Die Ruvercap ist ein Debakel in der Grössenordnung von 400 Millionen. Oder mehr. Honorige Banken wie Rothschild, Bündner und Freiburger KB, Aquila und die PK Zug verloren viel Geld.
Jetzt hat die Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte im riesigen Komplex eine erste Anklage beim Bezirksgericht eingereicht.
Es geht um die Firma Oceano One, die sich die beiden Ruvercap-Gründer widerrechtlich unter den Nagel gerissen haben sollen.
Das jedenfalls behaupteten die Anzeigerstatter, und damit sind sie jetzt bei den Ermittlern durchgedrungen.
„Wir können bestätigen, dass die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich im Zusammenhang mit Oceano One Ende Juni 2025 Anklage erhoben hat gegen die beiden von Ihnen genannten Personen wegen Vermögens- und weiterer Delikte“, so ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft.
Am Telefon meinte einer der beiden Angeklagten, der Fall Oceano habe nichts mit Ruvercap zu tun.
„Dort gibt es gar nichts zu beklagen“, meinte er. „Und bei der Oceano machen uns Familienangehörige meines Partners das Leben schwer.“
Laut diesen wäre bei Ruvercap kein Debakel entstanden, wenn die Behörden rechtzeitig bei der Oceano One eingeschritten wären.
Es gilt Unschuldsvermutung.
Ruvercap geht als Mini-Benko in die Geschichte ein. Mit verschachtelten Strukturen flossen die Millionen hin und her.
Die Strippenzieher jetteten derweil im Privatjet durch die Lüfte.
Die zwei Hauptakteure, die sich vor dem Richter verantworten müssen, hinterliessen mit ihrer undurchsichtigen Kredit-Maschine zuletzt einen Scherbenhaufen.
Es laufen mehrere Straf- und Zivilverfahren. Die Anklage im Teilkomplex Oceano könnte somit nur der Anfang einer Prozesslawine sein.
Gegen die Verantwortlichen der honorigen Unternehmen, die in diesen Mist investiert haben, sollte auch gleich Anklage erhoben werden
Endlich bewegt sich die Staatsanwaltschaft. Ein Wunder.
Hoffen wir, dass es den beiden Herren endlich an den Kragen geht.