Beat Barthold war als Anwalt die zentrale Figur in der Causa Vincenz und Stocker. Er vertrat deren geheimes Vehikel nach aussen, mit dem die zwei einstigen Spitzen-Manager versteckt investierten.
Zum Nachteil ihrer Arbeitgeber.
Barthold akzeptierte seine Mitschuld und kam mit einem Strafbefehl davon. Die Zürcher Anwaltskammer schloss ihn aus ihren Reihen aus.
Jetzt liegt eine neue Strafanzeige gegen Barthold auf dem Tisch der Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis in ihrem Ableger in Horgen.
Ebenfalls Vorwürfe erhoben werden gegen Andrea Rytz. Die Managerin leitete neun Jahre lang die bekannte Orthopädie-Klinik Schulthess im Zürcher Balgrist-Medizin-Campus.

Vor kurzem wechselte sie den Job. Neu ist Rytz CEO des Zentrums für Zahnmedizin, das zur Universität Zürich gehört.
Dieses ist in den letzten Jahren wiederholt in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen hoher Rechnungen der Chef-Zahnärzte, die Patienten in ihrer Privatpraxis behandelten.
Barthold sitzt seit 2008 zuoberst in der Wilhelm Schulthess-Stiftung, welche „ein orthopädisches Heil- und Erziehungsinstitut zu betreiben“ als Zweck angibt.
Der Jurist gehört dem Stiftungsrat an, der von Zürcher Grössen dominiert wird. Präsident ist Peter Bodmer, der vom Kanton Zürich die grössten Bauvorhaben wie das neue Unispital anvertraut erhält.
Mit Hans Syz sitzt ein bekannten Privatbanker auf dem Vize-Stuhl der Schulthess, der zu den grossen Förderern der Zürcher Tonhalle gehört und im Filmbusiness eine wichtige Rolle spielt.

Ob es sich bei der Strafanzeige um die Schulthess-Klinik handelt, ist nicht klar. Die Vorwürfe gegen Barthold, Rytz und weitere betreffen Veruntreuung und Urkundenfälschung.
Tatzeitpunkt ist laut einer Quelle Ende 2024 bis Februar 2025.
Es gilt Unschuldsvermutung.
„Wir können den Eingang einer entsprechenden Anzeige bestätigen“, sagt ein Sprecher der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft auf Anfrage. „Diese befindet sich in Prüfung.“
Damit ist noch nicht klar, ob die Staatsanwaltschaft tatsächlich ein Strafverfahren gegen die beiden Angezeigten eröffnen wird. Sie kann auch beschliessen, dass kein genügend harter Anfangsverdacht bestehe.
Was macht jetzt der Pierin eigentlich so? Die AHV und Pension wird ihm ja kaum als Portokasse reichen…
Wusste gar nicht, dass man so viele Titel wie die Zahndirektorin (nicht die CEO) da haben kann.
Ihre Visitenkarte muss wohl DIN-A4 Format haben oder aufgerollt werden.
Da ist die Grenze der Lächerlichkeit weit überschritten. Und die merkt das nicht mal…
Wo es Geld hat, hat es Hände.
Ist kein Vorwurf. Der Mensch ist bei Finanzfragen oft grenzdebil veranlagt. Besonders wenn die Finanzen nicht seine sind.
Barthold ist übrigens seit einiger Zeit wieder als Anwalt zugelassen gemäss Anwaltsregister ZH. Also kein längerer Ausschluss nötg gemäss Aufsichtskommission.
Veruntreuung und Urkundenfälschung in der Schweiz?
Als ich das gelesen habe ist mir glatt mein Monokel in den Kaffee gestürzt!
Als FDP Grossrat, dipl. Betriebsökonom und Immobilienbewirtschafter kann ich erfahrungsgemäss mitteilen, dass solche Anzeigen regelmässig ins Leere verlaufen.
Es ist noch alles zu beweisen und dieser Artikel auch vorerst unglaubwürdig. Querulanten gibt es immer, die meinen sie könnten mit Strafanzeigen etwas erreichen.
In einem liberalen Land sind „hoher Rechnungen der Chef-Zahnärzte, die Patienten in ihrer Privatpraxis behandelten“ privatsache des Unternehmers. Wir haben glücklicherweise Konkurrenz und der Kunde kann woanders hingehen wenn es ihm nicht gefällt.
Der ‚Pierin Anwalt‘, Spitalditektorin und Hans Syz, der Besitzer der Krypto Bank. Ein Sittenbild der Schweiz.
Hans Syz ist nicht mehr im Stiftungsrat der Schulthess Stiftung.
Mafia-Jäger Roberto Saviano hat sich mittlerweile zu Crans-Montana geäussert: „Mafia-Bar!“
Was Roberto Saviano wohl zum im Artikel erwähnten Fall mit Bezug zum Gesundheitswesen sagen würde? Oder zum Maisano-Skandal am USZ?
Vielleicht kann Roberto Saviano mal einen Artikel diesbezüglich für IP schreiben? Wäre sehr interessant, die Meinung eines OK-Experten zu hören!
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