Fakt ist, das FBI arbeitet eng mit dem ukrainischen Antikorruptionsbüro NABU zusammen.
In Kiew wäre Andrij Jermak, zentraler politischer Architekt im Umfeld von Präsident Selenskyj, kaum entlassen worden, hätte es nicht deutlichen Druck aus der Trump-Administration gegeben.
Seine Ablösung ist ein klares Signal.
Während sich die Korruptionsaffären in der ukrainischen Regierung häufen, nutzt Trump die wachsende internationale Blamage als Hebel.
Er will Selenskyj zu einem realistischen Friedensabkommen drängen und die Vorstellung aufgeben lassen, keinerlei territoriale Zugeständnisse zu machen. Diese Linie vertrat Jermak bis zuletzt – jetzt ist er weg.
Die amerikanische Botschaft fungiert de facto als zentrale Steuerungsstelle der ukrainischen Antikorruptionsbehörden. Die jüngsten Razzien im engsten Machtzirkel Selenskyjs zeigen, wie erschöpft die Geduld in Washington ist.
Sie offenbaren zugleich eine Regierung, deren Handlungsspielräume mit jedem neuen Verdacht schrumpfen.
Von Beginn an stand die europäische Debatte unter einem Widerspruch. Leitmedien wiederholten beinahe im Gleichklang, die Ukraine müsse den Krieg gewinnen.
Intern war längst klar, dass dieses Ziel kaum erreichbar war. Die Formel wurde zu einem Glaubenssatz, der sich mit jeder Wiederholung weiter von der Realität entfernte.
Wünsche ersetzen keine Analyse. Die militärische Lage war eindeutig: Ohne NATO-Waffenlieferungen, deren Einsatz das Risiko eines dritten Weltkriegs erheblich erhöht hätte, war der Krieg nicht zu gewinnen.
Europa und die USA zogen klare rote Linien – und hielten sich daran. Damit war klar, dass sich der Krieg verlängern würde, nicht aus strategischer Logik, sondern aus moralischem Pflichtgefühl und politischer Vorsicht.
Unter Biden profitierten vor allem Polen und die baltischen Staaten wirtschaftlich vom Krieg. Erst kürzlich erhielt Polen 44 Milliarden Euro aus dem EU-Rüstungsprogramm. Andere Ostblockstaaten, etwa ehemalige Sowjetrepubliken, verdienten an Parallelimporten in das sanktionierte Russland.
Sprunghafte iPhone-Verkäufe in Georgien, Kirgisien oder Armenien waren nur ein sichtbares Symptom.
Unter Trump verschiebt sich das Muster. Er will den EU-Staaten alte amerikanische Waffen verkaufen. Die Lage wirkt absurd: Deutschland und andere Länder nehmen Schulden auf, um ausgemusterte Systeme einzukaufen – und bedanken sich dafür, dass die Importzölle gesenkt werden.
Gleichzeitig erklären Ursula von der Leyen und Kaja Kallas öffentlich, man könne eine Atommacht wie Russland militärisch besiegen. Trump mag Kaja Kallas Berichten zufolge nicht wirklich, doch er lässt die EU-Damen in der Zerstörung der Union ungehindert weitermachen.
Parallel dazu berichten Leitmedien, der russische Automarkt sei zusammengebrochen, weil deutsche Hersteller nicht mehr präsent seien. Übersehen wird, dass die deutsche Autoindustrie selbst schwächelt, während Russland vollständig auf chinesische Modelle umgestiegen ist.
Und während die Narrative kreisen, sterben täglich junge Ukrainer und Russen.
Bereits sechs Wochen nach Kriegsbeginn öffnete sich ein diplomatisches Fenster. In Istanbul lag ein Vertrag auf dem Tisch, der die besetzten Gebiete als autonome Regionen innerhalb der Ukraine belassen hätte.
Ein unbefriedigender Kompromiss, aber einer, der weiteres Sterben und Zerstörung begrenzt hätte.
Die Europäer, angeführt von Boris Johnson, drängten jedoch darauf, dass Kiew nicht unterschreibt. Die Devise lautete: durchhalten, nicht nachgeben.
