Ein Trauerspiel der Kingsize-Klasse spielt sich in der heilen Luzerner Wirtschaftswelt ab. Gestern gab die Schurter-Gruppe einen Abbau von 100 Stellen bekannt.
Ein Kahlschlag, wie er selbst in den schnell härter werdenden Zeiten einzigartig scheint.
Ein Drittel aller Schurter-Jobs in Luzern sind weg.
Weltweit beschäftigt Schurter über 2’000 Leute, die Firma geniesst einen einzigartigen Ruf als spezialisierte Elektro-Spezialistin.

Als Hidden Champion steht sinnbildlich für die helvetischen Weltklasse-Industrie-KMUs.
Doch jetzt ist das Schnee von gestern. Hinter dem Massenabbau steckt die Capvis.
Das ist jene Private Equity-Firma, welche die Schurter vor 2 Jahren von der Besitzerfamilie übernommen hatte.
„Die seit Jahren in den Schlüsselindustrien Elektronik, Automatisierung sowie Digitalisierungstechnologie erfolgreiche Gruppe verfügt über die richtigen Mitarbeitenden und Technologien, um die Erfolgsgeschichte auch künftig weiterzuschreiben“, frohlockte der zuständige Capvis-Chef damals.
Die Rede war von mehreren „Zeichen der Kontinuität“.
Nur gut 24 Monate später fällt die Guillotine. Luzern im Elend, Capvis will Kasse machen.
Eine „Top Firma“ von der niemand jemals etwas gehört hat.
Junge, reg Dich ab und geniess das Leben. In Pattaya, falls ich richtig informiert bin.
Wer mit offenen Augen durchs Leben geht und nicht nur Pattaya in den Augen hat, der kennt die Sicherungen von Schurter die jeder Schweizer schon in den Händen gehalten hat. Sofern er fähig ist, selber eine Gerätesicherung zu ersetzen.
Sagt einer der keine Ahnung hat. Ich verzeihe ihm denn es ist ein Junior.
@Eingliederungsberater: Was sind Sicherungen? Wer braucht so was?
Dann sind sie offenbar „niemand“
Das kommt aber völlig unerwartet. Hätte nie gedacht, dass eine Private-Equity-Firma, ihre Investitionen mit Gewinn verkaufen will ;-).
t statt p, dann stimmts
Und Elektroladen ≠ Elektronikbude.
Angesichts der unaufhaltsam, auf alle abhängig beschäftigten Wichtigtuer zurollenden, Entlassungswelle darf sich Lukas solche Berichte sparen. Es werden einfach zu viele!
Schöne Grüsse aus Dubai
Vorzeigefirma hin und her – wer an Capvis verkauft, ist oder muss sich bewusst sein, dass eine Private Equity-Firma klare Ziele verfolgt. Und Schurter verfolgte offenbar eigene Interessen, wenn man am Capvis verkauft.
Also: was will uns der Beitrag sagen?
Sobald man eine Firma so einer Invest Bude verkauft passiert immer dasselbe. Spätestens in 5 Jahren wollen die einen Exit und bis dahin wird alles „gesund“ gespart damit die Excel Tabellen stimmen.
Richtige Unternehmer als Käufer zu finden wird immer schwieriger. Keiner will langfristig was aufbauen. Just a quick buck.
Deine haarscharfe Analyse ist eine echte Bereicherung. Nix Plattitüden die jedes Kind kennt. Vielen Dank.
Es sind immer die „gierigen“ Eigentümer, grossmehrheitlich Eidgenossen.
Statt rechtzeitig die Nachfolge – wie bei „Schurter“ – zu planen, wird dann an eine Private Equity Firma ins Ausland verkauft.
Es geht wie bei Donald Duck nur noch um dä „Chole“.
Capvis ist eine Schweizer Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Baar
Die Nachfolgeplanung war da. Leider verunglückte Schurter junior tödlich. Es fand sich leider kein Nachfolger innerhalb der Familie und deswegen wurde die Firma verkauft.
Gibt es eine Liste / Webseite, die aufführt, welche (CH) Unternehmen im Besitz von PE-Firmen sind? Dann könnte man denen aus dem Weg gehen.
SPAR
Der reflexartige PE-Bash hier ist verständlich – Entlassungen schmerzen immer. Aber man sollte auch das grössere Bild sehen: Der Industriestandort Schweiz verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Hohe Kosten, starker Franken und immer mehr Regulierung setzen Unternehmen unter Druck, während neue Konkurrenten – etwa aus China – mit Tempo in westliche Industrien drängen. Die Debatte sollte deshalb nicht nur «Private Equity böse» sein. Wichtiger ist die Frage: Wie bleibt die Schweiz ein attraktiver Standort? Weniger Regulierung, ein flexibler Arbeitsmarkt und unternehmerfreundlichere Rahmenbedingungen w
Diese Heuschrecken-Buden wie Capvis-Capital oder Partners-Group
sind nur daran interessiert die übernommen Firmen schön zu machen und
dann weiter zu verkaufen. Breitling Uhren wird ein der nächsten Fälle
sein.