Das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS ist wie kein anderes Medium Jacques Moretti auf den Fersen.
Jetzt hat RTS einen Kollegen des Crans-Montana-Todesbar-Betreibers zum Reden gebracht. Dieser hält auf den Korsen trotz 41 Toten und über 110 Schwerverletzten grosse Stücke.
Es handelt sich um eine Figur aus dem Prostituierten-Milieu in der Romandie. Ab der Jahrtausendwende habe Moretti mitgeholfen, junge Frauen für Schweizer Bordelle zu rekrutieren.
Er sei damals nicht der grosse Strippenzieher gewesen, sondern vielmehr ein Helfer eines Netzwerks.
„Gilles“, wie er im RTS-Bericht genannt wird, berichtet, dass Moretti als rund Dreissigjähriger und noch nicht mit Jessica Verheirateter von seinem „D’Gino Café“ im französischen Clusaz aus junge Frauen rekrutierte.

„(P)our les faire travailler en Suisse“. Und zwar für „établissements administrés notamment par Gilles“, berichtet RTS.
Die Franzosen kamen Moretti auf die Schliche, sie informierten die Schweizer Behörden. Diese nahmen Moretti fest und lieferten ihn nach Annecy aus, wo er 2008 zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.
Nur 4 davon musste er wegen Zuhälterei hinter Gittern absitzen. Darauf zog Moretti zurück in seine Koriska-Heimat, wo er einen Nachtklub mit erotischem Anstrich betrieb.
Nicht für lange. Schon zu Beginn der 2010er Jahre zieht es Moretti in die Schweiz. Er versuchte sich laut RTS als Barbetreiber in Lausanne.
Diese soll er über eine Nidwalder Briefkastenfirma betrieben haben. Starsmile nennt er diese, Sitz ist in Hergiswil, wo die Steuren besonders tief sind.
„Die Gesellschaft bezweckt die Beratung, Führung von Betrieben im Bereich des menschlichen Wohlbefindens (SPA) sowie der Ernährung, wie Hotel-, Restaurant-, Wellness-, Catering- und Verpflegungsdienstleistungen“, so der Eintrag von Herbst 2011.
Das Aktienkapital von 100’000 Franken war voll liberiert, sprich einbezahlt. Geholfen bei der Briefkastenfirma habe ihm ein „intermédiaire valaisan“, berichtet RTS.
Das Vorhaben war von kurzer Dauer. Nicht einmal anderthalb Jahre später war die Starsmile AG am Ende.

„Mit Entscheid der Konkursrichterin des Kantonsgerichts Nidwalden vom 11.03.2013 wurde über die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 11.03.2013, 10.45 Uhr, der Konkurs eröffnet; demnach ist die Gesellschaft aufgelöst“, steht im Nidwalder Handelsregister.
Allfällige Gläubiger gingen leer aus. „Das Konkursverfahren ist mit Entscheid der Konkursrichterin des Kantonsgerichts Nidwalden vom 30.04.2013 mangels Aktiven eingestellt worden.“
Gilles blieb Moretti ein treuer „Freund“. 2015, als er und die mit ihm inzwischen vermählte Jessica das „Le Constellation“ zum hippen Nightclub umbauen wollten, stand der Zuhälter bereit mit einer Geldspritze.
50’000 Franken habe er zum Vorhaben beigesteuert, die Morettis hätten das Geld später zurückbezahlt.
Bei der grossen Einweihungsparty des „Constel“ war der Bordell-Betreiber mit von der Partie.
Und als dann 10 Jahre später in der Silvesternacht die Decke Feuer fiel und Minderjährige und Jugendliche in Rauch und Feuer ihr Leben verloren, bot Gilles den Morettis sofort Hilfe an.
„J’ai indiqué que je pouvais participer à réunir la somme nécessaire pour payer les cautions, mais Jessica m’a dit qu’une autre solution avait déjà été trouvée“, sagte er RTS.
Wer am Ende die Kaution von zwei mal 200’000 Franken für die Freilassung aus U-Haft von Jacques und Jessica Moretti geleistet hatte, bleibt somit unklar. Die Rede ist von einem Genfer Geschäftsmann mit Bankkonten in Dubai.
Wenn Moral steuerlich absetzbar wäre, hätte er in Nidwalden vermutlich noch eine zweite GmbH gegründet.
Seh ihm den Tigrillotester irgendwie an
Andere eröffnen Start-ups. Er offenbar eine Lieferkette.
„Ein Geschäftsmodell mit ‚menschlichem Kapital“ – leider wörtlich gemeint.“
Die Damen machen ja freiwillig mit, Trader. Also was solls.
So, what? Was soll das den Opferfamilien jetzt helfen?
Die beiden müssen ins Gefängnis und die verantwortlichen Behörden müssen genau dasselbe erfahren, denn hätten sie ihren Job ernst genommen, wäre das nicht passiert.
