Brack ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte. Neben Digitec bietet sie als einzige US-Gigant Amazon die Stirn.
Geschafft hat das Roland Brack, der aus der One-Man-Show in den letzten 30 Jahren einen helvetischen Top-Online-Händler geformt hat.
Doch jetzt steckt die Brack Alltron, wie sich das Unternehmen hinter der Marke „Brack“ nennt, in einer schweren Krise.
Auf der Offiziersbrücke herrscht ein Kommen und Gehen. Die obersten operativen Verantwortlichen wechseln sich schneller ab, als dass sie Fels in Sicht herunter in den Kommandoraum brüllen können.
Letzte Woche flogen erneut zwei Topshots davon, stets begleitet von blumigem Lob vom Alleinherscher.
Roland Brack. Der Namensgeber agiert als allmächtiger VR-Präsident der Firma.

Auf eine Anfrage bittet er zunächst um etwas Geduld, dann schickt er ein Mail mit langem Inhalt. Tenor: Alles gut.
„Ich verstehe Ihre Überlegungen, kann sie aber beruhigen: Die Hütte brennt nicht, im Gegenteil“, beginnt Brack seine Ausführungen.
Der E-Commerce-Markt sei „hart umkämpft“, es gebe „neue Player“, und auch KI würde die „Digitalisierung im Handel“ noch mehr bescheunigen.
Aber sein operativer Chef, der CEO der Brack Alltron, würde zusammen mit seinem Team die „Transformation glücklicherweise sehr aktiv und erfolgreich“ anpacken.
„Deshalb sind wir 2025 sowohl im Umsatz wie in den Ergebnissen gewachsen“, betont Brack. „Das stimmt mich weiterhin sehr optimistisch.“
Dann verspricht er Erbauliches, das vor der Tür stehe: „In den nächsten Tagen dürfen Sie sich zudem auf weitere News zum Ausbau und Umsatzwachstum im Jahr 2026 freuen.“
Die Abgänge auf oberster Managementstufe bezeichnet Brack als nötiger Teil des „Turnarounds“. Bei den Abspringenden können man zwar je nachdem von „Top-Shot“ sprechen.
Doch „ein anderer ‚Top-Shot'“ würde folgen: eine Managerin namens Christina Kraft.
Kraft sei „mehr als siebzehn Jahre lang für Amazon, Zalando oder die Berlin Brands Group tätig“ gewesen, wo sie „komplexe Fulfillment-Netzwerke geführt und Automatisierung und Prozessoptimierung weiterentwickelt“ habe.
Laut einer Quelle würden sich die Banken Sorgen machen um ihre offenen Kredite an die Brack Alltron. Auch dazu gibt Roland Brack Entwarnung.
„Die Finanzierung der Gruppe wurde Anfang Jahr gerade verlängert. Dass der Kredit überzeichnet war und 2 neue Banken ins Konsortium eingetreten sind spricht nicht für zu hohe Kredite.“
A gogo? Ist Brack bei Loomit in Pattaya?
Loomit lebt (leider) nicht mehr.
Kindisch doof. Der Algorithmus von IP sollte diesen primitiven Unsinn mit einer roten Karte versehen. Subito.
Heissen die jetzt Topshots weil sie so schnell wieder geschossen werden?
Bankkredite sichern die Banken in der Regel ab. Zumindest früher war es so.
Bei LH ist so gut wie jeder ein Topshot. Das sollte man nicht hinterfragen.
Anstatt einen auf Löwen zu machen, sollte Brack lieber in seiner eigenen Bude aufräumen
Ich denke nicht, dass Herr Roland Brack Belehrungen braucht. Und Neider und Hater auch nicht.
Und der Schaumschläger vom Marketing? Muss er zuerst noch das Logo wechseln, so wie damals bei der CS?
Und noch ein paar Marketing Preise einheimsen, damit das auf dem LinkedIn Profil auch gut aussieht für die nächste Stelle?
Alle wissen, dass Brack keine Zeit hat für Zukunft. Der Wirbel, den die Marketing Leute dort machen, ist nicht nachhaltig. Wer bei Brack kauft, hat keinen Plan.
Galaxus eilt davon. Brack ist meistens substanziell teurer. Rechtfertigt sich, weil ihr Kundendienst eben sehr gut wäre.
Brack muss wieder ein berechenbarer, konkurrenzfähiger Player werden. Kundendienst in Ehren. Der Preis darf nicht ausser Rand und Band geraten.
Im Onlinehandel wie Brack und Digitec sind kaum Gewinne zu machen Brack hat leider keine Migros hinter sich der die Milionen Löcher stopft Bracks Stärke die Elektoniksparte sind O summen Spiele. Riesen Logistikkosten kaum Marge.
Schaue, wie Jeff Bezos sein Unternehmen auf die Beine brachte:
1994-1997: Amazon war von Anfang an nicht profitabel, da Bezos und sein Team massiv in das Wachstum investierten, vor allem in den Aufbau der Website und Logistik.
1997: Amazon ging an die Börse, und das Unternehmen erzielte erstmals einen Umsatz von 147 Millionen Dollar, aber immer noch Verluste.
Über sechs Jahre lang war Bezos nicht profitabel, bevor es den Wendepunkt erreichte. Die entscheidende Wendung kam jedoch durch eine Kombination aus strategischen Entscheidungen und einer Konzentration auf langfristiges Wachstum.
@Rory „easy going“ Steppenwolf
Das stimmt so nicht ganz. Amazon ist profitabel nicht wegen der Marge auf den verkauften Produkten, sonderen wegen der Werbung welche die Händler zahlen müssen, dass ihre Produkte sichtbar sind.
Brack hat zudem sein Marke zerstört indem es Food anbietet.
Der E-Commerce ist tot- die Leute haben kein Bock mehr.
veraltet und verstaubt
Wundert mich nicht, denn Brack gehört zu den teureren Online-Anbietern.
Man kann nun entweder die Marge senken oder aber auch die CEOs öfter wechseln als die Unterhosen. Bei zweiterem, muss jedoch danach im Überlebensfall die Marge meist noch etwas mehr gesenkt werden.
Ich sehe dunkelrot für Brack. Das Unternehmen hat schlicht keine zeitgemässe Strategie als Antwort auf die herrschenden Marktverhältnisse.
Wirbel im Marketing ist schlicht nicht nachhaltig.
Jeder, der Preise vergleicht, geht zu Digitec/Galaxus, deren Service absolut in Ordnung ist, wenn man mit der Post transportiert. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass Brack noch von einem Anti-Digitec/Galaxus-Reflex profitiert, was aber sicher nicht zukunftsorientiert ist.
Brack muss sich strategisch dringend verändern, allenfalls in anderen Geschäftsfeldern.
Ist da mehr dran als dass “ wo Rauch ist, ist auch Feuer“.
Der Kundenservice ist nach wie vor top – schnell, persönlich und lösungsorientiert. Dafür zahle ich gerne ein paar Franken mehr! Auch im Wissen, dass ich ein Schweizer Unternehmen unterstütze, das hier Arbeitsplätze schafft und Steuern zahlt.
Aber klar: Wer nur auf den billigsten Preis schielt, klickt halt bei Temu. Muss jeder selbst wissen, ob ihm anonyme Massenware wichtiger ist als Qualität, Verlässlichkeit und Wertschöpfung im eigenen Land.
Ein bisschen mehr Solidarität mit CH-Anbietern würde uns allen guttun – ausser natürlich denen, die sich später über das Ladensterben wundern.