Der Aktionärsbindungs-Vertrag der Vontobel-Familie ist soeben verlängert worden. Die Befürworter einer nächsten Stillhalte-Ära haben sich im Pool durchgesetzt.
Allen voran der Patron der Sippe, Hans-Dieter Vontobel. Dieser wird heuer 82 Jahre alt.
Er ist der Sohn von Hans Vontobel, der die Bank Vontobel gross gemacht hatte und vor 10 Jahren verstorben war – mit 99.
Filius Hans-Dieter gehört zur dritten Generation. Er kontrolliert das grösste Vontobel-Aktienpaket. Der Titel hat in den letzten fünf Jahren null Fortschritt an der Börse gemacht.
Dies in einer Zeit, in der viele andere Aktien keine Grenzen beim Steigen kannten.

Hans-Dieter Vontobel konnte die grösste Widersacherin im Pool, seine Schwester, dazu bringen, ein weiteres Mal stillzuhalten. Für die nächsten 6 Jahre hält damit der Vontobel-Familien-Pool.
Ein Sprecher der Bank wollte gestern auf Anfrage nichts sagen. „Wir kommentieren dies nicht“, meinte er.
Der Pool wird sich mit der erneuten Abmachung frühestens im 2032 auflösen. Dannzumal wird Hans-Dieter Vontobel 88 Jahre alt sein.

Vontobel hat keine Nachkommen. Die grosse Hoffnungsträgerin ist seine Nichte Maja Baumann, eine Juristin, die bereits seit einiger Zeit im VR der Bank Vontobel sitzt.
Baumann soll neue Vizepräsidentin des Finanzhauses werden. Am liebsten unter einem neuen Präsidenten.
Der jetzige, Andreas Utermann, hat bei mehreren Familien-Aktionären seinen Kredit verspielt. Ihm werden seine langen Abwesenheiten – er lebt in London – und sein häufiges Einmischen ins Operative vorgeworfen.

Utermann könnte durch Zeno Staub ersetzt werden. Der Ex-CEO sitzt bereits als Mitglied im VR der Bank, zuvor war er lange deren Steuermann.
Nicht alle würde das happy machen. Unter Staubs CEO-Führung war die Vontobel zuletzt aus dem Lot geraten. Staub hatte die drei historisch gewachsenen Bereiche zerschlagen.
Seine „One Vontobel“ führte zu einem dramatischen Kosten-Schlendrian, den seinen Nachfolger jetzt in zäher Arbeit korrigieren müssen.
Die Familienmitglieder zeigten sich am Ende vor allem an weiteren Jahren mit hohen Dividenden interessiert. Was danach kommt, lassen sie in den Sternen stehen.
Laut einem Beobachter hat die Vontobel-Familie mit dem Verlängern ihres Aktionärs-Bindungsvertrags die letzte Chance auf eine selbst gewählte Zukunft verpasst.
„2032 wird Vontobel zur Beute eines grösseren Konkurrenten“, ist er überzeugt. Aus der Bank heraus tönt es anders. Die verlängerte Kontrolle durch die Familie stärke die „Unabhängigkeit“, heisst es von dort.
Also solange bis der Alte stirbt. Was absehbar ist. Dann wird die Bude verkauft.
Du Nullnummer, neu kommentieren aber selbst nichts bewegen!
Ihr Schreibstil hat sehr viel Luft nach oben. Wiederspiegelt der Ihr Wesen?
Wenn Vontobel die nächsten 6 Jahre so weitermacht, dann löst sich diese bis dahin sowieso auf. Sie wird skelettiert und verscherbelt, Name bleibt (vielleicht ) noch auf Papier bestehen, vielleicht will man das ja so
Wo ist eigentlich Zeno?
Montags haben die Coiffeure doch geschlossen…
Also, unser 🐶 Hundecoiffeur hätte heute geöffnet!
Zeno Staub ist nicht geeignet als VRP bei Vontobel. Der Georg Schubiger
soll den Laden als CEO allein führen. Und die oberschlaue Frau Rendu de
Lint sollte man entlassen. Dann wird vieles einfacher bei der Bank.
Letztes Zucken einer totgeweihten Bank. Maja hockt in irgendwelche Komitees, aber hat keinen Impact. Das ganze Schlamassel geht auf Zeno zurück. All die schwachen Manager kamen zu seiner Zeit. Die guten Manager wurden vertrieben. Utermann hatte null Impact. Und nun soll es Zeno richten. Viel Glück.
ist bereits ausgeführt! 2032 das ich nich Lache! Vonti isch vo dir und tschüss, der nächste bitte!
Ist ja logisch: die Familie bekommt den besten Preis, wenn HDV über 50% en bloc verkaufen kann.
Ein Verkauf ist die einzige Chance für diese Bank – und das wäre für die Kunden und die Mitarbeiter eine Erlösung: seit dem Tod des Patrons ist die Familie eine einzige Hypothek.
Die Mitarbeiter haben es gut, die Familie Vontobel ist nicht so stark dem Renditedruck ausgesetzt wie Aktiengesellschaften.
Die Aktionäre drängen mich immer, noch mehr Leute rauszuwerfen. Ich will das nicht, weiss aber nicht, wie lange ich dem Druck noch standhalten kann.
Die Gastrobranche sucht noch Personal.
Also, ich würde für etwas Taschengeld gerne übernehmen!
Die Zukunft der Bank scheint zumindest auf dem Papier bis 2032 gesichert.
Problematisch sehe ich indes aber die Issues mit den Produkten, wo keine Konkurrenzfähigkeit vorhanden ist. Viele dümpeln weit abgeschlagen hinter Benchmark hinterher.
Weiteres Spannungsfeld sind Unternehmenswerte, die dynamisches Personal sukzessive vergrault. Beförderungen und Boni passieren weniger nach Leistung dafür umso mehr nach persönlichem Gutdünken oder Empathie des Spartenleiters. Niemand, keine Aufsicht, kein Gremium, überprüft solche Chancenungleichheiten wirklich seriös.
Es gibt dort Familienmitglieder welche im Leben noch nie gearbeitet haben, leben ausschliesslich von den jährlichen Dividendenzahlung.