehr gutes Modell eines sehr guten Herstellers, muss aber nicht das allerneueste sein. Das vom Vorjahr ist meist nicht schlechter, im Ausverkauf aber so gut wie immer deutlich billiger.

  9. Das würde mich jetzt aber schon irgendwie überraschen, wenn Otto Normalbanker sich keine Bürostuhl für 500 Dollar leisten könnte.

    • Otto Normalbanker hat sich bei Ikea mit Bürlomöbeln eingedeckt und damit kein Problem. 👍😁

  10. Was heisst denn da Rabatt auf Büromöbel? Der Arbeitgeber hat ganz einfach einen Beitrag an die Unkosten des Arbeitnehmers im Home-Office für Strom, Miete, Verbrauchsmaterial etc. zu leisten. Schliesslich spart er jetzt diese Unkosten. Die Ausrüstung, also die notwendigen Büromöbel und die Infrastruktur hat der Arbeitgeber zu stellen, es sei denn, die Arbeitsverträge sehen etwas anderes vor. Alles andere wäre Ausbeutung. So einfach ist das nämlich.

    • Nein, es ist nicht so einfach, zumal der BR klar kommuniziert hat, dass der AG eben gerade nicht verpflichtet ist, für jeden Angestellten einen zweiten Arbeitsplatz einzurichten. Klar, das Geld kommt ja völlig von alleine rein!

      Und wie üblich wird hier unterschlagen, dass Homeoffice auch noch anderes bedeutet: Einsparung des Arbeitsweges (Zeit und Geld), günstiger Mittagessen, je nach Job weniger Kosten für Businessoutfit, etc.
      Deiner Meinung nach fehlt vermutlich auch noch, dass der AG die höheren Einkommenssteuern bezahlen muss, da der Steuerabzug für Berufspauschale kleiner ausfallen müsste…

    • Falsch. Nun hat der AbeitNEHMER seinem Arbeitgeber fürs Homeoffice zu bezahlen. Schliesslich spart der ArbeitNEHMER die Kosten fürs Pendeln, Auswärts Essen, Hemd-Bügelservice, Auto-KM, Maske usw.

    • @Andreas & Kim: wie kommt ihr auf eure abenteuerlichen Behauptungen? Hinweise auf entsprechende Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Gerichtsentscheide, … wären hilfreich.

      PS: Falls ihr es verpasst habt – es gibt bereits sowohl vom BR als auch von den Steuerbehörden Entscheide, die das pure Gegenteil eurer Behauptung belegen.

  11. Quod licet jovi, non licet bovi.

    Wo ist das Problem? Verstehe die Aufregung nicht. Viele Mitarbeiter haben keinen Firmenwagen. Andere schon. Manche haben einen 7er BMW, andere einem 3er.
    Manche verdienen 5.000 Stutz im Monat. Andere in der Woche. Wieder andere am Tag.

    So what? Im Kapitalismus ist das so. Im Sozialismus übrigens auch.

    • Wenn dies Ihre Rechtfertigung ist dann gute Nacht.Diese Firma gehört nicht den Bossen sondern den Aktionären auch wen diese sich so aufführen und „ausrauben“

    • 🙂 wir wussten nicht, dass Stalin mögicherweise ein so hohes Salär hatte, in dem Fall sind Kapitalismus und Sozialismus nur eine Frage von zur rechten Zeit am rechten Ort. Oder meinten Sie Nationalsozialismus. Dann ist Stalin rechts aussen vor, da er den neben dem Holocaust schlimmsten Völkermord des 20. Jahrhunderts angeordnet hat. – In diesem Sinne empfehle ich, etwas grosszügig zu sein und die immerhin eigenen Büromöbel doch selbst zu bezahlen, es gibt so viel Schlimmeres.

  12. Ich gehöre auch zu den Normalos. Habe dank dieser Aktion einen Steelcase Bürostuhl für knappe 300.- gekauft mit satten 57% rabatt. Sehe das problem nicht.

  13. Bei den hohen Preisen ist eine Marge für die UBS enthalten. Irgendwie müssen ja die vielen Busen finanziert werden.

  14. Bei der CS ist es nicht besser. Grossspurig wurde kommuniziert dass alle Anrecht auf CHF 200 hätten für einen höhenverstellbaren Bürostuhl und CHF 200 für einen Monitor passend zum Bank-Notebook. Stellt man dann die Rechnung heisst es das sei bereits in der Spesenpauschale, die fixer Bestandteil des Lohnes ist, enthalten. Wie knauserig!

