In Zürich boomen die Techfirmen. Keine Branche ist in den letzten Jahren so stark gewachsen und hat der Stadt zusätzliche Wertschöpfung und Steuersubstrat gebracht.
Ob dies der Standortpolitik der Greater Zurich Area (GZA), den Zürcher Hochschulen oder schlicht der hohen Lebensqualität zu verdanken ist, ist zweitrangig.
Entscheidend ist: Zürich hat sich zu einem zentralen Standort für Technologie und insbesondere für KI entwickelt.
Der Erfolg hat deutliche Nebenwirkungen. Im Vergleich zu Kopenhagen, Hamburg oder Paris weist Zürich ein besonders unausgeglichenes Verhältnis von Wohnungen zu Arbeitsplätzen auf.
Rund 236’000 Wohnungen stehen über 545’000 Arbeitsplätzen gegenüber. Zürich weist damit mehr Arbeitsstellen als Einwohner aus. Selbst für dichte Metropolen ist das ein Sonderfall.
Diese Schieflage ist stärker ausgeprägt als in vergleichbaren Städten. Zürich zieht Arbeitsplätze rasch an, produziert aber zu wenig Wohnraum.
Viele Menschen, die hier arbeiten, können sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten oder finden keinen passenden Wohnraum.
Die Stadt wird wirtschaftlich dichter, als Wohnort jedoch zunehmend exklusiv.
Parallel wächst die Komplexität der Verwaltung. Bau- und Bewilligungsverfahren werden länger, teurer und riskanter. Das ist formal korrekt, wirkt in der Praxis jedoch als Preistreiber.
Verzögerungen begünstigen schädliche Immobilienprofite, die nicht aus Qualität entstehen, sondern aus künstlicher Verknappung und Zeitverlust.
Dabei gilt: Die bestehenden Gesetze, insbesondere das geltende Mietrecht, müssen eingehalten werden.
Die Lösung liegt nicht in einer Aufweichung des Mieterschutzes oder einer totalen Marktfreigabe, sondern in effizienteren Prozessen.
Niemand will das Wachstum der Techbranche stoppen. Doch ebenso klar ist: Mit den Instrumenten von gestern lassen sich die heutigen Konflikte nicht lösen.
Mehr Regulierung schafft keinen Wohnraum. Mehr Verwaltung beschleunigt nichts. Weniger Staat allein auch nicht.
Hier liegt die Chance der KI. Nicht durch Deregulierung, sondern durch schnellere, präzisere Anwendung bestehender Regeln.
Planung, Bau und Bewilligung sind regelbasiert. KI kann Gesuche vorprüfen, Varianten optimieren und Verfahren parallelisieren.
Gleichzeitig kann sie helfen, gesetzliche Vorgaben konsequent einzuhalten, von Bauauflagen bis zu mietrechtlichen Rahmenbedingungen. Prozesse lassen sich so standardisiert und kosteneffizient abwickeln.
Der Effekt ist wirtschaftlich, nicht ideologisch. Kürzere Verfahren senken Finanzierungskosten. Sinkende Kosten entlasten Mieten innerhalb des geltenden Mietrechts.
Der Wohnraummangel wird nicht sofort gelöst, aber spürbar entschärft.
Zürich hat dafür einen wesentlichen Vorteil. Die relevanten KI-Firmen, das Know-how und das Kapital sind vor Ort. Das ermöglicht reale Anwendungen im Verwaltungsalltag.
Zürich kann eine KI-Referenzstadt werden für intelligente, rechtskonforme Verwaltung und für rasch realisierbaren, bezahlbaren Wohnraum. Davon profitieren Bauträger und Immobilienbesitzer, die tatsächlich bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Zürich könnte sich so an die Spitze der KI-Implementierung katapultieren – jetzt, wo die Digitalisierung in weiten Teilen wirksam wird.
Wo Prozesse transparent und berechenbar sind, verlieren schädliche Immobilienprofite an Boden. Gewinne müssen wieder aus Nutzung und Qualität entstehen, nicht aus Regelumgehung oder Verzögerung.
Das stärkt jene, die in der Stadt leben und arbeiten.
Gelingt dieser Schritt, kann Zürich den Trend der Verdrängung bremsen und umkehren. Die Stadt bleibt wirtschaftlich stark und wird wieder zur Wohnstadt.
Bezahlbar, funktional, mit Vorbildcharakter. Nicht weil sie Regeln abbaut, sondern weil sie sie intelligent und konsequent anwendet.

Wer will schon bauen in Zürich, die Auflagen sind hoch und jeder kann Einsprache erheben. Da geht das bauen mehrere Jahre und niemand hat Interesse das Geld zum Fenster rauszuwerfen.
Alles richtig erkannt – Gratulation. Jetzt sind Sie dran Herr Roberto Feusi – bauen Sie in Zürich endlich ein Haus oder eine Wohnung und vermieten Sie günstig – das ist alles.
