Der „Sonntags-Blick“ zitiert heute aus dem Verhörprotokoll von Jessica Moretti, der Frau des noch inhaftierten Jacques Moretti. Zusammen betrieben sie die Todesbar „Le Constellation“ in Crans-Montana.
Sie habe im Partyraum unten im Keller den Angestellten in den frühen Morgenstunden des 1. Januar geholfen und „die letzten beiden Flaschen selbst getragen“, so Jessica Moretti.
Die „Weltwoche“ hatte zuvor spekuliert, dass Handy-Fotos die Co-Besitzerin des Nachtklubs zeigen würden.
Das scheint sich jetzt zu bestätigen. Entscheidend ist, was Moretti tat, als sie den Brand bemerkt hatte. Der Zeitpunkt ist 1:26 Uhr, als die Decke Feuer fing, wie Handy-Aufnahmen zeigen.
„Plötzlich hörte ich eine Bewegung in der Menge“, gibt der „Sonntags-Blick“ sie wieder. „Ich sah ein orangefarbenes Licht in der Nähe des Tresens. Ich rief: ‚Alle raus!‘“
Die Zeitung schreibt dann weiter: „Daraufhin verliess sie das Lokal über die Treppe durch den Haupteingang und wies den Sicherheitsmann an, alle Gäste hinauszubringen. Um 1.28 Uhr alarmierte sie die Feuerwehr.“
Der Türsteher starb in den Flammen – nachdem er viele Jugendliche gerettet hatte.
Der letzte Satz in der Zeitungs-Story passt nicht zu dem, was die Walliser Kantonspolizei am Katastrophen-Tag mitteilte.
„Gegen 01.30 Uhr wurde Rauch, der aus dem Lokal aufstieg, bemerkt. Eine Drittperson alarmierte daraufhin umgehend die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis.“
Wenige Minuten später seien die „ersten Polizeipatrouillen“ am Unglücksort eingetroffen, „gefolgt von einem umfangreichen Rettungsdispositiv“.
Somit drängt sich ein anderer Ablauf auf. Jessica Moretti erkannte den Brandausbruch im Keller sofort.
Im Unterschied zu ihrer Angestellten, die einen Helm trug, war ihre Sicht nicht eingeschränkt.
Die Bar-Besitzerin reagierte schnell. Sie war rund 50 Sekunden, nachdem die Sprühkerzen auf den Champagnerflaschen den Schaumstoff in Brand gesetzt hatten, auf der Strasse.
Das geht aus Videoaufnahmen hervor. Sie soll die Kasse mit den Einnahmen von der Silvesternacht mitgenommen haben.
Um 1:28 Uhr zückte Jessica Moretti ihr Handy. Sie rief ihren Ehemann Jacques an. Das ist erhärtet durch dessen Befragungen: Jacques Moretti hat die Aussage zu Protokoll gegeben.
Auf allen Handy-Videos und weiteren Aufzeichungen ist nichts davon zu sehen, dass die Constellation-Chefin in diesem entscheidenden Moment Massnahmen ergriffen hätte, damit sich Gäste retten konnten.
Die laute Musik im „Le Constellation“ lief weiter. Das führte dazu, dass von aussen Leute ins Lokal hineinwollten – sie dachten, es sei Partytime.
Dadurch kam es zum Stau beim Eingang in den Nightclub: Die drinnen, die nichts wie weg wollten, kamen nicht raus.
Jessica Moretti verschwand für mehrere Stunden. Er habe ihr gesagt, sie soll sich ums kleine Kind zu Hause kümmern, so Jacques Moretti gegenüber den Strafbehörden.

Der tauchte dann am Ort der Tragödie auf. Mit den Schlüsseln, darunter jener für eine Nottür im Kellergeschoss.
Hinter dieser fand er mehrere Verstorbene. Auch jene Barfrau lag dort leblos am Boden, welche den Brand vermutlich ausgelöst hatte.