    • Wer eine Spesenpauschale als fixen Bestandteil des Lohnes ansieht ist sicher auch sonst eine ganz helle Leuchte.

      Meine Mitarbeiter haben die 400.- alle bekommen, sauber abgerechnet, fertig.

    • Wer bei der CS oder UBS eine Spesenpauschale bekommt ist mindestens im Range eines VD und bekommt sicher CHF 600 oder mehr Spesenpauschale JEDEN MONAT.

  15. Dollar?

    Weniger wäre manchmal mehr Lukas…anstatt Posts a gogo wäre etwas mehr Qualität nicht verkehrt.

    Kommentare werden mit viel Verzögerung und wahllos freigegeben (die ersten Kommentare folgen im Nachhinein aber unterhalb der zuerst publizierten Kommentare etc).

    Darum lieber mal ein Veloständerproblem weniger zu einem Bericht aufbauschen und wieder mehr Recherche betreiben.

    P.s.: ein gratis Tipp – Deine Büroflächen zun Wucherpreis wirst Du immer weniger vermieten können -> abstossen.

    • Betreffend der Vermietung der Büroplätze kann ich mich nur anschliessen: Luki, diese Inserate bringen nichts. Als Betriebsökonom kann ich dir nur zwei Dinge empfehlen:
      1. Verkaufe den Inserateplatz besser an Externe, die dir dafür Geld zahlen.
      2. Miete ein kleineres Büro.

      PS: Selbst wenn du einen marktüblichen Preis für deine Büroplätze verlangen würdest, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein potentieller Mieter Lust darauf hat, dir, Geiger und anderen Verschwörungstheoretikern bei den Interviews zuzuschauen.

  16. Papst Franziskus meint: „Hütet euch vor der Bequemlichkeit. Wenn wir es uns bequem machen, vergessen wir leicht die anderen.“ Bleibt zu hoffen, dass die UBS-Bosse auf den Deluxe-Sesseln die anderen nicht vergessen.
    Gunther Kropp, Basel

    • Ganz vereckt wie der Gunther zu jedem Post das (un)passende Zitat bereit hat. Nach Wikipedia ist hier nun Twitter die Quelle. Steht in Deinem Zitatebuch sicher ganz vorne, dass man immer auch die Quelle und das Datum mit dem Zitat publizieren soll.

    • @Zitatebuch
      Wenn man sehr viele Zitate kennt, dann braucht man auch keine Zeit vergeuden, die zu suchen.

  17. Bei chairzone.ch gibt es gebrauchte Bürostühle für kleines Geld – das kann sich dann der hinterste und letzte Grossbank-Mitarbeiter (oder Insideparadeplatz-Schreiber) leisten.

  18. Tja, nach dem Motto: Ist die letzte Masse verbraucht, nützt auch das beste Sanierungskonzept nichts mehr.

  19. Hauptsache die UBS-Chefs sitzen zu Hause auf ihrem Vitra-Thron. Weiter im Stollen dürfen sämtliche Mitarbeiter des PK-Segments malochen. Egal ob Kundentermine oder nicht. An der Front interessiert es keinen.

  20. Wahnsinn, was bei dieser UBS abgeht mit diesen Excessen auf der ganzen Linie, nicht nur beim stark angeschlagenen CEO als Weisswascher und dem schwachen VR-Präsidenten mit seinen Lohn-Excessen mit Kleinst-Leistung.
    Auch bei den Büromöbeln hört das nicht auf – wenigstens können diese sogenannten Alpha-Tierchen darin gut schlafen und dafür sonst keinen Schaden anrichten in der Bank.
    Kein Wunder, streicht heute morgen Merrill Lynch die Aktie von der „Europe 1 List“. Mit diesen Elementen wird der Aktienkurs weiter absinken ohne Gegensteuer von neuen, seriösen, starken Kräften in der Bank. CEO und VR-Präsident sofort abtreten, jedoch ohne Goldenen Fallschirm!

  21. Gelten diese Preise auch für die Kunden der UBS ? Da könnten wir uns ja an den Wuchergebühren dieses Instituts schadlos halten. Wäre doch mal was anstatt immer die Frühstücksdirektoren der Bank zu vergolden.

  22. Es gibt in der Mainstream-Presse kaum ein Erzeugnis, welches sich auf so tiefes Niveau herunterschaukelt wie Haessig in letzter Zeit mit seinen Erguessen. Wen interessiert schon die Auswahl der Buerostuehle oder Buerosessel der Angestellten und Kader der UBS? Doch vielleicht zahlt sich das Nennen der Hersteller fuer Haessig aus. Er macht ja (fast) alles fuer ein bischen Geld oder ein paar Clicks! Das Niveau ist bedenklich, Tendenz sinkend!

