Charlie Hebdo hat die toten Opfer des Brandes von Crans-Montana mit einer seiner typischen Karikaturen verhöhnt. Die Zeichnung ist hässlich, kalkuliert und kaum zu verteidigen.
Sie ist weder klug noch lustig. Sie schlägt ekelhaft nach unten, auf Menschen, die wehrlos sind, tot, die von Angehörigen betrauert werden, die noch immer versuchen, durch den Rauch ihres Verlusts Luft zu bekommen.
Gezeichnet wurde die Karikatur von einem Zeichner, der sich „Salch“ nennt. Zu sehen sind Skifahrer mit verbrannter, geschwärzter Haut, die einen Hang hinunterfahren, auf dem sich ein Schild mit den Worten „Crans-Montana“ befindet.
Im Bild steht der Satz: „Die Verbrannten fahren Ski. Die Komödie des Jahres“ („Les brûlés font du ski. La comédie de l’année.“).
Diese Zeile will provozieren. Und sie tut es.
Die Formulierung spielt auf den französischen Komödienfilm „Les bronzés font du ski“ an. Die Anspielung ist klar, doch die eigentliche Aussage bleibt unklar.
Was genau will Salch sagen? Besteht der Witz darin, dass Brandopfer, die auf einer Skipiste Spass haben, komisch seien?
Wenn das der Punkt ist, dann ist es keine Satire, sondern Grausamkeit. Lachen auf Kosten der entstellten Toten und Verwundeten ist nichts anderes als blanke Entweihung.
Ein anderes Ziel hätte sich angeboten.
Salch hätte jene Skifahrer verspotten können, die bereits am Tag nach dem Brand wieder auf die Piste gingen und dabei selbstverschuldete Verletzungen in Kauf nahmen, während die Spitäler mit Brandopfern überfüllt waren.
Doch das tat er nicht. Er entschied sich für die Opfer selbst, und diese Entscheidung ist widerwärtig.
Der französische Humor verwechselt viel zu oft Unklarheit mit Tiefe und niederträchtige Bemerkungen mit Mut. Gegen die scharfe, nuancierte Klinge des britischen Humors wirkt er schlicht abstossend und wirr.
Nun haben die Schriftstellerin Béatrice Riand und der Anwalt Stéphane Riand im Wallis Strafanzeige gegen Charlie Hebdo eingereicht.
Sie argumentieren, das Magazin habe gegen Artikel 135 des Schweizer Strafgesetzbuches verstossen, der die Herstellung und Verbreitung grausamer Gewaltdarstellungen verbietet.
Doch es ist schwer nachvollziehbar, inwiefern diese Karikatur grausame Gewaltdarstellungen zeigt.
Sie bildet keine Gewalthandlung ab, weder deren Ausübung noch deren Ablauf, sondern eine geschmacklose, provozierende Überzeichnung der körperlichen Versehrungen nach einer verherenden Tragödie.
Würde man das dennoch unter Artikel 135 fassen, müsste man folgerichtig auch Werke verbieten, die schlimme und explizit grausame Gewalt zeigen, etwa “Once Upon a Time in Hollywood” von Quentin Tarantino.
Das wäre, milde gesagt, eine schlechte Idee.
Doch die politische Reaktion ist dem Recht bereits davongeeilt. Nationalrat Benjamin Roduit von der Mitte-Partei will in der nächsten Session des Parlaments ein Verbot von Charlie Hebdo in der Schweiz vorschlagen.
Ein solches Verbot sei „ohne zu zweifeln“ notwendig, sagt er. In diesem Fall kommt sein Wille zur Zensur eines Satiremagazins viel zu vorschnell.
Nationalrat Jean-Luc Addor (SVP) widerspricht Roduit zumindest. Der SVPler nennt die Karikatur abscheulich, lehnt ein Verbot jedoch ab.
Die Leser sollten das Magazin selbst abstrafen, um ihren Unmut zu zeigen, meint er.
Addor hat recht. Ein Verbot von Charlie Hebdo würde keine Schweizer Werte schützen, sondern sie verkleinern.
Ein Verbot würde nicht nur ein Magazin zum Schweigen bringen. Es würde die Bürger infantilisieren, indem es dem Staat die Macht gibt zu entscheiden, was wir lesen und moralisch verurteilen dürfen.