Sie war auf den Schultern eines Kellners gesessen, hielt die Flaschen mit den Sprühkerzen zu nah an die Decke.
Den Helm, den sie dabei trug und der ihr die Sicht genommen hatte, habe sie auf Geheiss von Jessica Moretti getragen.
Die widerspricht gemäss „Sonntags-Blick“. „Das Team wollte für Stimmung sorgen, deshalb setzten sie die Helme auf.“
Die Staatsanwaltschaft Wallis hat die Handys von Jessica und Jacques Moretti nicht sofort beschlagnahmt, wie die „NZZ am Sonntag“ heute ausführt.
Die beiden hätten in den Stunden vor der Katastrophe auf ihren Mobil-Telefonen herumgetippt, „etwa um die Namen ihrer Mitarbeiter nachzuschauen“. Die Zeitung fährt fort:
„Offensichtlich enthalten die Telefone also relevante Informationen. Doch die Morettis dürfen ihre Handys am Ende der Befragung unbehelligt mit nach Hause nehmen. Die Geräte wurden weder eingezogen noch ihre Inhalte kopiert.“


Hinzu kommt: die französische Kellnerin mit dem Helm arbeitete schwarz und war wohl nicht die einzige im Le Constel. Jacques Moretti wurde 2016 wegen Schwarzarbeit bestraft. Brandschutzakten wurden von Gemeindeangestellten privat aufbewahrt. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungen schlampig durchgeführt. Fehler über Fehler!
Jeder dichtet noch was dazu am Stammtisch bei den Bierbrüdern, woher willst du den wissen ob die Kellnerin schwarz arbeitete?
… und der Bund hat noch immer nicht übernommen um wenigstens was bis jetzt noch nicht an Spuren vertuscht und “verloren” ist professionel und unabhängig zu untersuchen???
Viva la República bananera …!!!
@Dichter und Philosophen: das sagten ihre Eltern der Presse (u.a Welt.de). Sie wollte eine Vertrag, hat aber keinen erhalten.
Umso tragischer ist es, dass die – mittlerweile überall bekannt – heillos überforderte sog. „Generalstaatsanwältin“ Pilloud viele Tage völlig untätig war. Sie hätte mindestens die Morettis und den Gemeindepräsidenten von Crans-Montana sofort einbuchten müssen.
Sie hat die Gefahr rechtzeitige erkannt und die Gefahr des leicht brennbarem Kunststoff war ihr sicher auch bekannt – und ist geflohen.
Als Geschäftsführerin hatte sie auch den Schlüssel für die Nottüre.
Die Wallisser Staatsanwältin hat keine Autopsie veranlasst, die Mobiltelefone nicht sofort beschlagnahmt, der Gemeinde und den Morettis viel Zeit gelassen ihre Spuren zu verwischen.
In der NZZ am Sonntag hat es heute über die Versäumisse einen interessanten Berichte.
Das ist vermutlich deshalb so, weil es bisher keine konkreten Hinweise auf strafbares Verhalten der beiden gibt. Wir wissen, dass ein Brand stattgefunden hat, bei dem Menschen ums Leben kamen und verletzt wurden. Fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst? Die Person, die dafür zu machen wäre, ist selbst unter den Toten.
Welche brandrelevanten Delikte wollen Sie denn hier untersuchen?
News hier sind jetzt ein Zusammenschnitt von NZZ etc Sensationlüstern verpackt, sagt doch die Hauptprotagonistin im Sonntags Blick das Sie keine Kasse sah, trotzdem ist man sich nicht zu schade das bisher nie belegte Gerücht zu wiederholen
Ich glaube ohne Mithilfe der schweizer und vor allem der ausländischen Presse würde Frau Pilloud immernoch Interviews geben und den ehrhaften Geschäftsmann Morreti und seine Frau loben.