Ich kann mich noch an eine Stadt Zürich erinnern, welche deutlich lebenswerter und weniger überfüllt war. Wo Einheimische nicht aufgrund Wohnungsnot und astronomischen Mieten gezwungen waren wegzuziehen. Damals wurde auch mehrheitlich Zürcher-Dialekt gesprochen.
In den 90ern ist die Situation schleichend gekippt. Seit der Personenfreizügigkeit ist es eskaliert.
Vielleicht ist es schon zu spät um das Unheil aufzuhalten. Aber wenn es so weiter geht, dann wird es böse enden.
Ich denke übrigens nicht, dass KI die Probleme lösen wird. Sie werden damit eher noch grösser.
Absolut richtig, 2035 eine Milliarde mehr Menschen, 2035 800 Millionen arbeitslose mehr wegen KI.
Richtig. Zürich ist absolut unbezahlbar geworden. Und die Strassen verstopft.
Anzahl Zimmer x Fr. 1‘000 pro Monat ist viel zu viel! Und in günstige Wohnungen kommt der Mittelstand nicht rein. (Aber Leute welche von Prämienverbilligungen leben. Finde den Fehler.)
Wo der politische Wille fehlt, kann auch die KI die Pobleme nicht lösen!
Nur noch für die top 1% und davon sind auch wiederum nur ein Bruchteil überhaupt Schweizer. Ausverkauf des Landes.
Wenn ich denke, wie die rotgrün regierte Stadt Zürich, auf dieser Webseite schlecht geredet wird, dann frage ich mich, warum noch mehr Menschen in der Stadt Zürich arbeiten und leben wollen.
Anscheinend kommt das Geschwafel, welches man hier lesen kann, bei den Menschen nicht an. Miserable Leistungsbilanz von IP.
Apropos Velo-Histerie und Autofeindlichkeit, wie wäre es mit einem Blick auf die Stadt Utrecht.
Hinweis für Beat Kappeler, Utrecht ist eine Stadt in der Provinz Utrecht und nicht Teil von Holland.
Nicht der hellste Bericht. Der Autor möge die Gesamtfläche der Gemeinden mal vergleichen. Eingemeindung von Agglogeneinden ist nicht populär in der Schweiz, aber wenn man Züri West zu Zürich zählen würde -was es faktisch ist- sähe es anders aus.
Man könnte auch einfach Arbeitsplätze von der Stadt Tsüri ins Umland verlagern. Kann doch nicht so schwer sein in Uster, Meilen, Kloten etc. die Arbeitsplätze unterzubringen.
Abgesehen davon, dass es in wenigen Jahren anders kommen wird hier in der Schweiz und ganz besonders in Zürich – nähmlich mit gewaltigen Arbeitsplatzverlusten – woher sollte Zürich die Energie hernehmen? Etwa vom Sihlsee oder einkaufen im Ausland? Das geht nicht auf.
…und damit mir nicht so ein Oberschlaumeier mit Rechtschreibungsfehlern kommt: Ich weiss, „nämlich“ schreibt man ohne „h“…
Dunning-Kruger lässt grüssen. Je weniger die Leute über KI wissen desto mehr behaupten sie was KI kann.
Ausserdem ist die heutige KI absolut unfinanzierbar. Damit sie es wäre müsste absolut jeder Benutzer monatlich bezahltes Abo haben. Also Netflix global.
Firmen müssten schon 2‘000 $ monatlich pro Entwickler-Lizenz rausrücken. Das wird keine Firma in Indien bezahlen.
2026 wird der finanzielle Teil der KI platzen. Es wird ein riesiges Börsenbeben geben. Denn: ohne die Datenzentren wuchs die US-Wirtschaft um nur 0.1% !
Statt KI-Boom kommt wieder ein KI-Winter.
Nun, schön wenn alles in Zürich sich abspielt solange es auch nützt. Aber da bin eher sehr skeptisch und falls das ganze Zusammenbrechen sollte was dann? Die Schweiz spielt Swissair – CS und falls wenn, wer soll das bezahlen?
Erst Hunger wird das Wachstum beenden.
Wie gross ist denn der Anteil der Techjobs in Zahlen?
Ich denke, dass es anfangs 2027 insgesamt schon wesentlich weniger Arbeitsstellen gibt.
Dabei haben wir weiterhin verfassungswidrige Masseneinwanderung.
Also:
– In der Verwaltung sind nur noch Schweizer zu beschäftigen.
– Keine Anreiz (ausser gesetzlich verpflichtete) für nicht Schweizer-Arbeitslose hier im Land zu bleiben.
– Sinnvolle Energie- und Krankenkassenpolitik. Also Atomstrom und Straffung des Kataloges.
Bundesratsfoto gesehen? Da läuft nix mehr mit Schweiz und Schweizern, es fehlt seit 2026 bloss noch die VdL im Bild und die EU-Flagge. Denn die schweizerische wurde weggelassen – jedes GL-Föteli zeigt nebst Hr. Cassis‘ Kragenstecker und Jans‘ Schweizer Chronographen mehr Landesverbundenheit.
