Die Fürsten der Regiobank Männedorf wollten unbedingt unter die Bettdecke der Acrevis schlüpfen.
Dabei haust die im fernen St.Gallen, während eine andere Regionalbank, die Avera, ihren Sitz in der Zürcher Nachbarschaft hat.
Doch die Männedorfer Chefs wollten sich auf keinen Fall der Avera an den Hals schmeissen, als sie nicht mehr weiterwussten.
Statt dessen mandatierten sie den bekannten Unternehmensberater Thomas Vettiger mit der Suche nach einer Interessentin.

Vettiger ging pflichtbewusst auch auf die Avera zu; alles andere wäre ein Affront gewesen.
Doch er nannte den Avera-Chefs gegenüber keinen Namen. Die wussten nur, dass irgendeine Bank zum Verkauf stünde.
Nicht, dass es sich um die Männedorfer Regiobank handeln würde. Hätten sie das geahnt, hätten sie selbstverständlich ein Angebot unterbreitet.
Die Regiobank Männedorf ist zwar in die roten Zahlen abgerutscht, doch ihr Publikum im bekannten, rechten Seeufer-Dorf ist vielversprechend.
„Bei einer Unternehmenstransaktion werden in einer ersten Phase nie Namen genannt“, sagt Vettiger.
„Dies geschieht erst im Anschluss an die Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung.“

Die Männerdorfer erhielten von den St.Galler Acrevis die Garantie, ihren Job behalten zu dürfen.
Dafür schaut der Aktionär in die Röhre. Nur 60 Prozent des Buchwerts zahlen die Ostschweizer.
„80 bis 90 Prozent lägen locker drin“, sagt ein Beobachter.
Die Nachbarbank Avera könnte an der entscheidenden Aktionärsversammlung in 3 Wochen den Männedorfern Bankbesitzern eine Gegenofferte unterbreiten.
Auf entsprechende Fragen hält sie sich bedeckt. „Wir verfolgen die Geschäftspolitik, interne Vorgänge und Sachverhalte nicht öffentlich zu kommentieren“, sagtr eine Sprecherin.
„Danke für Ihr Verständnis, dass wir darum zu Ihren Fragen keine Stellung nehmen.“ Ein Dementi klingt anders.
Natürlich wäre die Avera die ideale Käuferin. Da muss man nur mal auf die Karte schauen. Ist auch praktisch gleiche Grösse wie die acrevis.
Es wäre auch eine starke Logik, sie haben ihre 25% an der ZLB verkauft, das heisst Geld wäre sicher da.
Wenn sie nur ein bisschen mehr bieten (z.B. 70-80% des Buchwerts), dann würden sie sich auch einen enormen Goodwill bei den Kunden / Aktionären schaffen, das wäre die ideale Voraussetzung für einen Angriff auf die obere Goldküste.
Haben sie ein kleines bisschen Mut, Herr Wegmann!
Avera Kedavra.
Es braucht nur ein bisschen Unternehmergeist!
Also als Aktionärin würde ich das sehr begrüssen!
Im Dorf würden wir die Avera (schon in Küsnacht) mit offenen Armen empfangen!
Die Beschäftigungsgarantie braucht es nicht, ich will die eh nicht mehr sehen.
So ein unfähiger CEO MUSS schnellstmöglichst ersetzt werden, wenn er schon nicht den Anstand hat sofort zurückzutreten.
Hört auf Mini Crash Banken zu kaufen. Die werden durch den Verkauf nicht besser. Und die Kunden dieser Banken sowie das Personal sind meist das Investment nicht wert.
…wenn der Herr Palfner das sagt…?!
Tja… 🙂
Schreibt jemand, der wohl wirklich weit weit von der regionalen Goldküstenrealität ist.
Die Bank wurde dermassen in den Boden gewirtschaftet, da sollte man die Finger davon lassen.
Im Boomenden Männedorfer Markt eine Bank dermassen zu ruinieren, das muss man zuerst mal erreichen. In so einem Mark kann man eigentlich nichts falsch machen.
Wenn man die Mitarbeiter nicht übernimmt, bzw. rasch abbaut, dann rechnet sich das am Tag 1.
In einem Markt wie Männedorf ist der Erfolg garantiert, wenn man sich nicht wirklich saublöd anstellt.
Die abgehalfterten Bänkster: Hold my beer!
Es ist auch eine Leistung, negativ,aber immerhin eine Leistung.
Sorry, liebe Averra, wenn ihr ein Asset wollt (wie im Finews Artikel von letzter Woche gesagt), dann müsst ihr es einfach klar und deutlich sagen und ein Offer abgeben (meinetwegen unter Vorbehalt einer DD – wobei, was soll es da schon grosses geben?).
Mehr machen, weniger labern.
Objekt unter den Nagel reissen und Laden schliessen.
Absolut einverstanden.
So eine desaströse Bank sollte man nicht übernehmen.
Oje, ein ehemaliger Autoverkäufer …
Ist das die ehemalige Gewerbebank Männedorf oder die Sparkasse?
Ja, das waren noch Zeiten, so in den späten 70er des letzten Jahrtausends, als Stift auf der ZKB….
T’ja, so vergeht die Zeit.
Und an alle die jetzt wieder nur „…eh nimm Deine Tabletten Alter“ schreiben: freut euch. In ein paar Jährchen seit ihr die Alten….
Ich biete 2 Franken für die Bank. Bietet jemand mehr?
5.–
Sogar jetzt ist diese Bank garantiert mehr Wert als das läppische Angebot von Acrevis.