Heute zeigt sich, wie unrealistisch diese Erwartung war. Die damals besetzten Gebiete sind verloren. Weitere werden folgen, möglicherweise die gesamte Region Donezk.
Europas Strategie, öffentlich als Zeichen von Entschlossenheit verkauft, hat die Ukraine nicht gestärkt, sondern Schritt für Schritt geschwächt.
Drei Jahre lang wurde diese Linie verteidigt – in Talkshows, Leitartikeln und politischen Runden, stets im gleichen Ton. Sie wirkte entschlossen, beruhte jedoch auf Annahmen, die nie ernsthaft überprüft wurden.
Je länger der Krieg andauert, desto drängender stellt sich die Frage, wie es zu diesem kollektiven Irrtum kommen konnte.
Trump inszeniert sich als der Präsident, der den ukrainischen Korruptionssumpf austrocknen will. Gleichzeitig belasten neue Vorwürfe die US-Innenpolitik.
Aus Trumps Umfeld heisst es, sein Vorgänger „Sleepy Joe“ habe bei der Unterzeichnung von Regierungsdokumenten unzulässige technische Hilfsmittel, sogenannte Unterschriftenroboter, eingesetzt, weshalb Trump alle früheren Dekrete für ungültig erklären will.
Und was hat das mit der Ukraine zu tun? Die Verbindung ist enger, als es scheint. Seit 2014 steht der Einfluss amerikanischer Politik auf ukrainische Wirtschaftsinteressen im Raum, ausgelöst durch Hunter Bidens Engagement bei Burisma.
Damals lautete der Vorwurf, Washington greife nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich in Kiew ein – was im Kern zutrifft.
Fakt ist, Joe Biden versuchte gegen Ende seiner Amtszeit, seinen Sohn politisch abzuschirmen.
Trump serviert seine Rache sowohl Hunter Biden als auch Selenskyj. Kalt.
Der hatte vor mehr als einem Jahr ein Treffen mit Trump abgelehnt, überzeugt davon, dass Kamala Harris die Wahl gewinnen würde.
Nicht der Präsident Janukowitsch wurde aus Kiev vertrieben sondern die Chinesen die 5% der Ländereien der Ukraine verpachtet haben. Die chinesishen Ländereien der Ukraine wurden nach dem Maidan Putsch von 2 US Agrarkonzernen übernommen. Die Konzessionen für Bergbau gingen wiederrum an UK Firmen die den Oligarchen aus London gehören.
Das Getreidedeal mit Ukraine, Russland und Türkei mitten im Krieg ist Zustande gekommen weil es sonst zur Implosion der Getreideversorgung im Westen gekommen wäre.
Joe Biden hat Mal eine Buchhalterin nach Kiev entsenden wollen. Hat er nicht. Krieg ist Geschäft.
ich hätte ja lieber im Abo kommentiert, doch das neue Angebot ist mir zu wucherhaft teuer und ausserdem, wer garantiert mir, dass ich nicht doch weiter zensiert werde.
Ne, euren Müll könnt ihr selber abonnieren …!
Alles subjektive Wahrnehmung aus russischer Perspektive. Auf das kann man bestens verzichten.
Dass die Korrupiton in der Ukraine den Krieg bis aufs äusserste verlängert ist so sicher wie dass Loomit in Pattaya kein Transvestit sondern ein Ladyboy ist.
Die Ukraine war schon vor dem Krieg verloren wie Loomit in Pattaya.
@ Vadim Loskutov
Ende November schreibst du etwas, das wahrscheinlich deine Pflichtanzahl an Artikeln pro Monat erfüllen soll…
Du kannst deutlich besser schreiben als das, was du gerade veröffentlicht hast.
Der Satz: „Und während die Narrative kreisen, sterben täglich junge Ukrainer und Russen“ stimmt so nicht, denn das Durchschnittsalter der Soldaten liegt in Russland bei etwa 37 Jahren und in der Ukraine bei etwa 47 Jahren; ausserdem stellt sich die Frage, ob der Tod jüngerer Soldaten schlimmer sein soll als der älterer…
Märchenstunde.