Die Antwort kam innert Minuten: „Wie viele mg Xanax möchten Sie und wie viele Packungen benötigen Sie?“
Eine Anbieterin verspricht auf der Zürcher Webseite Ron Orp alles für einen lustigen Abend: Haschisch, Joints, LSD. Aber auch Crystal, Kokain, Heroin.
Verwiesen wird auf der Community-Plattform nicht nur auf die nächste Party. Vielmehr verdient das Zürcher Unternehmen Geld durch bezahlte Einträge wie „führender Anbieter von hochwertigen Arzneimitteln“.
„Da es Ihre erste Bestellung ist, biete ich Ihnen meinen regulären Preis an, damit Sie gerne wiederkommen und mir weitere Kunden vermitteln“, lautet die Antwort auf eine Anfrage via Ron Orp.

Für 100 Tabletten plus 100 Gramm Hanf werden 250 Euro verlangt.
Auf der Plattform gibt sich der CEO, Christian Klinner, überrascht: „Kannst du mir bitte einmal den Link zum Inserat zukommen lassen?“
Eine Stunde später kommt dann seine publizistische Einschätzung: „Ist das wirklich eine Story wert?“
Wäre er Chefredaktor, wohl kaum. Klinner: „Ron Orp macht sich nicht automatisch strafbar, wenn eine Nutzer:in auf dem Online-Marktplatz Drogen verkauft.“
„Strafbarkeit entsteht erst, wenn Pflichten verletzt werden. Plattformbetreiber:innen gelten rechtlich nicht als Täter:innen fremder Inhalte, sondern als Vermittler:innen.“
Ron Orp hat über 450’000 Mitglieder. Mit seiner Argumentation steht der CEO auf wackligen Füssen. Die Kantonspolizei schreibt auf Anfrage, dass sie den Fall weiterleite.

Anwalt Martin Steiger, Spezialist im IT-Recht findet die Aussage „Ron Orp macht sich nicht automatisch strafbar“ ziemlich banal:
„Der Weg zur tatsächlichen Strafbarkeit führt immer über ein Strafverfahren. Ob man sich strafbar gemacht hat, zeigt ein rechtskräftiger Strafbefehl oder ein ein rechtskräftiges Urteil.“
Sollte es einmal zu einer richtungsweisenden Anklage kommen, „würde ich mich an Stelle von Ron Orp nicht darauf verlassen, als digitaler Marktplatz strafrechtlich privilegiert zu sein“, so Steiger.
Man habe ein internes System, das Koks-Dealer filtere, rühmt sich Ron Orp-Chef Klinner. Das System ist Ricola-geheim („über das wir nichts verraten“), aber nicht sonderlich effektiv. Noch immer verhökern Leute Drogen auf Ron Orp.
Es ist komplett sinnfrei dem Geld und der Karriere nachzurennen. Seine ganze Lebenszeit in Status zu investieren. Unnötigen Luxus zu kaufen. Materielles macht nicht glücklich.
Leben um zu arbeiten!
Da helfen dem Banker die Drogen. Ohne Drogen würde der Banker durchdrehen.
Coole Seite. Danke für die Empfehlung.
Wie immer, jetzt kommt das Kleingeschriebene. Es wird immer Leute geben, die sich wegem Profit, in einer Grauzone bewegen. Ausbaden kann es dann immer der Pöbel und bezahlen selbstverständlich auch.
Lächerlicher Artikel.
In der Schweiz gibt es hunderte solcher Seiten und Gruppen.
Mit Geld-zurück-Garantie.
Sonst geht man ins Darkweb. Da gibt es zehntausende Seiten dazu.
K. gehört zwar sehr sohl zum Paradeplatz, aber solche Petzartikel mit Weiterleitung an die P. Sind wirklich unnötig.
Wieso? Mitleid mit Drogendealern?
Drogen gehören zur Schweiz.
Wie Staatsdiener die ihrer arbeit nicht nachgehen oder unschuldige verfolgen.
Oder Banken die übernommen werden müssen.
Oder brennende Bars die jahrelang nicht kontrolliert aber geduldet wurden.
Man braucht auch Drogen um in der Schweiz zu leben.
Manche beschränken sich auf Todesstängel oder Leberzerstörungssaft.
Andere brauchen eben mehr, um dieses unerträgliche Land zu ertragen.
Ich trinke Jägermeister, weil meine alte Hängetitten hat!
Oh wow es werden tatsächlich Drogen verkauft, was für ein wunder ich dachte immer der Storch bringt Drogen. Wow Beni Danke für die Aufklärung….
Warum Drogen, ge- oder verkauft werden, inwiefern strafbarkeit oder höhe der Strafe einen Einfluss auf den Markt hat, übersteigt die geistige Kompetenz des Schreiberlings.
