Paukenschlag aus Vevey am ersten Handelstag des Jahres: Die grösste Rückrufaktion in der Firmengeschichte musste angekündigt werden.
6 Milliarden an Börsenkapitalisierung ist auf einen Schlag verpulvert worden. Das entspricht etwas weniger als die jährlichen Dividende der letzten Jahre.
Betroffen: Säuglingsnahrung, die mit Gift belastet sein könnten. Es geht gemäss Pressemitteilung um Bacillus Cereus.
Die Aufnahme des Toxins kann innerhalb weniger Stunden zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Die Beschwerden würden in der Regel innerhalb weniger Tagen wieder abklingen, so Nestlé Beruhigungspille.
Was auf dem Papier nachvollziehbar tönt, ist für Eltern der blanke Horror.
Ob der Recall – ein Vorgang, der vor allem aus der Autoindustrie bekannt ist – neben Europa auch andere Weltregionen betrifft, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.
Der Lebensmittelgigant schreibt weiter: „No confirmed cases of illness have been reported so far.“
Wie die Konsumenten mittel- und langfristig auf den weiteren Kauf der betroffenen Babynahrung-Produkte reagieren, ist unklar.
Verschiedene Analysten gaben gegenüber Swissquote zu Protokoll, dass sie den Vorfall für nicht gravierend einstuften.
Fakt ist aber: Der Nestlé-Kurs ist am heutigen Tag um knapp 3 Prozent eingebrochen.
Unangenehmer Start ins 2026 (Swissquote, Nestlé)
Hintergrund für die Sorge der Investoren könnte auch der ganze Ablauf des Recalls sein. Hier stellen sich unangenehme Fragen nicht nur für Nestlé, sondern auch für die involvierten Behörden.
Offensichtlich ist bereits am 12. Dezember 2025 mit Notification 2025.9962 ein „Official EU Alert“ publiziert worden:
Von Italien, im Zusammenhang mit „cereulide in infant formula“ in einem Produkt aus den Niederlanden.
Unter „Risk Decision“ wird angegeben: Potentially serious.
Im weiteren Verlauf habe Nestlé bereits über die Weihnachtsfeiertage einen stillen Rückruf durchgeführt und die betroffenen Produkte aus den Regalen entfernt.
Erst knapp zwei Wochen später ist nun ein öffentlicher Rückruf und somit die Information am Kapitalmarkt erfolgt.
Fast 4 Wochen von der EU-Meldung bis zur offiziellen Rückrufe-Ankündigung für Medien und Investoren – eine Ewigkeit.
Was ist los in Vevey?
Entsprechende Frage an die Medienstelle wurden bis zu dieser Publikation nicht beantwortet.
Auch nicht, wer innerhalb von Nestlé wann was gewusst hatte und an den Entscheidungen in den verschiedenen Phasen beteiligt gewesen war.
Nach den letztjährigen Turbulenzen beim Top-Management, angesichts der immer noch sehr hohen Verschuldung des Nahrungsmittel-Multis und den weiterhin juristischen Unklarheiten in Frankreich beim Perrier-Wasserskandal kommt jetzt eine weitere Herkulesaufgabe auf das neue Power-Duo Pablo Isla und Philipp Navratil zu.


Zu Jahresbeginn lauter Gründe stolz auf unsere Schweiz zu sein …(Ironie off)
Es ist beeindruckend, wie man gleichzeitig so klein und so laut sein kann.
Du meinst wegen den Franzosen aus Korsika ?
Logische Konsequenz der Misswirtschaft und Salamitaktik von Bulcke, Schneider und vor allem Freixe. Dessen Kostensenkungsmodell hat alle Dämme brechen lassen und besonders in den Bereichen Produktion und Qualität zu Reduzierungen mit der Kettensäge geführt. Hat man ja schon beim tragischen (und leider tödlichen) Buitoni Pizzaskandal gesehen.
Nestlé hat seine Buitoni Pizzaproduktion, einschließlich der französischen Fabrik, an Italpizza verkauft, um sich auf den Außer-Haus-Markt zu konzentrieren, aber der Name Buitoni bleibt auch dort bestehen.
Nestle hat 60 Milliarden Franken Schulden. Etwas viel, finde ich!
Mein Eindruck ist seit mehreren Jahren, es gibt Leute im Hintergrund, die portieren seit ein paar Jahren immer neue Verfehlungen von Nestlé. Mineral Wasser, nun Baby Nahrung etc.
Will man die Aktien drücken um billig einzukaufen?
Mein Eindruck ist seit mehreren Jahren, es gibt Leute im Hintergrund, die portieren seit ein paar Jahren immer neue Verfehlungen von Nestlé. Mineral Wasser, nun Baby Nahrung etc.
Will man die Aktien drücken um billig einzukaufen?
Die sind schon jetzt ziemlich billig…
Ratet doch mal, aus welcher Ecke die stammen!
Jetzt fehlt nur noch die Kürzung der Dividende.
Wenn das kommt ist die Aktie unter CHF 50.—
Wahnsinn
Blödsinn, immer noch bei 76.-CHF.
Die Dividende scheint Ihnen wichtiger als das Wohl der Säuglinge zu sein, da kann man nur den Kopf schütteln!
Ich hoffe es sind nicht Leute innerhalb Nestlé, die hier gegen die Firma arbeiten.
Warum macht man seit Jahren Schulden um Dividenden und Aktienrückkäufe zu finanzieren? Das ist doch nicht nachhaltig.
