Vor einem Jahr kam hier die erste Story zur Finanzboutique aus dem Schweizer Seeland.
„Haute Capital Partners: Hochglanz mit Fragezeichen“ lautete der Titel.
Der Artikel machte die Runde. Heute erhält die Geschichte dramatische Aktualität.
Le Temps berichtet, dass die Finma bei Haute Capital Partners Abklärungen eingeleitet hat, weitere Medien folgten.
Der Bieler Vermögensverwalter steht über Nacht im grellen Licht der Öffentlichkeit, gleich wie sein Engagement als Hauptsponsor des FC Biel.
Wenige Wochen nach Veröffentlichung des Ur-Artikels war auf Tumblr plötzlich eine Kopie des Beitrags aufgetaucht.
Der Text war identisch. Der einzige Unterschied lag im Datum.
Während der Artikel auf Inside Paradeplatz am 17. August erschien, wurde die Tumblr-Version auf den 16. August datiert – genau einen Tag früher.
Auf Tumblr lässt sich das Veröffentlichungsdatum jedoch ohne grossen Aufwand ändern.
Kurz darauf begann eine bemerkenswerte Kampagne.
Unbekannte Schattenmänner behaupteten gegenüber Dienstleistern und Hosting-Anbietern, nicht Inside Paradeplatz, sondern das anonyme Tumblr-Profil sei der wahre Urheber des Artikels.
Es folgten Copyright-Beschwerden, Löschforderungen und Drohungen mit Konsequenzen für die technische Infrastruktur von IP.
Plötzlich stand nicht mehr die Recherche im Zentrum. Sondern die Behauptung, das Original sei die Kopie und die Kopie das Original.
Dem Hosting-Anbieter wurde eine angebliche Urheberrechtsverletzung gemeldet. Die Uhr begann zu ticken.
Für eine Reaktion blieben 24 Stunden, andernfalls drohte im schlimmsten Fall die Sperrung der Seite.
Mit anderen Worten: Ein kritischer Bericht sollte verschwinden.
Wer hinter den Beschwerden stand, ist bis heute unbekannt. Die Meldungen kamen aus dem Ausland, die Absender blieben anonym, und jede Spur verlor sich im Nichts.
IP konfrontierte damals Haute Capital Partners mit den Vorgängen. Das Unternehmen bestritt jede Beteiligung.
Heute stellen sich neue Fragen. Haute Capital Partners ist ins Visier des Watchdogs geraten.
Ins Auge sticht ein Mann: Marcel Aellen. Der war lange in der obersten Führung der Finanzmarktaufsicht, sprich jenes „Polizisten“, der jetzt bei der Haute Capital jedes Blatt umdreht.
Aellen gibt auf dem Schweizer Finanzplatz mehr zu reden als jeder andere einstige Top-Banken-Funktionär. Er sass nämlich auch bei der MBaer Merchant Bank in Zürich auf dem Präsidentthron.
Dieser zog die Finma vor kurzem den Stecker. Die Bank hatte unter Aellen sanktionierte Russen aufgenommen.
Aellen ist jetzt weg – bei der MBaer und auch bei der Haute Capital. „In den Ruhestand“, wie es offiziell heisst.

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Die ganzen Finanzbuden kochen auch nur mit Wasser.
Hochglanzprospekte. Viel blabla.
Dank des Internets sind die Informationen frei zugänglich. Und die ganzen (teuren) Finanzbuden sind überflüssig wie Winterkleider in Thailand.
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Wenn die Finma endlich mal aktiv wird, gibts nichts mehr zu schützen sondern im besten Falle noch die Scherben aufzuräumen. Unsere Auffsicht ist völlig aus der Spur, belästigt kleine während die grossen Schalten und walten können wie Sie wollen.
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Und Haute Capital Partner ist nun ein kleiner, der zu Unrecht angegangen wird??
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Ja die Finma! Der Zusamnenbruch der UBS 2007/2008 und die Ausplünderung mit anschliessendem Bankrott der Credit Suisse haben sie verpennt!