Also machen wir daraus: Benis unerklärte Lebensprobleme
Cool und mit dieser story gewinnt ron orp 10’000 neue Kunden aus der Zürcher Bankenszene. Ich hoffe Sie verdienen was dran🤣
Ist ganz einfach: Wer es Drogendealern möglich macht ihre Ware zu verkaufen macht sich strafbar. Er sieht sich ja selbst als Vermittler von Drogengeschäften. Alle Plattformen verstecken sich als „Vermittler“ und sahnen kräftig mit ab. Geld ja, Verantwortung nein. Allen voran die ganz grossen.
Wenn ich vor Radarfallen warne mach ich mich auch strafbar. Sehe mich aber dabei auch lediglich als Vermittler von bei mir eingehenden Informationen.
Der Palfner mit blauem Häkchen weiss mal wieder Alles – gute Besserung!
Danke für den Tip. Werde nun gleich bestellen.
Soweit sind wir schon, dass auf solchen Platformen offener Drogenhandel stattfindet. Und das Management findet, das sei nicht weiter erwähnenswert. Was die wohl sonst noch alles für Geld tun?
Opa hat das Internet entdeckt
Opa hat das Internet kreiert, damit Ihr Euch schlau fühlen könnt. 😂
In der Schweiz kann sich Ron Orp darauf verlassen, nicht strafrechtlich verfolgt zu werden. Die Schweiz hat ein liberales Rechtssystem, das nicht einmal eingreift, wenn es massenhaft Tote gibt.
Beispiel? – jüngstes Geschehen in einem Walliser Bergdorf …
Alles wird nur noch absurder und verrückter. ‚Nöd ganz bache‘?
Who cares wenn sich sich redliche Leute im Feierabend ab und an eine Line ziehen. Die Schweiz hat viele Probleme. Ein Koks-Problem hat sie nicht. Zeit aufzuhören die Leute mit Sicherungsentzügen von Fahrausweisen zu drangsalieren, während tausende Schnappsnasen täglich unbescholten durch den Verkehr rollen.
Durch Plattformen wie Ron Orb oder Telegram wurde die Qualität der Stoffe besser und es gibt weniger Langstrassendealer die Konsumenten Entwurmungsmittel und sonstigen Müll andrehen. Ich finds gut.
es steht doch jedem Konsumenten frei, auf die Angebote der Dealer einzugehen?
Interessant ist nur, welche Intentionen die Betreiber von Marktplätzen haben. Wollen sie sich bereichern, oder anderen ein schönes Leben machen?
Ja irgendwoher muss der Stoff ja kommen, damit Zürich die Kokainhauptstadt bleibt. Schliesslich können die Bankster den Stoff ja schon beim Znüniwägeli in Auftrag geben.
Sehr amüsant finde ich dabei, „Die Kantonspolizei schreibt auf Anfrage, dass sie den Fall weiterleite.“
?????????????
Wohin ? Nichts ? Kein aktives Eingreifen ? Stimmen in unserem Rechtssystem noch die Verhältnismässigkeiten ?
Schreib mal was rassistisches in einem Chat, da bekommst Du schnell Besuch.
Ich bin auch seit vielen Jahren bei der Kantonspolizei!
Ein toller, ruhiger Job …
Fast wie beim Tennis! Entweder retournieren oder weiterleiten.
Noch schöner ist die Ertragslage: sichere Pension, lukratives Gehalt, 35-stunden-Woche, Überstunden- und Nachtzuschläge steuerfrei. Kann ich wirklich jedem empfehlen.
Und falls mal brennt: an die Feuerwehr delegieren.
Tja, die kleinen nimmts bei so Fällen. Den grossen IT Firmen lässt man dafür alles durch.
ok, der gemeine Schweizer kann ja nicht den ganzen Tag nur fressen und saufen. Er braucht auch mal als Desert etwas feinstoffliches. Ich finde Ron Orp klasse! Da können sich die Honks mal so richtig schön austoben.
Jeder hat das Recht auf Zerstörung seines Fettleibes!
Alle Darknet Markets sind auch nur Vermittler ;).
Lustigerweise werden diese trotzdem vom Fedpol und Co verfolgt.
„Der Weg zur tatsächlichen Strafbarkeit führt immer über ein Strafverfahren.“ Usf.
Was ist das denn das für ein Verständnis des Rechtsstaates? Der Typ dreht die Rechtssprechung ja komplett um: Nur in Polizeistaaten steht der Strafbefehl vor der Feststellung von Straftatbeständen.
Nun erfüllt die Schweiz die Kriterien für einen Rechtsstaat bekanntermassen nicht, aber dass sogar die Anwaltschaften ihre Praxis auf eben diesen Sachverhalt ausrichten, zeigt die Aushöhlung des Schweizer Staatswesens ja erst auf.
Da müsst ihr aber noch zulegen. In Hamburg slumburg kann man sich seit Jahren koks und anderes auf Bestellung per Taxi kommen lassen.