Thomas Villiger, FDP, KV-Ausbildung, Aufstieg zum hohen Kadermann der UBS – und jetzt gewählter Richter im Glarus.
Ein Aufstieg wie aus dem Bilderbuch, mit Krönung an der jüngsten Landsgemeinde im Zigerschlitz.
Doch jetzt braut sich Ungemach über Villigers Kopf zusammen. Er hat eine Untersuchung der Behörden am Hals – also aus jenem staatlichen Lager, zu dem er als Richter selber gehören will.
Villiger soll die Glarner Bürger getäuscht haben. Er sei schon lange kein richtiger Executive Director der UBS mehr, sondern befinde sich auf deren Abstellgleis.
Im Coach-Programm, wo die Bank ihren Abgehalfterten ein paar Schonmonate gewährt, bevor sie diese endgültig auf die Strasse stellt.
Der Limbo des Finanztankers.
Druck auf Villiger macht eine Politikerin, die selber gerne zur Richterin gekürt worden wäre, dann aber gegen den Widersacher chancenlos war.
Villiger habe sich im Vorfeld seiner Wahl stets als „Executive Director der UBS“ präsentiert, schreibt sie in ihrer „Stimmrechtsbeschwerde“ von Anfang Mai.
„Nach meinen Kenntnissen entspricht diese Darstellung nicht den tatsächlichen Verhältnissen“, so die Frau, die ebenfalls der Glarner FDP angehört.
Der Banker befände sich „mutmasslich seit längerer Zeit nicht in einer entsprechenden aktiven Funktion“, führt die Konkurrentin aus, vielmehr würde er sich wohl „in einem Sozialprogramm bzw. ohne operative Funktion“ befinden.
Sie vermute bei ihm ein „Garden Leave/Freistellung“.
Die höchste Exekutiv-Instanz im kleinen Kanton, „Landammann Dr. Markus Heer“, würde sich der Sache annehmen, liess der Rechtsdienst des Kantons Glarus die Protestierende wissen.
Der Chef sei für die „Antragstellung an den Regierungsrat“ zuständig. Der entscheide dann.
Der UBS-Banker, der aufs Karriereende hin derart gerne Richter würde, hatte bis letzten Donnerstag Zeit, Stellung zu nehmen.
Kurz nach seiner Wahl Sonntag, dem 3. Mai, hatte er das bereits über seine sozialen Kanäle getan. Da postete Richter in spe Villiger einen Ausriss aus dem lokalen Medien-Platzhirschen Südostschweiz.
Villigers Nebenbuhlerin habe rund um ihre eigene Kandidatur mehrere Volten aufgeführt; sie habe „selber nicht genau gewusst, was sie will“, so die Zeitung.
Unter den hochgeladenen Ausriss schrieb UBS-Mann Villiger sodann: „Kleine Lektion in ‚How not to do it‘. Sorry, mate“.
Da gingen die Zügel mit dem in der angelächsisch geprägten Grossbanken-Welt Villiger durch. Hämisch im ton.
Vor allem zeigte der 59-jährige erstaunlich wenig Flair dafür, was einen Richter auszeichnet: Alle Seiten anhören, still anaylsieren, urteilen. Mit seinem „Shoot First, Ask Later“ hat er statt dessen erst recht Öl ins Feuer gegossen.



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UBS im Lebenslauf. Und Richter geworden?
Seriös ist anders.
Gibt es in Glarus keine Zeitung Leser?
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Das wird im Sand verlaufen Glarus ist der grösse Säuhäfeli Verein der Welt, da ist Behördenfilz im Quadrat. Die Untersuchung macht man nur als Alibi Übung ich wette heute schon die Untersuchung Ergebnislos verlaufen wird
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Kann es in Glarus schlimmer sein als im Wallis?
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Ja umso kleiner umso schlimmer Glarus hat 30k Einwohner
Richter wird man nicht aufgrund der Kompetenz, Integrität und Loylität.
Richter wird man aufgrund der Parteizugehörigkeit.
Das System der „Wahl“ dazu, dient lediglich einer „demokratischen“ Legitimierung.
Und Linkedin ist nun wirklich kein belastbares Zeugnis der eigenen Fähigkeiten.
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Offiziell war er noch angestellt, versichert und bezahlt.
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Genau So.
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Die Offenlegung sämtlicher Tricksereien von vermeintlich „Erfolgreichen“ würde Politik und Wirtschaft ziemlich leer fegen.
Wenn Villiger den Titel ED bei der UBS hat, dann hat er diesen auch (noch) während dem Garden Leave, welcher ein aktives Arbeitsverhältnis voraussetzt.
Tragischer erachte ich den Umstand, dass eine Person mit derartigen Qualifikationen zum Milizrichter ernannt wird. Wo bitte sind da die erforderlichen Qualifikationen erkennbar (vgl. gerne auch LI-Profil)?
Fachlich und charakterlich fragwürdig, jedoch als Milizrichter tätig.
Quo vadis, Helveticum?
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Frei gestellte, abgehalfterte UBS – Banker ohne Zahl schlüpfen in naher Zukunft mal hier, mal dort unter die Fittiche eines staatlichen Arbeitgebers.
Visitenkarten-Tausch?
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Reichet mir den Hammer, der „König“ möchte richten.
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Ewig kann der Mann nicht im Froschteich der UBS quaken, er braucht einen neuen Job ausserhalb der UBS. Richter im Zigerschlitz ist doch passend und die GlarnerInnen wissen doch das sich Banker immer etwas aufblähen, wie der Frosch!
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im Kanton Zürich wählt ein Bezirksrat die Bezirks-Richter. Wahlvorschläge werden ausgeschrieben und hernach als Stille Wahl bestätigt. Ein Mitwirken des Souveräns ist nicht möglich. Erinnert alles an Säuhäfeli – Säudeckeli oder an einen asiatischen Staat
Eigentlich ja ein Gewinn für Glarus. So spart man sich die Sozialgelder.
Selber mal in einer Gemeinde erlebt, dass die Parteien sich auf einen Kandidaten für ein lukratives Amt geeinigt haben „weil man ihn ja sonst auch durchfüttern müsste“
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🤑
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Die Glarner scheinen aktuell ein erstaunliches Vertrauen in Lebensläufe zu haben. Erst der frisch gewählte Richter mit offenbar kreativ auslegbarer UBS-Karriere und nun verpflichtet man auch noch die ehemalige Gemeindeschreiberin von Erlenbach für die Leitung der Hauptabteilung Justiz.
Offenbar ist Due Diligence derzeit nicht die Kernkompetenz des Kantons Glarus.
Vielleicht hätte man vor gewissen Ernennungen nicht nur die Diplome, sondern auch einmal die operative Bilanz und das politische Umfeld anschauen sollen. In Erlenbach gäbe es dazu durchaus Anschauungsmaterial.
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Ein ED einer Grossbank setzt Charakterzüge und einen Mindset voraus, die mit einem Richtermandat unverbeinbar sind.
Möge die Glarner Bevölkerung verschont bleiben.
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Hätte er „Executive Director UBS / Garden Leave“ schreiben müssen? Wohl kaum.
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Tja, halt eben FDP. Diese Partei ist so überflüssige wie ein Furunkel am A…. .
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Welche seiner (angeblichen) Tätigkeiten oder Ausbildungen qualifiziert ihn überhaupt als Richter?