Ups, vergiftete Babynahrung? Halb so wild – Fehlerchen passieren.
Jeder macht mal Fehler entscheidend ist, wie spektakulär man sie kommuniziert.
… gerade im Bereich Baby-Nahrung gibt es keinen Spielraum um zu zögern, wenn es auch nur den kleinsten Verdacht auf Giftstoffe gibt.
Insofern ist der Rückruf schmerzvoll für das Unternehmen. Aber doch einiges verträglicher als für die Folgen eines verspäteten oder verpassten Rückrufs aufkommen zu müssen.
Wie gross das Problem wirklich ist und welche Folge es für Nestlé längerfristig haben wird, wird sich zeigen. Ein kurz- bis mittelfristiger Kurseinbruch ist kein Totalschaden.
Da wird die nächste Sau durchs Dorf gejagt. Gemäss SRF:“Nach Angaben des (österreichischen) Gesundheitsministeriums besteht aufgrund der sehr niedrigen Konzentrationen keine Gesundheitsgefährdung“.
Sturm im Wasserglas.
Hatten Sie schon mal ein Baby, das zwar nicht gestorben ist, aber tagelang erbrochen und Durchfall gehabt hat?
an Nichtwisser…
Was an „keine Gesundheitsgefährdung“ verstehen Sie nicht? Die Babys erbrechen nicht aufgrund des Produkts, es passiert rein gar nichts.
Mit dem ETF Swiss Dividends werden solche Patzerchen jeweils abgefedert.
Sehr geehrter Herr Gärtner vielen Dank für Ihre Recherche. In Zürich (zu reich 😀) und in der Schweiz ,(schwitzen, 😉) läuft (nicht nur dort) auch in den Fabriken (nestle….ich habe in Asien in ein Paar Fabriken besucht)…früher auch Aktionär (bis etwa 2023) nach Corona nicht
willst du irgendwas sagen?
Mich stört die Überschrift, muss das sein?
Ja.
Babies essen einfach alles, was sie zu fassen bekommen. Ich glaube, dass der Nestle Brei wohl das Harmloseste ist, was die Kleinen herunterschlucken.
Ich brauche bald neue Windeln!
M e d i k a t i o n dringend erhöhen!
Seit ihr geistigen Tiefflieger wieder unterwegs!
Natürlich ist das unschön, aber der Titel ist hier aufgebauscht. Man kann nie alles zu 100 Prozent verhindern. Bei gut 76 Franken ist Nestlé günstig wegen des verheissungsvollen Ausblicks. Mit Navratil und Isa hat die Firma die richtigen, absoluten top Leute an die Spitze gesetzt, so dass der Aktienkurs in ein bis zwei Jahren deutlich höher sein dürfte als heute. Anhand der Kaufempfehlungen sehen das übrigens verschiedene Analysten sehr ähnlich.
Wurde dieser Artikel von einem Finanzinvestor verfasst ? Wer ist es ?
Es fehlen die Informationen dazu, ob dieser Recall die allfälligen Käufer überhaupt erreicht(e) und dazu, wie diese ‚Verunreinigung‘ zustande kam, wie sie enteckt und allenfalls behoben wurde.
Ohne diese Informationen wird es schwierig mit dem ‚Vertrauen‘ …
Wenn man (nota bene sehr teure) Produkte billigst produziert, führt das halt zu solchen Problemen. Kostenoptimierung bei der Produktion auf Biegen und Brechen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Die Qualtät eines Produktes ergibt sich aus dessen Bestandteilen und den Verfahren während der Herstellung. Die Abnahmen und Qualitätssicherung erfolgen laufend im Herstellungsprozess. Bei Baby- und Kleinkindernahrung ist die Produktgüte ein hoher Wert. Wieso wurde der Rückruf hinausgezögert? Lag es am Jahresübergang?
@sharehuddler ?
Es gibt keine Dummen Fragen !
…aber in 4 Wochen werden schon 100-X Tonnen entsorgt an Babys !
Traurig aber zynisch
Ausser Pulvermilch wüsste ich wirklich nicht was ich von Nestlé kaufen sollte.
Ich kaufe keinen verarbeiteten Schrott nur frische gesunde
LEBENS MITTEL !
keine toten
TODES MITTEL !
(eigener Garten)
Dégéneration totale zum kotzen
War ja mal wieder Zeit diesen tollen Webegag mit der Kindervergiftung zu reaktivieren. In diesem Bereich scheint Nestlé führend zu sein.
Nächstes Jahr dann wieder Quellen in Drittweltländern aufkaufen, gell?
Was Nestlé und Pfizer nicht schaffen, muss eben über Inkompetenz im Brandschutz geregelt werden.
Wie viele Kinder wohl in den 4 Wochen Probleme hatten?
gut habe ich mich und meine Kinder immer mit veganen Köstlichkeiten ernährt. Verstehe nicht, warum man so dumm sein kann, auf soziale Verhalten zu achten. Da muss man schon mit dem Hammer gepudert sein!
@Babys sterben nach Einnahme von Pulvermilch durch Durchfall/Flüssigkeitsmangel.
Die Kindersterblichkeit ist auf den Philippinen sehr hoch deswegen.
Die Pulvermilch ist dort überteuert und wird deswegen oft in verdorbenem Zustand noch verabreicht oder wird für die Nacht zubereitet und verdirbt bei 28 Grad.
Kenne persönlich Familie die so ihr Baby verloren hat.