Wenn es hier keine Gefängnisstrafen unbedingt gibt, ist das töten von Menschen in der Schweiz legitim geworden.
was ist mit Nidwalden?
Kann man sich da noch irgendwie beteiligen?!
Dieses Business hat schon mal ein Kollege von mir versucht. Funktioniert nicht und am Ende war es sogar illegal. Die Frauen in der CH finden die Arbeitsorte selbstständig und immer mehr einfach in AirBnB’s. Die Zeiten ändern sich und 500 CHF für eine Flasche Prosecco zahlt keiner mehr.
Lukas, dran bleiben. Das hört ja niemals auf.
Cyane Panine könnte sicher mehr erzählen,die Angestellte,die von Morettis für das Feuer verantwortlich gemacht wird und trotz einer unbeobachteten einstündigen Reanimation in stabiler Seitenlage durch Moretti und Ziehsohn/Handlanger nicht überlebte,Kameraaufnajmrn verschwunden sind, diese angeblich so eng stand mit morettis als „kleine Schwester“(Aussage Moretti),dem ihre Eltern vehement widersprechen und von grossen Problemen berichten,mit der angeblich der Ziehsohn/Handlanger eine Beziehung gehabt hätte,das aber erstaunlicherweise keiner mitbekam und die ohne Obduktion begraben wurde.
und was ist mit der IV? wird die immer noch bezahlt??
Der Sozialdetektiv von Crans-Montana hat noch keinen Auftrag erhalten…
Er hätte schon lange nach Pattaya, Thailand fliegen können unf bei Loomit im sein „Bar Business“ einsteigen können.
Gott sei Dank geben RTS, Opferanwälte und selbst I/F nicht auf. Immer mehr bestätigt sich doch, dass „Au Canton et dans la Republique du Valais“ ein Versagen auf breiter Front sich abzeichnet. Wäre nicht erstaunt, wenn da noch mehr an Undenkbarem zum Vorschein kommt!
Das wäre nie bekannt geworden.
Als FDP Grossrat, dipl. Betriebsökonom und Immobilienverwalter finde ich diese Hexenjagd auf das Unternehmerpaar der Schweiz unwurdig.
Für die Schweiz war er gar nicht strafbar, da Prostitution nicht strafbar ist. Auch wurde das Konkursverfahren ja eingestellt.
Herr Moretti hat sich für den Unfall entschuldigt und die Frau hat geweint.
Die Schuldigen sollen zahlen, wie FDP Nationalrat Philippe Nantermod sagt,es gilt aber die Unschuldsvermutung.
Bewiesen ist bis jetzt nur, dass die Barmitarbeiterin mit der Flasche hautsächlich Schuld ist und muss sicher zur Verantwortung gezogen werden.
die Parallel-Welt der FDP. Und sie werden wieder davon kommen. Und die Leute werden wieder auf das FDP-Politiker-Geschwätz hören…und sie wieder wählen. Blick und SRF sei dank….
müsste die Frage heissen: Er scheint der illustre Geschäftspartner von Morett zu sein… Guckst du: DEPEMO SA, bisher in Martigny, CH-621.3.008.329-2, Aktien-
gesellschaft (SHAB Nr. 211 vom 31.10.2011, Publ. 6397344). Statu-
tenänderung: 27.02.2012. Firma neu: STARSMILE SA…
Interessant. Danke für den Hinweis.
Der Kreis schliesst sich – als hätten wir es nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100% vermutet.
Geldwäscherei, Steuerhinterziehung, Menschenhandel… Drogen ??… die Banken haben vermutlich einer kriminellen Person Hypotheken gewährt… Mal sehen, wie „fit“ die Untersuchungsbehörden sind….
Schade, dass so eine Katastrophe passieren muss um solchen Personen auf die Schliche zu kommen… da gibt es noch mehr „Futter“ für die Behörden.. auch noch mehr Personen.. da müssen Mafia-Jäger unterstützen…
Tipp – der wird jetzt auch von der eigenen Mafia fallen gelassen..
Seit der Paradeplatz nichts mehr hergibt, verkommt IP zum Blick für Arme
Zuhälter + Bürgerliche Politik – das passt.
Ein umtriebiges Kerlchen!
Ein Schweizer durch und durch!
Diese Recherchen von RTR sind ist die beste Kampagne gegen die Halbierungsinitiative. Davon kann SRF nur träumen. Ich weiss, dass das teure Investigativteam viel Ferien macht und kaum eine Geschichte auf den Boden bringt.
RTS macht seinen Job gar nicht so schlecht. Lukas müsste ein wenig mehr in den Genfer Banken rumhören, nicht nur in den Walliser Bergen. Der Kanton Wallis blamiert sich genau so wie die Gemeinde – ich hoffe die Quittung kommt vom Volk.
Nidwalden. Tiefe Steuern und ‚Hochburg‘ der SVP. Keine Überraschung.
Und was machen die Verantwortlichen im Kanton Wallis mit diesen Erkenntnissen?