Eine Regierung, die unsere Lektüre auswählt, behandelt Erwachsene wie Kinder. Ein freies Volk muss sich selbst ein Urteil zutrauen dürfen.
Meinungsfreiheit existiert gerade für jene, die uns anwidern.
Satire ist eine letzte Verteidigungslinie gegen die Mächtigen. Wenn ernsthafte Kritik erstickt wird, bleibt Satire oft der letzte Ort, an dem Wahrheit noch atmen kann.
Sollte Charlie Hebdo gegen Schweizer Recht verstossen haben, dann soll ein Gericht eine Strafe verhängen. So reagiert ein Rechtsstaat auf rechtswidrige Inhalte.
Aber ein satirisches Magazin zu verbieten, weil eine Karikatur moralisch verkommen ist, wäre ein Angriff auf die Gedankenfreiheit selbst. Es wäre zugleich eine Beleidigung der Urteilskraft aller mündigen Erwachsenen in diesem Land.
2015 wurden zwölf Menschen im Attentat auf Charlie Hebdo ermordet, wegen Karikaturen, die den Propheten Mohammed verspotteten. Die Welt antwortete mit drei Worten: Je suis Charlie.
Diese Worte waren die Erklärung, dass Kugeln nicht entscheiden dürfen, was veröffentlicht wird.
Im Kern waren sie ein unmissverständlicher Ruf nach Meinungs- und Pressefreiheit.
Die Meinungsfreiheit steht auch in der Schweiz unter Druck. Wir sollten uns entschieden weigern, wie unmündige Kinder verwaltet zu werden.
Gerade jetzt ist es entscheidend, das Recht zu verteidigen, auch den Islam aufs Korn zu nehmen.
Während das iranische Volk sich gerade in Lebensgefahr begibt und mutig gegen ein religiös begründetes Despotentum auf die Strasse geht, wäre es fatal, im Westen aus irregeleiteter Rücksichtnahme die Satire zu zügeln.
Wer die Freiheit der Iraner ernst nimmt, darf unsere eigene nicht preisgeben.
Wenn Charlie Hebdo sich grottenschlecht verhält und das als Humor ausgibt, müssen wir das öffentlich verurteilen dürfen. Doch Verurteilung setzt Zugang zum Material voraus, und Zugang setzt die Pressefreiheit voraus.
Leser können Charlie Hebdo nur bestrafen, wenn sie es lesen können. Anders gesagt: Man kann nicht sinnvoll und autonom zurückweisen, was man ohnehin nicht lesen darf.
Eine Gesellschaft, die das vergisst, wird bald vergessen, was der Gebrauch der eigenen Vernunft überhaupt bedeutet.
In einer gut funktionierenden Demokratie soll jede*es sagen und Kommentieren können, was er*sie*es möchte.
Medikation 💊 dringend erhöhen!
Kann & darf man auch (wird ev einfach nicht verhaftet wie der Vogel & das Vögelein im V Kanton. Hier darf jeder singen was, wann, wo, wie & wann er will – Freie Demokratie x 26. Bingo. Ein Zahrad futsch, Uhr steht still (=wertlos).
@Horst Thaiwitzers
Ich würde gerne Ihre Definition von Demokraite hören ?!
Und was ist mit diesem (angeblichen Finanzblog) der seit Stunde eins im Schnellfeuer Modus Bericht um Bericht abfeuert, um die miserablen Zahlen der letztem Monate zu kaschieren? Ist das keine Beschmutzung?
Und kommt jetzt nicht mit Investigativ und all dem Mist. Lukas hat keine einzige Zeile selbst recherchiert, alles ist abgekupfert, aufgewärmt und spekuliert.
Und was hast Du gemacht?
Nichts ausser Motzen.
So schlecht.
Man kann Charlie Hebdo vieles vorwerfen Geschmacklosigkeit, Zynismus, intellektuelle Faulheit, aber nicht, dass sie plötzlich etwas anderes wären als das, was sie immer waren. Die eigentliche Heuchelei liegt daher weniger in der Karikatur als in der empörten Überraschung darüber. Wer ein Blatt kennt, das seit Jahrzehnten systematisch jede Form von Pietät zerlegt, und dann so tut, als habe man gerade erst entdeckt, dass Satire weh tut, betreibt moralisches Theater.
Freiheit bedeutet Respekt. Diese Zeichnung respektiert niemand.