Das ist im Prinzip richtig, KI kann oder könnte „profitneutral“ arbeiten, dies hängt jedoch davon ab, was die Programmierer wollen. Es sei denn, KI wird künftig autonom entscheiden und handeln. Dann wird es aber keine Wohnungen mehr brauchen, oder zumindest viel weniger. Eine mögliche, jedoch nicht wünschbare Zukunt. Wir sollten uns deshalb gut überlegen, wieviel Spielraum wir der KI künftig geben werden.
„KI-Referenzstadt“ Wieso ständig nach Ruhm streben, dabei nur und immer in die Wand fahren und wegschauen? Die CH inkl. Zürich kriegt keine Eigenvorsorgung hin, längst keine vernünftige medizinische Abdeckung mehr; die Mobilität steht vor dem Kollaps, die Streitkräfte üben mit ausdatiertem Material oder halt nicht; als „unberührte Natur“ wird Kulturland hinzugezogen, die Bildung wurde mit Milliarden mediokritisiert, und Millionen Einwohnern droht die Verarmung. Wieso also nicht einmal die abgegriffene Wertschöpfung für die im Inneren einsetzen und einfach Wohn- und Fortbewegungsräume schaffen?
Der Stadt fehlt die natürliche Intelligenz….da wird KI eben zur Pflicht, das ist aber Qualitätsmerkmal sondern ein klares Zeichen des schnellen geistigen Niederganges.
Die Wirtschaft wird das mit
den Wohnungen in Zürich im
2026 schnell regeln.Soviele
Stellen noch abgebaut werden
Banken Industrie und der
Flughafen kommt auch noch !!
Das Zollabkommen im März mit
Amerika gibt vielleicht auch
noch eine Überraschung !!
Wenn gute MINT Hochschulabsolventen an der Praktikumssuche verzweifen, kann etwas nicht stimmen.
Hr Feusi hat offenbar sein Artikel inhaltlich nicht mit Hr Hässig abgesprochen; man liest sonst hier oftmals dass sich die Stadt Zürich auf dem absteigenden Ast befindet.
Völlig einverstanden, dass in Zürich schneller und einfacher gebaut werden soll. Auch die überdimensionierte Verwaltung sollte nicht weiter wuchern.
Zu behaupten, dass Zürich zu viele Jobs hat ist natürlich absurd. Mit der S-Bahn hat sich das theoretische Statdgebiet massiv erweitert. Zürich hat einen kleinen Durchmesser von nur 13km. Andere Städte ein x-faches davon. Nimmt man die Agglo dazu, welche vor allem zum Wohnen dient und anderswo eingemeindet wären, relativieren sich die Zahlen. In Zürich wohnen eigentlich nur die Quellenbesteuerten einigermassen vernünftig.
Es ist kein Menschenrecht in Zürich zu wohnen! Und nein, wir haben nicht zu wenig Wohnungen in Zürich aber viel zu viele Zugewanderte und Asylanten. Genug ist genug. Ich erkenne meine Geburts- und Wohnstadt kaum wieder.Und NEIN, soviel Zuwanderung ist kein Segen und auch kein Vorteil!
Rund 10% der 545‘000 Arbeitsstellen sind in der Verwaltung von Kanton und Stadt – viele davon Sesselfurzer und Bullshit-Jobs, die niemand braucht. Die Linke Regierung gibt Geld für Velotunnels aus und achtet darauf, dass die Techfirmen genderneutrale WC’s und veganes Wasser haben. Die Staatssklaven haben Genossenschaftswohnungen, die, die wirklich Mehrwert schaffen sollen pendeln!
Herr Feusi, Ihre Thesen sind jetzt schon Makulatur. Glauben Sie ernsthaft eine KI könnte die Wohnungsnot in Zürich abschaffen, solange der rot/grüne Filz regiert. Sie verstehen nicht mal ansatzweise etwas von KI, schwurbeln aber munter drauf los – ist Ihnen langweilig. Alles Gute für 2026.
Mindestens 50% der (überbezahlten) Arbeitnehmer in der Verwaltung des Öffentlichen Dienstes könnte dank KI gespart werden. Aber links-grün lässt lieber den Verwalltungsmoloch weiter wuchern.
Weil man hier dank perfektem ÖV problemlos pendeln kann…
Im Paris zählt die Banlieue, die Vorstadt zum Stadtgebiet. In Zürich wird die reine Stadt betrachtet, die Agglo, mit ÖV bestens erschlossen, wird hier nicht beachtet – daher der Unterschied!
Ironisch, dass selbst dieser simple Text offensichtlich mithilfe von KI verfasst wurde.
Oder folgerichtig?
In Liechtenstein hat es auch so viele Jobs wie Einwohner. Nur dūrfen Auslānder (zB Schweizer) sich dort nicht einmieten – sie mūssen aus dem grenznahen Ausland reinpendeln.
Ich rutsche gerade Richtung S o z i a l a m t, und die Stadt prahlt mit Jobs und Wohnungen, als wäre alles im Überfluss vorhanden. Für mich bleibt davon nur das Gefühl, dass ich im falschen Leben gelandet bin.