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Die Finma ist schon lange weltfremd, langsam, mutlos und weisungsorientiert. Sie ist Mitschuld dass die Schweizer Banken einen schlechten Ruf haben. Sogar in der Schweiz wird es im „normalo-Bereich“ immer schlimmer: Die FINMA-Tragbarkeitsregeln für Hypos, die aus der Zeit kommen, als es nur variable Hypos gab. Gewisse Banken kündigen jetzt Rentnern wegen diesen Regeln – obwohl sie tiefe Belehnungen haben und zehnjährigen Hypos zu festen Sätzen. Weil sie kein Einkommen mehr haben ausser der AHV…
Ja die FINMA. Die haben sowas von Biss. Aber nur bei kleinen Vermögensberatern.
Vor den grossen mit Ihren Hundertschaften von Anwälten ziehen sie den Schwanz ein.
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Aber nur, weil die politische Kaste das genau so haben will. Die Finma soll eine zahnlose Aufsichtsbehörde sein, so wie die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) des Bundes.
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IP f… alle ob gross oder klein!
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„…Dem Hosting-Anbieter wurde eine angebliche Urheberrechtsverletzung gemeldet. Die Uhr begann zu ticken…“
Na und?
Ist der Hosting-Anbieter neuerdings der Rechts-Staat?
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Die Finma kommt eh immer zu spät. Aber für die Eröffnung eines Vorsorgekonto (Säule 3a) muss ein 5-seitiger Report zum Kunden, dessen Kenntnisse und Erfahrungen und, ganz wichtig, der Geldherkunft geschrieben werden. Und wenn man fragt, wozu das gut sein soll, erhält man von der Compliance-Abteilung die Antwort: nicht hinterfragen, das kommt von der Finma. Wenn wir eine Baufirma wären (nicht eine Bank) nicht entsprechend sehr tiefen Margen, wären wir vor lauter zu Tode dokumentieren längst pleite gegangen. Aber dafür wäre alles korrekt dokumentiert gewesen. Und das ist ja entscheidend.
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Schikane im Kleinen für Toleranz im Grossen.
Routine geht vor Ausgefallenem.
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Komisch… auf der FINMA Warnliste finde ich zu dieser Gesellschaft nichts.
https://www.finma.ch/en/finma-public/warnungen/warning-list/
Vielleicht sollte man dort recherchieren wo es wirklich etwas zu recherchieren gibt, statt immer wieder auf einem kleinen Vermögensverwalter aus dem Kanton Bern herumzureiten. Aber das verkauft sich vermutlich besser..dem Kanton Bern interessiert.
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es heisst „IP hätte in DIE Knie gehen sollen“
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Der Aktienkurs von Haute Capital ist von 170 auf 56 abgetaucht. Der Markt wittert offenbar Ungemach!
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Wie schon so oft: wenn der Schweizer Bankenpolizist mal – nach langem hin und her und viel, viel Abwägung – beschliesst, sich die Sache etwas genauer anzuschauen, ist der Zug schon längst abgefahren, resp. der Schaden angerichtet, resp. die verantwortlichen Personen bereits „im Ruhestand“. Mir nämets äbe gmütlicher bi euis dehei z’Bärn !“
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Auf die Polizei gehen und Verleumdung anzeigen. Und ja, falls der Hoster aufgrund einer anonymen Meldung löscht, dann kann eh auch Regress genommen werden. Einfach klar machen.
Zweitens: Ihr Kontrahent hätte lieber gleich DMCA complaints bei google durchgesetzt. Da wären Sie scheinbar hoffnungslos ausgeliefert gewesen und Ihr Blog wäre gleich aus Google gelöscht worden. Irgendwie machen Sie mir den Anschein, als wären Sie naiv.
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Komisch.. auf der FINMA Warnliste finde ich zu dieser Gesellschaft nichts.
Vielleicht sollte man dort recherchieren wo es wirklich etwas zu recherchieren gibt, statt immer wieder auf einem kleinen Vermögensverwalter aus dem Kanton Bern herumzureiten. Aber das verkauft sich vermutlich besser…
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Irgendwann wird es zu wenige Laternen haben.
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„IP hätte in Knie gehen sollen“. In die Knie oder in den Knie?