Feld Züge sollten hoffentlich seit Jahrhunderte vorbei sein.
Wissen Sie, manchmal kann man dumme oder unpassende Aussagen und Meinungen einfach ignorieren. Man muss sich nicht konstant emotional verausgaben und einbringen.
In unserer Aufmerksamkeitsökonomie, muss man eben Aufmerksamkeit erregen, und das macht man am besten mit Provokationen. Das führt zu den Klicks, den Views und dem Engagement, das man will und braucht.
Und bevor jetzt jemand denkt, damit sei nur Charlie Hebdo gemeint: Nein.
Dieser Strategie der „Erregung von Aufmerksamkeit“ zwecks Klicks, Views und Engagement, bedienen sich auch viele jener, welche sich publizistisch über solche, ihrer Meinung nach, inakzeptablen Äußerungen von anderen enervieren und empören.
Die Bewirtschaftung von Empörung ist heute ein Geschäftsmodell.
Wie beruhigend, dass Sie uns erklären, dass man mit provokanten Banalitäten Aufmerksamkeit erregen kann da fühlt man sich als einfacher Leser gleich so viel intelligenter.
Dem Kopfschüttler fehlt offenbar das Hirn oder es ist vom vielen Schütteln zu erschüttert, um klar denken zu können.
Trotzdem hat er eine Meinung, die er unbedingt teilen muss, natürlich um zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erregen. QED.
Danke für die Analyse schade nur, dass dein Gehirn offenbar denselben Lärm produziert wie dein Mund: viel Aktivität, aber nichts Substanzielles.
@ t.me/nofmgeopolitics :
Es ist erstaunlich: Du schüttelst den Kopf über andere, als wärst du ihr Richter dabei bist du nur der Hofnarr, der sich selbst für den König hält.
Hässlich ist sie, ja aber genau das ist das Geschäftsmodell. Wer Charlie Hebdo jetzt Entrüstung vorwirft, empört sich weniger über die Zeichnung als darüber, dass Satire diesmal nicht die Richtigen trifft.
Ich habe kein Problem mit dieser Karikatur. Den Werbeslogan von „Wallis. Ins Herz gemeisselt“ habe ich hier ja auch schon in „Wallis. In die Haut gebrannt“ abgeändert. Werde ich jetzt auch noch verklagt?
Aber in der heutigen Zeit gibt es immer mehr Berufsempörte. Diese versuchen durch eine Verbotskultur nur noch genehme und harmlose Sachen zuzulassen. Überall braucht es trigger Warnungen, Vorsichtshinweise und Gefahrenstufen. Dies wiederum produziert immer mehr überempfindliche Menschen. Kein Wunder explodieren die Psychiatriekosten.
Betroffene Hunde bellen! 🐎
Was da alles in das Wort Demokratie gepackt wird ist unglaublich. Auch Demokratie hat Grenzen!!
ja, die Grenzen merkt man an den demokratischen Schmarotzern!
dieses Blatt hat sogar den selbst erlebten Terroranschlag auf die Schippe genommen… viel Spass beim Verklagen…dieses Blatt hat beste Beziehungen…fast wie IP 🙂
Charlie Hebdo müsste jetzt nachlegen: mit einer Darstellung „La politique VS et les brules font du ski“. Schön in weissen Skianzügen die Exponenten de la politique Crans-Montana und wie bisher die Verbrannten dazwischen auf der Piste … Wuuuummm. Das Politversagen mit Pietät und Heuchelei verwischen wollen, ist hier doch der Aufmüpfer.
Danke für den Artikel. Auch die Schweiz muss wieder lernen auf die Barrikaden zu steigen.
„Verbrannt sein“ ist eine Sprachfigur. Im übertragenen Sinn wird der Begriff gebraucht dass etwas seine eigentliche Funktion, Glaubwürdigkeit oder Akzeptanz verloren hat, nicht mehr verwendet werden kann. Z.B. ein Agent, der nicht mehr eingesetzt werden kann, weil er aufgeflogen ist.
So spielt die Karrikatur darauf an, dass die glänzende Fassade des Ortes Crans Montana kompromittiert ist, weil dahinter schon lange nichts gestimmt hat. Die Folge daraus, auch wenn der Skizirkus weiter geht, der Ort ist behaftet – moralisch ist er ein Tabu!