    • Sie lesen IP freiwillig! Ferndiagnose: Ihre Person leidet an einem Unzufriedenheitsyndrom. Ohne Motzen, Kritisieren, Urteilen und Verurteilen können Sie nicht leben. Bleiben Sie in Demut auf Ihrem Tabourettli sitzen.

    • @Normalo
      Typischer Kommentar eines Eingebildeten, welcher als selbsternannter Normalo fremde Meinungen und Einschaetzungen nicht gelten lassen will, dafuer von Demut faselt und offenbar seine Kuechenmoebel vom Brockenhaus bezieht. Wenn Dummheit radfahren koennte, waeren sie Weltmeister!

  23. Die Risk Taker können ihren edlen Hintern schliesslich nicht auf einen schäbigen IKEA-Stuhl setzen oder? Logisch brauchen sie Vergünstigungen.

  24. Wie die vertrottelten UBS-Kunden wissen, sind Einkauf und Beschaffung vor einiger Zeit an einen „Italiener“ auf dem Mutschellen „ outgesourct“ worden.

    Zwischenhandel und Margen belaufen sich jährlich auf 45 Mio. – 50 Mio CHF.
    Der bewegliche „Geschäftsmann“ bezahlte 0 – Franken (in Worten Null) für diese UBS-Exklusivität . Ermotti war der Dealmaker….

  25. Mal ne Pause von Corona – wie sieht’s eigentlich auf unserem Paradeplatz aus?

    Man redet ja oft vom Niedergang des Schweizer Bankenplatzes seit dem Fall des Bankgeheimnisses, Zahlen zeigen aber ein anderes Bild:

    Ok, die Anzahl Banken ist zwar um mehr als ein Drittel geschrumpft, die Anzahl Mitarbeiter ist seit 2008 jedoch gestiegen und die AuM im Wealth Management zumindest gleich geblieben.

    Wer kann auch noch etwas zur Einschätzung der Lage beitragen?

  26. Naja, sind wir mal ganz ehrlich, so ein Vitra Stuhl made in Rhein am Weil ist halt schon eine tolle Sache. Das Unternehmen ist ein Schweizer Unternehmen. Man kann natürlich auch ein Billig-Ikea Stuhl kaufen, made by Children in China.
    Persönlich und für unsere Wirtschaft finde ich es toll, dass es noch Menschen bzw. Unternehmen gibt, die solch tolle Produkte kaufen. Ich gönne es jedem!

  27. Aber dann, das wurde uns allen doch immer als Trickle Down Effect verkauft für alle die ihren Eigennutz permanent maximieren. Es geht in Neoliberalen gesellschaftlichen Ordnjngen eben darum wer sich am meisten Kekse vom Tisch nehmen kann und einen Schuldigen bestimmt der an der Miesere aller anderen Schuld hat. Sociale Inclusion ist in diesem Spiel keine vorgesehen. Über Solidarität macht man sich inzwischen lustig (erkennt und versteht aber die weiter oben nicht wirklich) und damit man den abhängig Beschäftigten das Leben noch extra schwer macht und jede Fluchtmöglichkeit abwürgt hat man u.a die RAV der ALV zu Repressionssystemen umgebaut in denen jeder Hilfesuchende potentieller Schmarotzer ist. So richtig schwer wird jedem das Leben durch extrem hohe Fixkosten wie Miete und KK Prämien gemacht den das schwächt jeden noch so kapitalistisch willigen Haushalt ungemein und garantiert das rund 30% der armengenössigen Einkommen für „rentiers“ umgenutzt werden. Die Vergünstigungen der Bank spiegeln blos das was ist.

    • Bloss: Besagte Bürostühle kann man in der Höhe verstellen. Sogar im Sitzen. Jetzt können sich BSEs (bloody simple employees) zuhause aufs Niveau ihrer MDs hieven lassen. Ist doch motivierend.

    • Ist klar die Ahnungslosen staunen, die Fachmänner lachen.
      Meistens sind es die Firmen welche Angebote an Grossfirmen machen.
      Natürlich kann die UBS auch Anfragen stellen an Bürofirmen.
      Denke doch mal darüber nach, wo soll ein Bürostuhlverkäufer im Moment seine Ware loswerden? In den Büros ist ja Niemand.

      Also macht man eine Rabatt Aktion an die Mitarbeiter der Firmen….
      Da hat doch die UBS keine Fehler gemacht das Angebot weiterzuleiten oder anzufragen.