Leider sind unter den toten viele franzosen und italiener und dort liest man das Moretti ein Strohmann und Geldwäscher war und früh mit Prostitution in Berührung kam sogar in der Schweiz. Die hochkompetenten Oberstaatsanwältin Pilloud ist das nicht bewusst gewesen, Sie ermittelt nur die Brandursache und gegen Mitarbeiter die schuldhaft die Decke anzündeten.
Und sie ist noch immer nicht in Untersuchungshaft???
„Der Fisch stinkt vom Kopf“…das zieht sich in dieser Geschichte durch wie ein roter Faden. Nur werden die Fische immer grösser.
Erst war Moretti der Kopf, dann waren es die Gemeinde- und Kantonsoberhäupter.
Nun ist die Quotenstaatsanwältin der Kopf…und die Bundesregierung. Der penetrant faulige Geruch hängt nun über der ganzen Schweiz. Und alle hoffen, das sich der Gestank bald verflüchtigt.
Als Frau bin ich darauf konditioniert, zuerst an meine eigene Sicherheit, und dann auf die meiner eigenen Kinder zu denken. Die Gekdkasse ist Teil davon. Das ist bei Männern anders, deswegen ist es primär eine normale Reaktion die jetzt erst im Nachhinein negativ zu lesen ist.
Die arme Frau hat jetzt langsam genug gelitten. Es wird Zeit mit diesem Bashing aufzuhören. Bestimmt tut ihr heute alles furchtbar leid würde sie es beim nächsten Mal anders machen!
Ja, sie ist das eigentliche Opfer hier! Alle diese Verdächtigungen, dabei hat sie von Anfang an nur geholfen.
Es ist wie der Kapitän der Concordia der früh das Schiff verlässt.
Frau Moretti hätte ihre Mitarbeiter anweisen, instruieren sollen Feuerlöscher an, Musik aus, Ruhe bewahren langsam raus. Fluchtwege öffnen und die Seitenausgänge.
Die Feuerwehr war gar nicht so wichtig,die konnten wenig anrichten in diesen wichtigen Minuten.
Jede Schule übt solche Verhaltensweisen im Feueralarm.
Wir hätten dann 90% der jungen Menschen retten können.
Wie tragisch, mein Beileid weiterhin und solidarität mit den Verletzen und Familie.
Sehr interessant. In einer NCIS-Folge würde man hier jetzt wohl vermuten, hier hätte ab Sekunde 1 Verdunkelung stattgefunden, und würde in einer Autopsie der Barfrau feststellen, ob die wirklich am Brand gestorben ist.
Aber hier sind wir im richtigen Leben in der Schweiz, wo alles viel klarer und einfacher ist, niemand kriminell ist und niemand Schuld an gar nichts hat. Es war einfach nur ein Unglück!
Bin sicher dass es in dem Haus spuken wird. Wenn es das nicht schon seit jahren tat.
Lächerlicher Bericht!
Es ist sehr bedenklich wenn ich hier die Kommentare lese, soviel Inkompetenz, Frustration Unwissenheit ist schon fasst beängstigend. Habt ihr noch nicht bemerkt das es dem Lukas Hässig nur drum geht, dass möglichst viele seinen Artikel anklicken? So wird er ja auch gemessen. Wahrheit, Regere sind da zweitrangig… zum Glück sind der Rest der über 8 Mio. Einwöhner in der Schweiz intelligent genug es korrekt einzuordnen. Also seht euch eure paar Daumen an die ihr erhalten habt. Eure Kommentare sind irrelevant und ergeben nur ein müdes Lächeln und Kopschütteln.
Run baby Run – Moretti 1st.
Anstatt den Feuerlöscher zu bedienen.
Und neu is auch noch „ein kleines Kind zu Hause“ ?
Keine Nanny??
Warum hätten die Walliser Polizei und Justiz das Telefon des einstigen Zuhälters nicht zumindest kopieren wollen?
„Die Zeit, die alles sieht, enthüllt letztlich Alles.“
– Sophokles