**Kommentar**
Ich habe grössten Respekt vor dem Desaster in Crans, und mir sind alle Menschen wichtig. Doch gerade deshalb fällt der doppelte Standard im Umgang mit Satire so deutlich auf. Während die Empörung über die Crans‑Montana‑Karikatur sofort ernst genommen wird, wurden muslimische Proteste gegen die Mohammed‑Karikaturen jahrelang als Überempfindlichkeit oder gar Extremismus abgetan. Die unterschiedliche Bewertung ähnlicher Fälle zeigt, dass Meinungsfreiheit im Westen oft nicht für alle gleich gilt.
Beide sind überempfindlich. Is lamisten und andere Berufsempörte.
„Je suis Charlie“
Hoffentlich nicht mehr.
Französische Kinder sind in Crans-Montana verbrannt. Von einer Bar, welche von einem Franzosen geführt wurde.
Wünsche den Franzosen ein Nachdenken darüber.
Braucht Satire Grenzen? Eher nicht, aber sie muss sich mit den Konsequenzen zurechtfinden. Empörung? Warum nicht vor dem Unglück über die laschen Kontrollen?
Du hast ja auch schon längst die Konsequenz akzeptiert,
dass du von allen ausgelacht wirst, Palfner!
Demokratie ist hochzuhalten. Satire soll ihren Platz haben und darf auch anecken. Aber wo ist die Grenze? Ich denke, sie wurde hier erreicht. Es wird niemand kritisiert. Keine gesellschaftliche Kritik geht aus dieser Karikatur hervor. Sie trampelt schlicht und einfach auf den Gefühlen der Opfer und Angehörigen herum. Es ist keine Satire mehr, sondern schlicht der Ruf nach Aufmerksamkeit und Vermarktung.
Das ist die oberflächliche Interpretation der Is lamisten.
Damit tanzu Du nicht weit, Du Bär.
Sarkasmus ist nicht so des Verbrechers Sinn?
Betroffene Hunde bellen am lautesten!
Herr Seaman macht den gleichen Fehler wie die Islamisten: er verwechselt Ross und Reiter.
Nicht Charly Hebdo macht sich lustig über die Opfer, sondern legt offen, dass es die Schuldigen (Barbetreiber, Behörden) sind, die sich durch ihre Unterlassungen über die Opfer lustig machen. Bspw. der GP der sagte, die Gemeinde sei am stärksten geschädigt.
Aber eben: um Satire zu verstehen braucht es eben ein gewisses Niveau. Islamisten haben das nicht. Herr Seamann steht ihnen da in nichts nach.
Als Chef der Verteidiger der Redefreiheit ist Seaman def. nicht der richtige. So ein …
tja, Schweizer Freunde!
SCHÖNHEIT (WAHRHEIT) liegt im Auge des BETRACHTERS!
logisch, dass ein EGO mit der Wahrheit nicht umgehen kann.
Ich schlage ein Verbot von Benjamin Roduit vor.
Und Charlie Hedbo habe ich soeben abonniert.
Wäre ja noch schöner, wenn irgendsoein dahergelaufener Nationalrat mir vorschriebe, was ich zu lesen habe und was nicht.
So ein …
Nein, Sie haben „Charlie Hedbo“ nicht abonniert.
Die Karrikatur verhöhnt Crans und die Politiker- das gefällt den Institutionen nicht…
Von den Linken, Grünen bis weit über die Mitte hinaus, stehen die Politiker für eine Verbotskultur, nicht für eine demokratische Debatten Kultur. Sie sind doch die politischen Eliten und wissen alles besser als ihr, mit der SVP reden wir zwar noch, aber nicht mehr lange. Natürlich dürft ihr diese Schwachsinnigen zahlen, damit sie sich ein schönes Leben gönnen können unter ihresgleichen. Sie sind die Wegbereiter für die Mächtigen, die euch noch mehr aussaugen und in die Abhängigkeit führen werden. Offensichtlicher geht es ja nicht mehr oder seit ihr blind? Darum ein „Nein“ zu den EU Verträgen.