Allein schon der Zugang zu diesem Traum-Markt ist eine Menge wert. Wie lange müsste man denn mit einer neuen Filiale kämpfen, bis man so viele Kunden gewonnen hat?
Die Avera muss nur ein bisschen mehr bezahlen, dann kriegt sie die Bank.
Wenn der CEO einer solchen Minimini-Bank ein Verkaufsmandat extern vergibt, anstatt selber in den Lead zu gehen, dann unterschreibt er damit definitiv seine eigene Unfähigkeit als CEO.
Ich war selber mal in eine solche Transaktion in der Regionalbanken-Szene involviert, als Verwaltungsrat.
Das ist völlig unüblich. Man kennt sich ja. Es gibt dann immer vielleicht 2-3 Käufer. Mit denen verhandelt man – direkt und transparent. Am Ende steht ein Preis, der fair ist. Der Käufer will ja auch die Aktionäre (die gleichzeitig die besten Kunden sind) halten.
40% Abschlag zum Buchwert ist viel zu hoch. Die meisten Retailbanken notieren um die 100% herum (wie auch die Acrevis).
Hoffen wir, dass die Bank Avera Genossenschaft nun auch wirklich ein Gebot abgibt.
Die Bezeichnung „Regiobank“ für dieses „Bänkli“ scheint mir etwas hoch gegriffen –
Hochinteressant. Also hätte es finanziell bessere Lösungen gegeben.
Damit gibt es einen Schaden.
Wenn die jetzt nicht sofort mit der Bank Avera Kontakt aufnehmen, dann wird es garantiert eine Klage geben gegen den VR. Es ist logisch, dass es keine Décharge geben wird.
Dann können die Damen und Herren Verwaltungsräte uns die Differenz vollumfänglich und solidarisch bezahlen.
Und wenn das Geld nicht fliesst, dann gibts halt Privatkonkurse.
Wenn die Bank Avera ein Angebot abgegeben hätte, dann um die RBM und ihre Kunden vor einem Desaster zu bewahren. Selbst zum aktuellen Preis, ist das kein gutes Geschäft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bank Avera um diese Übernahme kämpft. Die sind froh, dass sich nun jemand anderes damit herumschlagen muss.
Haben Sie den Abschluss gelesen? Kennen Sie den Markt Männedorf? Das ist eine eigentliche Boomtown, wo die Immobilienpreise in den letzten Jahren explodiert sind.
Da ist das Risiko von nennenswerten Kreditverlusten gleich Null.
Das Problem ist einzig das heutige Management. Und das braucht man ja wirklich nicht mehr.
Sie verkennen die Integrationskosten auf IT-Seite welche eine solche Übernahme auslöst. Für das kleine Business Volumen lohnt sich dieser Aufwand kaum. Eine Avera kann den Markt am See auch ohne das bearbeiten, die sind ja auch in Küsnacht präsent.
@@Regus
Das ist sicher ein Faktor. Migrationen zwischen Finnova-Towers sind nicht trivial.
Aber das ist eine Fähigkeit, die man als grosse und ambitionierte Regionalbank beherrschen sollte. Vor allem, wenn man etwas weiter denkt. In der Umgebung der Avera gibt es einige Banken, die plötzlich interessant werden könnten.
Und vergessen Sie bitte nicht, wie schwierig Kundenakquisition ohne eine Basis ist. Wenn man schon mal mit 600 Mio. Volumen (Einlagen und Hypotheken) startet, dann läuft es viel leichter als mit 0.
Männedorf ist ja nun gerettet. Mir wäre es lieber, wenn die Bank Avera die Bank Zimmerberg übernimmt, bevor die ganz abstürzen. Dann wäre bei den zürcher Regionalbanken wieder Ruhe.
Nicht lange rumeiern, liebe Avera!
Sagt einfach: „Wir bieten 6’000 Fr. pro Aktie. Cash.“
Und dann einmal bequem zurücklehnen. Gibt immer noch einen fetten Bewertungsgewinn und ist ein Schnäppchen.
Es ist wie wenn man ein Girl im Ausgang abschleppen will: Wer was will, der muss das auch klar und deutlich sagen. Von selber kommt nichts.
Lieber Marktkenner, deine Idee CHF 6’000 Cash pro Aktie – sorry – wäre das Dümmste 😥.
Bei einem Grenzsteuersatz von 25% bis 30% erhältst du netto nach Steuer nur CHF 4’500 bis CHF 4’200 je Aktie.
Die verkaufte Sparkasse Küsnacht war das beste Beispiel. Frag auch einmal das Claretta Aktionariat.
Als Aktionär von beiden Firmen weiss ich, wie hoch die Steuerbelastung war. Es gibt bessere Lösungen.
Mitleid ist gänzlich fehl am Platz!
Die Geschäftsleitung hat verpatzt,
Ausser dicken Löhnen abkassiert:
Ist bei diesem Laden nichts passiert.
ORF
Auf dem Papier gilt die Acrevis als kerngesunde Regionalbank. In der Realität besteht sie jedoch zu einem grossen Teil aus klassischem St.Galler Filz. Am Zürichsee hingegen war das Engagement der Ostschweizer bisher eher ein Trauerspiel.
Dass die Region überhaupt überlebt hat, verdankt sie weniger einer starken Bankstrategie als vielmehr dem Zutun eines regionalen Bau-Grossunternehmers. Der durfte dafür den Ruhm eines Verwaltungsratssitzes geniessen – ein Amt, das später gleich in der Familie weitergereicht wurde.
Der geplante Kauf der Regiobank Männedorf wirkt deshalb wie der nächste Versuc