Ev meint Charlie H (rein als Interpretations Option): die CH & VS Justiz mit den bergigen Wollmützli Menschen, fahren ab jetzt schon bergab, schwarz, jeder für sich, frei im Slamom, jeder eine andere Track ….????
was ist der Unterschied zwischen französischem und schweizerischen Humor?
den französischen 🇫🇷 gibt es wirklich!
in der Schweiz hat nicht nur der Käse Löcher.
btw Jaques:
ich habe gehört, dass ein Umfeld (Métier) extrem stark
zu geistiger Transformation beiträgt! – positiv wie negativ
für Einwanderer in die Schweiz: vorsicht also!
Natürlich kann man die Karikatur Geschmacklos finden, aber angesichts der sich abzeichnenden Schmierenkomödie zwischen Walliser Filz und Korsenmafia ist die Bildunterschrift gar nicht mal so verkehrt. Und dass nun ausgerechnet ein Walliser Duo eine (auf rechtlich äusserst dürftiger Basis stehende) Klage gegen das Satiremagazin anstrebt und ein CVP-Hinterbänkler mit der Verbotskeule schwingt, setzt dem peinlichen Theater die Krone auf.
EXACT 👍
Die zweite Karikatur ist meiner Meinung nach deutlich gelungener als die erste: Zwei Armbrustschützen, die die Redaktion der Wochenzeitung dezimieren, begleitet von dem Satz: «Darf man mit den Schweizern blasphemieren?»
Der Stil von Charlie Hebdo war schon immer extrem und gewöhnungsbedürftig. Ein Teil der Redaktion hat dafür früher schon mit ihrem Leben bezahlt.
Trotzdem ist es Satire. Sie hat den wunden Punkt exakt getroffen. Das zeigen die Reaktionen aus dem Wallis exemplarisch. Genau das ist auch Sinn von Satire. Indirekt sagt sie sehr viel über das Wallis aus.
Ich möchte die Terroranschläge auf Charlie Hebdo wirklich zu 0% gutheissen, aber damals konnte man eben nicht differenzieren, was geht und was nicht.
Satire darf alles – diesen Grundsatz lebe ich immer noch. Allerdings muss man m.E. auch nicht jede Situation zu einer Satire verkommen und sich darüber lustig machen. Insbesondere dann nicht, wenn es, würde man die Hülle der Satire weglassen, plumper Beleidigung und Entehrung zugleich kommt.
Einerseits maximal verschleppte Ermittlungen betreffend des Infernos von Crans-Montana und maximale Begünstigung der Verantwortlichen. Nur maximaler Druck von Aussen hat überhaupt zu minimalen Fortschritten geführt.
Anderseits haben mehrere Walliser zum frühest möglichen Zeitpunkt eine Anzeige gegen Charlie Hebdo eingereicht und auf Bundesebene ein Verbot vom Charlie Hebdo gefordert.
Das Wallis hat sich damit selber maximal blossgestellt. Mehr Doppelmoral geht nicht. Fast zeitgleich ist ein Artikel auf pomona.ch erschienen: „Das Wallis als Sündenbock.“ Man sieht sich selber als Opfer.
Niemand war aus Zwang in der Bar. Nebenbei bemerkt: viele Kreise setzen sich für ein Stimmrecht ab 16 Jahren ein, aber sobald Jugendliche in eine gefährliche Situation geraten und diese ignorieren, verweist man auf deren jugendliche Unerfahrenheit und Unwissenheit.
Als es gegen die Koranbrüder ging, den Islamisten war alles recht und „Satire“. Jetzt wird geheult weil es halt die eigene Sippe trifft.
Mohammed Karikaturen gut aber Crans-Montana Karikaturen schlecht?
So schizophren und typisch SVP!
Mohammed Karrikaturen gut aber Crans-Montana Karrikaturen nicht?
So schizophren und typisch SVP!
Die Zensur und das niederschlagen von Meinungen und Kunst die nicht dem eigenen Geschmack entspricht, ist in Europa und besonders der Schweiz immer verbreiteter.
Dabei ist klar, das dies in den Abgrund führt.
Dies ist den Tätern aber egal, sie wollen nur ihren Kopf durchsetzen.
Was jetzt fehlt ist eine Karikatur die die Politiker und Beamten zeigt wie sie am Tisch sitzen, Kaffee trinken und Geld zählen, während ein Haus umgebaut wird, brennt und Kinder vor verschlossener Tür stehen, eine Feuerwehr die einem Mann die Gasmaske nimmt.
Und Zeichner mit Handschellen.
Auf der Titelseite
Grüezi Frau Seemann. Was arbeiten Sie ?